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Palimpsest

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig.Palimpsest ist auch ein Name derGnome Disks.
Codex Ephraemi Rescriptus aus derBibliothèque nationale de France, Département des manuscrits, Grec 9, fol. 60r

Palimpsest (Maskulinum, auchNeutrum, über das lateinischepalimpsestus,-i m vonaltgriechischπαλίμψηστος palimpsestos „wieder abgekratzt“) bezeichnet eineManuskriptseite oder-rolle, die beschrieben war und von der durch Abschaben oder Waschen das Geschriebene wieder entfernt wurde, um sie erneut zu verwenden. In diesem Sinn war das Wort in der Antike gebräuchlich.[1] Heute wird das Wort Palimpsest im Sinn vonCodex rescriptus (lateinisch für „wiederbeschriebenes Blatt“) auch für das Exemplar mit dem neuen Text verwendet. Im übertragenen Sinn werden vereinzelt auch Oberflächenstrukturen alsPalimpsest bezeichnet, die durch jüngere Einflüsse überprägt und fast unsichtbar wurden – etwa dieGeisterkrater in der Mondoberfläche.

Den Vorgang des Wiederbeschreibens nennt man – entgegen deretymologischen BedeutungPalimpsestieren.

Funktion

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Der Grund für dieses Vorgehen waren ein herrschender Mangel an neuem Schreibmaterial beziehungsweise dessen hoher Preis. Ab der christlichen Spätantike wurde für Bücher praktisch nur nochPergament verwendet. Etwa ab dem 5. Jahrhundert warPapyrus im Westen des Römischen Reiches sowie in dessen Nachfolgestaaten kaum noch verfügbar. Besonders in der Mitte des 7. Jahrhunderts war Schreibmaterial unerschwinglich teuer, so dass man besonders in dieser Zeit Pergamentbücher palimpsestierte. Diesem Vorgang fielen in erster Linie antike Texte zum Opfer, die Platz machen mussten für „Antiphonarien oder Heiligengeschichten“.[2]

Herstellung

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Da Schreibmaterial wiePergament im Mittelalter sehr kostbar war, wurden beschriebene Manuskriptseiten häufig wiederverwendet. Dabei wurde das Geschriebene abgekratzt oder abgewaschen. Auch wurden bereits chemischeTintenentferner wieZitronensäure verwendet, um die Tinte zu beseitigen. Die meisten Palimpseste bestehen aus Pergament oderPapyrus. Spuren des Originaltextes sind oft erhalten und können heutzutage häufig mittelsFluoreszenzverfahren (früher durchGallapfel- oderGioberti-Tinktur undRöntgenstrahlung) sichtbar gemacht werden, so dass das Lesen des alten Textes wieder möglich wird. Vieleantike undmittelalterliche Texte sind nur als eine solche „Schrift unter der Schrift“ überliefert und daher lückenhaft. Einige Methoden der Sichtbarmachung ursprünglicher Texte wurden vonAlban Dold entwickelt und angewandt.

Wichtige Exemplare

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Codex Ephraemi Rescriptus

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Einer der wichtigsten Palimpseste ist derCodex Ephraemi Rescriptus (Paris,Bibliothèque nationale de France, Département des manuscrits, Grec 9; in den Editionen derSeptuaginta Sigle no C oder 04 (Gregory-Aland)), von dem nur etwa 203Folia (Blätter) der ursprünglichen 238 überdauert haben. Den Originaltext einer inMajuskelschrift geschriebenen Voll-Bibel in griechischer Sprache (Septuaginta + griechisches Neues Testament), die im 5. Jahrhundert inÄgypten hergestellt worden war, schabte man im 12. Jahrhundert ab und überschrieb ihn in griechischenMinuskelbuchstaben mit Predigten vonEphraem dem Syrer. Heute wird der Codex Ephraemi Rescriptus in derPariser Nationalbibliothek aufbewahrt.

