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Nintendo

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Nintendo Co., Ltd.

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RechtsformKabushiki-gaisha (Aktiengesellschaft)
ISINJP3756600007
Gründung23. September 1889
SitzKyōto,Japan[1]
LeitungShuntarō Furukawa[1][2][3]
Mitarbeiterzahl7317 (31. März 2023)[4]
Umsatz1,6 BillionenYen (12 Mrd. Euro) (2022/23)[4]
BrancheVideospiel- und Konsolenentwicklung
Websitenintendo.com/de-de/
Stand: 31. März 2023

Nintendo K.K. (japanisch任天堂株式会社,Nintendōkabushiki-gaisha, englischNintendo Co., Ltd.) ist einjapanischerHersteller undVerleger vonVideospielen undSpielkonsolen. Ursprünglich als Spielkartenmanufaktur im Jahr 1889 vonFusajirō Yamauchi inKyōto gegründet, stieg Nintendo in den 1970er Jahren in den Videospielmarkt ein, brachte in den 1980er Jahren mit demNintendo Entertainment System seine erste selbst produzierte TV-Videospielkonsole mit wechselbarenModulen auf den Markt und wurde in den 1990er Jahren zu einem Weltkonzern sowie zum Marktführer für Handhelds. DasNintendo DS war mit 154,02 Millionen verkauften Einheiten die erfolgreichste Handheld-Konsole, die jemals verkauft wurde, sowie die erfolgreichste Konsole des Unternehmens Nintendo.[5]

Nintendo unterhält weltweit sieben Hauptstandorte. Der europäische Hauptstandort des Unternehmens,Nintendo of Europe, befindet sich seit 2014 inFrankfurt am Main, nachdem Nintendo seine Niederlassung inGroßostheim aufgab.

Von 1949 bis 2002 standHiroshi Yamauchi, der Urenkel des Firmengründers, 53 Jahre lang an der Spitze des Unternehmens und prägte es grundlegend. Ihm folgte als PräsidentSatoru Iwata, der den Konzern weiter festigen konnte. 2015 starb Iwata unerwartet nach kurzer Krankheit und der Konzern wurde übergangsweise vonShigeru Miyamoto undGenyo Takeda vertreten. Nach einer kurzen Amtszeit vonTatsumi Kimishima ist seit dem 28. Juni 2018Shuntarō Furukawa der sechste Präsident des Unternehmens.[6]

Weltbekannt ist Nintendo für seineHandheld-Konsolen wie denGame Boy oder denNintendo DS, seine stationärenSpielkonsolen wie das Nintendo Entertainment System (abgekürzt NES) oder dieWii und die hybriden SpielkonsolenNintendo Switch undNintendo Switch 2. Figuren ausThe Legend of Zelda[7] undDonkey Kong werden mit Nintendo identifiziert. Die Hauptfigur aus demSuper-Mario-Franchise wurde das Maskottchen des Konzerns. Weiterhin ist Nintendo für die SpielserieMetroid und dasPokémon-Franchise bekannt.

Insgesamt wurden bis 2023 weltweit über 850 Millionen Spielkonsolen von Nintendo verkauft,[5] für die zusammengenommen mehr als 5,75 Milliarden Spiele verkauft wurden.[5]

Nintendos verbliebene Hauptkonkurrenten sindSonysPlayStation undMicrosoftsXbox. Den Wettbewerb mit Nintendo gabSega nach seinerDreamcast bereits Ende der 1990er Jahre auf und veröffentlichte später Spiele auf den Nintendo-Konsolen. Nintendos Konkurrenten erwiesen sich oft als technisch überlegen, jedoch legte der Konzern schon seit Beginn seines Konsolengeschäfts seinen Schwerpunkt auf attraktive, familienfreundliche Software, die zusammen mit vergleichsweise günstiger Hardware erworben werden kann.

