Operation Pedestal | |||||||||||||||||
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Teil von: Zweiter Weltkrieg | |||||||||||||||||
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Datum | 3. August 1942 bis 15. August 1942 | ||||||||||||||||
Ort | Mittelmeer | ||||||||||||||||
Ausgang | taktischer Sieg der Achsenmächte strategischer Sieg der Alliierten | ||||||||||||||||
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DerGeleitzug Operation Pedestal war eine der wichtigstenbritischen Konvoioperationen imMittelmeer zur VersorgungMaltas während desZweiten Weltkrieges. Nachdem im Juni 1942 zwei alliierteKonvois (Operationen Vigorous und Harpoon) zur Versorgung desbelagerten Malta erhebliche Verluste zu verzeichnen gehabt hatten, stellte man im August inGibraltar erneut einen Konvoi mit Versorgungsgütern für die belagerte Insel zusammen (Operation „Pedestal“). Er bestand aus 14 Handelsschiffen, die von 4Flugzeugträgern, 2Schlachtschiffen, 7Kreuzern und 16Zerstörern begleitet wurden. Trotz der hohen Verluste (9 Frachtschiffe, 2 Kreuzer, 1 Träger und 1 Zerstörer) muss der Geleitzug als alliierter Teilsieg gelten. Er war der erste Konvoi seit sechs Monaten, der die Insel erreichte. Nun war die britische Lufthoheit über diesizilianische Meerenge (Straße von Sizilien) weiter abgesichert.
Am 29. Juli berief Vizeadmiral Neville Syfret an Bord der HMS Nelson eine Konferenz in Scapa Flow ein, um die Planungen für Operation Pedestal zu besprechen. Der Konvoi sollte aus 14 Handelsschiffen, bestehen und von zwei Schlachtschiffen, drei Flugzeugträgern, sieben Kreuzern, zweiunddreißig Zerstörern und sieben U-Booten geschützt werden.[1]
Der Konvoi verließ Gibraltar am 9. August 1942. Da dieitalienische Flotte kaum mehr Treibstoff hatte, griffen zunächst die Luftstreitkräfte derAchsenmächte den Konvoi an, später solltenitalienische U-Boote und ein Kreuzergeschwader bei Sizilien ebenfalls in den Kampf eingreifen, da sich die britischen Schlachtschiffe und Flugzeugträger normalerweise vor Sizilien wegen der Bedrohung durch dort stationierte Luftstreitkräfte nach Gibraltar zurückzogen.
Am 11. August versenkte das deutscheU-BootU 73 den FlugzeugträgerEagle. Das italienische U-BootDagabur wurde vom britischen ZerstörerWolverine gerammt und versenkt. Dabei wurde der Zerstörer jedoch schwer beschädigt. Italienische Kampfflugzeuge beschädigten das Flugdeck des TrägersVictorious. Von britischen Flugzeugträgern starteten Flugzeuge nach Malta und griffen von dort aus Flugplätze aufSizilien an.
Am 12. August griff die italienische Marine mit 6 Kreuzern, 17 Zerstörern und etlichen U-Booten den britischen Konvoi an. Das U-BootCobalto ging verloren, während es den BootenAlagi,Axum undBronzo gelang, den KreuzerCairo und zwei Handelsschiffe zu versenken, die KreuzerNigeria undKenya sowie den großen TankerOhio zu beschädigen. Bei Luftangriffen durchJu 87-Bomber wurde der TrägerIndomitable von zwei 500-kg-Bomben beschädigt. Ferner wurde der ZerstörerForesight versenkt.
Am 13. August versenkten italienische Schnellboote (MS) den KreuzerManchester. Nachdem der italienische Marineverband keinen Schutz mehr aus der Luft erhalten hatte, zog er sich nachMessina zurück. Das britische U-BootSafari beschädigte noch die italienischen KreuzerBolzano undAttendolo. Deutsche Kampfflugzeuge beschädigten den TankerOhio nochmals.
Vor allem durch das Eintreffen des TankersOhio am 15. August, dem FeiertagMariä Aufnahme in den Himmel (daher dann die Bezeichnung „Santa Marija Convoy“), verbesserte sich die Nachschublage der Briten auf Malta erheblich. Mit den Flugzeugträgern wurden zusätzliche Kampfflugzeuge nach Malta gebracht, wodurch sich auch die operative Lage der Alliierten nachhaltig verbesserte. Insgesamt erreichten 5 von 14 Frachtschiffen den Hafen. Von Malta aus konnten die Nachschubwege der Achsenmächte nach Nordafrika wieder wirksam bekämpft werden, was für die anstehendezweite Schlacht von El Alamein Konsequenzen haben sollte.