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Ossas-Suhare

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Ossas-Suhare
Ozaze-Zühara
Ossas-Suhare (Frankreich)
Ossas-Suhare (Frankreich)
StaatFrankreich Frankreich
RegionNouvelle-Aquitaine
Département (Nr.)Pyrénées-Atlantiques (64)
ArrondissementOloron-Sainte-Marie
KantonMontagne Basque
GemeindeverbandPays Basque
Koordinaten43° 8′ N,0° 53′ W43.1414-0.889722222222Koordinaten:43° 8′ N,0° 53′ W
Höhe182–854 m
Fläche7,17 km²
Einwohner91(1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte13 Einw./km²
Postleitzahl64470
INSEE-Code64432

Rathaus von Ossas-Suhare

Ossas-Suhare ist einefranzösischeGemeinde mit 91 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) imDépartementPyrénées-Atlantiques in derRegionNouvelle-Aquitaine (vor 2016:Aquitanien). Die Gemeinde gehört zumArrondissementOloron-Sainte-Marie und zumKantonMontagne Basque (bis 2015:Kanton Tardets-Sorholus).

Der Name in derbaskischen Sprache lautetOzaze-Zühara. Die Einwohner werden entsprechendOzaztar undZüharar genannt.[1]

Geographie

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Ossas-Suhare liegt ca. 30 km westlich vonOloron-Sainte-Marie in der historischen ProvinzSoule im französischen Teil desBaskenlands.

Umgeben wird Ossas-Suhare von den Nachbargemeinden:

Idaux-Mendy
Menditte
Sauguis-Saint-Étienne
AussurucqKompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigtTrois-Villes
Camou-CihigueAlos-Sibas-Abense

Ossas-Suhare liegt im Einzugsgebiet des FlussesAdour am linken Ufer desSaison, einem Nebenfluss desGave d’Oloron. Zuflüsse des Saison, der Charoko Erreka und der Ruisseau Guéchala mit seinem Nebenfluss, dem Ossinague Erreka, durchqueren das Gebiet der Gemeinde.[2]

Geschichte

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Eine frühe Inbesitznahme des Landstrichs während desJungpaläolithikums durch Menschen wird durch den Fund einerGrotte deutlich. Ossas wird 1178 in den Schriften erstmals erwähnt, Suhare um 1327. Am 14. Juni 1845 haben sich die ehemaligen Gemeinden Ossas und Suhare zur neuen Gemeinde Ossas-Suhare zusammengeschlossen.[3][4]

Toponyme und Erwähnungen von Ossas waren:

Toponyme und Erwähnungen von Suhare waren:

  • Souer (1327),
  • Soner undZuhare (1337),
  • Suhare (1690) und
  • Suhare (1750, 1793 und 1801, Karte von Cassini,Notice Communale bzw.Bulletin des lois).[5][6][8]

Einwohnerentwicklung

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Nach einem Höchststand der Einwohnerzahl von rund 450 nach dem Zusammenschluss der beiden ehemaligen Gemeinden Ossas und Suhare im Jahre 1841 reduzierte sich die Zahl bei kurzen Erholungsphasen bis zur Jahrtausendwende auf ein Niveau von rund 90 Einwohnern.

Jahr196219681975198219901999200620092023
Einwohner1661561237110083838191
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Bis 1836 nur Einwohner von Ossas, ab 1841 von Ossas-Suhare
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen:EHESS/Cassini bis 1999,[7]INSEE ab 2006[9][10]
Pfarrkirche Saint-Cyprien in Ossas
PfarrkircheSaint-Cyprien in Ossas
Scheibenförmige Grabstelen in Ossas
Scheibenförmige Grabstelen in Ossas
Apsis der Pfarrkirche

