ORF 1

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ORF 1
Fernsehsender (öffentlich-rechtlich)
ProgrammtypVollprogramm
Empfangdigitalterrestrisch,Kabel,Satellit,Livestream
Bildauflösung576i (SDTV)
720p (HDTV)
Sendestart1. August 1955
2. Juni 2008 (HDTV)
SitzWien,Österreich
SendeanstaltORF
IntendantRoland Weißmann
Marktanteil12 % (Jänner 2020) (03.)
Liste der Listen von Fernsehsendern
Website

ORF 1 (ehemalsFS 1, danach von 1992 bis 2011 und erneut seit 2019ORF 1, von 2011 bis 2019ORF eins) ist das ersteFernsehprogramm desÖsterreichischen Rundfunks (ORF).

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

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Das erste Programm des österreichischen Fernsehens wurde erst 1961 zur Unterscheidung vom neu gestarteten zweiten ProgrammFS 1 (Fernsehprogramm 1) genannt. 1992 wurde der Sender inORF 1 umbenannt. Ab 8. Jänner 2011 wurde die Zahl inORF eins ausgeschrieben.

2018 wurde bekannt, dass die Redaktionen von ORF eins undORF 2 getrennt werden. Infolgedessen wurdeWolfgang Geier zum Chefredakteur von ORF eins bestellt,Lisa Totzauer wurde Channelmanagerin.[1][2]

Im April 2019 wurde der Sender erneut inORF 1 umbenannt.

Programm

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Der Sender zeigt ein 24-stündiges Vollprogramm, legt im Gegensatz zuORF 2 aber einen Schwerpunkt auf Spielfilme und Serien. ORF 1 hat ein deutlich jüngeres Zielpublikum als ORF 2, so wird auch das Kinderprogramm des ORF,okidoki, auf ORF 1 ausgestrahlt. Weiters werden Sport-Übertragungen des ORF für ein breites Publikum (meistens Skisport, Formel 1, Fußball, Olympia) üblicherweise auf ORF 1 übertragen. Der ORF besitzt für viele Sportarten die exklusiven Ausstrahlungsrechte für Österreich, so wurde etwa im April 2011 der Vertrag über dieFormel 1 bis mindestens 2014 verlängert. Die meisten Sportübertragungen werden für Sehbehinderte imZweikanalton kommentiert.

Das NachrichtenformatZeit im Bild war bis zum 9. April 2007 parallel auf ORF 1 und ORF 2 zu sehen, ab dem 10. April wurde es auf ORF 1 allerdings durchDaily-Soaps ersetzt. Als Ersatz für dieZeit im Bild wird ab 20:00 Uhr ein Nachrichtenmagazin namensZIB 20 ausgestrahlt. Auf dem ehemaligen Sendeplatz der Zeit im Bild war seit dem11. Jänner2010 ein Societyformat(Backstage, Chili) mitDominic Heinzl zu sehen. Mittlerweile werden auf diesem Sendeplatz von Montag–Freitag Serien wieThe Big Bang Theory gesendet. Am Samstag und Sonntag wird seit Juli 2018 mitFußball eine Zusammenfassung der an diesem Tag ausgetragenen Spiele derösterreichischen Bundesliga gezeigt. Dadurch wird am Sonntag das Sport-MagazinSport am Sonntag meistens bereits ab 18:00 Uhr gesendet. Wenn die Sendung wie im Juli und Anfang August nicht ausgestrahlt wird oder später beginnt, da an diesem Tag keine Spiele in der Bundesliga stattfinden, laufen etliche Folgen der bekannten österreichischen SerieMA 2412. Zusätzlich werden mehrmals täglich unter dem TitelZIB Flash Nachrichtenblöcke gesendet.

