Opel-Hauptportal und Portalgebäude in Rüsselsheim in der Nähe des Bahnhofs, davor dasDenkmal des Unternehmensgründers Adam OpelBlick auf die ältesten Werksgebäude, die nach dem großen Brand von 1911 nach Plänen vonPaul Meissner errichtet wurden, am linken Bildrand das Hauptportal, vorn Adam’s Bistro und einige dem Publikum zugängliche AusstellungsflächenAktie über 10.000 RM der Adam Opel AG vom 20. August 1941Opel Doktorwagen von 1908
DieOpel Automobile GmbH ist eindeutscherKraftfahrzeughersteller mit Sitz inRüsselsheim am Main. Gegründet wurde das Unternehmen 1862 als Nähmaschinenhersteller, später war Opel ein bedeutender Fahrradproduzent. Der Automobilbau begann im Jahr 1899.
Der Stammsitz von Opel in Rüsselsheim ist zugleich Sitz der deutschen Niederlassung vonStellantis, der Muttergesellschaft von Opel, welche im Jahr 2019 noch alsGroupe PSA vonKöln dorthin umgezogen ist. Die ehemaligeFCA Deutschland AG zog zum 1. Oktober 2021 vonFrankfurt am Main auch zu deren Sitz um, wo sie im gleichen Jahr mit Stellantis verschmolzen wurde.[4] Opel ist dabei die einzige deutsche Marke im Konzern.
Adam und Sophie Opel im Jahr ihrer Hochzeit (1868)Werbung für Opel-Perfecta Nähmaschinen (1901)
Adam Opel war der älteste Sohn des Schlossermeisters Philipp Wilhelm Opel in Rüsselsheim. Nach einer Lehre im väterlichen Betrieb ging Opel 1857 als Geselle auf Wanderschaft, die ihn über Lüttich, Brüssel und England nach Paris führte. Zunächst arbeitete er dort in einer Tresorfabrik, dann mit seinem Bruder Georg Opel in derNähmaschinenfabrik vonJournaux & Leblond. Anfang 1862 wechselten sie in die Nähmaschinenfabrik vonHuguenin & Reimann. Im August 1862 kehrte Adam Opel nach Rüsselsheim zurück und baute in der väterlichen Werkstatt die erste Opel-Nähmaschine.[1]
Im Frühjahr 1863 machte sich Adam Opel in einem ehemaligen Kuhstall selbstständig. Der in Paris gebliebene Bruder Georg versorgte ihn mit den notwendigen Spezialstählen, Greifern undNadeln. Die Fertigung der Nähmaschinen beanspruchte viel Zeit. So verdiente Opel seinen Lebensunterhalt mit der Herstellung von Weinverkorkmaschinen und dem Verkauf von Nähmaschinen des Pariser HerstellersPlaz und Rexroth (diese Nähmaschinen werden oft fälschlich alsOpel Nr. 1 bezeichnet). 1864 waren auch Nähmaschinen aus London nach dem Patent vonElias Howe im Angebot von Opel.
Die 1868 geschlossene Ehe mit der GastwirtstochterSophie Marie Scheller ermöglichte Opel im gleichen Jahr die Errichtung derNähmaschinenfabrik von Adam Opel und den Erwerb von Fabrikanteilen der GießereiLallement & Cie. Bis 1880 wurden insgesamt 20.000 Nähmaschinen hergestellt. Mit dem Fabrikumbau von 1882 wurde auf dasSinger-System umgestellt. Bis dahin hatte Opel gebaut: Opel-Nähmaschine nach Plaz und Rexroth, Thomas-Schneidernähmaschine, 1864 Delphin-Nähmaschine nach Grover und Baker, 1870 Titannähmaschine Sophia und Cylinder-Elastique-Nähmaschine für Schuhmacher. 1885 produzierten 300 Arbeiter 18.000 Nähmaschinen. 1895 starb der Unternehmensgründer und seine Witwe Sophie führte gemeinsam mit den fünf SöhnenCarl,Wilhelm,Heinrich,Fritz undLudwig das Unternehmen weiter.
Spätestens um 1900 wurde deutlich, dass die Zukunft des Opel-Werkes nicht bei den Nähmaschinen liegen würde. Die gesamte deutsche Produktion war fast höher als der mögliche Weltabsatz. So stagnierte der Nähmaschinenverkauf, Opel verkaufte billigst an Großhändler und nach Übersee. In den Jahren zwischen 1863 und 1911 hatte Opel insgesamt eine Million Nähmaschinen hergestellt und verkauft. Nach einem großen Brand im Opelwerk 1911 beendete das Unternehmen den Bau von Nähmaschinen und stellte nur nochFahrräder undMotorwagen her.
Opels Söhne begeisterten den Vater von der Idee desFahrrades. Dank ihrer Hartnäckigkeit ließ sich der Vater überzeugen; 1886 verließ das erste Opel-Fahrrad, einHochrad[5], die Fabrik an der Trasse derBahnstrecke Mainz–Frankfurt. Im Jahr 1898 stellten 1200 Beschäftigte fast 25.000 Nähmaschinen und 15.000 Fahrräder her. Der Fabrikbrand 1911 bedeutete eine Pause für die Fahrradproduktion, doch bereits 1912 war der Betrieb wieder aufgenommen. Auch waren es die fünf Opel-Brüder, die als erfolgreiche Radrennfahrer zur Popularität der Opel-Fahrräder beitrugen. In den 1920er Jahren stieg Opel zum größten Fahrradhersteller der Welt auf. Es wurden auch motorbetriebene Fahrräder gebaut.[6] 1936 wurde die Fahrradproduktion an dieNSU Motorenwerke in Neckarsulm verkauft. NSU- und Opel-Fahrräder wurden bis etwa 1940 alsNSU bzw.NSU-Opel angeboten.
Opel-Fahrrad von 1935
1898 bis 1928: Aufstieg zum größten Automobilhersteller Deutschlands
Opel Patentmotorwagen „System Lutzmann“ (1899–1901)
1898, drei Jahre nach dem Tod des Unternehmensgründers, der nie Automobile produzieren wollte, begann Sophie Opel mit dem Automobilbau. Auf Betreiben der Söhne übernahm Opel am 21. Januar 1899 dieAnhaltische Motorwagenfabrik desDessauer Hofschlossermeisters, Automobilpioniers und KonstrukteursFriedrich Lutzmann, der zum Direktor ernannt wurde. DerOpel Patentmotorwagen „System Lutzmann“ wurde im Stammwerk in Rüsselsheim produziert.[7] Dieser war im September 1897 von Lutzmann imHotel Bristol in Berlin auf der erstenIAA ausgestellt worden. Opel produzierte von Anfang an verschiedene Karosserie- und Motorvarianten, unter anderem auch einen Lieferwagen. Die Motorisierung erlaubte eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 40 km/h. Allerdings konnten sie nicht mit den damals hochentwickelten französischen Motorwagen konkurrieren, und so wurde die Automobilproduktion vorerst eingestellt.
Opel 8/30 von 1911 (2012),Heidi Hetzer mit ihrer Tochter
Besonders beliebt war der ab 1909 angeboteneOpel 4/8 PS, ein zweisitzigesCabriolet, das von vielen Ärzten fürHausbesuche benutzt wurde. Er erhielt denSpitznamen „Doktorwagen“.
1911 brachte Opel neben den Automobilen denOpel 60-PS-Motorpflug auf den Markt, der sich auf Landgütern großer Beliebtheit erfreute. Im Jahr 1912 produzierten 3000 Arbeiter 30.000 Fahrräder und 3000 Automobile. Das Werksgelände war rund 73.000 m² groß. Beim Brüsseler Autosalon 1912 war die Limousine24/30 PS ausgestellt.[9]
„Opel-Ei“ nachMax Lochner (1913)Mit dem„Laubfrosch“ wurde Opel zum größten Automobilhersteller Deutschlands
1913 entwickelte Opel nach Konstruktionsvorlagen vonMax Lochner den Prototyp einesStromlinienfahrzeugs, das sogenannte „Opel-Ei“, das auf dessen Kosten für 120.000Mark gebaut wurde. Mit Ausnahme eines Versuchswagens der französischen FirmaAutomobiles André Dubonnet ist dies zu damaliger Zeit der einzige Wagen mit richtiger Stromlinienform geblieben. Der Querschnitt war fast kreisrund und man konnte imEi, aufgrund der guten Straßenlage und Federung, auch bei Höchstgeschwindigkeit von 95 km/h aufrecht stehen (dies trotzBallonreifen sowie fehlenderStoßdämpfer undSchwingachsen, die es damals noch nicht gab). Sogar mitZylinderhut war das Ein- und Aussteigen unbehindert und dank einer guten Abdichtung des Innenraumes verstaubte dieser in Anbetracht der damaligen Straßenverhältnisse auch nur geringfügig. Das rot lackierte und unter derSteuerformel13/30 PS patentierte „Opel-Ei“ wurde während desErsten Weltkrieges beschlagnahmt und ist seitdem verschwunden.
Nach Kriegsausbruch 1914 hielt Opel die Pkw-Produktion aufrecht und fertigte unter anderem die Modelle8/22 bzw.9/25 PS. Das 1919 vorgestellte Modell21/55 PS war der erste Opel-Sechszylinder-Pkw und wurde bis 1924 gebaut. Für das Jahr 1916 ist der Einsatz französischerZwangsarbeiter im Werk Rüsselsheim dokumentiert.[10]
1924 wurde das Opel-Werk in Rüsselsheim als erster Automobilproduzent imDeutschen Reich mit Fließbändern ausgestattet, um preisgünstiger zu produzieren. Das ErfolgsmodellOpel 4 PS („Laubfrosch“) wurde nun in rationellerMassenfertigung produziert.Fritz von Opel, der sich bereits als Testfahrer einen Ruf erarbeitet hatte, experimentierte unterdessen an Autos mit Raketenantrieb und erreichte 1928 auf derAVUS mit seinem ModellRAK 2 die Rekordgeschwindigkeit von 238 km/h. Ein Jahr später unternahm er mit dem FlugzeugOpel-Sander RAK.1 auf demFrankfurter Rebstock-Gelände einen der weltweit ersten bemannten Raketenflüge. Die Zahl der Mitarbeiter wuchs von 2400 im Jahr 1924 auf 9400 im Jahr 1928. DieAdam Opel KG war damals mit 42.771 hergestellten Automobilen größter deutscher Automobilhersteller.
Kurz nachdem die Automobilproduktion aufgenommen worden war, baute Opel motorisierte Zweiräder. Das erste Opel-Motorrad war das2-PS-Motorzweirad, das ab 1901 die Fabrik in Rüsselsheim verließ und für 700 Mark zu haben war; die Motorradproduktion wurde 1907 eingestellt. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde dasOpel Motorfahrrad produziert. 1922 wurde dieOpel Bahnrennmaschine speziell für schnelle Zementbahnen entwickelt. In diesem Jahr wurden auch leichte Opel-Motorräder mit 1½ PS (1,1 kW) von Opel & Beyschlag in Wien inseriert (Details: Gesteuerte Ventile, Kupplung, Leerlauf, Spezialrahmen).[11]
Mitte der1920er Jahre verlagerte Opel die Motorradproduktion nachSachsen. Im Jahr 1928 übernahm Opel dann die Aktienmehrheit an dem FahrradherstellerElite Diamant inReichenbrand, einem Ortsteil der StadtSiegmar bei Chemnitz. Als neue Produktionsstätte dienten dieElite-Werke inBrand-Erbisdorf (Sachsen). Ein 16 PS (12 kW) starkes Modell derDiamant-Werke mitKühne-Motor, 500 cm³ Hubraum und Stahlrohrrahmen wurde kurze Zeit unter dem Opel-Logo angeboten. Im selben Jahr erwarbFritz von Opel die Lizenz für den sogenannten„Neander-Rahmen“ vonErnst Neumann-Neander. Bald darauf ging das mit diesem Pressstahlrahmen ausgestattete MotorradOpel Motoclub 500 in die Serienproduktion. Es war nur in der Farbkombination Silbergrau/Rot erhältlich.Trotz des Erfolges der Motoclub 500 beschloss GM nach der endgültigen Übernahme, sich von den verlustbehafteten Elite-Diamant-Werken zu trennen. Damit endete nach knapp 6000 Einheiten und fast 20 Modellen die 1901 gestartete Motorradproduktion bei Opel. Ein bereits im Prototypenstadium befindliches Nachfolgemodell wurde nicht verwirklicht. Bis Anfang 1930 wurden in Rüsselsheim aus vorhandenen Teilen noch einige Motorräder montiert. Nach der Trennung von Opel produzierten auch die Elite-Diamant-Werke aus vorhandenen Teilen noch einige Motoclub-Maschinen, die ein Elite-Emblem erhielten.
Im Jahr 1909 nahm Opel die Lkw-Produktion auf und lieferte ab 1910 als ersteNutzfahrzeuge leichte Lkw aus. Diese hatten zuerst 1½ t und 1911 3½ t Nutzlast und wurden auch als Heeres-Lkw mit 30 PS (22 kW) sehr erfolgreich. Dieser Lkw hatte bei der Kaiserlich-Russischen Subventionsfahrt den großen Test bestanden und wurde auch alsOmnibus gefertigt. Nach dem verheerenden Brand im Rüsselsheimer Werk 1911 baute Opel den Lkw bis 1918 auch als Feuerwehrfahrzeug. Während des Ersten Weltkriegs wurde zusätzlich ein größerer Typ mit 4½ t Nutzlast gefertigt. Mit über 4000 Beschäftigten wurden zwischen 1915 und 1918 in Rüsselsheim 4453 Lastwagen, 2391 Personenkraftwagen und als Lizenzbau etwa 6000 Flugmotoren der TypenArgus As III undBMW IIIa hergestellt.[12] Als französische Truppen am 12. Dezember 1918Gebiete in Westdeutschland besetzten, musste der Nutzfahrzeugbau vorübergehend eingestellt werden. Danach baute Opel die Lkw mit großvolumigen Motoren (6,2 l) und bis zu 50 PS (37 kW) in geringen Stückzahlen weiter. ImInflationsjahr 1923 musste die Lkw-Produktion vollständig eingestellt werden. Erst ab 1927 baute Opel wieder kleine Lkw als sogenannte „Schnellastwagen“ mit bis zu 2½ t Nutzlast, die nun auch Luftreifen (Pneus) und eine Bremse an allen vier Rädern besaßen. Die Ende 1930 vorgestellte neue Lkw-Baureihe mit bis zu zweieinhalb Tonnen Nutzlast, deren einprägsamer Name „Blitz“ im Rahmen eines großen Preisausschreibens ermittelt wurde, war sehr erfolgreich.[13]
1929 bis 1945: Kauf durch General Motors und Zweiter Weltkrieg
Opel war 1928 mit 44 Prozent aller produzierten Kraftfahrzeuge größter Fahrzeughersteller im Deutschen Reich.[12] Am 3. Dezember 1928 wurde die Rechtsform des Unternehmens von einerKommanditgesellschaft in eineAktiengesellschaft geändert. Das Grundkapital betrug 60 Millionen Reichsmark. Am 17. März 1929 verkauftenWilhelm von Opel und sein BruderFriedrich Opel zunächst 80 Prozent der Unternehmensanteile an den amerikanischen AutomobilkonzernGeneral Motors (GM). Bis 1931 übernahm GM das Unternehmen dann vollständig. Hauptgrund war die hereinbrechendeWeltwirtschaftskrise. Der Verkaufspreis betrug für damalige Verhältnisse gewaltige 33,352 Millionen US-Dollar bzw. 154 Millionen Reichsmark.[12] (Nach heutiger Währung wären dies etwa 672 Millionen Euro).[14] Die Opel-Brüder setzten dabei durch, dass sie Mitglieder des Aufsichtsrates blieben undFritz von Opel den Vorstand leitete. Außerdem blieben der NameOpel und eine eigenständige Modellpolitik erhalten.
Im Jahr 1930, nach dem Beginn derWeltwirtschaftskrise, erwirtschaftete Opel einen Verlust von knapp 14 Millionen Reichsmark. Im Jahr 1931 (das von einerBankenkrise und hoher Arbeitslosigkeit geprägt war) hatte Opel nur noch 5892 Beschäftigte und die Jahresproduktion aller Kraftfahrzeuge ging 1932 auf 20.928 zurück. Gewinnbringend war insbesondere der Export mit einem Anteil von 77,6 % des gesamten deutschen Automobilexportes im Jahr 1931.[12] Zu dieser Zeit wurden als Hauptstützen des Programms derOpel 1,2 Liter (mit Vierzylindermotor und 22 PS/16 kW) und derOpel 1,8 Liter mit Sechszylindermotor und 32 PS (24 kW) (auch als Opel „Regent“)[15][16] angeboten, das auch als formschönesCoupé undRoadster hergestellt wurde.
Nach derMachtergreifung derNSDAP 1933 erwog General Motors keinen Rückzug ausDeutschland. Stattdessen wurden in einem bis 1936 dauernden Anpassungsprozess Schlüsselpositionen mit Nationalsozialisten besetzt und jüdische Mitarbeiter entlassen oder in die USA versetzt.[17] Der 1935 vorgestellteOpel P4 verkaufte sich als erster „Volkswagen“ mit über 65.000 Stück in nur zwei Jahren ausgesprochen gut. Auf Veranlassung derNS-Regierung wurde im selben Jahr für die Produktion der größeren Dreitonner„Blitz“-Lkw im Zuge derAufrüstung der Wehrmacht das hochmoderneWerk in Brandenburg an der Havel gebaut. Ebenfalls im Frühjahr 1935 präsentierte Opel den nach den kommendenOlympischen Spielen benanntenOlympia, der als erstes deutsches Fahrzeug eineselbsttragende Ganzstahl-Karosserie hatte. Mit 102.293 gebauten Fahrzeugen überschritt Opel im gleichen Jahr 1935 als erster deutscher Hersteller die Marke von 100.000 produzierten Fahrzeugen.[18] Opel war 1937 mit 130.267 gebauten Fahrzeugen größter Autohersteller Europas und der siebtgrößte weltweit.[19] Die Oberklasse wurde in jenem Jahr vom neuen 3,6-Liter-SpitzenmodellAdmiral sowie demSuper 6 (2,5 Liter) repräsentiert, der äußerlich demChevrolet Master ähnelte. Beide Pkw waren noch konservativ mit separatemKastenrahmen-Fahrgestell gebaut.
DieAdam Opel AG war 1938 mit einem Anteil von 46,6 % am deutschen Gesamtexport der wichtigste Devisenbringer für die Wirtschaft im nationalsozialistischen Deutschen Reich. In jenem Jahr standen Schweden und Dänemark (7200 bzw. 3250 Autos aller Modelle) an der Spitze der Opel-Exportstatistik, gefolgt von Polen (1400), Argentinien (1300) und Südafrika (1200). Nach Costa Rica gingen 100 Wagen, 145 Stück nach China und 168 nach Neuseeland. Adolf Hitler verlieh am 9. Juni 1938 dem für Opel zuständigen Vizepräsidenten von General Motors James D. Mooney dasVerdienstkreuz des Ordens vom Deutschen Adler (1. Stufe).[12]
Vor Ausbruch desZweiten Weltkrieges im September 1939 bestand die Pkw-Modellpalette aus den VierzylindermodellenKadett (1,1 Liter Hubraum / 23 PS/17 kW) undOlympia (1,5 l / 37 PS/27 kW), sowie den Oberklassewagen mit SechszylindermotorKapitän (2,5 l / 55 PS/40 kW) undAdmiral (3,5 l / 75 PS/55 kW). 1938 wurden 140.580 Kraftfahrzeuge bei einem Nettoumsatz von 337,7 Millionen Reichsmark gebaut.[12] Im Oktober 1940 musste Opel auf Anordnung der Reichsregierung die Produktion ziviler Pkw völlig einstellen. Während des Zweiten Weltkrieges produzierte das Unternehmen mit dem 3-Tonnen-Lkw TypBlitz „S“ (Standard) den wichtigsten Lastwagen derWehrmacht. Im Werk Rüsselsheim wurden nebenBlitz-Lkws auch Motoren, Teile für Raketen und Torpedos sowie Komponenten für die JunkersJu 88 und dieMesserschmitt Me 262 hergestellt. InWarschau undRiga betrieb Opel Reparaturwerkstätten für an derOstfront eingesetzte Militärfahrzeuge. Bis 1943 waren im Werk Rüsselsheim über 18.500 Personen beschäftigt; im Januar 1945 erreichte im Zuge der katastrophalen Rohstofflage diese Zahl mit knapp 6000 Beschäftigten einen Tiefpunkt. Im Gegensatz zu anderen deutschen Automobilunternehmen lehnte Opel die Beschäftigung vonKZ-Häftlingen ab, griff jedoch aufZwangsarbeiter zurück. Zudem waren die Arbeiter seit 1933 zunehmend dem Terror des faschistischenWerkschutzes ausgesetzt.[20] 1942 waren im Lkw-Werk Brandenburg 52 Prozent der 4000 Beschäftigten ausländische Zwangsarbeiter, im Werk Rüsselsheim 20 Prozent von 18.500,[21] andere Quellen sprechen von bis zu 35 Prozent.[22] Am 6. August 1944 wurde dasOpelwerk Brandenburg durch einen alliierten Luftangriff stark beschädigt.In der Nacht vom 8. auf den 9. September 1944 warfen Flugzeuge derRoyal Air Force erstmals Bomben auf Rüsselsheim und auch auf das Opelwerk.[23] Das Lkw-Werk Brandenburg nahm die Produktion nicht wieder auf, wurde nach dem Kriegsende von densowjetischen Besatzern demontiert und die Maschinen wurden alsReparation in dieSowjetunion transportiert.
Alfred P. Sloan, GM-Präsident von 1923 bis 1937 und danach bis 1956 Aufsichtsratsvorsitzender, rechtfertigte das Engagement von General Motors beim späteren Kriegsgegner Deutschland damit, dass „ein weltweit tätiger internationaler Konzern […] seine Unternehmungen auf rein geschäftlicher Ebene betreiben [sollte], ohne Rücksicht auf die politischen Ansichten seines Managements oder der Staaten, in denen er tätig ist.“[17] 1941 hatte der letzte amerikanische Manager Opel verlassen; formal blieb GM aber Eigentümer. Ab 1942 gab es keinen Kontakt mehr zwischen Opel und General Motors.[17] Nach derKriegserklärung des Deutschen Reiches an die Vereinigten Staaten bot sich 1942 für General Motors die Möglichkeit, dieAdam Opel AG betriebswirtschaftlich als „Vermögenswert in Feindeshand“abzuschreiben. Bis zum Kriegsende produzierte Opel 1,1 Millionen Fahrzeuge.[12] 1951 beantragte General Motors die Auszahlung des umgerechnet 22,4 Millionen Reichsmark beinhaltenden Dividendenkontos der Kriegsjahre.[17] 1999 beauftragte GM den HistorikerHenry Ashby Turner mit der Aufarbeitung der eigenen Geschichte während derZeit des Nationalsozialismus, der unter anderem diese Auszahlung als „schändlich“ bezeichnete, da der Gewinn mit dem Leid von Zwangsarbeitern erwirtschaftet worden sei.[17] Die bedeutende militärische Rolle Opels sei von GM weder angestrebt noch erwünscht worden, eine Verweigerung sei aber nicht realistisch gewesen.[17]An derStiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ beteiligte sich Opel im Jahr 2000 mit 30 Millionen D-Mark.[17]
DerOpelturm Rüsselsheim, eines der Opel-Verwaltungsgebäude in RüsselsheimOpel-Produkt von 1949 bis 1959: Kühlschrank „Frigidaire“Opel Rekord P1 (1957–1962)
Im Auftrag derMilitärregierung derAmerikanischen Besatzungszone wurden ab Juli 1945 im einzigen verbliebenen Werk Rüsselsheim drei Jahre lang zunächst über 1500 Pkw, vorzugsweise Opel-Modelle aus der Vorkriegszeit, repariert. Das Jahr 1945 ging in die Unternehmensgeschichte als das Jahr ein, in dem kein einziges Opel-Fahrzeug produziert wurde: Der erste „Nachkriegs“-Opel war ein „Blitz“-Lkw mit 1½ t Nutzlast, der am 15. Juli 1946 das Werk verließ, das 1944 zur Hälfte zerstört worden war. Das nach der Zerstörung wieder produktionsbereiteLkw-Werk Brandenburg sowie die Rüsselsheimer Anlagen für dieKadett-Produktion mussten Mitte 1946 auf Beschluss der Siegermächte alsReparationsleistungen in dieSowjetunion transportiert werden. Der „Kadett“ wurde dort alsMoskwitsch-400 weiter produziert. Dank des Engagements des ersten BetriebsratsvorsitzendenFriedrich Zängerle nahm Opel 1947 die Automobilproduktion in Rüsselsheim zunächst mit dem erfolgreichen kleinen VorkriegsmodellOlympia und ab 1948 mit dem größerenKapitän wieder auf. Ende 1947 beschäftigte das Unternehmen in Rüsselsheim 8147 Mitarbeiter, 19.585 Mitarbeiter waren es Ende 1951. Mit GeneraldirektorEdward W. Zdunek übernahm General Motors am 1. November 1948 wieder die Führungskontrolle bei Opel.[12] Im Juli 1949 wurde dieMitarbeiterzeitschriftOpel Post erstmals publiziert. Sie gehört damit zu den ältesten Zeitschriften zur internen Kommunikation.
Nachdem 1949 die deutscheFrigidaire GmbH mit ihrer seit 1938 bestehenden Fabrikation vonKühlschränken in Rüsselsheim von GM vollständig in dieOpel AG integriert wurde, wurde der beliebte Markenname Opel hier zusätzlich genutzt.[24] Je nach Herstellungszeitraum tragen die Geräte den Namen „Frigidaire“ mit dem Zusatz „Produkt der Adam Opel AG“ oder zusätzlich zum Frigidaire-Schriftzug das 1950 eingeführte weiß/gelbe Opel-Logo mit verbundener Frigidaire-Krone[25][26] 1959 endete die Produktion.[27]
DemOlympia folgte 1953 derOlympia Rekord. In den 1950er Jahren stellte Opel in Deutschland mit seinenMittelklasse-Modellen Olympia, Olympia Rekord undRekord P1 (ab 1957) das nach dem Volkswagen 1200 („Käfer“) beliebteste Auto her; zeitweise folgte auf dem dritten Platz als Pkw derOberklasse der Opel Kapitän, der in dem Jahrzehnt sechsmal einen Modellwechsel erhielt. Die bereits 1936 erstmals eingesetzte Aussage „Opel der Zuverlässige“ wurde in der Werbung noch bis Ende der 1960er Jahre verwendet; ab da auch bis etwa 1972 für die eher konservativen Käufer von Rekord, Commodore und derKAD-Modelle mit dem Blitz-Logo und der Unterschrift „Geprüfte Zuverlässigkeit“.
1960 bis 1980: Erfolgreiche Zeiten und Marktführer
Um auch in der vom Volkswagen 1200 („Käfer“) dominierten Klasse ein eigenes Produkt anbieten zu können, wurde Ende der 1950er Jahre ein völlig neuerKadett entwickelt und ab Mitte 1962 im neuenWerk Bochum produziert. Das neue Fahrzeug mit dem Namen desVorkriegs-Modells kam als Limousine, Coupé und (ab 1963) auch als Caravan auf den Markt. Für den Kadett wurde in einer großen Kampagne erfolgreich geworben („Opel Kadett – kurz gesagt: O.K.“). Der Wagen verkaufte sich von Anfang an sehr gut.
Im Frühjahr 1964 bekam derKapitän zwei große „Brüder“: denAdmiral und denDiplomat. Diese „großen Drei“, die daraufhin als „KAD“-Reihe (Kapitän/Admiral/Diplomat) bezeichnet wurden, schlossen die Modellpalette bis zum Sommer 1977 nach oben ab.
Die 1960er und 1970er Jahre waren die große Blütezeit des Unternehmens Opel, das damals nachVW der zweitgrößte deutsche Automobilhersteller und in einigen Fahrzeugklassen sogar Marktführer war. Am 9. Juli 1964 lieferte Opel den fünfmillionsten Wagen aus. Die Produktion in Bochum lief auf Hochtouren: 1965 waren eine halbe Million Kadett A produziert – nur 21 Monate später wurde mit dem NachfolgerKadett B der millionste Wagen der Baureihe ausgeliefert. Ebenfalls 1966 wurde das Zweigwerk Kaiserslautern eröffnet, das Gelenkwellen, Stoßdämpfer und Fahrwerkteile herstellte.
Ab Herbst 1970 waren der MittelklassewagenAscona und dessen Coupé-AblegerManta im Programm. Gemeinsam mit den im Sommer 1975 vorgestellten gleichnamigen Nachfolgemodellen wurden davon über 3,2 Millionen Fahrzeuge produziert. Die Modellreihe gehört damit zu den erfolgreichsten Opel-Produkten. Das zehnmillionste Opel-Automobil, einRekord C Caravan, lief im September 1971 in Rüsselsheim vom Band. 1972 lag Opel mit 20,4 % Marktanteil noch vor Volkswagen, und erreichte mit fast 878.000 Einheiten die höchste Stückzahl seit Beginn der Autoherstellung im Jahr 1899. Mit 59.200 Beschäftigten erwirtschaftete Opel in diesem Jahr einen Jahresumsatz von 6,5 Milliarden DM, verglichen mit 35.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von 2,2 Milliarden DM im Jahr 1962.
Im August 1973 wurde derKadett C eingeführt, der ab Mai 1975 alsKadett City wie derGolf des Hauptkonkurrenten VW eine große Heckklappe hatte. Im Frühjahr 1976 kam noch der vonBaur gefertigteKadett Aero mitTargadach hinzu. Damit umfasste die Baureihe insgesamt fünf Varianten; mehr als andere vergleichbare Modelle der Kompaktklasse. Der im Sommer 1977 als letzter Vertreter der „KAD“-Reihe eingestellte Diplomat bekam im Frühjahr 1978 mit demSenator einen indirekten Nachfolger, dessen Karosserie vomRekord E abgeleitet worden war, und der anfangs ausschließlich mit Sechszylinder-Motoren angeboten wurde. Gleichzeitig brachte Opel in der oberen Mittelklasse auf Senator-Basis mit demMonza ein Coupé mit großer Heckklappe auf den Markt. Der Erfolg dieser beiden Topmodelle im Programm war jedoch bescheiden: Der Monza wurde nach acht Jahren ohne Nachfolger eingestellt. Der Senator wurde nach einem Modellwechsel im Sommer 1987 (nun diente derOmega A als Basis) noch bis Juni 1993 weitergebaut. Opels Spitzenmodell war nun der von Anfang 1994 bis Mitte 2003 angeboteneOmega B.
1980 bis 2008: Sinkende Absätze und Qualitätsprobleme
In der gesamten Autobranche sorgte in den Jahren 1980 bis 1982 die durch denErsten Golfkrieg verursachteÖlkrise für einen tiefen Rückschlag, der mit fast 20 Prozent schlimmer war als zurWeltwirtschaftskrise 1929/30. Das erste Mal seit 1950 machte Opel Verluste: 411 Millionen DM im Jahr 1980. Über 7500 Beschäftigte wurden, teilweise mit Abfindungen, entlassen. Nur der neueKadett D mitFrontantrieb verkaufte sich zufriedenstellend. Auf dem seit Mitte der 1970er Jahre vomFord Fiesta undVW Polo beherrschten deutschen Kleinwagenmarkt erzielte der ab 1983 in Deutschland angeboteneOpel Corsa Erfolge. Das Modell wird im Ende 1982 eröffneten GM-WerkSaragossa (Spanien) produziert; von 1993 bis 2019 auch im deutschenOpel-Werk Eisenach.
1990 waren im Opel-Konzern 57.400 Mitarbeiter beschäftigt bei einem Jahresumsatz von 23,708 Milliarden DM.
Seit Ende der 1980er Jahre führten ein wenig innovatives Design und die durch die rigorosen Sparmaßnahmen des Opel-ManagersJosé Ignacio López de Arriortúa verursachten Qualitätsprobleme zu einer negativen Imageentwicklung der Marke Opel, insbesondere im Vergleich zum Hauptkonkurrenten VW. Die als „López-Effekt“ bekanntgewordenen Mängel wurden in der Folge besonders bei den Nachfolgern der beiden VolumenmodelleRekord undKadett, demOmega undAstra, deutlich. Nach anfangs guten Verkaufszahlen litt der Ruf der neuen Wagen und damit auch die Marke Opel durch diverse Rückrufaktionen. Nach López’ Wechsel zu Volkswagen im Jahr 1993 wurde ihm vorgeworfen, interne Unterlagen von Opel/GM mitgenommen und bei VW verwendet zu haben(López-Affäre). Fehler bei Marketing, Modellentwicklung, Produktion und Qualitätssicherung hatten Opel seit Beginn der 1990er Jahre in die schwerste Krise der Unternehmensgeschichte gestürzt und Opel musste viele Mitarbeiter entlassen.
Auch die mangelnde Koordination der 1986 neu eingerichteten Europa-Zentrale vonGM in Zürich mit dem Opel-Management in Rüsselsheim sowie dort die in rascher Folge wechselnden, meist aus dem amerikanischen GM-Mutterkonzern stammenden Führungskräfte hatten in zunehmendem Maße Versäumnisse in der Modellpolitik sowie Probleme bei Produktion und Qualitätssicherung zur Folge. Von Beginn der 1970er Jahre bis März 2013 waren 16 Vorstandsvorsitzende bei Opel tätig, davon sieben Deutsche (Beickler, Herke, Forster, Demant, Stracke, Sedran, Neumann). Die durchschnittliche Verweildauer lag damit unter 2½ Jahren. Zum Vergleich: von 1948 bis heute (2016) hatte dieVolkswagen AG (bis 1960 eine GmbH) neun Geschäftsführer/Vorstandsvorsitzende und die 1954 neu gegründeteLufthansa nur sieben.
Diese Fehler ließen den Anteil von Opel an den deutschen Pkw-Neuzulassungen bis auf 6,93 % im Jahr 2012[28] zurückgehen. Bezogen auf das Jahr 1982 mit 18,18 % aller Zulassungen waren dies über 60 Prozent. Eine anhaltend schlechte Konjunktur drückte zusätzlich auf die Absatzzahlen. Die daraus resultierenden Milliardenverluste führten zu einem drastischen Abbau von Kapazitäten und Beschäftigten. ImWerk Bochum, wo von ursprünglich bis zu 23.000 Arbeitsplätzen nur noch rund 6000 Arbeitsplätze erhalten blieben, kam es deswegen im Oktober 2004 zu einem mehrtägigen Streik der Belegschaft, der mit einem Teilerfolg endete. Im Jahr 2006 waren noch 27.661 Menschen bei derAdam Opel GmbH beschäftigt, gegenüber etwa 44.700 Mitarbeitern 1996.
