Peggy Wood

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springenZur Suche springen
Peggy Wood (um 1918)

Peggy Wood (Geburtsname:Margaret Wood) (*9. Februar1892 inBrooklyn,New York City; †18. März1978 inStamford,Connecticut) war eineUS-amerikanischeSängerin undSchauspielerin, die sowohl für einenOscar als auch für einenGolden Globe Award und zweiEmmies nominiert war.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Operettensängerin, Bühnenerfolge und erste Filme

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Peggy Wood (1917)

Die Tochter eines bekanntenJournalisten undHumoristen erhielt im Alter von acht JahrenGesangsunterricht und gab ihrDebüt als Sängerin 1910 imChor bei derUraufführung vonVictor HerbertsOperetteNaughy Marietta. Ein Jahr später trat sie 1911 in dem StückThe Three Romeos erstmals amBroadway auf, ehe sie 1917 inMaytime ihre ersteHauptrolle spielte und insbesondere für das Singen des Liedes „Will You Remember?“ gelobt wurde. In den folgenden Jahren spielte sie führende Rollen inMusicals und Operetten wieBuddies (1919),Marjolaine (1922) undThe Clinging Vine (1922), ehe sie Auftritte in geistreichenKomödien hatte und die Hauptrollen inGeorge Bernard ShawsCandida (1925),A Lady in Love (1927) sowie die „Portia“ inWilliam ShakespearesDer Kaufmann von Venedig (1928) spielte.

Daneben gab sie 1919 auch ihr Debüt in demStummfilmAlmost a Husband vonClarence C. Badger an der Seite desKomikersWill Rogers, drehte aber anschließend keinen weiteren Stummfilm mehr. 1924 heiratete sie ihren ersten Ehemann, denDichter undHerausgeberJohn V. A. Weaver, und war mit diesem Mitglied desAlgonquin Round Table, einem legendärenliterarischen Zirkel einer losen Gruppe von Journalisten,Literaten und Schauspielern, die sich regelmäßig im berühmtenAlgonquin Hotel inManhattan,New York City, trafen.

DerbritischeSchriftstellerNoël Coward schrieb die Rolle der „Peggy“ in seiner OperetteBitter-Sweet (1928) eigens für sie und die sie bei der Uraufführung 1929 imLondoner West End spielte und auch das Lied „I'll See You Again“ erstmals sang. Auch im Anschluss trat sie einige Male inLondon auf, wie zum Beispiel 1932 nebenFrancis Lederer inThe Cat and the Fiddle vonJerome David Kern, wobei sie dabei auch „Try to Forget“ sang, sowie 1938 in dem MusicalOperette von Noël Coward. Auch darin feierte sie insbesondere mit den Liedern „Where Are the Songs We Sung“ und „Dearest Love“ große Erfolge. Mit „Ruth Condomine“ spielte sie bei der Uraufführung 1941 in New York City an der Seite vonClifton Webb inBlithe Spirit abermals eine Rolle in einem Stück Cowards und trat anschließend in dieser Rolle auch imPiccadilly Circus in London auf.

Des Weiteren spielte sie Mitte der1930er Jahre auch wiederum in einigen Filmen mit wieHandy Andy (1934) vonDavid Butler als Will Rogers’s keifende Ehefrau,The Right to Live (1935) vonWilliam Keighley,Jalna (1935) vonJohn Cromwell undCall It a Day (1937) vonArchie Mayo. Während desZweiten Weltkrieges trat sie darüber hinaus als Sängerin bei Aufführung derUnited Service Organizations (USO) zur Unterhaltung der Soldaten derUS Army auf.

Erfolge als Film- und Fernsehschauspielerin in der Nachkriegszeit

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

1946 heiratete sie nach dem Tod ihres ersten Ehemanns im Jahr 1938 in zweiter Ehe den Druckereimanager William Walling und lebte mit diesem bis zu dessen Tod 1973 zusammen.

Nach ihren Nebenrollen in den FilmenThe Bride Wore Boots (1946) vonIrving Pichel,Die wunderbare Puppe (1946) vonFrank Borzage sowieDream Girl (1948) vonMitchell Leisen spielte sie zwischen 1949 und 1957 die Titelrolle der „‚Mama‘ Marta Hansen“ in der erfolgreichenFernsehserieMama, die aus dem FilmGeheimnis der Mutter (1948) vonGeorge Stevens hervorging. Für diese Rolle als Mutter einer ausNorwegen stammenden Einwandererfamilie war sie sowohl 1953 als auch 1957 für einenEmmy als beste Hauptdarstellerin in einer Dramaserie nominiert.

Neben zahlreichen Bühnenauftritten in den1950er Jahren wie inCharleys Tante,The Girls in 508 nebenImogene Coca,The Rape of the Belt,Pictures in the Hallway sowieThe Madwoman of Chaillot war sie zwischen 1959 und 1966 Präsidentin derAmerican National Theatre and Academy (ANTA).

Ihre größten Filmrollen spielte sie erst mit rund 70 Jahren und zwar zum einen die „Naomi“ in derBibelverfilmungDas Buch Ruth (1960) vonHenry Koster, zum anderen die der „Mutter Oberin“ inMeine Lieder – meine Träume (1965) vonRobert Wise. Für diese Rolle war sie nicht nur bei derOscarverleihung 1966 für denOscar als beste Nebendarstellerin nominiert, sondern auch für denGolden Globe Award für die beste Nebendarstellerin.

Peggy Wood, die auch Artikel über Theater- und Schauspielkunst fürTageszeitungen undZeitschriften schrieb, gab ihren letzten Bühnenauftritt 1970 und wurde zuletzt von ihrem Sohn David Weaver gemanagt.

Zitate

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Auf die Frage, warum sie in Filmen nicht den gleichen Erfolg wie auf der Bühne und im Fernsehen hatte, antwortete sie:

„I was not attractive in the way one was supposed to be out there, and I think that, and the fact that I could act, confused them terribly.“

„Ich war nicht in der Art attraktiv wie es dabei erwartet wurde, und ich glaube, dass dies, und die Tatsache, dass ich schauspielen kann, die schrecklich verwirrt hat.“

Filmografie (Auswahl)

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Weblinks

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Commons: Peggy Wood – Sammlung von Bildern
Personendaten
NAMEWood, Peggy
ALTERNATIVNAMENWood, Margaret (Geburtsname)
KURZBESCHREIBUNGUS-amerikanische Sängerin und Schauspielerin
GEBURTSDATUM9. Februar 1892
GEBURTSORTBrooklyn,New York City,New York,Vereinigte Staaten
STERBEDATUM18. März 1978
STERBEORTStamford,Connecticut,Vereinigte Staaten
Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Peggy_Wood&oldid=244072931
Kategorien: