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Orriule

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Orriule
Orriule (Frankreich)
Orriule (Frankreich)
StaatFrankreich Frankreich
RegionNouvelle-Aquitaine
Département (Nr.)Pyrénées-Atlantiques (64)
ArrondissementOloron-Sainte-Marie
KantonOrthez et Terres des Gaves et du Sel
GemeindeverbandBéarn des Gaves
Koordinaten43° 24′ N,0° 51′ W43.4069-0.852777777778Koordinaten:43° 24′ N,0° 51′ W
Höhe87–240 m
Fläche6,36 km²
Einwohner140(1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte22 Einw./km²
Postleitzahl64390
INSEE-Code64428
Websitewww.orriule.com

Orriule ist einefranzösischeGemeinde mit 140 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) imDépartementPyrénées-Atlantiques in derRegionNouvelle-Aquitaine (vor 2016:Aquitanien). Die Gemeinde gehört zumArrondissementOloron-Sainte-Marie und zumKantonOrthez et Terres des Gaves et du Sel (bis 2015:Kanton Sauveterre-de-Béarn).

Der Name in dergascognischen Sprache lautetAurriula.[1]

Geographie

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Orriule liegt ca. 35 km nordwestlich vonOloron-Sainte-Marie in der historischen ProvinzBéarn.

Umgeben wird der Ort von den Nachbargemeinden:

OrionOzenx-Montestrucq
AndreinKompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigtCastetbon
LaàsNarp

Orriule befindet sich im Einzugsgebiet des FlussesAdour. Der Arriougrand, ein Nebenfluss desSaleys, durchquert das Gebiet der Gemeinde zusammen mit seinen Zuflüssen, Arriou de Commeigts und Arriou de Lalèbe. Außerdem bewässert der Arriou Tort, ein Nebenfluss desGave d’Oloron, zusammen mit seinem Zufluss, dem Lourou, das Gemeindegebiet.[2]

Geschichte

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Orriule entwickelte sich imMittelalter in einem Netz von vielen Tälern. Aus diesem Grund waren Bauernhöfe und Häuser weit verstreut. 1385 gehörte das Dorf zurBailliage vonNavarrenx, und in derVolkszählung wurden 26 Haushalte gezählt, darunter der des Pfarrers und desGrundherrn. Im 17. und 18. Jahrhundert hatte der Grundherr namens Beuste d’Orriule einen Sitz in derStändeversammlung des Béarn. Die Grundherrschaft unterstand wiederum demMarquis de Gassion. Aufgrund der günstigen geografischen Lage mit zahlreichen Wasserläufen widmete sich die Gemeinde der Landwirtschaft. Gleichzeitig wurdenTon und Steine, genannt „Kalkstein von Lasseube“, aus dem Boden gewonnen. Das Zentrum der Gemeinde war bekannt durch die vielen Handwerker, u. a.Töpfer,Steinhauer undSteinmetze, die sich hier niedergelassen haben.[3][4]

Toponyme und Erwähnungen von Orriule waren:

  • Oriure (1385, Volkszählung des Béarn),
  • Orriure (1399, Notare aus Navarrenx),
  • Orriula (1544,Manuskriptsammlung des 16. bis 18. Jahrhunderts),
  • Sanctus-Laurentius d’Orriola (1618, Veröffentlichungen desBistums Oloron),
  • Orrieule (1750 und 1793,Karte von Cassini bzw.Notice Communale),
  • Orieulle (1801,Bulletin des Lois) und
  • Orriule (1863, Dictionnaire topographique du département des Basses-Pyrénées).[4][5][6]

Einwohnerentwicklung

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Nach einem Höchststand der Einwohnerzahl von rund 530 in der Mitte des 19. Jahrhunderts reduzierte sich die Zahl bei kurzen Erholungsphasen bis kurz nach der Jahrtausendwende auf 125 Einwohner, bevor ein moderates Wachstum einsetzte.

Jahr196219681975198219901999200620092023
Einwohner171167167166150131125139140
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Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen:EHESS/Cassini bis 2006,[6]INSEE ab 2009[7]