Da Opel-Aktien nicht an der Börse notiert waren, wurde zum Bürokratieabbau und zur Kostensenkung dieAdam Opel AG in eine GmbH umgewandelt und als solche am 7. Dezember 2005 ins Handelsregister eingetragen. Ab Herbst 2007 stützte der Export derAstra-Limousine in die USA, wo das Modell unter der MarkeSaturn verkauft wurde, die Auslastung der europäischen Werke. General Motors kalkulierte für den Astra mit einem Exportpotential zwischen 20.000 und 100.000 Exemplaren.[29]
2008 bis 2010: Finanzkrise und fehlgeschlagene Trennung von General Motors
Im Jahr 2008 verschlechterte sich die finanzielle Lage vonGeneral Motors infolge derFinanzkrise und in deren Folge auch die von Opel durch uneinbringbare Außenstände beim Mutterkonzern. Aus diesem Grund stellte Opel beimBund eine Anfrage hinsichtlich einerBürgschaft zur Kreditabsicherung[30], die Regierung kündigte an, bis Weihnachten 2008 darüber entschieden zu haben.[31] Ende November 2008 teilte GM-Europa-ChefCarl-Peter Forster mit, dass der Lohn bei Opel kurzfristig um mindestens 10 Prozent sinken soll.[31] Anfang 2009 wurde ein Sanierungskonzept für Opel durch General Motors zunächst offengelassen, Schließungen von Opel-Standorten in Deutschland aber vorerst ausgeschlossen.[32][33]
Am 27. Februar 2009 stellte der Aufsichtsrat derOpel GmbH ein Zukunftskonzept für die Schaffung einer „europäischen selbstständigen Geschäftseinheit“ Opel (einschließlichVauxhall) vor. Danach sollte der angestrebte neue europäische Konzernverbund Teil des GM-Konzerns, jedoch in einer neuen gesellschaftsrechtlichen Unabhängigkeit bleiben. In das Papier wurde ein „Abschottungskonzept“ eingearbeitet, so dass es GM nicht möglich sein sollte, eventuelle Einlagen Dritter herauszulösen. Dieses Konzept wurde am 2. März der Bundesregierung übergeben. Laut Konzept benötigte die neu zu schaffende Gruppe in den folgenden ein bis 1½ Jahren weiterhin den Sacheinsatz (Patentnutzung, Entwicklungsleistungen) von GM und einen zusätzlichen Kapitaleinsatz von 3,3 Milliarden Euro, den man bis 2014/2015 wieder abtragen wollte. Dazu sollten Überkapazitäten durch sozialverträgliche Personalabfindungen abgebaut werden, Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen sollte es nicht geben. Vom verbleibenden Personal wurden im Gegenzug weiterhin Lohn- und Gehaltsverzichte erwartet. Der Kapitalbedarf könne sowohl von privater als auch von staatlicher Seite geleistet werden, Opel (neu) bevorzuge Kapitalbeteiligungen in der Größenordnung von 25 bis unter 50 Prozent. Das Konzept war auch offen für eine eventuelle Übernahme einer einzelnen Produktionsstätte durch Dritte.
Am 31. März 2009 erklärte BundeskanzlerinAngela Merkel in Rüsselsheim, dass ein Automobilwerk nicht „systemrelevant“ im Sinne einer Funktionsfähigkeit der Volkswirtschaft sei, trotzdem sei man bemüht, die Opelgruppe zu retten. Eine direkte staatliche Beteiligung komme jedoch nicht in Frage, wohl aber könne es Kreditbürgschaften geben, falls ein Investor Opel übernehmen möchte. Ansonsten wartete man bei Opel auf den Sanierungsplan von GM, der bis Ende Mai 2009 der amerikanischen Regierung vorgelegt werden musste, da anderenfalls die US-Regierung keine weiteren Milliarden in den maroden GM-Konzern fließen lassen wolle.[34]Im Mai 2009 traten mit dem italienischen AutomobilkonzernFiat, dem AutomobilzuliefererMagna International zusammen mit der russischenSberbank und dem US-amerikanischen FinanzinvestorRipplewood Holdings drei ernsthafte Interessenten für eine Opel-Übernahme auf den Plan. Alle drei Interessenten reichten fristgerecht zum 20. Mai 2009 ihre Übernahmeangebote bei dem Mutterkonzern GM und der Bundesregierung ein.[35] Auch diechinesischeBeijing Automotive Industry Holding Company bekundete ihr Interesse an Opel und hatte ein formales Angebot zur Übernahme abgegeben. Darin hieß es, dass auf Stellenabbau verzichtet werde und der Bestand der Werke garantiert würde. Allerdings galten diese Garantien vorerst nur für einen Zeitraum von 24 Monaten. Jedoch forderten die Chinesen gegenüber den Konzepten der Konkurrenz deutlich weniger Staatshilfen.[36]
Ende Mai 2009 gab die Bundesregierung bekannt, dass Magna (20 %) zusammen mitSberbank (35 %) den Zuschlag für Opel erhalten habe.[37] Außerdem stehe der staatlich garantierte Überbrückungskredit, und ein Treuhänder werde eingesetzt, der die Opel-Anteile bis zum Einstieg eines Investors halten solle.[38] Der kanadische Zulieferer plante, gemeinsam mit der russischen Sberbank einen Mehrheitsanteil zu übernehmen.[37] Am 13. August 2009 einigte sich Magna mit General Motors auf einen Vertrag zur Übernahme von Opel.[39] Nachdem vorher spekuliert wurde, dass GM Opel sogar eventuell behalten könne, gab die Bundesregierung am 10. September 2009 bekannt, dass der GM-Verwaltungsrat empfohlen habe, 55 % seiner Opel-Anteile an den von der Bundesregierung favorisierten Bieter Magna zu verkaufen und die Mitarbeiter mit 10 % zu beteiligen.[40] Dies wurde von der Opel-Treuhand auch genehmigt.[41] Die EU-Kommission prüfte auf Veranlassung dreier Schreiben der Regierungen von Großbritannien, Belgien sowie Spanien die Rechtmäßigkeit der durch die Bundesregierung gewährten Staatshilfen. Diese drei Länder mit nichtdeutschen Opel-Standorten äußerten den Verdacht, bei der Magna-Lösung könne es sich zu Lasten ihrer Standorte auch um eine politisch motivierte Begünstigung der deutschen Standorte handeln. Aus GM-Kreisen war durchgesickert, dass man sich schwer tun werde, den von der EU-Kommission geforderten „Persilschein“ für die Magna-Lösung auszustellen.Am 3. November 2009 wurde der Verkauf von Opel an Magna abgesagt.[42][43] General Motors behielt seine deutsche Tochter Opel.[44] Drei Wochen nach der Absage erklärte GM-Europachef Nick Reilly, dass die Standorte Rüsselsheim, Bochum, Eisenach und Kaiserslautern erhalten bleiben sollen und kündigte den Abbau von bis zu 5400 Arbeitsplätzen in Deutschland an. Europaweit sollten insgesamt etwa 9000 Stellen abgebaut und die Produktionskapazität um 20 Prozent reduziert werden.[45][46]
Nachdem General Motors die staatlichen Beihilfen zurückgezahlt hatte, wurde die Opel Treuhandgesellschaft am 30. November 2009 aufgelöst und ihr 65-prozentiger Anteil an derAdam Opel GmbH an GM zurück übertragen.[47]Die 1,1 Milliarden Euro schwere Bürgschaft, die der Mutterkonzern General Motors beim Deutschlandfonds beantragt hatte, lehnte BundeswirtschaftsministerRainer Brüderle (FDP) am 9. Juni 2010 ab, nachdem der Lenkungsausschuss des Gremiums zu keinem Ergebnis gekommen war. General Motors zog danach sämtliche Bürgschaftsanträge in Europa zurück. General Motors betonte, dass sich dadurch bis auf die Finanzierung am Sanierungsplan für Opel nichts ändere. Ab August 2010 gewährte Opel außer für die meist gewerblich genutzten ModelleCombo,Vivaro undMovano bei Neuwagen-Kaufverträgen für Ersthalter zusätzlich zur zweijährigen Herstellergarantie, die alle Material- und Lohnkosten umschloss, eine Anschlussgarantie bis max. 160.000 km Laufleistung nach den Bedingungen derCG Car Garantie Versicherungs AG.[48] Die als „lebenslang“ bezeichnete Garantie kostete ab dem dritten Jahr eine jährliche Aktivierungsgebühr und war zeitlich unbefristet. Sie erstattete neben den vollen Lohnkosten für die Garantiearbeiten bei Laufleistungen über 50.000 km eine anteilige Beteiligung an den Materialkosten. Diese Garantieleistung stellte Opel zum 31. Oktober 2011 ein und bot seitdem eine zweijährige Werksgarantie.[49]
Anfang 2011 wurde dieAdam Opel GmbH nach der Umwandlung im Jahr 2005 wieder in eineAktiengesellschaft umgewandelt.[51][52]
Am 10. April 2013 teilte die Führungsspitze von GM mit, dass sie bis zum Jahr 2016 umgerechnet vier Milliarden Euro in die deutschen und europäischen Standorte von Opel und Vauxhall investieren wolle. Das Geld solle für 23 neue Modelle sowie 13 neue Motoren verwendet werden. Den Anfang machten bereits im Herbst 2012 das Kompakt-SUVMokka und der KleinwagenAdam sowie das im April 2013 erschienene Stoffdach-CabrioletCascada.[53][54] Rückwirkend zum 1. Juli 2014 übertrug General Motors die gesamten Aktivitäten in Europa und Russland auf die neugegründeteOpel Group GmbH. Der vorherige Vorstand derAdam Opel AG wechselte bis auf Michael Ableson (Entwicklungsvorstand) und Ulrich Schumacher (Personalvorstand) zur Opel Group. Michael Ableson agierte als Vorstandssprecher derAdam Opel AG. Die Opel Group trug als Holding mit 100 Beschäftigten die wirtschaftliche und geschäftspolitische Verantwortung für alle GM-Marken in Europa und Russland, zudem sollte Opel zukünftige Fahrzeuge für die MarkenBuick (Vereinigte Staaten) undHolden (Australien und Neuseeland) bauen.[55]
2016 wollte Opel erstmals seit 1999 wieder die schwarzen Zahlen erreichen, aufgrund des britischen Referendums für den EU-Austritt und des nachfolgend schwächelnden britischen Pfunds wurde dieses Ziel jedoch verfehlt.[56]
Im Februar 2017 wurde in den Medien über Verhandlungen zur Übernahme durch die französischeGroupe PSA berichtet.[57] Anfang März 2017 verkündeten die Verhandlungspartner PSA und General Motors, dass die Verhandlungen erfolgreich waren, wonach die Groupe PSA dieAdam Opel AG und die englische MarkeVauxhall Motors für rund 1,3 Mrd. Euro bei Zustimmung der Kartellbehörden übernehmen werde; das europäische FinanzierungsgeschäftGM Financial werde in einem Joint Venture mitBNP Paribas übernommen. Der Zusammenschluss sollte bis Ende 2017 erfolgen.[58][59][60]
Die Europäische Kommission erteilte ihre Zustimmung am 5. Juli 2017 ohne Auflagen.[61] Im Zuge der Übernahme durch PSA wurde dieAdam Opel AG im Frühjahr 2017 wieder in eine GmbH umgewandelt. Die Aktivitäten von Vauxhall und Opel wurden in derOpel Automobile GmbH gebündelt.[62] Die Übernahme wurde am 1. August 2017 abgeschlossen.[63]
Im April 2018kündigte Opel allen 1600 europäischen Opel-Händlern die Verträge. Jedoch sollte die überwiegende Zahl der Händler neue Verträge erhalten.[64] Teile des Entwicklungszentrums wurden im August 2019 an den französischen IngenieursdienstleisterSegula verkauft.[65][66]
2018: Diesel-Manipulationen sowie Werksschließungen
Im Oktober 2018 wurde bekannt, dass die Unternehmenszentrale von Opel nach Hinweisen für einen Abgasbetrug bei Fahrzeugen mitDieselmotoren durchsucht wurde. Wegen Manipulationen an Diesel-Motoren sollten 100.000 Fahrzeuge aus den Jahren 2013 bis 2016 zurückgerufen werden.[67] Nach einer erfolglosen Beschwerde von Opel in zweiter Instanz erfolgte der Rückruf Ende 2019.[68]
Der Autohersteller Opel zahlte im Dieselskandal ein Bußgeld von 64,8 Millionen Euro, die Staatsanwaltschaft Frankfurt verhängte die Strafe, weil mehrere Opel-Modelle deutlich höhere Schadstoffwerte ausgestoßen hatten, als das Unternehmen beim Kraftfahrt-Bundesamt angegeben hatte. Das Unternehmen akzeptierte nach eigenen Angaben das Bußgeld.[69]
Die ehemaligen Opel-Werke inRüsselsheim,Kaiserslautern undEisenach mit rund 14.000 Mitarbeitern (Stand 2019) wurden nach dem Aufkauf in die Muttergesellschaft Stellantis integriert.[3] Mittlerweile werden einige Modelle bei Konzern- oder Tochterunternehmen außerhalb Europas, beispielsweise in USA oder Südkorea, oder vonAuftragsherstellern (SOVAB,Magyar Suzuki undTofaş) zugekauft (sog.Badge-Engineering).
