| Opera Limited | |
|---|---|
| Rechtsform | ASA |
| ISIN | NO0010040611 |
| Gründung | 1995 |
| Sitz | Oslo,Norwegen |
| Leitung | Lars Boilesen, daglig leder[1] |
| Mitarbeiterzahl | 1.671(2015)[2] |
| Umsatz | USD 615,9 Mio.(2015) |
| Branche | Software |
| Website | operasoftware.com |

Opera Software ist ein ursprünglichnorwegisches Unternehmen und Entwickler desWebbrowsersOpera. Es betreibt außerdem den Mobilanzeigen-DienstOpera Mediaworks. Der Hauptsitz des Unternehmens, das seit 2016 Eigentum eineschinesischen Konsortiums ist, befindet sich inOslo.
Opera Software wurde am 30. August 1995 vonGeir Ivarsøy undJon Stephenson von Tetzchner gegründet. Die beiden waren bis dahin Mitarbeiter in der Forschungsabteilung vonTelenor inKjeller gewesen, wo sie für Telenor eine Vorstufe des Browsers mit der Projektbezeichnung „Nettleser MultiTorg Opera“ entwickelt hatten. Als dieses Projekt jedoch von Telenor aus Kostengründen reduziert und auf unbestimmte Zeit verschoben wurde, gelang es den beiden, die Rechte an dem Programm zu übernehmen. Sie gründeten ein eigenes Unternehmen, um es weiterzuentwickeln. 1997 veröffentlichte Opera Software die erste offizielle Version desBrowsers Opera, 2.1 fürWindows 95.
Seit dem 11. März 2004 werden die Aktien der Gesellschaft an derOsloer Börse gehandelt. Damals hatte das Unternehmen knapp 150 Mitarbeiter. Neben dem Büro in Norwegen unterhielt es zwei Büros inSchweden. 2005 kamen Büros inChina,Japan und denUSA hinzu. Im folgenden Jahr wurden weitere Büros inIndien,Polen undSüdkorea eröffnet. Ende 2008 hatte das Unternehmen 627 Mitarbeiter.
Schon im Jahr des Börsengangs trug der Bereich derPersonal Computer nur zu einem Drittel zum Umsatz des Unternehmens bei, während der Rest des Umsatzes bei anderen internetfähigen Geräten wieMobiltelefonen,Spielkonsolen undSet-Top-Boxen gemacht wurde.
Anfang Januar 2010 übernahmLars Boilesen von MitbegründerJon S. von Tetzchner die Geschäftsführung bei Opera Software ASA.[3] Von Tetzchner blieb zunächst als strategischer Mitarbeiter in Vollzeit bei Opera Software beschäftigt, schied aber 2011 aus und gründete 2013 eineigenes Unternehmen, um den als Nachfolger der Opera-Versionen bis 12.18 positionierten BrowserVivaldi zu entwickeln. 2013 reduzierte von Tetzchner seinen Aktienanteil an Opera von 10 auf 5,18 %.[4]
2012 gab es Gerüchte, wonachFacebook Interesse an einer Übernahme von Opera Software habe[5], die sich jedoch nicht bewahrheiteten.
Nach einer Neubewertung der Geschäftsstrategie ab 7. August 2015 aufgrund einer enttäuschenden Geschäftsentwicklung stimmten Ende Mai 2016 die erforderlichen über 90 % der Aktionäre kurz vor Ablauf der verlängerten Angebotsfrist einem Verkauf an das chinesischeKonsortiumGolden Brick Silk Road Equity Investment Fund II LLP, bestehend aus u. a. dem chinesischenInvestmentfondsGolden Brick Silk Road Fund Management LLP ausShenzhen, dem auf Mobilspiele spezialisierten UnternehmenBeijing Kunlun Tech, derCybersicherheitsfirmaQihoo 360 Software Co. Ltd. ausPeking sowie derYonglian Investment Co. Ltd. ausYinchuan, zu.[6] Das Konsortium hatte im Februar 10,5 Mrd. Kronen (1,1 Mrd. Euro) geboten.[7][8][9]Bis zum 30. September 2016 erwarb es Firmenbereiche und rund 1000 der 1560 Opera-Mitarbeiter; übernommen wurden die BereicheBrowser, Performance- und Datenschutz-Apps, das Lizenzgeschäft und Operas 29,09-%-Anteil am chinesischenJoint VenturenHorizon. Eigenständig blieben der BereichMediaworks (Werbung),Opera TV,Apps und Spiele. Opera-CEO Lars Boilesen stand bis Ende 2016 beiden Unternehmensteilen vor, danach dem eigenständig bleibenden Bereich.[10]