Sehenswürdigkeiten

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  • Pfarrkirche, gewidmetMariä Himmelfahrt. Die kleine Kirche wurde auf einem kleinen Hügel inmitten des Friedhofs gebaut. IhreinschiffigesLanghaus wird mit einer halbrundenApsis verlängert. Der imposanteGlockengiebel wird von einem wuchtigenStrebewerk gesichert. Seine Glocken werden durch zwei kleine Vordächer geschützt. Der Zugang zur Kirche erfolgt über eine einfache, mit Nägeln beschlagene Tür, die vonWerksteinen eingefasst ist.[8] EineEmpore aus Holz eröffnet die Möglichkeit, allen Mitgliedern der Pfarrgemeinde der kleinen Kirche einen Platz anzubieten. Im hinteren Bereich des Langhauses gelegen, erstreckt sich die Empore von der Nord- bis zur Südwand und wird von einer Säule im Mittelgang gestützt. DieBrüstung ist mit fein geschwungenenBalustern gearbeitet. Der Zugang zur Empore erfolgt aus Platzgründen über eine Außentreppe.[9] Ein Grabstein auf dem Fußboden des Langhauses erinnert daran, dass bedeutende Persönlichkeiten der Gemeinde und der Pfarrer in der Regel eine letzte Ruhestätte in der Pfarrkirche beanspruchen konnten. Außerdem konnten sich nur Wohlhabende eine schöne Grabplatte leisten. Aufgrund der Abnutzung erlaubt die Inschrift der Grabplatte in der Pfarrkirche von Orriule keinen Aufschluss über die Identität des oder der Verstorbenen. Lediglich die eingravierte Jahreszahl „1701“ und ein Kreuz sind zu erkennen.[10] DerAltar in Form eines Sarkophags ist aus massivem Holz. Seine Vorderseite ist verziert mit zweiMalteserkreuzen in einerKartusche mit geschweiften Rändern.[11] DerTabernakel ist mit sechs kleinen Schlangensäulen verziert. EinChristusmonogramm, eine Weintraube und drei Weizenähren sind in seiner Tür eingraviert. In einer Nische im Chor befindet sich eine Madonnenstatue mit Jesuskind. In dieser Darstellung trägt Maria einen goldfarbenen Mantel und hält das Jesuskind vor sich hin.[8]
  • Wassermühlen. Als das Privileg der Adeligen, exklusiv das Getreide zu für die ganze Bevölkerung mahlen, zu Beginn des 19. Jahrhunderts im Zuge derFranzösischen Revolution fiel, nahm die Anzahl der Wassermühlen in diesem von vielen Fließgewässern durchzogenen Landstrich zu. Die industriellen Umwälzungen veranlassten viele Müller jedoch, ihren Betrieb einzustellen. Die Mühle über dem Arriou Tort zeigt eine traditionelle Bauweise mit ihrem viereckigen Grundriss und dem massivenWalmdach. Mit einem kleinen Anbau an das kleine Wohnhaus zeigt sie deutlich ihre Funktion. Dies ist anders bei der Mühle über einem Zufluss des Saleys, deren Aufbau mit einem hohen Dach mit einerKatzenklappe zwischen den Flachziegeln und sorgfältig angeordneten Fenstern und Türen nichts von der ursprünglichen Funktion verrät. Beide Mühlen sind im Privatbesitz und nicht zu besichtigen.[12][13]

Wirtschaft und Infrastruktur

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Ossau-Iraty

Landwirtschaft und Steinmetz- und Töpferhandwerke sind traditionell die wichtigsten wirtschaftlichen Aktivitäten der Gemeinde.[3] Die Firma Carré ausParis betreibt in Orriule eine handwerkliche Produktion vonKeramik, genanntGrès du Colombier.

Orriule liegt in den ZonenAOC desOssau-Iraty, eines traditionell hergestellten Schnittkäses aus Schafmilch, sowie der Schweinerasse und des Schinkens „Kintoa“.[14]

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Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2015[15]
Gesamt = 37

Bildung

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Die Gemeinde verfügt über eine öffentliche Grundschule mit 13 Schülerinnen und Schülern im Schuljahr 2017/2018.[16]

Verkehr

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Orriule wird durchquert von denRoutes départementales 23 und 30.