Außerhalb der genannten Vertriebsgebiete übernahmen oft lokal ansässige Schwesterunternehmen den Verkauf und die Produktion der sonst baugleichen Fahrzeuge. In Großbritannien ist esVauxhall inLuton, die die Produktion selbst entwickelter Modelle seit den 1970er Jahren eingestellt hat, in Nordamerika und ChinaBuick und in allen Teilen der Welt bis vor wenigen JahrenChevrolet, wobei ab 2010 ein Großteil der älteren Opel-Modelle durch eigens für Chevrolet entwickelte Fahrzeuge ersetzt wurde.[71]Wie viele andere Hersteller brachte auch Opel regelmäßig eine Kundenzeitschrift heraus, sie trug zunächst den Namenstart – Das Opel-Magazin und firmierte später alsOpel Magazin, Ende 2011 wurde dieses eingestellt.
Übersicht der Beschäftigtenzahl in DeutschlandDas ehemalige Opel-Werk in BochumOpel-Testzentrum in Dudenhofen
Von Januar 2010 bis März 2011 war Nick Reilly neben seiner Funktion als GM-Europachef auch Geschäftsführer bzw. Vorsitzender derAdam Opel GmbH/AG.[72] Neue Leiterin der Entwicklung wurde Rita Forst.[73]
Vorsitzende/Geschäftsführer der Adam Opel AG/GmbH seit 1948[74]
Vice President für Regierungsbeziehungen von Opel war von 2013 bis 2017 der ehemalige Geschäftsführer der Forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analyse mbH Joachim Koschnicke.[82][83]
Opels größtes Werk in Rüsselsheim wurde bis 2002 für rund 750 Millionen Euro nach eigenen Angaben zum damals „modernsten Automobilwerk der Welt“ umgebaut, außerdem baut das Unternehmen Autos in Eisenach. In Kaiserslautern werden zusätzlich Motoren und Komponenten gefertigt. Darüber hinaus verfügt Opel über einTestzentrum in Rodgau-Dudenhofen und ein Test- und Eventzentrum inPferdsfeld. Die GM-Werke inAzambuja (Portugal) undAntwerpen (Belgien) mit der Fertigung von Opel Combo bzw. Astra wurden von General Motors 2006 und 2010 geschlossen.
Fahrzeugkomponenten für Karosserie, Chassis und Interieur aus Blech und Aluminium bzw. Kunststoff (zum Beispiel Seitenwände, Hauben, Achsen und Sitzrahmen)
ECOTEC-Leichtmetallmotoren (1,9 bis 2,2 Liter Hubraum) in mehreren Varianten
Früher wurden Chassis-Komponenten für Opel-Modelle gebaut. Gelenkwellen, Kupplungen, Bremszylinder, Stoßdämpfer und Teile für Automatikgetriebe komplettierten die Produktpalette der Gründerzeit. Standort für die künftige Fabrik für BatteriezellenOpel Giga-Factory[89]
Das erste Opel-Logo nach Gründung des Unternehmens bestand aus den verschnörkelten BuchstabenA undO, den InitialenAdam Opels. DasA war in Bronze, dasO in Rot gehalten.
Ab 1886 waren dann unter anderem dieSiegesgöttin Victoria sowie ein Fahrradfahrer auf dem Logo dargestellt. Dieses Bild war umgeben von der Aufschrift „Victoria Blitz“, dem Namen eines der ersten Opel-Fahrräder. Ab 1909 wurde der Name zum Logo, ein schwungvoller Opel-Schriftzug in Gold zierte die Motorräder und Automobile, ein Jahr später wurde das Logo abermals geändert. Von nun an sah man ein blaues, von Lorbeeren umgebenes Auge, in dem sich der Schriftzug „Opel“ in Großbuchstaben befand.
Von 1935 an führte man einen stilisiertenZeppelin, der Fortschritt symbolisierte, umgeben von einem gelben Ring, der ein Rad darstellen soll. Der Zeppelin kam auch als Kühlerfigur, zum Beispiel auf demOlympia, vor. Ab 1950 wurde ein weiteres Logo verwendet, das jedoch nicht auf den Fahrzeugen zu finden, sondern für die Händlerorganisation vorgesehen war, auf einem zur einen Hälfte gelben, zur anderen weißenOval stand der Opel-Schriftzug.
In den 1960er Jahren veränderte sich der Zeppelin immer stärker zum Blitz. Offiziell ist der Blitz seit 1963 das Logo von Opel. 1970 wurde das Logo der Händlerorganisation abermals verändert, und zwar der Blitz mit Ring auf einem gelben Rechteck, unter dem der Schriftzug „Opel“ zu sehen war. Dieses offizielle Logo wurde von einem schwarzen Rechteck umgeben und erschien vor allem auf Druckerzeugnissen. 1987 wurde das Opel-Logo modernisiert.
Auf den Fahrzeugen selbst war seit den 1960er Jahren jedoch immer lediglich der Opel-Blitz ohne Schriftzug angebracht, immer wieder in wechselnden Materialien (Form- oder Flächenzeichen) und Proportionen, selbst bei gleichzeitig produzierten Modellen. Die Erzeugung einer Einheitlichkeit bzw.CI verfolgte Opel lange Zeit nicht konsequent.
Die 2007 vorgestellte StudieGTC Concept zeigt das bisherige Opel-Logo, in das oben am Ring der Schriftzug „Opel“ eingraviert ist. Seit 2008 trugen alle neuen Opel-Modelle dieses Logo.[135] Im Juni 2017 wurde ein neues, zweidimensionales Logo vorgestellt, das „Klarheit und Modernität“ symbolisieren soll.[136]
1862: Adam Opels Initialen
1886: „Victoria Blitz“
1909: schwungvoller Opel-Schriftzug
1910: Das blaue Auge
1937: Der Zeppelin
1947: Zeppelin mit moderner und schlankerer Linie
1950: ovales Opel-Logo für Händlerorganisation
1954: Zeppelin auf dem Weg zum Blitz
1963: Dieses Logo währte nur ein Jahr
1964: Vereinfachung des Blitz-Logos
1970: Neugestaltung
1987: Neugestaltung
2002: Opel-Logo nun in Chrom gefasst
2007: breiterer Ring um den Opel-Blitz (3-D-Optik)
2009: dünnerer Ring und Blitz; Schriftzug ohne Farbverlauf
Früher betrieb Opel eine ArtFreizeitpark namensOpel Live. Opel selber verwendete in der ältesten im Webarchiv gespeicherten Version der Internetseite den Begriff Erlebnispark.[137] Er wurde im Mai 1999 im Werk in Rüsselsheim eröffnet. Die Besucher erhielten einen Einblick in die Arbeit eines Automobilherstellers. Die Erwartungen beliefen sich auf 500.000 Besucher jährlich.[138] Außerdem waren rund 30 alte Autos des Herstellers ausgestellt. Im Januar 2001 berichteteDer Spiegel, dass der Park wegen Besuchermangels vor dem Aus stehe.[139]
Opel besitzt eine große Sammlung namensOpel Classic. Sie umfasst etwa 600 Fahrzeuge und Fahrzeugstudien sowie 300 weitere Exponate. Vor Beginn derCOVID-19-Pandemie in Deutschland war die Sammlung im Rahmen einer Werksbesichtigung zu sehen.[140] Seit 11. August 2021 gibt es die Möglichkeit eines virtuellen Rundgangs.[141][142] Das virtuelle Angebot ist in verschiedene Themata gegliedert, die vom Beginn mit der „Klassiker Halle“, einer Zeitstrecke und alternative Antriebsarten, den Motorsport bis zu den 1920er Meilensteinen im Opel-Fahrzeugbau erstrecken, was sich auch auf Einführung der Arbeit am Fließband erstreckt.[143]
Auf einer Fahrt im März/April 1936 transportierte das LuftschiffLZ 129 Hindenburg den 500.000sten gebauten Opel, einenOpel Olympia, von Friedrichshafen nach Rio de Janeiro – der weltweit erste Transport eines Autos per Luftfracht. Das Fahrzeug wurde von einer großen Menschenmenge begeistert empfangen. Der brasilianische Verkehrsminister fuhr anschließend mit dem Wagen in die Innenstadt, wobei das Fahrzeug von einer Motorradeskorte begleitet wurde. Diese Marketingaktion ging auf eine Initiative des Opel-Nachrichtenchefs Dr. Carl T. Wiskott zurück und erfolgte pünktlich zum Verkaufsstart in Brasilien. Das Fahrzeug wurde anschließend in der Opel-Generalvertretung verlost.[144][145][146]
Opel betreibt als einer der ersten Autohersteller „Virales Marketing“ mit der fiktiven BandThe C.M.O.N.S.[147] Die Band besteht aus den Figuren White, Red und Blue (männlich) sowie Moo und Cherri (weiblich). Sie wurden von dem in Barcelona lebenden deutschen ZeichnerBoris Hoppek gestaltet. Die Musik stammt von der (real existierenden) BandThe Outcomes. Die C.M.O.N.S sind (Stand 2020) nicht mehr in der Werbung präsent.
Auf die C.M.O.N.S. machten unter anderem Plakataktionen und Beiträge inOnline-Communitys wieYouTube undMyspace aufmerksam. Besonders hervorzuheben ist die Zusammenarbeit mitMTV. Mittlerweile setzt Opel die C.M.O.N.S. auch direkt für die Corsa-Werbung ein. Opel war Sponsor derMTV Europe Music Awards 2006 vom 2. November 2006 und der Corsa das „offizielle Auto“ der Veranstaltung.
Von Beginn der Automobilproduktion bis 1930 trugen die Opel-Modelle meist Bezeichnungen wie zum Beispiel4/12 PS. Die Zahl vor demSchrägstrich gab die Steuer-PS an, die Zahl dahinter gab die tatsächliche Leistung inPS an. Ausnahmen waren der erste Opel, der die BezeichnungPatentmotorwagen „System Lutzmann“ trug, sowie derOpel Regent, der 1928 in 25 Exemplaren produziert wurde.
Dieses doch recht komplizierte System wurde nach der Übernahme durchGeneral Motors 1931 durch die Angabe desHubraums (zum Beispiel 1,2 Liter) ersetzt, die jedoch nur bis 1937 beibehalten wurde. Eine Ausnahme war hier derOpel P4, dessen Name mitteilt, dass es sich um ein Auto für vier Personen handelt. Der Name des ab 1935 produziertenOpel Olympia wurde im Hinblick auf dieOlympischen Sommerspiele 1936 gewählt und auch für die Nachfolgemodelle übernommen.
Den Modellbezeichnungen der späten 1930er bis zu den 1980er Jahren, die aus dem BereichMarine (Kapitän, Admiral, Kadett) sowie aus anderen offiziellen Bereichen (Diplomat, Senator) stammten, folgte in den späten 1980er Jahren der Wechsel zu Namenskreationen, die auf „A“ endeten, bzw. auf „O“ für die Modellbezeichnungen der Transportermodelle. Die letzte umbenannte Modellreihe war die desOpel Kadett, die inOpel Astra umbenannt wurde und dadurch der Namensgebung derenglischen Schwestermodelle folgte. Die wenigen Ausnahmen dieser Namensgebung bildeten der in Lizenz gebauteOpel Monterey, derOpel Signum, derOpel Speedster und derOpel GT.
Mit dem Facelift des Opel Mokka A wurde der Name der SUV-Modelle durch ein „X“ ergänzt (Opel Mokka X,Opel Crossland X undOpel Grandland X). Gleiche Logik betont den Elektroantrieb desOpel Ampera-e.
DasKraftfahrt-Bundesamt führte Opel-Pkw bis zur Übernahme durch die Groupe PSA weit überwiegend unter denHerstellerschlüsselnummern (HSN) 0035 und 0039. DerMovano war unter der HSN 3041 gelistet, die meistenFrontera-Modelle wurden unter derIsuzu-HSN 2127 und einigeCorsa-Modelle unter der HSN 7526 gelistet. DerOpel GT 2.0 T lief als Einziger unter derGM-HSN 1006.[150] Seit dem Verkauf von Opel an dieGroupe PSA und der Umfirmierung inOpel Automobile GmbH werden alle neu zugelassenen Opel-Modelle unter der HSN 1844 geführt.[151]
Der Adam basiert auf der verkürzten Plattform des Corsa D und lief ab Ende 2012 im thüringischen Eisenach vom Band.[152] Seine Weltpremiere feierte Opels erster Kleinstwagen auf dem Pariser Autosalon.[153]
Der Nachfolger des Agila ist seit Mitte 2015 auf dem Markt und ist nach Carl von Opel, einem Sohn des Unternehmensgründers Adam Opel, benannt. Nach dem Adam ist er damit der zweite Opel, der einen Vornamen aus der Familie Opel zum Namen hat. Er wurde in Changwon (Korea) vonGM Korea produziert. Im Gegensatz zum lifestyle-orientierten Adam soll der Karl wirtschaftlich denkende Kunden ansprechen.
