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PC DOS

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
PC DOS
PC DOS 1.1Prompt
EntwicklerIBM &Microsoft
Lizenz(en)proprietär
Erstveröff.August 1981
Akt. Version2000(April 1998)
Abstammung86-DOS
↳ PC DOS (lizenziert für IBM)
Architektur(en)IBM PC (x86 ab8086/8088)
ChronikQDOS/86-DOS bis 1.14
PC DOS 1.0
MS-DOS
PC DOS/IBM DOS 1.1 bis 6.3
PC DOS 7.0 bis 2000
nicht mehr verfügbar (www.ibm.de)

PC DOS, teils auchIBM DOS, ist eine vonIBM von den 1980ern bis in die frühen 2000er vertriebene Markenversion von MS-DOS, das von Microsoft für den Einsatz aufIBM-PC-kompatiblen Computern lizenziert wurde.[1] Gemeinsam mit MS-DOS begründete es denDe-facto-Standard derPC-kompatiblenDisk-Operating-Systeme (kurz: DOS).

Geschichte

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Übersicht

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PC DOS bzw. IBM DOS ist bis etwa 1993 weitgehend identisch mitMS-DOS vonMicrosoft, IBM hat darin einige Änderungen vorgenommen[2], die das Betriebssystem etwas stabiler und schneller gemacht haben. Möglich war dies, da das Betriebssystem nur auf Original-IBM-PCs laufen musste, was es ermöglichte, auf Anpassungen an nicht vollständig kompatible Computer zu verzichten. Bei der Ausstattung mitDienstprogrammen wurde größtenteils beiCentral Point statt beiHelix undSymantec zugekauft. Zusätzlich wurde es mit dem vonOS/2 bekanntenREXX ausgerüstet.

Ab Version 6.1 wurde PC DOS auch offen als Konkurrent zu MS-DOS positioniert. Es fand dank Verbesserungen, bei gleichzeitiger voller Kompatibilität (IBM verfügt auch über denQuelltext vonWindows 3.x) erstmals größere Verbreitung auf Nicht-IBM-PCs.

Bei den ab Version 1.1 z. B. von Compaq ausgelieferten DOS-Versionen handelte es sich um eigeneOEM-Versionen der betreffenden Hersteller (Compaq,Zenith Data Systems,Wang Laboratories,Televideo,Tandy,Amstrad undToshiba), die teils nur auf deren PCs liefen. Waren es meist OEM-Versionen von MS-DOS, gab es auch OEM-Versionen von PC DOS (z. B. DOS 3.31 von Compaq/Wyse).

Die neuesten Versionen PC DOS 7 und PC DOS 2000 (Stand 2004) enthalten einen gutenTexteditor, erlauben komprimierte Dateisysteme und haben verbesserte Jahr-2000-Kompatibilität undEuro-Unterstützung (imZeichensatz). Anders als die Versionen bis 6.3 basieren diese nicht mehr direkt auf einer MS-DOS-Version, sondern wurden durch IBM komplett selbstständig weiterentwickelt.

Versionsgeschichte

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Die Boot-Dateien des PC DOS sindIBMBIO.COM undIBMDOS.COM.

