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Oberhoffen-sur-Moder

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Oberhoffen-sur-Moder
Oberhoffen-sur-Moder (Frankreich)
Oberhoffen-sur-Moder (Frankreich)
StaatFrankreich Frankreich
RegionGrand Est
Département (Nr.)Bas-Rhin (67)
ArrondissementHaguenau-Wissembourg
KantonBischwiller
GemeindeverbandHaguenau
Koordinaten48° 47′ N,7° 52′ O48.7838888888897.8636111111111Koordinaten:48° 47′ N,7° 52′ O
Höhe121–142 m
Fläche14,25 km²
Einwohner3.992(1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte280 Einw./km²
Postleitzahl67240
INSEE-Code67345
Websiteoberhoffen.com

Mairie Oberhoffen-sur-Moder

Oberhoffen-sur-Moder (deutschOberhofen an der Moder; bis 1927Oberhoffen, deutschOberhofen) ist einefranzösischeGemeinde mit 3.992 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) imDépartement Bas-Rhin in derRegionGrand Est (bis 2015Elsass). Sie gehört zumArrondissement Haguenau-Wissembourg und zumKanton Haguenau.

Geografie

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Die Ortschaft liegt an derModer südöstlich vonHaguenau. Hier entspringt der BachFallgraben, der im Oberlauf auch noch Riedgraben genannt wird und zumEberbach entwässert. Durch die Gemeinde führt die inzwischen stillgelegteBahnstrecke Steinbourg–Rastatt. Nachbargemeinden von Oberhoffen-sur-Moder sind Haguenau im Norden,Schirrhein im Nordosten,Rohrwiller im Südosten,Bischwiller im Südwesten sowieKaltenhouse im Nordwesten.

Geschichte

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Mittelalter

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Das Dorf war entweder ein Allod derHerren von Lichtenberg oder zur HälfteAllod, zur anderenLehen desBischofs von Speyer. 1335 wurde eine Landesteilung zwischen der mittleren und der jüngeren Linie des HausesLichtenberg durchgeführt. Oberhofen fiel dabei anLudwig III. von Lichtenberg, der die jüngere Linie des Hauses begründete. Diese Landesteilung war auch Anlass für eine neue interne Organisation der Herrschaft Lichtenberg: Die ÄmterIngweiler undBuchsweiler der Herrschaft Lichtenberg wurden neu organisiert unter anderem dasAmt Pfaffenhofen ausgegliedert und verselbständigt. Zwischenzeitlich verpfändet, wurde das Dorf 1401 wieder ausgelöst. Als das Amt Pfaffenhofen durch weiteren Gebietszuwachs geteilt werden musste, entstand dasAmt Offendorf noch vor 1440, zu dem dann auch Oberhofen gehörte.

Elisabeth, eine der beiden ErbtöchterLudwigs V. von Lichtenberg (* 1417; † 1474), heiratete GrafSimon IV. Wecker vonZweibrücken-Bitsch. Nach dem Tod des letzten Lichtenbergers,Jakob von Lichtenberg, eines Onkels von Elisabeth, erbte sie die Hälfte der Herrschaft Lichtenberg, zu der auch das Amt Offendorf – und damit Oberhofen – gehörte.

Frühe Neuzeit

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GrafJakob von Zweibrücken-Bitsch (* 1510; † 1570) und sein schon 1540 verstorbener BruderSimon V. Wecker hinterließen nur jeweils eine Tochter als Erbin. Die Tochter des Grafen Jakob,Margarethe (* 1540; † 1569), war mitPhilipp V. von Hanau-Lichtenberg (* 1541; † 1599) verheiratet. Zu dem sich aus dieser Konstellation ergebenden Erbe zählte auch die zweite, nicht bereits in derGrafschaft Hanau-Lichtenberg liegende Hälfte der ehemaligen Herrschaft Lichtenberg und darin auch das Amt Offendorf mit Oberhofen. Der zu diesem Zeitpunkt regierende GrafPhilipp IV. vonHanau-Lichtenberg (1514–1590) führte dieReformation in seiner Grafschaft und auch den durch die Erbschaft hinzu gewonnenen Gebieten konsequent durch, die nunlutherisch wurden.

Mit derReunionspolitik Frankreichs unter KönigLudwig XIV. kam das Amt Offendorf unter französische Oberhoheit. Nach dem Tod des letzten Hanauer Grafen,Johann Reinhard III. 1736, fiel Hanau-Lichtenberg – und damit auch das Amt Offendorf – an den Sohn seiner einzigen Tochter,Charlotte, LandgrafLudwig (IX.) vonHessen-Darmstadt. Mit dem durch dieFranzösische Revolution begonnenen Umbruch wurde Oberhofen französisch.

Bevölkerungsentwicklung

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Jahr19621968197519821990199920072019
Einwohner22392349245927112930294431233497

Sehenswürdigkeiten

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Evangelische Kirche St. Michael

Truppenübungsplatz

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Nahe dem Ort befindet sich derTruppenübungsplatzCamp militaire d’Oberhoffen.

Literatur

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  • Fritz Eyer:Das Territorium der Herren von Lichtenberg 1202–1480. Untersuchungen über den Besitz, die Herrschaft und die Hausmachtpolitik eines oberrheinischen Herrengeschlechts. In:Schriften derErwin-von-Steinbach-Stiftung. 2. Auflage.Band 10. Pfaehler, Bad Neustadt an der Saale 1985,ISBN 3-922923-31-3 (268 Seiten, Im Text unverändert, um eine Einführung erweiterter Nachdruck der Ausgabe Strassburg, Rhenus-Verlag, 1938). 
  • Friedrich Knöpp:Territorialbestand der Grafschaft Hanau-Lichtenberg hessen-darmstädtischen Anteils. [maschinenschriftlich] Darmstadt 1962. [Vorhanden inHessisches Staatsarchiv Darmstadt, Signatur: N 282/6].
  • Alfred Matt:Bailliages, prévôté et fiefs ayant fait partie de la Seigneurie de Lichtenberg, du Comté de Hanau-Lichtenberg, du Landgraviat de Hesse-Darmstadt. In: Société d’Histoire et d’Archaeologie de Saverne et Environs (Hrsg.): Cinquième centenaire de la création du Comté de Hanau-Lichtenberg 1480–1980 = Pays d’Alsace 111/112 (2, 3 / 1980), S. 7–9.
  • Le Patrimoine des Communes du Bas-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Charenton-le-Pont 1999,ISBN 2-84234-055-8, S. 155–157.

Weblinks

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Commons: Oberhoffen-sur-Moder – Sammlung von Bildern
Gemeinden imArrondissement Haguenau-Wissembourg

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