De re publica (Cicero)

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De re publica, Fragment (Palimpsest). Biblioteca Apostolica Vaticana, Vaticanus Lat. 5757, fol. 277r (4./5. Jahrhundert)

AuchCicerosDe re publica aus seiner ersten philosophischen Phase galt lange Zeit als verloren. Man kannte die Inhalte lediglich aus Fragmenten und Zitaten bei anderen Autoren, während eine Originalüberlieferung unauffindbar war. NachdemAngelo Mai, der eigentliche Begründer der Palimpsestforschung, mehrere Palimpseste mit bisher unbekannten Texten wie den Briefen desFronto (ed. Mailand 1815),[3] und verschiedenen Reden Ciceros mit deren Kommentar vonAsconius Pedianus (ed. Mailand 1814–1817)[4] entdeckt und ediert hatte, fand er in derVatikanischen Bibliothek einen weiterenPergament-Palimpsest (BAV Vat. lat. 5757)[5]. Dieser enthielt weite Teile des ersten und zweiten Buches, ferner Ausschnitte des dritten, vierten und fünften Buches, aber keinerlei Spuren des sechsten. Von diesem war allerdings der Großteil ohnehin durch die gesonderte Überlieferung desSomnium Scipionis im Kommentar des im 5. Jahrhundert wirkenden GrammatikersMacrobius bekannt.[6] Die Schrift ist eineUnziale des 4./5. Jahrhunderts, die von zwei verschiedenen Schreibern ausgeführt und einem weiteren Schreiber korrigiert wurde. Von Schreiber A stammen Buch I 1,1–III 2,3 und IV 2,3–V 3,5, von Schreiber B III 3,4–35,48 und V 4,6–5,7. Überschrieben war CicerosDe re publica mit Psalmkommentaren vonAugustinus. Auch dieser Text wurde in einer Unziale von allerdings sehr viel kleinerem Schriftgrad geschrieben, die ins 7. Jahrhundert datiert wird.[7]

Bereits Mai und seine Mitarbeiter erkannten, dass der ursprünglicheKodex mit dem Cicero-Text aus Lagen von jeweils 4 aufeinandergelegten, einmal gefalteten und dann gehefteten Blättern bestanden hatte. Jeder solcher Quaternio[8] hatte also 16 beschriebene Seiten. Zur Palimpsestierung wurden diese Quaterniones auseinandergenommen, die Blätter abgewaschen – zum Abschaben waren sie zu dünn – und die brauchbaren dann neu, d. h. in anderer Ordnung, wieder zusammengesetzt und mit dem Psalmenkommentar des Augustinus beschrieben. Der Forschung gelang es, aus diesen Blättern die ursprünglichen Quaterniones mit dem Cicerotext wieder herzustellen. Dabei war es möglich, die Lücken festzustellen, die dadurch zustande kamen, dass jeweils ganze Blätter nicht mehr vorhanden waren, so dass also die entsprechenden 4 Seiten fehlen; z. B. beim Fehlen des untersten Blattes die Seiten 1 und 2, sowie 15 und 16, beim 2. Blatt die Seiten 3 und 4, sowie 13 und 14 usw.[9] Auch ganze Quaterniones sind nicht enthalten. Insgesamt gewann man aus dem Palimpsest etwa ein Viertel des als verloren Geglaubten. Bei anderen Autoren überlieferte Fragmente, Zitate und Inhaltsangaben versuchte man dem Kontext entsprechend einzuordnen.

Trotz des überraschenden Fundes hatte es zunächst keine intensive wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Inhalt dieses Werks gegeben. Erst ab der Zeit um denErsten Weltkrieg herum begann die deutsche Forschung, unter dem Eindruck der vor allem von Autoren aus demGeorge-Kreis sowie Vertretern des sogenanntenDritten Humanismus propagierten Neubewertung vonPlatonsPoliteia,[10] sich mit dem Text inhaltlich genauer auseinanderzusetzen und Ciceros im Anschluss an Platon streng hierarchisch konzipiertes Staatsmodell als wegweisend für Gesellschaft und Staat der Gegenwart zu diskutieren. Unter veränderter Perspektive (Betonung des Rechtsstaatsgedankens) hält die Forschung bis heute an.

Das Palimpsest des Archimedes

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Seite aus dem Palimpsest des Archimedes, unterRöntgenfluoreszenz wird die ursprüngliche Schrift sichtbar

Ein weiteres Beispiel ist dasArchimedes-Palimpsest, ein kürzlich wiederentdecktes Buch desArchimedes, in dem dieser möglicherweise die Grundzüge der modernenIntegralrechnung beschreibt. So konnte Archimedes den Schwerpunkt einer massiven Halbkugel und einesParaboloidenstumpfs berechnen. Vor allem aber war er in der Lage, die Fläche zu ermitteln, die entsteht, wenn eine Parabel von einer ihrerSekanten geschnitten wird. Flächenberechnungen werden seit der Antike untersucht. Im 5. Jahrhundert vor Christus entwickelteEudoxos von Knidos nach einer Idee vonAntiphon dieExhaustionsmethode, die darin bestand, einen Körper durchregelmäßige Polygone auszufüllen. Er konnte so Flächen als auch Volumina einiger einfacher Körper bestimmen. Archimedes verbesserte diesen Ansatz, und so gelang ihm die exakte Integration einer Parabel – ohne Benutzung eines Grenzwertbegriffs. Er bewies, dass das Verhältnis von Umfang zu Durchmesser eines Kreises größer als das Verhältnis von 6336 zu 2017¼, aber kleiner als das Verhältnis von 14688 zu 4673½ ist.[11]

Konstantin von Tischendorf entdeckte1846 diesen Text. Obwohl er ihn damals nicht verstand, stufte er ihn dennoch als bedeutend ein. 1907 wurde er dann vom dänischen PhilologenJ. L. Heiberg teilweise übersetzt.[12] Infolge des Ersten Weltkriegs geriet das Buch in Vergessenheit, bis es 1998 auf einerAuktion beiChristie’s von einem unbekannten Sammler für 2,2 Millionen Dollar ersteigert und demWalters Art Museum in Baltimore übergeben wurde.[13] Mehr als zehn Jahre lang arbeitete ein Expertenteam daran, die im 13. Jahrhundert in Palästina mit einem byzantinischenEuchologion überschriebenen Zeichnungen und Schriftzeichen erkennbar zu machen und zu übersetzen. Anfang August 2006 gelang es dabei einer Gruppe von Wissenschaftlern um den Physiker Uwe Bergmann, den ursprünglichen Text mit Röntgenstrahlung sichtbar zu machen.[14][15]

Dieser sogenannteKodex C ist die derzeit einzig bekannte Quelle für dieMethodenlehre, dasStomachion und die griechische Version vonÜber schwimmende Körper. Er wurde wahrscheinlich im ausgehenden 10. Jahrhundert niedergeschrieben, erkennbar an der für diese Zeit charakteristischenMinuskelschrift.

Palimpseste Sankt Katharinenkloster, Sinai

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ImKatharinenkloster (Sinai) wird eine einmalige Sammlung von über 160 Palimpsesten, beschrieben mit diversen Schriften und Sprachen, aufbewahrt, deren Inhalte sehr divergent sind. Darunter finden sich singuläre Texte (Evangelien, Bibeltexte, Lektionare, Apokryphen, Martyrien) aus frühen Überlieferungen imGriechischen,Aramäischen (Syrisch, Christlich-Palästinisch-Aramäisch),Kaukasisch-Albanischen,Ethiopischen,Georgischen,Arabischen.[16] Auch Teile der ersten bekannten Karte des Nachthimmels, die vermutlich vonHipparchos erstellt wurde, wurden hier unter einem christlichen Text auf mittelalterlichem Pergament gefunden.[17]

Übertragene Bedeutung

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Beispiel für mehrfache Überschreibung beiGraffiti: Hauswand der Berliner Bäckerei Sporys, die als „Schwäbische Bäckerei“ beworben wird. Der erste Schriftzug war „Anti Schwa“ in Abwandlung von „Antifa“. Das von „Refugees Welcome – Bring your families“ abgewandelte Motiv „Schwabees Welcome“, wurde durch ein „not“ übermalt. Oben steht das Wort „Schwabenhass

Die Technik des Palimpsestierens wurde seit Mitte des 19. Jahrhunderts mehrmals alsMetapher für geistige und kreative Prozesse verwendet.[18]

Der englische EssayistThomas De Quincey verglich inSuspiria de Profundis (1845) den menschlichen Geist und besonders dasGedächtnis mit einem Palimpsest:

“What else than a natural and mighty palimpsest is the human brain? Such a palimpsest is my brain; such a palimpsest, O reader! is yours. Everlasting layers of ideas, images, feelings, have fallen upon your brain softly as light. Each succession has seemed to bury all that went before. And yet in reality not one has been extinguished.”

„Was Anderes als ein natürliches und mächtiges Palimpsest ist der menschliche Geist? Solch ein Palimpsest ist mein Geist; solch ein Palimpsest, O Leser! ist der Deinige. Immerwährende Schichten von Ideen, Bildern, Gefühlen sind auf deinen Geist gefallen so sanft wie das Licht. Jede Abfolge [von Gedanken] verbrannte scheinbar alles was vorher war. Und doch wurde in Wirklichkeit keine Einzige ausgelöscht.“

Lit.: De Quincey, 2003, S. 150

Achtzig Jahre später entwickelteSigmund Freud in seinerNotiz über den Wunderblock[19] ein verwandtes Modell des menschlichen Gedächtnisses: In dem Aufsatz wählte Freud einewachsüberzogene Schreibtafel, die unter dem NamenWunderblock in den Handel gekommen war, als eine Metapher für die Vorgänge derWahrnehmung und desBewusstseins. Die druckempfindliche Tafel ermögliche ein immer neues Beschreiben und Löschen von Zeichen, wobei Spuren aller früheren Einschreibungen als unsichtbare Vertiefungen erhalten blieben. Hierin sah Freud die zwei wesentlichen Leistungen des menschlichen Gedächtnisses abgebildet: „Unbegrenzte Aufnahmefähigkeit und Erhaltung von Dauerspuren“ (Lit.: Freud, 1968, S. 4).

Strukturalisten undPoststrukturalisten haben das Palimpsest als Denkfigur herangezogen, um Textualität und die Funktion des Schreibens zu beschreiben: Die Denkfigur hebe hervor, dass Schreiben nur im Dasein von bereits Geschriebenem existiere, untergrübe damit das Konzept vom Autor als einziger, wirklicher Quelle des Werkes und stelle so dessen Sinn an das Ende einer unendlichen Kette von Bedeutungen.

Nachdem die Germanistik das Palimpsest zu Beginn der 1990er Jahre aufgegriffen hatte[20], ist die Denkfigur nach der Jahrtausendwende schließlich in die unterschiedlichsten Felder der Literatur- und Kulturwissenschaften vorgedrungen[21] und hat neben Arbeiten zur Intertextualitätstheorie[22], Literaturtheorie[23] und Erinnerungs-/Gedächtnistheorie[24] auch diePostcolonial Studies befruchtet.[25]

Auch in der literarischenAvantgarde ist das Palimpsest neben derCollage undMontage ein zentrales künstlerisches Verfahren. Ein Gedichtband des ukrainischen DichtersWassyl Stus trägt den TitelPalimpseste.

Im abstraktenExpressionismus, insbesondere bei der KünstlergruppeCoBrA, wird das Prinzip der Wiederbenutzung von Papieren (z. B. auch Landkarten) ebenfalls unter dem Begriff „Palimpsest“ zusammengefasst, insbesondere bei Arbeiten vonPierre Alechinsky undAsger Jorn. Zitat Pierre Alechinsky: „Ich arbeite auf verschiedenen Malgründen … Seiten aus alten Kassenbüchern, Notariatsakten, alte Rechnungen, russische Drucke, veraltete Flugkarten etc., die ich nach dem Palimpsest-Prinzip neu bearbeite, indem ich mich von der Lektüre der Alltagssorgen anderer Zeiten leiten lasse, die den unseren so ähnlich sind.“

Die Titel der Autobiographie des amerikanischen SchriftstellersGore Vidal sowie einer Komposition vonIannis Xenakis lauten ebenfallsPalimpsest.

In derMedizin wird unterPalimpsest die alkoholbedingteAmnesie (der sogenannte „Filmriss“) verstanden.

In derRestaurierung vonWandmalerei werden Bereiche als Palimpsest bezeichnet, in denen Putz- und Malschichten unter einer bestehenden Wandmalerei erhalten geblieben sind.[26]

Siehe auch

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Literatur

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  • Pierre Alechinsky zitiert nach:Pierre Alechinsky: Margin and Center. Kunstverein, Hannover 1988, (Ausstellungskatalog. Kunstverein Hannover, 28. Februar – 17. April 1988; Deutsche Fassung des Katalogs der Ausstellung im Solomon R. Guggenheim Museum, New York, 1987).
  • Nobert Altenhofer:Chiffre, Hieroglyphe, Palimpsest. Vorformen tiefenhermeneutischer und intertextueller Interpretation im Werk Heines. In: Nobert Altenhofer:Poesie als Auslegung. Schriften zur Hermeneutik (=Frankfurter Beiträge zur Germanistik. 26). Winter, Heidelberg 1993,ISBN 3-8253-0090-0, S. 213–261.
  • Aleida Assmann:Zur Metaphorik der Erinnerung. In: Aleida Assmann,Dietrich Harth (Hrsg.):Mnemosyne (=Fischer-Taschenbücher. 10724,Fischer-Wissenschaft.). Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 1991,ISBN 3-596-10724-5, S. 18–22.
  • Horst Blanck:Das Buch in der Antike. Beck, München 1992,ISBN 3-406-36686-4.
  • Sarah Dillon:The Palimpsest. Literature, Criticism, Theory. Continuum, London u. a. 2007,ISBN 978-0-8264-9545-7.
  • Hanna Eglinger:Der Körper als Palimpsest. Die poetologische Dimension des menschlichen Körpers in der skandinavischen Literatur der Gegenwart (=Rombach-Wissenschaften. Reihe Nordica. 14). Rombach, Freiburg im Breisgau 2007,ISBN 978-3-7930-9507-1 (Zugleich: München, Universität, Dissertation, 2006).
  • Ángel Escobar (Hrsg.):El palimpsesto grecolatino como fenómeno librario y textual. Instituciòn „Fernando el Católico“, Zaragoza 2006,ISBN 84-7820-873-9; (Digitalisat (PDF; 3 MB)).
  • Sigmund Freud:Notiz über den „Wunderblock“. In: Sigmund Freud:Gesammelte Werke. Band 14:Werke aus den Jahren 1925–1931. 4. Auflage. S. Fischer, Frankfurt am Main 1968, S. 1–8.
  • Gérard Genette:Palimpsestes. La Littérature au second degré. Seuil, Paris 1982,ISBN 2-02-006116-3.
  • Joachim Jacob,Pascal Nicklas:Einleitung: Der Palimpsest und seine Lesarten. In: Joachim Jacob, Pascal Nicklas (Hrsg.):Palimpseste. Zur Erinnerung an Norbert Altenhofer (=Frankfurter Beiträge zur Germanistik. 41). Winter, Heidelberg 2004,ISBN 3-8253-1614-9, S. 7–30.
  • David Ramón Kerler:Postmoderne Palimpseste. Studien zur (meta-)hermeneutischen Tiefenstruktur intertextueller Erzählverfahren im Gegenwartsroman (=Text & Theorie. 12). Königshausen & Neumann, Würzburg 2013,ISBN 978-3-8260-5115-9 (Zugleich: Augsburg, Universität, Dissertation, 2011).
  • Elias Avery Lowe:Codices Rescripti: A List of the Oldest Latin Palimpsests with Stray Observations on their Origin. In: Elias Avery Lowe:Paleographical Papers. 1907–1965. Band 2. Edited by Ludwig Bieler. Clarendon Press, Oxford 1972,ISBN 0-19-818220-1, S. 480–519, Tafeln 114–119, (Liste der lateinischen Palimpseste bis ca. 800).
  • Otto Mazal:Griechisch-römische Antike (=Geschichte der Buchkultur. Band 1). Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 1999,ISBN 3-201-01716-7.
  • Thomas De Quincey:Suspiria de Profundis. In: Thomas De Quincey:Confessions of an English Opium-Eater and Other Writings. Edited with an Introduction and Notes by Barry Milligan. Penguin, London 2003,ISBN 0-14-043901-3, S. 89–190.
  • Reviel Netz, William Noel:Der Kodex des Archimedes. Das berühmteste Palimpsest der Welt wird entschlüsselt. C. H. Beck, München 2007,ISBN 978-3-406-56336-2.
  • Julian Osthues:Literatur als Palimpsest. Postkoloniale Ästhetik im deutschsprachigen Roman der Gegenwart (=Interkulturalität. 12). transcript, Bielefeld 2017,ISBN 978-3-8376-3718-2.
  • Tatjana Petzer:Geschichte als Palimpsest. Erinnerungsstrukturen in der Poetik von Danilo Kiš (=Pegishah. 6). Peter Lang, Frankfurt am Main u. a. 2008,ISBN 978-3-631-56200-0 (Zugleich: Halle-Wittenberg, Universität, Dissertation, 2006).
  • Harald Weinrich:Schriften über Schriften. Palimpseste in Literatur, Kunst und Wissenschaft. In: Harald Weinrich:Wie zivilisiert ist der Teufel? Kurze Besuche bei Gut und Böse. Beck, München 2007,ISBN 978-3-406-56460-4, S. 23–34.