Name

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Der Name „Nintendo“ besteht aus den dreiSchriftzeichennin für „Pflicht, Aufgabe, Verantwortung“;ten für „Himmel“ und für „Tempel, Halle“. Nintendo selbst übersetzt den Namen mit „Lege das Glück in die Hände des Himmels“.[8]

Geschichte

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1889–1970

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Firmenschild am einstigen Sitz von Nintendo inKyōto
Übersicht der von Nintendo produzierten Spielkarten aus der spätenMeiji-Zeit

Am 23. September 1889 wurde Nintendo von Fusajirō Yamauchi gegründet.[9] Zu Beginn produzierte das Unternehmen zunächst ausschließlich die traditionellen japanischenHanafuda-Spielkarten.[10] Nintendo wurde in diesem Segment schnell Marktführer in Japan.

Fusajirō Yamauchi ging 1929 in den Ruhestand und überließ Nintendo seinem Schwiegersohn Sekiryō Yamauchi, der ursprünglich Sekiryō Kaneda hieß, nach Aufforderung durch Fusajirō aber den Namen Yamauchi annahm. Er benannte das Unternehmen inYamauchi Nintendō (合名会社山内任天堂,Gōmei-gaisha ~, „Yamauchi-NintendōOHG“) um. Um den Vertrieb der Hanafuda-Karten im Ausland zu ermöglichen, gründete Sekiryō Yamauchi im Jahr 1947 eine neue Gesellschaft, dieK.K. Marufuku (株式会社丸福, „MarufukuAG“) – ab 1949K.K. Marufuku Karuta Hanbai (株式会社丸福かるた販売, „Kartenspielvertrieb Marufuku AG“) und ab 1950Nintendō Karuta K.K. (任天堂かるた株式会社, „Nintendō-Spielkarten AG“). 1951 wurde die Kartenproduktion von Yamauchi Nintendō mit dem Vertrieb von Nintendō Karuta zum UnternehmenNintendō Koppai K.K. (任天堂骨牌株式会社, engl.Nintendo Playing Card Co., Ltd.) zusammengelegt.

Wegen zurückgehender Umsätze und des schlechten Images der Hanafuda-Karten orientierte sich Nintendo unter Yamauchi neu. So wurde ein Vertrag mitDisney über die Vermarktung von Spielkarten mit Disney-Motiven ausgehandelt. Um weitere Firmenzweige aufzubauen, experimentierte Nintendo zwischenzeitlich auch mit Instant-Reis und der Gründung einesTaxiunternehmens, besann sich jedoch schließlich wieder auf sein Kerngeschäft. 1963 benannte Hiroshi Yamauchi das Unternehmen inNintendō K.K. (任天堂株式会社, engl.Nintendo Co., Ltd.) um.

Nach dem EintrittGunpei Yokois im Jahr 1969 begann Nintendo damit, neben den Karten auch anderes Spielzeug herzustellen. Dazu gehörten die bekannteUltra-Hand, aber auch Liebestest-Automaten.[11] Nintendo verkaufte von erstgenanntem Spielzeug rund 1,2 Millionen Exemplare. Im Laufe der Zeit produzierte Nintendo mit unterschiedlichem Erfolg noch weitere Spielzeuge.

1970–1983

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Zu Beginn der 1970er-Jahre widmete Nintendo sich dem entstehenden Markt für Videospiele. Neben der Herstellung vonArcade-Spielen versuchte sich Nintendo auch früh mit fernsehbasierten Kopien amerikanischer Spielkonsolen, die ohne austauschbare Module auskamen.

Die ersten Konsolen von Nintendo wurden im Juni 1977 ausschließlich in Japan unter den NamenColor TV Game 6 undColor TV Game 15 auf den Markt gebracht. Es folgten fünf weitere Konsolen, derRacing Game Color TV 112, dasColor TV Game Block Kuzushi, die sehr unbekannte VarianteColor TV Game Stuck Monushi und dasComputer- undTV-Game.[12] Da es Nintendo zu teuer war, Mikroprozessoren selbst herzustellen, kaufte es diese vom UnternehmenMitsubishi. Diese Konsolen waren ein kleiner Erfolg und ließen das Unternehmen in diesem Marktsegment bekannter werden.