Der Chevette wurde von Herbst 1980 bis Frühjahr 1982 nach dem Auslaufen desKadett C und vor dem Start desCorsa A als billigeres Auto angeboten. Das Fahrzeug entsprach bis auf die geänderte Frontpartie dem Kadett C und wurde vonVauxhall hergestellt.
Erster Kleinwagen von Opel, der anfangs nur zweitürig mit Stufenheck oder dreitürig mit Steilheck erhältlich war. Ab Frühjahr 1985 waren beide Varianten mit zwei zusätzlichen Türen verfügbar. Im Sommer 1987 entfiel das Stufenheck-Modell auf dem deutschen Markt. Im Herbst 1990 unterzog Opel den Corsa einer Modellpflege.
Der Corsa B entstand auf Basis des KonzeptsOpel Junior, das bereits 1983 vorgestellt wurde. Der Drei- und der Fünftürer unterschieden sich erstmals durch die Form des Hecks. Dieser Corsa war in den 1990er Jahren der erfolgreichste Kleinwagen in Deutschland.
Der Tigra war ein Sportcoupé, das auf demCorsa B basierte. Im Angebot waren zwei Ottomotoren mit 1,4 und 1,6 l Hubraum. Letzterer war nur bis Sommer 1998 im Angebot, während der kleinere mit 1,4 l Hubraum bis zum Produktionsende im Juli 2001 erhältlich war.
Eine Weiterentwicklung des erfolgreichen Vorgängers. Die unterschiedlichen Heckformen des Drei- und des Fünftürers wurden aber aufgegeben. Der Corsa C diente auch als Basis für das Cabrio Tigra TwinTop, den Minivan Meriva und den Kastenwagen Combo C. Eine kleine Modellpflege gab es im Sommer 2003.
Für den im Herbst 2006 eingeführten Corsa D nutzte Opel die Plattform des im Herbst 2005 eingeführten FIAT Grande Punto. Der Drei- und der Fünftürer unterschieden sich wieder durch die Form des Hecks. Technische sowie äußerliche Modifikationen kamen Ende 2010.
Im November 2014 begann die Produktion des Corsa E. Bei dieser Baureihe handelte es sich nicht um ein komplett neues Modell, sondern um eine umfangreich überarbeitete Version des Vorgängers Corsa D. Die Form des Fahrzeuges war am kleinerenAdam orientiert. Ab Januar 2015 wurde er verkauft.
Eine Neuentwicklung im Gegensatz zum Corsa E. Er ist der erste Corsa, der auf einemPSA-Baukasten basiert und wird nur als Fünftürer angeboten. Die technische Basis benutzt auch derPeugeot 208 II. Erstmals ist der Corsa auch mit einemElektromotor erhältlich.
Der erste Nachkriegs-Kadett wurde im extra hierfür errichteten, neuenOpel-Werk Bochum produziert. Erhältlich war er als zweitürige Limousine, dreitüriger Kombi(Caravan) und Coupé. Nach der Überarbeitung Mitte 1964 hatte er eine etwas eckigere Front.
Weiterentwicklung des Vorgängermodells, erstmals auch als Viertürer und Fließhecklimousine (ab 1967) zu haben. Ebenfalls 1967 folgten technische Überarbeitungen (geänderte Hinterachse, aufgewerteter Innenraum). Er war ein Verkaufsschlager und zeitweise vor dem VW Käfer auf dem ersten Rang der Neuzulassungen. Von August 1967 bis Juli 1970 wurde der Kadett B mit anderer Frontpartie und besser ausgestattet alsOpel Olympia produziert.
Neue Karosserie mit weitgehend unveränderter Technik des Vorgängers. Zusätzliche Modelle zu den zwei- und viertürigen Limousinen und dem Kombi waren derKadett City mit großer Heckklappe (Foto) und derAero, ein Targa-Cabrio, das von Baur in Stuttgart gebaut wurde. Die Scheinwerfer waren beim Grundmodell rund, beim L-Modell quadratisch. Ab der Modellpflege im Sommer 1977 waren sie bei allen Modellen eckig, wobei die Blinker neben die Scheinwerfer verlegt wurden. Der Kadett C war Basis vieler GM-Modelle in Asien, Australien und Amerika, von denen einige bis 1990 produziert wurden.
Neuentwicklung, erster Opel mitFrontantrieb. Die nüchterne, moderne Karosserie unterscheidet sich stark von den Vorgängern. Versionen: Schrägheck (mit großer oder kleiner Heckklappe), Kombi und Lieferwagen (Kombi ohne hintere Seitenfenster). Erstmals auch mitDieselmotor lieferbar.
Die Karosserie wurde rundlicher und strömungsgünstiger. Der Kadett E war sehr erfolgreich und in vielen Versionen lieferbar: drei- und fünftürig mit Schrägheck, viertürig mit Stufenheck, drei- oder fünftüriger Kombi, Cabrio und HochdachkombiCombo. Ab 1994 wurde er mit geänderter Karosserie alsDaewoo Nexia in Korea weitergebaut.
Neuentwicklung, erstmals auch mit Fahrer-Airbag erhältlich. Der NameAstra stammt vonVauxhall, so hieß bereits in den 1980er Jahren derKadett in Großbritannien. Der Absatz war zeitweise fast so groß wie der desVW Golf III. Karosserieversionen: drei-/fünftürig mit Schrägheck, Stufenheck, als Caravan und Cabrio (entworfen und gebaut von Bertone). Auch hier gab es wieder eine sportliche GSi-Variante. Im Spätsommer 1994 wurde der Astra F überarbeitet.
Völlig neu gestaltetes Modell. Es war wieder drei- und fünftürig mit Schrägheck, Stufenheck und als Caravan erhältlich. Außerdem hießen die sportlichen Modelle statt GSi nun OPC. Eine weitere Karosserievariante war ab Spätsommer 2000 dasCoupé das von Bertone in Italien produziert wurde. Es wurde als inoffizieller Nachfolger desCalibra gesehen. Laut Hersteller war es allerdings der Nachfolger des Kadett C Coupé. Dessen Markterfolg war jedoch enttäuschend. Das Cabrio folgte zum Frühjahr 2001.
Neuentwicklung auf derDelta-Plattform von General Motors. Ein Erfolgsmodell, das schon im Jahr 2006 die Millionengrenze überschritt. Karosserievarianten: Fünftürer, Kombi, Dreitürer(GTC) und Hardtop-Cabrio(Twin Top) und Stufenheck. Letztgenannte Variante war ab Ende 2006 zunächst nur in Ost- und Südeuropa sowie Asien erhältlich, ab Oktober 2008 war sie auch in Deutschland lieferbar. Anfang 2007 kam der überarbeiteteAstra H auf den Markt.
Die neugestaltete und vierte Auflage kam im Dezember 2009 zunächst als fünftürige Schräghecklimousine auf den Markt. Der Kombi (wie beim Insignia nun auchSports Tourer) wurde im November 2010 eingeführt, während der dreitürige GTC im Januar 2012 folgte. Im September 2012 erfuhren Fünftürer und Kombi ein Facelift, wobei zugleich wieder eine Stufenhecklimousine das Angebot komplettierte.
Im Oktober 2015 kam die nun fünfte Astra-Generation in den Handel, die als Schräghecklimousine sowie als KombiversionSports Tourer erhältlich ist. 2019 bekam er ein Facelift.
Erstmals baut der Astra mit der sechsten Generation auf einer PSA-Plattform auf. Vorgestellt wurde er im Juli 2021 als Schräghecklimousine und im Dezember 2021 als KombiversionSports Tourer.
Um das Programm nach unten abzurunden, produzierte Opel auch nach Erscheinen desRekord P2 eine Sparversion desP1 alsOpel 1200 weiter, bis 1962 derKadett auf den Markt kam.
Zwischen Sommer 1967 und Mitte 1970 wurden luxuriös aufgewertete Modelle desKadett B, zumeist mit den jeweils stärksten verfügbaren Motoren, unter dem NamenOlympia A angeboten.
Um die Lücke zwischenKadett undRekord zu füllen, brachte Opel im Herbst 1970 ein komplett neu entwickeltes Fahrzeug auf den Markt. Dieses Marktsegment war vor allem vomFord Taunus beherrscht. Auch ein Kombi(Voyage) wurde angeboten.
Er war ein fünfsitziges Sportcoupé auf Basis desAscona A, eines der bekanntesten Opel-Modelle der 1970er Jahre und die Antwort auf denCapri des Konkurrenten Ford.
DerAscona B war nach denWerksferien ab August 1975 erhältlich und hatte anfangs die vom Vorgänger bekannten und bewährten Reihen-Vierzylinder-Motoren mit 60–90 PS. Ab 1979 folgten neue Otto-Motoren mitobenliegender Nockenwelle. Eine Variante dieses Fahrzeugs wurde in Großbritannien ab 1976 alsVauxhall Cavalier verkauft.
Der auf dem Ascona B basierendeManta B erreichte große Popularität und war das am längsten gebaute Opel-Modell. Er war ab Herbst 1978 auch als Combi-CoupéManta CC mit großer Heckklappe im Programm.
DerAscona C war nach dem Kadett D das zweite Opel-Modell mit Frontantrieb und basierte auf der internationalenJ-Plattform vonGeneral Motors. Im Herbst 1984 und im Sommer 1986 erhielt die Baureihe leichte Modifikationen. In Großbritannien unter der Bezeichnung Cavalier auch als Kombi lieferbar und von der GM-Tochter Holden in Australien gebaut.
DerVectra A war eine Neuentwicklung mit Frontantrieb. Im Herbst 1988 wurde zunächst die Stufenhecklimousine eingeführt, der im Frühjahr 1989 die Schrägheckvariante folgte. Im Spätsommer 1992 erhielt er eine Modellpflege, wobei das Opel-Emblem von der Motorhaube wieder auf den Kühlergrill wanderte.
Das auf demVectra A basierende Sportcoupé kam im Frühjahr 1990 auf den Markt und sollte an den Erfolg desManta anknüpfen. Besonders herausragend waren der damals als niedrig angesehene Cw-Wert von 0,26 und die sehr schmalen Dreifach-Ellipsoid (DE)-Scheinwerfer (nur 70 mm hoch). Der Calibra wurde auch inFinnland produziert. Ein leichtes Facelift erhielt das Coupé im Sommer 1994.
DerVectra B war nun erstmals seit dem Ascona A wieder ein Mittelklassewagen, der ab Herbst 1996 als Kombivariante erhältlich(Caravan) war. Ein Facelift folgte Anfang 1999.
Neue Fahrzeuggeneration mit zeitlich angepasster Formgebung und viel Elektronik. Zuerst kam im Frühjahr 2002 die Stufenhecklimousine und im Spätsommer das sportlich ausgelegte Schrägheckmodell. Ab Spätsommer 2003 war er auch wieder als geräumigerCaravan im Programm. Der Erfolg blieb jedoch weit hinter den Hoffnungen zurück, daher folgte schon Mitte 2005 ein umfassendes Facelift mit stark überarbeiteter und an denAstra H angelehnte Front mit überarbeitetem Innenraum.
Als neue Fahrzeugklasse vermarktete Variante desVectra C und mit langem Radstand wie Vectra Caravan, aber zwei Einzelsitzen hinten und kürzerer Karosserie. Dieses Modell hatte ebenfalls das umfassende Facelift desVectra bekommen.
Der Nachfolger des Vectra kam im Oktober 2008 auf den Markt und wurde zunächst als Stufen- sowie Schräghecklimousine angeboten. Im März 2009 folgte die Kombiversion, die nun nicht mehr Caravan, sondernSports Tourer heißt. Der Insignia erhielt außerdem die Auszeichnung zum „Auto des Jahres“ 2009. Im Spätsommer 2013 erschien ein überarbeitetes Modell, das zudem seit Ende desselben Jahres als Kombi im Offroad-Look unter der Bezeichnung im Angebot steht.
