Klassifikation nachICD-10 | |
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S02.3 | Fraktur des Orbitabodens |
H50.6 | Mechanisch bedingter Strabismus –Strabismus durch traumatische Ursache |
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ICD-10 online (WHO-Version 2019) |
AlsOrbitabodenfraktur (Synonyme:Blow-out-Fraktur undÜberdruckfraktur) bezeichnet man den (Durch-)Bruch desAugenhöhlenbodens zurKieferhöhle hin, meist verursacht durch stumpfeKontusion (z. B. nach Faustschlag oder Tennisballverletzung) und in der Regel verbunden mit der Wahrnehmung vonDoppelbildern und deutlichen Störungen derAugenbeweglichkeit. Insbesondere diepassive Beweglichkeit ist hierbei eingeschränkt, daMuskel-,Binde- und Haltegewebe häufig in der entstandenen Bruchspalte eingeklemmt sind, oder aber Muskelhämatome für die Bewegungsstörungen verantwortlich sind. Weitere Symptome können ein Anstieg desAugeninnendrucks bei Blick in Richtung der Bewegungseinschränkung sein, ebenso Sensibilitätsstörungen im Bereich der Wangen und Oberlippe,Enophthalmus undMonokelhämatome.
Differenzialdiagnostisch sind die mechanischen Einschränkungen von neurogen bedingten abzugrenzen. Zur Unterscheidung tatsächlicher Augenmuskellähmungen von mechanisch bedingten Bewegungseinschränkungen (Pseudoparesen) verwendet man den so genanntenTraktionstest (auch:Pinzettenzugtest), ein Verfahren zur Prüfung derpassiven Beweglichkeit des Auges.
Bei reinen Überdruckfrakturen wird eine operative Behandlung mit Rekonstruktionen der Augenhöhle kontrovers diskutiert, da Nutzen und Erfolg umstritten sind. Häufig werden auch spontane Besserungen beobachtet, die vor allem in den ersten vier Wochen nach dem Unfall eintreten können. Aus diesem Grund sollte eine Behandlung und mögliche chirurgische Intervention zuvor genauestens mit allen beteiligten Ärzten (Hals-Nasen-Ohrenarzt,Kieferchirurg,Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurg,Augenarzt,Radiologe) erörtert werden. In der Regel wird die Entscheidung zum operativen Vorgehen anhand funktioneller und ästhetischer Einschränkungen (Enophthalmus, Doppelbilder, Einschränkung der Augenbeweglichkeit, …) getroffen.[1] Eine Unterstützung zur Befunderhebung mittels dreidimensionaler Bildgebung ist heutzutage Standard[2], zunehmend auch die computerassistierte Rekonstruktion.[3]