Weblinks

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Wiktionary: Palimpsest – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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  1. Vgl.Plutarch,De garrulitate 5;Catull,Carmina 22.5;Cicero,Epistulae ad familiares 7.18.2.
  2. Ferdinand Gregorovius,Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter, Band I,ISBN 3-406-07107-4, S. 690.
  3. M. Cornelii Frontonis Opera inedita cum epistulis item ineditis Antonini Pii, M. Aurelii L. Veri et Appiani, nec non aliorum veterum fragmentis; M. Cornelii Frontonis et aliorum aliquot veterum opera et fragmenta inedita, Mailand 1815.
  4. Trium orationum pro Scauro, pro Tullio, pro Flacco partes ineditae cum antiquo scholiaste item inedito, Mailand 1814; Trium orationum in Clodium et Curionem, de aere alieno Milonis, de rege Alexandrino fragmenta inedita, Mailand 1814;M. Tullii Ciceronis sex orationum partes ante nostram aetatem ineditae cum antiquo interprete ante nostram item aetatem inedito qui videtur Asconius Pedianus ad Tullianas septem orationes, Mailand 1817.
  5. Manuscript – Vat.lat.5757. Vatican Library, abgerufen am 17. September 2019. 
  6. Jacobus Willis (Ed.),Ambrosii Theodosii Macrobii commentarii in somnium Scipionis (Bibliotheca Scriptorum Graecorum et Romanorum Teubneriana). BSB B. G. Teubner Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1970.
  7. Vgl. Konrat Ziegler (Hrsg.):M. Tulli Ciceronis scripta quae manserunt omnia, fasc. 39 De re publica. Teubner, 7. Auflage Leipzig 1969, S. 5–34; Tab. (mit S. 222, S. 250 des Palimpsests);Codices Latini Antiquiores. A palaeographical guide to Latin ms. prior to the 9th century, hg. vonElias Avery Lowe, Band 1, Oxford 1934, Nr. 35.
  8. Quaternio (der, PluralQuaterniones) ist die Fachbezeichnung für vierlagige Codices.
  9. Eine Darstellung der ganz oder teilweise erhaltenen Quaterniones findet man z. B. im (lateinischen) Vorwort der vonKonrat Ziegler besorgten Ausgabe des Werks im Teubnerverlag.
  10. Vgl. Theresa Orozco:Platonische Gewalt. Gadamers politische Hermeneutik der NS-Zeit, Hamburg Berlin 1995, S. 36–45.
  11. William Noel, Reviel Netz:Der Kodex des Archimedes. Verlag C. H. Beck, München, 1. Auflage, 2007, S. 60.
  12. J. L. Heiberg:Eine neue Archimedeshandschrift. In:Hermes 42, 1907, S. 235–303.
  13. N. G. Wilson:Archimedes: the palimpsest and the tradition. In:Byzantinische Zeitschrift 92/1, 1999, S. 89–101.
  14. Reviel Netz,William Noel:Der Kodex des Archimedes. Das berühmteste Palimpsest der Welt wird entschlüsselt. C. H. Beck, München 2007.
