Open Database Connectivity (ODBC,englisch für etwaOffene Datenbank-Verbindungsfähigkeit) ist eine standardisierteDatenbankschnittstelle, dieSQL alsDatenbanksprache verwendet. Es bietet also eineProgrammierschnittstelle (API), die es einemProgrammierer erlaubt, seineAnwendung relativ unabhängig vom verwendetenDatenbankmanagementsystem (DBMS) zu entwickeln, wenn dafür ein ODBC-Treiber existiert.[1]
Mit ODBC besteht die Möglichkeit, die Details für den Zugriff auf dieDatenbank (Credentials), wie Name desDatenbankservers,Port für den Netzwerkzugriff auf die Datenbank, Datenbankname, Benutzername des Datenbankbenutzers und dessen Passwort und weitere Details unter einem bestimmten Namen auf demClient einzurichten.Durch die Verwendung dieses Namens kann dann eine Client-Anwendung die Verbindung zu der Datenbank herstellen, ohne die Details kennen zu müssen.
ODBC wurde ursprünglich vonMicrosoft auf Basis desCall Level Interface vonX/Open undISO/IEC entwickelt, ist aber inzwischen auch von anderen Softwareherstellern übernommen worden. In vielen Bereichen ist ODBC mittlerweile als Standard etabliert.
ODBC-Treiber haben einen unterschiedlichen Funktionsumfang:
Moderne Programmierumgebungen erlauben dadurch den unkomplizierten Zugriff auf sehr viele unterschiedliche Datenbank-Verwaltungssysteme (über vorgefertigte datensensitiveSteuerelemente). Der Datenzugriff erfolgt nie unmittelbar auf eineTabelle oder eine Datenbank, sondern immer über die entsprechende (ODBC-)Komponente. Mit ODBC kann auf jede lokale oder ferne Datenquelle zugegriffen werden.
Fürobjektorientierte Programmiersprachen (z. B.C++,Java) sindKlassen verfügbar, dieMethoden für den Umgang mit dem Datenmaterial der unterschiedlichen Datenbanksysteme definieren. Der Programmierer muss sich um datenbankspezifische Details nicht mehr kümmern.
Innerhalb derMicrosoft Foundation Classes wird Unterstützung für ODBC durch die KlassenCDatabase,CRecordset,CRecordView,CFieldExchange undCDBException implementiert.[2]
Auch das für dasMicrosoft-Jet-Datenbankmodul optimierteData Access Objects (DAO) ermöglicht den mittelbaren Zugriff auf ODBC.
SeitWindows 2000 ist ODBC als Komponente derMicrosoft Data Access Components (MDAC) ein integraler Bestandteil des Betriebssystems. Für frühere Windowsversionen kann es kostenfrei nachinstalliert werden. Microsoft kündigte 2011 an, dass die Version 2012 desMicrosoft SQL Servers die letzte Version mit einemOLE-DB-Provider sein wird, für die Zeit danach wurde der ODBC-Provider empfohlen.[3]
Ursprünglich wurde ODBC nur fürWindows entwickelt, mittlerweile ist die Schnittstelle auch fürDatenbankmanagementsysteme unterUnix-Betriebssystemen verfügbar.