Ouillon liegt im Einzugsgebiet des FlussesAdour. Einer seiner Nebenflüsse, derLuy, durchquert zusammen mit seinem Zufluss, dem Lelusset, das Gebiet der Gemeinde. Der Biarré, ein Nebenfluss derSouye, fließt an der östlichen Grenze zu den Nachbargemeinden Gabaston und Espéchède entlang.[2]
Ouillon ist im 11. Jahrhundert erstmals in den Aufzeichnungen erwähnt worden. In derVolkszählung des Béarn im Jahre 1385 wurden zehn Haushalte gezählt. Ouillon gehörte zurBailliage von Pau. Das Dorf wird imMittelalter vom Kommandeur desMalteserordens vonCaubin und Morlaàs geführt, der auch die Justiz ausübt. In seinem Verantwortungsbereich lag auch einHospital zur Aufnahme und Pflege vonPilgern, das um 1290 erstmals erwähnt wird. In Ouillon gab es auch einLaienkloster, das im Besitz von zwei Äbten war, die denZehnt teilten und abwechselnd dem Pfarrer vorsprachen. 1569 gelangte das Laienkloster in die Hände der Familie Dabancentz, im Jahre 1674 gehörte es der Familie Abadie.[3][4]
Nach einem ersten Höchststand der Einwohnerzahl von rund 500 in den 1870er Jahren reduzierte sich die Zahl bei kurzen Erholungsphasen bis zu den 1950er Jahren auf rund 240, bis in der Folgezeit ein kräftiges Wachstum einsetzte.
Jahr
1962
1968
1975
1982
1990
1999
2006
2009
2023
Einwohner
254
250
257
307
309
355
391
453
553
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Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz Quellen:EHESS/Cassini bis 2006,[6]INSEE ab 2009[7]
Pfarrkirche von Ouillon, geweihtJohannes dem Täufer. Sie wurde zwischen 1848 und 1873 nach Plänen des Architekten Poublan errichtet. Die neue Kirche war Ersatz für ein früheres Gotteshaus, das sich im heutigen Gemeindefriedhof befunden hatte und unter der Ägide des Malteserordens gestanden hatte. Das heutigeLanghaus mit einemHaupt- und einem Seitenschiff wird durch eine dreiwandigeApsis abgeschlossen. Die Kirche ist mit einerSakristei und einemGlockenturm über dem Eingangsvorbau ausgestattet. Dieser trägt zwei Glocken, eine im Jahre 1686 gegossen, die andere im Jahre 1868. DieGlasfenster sind Werke derGlasmaler Pierre Arcencam und Henri Gesta. Im Innern werden viele Gegenstände aus dem 17. bis 19. Jahrhundert bewahrt, die als nationale Kulturgüter registriert sind.[8][9]
Bauernhof Soulagnet. Er wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet. Oberhalb des Eingangs sind die Jahreszahl „1855“ und der Name des damaligen Besitzers, Jean Soulagnet, zu erkennen. Der Bauernhof besteht aus diversen Gebäuden (Wohngebäude, Scheune, Kuhstall und Schuppen), die zusammen mit einer Mauer einen Innenhof bilden. Der Antritt der gewundenen Innentreppe ist geschnitzt und bemalt mit Motiven von Schlangen und grünenFleurons sowie einem weißen Kreuz.[10][11]
Die Landwirtschaft mit dem Schwerpunkt auf Anbau von Mais und Viehzucht ist traditionell der wichtigste Wirtschaftsfaktor der Gemeinde.[3]
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Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2015[12] Gesamt = 43
↑Ma commune : Ouillon. Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne, abgerufen am 25. Oktober 2017 (französisch).
↑abOuillon. visites.aquitaine.fr, archiviert vom Original am 25. Oktober 2017; abgerufen am 25. Oktober 2017 (französisch).Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr
↑Ferme Soulagnet. visites.aquitaine.fr, archiviert vom Original am 25. Oktober 2017; abgerufen am 25. Oktober 2017 (französisch).Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr