| Nationalpark Paklenica | ||
|---|---|---|
| Lage: | Zadar,Kroatien | |
| Besonderheit: | Lebensraum vieler bedrohter Tierarten | |
| Nächste Stadt: | Zadar | |
| Fläche: | 96 km² | |
| Gründung: | 1949 | |
| Besucher: | unbekannt | |
| Adresse: | www.paklenica.hr Dr. F. Tuđmana 14a HR – 23244 Starigrad-Paklenica Tel. +385 23 369 155 | |
DerNationalpark Paklenica ist einNationalpark imVelebit-Gebirgsmassiv 30 km nordöstlich der StadtZadar an derkroatischenAdria und ca. einen Kilometer entfernt vonStarigrad-Paklenica. Er umfasst mediterrane, kontinentale und alpine Klimazonen und wurde bereits im Jahre 1949 zum Nationalpark erklärt. Die höchsten Gipfel sindVaganski Vrh mit1757 m. i. J. undSveto Brdo (1750 m. i. J.)
Paklenica bedeutet im Kroatischen „kleine Hölle“. Der Name entstand vermutlich aufgrund der rauen und steilenKarstfelsen, die zahlreiche versteckte Höhlen beherbergen und von der Sonne angestrahlt die Assoziation mit der Unterwelt erwecken. Eine alternative Erklärung führt den Namen auf die im Park häufig vorkommendenSchwarzkiefern zurück, deren Saft (Paklina) früher zur Imprägnierung von Booten verwendet wurde.
Die Gesamtfläche dieses Nationalparks beträgt 96 Quadratkilometer.Der Nationalpark bietet Lebensraum für zahlreiche seltene und geschützte Tierarten:Gämse,Hirsche,Braunbären,Luchse,Wölfe,Schlangenadler,Gänsegeier leben im Nationalpark. Daneben leben auch zahlreicheReptilien im Velebit: GiftigeHornvipern undKreuzottern kommen imKarst Kroatiens relativ häufig vor.
Im Nationalpark befinden sich alteBuchenwälder, die den größten und ältesten Buchenwaldkomplex an der Küste der Ostadria darstellen. Dieser Teil (ca. 2.000 ha) wurde 2017 in dasWeltnaturerbe Buchenwälder aufgenommen.[1]
Da die Paklenica-Schlucht Ähnlichkeit mit amerikanischen Canyons imWilden Westen hat, diente sie 1962 als Kulisse für denWinnetou-FilmDer Schatz im Silbersee. Die Drehorte sind dank Hinweisschildern gut zu finden.
Der Nationalpark, insbesondere die Schlucht, eignet sich durch das stabileKalkgestein für den Klettersport. Der Nationalpark verfügt über ein großesKlettergebiet mit über 400 Routen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.[2] Das Klettergebiet ist vor allem bekannt für seine Sportkletterrouten. Auch einige Mehrseillängenrouten sind im Park zu finden. Alle Routen sind meist gut durchBohrhaken gesichert. Auch für dasBouldern sind im Park geeignete Stellen zu finden.
Um die Vielfältigkeit des Parks kennenzulernen, stehen 150 km markierte Wanderwege zur Verfügung. In einigen Gebieten ist es dringend angeraten, diese aufgrund von weiterhin existierenderLandminengefahr nicht zu verlassen.Das Zelten ist im Park nicht gestattet, allerdings stehen dem Wanderer einige Berghütten und (kostenlose) Schutzhütten zur Verfügung. Wasser ist im Park ausreichend und in trinkbarer Qualität vorhanden.
Durch den zerklüfteten Kalkstein gibt es im Nationalpark eine Vielzahl an Höhlen. Eine davon mit dem NamenManita peć wurde 1937 als Schauhöhle ausgebaut und kann bis heute mit Führungen besichtigt werden.