Olympia Dukakis wurde 1931 in Lowell als eines von zwei Kindern des aus Griechenland stammenden Ehepaars Constantine und Alexandra Dukakis geboren. Sie war eine Cousine vonMichael Dukakis, dem ehemaligenGouverneur von Massachusetts und Präsidentschaftskandidaten derDemokraten bei derWahl von 1988.
Dukakis begann nach ihrem Studium an derBoston University ihre Karriere am Theater.[2] 1956 war sie Mitbegründerin der von einigen Studenten ins Leben gerufenenActors Company of Boston, die ab 1957 im neueröffnetenCharles Playhouse in Boston auftrat.[3] 1963 wurde sie für ihre Leistung alsLeocadia Begbick in derOff-Broadway-Inszenierung vonBrechts LustspielMann ist Mann mit demObie Award ausgezeichnet. Einen zweiten Obie Award erhielt sie 1985 für ihre Rolle inThe Marriage of Bette and Boo.
Ab Mitte der 1960er Jahre trat sie auch in Filmproduktionen in Erscheinung. Für ihre Rolle alsRose Castorini in der romantischen KomödieMondsüchtig wurde sie 1988 mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter mit demOscar alsBeste Nebendarstellerin. Daran anknüpfend wurde sie seither mehrfach als charakterstarke, oft mit trockenem Humor begabte Dame reiferen Alters besetzt. So war sie in drei Teilen der ReiheKuck mal, wer da spricht! sowie Filmen wieMagnolien aus Stahl,Die nackte Kanone 33⅓,Geliebte Aphrodite,Mr. Holland’s Opus oderDer gebuchte Mann zu sehen. Im Jahr 1998 übernahm Dukakis im britischen FernsehfilmA Life for a Life die Rolle der Charlotte Kiszko, der Mutter des zu Unrecht als Mörder imFall Lesley Molseed verurteilten und dafür 16 Jahre inhaftierten Stefan Kiszko. Als eine ihre letzten Rollen übernahm sie 2019 in der FernsehserieStadtgeschichten den Part derAnna Madrigal, den sie bereits 1993 in einergleichnamigen Miniserie gespielt hatte.
2018 entstand durch den Regisseur Harry Mavromichalis der Dokumentarfilm –Olympia – über sie.[5]
Dukakis war von 1962 bis zu dessen Tod 2018 mit dem SchauspielerLouis Zorich verheiratet. Das Paar lebte von 1970 bis 1999 inMontclair und zog danach wieder nachManhattan.[4] Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor.[4] Olympia Dukakis starb nach längerer Krankheit Anfang Mai 2021, sieben Wochen vor ihrem 90. Geburtstag, in ihrem Haus in New York City.[1]