Outlaw Star
Outlaw Star | |
Originaltitel | 星方武侠アウトロースター |
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Transkription | Seihō Bukyō Outlaw Star |
Genre | Science-Fiction, Abenteuer,Comedy |
Manga | |
Land | Japan![]() |
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Autor | Takehiko Itō |
Verlag | Shueisha |
Magazin | Ultra Jump |
Erstpublikation | Sep. 1996 – Mai 1999 |
Ausgaben | 3 |
Animeserie | |
Produktionsland | Japan |
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Originalsprache | Japanisch |
Erscheinungsjahr | 1998 |
Länge | 25 Minuten |
Episoden | 26 |
Produktionsunternehmen | Sunrise |
Regie | Mitsuru Hongo |
Produktion | Shinjiro Yokoyama,Naotake Furusato |
Musik | Kō Otani |
Premiere | 8. Jan. 1998 auf TV Tokyo |
→Synchronisation→ |
Outlaw Star (jap.星方武侠アウトロースターSeihō Bukyō Outlaw Star) ist eineManga-Serie vonTakehiko Itō und dessen Morning Star Studio, die inJapan von 1996 bis 1999 erschien. Sie wurde unter anderem ins Deutsche übersetzt und alsAnime-Fernsehserie adaptiert, die auch alsStellar Chivalry Outlaw Star bekannt wurde.[1] Ab 1999 erschien der AblegerHoshi Hō Yūgeki Tai Angel Links, der ebenfalls verfilmt wurde.
Inhalt
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Auf dem abgelegenen Planeten Sentinel III führen Gene Starwind und sein elfjähriger Partner und Hacker Jim Hawking eine kleine Werkstatt. Sie träumen davon, eines Tages genug Geld für ein eigenes Raumschiff zu haben. Hier am Rande des von Menschen bewohnten Universums herrscht Unordnung und die lose galaktische Allianz versucht, Gesetz und Ordnung in diese Region zu bringen. Gene ist zwar auch noch ein guter Schütze, gerät jedoch als Schürzenjäger immer wieder in Probleme, die ihren Traum fern bleiben lassen. Außerdem hat er Angst vor dem Weltraum, seit sein Vater vor langer Zeit auf einem Raumflug ums Leben kam. Dann bekommen die beiden den Auftrag, die attraktive Weltraumpiratin Hilda zu schützen, die auf der Suche nach einem wertvollen Artefakt ist. Zunächst sieht der Auftrag lukrativ aus und Gene glaubt, dass die Verfolger von Hilda auch für den Tod seines Vaters verantwortlich sind. Doch bald sind ihnen immer mehr Verfolger auf den Fersen: Nicht nur die Polizei, sondern auch andere Piraten, verärgerte Aliens und ein Auftragsmörder.
Das gesuchte Artefakt entpuppt sich bald als Computer namens Melfina in Gestalt eines künstlichen, aber süßen Mädchens, das in einem tiefen Schlaf liegt. Während die beiden noch gar nicht glauben können, wie wertvoll das schüchtern wirkende Androiden-Mädchen ist, stellt es sich als Schlüssel zum fortschrittlichen RaumschiffOutlaw Star heraus, das nächste Ziel von Hilda. Nur Melfina kann das Schiff steuern, das nun zum Gefährt der Gruppe wird. Doch bei einem der nächsten Angriffe wird Hilda getötet, als sie die Angreifer als Lockvogel vom Schiff ablenkt. All ihre Verfolger sind nun hinter den beiden Freunden her. Sie haben es wohl nicht nur auf das Schiff abgesehen, sondern auch auf die Geheimnisse, die es birgt. Die sollen zu einem sagenumwobenen Schatz namens Galactic Leyline führen. Daher kommt ihnen bald die Auftragsmörderin Suzuka in den Weg, die sich ihnen nach dem verlorenen Zweikampf gegen Gene jedoch kurzerhand anschließt, ebenso wie das Katzenmädchen Aisha Clanclan. Aisha stammt vom Volk der Ctarl-Ctarl und wurde auf Hilda angesetzt, jedoch nach ihrem Versagen verstoßen.
Buch-Veröffentlichung
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Der Manga erschien zunächst in Einzelkapiteln im MagazinUltra Jump beim VerlagShueisha. Dieser brachte die Kapitel von August 1997 bis Januar 1999 in drei Sammelbänden heraus. Eine deutsche Übersetzung von Stephan Stürzer wurde von Mai bis Juni 2003 vonPlanet Manga veröffentlicht. Bei Planet Manga erschien auch eine italienische Fassung, beiSharp Point Press eine chinesische.
In Japan erschien neben dem Manga noch eine Reihe vonLight Novels. Sie wurden von Shueisha unter dem LabelSuper Dash Bunko herausgegeben.
- Outlaw Star Ginga no Ryū Myaku Hen (OUTLAW STAR 銀河の龍脈編) von Katsuhiko Chiba mit Illustrationen von Takuya Saitō in 2 Bänden 1998 und 1999
- Unkai no El Dorado Seihō Bukyō Outlaw Star (雲海のエルドラド 星方武侠アウトロースター) von Miho Sakai mit Illustrationen von Takuya Saitō in 1 Band 2000
Im November 1998 erschien außerdem das GuidebookMuhōmono no Kioku – Seihō Bukyō Outlaw Star (無法者の記録―星方武侠アウトロースター) beiFujimi Shobo.