DOS-VersionAnkündigungVerfügbarkeitneue Funktionen / Änderungen zu MS-DOS
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: PC DOS 1.0008/198110/1981PC DOS wurde anfangs nicht als eigenständiges DOS ausgeliefert, da Microsoft MS-DOS explizit für IBM entwickelt hatte. IBM hat etliche Bugs (es sollen über 300 gewesen sein) im „fertigen“ DOS (Basis war MS-DOS 1.14) beseitigt, so dass bereits in der ersten Version ein gemeinsames Copyright von IBM und Microsoft ausgewiesen war.
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: PC DOS 1.05Bugfix
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: PC DOS 1.1005/198207/1982Erstmals PC DOS als OEM des für IBM-kompatible PCs verfügbaren MS-DOS ausgeliefert. Entspricht MS-DOS 1.25.
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: PC DOS 1.8504/1983Internes Release, weist sich als 1.10 aus;PATH undMODE eingeführt;TYPE um Parameter /P ergänzt; Kommandozeile editierbar, COMMAND.COM kannspeicherresident geladen werden
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: PC DOS 2.0003/198308.03.1983Unterstützung fürIBM PC XT – erstmals wurden Unterverzeichnisse ermöglicht
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: PC DOS 2.1011/198301.11.1983Unterstützung fürIBM PCjr
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: PC DOS 2.1105/1984erschien 6 Monate nach MS-DOS 2.11
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: PC DOS 3.0014.08.198414.09.1984Unterstützung fürIBM PC/AT
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: PC DOS 3.1014.08.198403/1985Unterstützung für IBMPC-Netzwerk
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: PC DOS 3.2012/198504/1986Neue Befehle: replace, xcopy
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: PC DOS 3.2112/19851986vollständige Unterstützung fürIBM JX, MS-DOS 3.21 erst 1987 veröffentlicht
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: IBM DOS 3.3002.04.198702.04.19874 Monatevor MS-DOS 3.30 erschienen, PC DOS ließ sich nun auf allen IBM-kompatiblen PCs installieren.
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: IBM DOS 3.31für PC-DOS-OEMs
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: IBM DOS 4.0019.07.198810/1988entspricht MS-DOS 4.00: erste grafische DOS-Shell, Unterstützung für Festplattenpartitionen größer als 32 MB (die PC-DOS-OEMs hatten dies seit Version 3.31)
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: IBM DOS 4.0104/1989entspricht MS-DOS 4.01
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: IBM DOS 5.0005/1991entspricht MS-DOS 5.00: erneuerte grafische DOS-Shell; Einführung des intuitivenBASIC-InterpretersQBasic mit dem Texteditor EDIT; Einbindung der Central-Point-ToolsUNDELETE und MIRROR; „DOSKEY“ als Historyfunktion für die Kommandozeile; Benutzung derUMBs durch neuenEmm386-Treiber; über 780 Seiten starkes Handbuch
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: IBM DOS 5.001a02/1992entspricht MS-DOS 5.00 Revision A:CHKDSK Bugfix für UNDELETE; UNDELETE Bugfix für CHKDSK
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: IBM DOS 5.0108/1992EMM386 Bugfix für WINDOWS 3.1
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: IBM DOS 5.0209/1992Interlink hinzugefügt
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: IBM PC DOS 6.1029.06.199326.07.1993nutzt dieselbe Codebasis wie MS-DOS 6.0;[3] Bildschirmausgaben (sofern sie über DOS-Funktionen erfolgen) optimiert; PCMCIA-Unterstützung; PenDOS-Erweiterung; Streamer-Backup; Online-Datenkomprimierung; Speicheroptimierung mitRAMBoost; CPBackup; zusätzlich zum normalen Handbuch je eines für Tastaturbelegungen; den grafischen Editor (E), der von IBM intern schon lange verwendet wurde (nur über eine Unzahl ungebräuchlicher Tastenkombinationen bedienbar); Datenträgerkomprimierung und genaue Erklärung aller Befehle mit sämtlichen Parametern; Optimierung beiBatch-Dateien (Batch verbleibt offen – bis dahin wurden .BAT-Dateien nach jedem Befehl geschlossen, selbiger abgearbeitet, BAT geöffnet, …), AntiVirus von IBM (Befehlszeile, mit SAA-kompatibler Oberfläche – dem „Gesamtanzeigedienstprogramm“). Rückbenennung in PC DOS, Maustreiber belegt selbständig UMB
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: PC DOS 6.3027.04.199427.04.1994Rechnen in der Befehlszeile mit acalc; Bugfixe; Überarbeitete Versionen der Dienstprogramme; sechs Handbücher:Installation,Einführung,Benutzerhandbuch,Referenzhandbuch und Fehlernachrichten,Tastaturen und Zeichenumsatztabellen sowieDatenkomprimierung
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: PC DOS 7.0011/199428.02.1995Installation mit Mausunterstützung bei Update; Entfernung von Code aus DOS-Versionen vor 3.0 – DOS wurde schneller, aber ältereClipper-Versionen waren nur noch nach Patch lauffähig; E mit Mausunterstützung und erweiterten Menüs; Programmiersprache REXX (aus OS/2) integriert;File Update-Programm; grafische Hilfe; Power-Management; Stac statt SuperStor (langsamer, aber höhere Kompression); RAMBoost optimiert; Reduzierung des Hauptspeicher-Bedarfs; mit DYNALOAD ließen sich erstmals Treiber im normalen Betrieb an der Befehlszeile nachladen (mit lh dynaload sogar ins Upper-Memory); Andockunterstützung fürPlug and Play-fähige Computer
Ältere Version; nicht mehr unterstützt:DOS 200004/199828.05.1998weist sich alsPC-DOS 7.0 Revision 1 aus; Integration der auch für 7.0 verfügbaren Updates zur Euro-Unterstützung und Jahr 2000-Sicherheit; PCMCIA-Update
Ältere Version; nicht mehr unterstützt:PC DOS 7.1024.01. 2008nur als Teil desIBM Server Guide Scripting Toolkit (und nur in Englischer Sprache) verfügbar; Unterstützung fürFAT32, eingeschränkte Kompatibilität mitWindows 3.x. Es gab nie eine offizielle Version von „PC DOS 7.10“ und es ist auch kein offizielles Update für PC DOS 7.0 bzw. PC DOS 2000, kann aber überWorkarounds und mit gewissen Einschränkungen als inoffizielles Update genutzt werden.[4]
Legende:
Alte Version
Ältere Version; noch unterstützt
Aktuelle Version
Aktuelle Vorabversion
Zukünftige Version

Grafische Benutzeroberflächen

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Windows 3.x vonMicrosoft läuft unter PC DOS uneingeschränkt u. a. deshalb, weil es die gleicheCodebasis wie MS-DOS hat. Weiteregrafische Benutzeroberflächen für PC DOS sind unter anderemPC/GEOS,SEAL oderOpenGEM. Benutzeroberflächen im weiteren Sinne waren auch die auf Dateimanagern beruhende DOS-eigeneDOS Shell sowie die ähnlich aufgebaute, aber deutlich leistungsfähigere PC-Shell aus dem ToolpaketPC Tools. Beide Shells beherrschtenTaskswitching.

Heutige Verwendung

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Wie andere DOS-Systeme wird PC DOS für eingebettete Systeme oder Systemwiederherstellung, sowie um PCs nicht ohne Betriebssystem zu verkaufen, verwendet.

sieheHeutige Verwendung von DOS-Systemen

Siehe auch

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Weblinks

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  • Index von ... Download von DOS 7.0 in verschiedenen Sprachen. In: ibm.com. IBM; abgerufen am 19. Oktober 2020 (ftp). 
  • Bernd Leitenberger: Die Geschichte von PC-DOS. In: bernd-leitenberger.de. Bernd Leitenberger; abgerufen am 19. Oktober 2020 
  • MS-DOS. Die Geschichte von MS/PC DOS. In: winhistory.de. Dipl.-Inf. (FH) Dirk Makowski; abgerufen am 15. Dezember 2018 

Einzelnachweise

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  1. PC-DOS 2.x. In: winworldpc.com. Abgerufen am 15. Dezember 2018. 
  2. MS-DOS. Die Geschichte von MS/PC DOS. In: winhistory.de. Dipl.-Inf. (FH) Dirk Makowski, abgerufen am 15. Dezember 2018. 
  3. Dieter Brors:IBMs Cocktail – IBM PCDOS 6.1. In:c’t.Band 1993,Nr. 9.Verlag Heinz Heise, 1993,S. 31 (Artikel-Archiv c’t 9/1993, Seite 31, kostenpflichtig [ZIP;1 kB; abgerufen am 27. Mai 2025]): „Ähnlich wie die früheren Versionen basiert PCDOS 6.1 auf demselben Code wie MSDOS 6.0 und bietet dieselbe Grundfunktionalität …“ 
  4. Revisiting PC-DOS 7.1
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