  15. FAZ.net –Schrift von Archimedes : “Heureka” in San Francisco
  16. Sinai Palimpsest Project
  17. Jo Marchant:First known map of night sky found hidden in Medieval parchment. In:Nature.doi:10.1038/d41586-022-03296-1.
  18. Vgl.Roland Kany:Palimpsest. Konjunkturen einer Edelmetapher. In:Begriffe, Metaphern und Imaginationen in Philosophie und Wissenschaftsgeschichte. Hrsg. vonLutz Danneberg,Carlos Spoerhase,Dirk Werle. Harrassowitz, Wiesbaden 2009,ISBN 978-3-447-05938-1, S. 177–203.
  19. Sigmund Freud:Notiz über den Wunderblock. In:Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, Band 11, Heft 1, S. 1–5. Internationaler Psychoanalytischer Verlag, Wien 1925.
  20. Vgl. Nobert Altenhofer:Chiffre, Hieroglyphe, Palimpsest. Vorformen tiefenhermeneutischer und intertextueller Interpretation im Werk Heines. In: Poesie als Auslegung. Schriften zur Hermeneutik. Hg. ders. Heidelberg: Winter 1993, S. 213–261.
  21. Vgl. den Forschungsüberblick bei Julian Osthues:Literatur als Palimpsest. Postkoloniale Ästhetik im deutschsprachigen Roman der Gegenwart. Bielefeld: transcript 2017, S. 21–25; Joachim Jacob / Pascal Nicklas: Einleitung: Der Palimpsest und seine Lesarten. In: Palimpseste. Zur Erinnerung an Norbert Altenhofer. Hg. dies. Heidelberg: Winter 2004, S. 7–30.
  22. Vgl. David Ramon Kerler: Postmoderne Palimpseste: Studien zur (meta-)hermeneutischen Tiefenstruktur intertextueller Erzählverfahren im Gegenwartsroman. Würzburg: Königshausen & Neumann 2013.
  23. Vgl. Sarah Dillon:The Palimpsest. Literature, Criticism, Theory. London: continuum 2007; Hanna Eglinger:Der Körper als Palimpsest. Die poetologische Dimension des menschlichen Körpers in der skandinavischen Literatur der Gegenwart. Freiburg: Rombach 2007.
  24. Vgl. Tatjana Petzer:Geschichte als Palimpsest. Erinnerungsstrukturen in der Poetik von Danilo Kiš. Frankfurt am Main u. a.: Peter Lang 2008.
  25. Julian Osthues:Literatur als Palimpsest. Postkoloniale Ästhetik im deutschsprachigen Roman der Gegenwart. Bielefeld: transcript 2017.
  26. Palimpsest. In: Angela Weyer et al. (Hrsg.):EwaGlos. European Illustrated Glossary Of Conservation Terms For Wall Paintings And Architectural Surfaces. English Definitions with translations into Bulgarian, Croatian, French, German, Hungarian, Italian, Polish, Romanian, Spanish and Turkish. Michael Imhof, Petersberg 2015,ISBN 978-3-7319-0260-7,S. 108,doi:10.5165/hawk-hhg/233 (Download). Download (Memento desOriginals vom 25. November 2020 imInternet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/elearn.hawk-hhg.de
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