
Die BezeichnungPALASM steht für eine der erstenHardwarebeschreibungssprachen, die in derDigitaltechnik Anfang der 1980er Jahre bei der Programmierung der ersten marktverfügbarenprogrammierbaren logischen Schaltungen, den sogenanntenProgrammable Array Logic (PAL), eingesetzt wurde.
PALASM wurde vonJohn Birkner, damals beschäftigt bei der FirmaMonolithic Memories Inc. (MMI), im Jahr 1982 entwickelt. PALs wurde einige Jahre zuvor veröffentlicht und mit der Hilfe von PALASM gab MMI den Anwendern die einfachere Möglichkeit, diese damals neuartigen Logikschaltungen für eigene Anwendungen zu konfigurieren.[1] PALASM gilt neben derAdvanced Boolean Equation Language (ABEL) als eine der ersten Hardwarebeschreibungssprachen.
Der erste PALASMCompiler wurde inFortran IV auf einerIBM System 370/168 programmiert. Der Quellcode wurde kostenfrei von MMI zur Verfügung gestellt. In späteren Jahren wurde PALASM auf andere zeitgenössische Rechneranlagen portiert, unter anderemPDP-11 derDigital Equipment Corporation (DEC) undHP2100 aus derHewlett-Packard 1000 Serie.
In PALASM werden durchboolesche Ausdrücke Logikpegel an den Anschlusspins eines PAL ausgedrückt. Der Compiler übersetzt diese Ausdrücke in eine sogenannteenglischfuse map, welche dann über zusätzliche Hilfsprogramme in ein PAL programmiert werden kann. Derfuse map liegt die Art der Realisierung zugrunde, dass die einmalige Programmierung der logischen Verschaltungen in einem PAL durch eine Vielzahl kleinerelektrischer Sicherungen realisiert wird. Im Rahmen des Programmiervorganges werden diese Sicherungselemente gezielt durchgebrannt, um so die gewünschte Schaltungsfunktion zu erzielen.
Gegen Ende der 1980er verlor PALASM an Bedeutung, ausgelöst durch den vermehrten Ersatz der PALs durch die leistungsfähigerenComplex Programmable Logic Devices (CPLDs), und im Entwicklungsverfahren wurden zunehmend allgemeinere und umfangreichere Hardwarebeschreibungssprachen wieVHDL oderVerilog eingesetzt.