Alskonstitutive Entscheidung (oderMetaentscheidung) wird in derBetriebswirtschaftslehre undEntscheidungstheorie eineEntscheidung bezeichnet, die für einUnternehmen von grundlegender Bedeutung ist und nur einmal oder sehr selten getroffen werden muss. Gegensatz sind die operativen (Ablauf-)Entscheidungen.
Es handelt sich um Entscheidungen derUnternehmensführung, die von grundlegender Bedeutung sind und nur einmalig oder sehr selten zu treffen sind.[1] Aus diesem Grunde sind sie von existenzieller Bedeutung und haben erhebliche Auswirkungen auf dieUnternehmensfortführung. „Konstitutive Entscheidungen sind alle Entscheidungen, die eine grundlegende Festlegung der prinzipiellen Arbeitsweise des Betriebes darstellen“.[2]
Operative (Ablauf-)Entscheidungen (Tagesentscheidungen) dagegen werden während desGeschäftsprozesses imoperativen Geschäft von unteren Führungsebenen (mehrmals) täglich getroffen. Dazu gehören beispielsweise imPersonalwesenEinstellung,Beförderung oderKündigung vonArbeitnehmern oder imKreditwesenKreditentscheidungen.
Unterschieden werden kann zwischen folgenden Arten:[3][4]
Im Hinblick auf die Bedeutung oder Dringlichkeit von Entscheidungsanlässen gibt es mithinkonstitutive,operative undsituative Entscheidungen.[5]
Die konstitutiven Entscheidungen haben eine besondere Tragweite und gehören zu denlangfristig wirkenden Entscheidungen, während operative Entscheidungenkurz- odermittelfristige Wirkung entfalten.[6] Außerdem sind es so genannte „echte Entscheidungen“, weil sie einen hohen Komplexitätsgrad und niedrige Determiniertheit aufweisen und zu denEntscheidungen unter Unsicherheit gehören.[7]
DieFachliteratur unterscheidet zuweilen zwischenkurzfristig undlangfristig wirkenden konstitutiven Entscheidungen. So soll diekurzfristige Preisuntergrenze eine operative, dielangfristige Preisuntergrenze dagegen eine konstitutive Entscheidung darstellen.[8]