Ein Cabriolet mit Stoffverdeck auf der Plattform des Astra J, aber auch mit technischen Bauteilen des Insignia. Opel wollte es damit als eigenständiges Modell platzieren.
Der Insignia B ersetzte den Insignia A im Sommer 2017. Er wurde alsSchräghecklimousine,Kombi, CountryTourer im Offroad-Look und als SportversionGSi angeboten. Im Motorenprogramm waren Otto- und Dieselmotoren in jeweils drei Leistungsstufen erhältlich. Allradantrieb war an die jeweils stärksten Motorvarianten gebunden.
DerOlympia Rekord war Opels erste Neuentwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg. Wie beim etwas später im Herbst 1953 präsentiertenKapitän ähnelte seinePontonkarosserie US-Vorbildern.
Der P1 war in jeder Hinsicht moderner als sein Vorgänger. DasP im Namen stand für die Panoramafenster vorn und hinten. Der Rekord P1 war als zwei- und viertürige Limousine, als Kombi(Caravan) und Lieferwagen (ohne Fenster am Laderaum) erhältlich, was ihn sehr beliebt bei Familien und Handwerkern machte.
Stark überarbeitete Karosserie mit weniger „barocker“ Formgebung und weitgehend unveränderter Technik. Ein etwas unproportioniertes Coupé („rasender Kofferraum“) war ebenfalls im Programm.
Neues Modell mit sehr geradliniger und nüchterner Form. Mit ihm und demKadett A wurden bei Opel die Bezeichnungen für folgende Baureihen durch Buchstaben in alphabetischer Reihenfolge eingeführt.
DerRekord B war ein Übergangsmodell, das zwar schon die neuenCIH-Motoren erhielt, aber dazu die weitgehend unveränderte Karosserie und das Fahrwerk des Vorgängers mit an Blattfedern geführter starrer Hinterachse.
DerRekord C bekam eine erneuerte Karosserie mit typischem „Hüftschwung“ im Bereich der C-Säule und ein verbessertes Fahrwerk mit schraubengefederter hinterer Starrachse an vier Längslenkern und Panhardstab. Wie der Vorgänger auch als Coupé und Kombi (Caravan) erhältlich. DerRekord C war der erfolgreichste Opel dieser Klasse. In Brasilien lief er noch als Chevrolet Opalla bis 1990 vom Band.
Ein aufgewerteter Rekord C, der in seinem verlängerten Vorderwagen Platz für Sechszylinder-Motoren mit bis zu 150 PS/110 kW (2,5 GS/E) Leistung bot. DenCommodore A gab es als Limousine und Coupé. Eine 1968 vorgestellte Kombiversion blieb ein Einzelstück.
Die Form desRekord D war wieder „europäischer“. Der Wagen wurde anfangs als „Rekord II“ bezeichnet, um Verwechslungen zu vermeiden, dass es ihn ausschließlich als Dieselfahrzeug gäbe. Tatsächlich gab es denRekord D ab Herbst 1972 auch mitDieselmotor. Lieferbar als Limousine, Caravan (Kombi) und Coupé.
DerRekord E bekam eine neue Karosserie und Vorderachse, behielt ansonsten die Technik des Vorgängers. Letztmals wurde ein Rekord als zweitürige Limousine angeboten, wobei diese in der „Berlina“-Ausstattung nur bis Mitte 1981 gebaut wurde.
Außer demRekord E mit Vierzylindermotoren gab es auch wieder den Sechszylinder-Commodore mit der Front des Senators, der aber zu dessen Gunsten bereits im August 1982 (der Zweitürer schon Mitte 1981) eingestellt wurde. Als einzigenCommodore gab es ihn ab Frühjahr 1981 auch als luxuriösen Kombi mit der BezeichnungVoyage.
DerRekord E2 war ein im Herbst 1982 überarbeitetes Modell mit neuer Frontgestaltung. Die Motoren wurden fast unverändert übernommen, lediglich der im Herbst 1984 eingeführte 2,2-l-Einspritzmotor mit 85 kW (115 PS) war neu und die Spitze der Motorenpalette. Außer der nur noch viertürig lieferbaren Limousine standen der drei- oder fünftürige Kombi (Caravan) sowie der seltene dreitürige Kastenwagen zur Wahl.
DerSenator A löste im Frühjahr 1978 die höher positionierteOpel-KAD-B-Baureihe ab. Er basierte auf demRekord E, hatte aber nicht mehr die hintere „Fünflenker“-Starrachse, sondern eine moderneSchräglenkerachse sowie stärkere Motoren mit bis zu drei Litern Hubraum und 132 kW (180 PS). Die Änderungen von Ende 1982 rückten ihn optisch näher an denRekord E2 heran.
DerMonza war einSportcoupé auf Basis desSenator und mit diesem zusammen das damals leistungsfähigste Opel-Modell. Gegen Ende 1982 erhielt er gleichzeitig mit demRekord E2 undSenator die neue Einheitsfront. Ab Herbst 1983 war derMonza GSE erhältlich, der wahlweise mit LCD-Anzeigen in der Instrumententafel und, schwarz eingefärbten statt verchromten Leisten und einem Sportfahrwerk lieferbar war. DenGSE gab es nur mit dem 3-l-Motor, der ab Sommer 1985 auch mit Katalysator und 115 kW (156 PS) statt 132 kW (180 PS) bestellbar war.
Eine völlig neu entwickelte Fahrzeuggeneration mit damals modernster Technik, die mit demSenator B eine gemeinsame Plattform hatte. Er war mit Vier- und Sechszylindermotoren als viertürige Stufenhecklimousine und fünftüriger Kombi (Caravan) lieferbar. Eine leichte Modellpflege folgte im Herbst 1990.
Der ab Sommer 1987 gebauteSenator B basierte auf dem im Vorjahr eingeführtenOmega A. Der Verkauf der zweiten Generation lief mit der Zeit jedoch immer schlechter, so dass sich Opel zur Einstellung der Reihe entschied. Ab Mitte 1993 wurde die obere Mittelklasse ausschließlich vomOmega besetzt.
Innen und außen war die zweite Generation größer als der Vorgänger. DerOmega B war mit neuen Motoren, Airbags sowie Dieselmotoren lieferbar. Trotz zunächst erfolgreicher Anfangsphase und einer umfangreicheren Überarbeitung im Sommer 1999 führten längere Qualitätsprobleme, Marketingfehler und die zu lange Laufzeit zu immer schlechterem Absatz. Die Produktion wurde daher Mitte 2003 ersatzlos eingestellt.
Der erste Kapitän nach dem Krieg war ein fast unverändertes Vorkriegsmodell von 1938. Im Frühjahr 1951 gab es einige Retuschen, zum Beispiel einen neuen Kühlergrill.
Im Prinzip ein modifizierter Kapitän ’54, jedoch mit mehr Ausstattung, stärkerem Motor, neuem Kühlergrill aus senkrechten Gitterstäben und angedeutetenHeckflossen.
Der im Sommer 1959 eingeführte Kapitän P 2,6 wurde analog zum Rekord P2 überarbeitet. Die neue Karosserie hatte eine flachere, gestreckte Linienführung mit einer noch größeren Panoramafrontscheibe. Die beim Vorgänger kritisierte heruntergezogene hintere Dachlinie wurde geändert, um das Einsteigen hinten zu erleichtern.
Neuentwicklung in betont sachlich-imposantem Stil mit großem hinterem Überhang. Die „großen Drei“ waren äußerlich und technisch nahezu gleich, unterschieden sich aber in der Ausstattung und den Motoren. Den Diplomat A gab es auch von Anfang 1965 bis Mitte 1967 als Coupé, von dem allerdings nur 347 Exemplare bei Karmann gefertigt wurden.
Die Karosserie der im März 1969 präsentierten KAD B-Reihe war noch wuchtiger. Kapitän und Admiral hatten Breitbandscheinwerfer seitlich am Kühlergrill. DerDiplomat unterschied sich von den beiden anderen Modellen äußerlich durch die, ähnlich wie bei den größeren Mercedes-Benz-Modellen, etwas vorstehenden Scheinwerfer, hier mit annähernd quadratischen Streuscheiben. Er war ab 1973 auch als V8-Langversion lieferbar. Diese Baureihe war aber trotz aufwendiger Technik kaum gefragt. DerKapitän wurde nur bis Frühjahr 1970 produziert, derAdmiral bis Mitte 1976. Als letzter Opel der Oberklasse wurde derDiplomat im Sommer 1977 eingestellt.
Wiederbelebung des NamensOpel GT nach 34 Jahren, diesmal als zweisitziger Roadster auf Basis der Kappa-Plattform von GM und baugleich mit demSaturn Sky.
Das zweite Agila-Modell hat Motoren von Suzuki oder Opel/Fiat und wurde als Schwestermodell desSuzuki Splash bei Magyar Suzuki in Esztergom (Ungarn) hergestellt.
Im Gegensatz zum größerenZafira basiert derMeriva auf demCorsa C und bietet maximal fünf Sitzplätze. Anfang 2006 gab es leichte Design-Änderungen und einen stärkeren Motor mit 132 kW (180 PS) (Meriva OPC).
Weiterentwicklung des Meriva A mit den sogenanntenFlex doors die gegenläufig öffnen. Erstmals in dieser Klasse gibt es technisch hochwertige Innovationen, wie das Halogen-Kurven- und Abbiegelicht, rückenschonende Sitze mit AGR-Gütesiegel, Radio 900 Europa-Navi und dem vollintegriertenFlexFix-Fahrradträgersystem.
Die zweite Generation des Hochdachkombis basierte nun auf dem Corsa B und nicht mehr auf demKadett E. Erst seit Herbst 1993 führt Opel denCombo als eigenständiges Modell.
Eine von Sommer 2001 bis Anfang 2011 hergestellte Hochdachvariante desCorsa C. Ab 2007 lief er in Saragossa (Spanien) vom Band, davor lag die Produktionsstätte in Azambuja (Portugal).
Ein weiterer Hochdachkombi von Opel, allerdings auf der Plattform des Anfang 2010 eingeführtenFiat Doblò II. Seit Ende 2011 wird er in Bursa/Türkei produziert.
Der Zafira A basiert auf demAstra G, hat aber eine veränderte Karosserie mit verkürzter Motorhaube und sieben variabel konfigurierbaren Sitzplätzen. Er erhielt Anfang 2003 kleine Design-Änderungen, und er war ebenso als sportlicheOPC-Variante mit 141 kW (192 PS) erhältlich.
Die zweite Generation auf der Plattform desAstra H bekam neue Dieselmotoren von 74 bis 110 kW (100 bis 150 PS) (1,9 Liter) mit Common-Rail-Einspritzung. Anfang 2008 folgten kleinere Änderungen an der Karosserie und veränderte Motoren.
Die dritte Generation mit neuem Zusatznamen hat die Bodengruppe desAstra J und ist das erste Modell von Opel mit radargestützer Abstandsregelung. Der Vorgänger blieb noch bis Ende 2014 unter dem Namen Zafira „Family“ im Programm.
Erster Opel-Van auf Basis der GM-FahrzeugeChevrolet Venture undPontiac TransSport. Nach der Veröffentlichung sehr schlechter Crashtest- und Bremsversuche ging der ohnehin mäßige Verkaufserfolg weiter zurück. Das Modell wurde bereits im Frühjahr 1999 wieder vom Markt genommen.
Moderneres Modell, das in Zusammenarbeit mit Renault-Nissan entstand und baugleich mitRenault Trafic undNissan Primastar bzw.Nissan NV300 sowie ab 2016FIAT Talento ist. Die zweite Generation wurde im Sommer 2014 eingeführt.
Erster Geländewagen der Marke Opel, produziert in Großbritannien vonIBC Vehicles, vormalsBedford. Wie der Monterey wurde er nach einer Lizenz vonIsuzu gebaut.[156] Die Motoren waren (zumindest anfangs) gleich mit denen des Omega A. Karosserieversionen: drei- (Sport) sowie fünftüriges Steilheck und ein Cabrio mit Stoffdach.
Im Herbst 1998 erschien der Opel Frontera B. Das Fahrzeug war, wie sein Vorgänger (Frontera A), mit drei Türen und kurzem Radstand (Frontera Sport) oder fünf Türen und langem Radstand (Frontera) erhältlich. Anfang 2004 wurde die Produktion in Großbritannien eingestellt.
Der OpelMonterey wurde von 1992 bis 1999 gebaut und teilte seine Form mit demIsuzu Trooper.[156] Wie auch der Frontera wurde er als dreitürige RS-Version und als fünftürige Langversion angeboten. Er erhielt im Frühjahr 1998 ein Facelift, bei dem die Front etwas freundlicher und runder gestaltet und die Motorenpalette etwas überarbeitet wurde. Opel stellte den Import des Monterey im Frühjahr 1999 ein. Ab Januar 2000 übernahm Isuzu wieder selbst den Vertrieb in Deutschland.
Der Antara kam im Herbst 2006 auf den Markt und ist der indirekte Nachfolger des Frontera. Die Leistungsspanne reicht vom zwei Liter großen Diesel mit 88 kW (120 PS) bis hin zum 3,2-l-V6-Ottomotor mit 167 kW (227 PS). Das Fahrzeug wurde beiGM Daewoo inSüdkorea und ab Ende 2008 auch im neuen GM-Werk Schuschary in einem Vorort vonSankt Petersburg (Russland) gebaut. Im Frühjahr 2015 lief seine Produktion aus.
Im Herbst 2012 erschien mit dem Mokka ein weiterer SUV von Opel auf der Plattform des Corsa D. Er wird mit zwei Otto- (85 und 103 kW/116 und 140 PS) sowie zwei Dieselmotoren (96 und 100 kW/131 und 136 PS) angeboten. Gebaut wurde er in Incheon (Südkorea) und in Saragossa. Mit dem Facelift im Frühjahr 2016 wurde die Bezeichnung auf Mokka X geändert. Das Motorenangebot wurde um einen direkteinspritzenden Ottomotor mit 112 kW (152 PS) ergänzt. Äußerlich kam es zu optischen Änderungen.
Es erfolgte eine Umbenennung zur Eingliederung in die Crossoverfamilie (Mokka X, Grandland X). Das Fahrzeug teilt sich die Plattform mit dem Citroën C3 Aircross der zweiten Generation aus dem PSA-Konzern.
Auf der IAA 2017 präsentierte Opel mit dem Grandland X einen SUV auf Basis desPeugeot 3008. Ab Oktober 2017 wurde das Fahrzeug verkauft. Ab 2019 gab es den Grandland X auch als Plug-in-Hybrid, mit dem Plug-in-Hybrid gab es dank elektrische Hinterachse auch Allradantrieb. Mit dem Facelift im Jahr 2021 entfiel das „X“ in der Modellbezeichnung.
Die zweite Generation des Mokka wurde im Juni 2020 vorgestellt. Sie basiert nun auf derCommon Modular Platform (CMP) des PSA-Konzerns. Mit dem Mokka-e steht auch eine batterieelektrisch angetriebene Version zur Auswahl.
Das Nachfolgemodell des Crossland wurde im April 2024 präsentiert. Der Modellname geht auf den zwischen 1991 und 2004 hergestellten Geländewagen zurück.
DerBlitz der ersten Generation kam in zahlreichen Varianten auf den Markt. Das 1935 neu gebauteOpelwerk Brandenburg produzierte den 3-Tonner vorwiegend für dieWehrmacht. Von 1944 bis 1949 wurde der Typ alsLizenzbau imWerk Mannheim vonDaimler-Benz hergestellt.
Der Kleintransporter wurde vonVauxhall übernommen und beiBedford gebaut. Der Bedford Blitz war in Deutschland nur wenig erfolgreich, die Produktion wurde Anfang 1987 eingestellt.
Ein Kleintransporter, der in Kooperation mit Renault-Nissan entstand und nahezu baugleich mitRenault Trafic undNissan Primastar ist. Im Sommer 2014 wurde die zweite Generation eingeführt.
Mittelgroßer Transporter, der wie der Vorgänger aus einer Kooperation mit Renault-Nissan entstand. 2019 bekam er ein Facelift; danach wurde er alsMovano Cargo angeboten.
Kleintransporter auf Basis vonPeugeot Expert,Citroën Jumpy undToyota Proace. Den Vivaro C gibt es als Kastenwagen, Doppelkabine und auch als Kombi. Kastenwagen und Doppelkabine werden alsVivaro Cargo angeboten. Er wird wie sein Vorgänger im Vauxhall-Stammwerk inLuton (England) angefertigt.
Der erste Opel-Pkw, der für eine breitere Masse zugänglich war. Der Spitzname „Doktorwagen“ kam durch das häufige Erscheinen des Fahrzeugs bei ärztlichen Hausbesuchen.
Der für vier Personen vorgesehene P4 galt im Deutschen Reich als erstes „Volksauto“. Dank seiner recht großen Bodenfreiheit bewährte er sich auch für Fahrten abseits befestigter Wege.
Der erste Kadett war ein großer Erfolg: über 107.000 Stück wurden gebaut. Nach dem Krieg gingen die Fertigungsanlagen als Reparationsleistung in die Sowjetunion, dort wurde er bis 1955 alsMoskwitsch-400 produziert.
Zwar werden in vielen Ländern, vor allem in Europa, dieselben Opel-Modelle wie in Deutschland vertrieben, doch gibt es auch einige Ausnahmen. In Südamerika verkauftGeneral Motors Opel-Modelle unter dem MarkennamenChevrolet, doch auch unter der Bezeichnung Opel gab es einige nur im Ausland angebotene Modelle. ImVereinigten Königreich werdenVauxhall baugleich mit Opel-Modellen hergestellt.Auch in Ländern Mittel- und Osteuropas[157] wird derAstra H noch angeboten, hier unter dem NamenAstra Classic III als Alternative zum neuenAstra J. DerClassic III ist mit Schräg- und Stufenheck sowie als Caravan erhältlich.In Argentinien, Brasilien und Uruguay wurde ein überarbeiteter Astra G alsChevrolet Astra(mit Schräg- und Stufenheck) angeboten, in Chile und Mexiko der Astra H. Der in Russland vertriebeneChevrolet Viva ist ein viertüriger Astra G (wird seit März 2008 nicht mehr produziert).
In Argentinien, Brasilien, Indonesien, auf den Philippinen und in Uruguay wurde derZafira unter dem Chevrolet-Logo vertrieben. In Chile und Mexiko war der Zafira B als Chevrolet zu haben. AuchVectra undMeriva wurden in Südamerika als Chevrolet verkauft.In vielen Ländern Südamerikas existiert einePick-up-Variante des Corsa C, die in Südafrika alsCorsa Utility, in Brasilien, Uruguay und Venezuela alsChevrolet Montana angeboten wurde. In Japan trägt derCorsa den NamenOpel Vita, da es dort bereits einenToyota mit der BezeichnungCorsa gibt.
In Südafrika war derCorsa B in der Version vor dem Facelift(1997) unter der BezeichnungCorsa Lite als Alternative zum Corsa C im Programm. In Indien wurde die Corsa-B-Version nach dem Facelift alsCorsa Sail vertrieben. Hier existiert auch eine Stufenheck-(Corsa Joy) und eine Caravan-Version(Corsa Swing). Näheres zu den als Chevrolet angebotenen Corsa-Versionen ist im Artikel zumOpel Corsa zu finden.
Der in den USA und Kanada angeboteneSaturn Aura basiert auf demVectra C. In den Jahren 2007–2009 wurde auch eine abgewandelte Version desAstra H alsSaturn Astra in Nordamerika angeboten. In Australien und Neuseeland waren derAstra und derCombo alsHolden erhältlich.In Nordamerika und China verkauft General Motors Opel-Modelle als Buick, wobei die Unterschiede minimal sind und sich nur im Design widerspiegeln. Der aktuelleBuick Regal basiert auf dem Opel Insignia. Die Hauptunterschiede sind der modifizierte Buick-Grill im Wasserfall Design und die veränderte Farbe der Fahrgastraumbeleuchtung (Blau statt Rot). Der Regal GS ist vergleichbar mit dem Insignia OPC.
In Indonesien sieht man auch häufig den Chevrolet Blazer alsOpel Blazer, und der Astra F Caravan wurde dort alsOpel Optima verkauft, da es bereits in der Automobilbranche ein dem Staat nahestehendes UnternehmenAstra International gibt, die als der größte Automobilimporteur Indonesiens gilt, unter anderem fürHonda undToyota.Ab 2015 wurde die MarkeOpel nicht mehr auf dem russischen Markt vertrieben. Nachdem dieGroupe PSA im Jahr 2017 Opel übernommen hatte, wurde die Rückkehr nach Russland ab 2019 entschieden.[158] Die ersten drei, die nach Russland zurückkehrten waren:Vivaro C undZafira Life aus dem WerkKaluga und derGrandland X als Import. Im März 2022 zog sich Stellantis wegen desrussischen Überfalls auf die Ukraine aus Russland zurück.[159]
125 Jahre Opel – Kultautos und Krisenjahre. 45 Min. Drehbuch: Franco Foraci. Deutschland 2024 (Online in derARD Mediathek, Video verfügbar bis 1. Oktober 2025).[160]
Eckhart Bartels:Opel Militärfahrzeuge von 1906–1956. Nebel-Verlag, Utting 2002,ISBN 3-89555-860-5.
Eckhart Bartels, Rainer Manthey:Opel Typenkunde. Band 1:Klein- und Mittelklassewagen ab 1962. Delius Klasing, Bielefeld 2005,ISBN 3-7688-1637-0.
Eckhart Bartels, Rainer Manthey:Opel Typenkunde. Band 2:Mittel- und Oberklasse ab 1947. Delius Klasing, Bielefeld 2006,ISBN 3-7688-1726-1.
Harald Hamprecht:Opel Love. 125 Jahre Automobile. Delius Klasing, Bielefeld 2023,ISBN 978-3-667-12755-6.
Frank O. Hrachowy:Opel – Chronik eines Kampfes. Die Geschichte der Automarke seit 1970. Edition Technikgeschichte, Biebergemünd 2014,ISBN 978-3-9816711-0-0.
Jürgen Lewandowski, Monika Lewandowski:Opel. Das Unternehmen, die Automobile, die Menschen. Delius Klasing, Bielefeld 2000,ISBN 3-7688-1252-9.
Karl E. Ludvigsen:Opel. Räder für die Welt. 3. Auflage. Automobile Quarterly Publications, Princeton 1983,ISBN 0-915038-17-X.
Jürgen Nöll:Im Schatten des Automobils – Opel-Motorräder aus drei Jahrzehnten. Heel-Verlag, Königswinter 2001,ISBN 3-89880-012-1.
Peter Schirmbeck (Hrsg.):Morgen kommst Du nach Amerika. Erinnerungen an die Arbeit bei Opel 1917–1987. Dietz, Berlin/Bonn 1988,ISBN 3-8012-0128-7.
Hans-Jürgen Schneider:Autos und Technik: 125 Jahre Opel. Verlag Schneider + Repschläger, Weilerswist 1987,DNB880894733.
Wolfgang Schmarbeck, Bodo Fischer:Alle Opel Automobile seit 1899. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 1996,ISBN 3-613-01478-5.
Alexander Franc Storz:Opel seit 1899. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2007,ISBN 978-3-613-02804-3.
Alexander Franc Storz:Typenkompass Opel. Personenwagen seit 1945. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2008,ISBN 978-3-613-02930-9.
↑abcdefghGünter Neliba:Die Opel-Werke im Konzern von General Motors (1929–1948) in Rüsselsheim und Brandenburg. Brandes & Apsel Verlag, Frankfurt am Main 2000,ISBN 3-86099-179-5, S. 25, 34, 32, 47, 81, 107, 167, 164.
↑Die Geschichte des deutschen Lkw-Baus. Band 1, S. 142, 144 + Band 2, S. 141/142. Weltbild-Verlag, 1994,ISBN 3-89350-811-2.
↑Diese Zahl wurde mit derVorlage:Inflation ermittelt, auf 1 Mio. Euro gerundet und gilt für den zurückliegenden Januar
↑Länder, in denen derAstra H alsAstra Classic III angeboten wird: Bulgarien, Dänemark, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Mazedonien, Montenegro, Polen, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Türkei(Stand: März 2011)