Die so genannteORF 1 Prime Time (Spielfilme) ist oft parallel zu Ausstrahlungen auf deutschen Privat- undöffentlich-rechtlichen Sendern programmiert. Während das Unterbrechen von Programmteilen mitWerbung im deutschen Privatfernsehen üblich ist, beschränkt der ORF – vonProgrammsponsoring abgesehen – Werbeunterbrechungen auf große Sportereignisse, ganz selten wird in Spielfilme unterbrechungsfrei Werbung für Telefon-Gewinnspiele eingeblendet. So erfreut sich ORF 1 auch besonders bei jenen Zuschauern ausDeutschland, die ORF-Programme empfangen können, großer Beliebtheit.

ORF 1 lässt sich nur schwer mit dem deutschen FernsehsenderDas Erste vergleichen, da einerseits der zweite öffentlich-rechtliche Fernsehkanal ORF 2 im Unterschied zur Situation in Deutschland vom gleichen Fernsehsender bespielt wird und ein regionaler dritter Kanal fehlt. Andererseits treten aufgrund der Verbreitung imKabel-TV und im frei empfangbarenSatellitenfernsehen vor allem die großen deutschen Privatsender als Konkurrenz in Österreich hervor. Umgekehrt fehlt der ORF durch die Verschlüsselung seiner Programme über Satellit auf dem restlichen deutschsprachigen Markt (seit 1998). ORF 1 positioniert sich daher als österreichischesMainstream-Medium und wagt selten Experimente.

Jugendschutz

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Der ORF kennzeichnet, wenn nötig, sein Programm durch Hinzufügen eines Kürzels zum permanent eingeblendeten Sendernamen mit den Altersangaben 12+, 16+ oder 18+.[3]

Leichte Kürzungen von Spielfilmen aufgrund von Jugendschutzrichtlinien kommen vor, tendenziell jedoch seltener als etwa in Deutschland.

ORF 1 HD

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Seit dem 23. Jänner 2008 sendete ORF 1 erstmals HD-Material aus. Bis zum 8. Jänner 2011 hieß der SenderORF 1 HD; im Rahmen eines sogenannten Refreshments wurde er zuORF eins HD umgebaut. Seit 26. April 2019 heißt der Sender erneutORF 1 HD.

Geschichte

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Mit demSchladminger SkirennenThe Nightrace vom 23. Jänner 2008 erfolgte erstmals eine ORF-HDTV-Live-Übertragung. Mit dem TechnikpartnerTelekom Austria präsentierte man dazu in Eventform öffentlich den HDTV-Empfang in den ORF-Landesstudios.[4] Mit einem Trailer, der Ausschnitte aus den Bereichen Sport, Film und Dokumentation zeigte, begann am 10. Mai 2008 für Haushalte mit freigeschalteter ORF-Karte erstmals ein offener HD-Testbetrieb.

Pünktlich zum Start der Fußball-EM in Österreich am 7. Juni 2008 schaltete der ORF am 2. Juni die hochauflösende Variante ORF 1 HD auf, damit Serien, Spielfilme und Sportevents in High Definition gezeigt werden können. Das Programm selbst unterscheidet sich nicht von der SD-Variante. ORF 1 HD wird im Vollbildformat 720p50 übertragen, das hinsichtlich senderseitiger Encodierung sowie Bildaufbereitung in handelsüblichen Flachbild-TV-Geräten Vorteile gegenüber dem Halbbildformat 1080i50 aufweist.

Seit dem 7. August 2011 ist ORF HD in der Schweiz bei Swisscom TV verfügbar sowie per Satellit verschlüsselt empfangbar.

HD-Programm

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Anfangs wurde fast ausschließlich hochskaliertes Material gesendet. In echtem HD wurden sportliche Großereignisse, ausgewählte Eigenproduktionen (Dancing Stars, Die Lottosieger, Schnell ermittelt, SOKO etc.), US-amerikanische Serien und Spielfilmpremieren übertragen. Mittlerweile wurde ein Großteil des Programms auf die HD-Produktion umgestellt und auch viele ältere Sendekopien von Serien und Filmen durch neue HD-Abtastungen ersetzt.

Empfang

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Der Sender kann seit 1. Juli 2009 digital und verschlüsselt über Astra empfangen werden.[5]

  • Satellit: Astra 19,2° Ost
  • Downlink-Frequenz: 11,302 GHz
  • Symbolrate (MS/s): 22000
  • Fehlerschutz (FEC): 2/3
  • Polarisation: Horizontal
  • Modulation: 8PSK

Zuvor konnte man den Sender unter einem anderenTransponder empfangen werden (Frequenz: 10,832 GHz, Fehlerschutz (FEC): 5/6). Um den Umstieg zu erleichtern, blieb der frühere Transponder Ende September 2009 in Betrieb. Im italienischen Südtirol wird die HD-Version des Senders seit Mitte 2010 fast ausschließlich auf Kanal 59 in einemGleichwellennetz bei einer Bitrate von ca. 10 Mbit/s von derRundfunk-Anstalt Südtirol (RAS) unverschlüsselt über DVB-T empfangbar gemacht. Um den Sender dort empfangen zu können, genügt ein MPEG-4-fähiges Empfangsgerät.

ORF 1 ist in Österreich überSimpliTV als eines von drei kostenlosen HD-Programmenterrestrisch empfangbar, die technische Reichweite soll nach Angabe des Plattformbetreibers bei 90 Prozent liegen. Außerdem ist das Programm im Internet überIPTV-Anbieter und perLivestream empfangbar, außerhalb Österreichs aber für die meisten Sendungen durch Geo-Targeting blockiert.

Programmlogos

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  • Logo bis 1992 (weiße Schrift auf transparentem Hintergrund)
    Logo bis 1992 (weiße Schrift auf transparentem Hintergrund)
  • Logo von 1992 bis 2000
    Logo von 1992 bis 2000
  • Logo von 5. Oktober 2000 bis 2005
    Logo von 5. Oktober 2000 bis 2005
  • Logo von August 2005 bis 8. Jänner 2011
    Logo von August 2005 bis 8. Jänner 2011
  • Logo von ORF 1 HD bis 8. Jänner 2011
    Logo von ORF 1 HD bis 8. Jänner 2011
  • Logo von 8. Jänner 2011 bis 26. April 2019
    Logo von 8. Jänner 2011 bis 26. April 2019
  • Logo von ORFeins HD von 8. Jänner 2011 bis 26. April 2019
    Logo von ORFeins HD von 8. Jänner 2011 bis 26. April 2019
  • Logo von ORF 1 HD seit 26. April 2019
    Logo von ORF 1 HD seit 26. April 2019
  • Logo von ORFeins UHD von 15. Juni 2018 bis 15. Juli 2018 (während der FIFA-Fußballweltmeisterschaft 2018)
    Logo von ORFeins UHD von 15. Juni 2018 bis 15. Juli 2018 (während der FIFA-Fußballweltmeisterschaft 2018)
  • Cornerlogo von 1992 bis 2000
    Cornerlogo von 1992 bis 2000
  • Cornerlogo von 2000 bis 2005
    Cornerlogo von 2000 bis 2005
  • Cornerlogo von August 2005 bis 8. Jänner 2011, ähnlich wie 1992er-Version, jedoch insgesamt etwas heller
    Cornerlogo von August 2005 bis 8. Jänner 2011, ähnlich wie 1992er-Version, jedoch insgesamt etwas heller
  • Cornerlogo von ORF 1 HD bis 8. Jänner 2011
    Cornerlogo von ORF 1 HD bis 8. Jänner 2011
  • Cornerlogo von 8. Jänner 2011 bis 26. April 2019
    Cornerlogo von 8. Jänner 2011 bis 26. April 2019
  • Cornerlogo von ORFeins HD bis 26. April 2019
    Cornerlogo von ORFeins HD bis 26. April 2019
  • Cornerlogo von ORFeins UHD von 15. Juni 2018 bis 15. Juli 2018 (während der FIFA-Fußballweltmeisterschaft 2018)
    Cornerlogo von ORFeins UHD von 15. Juni 2018 bis 15. Juli 2018 (während der FIFA-Fußballweltmeisterschaft 2018)
  • Cornerlogo seit 26. April 2019
    Cornerlogo seit 26. April 2019
  • Cornerlogo von ORF 1 HD seit 26. April 2019
    Cornerlogo von ORF 1 HD seit 26. April 2019