Weblinks

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Commons: Orriule – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Orriule. Gasconha.com, abgerufen am 19. Oktober 2017 (französisch). 
  2. Ma commune : Orriule. Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne, abgerufen am 19. Oktober 2017 (französisch). 
  3. abOrriule. visites.aquitaine.fr, archiviert vom Original am 19. Oktober 2017; abgerufen am 19. Oktober 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr 
  4. abPaul Raymond: Dictionnaire topographique du département des Basses-Pyrénées. In: Dictionnaire topographique de la France. Imprimerie nationale, 1863, S. 127, abgerufen am 19. Oktober 2017 (französisch). 
  5. David Rumsey Historical Map Collection France 1750. David Rumsey Map Collection: Cartography Associates, abgerufen am 19. Oktober 2017 (englisch). 
  6. abNotice Communale Orriule. EHESS, abgerufen am 19. Oktober 2017 (französisch). 
  7. Populations légales 2014 Commune d’Orriule (64428). INSEE, abgerufen am 19. Oktober 2017 (französisch). 
  8. abÉglise Notre-Dame-de-l’Assomption. visites.aquitaine.fr, archiviert vom Original am 19. Oktober 2017; abgerufen am 19. Oktober 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr 
  9. Tribune à balustres de l’église Notre-Dame-de-l’Assomption. visites.aquitaine.fr, archiviert vom Original am 19. Oktober 2017; abgerufen am 19. Oktober 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr 
  10. Dalle funéraire dans l’église Notre-Dame-de-l’Assomption. visites.aquitaine.fr, archiviert vom Original am 19. Oktober 2017; abgerufen am 19. Oktober 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr 
  11. Autel en bois de l’église Notre-Dame-de-l’Assomption. visites.aquitaine.fr, archiviert vom Original am 19. Oktober 2017; abgerufen am 19. Oktober 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr 
  12. Moulin sur l’Arrioutort. visites.aquitaine.fr, archiviert vom Original am 19. Oktober 2017; abgerufen am 19. Oktober 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr 
  13. Moulin sur le Saleys. visites.aquitaine.fr, archiviert vom Original am 19. Oktober 2017; abgerufen am 19. Oktober 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr 
  14. Institut national de l’origine et de la qualité : Rechercher un produit. Institut national de l’origine et de la qualité, abgerufen am 19. Oktober 2017 (französisch). 
  15. Caractéristiques des établissements en 2015 Commune d’Orriule (64428). INSEE, abgerufen am 19. Oktober 2017 (französisch). 
  16. École élémentaire. Nationales Bildungsministerium, abgerufen am 19. Oktober 2017 (französisch). 
Gemeinden imArrondissement Oloron-Sainte-Marie

Abitain |Accous |Agnos |Ainharp |Alçay-Alçabéhéty-Sunharette |Alos-Sibas-Abense |Ance Féas |Andrein |Angous |Aramits |Araujuzon |Araux |Aren |Arette |Arrast-Larrebieu |Arudy |Asasp-Arros |Aste-Béon |Athos-Aspis |Audaux |Aussurucq |Auterrive |Autevielle-Saint-Martin-Bideren |Aydius |Barcus |Barraute-Camu |Bastanès |Bedous |Béost |Bérenx |Berrogain-Laruns |Bescat |Bidos |Bielle |Bilhères |Borce |Bugnein |Burgaronne |Buziet |Buzy |Camou-Cihigue |Carresse-Cassaber |Castagnède |Castet |Castetbon |Castetnau-Camblong |Cette-Eygun |Charre |Charritte-de-Bas |Chéraute |Dognen |Eaux-Bonnes |Escos |Escot |Escou |Escout |Espès-Undurein |Espiute |Esquiule |Estialescq |Estos |Etchebar |Etsaut |Eysus |Garindein |Gère-Bélesten |Géronce |Gestas |Geüs-d’Oloron |Gotein-Libarrenx |Goès |Guinarthe-Parenties |Gurmençon |Gurs |Haux |Herrère |Idaux-Mendy |Issor |Izeste |Jasses |Laàs |Labastide-Villefranche |Lacarry-Arhan-Charritte-de-Haut |Laguinge-Restoue |Lahontan |Lanne-en-Barétous |Larrau |Laruns |Lasseube |Lasseubetat |Lay-Lamidou |Ledeuix |Lées-Athas |Léren |Lescun |L’Hôpital-Saint-Blaise |L’Hôpital-d’Orion |Lichans-Sunhar |Lichos |Licq-Athérey |Lourdios-Ichère |Louvie-Juzon |Louvie-Soubiron |Lurbe-Saint-Christau |Lys |Mauléon-Licharre |Menditte |Méritein |Moncayolle-Larrory-Mendibieu |Montfort |Montory |Moumour |Musculdy |Nabas |Narp |Navarrenx |Ogenne-Camptort |Ogeu-les-Bains |Oloron-Sainte-Marie |Oraàs |Ordiarp |Orin |Orion |Orriule |Ossas-Suhare |Osse-en-Aspe |Ossenx |Poey-d’Oloron |Préchacq-Josbaig |Préchacq-Navarrenx |Précilhon |Rébénacq |Rivehaute |Roquiague |Saint-Dos |Sainte-Colome |Sainte-Engrâce |Saint-Gladie-Arrive-Munein |Saint-Goin |Saint-Pé-de-Léren |Salies-de-Béarn |Sarrance |Saucède |Sauguis-Saint-Étienne |Sauveterre-de-Béarn |Sévignacq-Meyracq |Sus |Susmiou |Tabaille-Usquain |Tardets-Sorholus |Trois-Villes |Urdos |Verdets |Viellenave-de-Navarrenx |Viodos-Abense-de-Bas

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