Anime-Fernsehserie
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Beim StudioSunrise entstand 1999 eine Umsetzung des Mangas alsAnime für das japanische Fernsehen. Die Produktion wurde geleitet vonShinjiro Yokoyama vonBandai undNaotake Furusato von Sunrise. Regie führteMitsuru Hongo und die Drehbücher schriebKatsuhiko Chiba. DasCharakterdesign stammt vonTakuya Saito und orientiert sich eng an der Vorlage,[2] das Mechanical Design entwarfenJunya Ishigaki undShoji Kawamori. Die künstlerische Leitung oblag Toshihisa Koyama. Für die Kameraführung waren Haruhiko Tsumura, Kazishi Torigoe und Kazushi Torikoshi verantwortlich. Bei der Adaption wurden im Vergleich zum Manga einige Änderungen vorgenommen: Die Fernsehserie ist nicht so freizügig wie die Vorlage und die Liaison zwischen Gene und Hilda wurde weggelassen. Während Hilda im Manga eine im Kern weiche, aber durch ihr Schicksal hart gewordene Frau ist, wird sie in der Verfilmung als eiskalte „Piratenbraut“ dargestellt, die niemanden an sich heran lässt.[2]
Die 26 Folgen mit je 25 Minuten Laufzeit wurden vom 8. Januar bis zum 25. Juni 1998 vonTV Tokyo auf einem Nachtsendeplatz[1] gezeigt. Es folgten Fernsehausstrahlungen in den USA, Großbritannien,Spanien, Portugal und auf den Philippinen auf diversen Sendern sowie eine Videoveröffentlichung auf Französisch. Für die Ausstrahlung in den USA wurde die Serie nachbearbeitet und Nacktheit, Gewalt, Glücksspiel, Alkoholismus und Lüsternheit entfernt oder überdeckt.[1] Die englische Fassung erschien auch aufVHS und DVD bei Bandai Entertainment.[3][4]
Synchronisation
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Rolle | Japanische Stimme (Seiyū) |
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Melfina | Ayako Kawasumi |
James Hawking | Rica Matsumoto |
Gene Starwind | Shigeru Shibuya |
Twilight Suzuka | Sayuri |
Aisha Clanclan | Yūko Miyamura |
Musik
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Die Musik der Serie wurde komponiert vonKō Otani. Der Vorspann ist unterlegt mit dem rockigenThrough the Night vonMasahiko Arimachi und die Abspannlieder sind die BalladenHiru no Tsuki undTsuki no Ie vonArai Akino, unterlegt mit Strichzeichnungen aus den Episoden.[3]
Fortsetzung
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]1999 erschien der AblegerHoshi Hō Yūgeki Tai Angel Links, ebenfalls geschrieben von Takehiko Itō und gezeichnet von Rikako Enomoto, im MagazinDragon Jr. beiKadokawa Shoten. Es folgte eine Umsetzung als Light Novel sowie noch 1999 eine Anime-Fernsehserie, die erneut bei Sunrise produziert wurde.
Rezeption
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]In derAnime Encyclopedia wird die Geschichte als eher träge beschrieben, wobei die Autoren daher auf Klischeefiguren wie das Katzenmädchen setzen würden, um die Story etwas aufzulockern. Kämpfe würden durch die an Raumschiffe angebrachten Arme eher an mechanische Wrestling-Matches erinnern. Obwohl bisweilen guter Humor aufblitze, sei der Anime in Stil, Inhalt und Ausführung kein Vergleich zum deutlich besserenCowboy Bebop.[1] DieAnimaniA nennt das Charakterdesign des Mangas gewöhnungsbedürftig, da es wirke, als seien direkt die Rohskizzen verwendet worden.[2] Der Zuschauer werde im Anime „von einem Kampf in den nächsten katapultiert“, die Serie sei also nichts für „Fans eher gemäßigter und handlungsgetriebener Animes“. Actionfans werde dafür viel geboten, auch einiger Humor sowie „jede Menge Charaktere, die zwar kaum etwas zur Story beitragen, aber für den ein oder anderen Lacher gut sind“. Oft geäußerter Kritik, die Serie habe außer Action nichts zu bieten, entgegnet man in derAnimaniA, dassOutlaw Star auch tiefgreifende emotionale Momente und einen Anflug von Melancholie biete.[5] Die Handlung sei erstaunlich gut durchdacht, weder zu kompliziert noch zu einfach und die Charakterdesigns wirkten zwar unordentlich, hätten aber gerade dadurch eine besondere Wirkung. Trotz des späten Sendeplatzes in Japan werde auch nicht übermäßig Gewalt und Brutalität gezeigt und die Serie sei mit ihrem Humor eher für ein jugendliches Publikum zugeschnitten.[6] Auch die späteren Folgen, so dieAnimerica, seien dank der originellen Einfälle der Autoren unterhaltsam, böten viel Witz und vertieften langsam die Beziehungen zwischen den Charakteren. Dabei werde auf die richtige Mischung von Ernsthaftigkeit und Humor gesetzt. Die Animationsqualität sei durchgängig exzellent. Damit seiOutlaw Star mehr als nur ein Abklatsch vonCowboy Bebop.[4] Auch dieFunime lobt die Serie als schönes Stück Science-Fiction-Fantasy und hebt die zur Handlung passende Musik hervor. Der Anime sei„ jenen zu empfehlen, die SF und Fantasy mögen und Mechas nicht ganz abgeneigt sind“.[3]
Weblinks
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- Offizielle Website beimUltra Jump (japanisch, im Internet Archive)
- Offizielle Website zum Anime vom Studio Sunrise (japanisch)
- Eintrag beim Incomplete Manga Guide
- Manga undAnime beiAnime News Network (englisch)