Sehenswürdigkeiten

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  • Pfarrkirche in Ossas, geweiht dem heiligen Cyprian. Sie datiert aus dem 17. Jahrhundert, aber die heutige Kirche ist das Ergebnis einer vollständigen Restaurierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Diese gab der Kirche einenneugotischen Stil, der sich vor allem in der neuen Tür im Eingangsvorbau ausdrückt. In dieser Zeit wurden dieApsis und die Fensteröffnungen deseinschiffigenLanghauses ausgebessert und neueGlasfenster mit geometrischen Formen eingesetzt, Werke desGlasmalers Auguste Montaut ausOloron. 1987 erfuhr die Kirche eine weitere Restauration. Bei dieser Gelegenheit kam eine bislang verborgene Inschrift über dem südlichen Seiteneingang zutage. Sie lautet auf Deutsch „Das französische Volk erkennt das höchste Wesen und die Unsterblichkeit der Seele an“. Der Text entspricht dem des Dekrets vom 7. Mai 1794, bei dem auf Betreiben vonMaximilien de Robespierre derKult des höchsten Wesens einen offiziellen Status bekommen sollte. DieserRevolutionskult war Ausdruck einerdeistischen, d. h. nicht länger rein christlichen Frömmigkeit. Nach dem Sturz Robespierres im Juli 1794 führte derNationalkonvent die Durchsetzung des Kults nicht weiter fort, und die Inschrift an der Kirche wurde verdeckt.[11][12] DasAltarretabel im Kircheninnern ist aus Holz gearbeitet und in den Farbtönen Purpur und Gold gehalten. Verzierte Säulen strukturieren das Retabel auf zwei Ebenen, das mit mehreren vergoldeten Pflanzenmotiven und zwei Heiligenfiguren ausgeschmückt ist. DerTabernakel ist aus dem gleichen Holz geschaffen und in das Retabel eingefügt. Zwei Säulen mit verziertenKapitellen säumen seine Tür, die von einemFlachrelief bedeckt ist, das einenHostienkelch unterhalb einer Sonne darstellt. Auf dem oberen Teil der Tür ist außerdem dasNomen sacrumIHS zu erkennen. Ein Gemälde mit demgekreuzigtenChristus komplettiert das Gesamtwerk.[13][14] DasWeihwasserbecken der Kirche besteht aus einem kreisrunden Becken, das auf einem Fuß in Form einer Säule ruht. Der Herr wird als Relief mehrfach rund um das Becken dargestellt. Er hält seine rechte Hand offen zum Zeichen der Segnung der Gläubigen.[15] Eine vollkommen erhaltene scheibenförmige Grabstele,Hilarri genannt, ragt neben dem Kirchengebäude auf. Sie ist mit der Jahreszahl „1631“ ihres Entstehens versehen. In der Mitte der Scheibe ist ein großesTatzenkreuz zu sehen, das eine Ähnlichkeit mit einemMalteserkreuz besitzt. Eine Inschrift in baskischer Sprache umrundet dieses Kreuz.[16]
Pfarrkirche Saint-Jean-Baptiste in Suhare
PfarrkircheSaint-Jean-Baptiste in Suhare
Grabstelen auf dem Friedhof von Suhare
Grabstelen auf dem Friedhof von Suhare
  • Pfarrkirche in Suhare, geweihtJohannes dem Täufer. Sie ist älteren Datums als die Pfarrkirche in Ossas und stammt vermutlich aus dem 16. Jahrhundert. Im Jahre 2003 wurde sie renoviert. Einbarockes Altarretabel schmückt das Innere auch dieser Kirche.[17]

Wirtschaft und Infrastruktur

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Ossau-Iraty

Die Landwirtschaft mit dem Schwerpunkt auf Rinderzucht und Weidewirtschaft ist traditionell der wichtigste Wirtschaftsfaktor der Gemeinde.[3] Ossas-Suhare liegt in den ZonenAOC desOssau-Iraty, eines traditionell hergestellten Schnittkäses aus Schafmilch, sowie der Schweinerasse und des Schinkens „Kintoa“.[18]

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Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2015[19]
Gesamt = 10

Sport und Freizeit

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Ein leichter Rundweg mit einer Länge von 11 km und mit einem Höhenunterschied von 260 m führt vomFrontón von Ossas zum Zentrum von Suhare.[20]

Verkehr

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Ossas-Suhare wird durchquert von derRoute départementale 149.

Jean de Jaurgain

Persönlichkeiten

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Jean de Jaurgain, geboren am 16. November 1842 in Ossas, gestorben am 18. März 1920 inCiboure, war ein baskischer Historiker und Literaturkritiker.

Weblinks

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Commons: Ossas-Suhare – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Lieux - toponymie Ozaze-Zühara (Arbaila Handia (-a)). Königliche Akademie der Baskischen Sprache, abgerufen am 22. Oktober 2017 (französisch). 
  2. Ma commune : Ossas-Suhare. Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne, abgerufen am 22. Oktober 2017 (französisch). 
  3. abOssas-Suhare. visites.aquitaine.fr, archiviert vom Original am 23. Oktober 2017; abgerufen am 22. Oktober 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr 
  4. abPaul Raymond: Dictionnaire topographique du département des Basses-Pyrénées. In: Dictionnaire topographique de la France. Imprimerie nationale, 1863, S. 128, 164, abgerufen am 22. Oktober 2017 (französisch). 
  5. abJean-Baptiste Orpustan: Nouvelle toponymie basque. Universität Bordeaux, 2006, S. 199, 207, abgerufen am 22. Oktober 2017 (französisch). 
  6. abDavid Rumsey Historical Map Collection France 1750. David Rumsey Map Collection: Cartography Associates, abgerufen am 22. Oktober 2017 (englisch). 
  7. abNotice Communale Ossas-Suhare. EHESS, abgerufen am 22. Oktober 2017 (französisch). 
  8. Notice Communale Suhare. EHESS, abgerufen am 22. Oktober 2017 (französisch). 
  9. Populations légales 2006 Commune d’Ossas-Suhare (64432). INSEE, abgerufen am 22. Oktober 2017 (französisch). 
  10. Populations légales 2014 Commune d’Ossas-Suhare (64432). INSEE, abgerufen am 22. Oktober 2017 (französisch). 
  11. Eglise Saint-Cyprien d’Ossas. visites.aquitaine.fr, archiviert vom Original am 22. Oktober 2017; abgerufen am 22. Oktober 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr 
  12. eglise paroissiale Saint-Cyprien. Ministerium für Kultur und Kommunikation, abgerufen am 22. Oktober 2017 (französisch). 
  13. Retable de l’église Saint-Cyprien d’Ossas. visites.aquitaine.fr, archiviert vom Original am 23. Oktober 2017; abgerufen am 22. Oktober 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr 
  14. Tabernacle du retable de l’église Saint-Cyprien d’Ossas. visites.aquitaine.fr, archiviert vom Original am 23. Oktober 2017; abgerufen am 22. Oktober 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr 
  15. Fonts baptismaux de l’église Saint-Cyprien d’Ossas. visites.aquitaine.fr, archiviert vom Original am 22. Oktober 2017; abgerufen am 22. Oktober 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr 
  16. Stèle discoïdale d’Ossas. visites.aquitaine.fr, archiviert vom Original am 22. Oktober 2017; abgerufen am 22. Oktober 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr 
  17. Eglise Saint-Jean-Baptiste de Suhare. visites.aquitaine.fr, archiviert vom Original am 22. Oktober 2017; abgerufen am 22. Oktober 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr 
  18. Institut national de l’origine et de la qualité : Rechercher un produit. Institut national de l’origine et de la qualité, abgerufen am 22. Oktober 2017 (französisch). 
  19. Caractéristiques des établissements en 2015 Commune d’Ossas-Suhare (64432). INSEE, abgerufen am 22. Oktober 2017 (französisch). 
  20. Heganbürü. (PDF) Communauté de communes de Soule-Xiberoa, abgerufen am 22. Oktober 2017 (französisch). 
Gemeinden imArrondissement Oloron-Sainte-Marie

Abitain |Accous |Agnos |Ainharp |Alçay-Alçabéhéty-Sunharette |Alos-Sibas-Abense |Ance Féas |Andrein |Angous |Aramits |Araujuzon |Araux |Aren |Arette |Arrast-Larrebieu |Arudy |Asasp-Arros |Aste-Béon |Athos-Aspis |Audaux |Aussurucq |Auterrive |Autevielle-Saint-Martin-Bideren |Aydius |Barcus |Barraute-Camu |Bastanès |Bedous |Béost |Bérenx |Berrogain-Laruns |Bescat |Bidos |Bielle |Bilhères |Borce |Bugnein |Burgaronne |Buziet |Buzy |Camou-Cihigue |Carresse-Cassaber |Castagnède |Castet |Castetbon |Castetnau-Camblong |Cette-Eygun |Charre |Charritte-de-Bas |Chéraute |Dognen |Eaux-Bonnes |Escos |Escot |Escou |Escout |Espès-Undurein |Espiute |Esquiule |Estialescq |Estos |Etchebar |Etsaut |Eysus |Garindein |Gère-Bélesten |Géronce |Gestas |Geüs-d’Oloron |Gotein-Libarrenx |Goès |Guinarthe-Parenties |Gurmençon |Gurs |Haux |Herrère |Idaux-Mendy |Issor |Izeste |Jasses |Laàs |Labastide-Villefranche |Lacarry-Arhan-Charritte-de-Haut |Laguinge-Restoue |Lahontan |Lanne-en-Barétous |Larrau |Laruns |Lasseube |Lasseubetat |Lay-Lamidou |Ledeuix |Lées-Athas |Léren |Lescun |L’Hôpital-Saint-Blaise |L’Hôpital-d’Orion |Lichans-Sunhar |Lichos |Licq-Athérey |Lourdios-Ichère |Louvie-Juzon |Louvie-Soubiron |Lurbe-Saint-Christau |Lys |Mauléon-Licharre |Menditte |Méritein |Moncayolle-Larrory-Mendibieu |Montfort |Montory |Moumour |Musculdy |Nabas |Narp |Navarrenx |Ogenne-Camptort |Ogeu-les-Bains |Oloron-Sainte-Marie |Oraàs |Ordiarp |Orin |Orion |Orriule |Ossas-Suhare |Osse-en-Aspe |Ossenx |Poey-d’Oloron |Préchacq-Josbaig |Préchacq-Navarrenx |Précilhon |Rébénacq |Rivehaute |Roquiague |Saint-Dos |Sainte-Colome |Sainte-Engrâce |Saint-Gladie-Arrive-Munein |Saint-Goin |Saint-Pé-de-Léren |Salies-de-Béarn |Sarrance |Saucède |Sauguis-Saint-Étienne |Sauveterre-de-Béarn |Sévignacq-Meyracq |Sus |Susmiou |Tabaille-Usquain |Tardets-Sorholus |Trois-Villes |Urdos |Verdets |Viellenave-de-Navarrenx |Viodos-Abense-de-Bas

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