Im Rahmen eines Redesigns bekam ORF 1 am 5. Oktober 2000[6] eine neue Identität, die im Wesentlichen von einem beweglichen, gallertartigen grünen Quadrat mit der Ziffer 1, auch „Jelli“ genannt,[7] geprägt war. Um einEinbrennen des Logos in Plasmabildschirmen zu vermeiden, wurde die Sender-Kennung – im Bild rechts oben – ab 2005 nicht mehr grün gefärbt, sondern einheitlich grau. Außerdem sollte der so genannte „Ziegel“, das Anfang der Neunziger vonNeville Brody entworfene aktuelle ORF-Logo, als Dachmarke verstärkt im Mittelpunkt stehen.

Das musikalische Design (Sound Identity) von ORF 1 wurde 2000 von dem KomponistenHannes Bertolini gestaltet und bis auf minimale Veränderungen beibehalten.

Am 8. Jänner 2011 wurdeORF 1 inORF eins umbenannt, die Ziffer „1“ wurde durch das Wort „eins“ ersetzt. Grundfarbe des neuen Corporate Designs war „Petrol“, ein Farbton inCyan, die verwendete Schriftart warGotham. Das Cornerlogo wechselte von rechts oben nach links oben. Akustisch war das zentrale Motiv ein „Dreiklang“, dem die gesprochene Ziffer „Eins“ folgte.[8] Eine ähnliche „Refreshment“ genannte Änderung erfolgte am 9. Jänner 2012 fürORF 2.[9]Am 26. April 2019 wurdeORF eins erneut inORF 1 umbenannt.[10] Das Audio Design hierfür wurde vom Tiroler Komponisten Christoph Stock komponiert. Das neue Logo besteht aus dem Schriftzug „ORF“ mit einer darauf folgenden großen schwarzen „1“.

Siehe auch

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Weblinks

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Einzelnachweise

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  1. orf.at: ORF: Channelmanager und Chefredakteure bestellt. Artikel vom 25. Mai 2018, abgerufen am 25. Mai 2018.
  2. orf.at: ORF-Generaldirektor bestellt Channel Manager und Chefredakteure. Abgerufen am 25. Mai 2018.
  3. Jugendschutz. Angaben mit Detailinformationen auf der Seite des der.ORF.at vom 15. Oktober 2024
  4. „Telekom Austria und ORF realisierten technische Netzkonfiguration für HDTV“, Pressetext.at vom 23. Jänner 2008, abgerufen am 5. November 2014
  5. Empfangsdaten auf satindex.de
  6. Neues ORF-Design ab Oktober 2000/Teil 1. 3. Oktober 2000, abgerufen am 21. Dezember 2023. 
  7. „Refreshment“ für „ORF eins“. In:derStandard.at, 13. Dezember 2010, abgerufen am 19. Dezember 2010
  8. Norbert Philipp:„ORF eins“: Ein Sender wie ein Loungesessel. In:Die Presse, Printausgabe 19. Dezember 2010. Abgerufen am 19. Dezember 2010.
  9. Aus „ORF 1“ wird „ORF eins“ – „Refreshment“ ab 8. Jänner. (Memento vom 16. Dezember 2010 imInternet Archive) „Ein ‚kräftiges Umkrempeln‘ verspricht ORF-Artdirektor Hajek, ORF 2 soll möglicherweise 2012 folgen.“ In:TT.com/APA, 14. Dezember 2010 (abgerufen am 19. Dezember 2010)
  10. der.orf.at: ORF 1 – echt. meins.
VD
Fernseh- und Radiosender desORF
Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=ORF_1&oldid=250246951
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