Durch diesen Erfolg ermutigt, begannHiroshi Yamauchi mit seiner Tochter und seinem Schwiegersohn Minoru Arakawa eine Expansion in dieUSA, mit dem Ziel, dort eineTochtergesellschaft aufzubauen. Nintendo of America wurde schließlich 1979 gegründet. Ursprünglich wurde das Hauptquartier inNew York City im Bundesstaat vonNew York errichtet, wurde aber 1982 nachRedmond in der Nähe vonSeattle verlegt.[13]

1980 wurden die vonGunpei Yokoi entwickeltenNintendo Game & Watches herausgebracht. Die kleinen elektronischen Spielgeräte, die auch in kleinen Taschen Platz fanden, wurde weltweit ein großer Erfolg.[14] Heute werden bestimmte Versionen der Game & Watches unter Sammlern zu Preisen von 500Dollar oder mehr verkauft. 1981 erschien mit dem Arcade-SpielDonkey Kong das erste Spiel des heute weltbekannten SpieledesignersShigeru Miyamoto.[15]

1983 baute Nintendo eine weitere Niederlassung und gründete ein Tochterunternehmen inVancouver,Kanada. Im gleichen Jahr konnte Nintendo of America den Umsatz auf 10 Millionen US-Dollar steigern. Im Juli 1983 ging Nintendoin Tokio an die Börse.

1983–1989

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Mario (v. links nach rechts)Takashi Tezuka,Shigeru Miyamoto, undKōji Kondō auf demSuper Mario 30th Anniversary Festival inShibuya, Tokio am 13. September 2015
DasNintendo Entertainment System mitdazugehörigem Controller

Im Jahr 1983 brachte Nintendo in Japan denNintendo Family Computer (kurz Famicom) heraus, welcher ab 1985 auch inAmerika undEuropa unter dem NamenNintendo Entertainment System (kurz NES) vermarktet wurde.[16] Auf diese Idee war Yamauchi durch den Erfolg der amerikanischen SpielekonsoleVCS 2600 vonAtari gebracht worden. Sein Ziel war eine Konsole, basierend auf dem amerikanischen Prinzip, aber günstig im Verkauf anzubieten, die durch austauschbare Module niemals langweilig werden sollte.

Zusammen mit dem NES wurde auch der Grundstein für anhaltend erfolgreiche Spieleserien gelegt;Metroid,Super Mario Bros. undThe Legend of Zelda feierten ihre Debüts auf dem NES und verkauften sich millionenfach. Auch die Konsole war ein großer Erfolg, durch den es sogar zu Engpässen bei Prozessoren kam.

1989–1995

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Alle verschiedenen Game-Boy-Varianten chronologisch von links nach rechts

Durch eine Entwicklung vonGunpei Yokoi landete Nintendo seinen bis dahin größten Erfolg: 1989 erschien derGame Boy zusammen mit dem SpielTetris. Durch seine Handlichkeit, die hervorragende Batterielaufzeit sowie eine große Auswahl an hochwertigen Spielen wurde der Game Boy zum Inbegriff derHandheld-Konsole und wird auch heute noch als Synonym für mobile Spielgeräte genutzt. Konkurrenzprodukte wie derSega Game Gear oder derAtari Lynx waren zwar technisch stärker ausgestattet, jedoch deutlich teurer und konnten die Vormachtstellung Nintendos auf dem mobilen Videospielmarkt nicht gefährden.[17]

DasSNES mitdazugehörigem Controller

Mit der Veröffentlichung desSEGA Mega Drive im Jahre 1988 endete allerdings Nintendos alleinige Marktbeherrschung des Heimkonsolensektors. Vor allem in Nordamerika konnte Sega, dessen amerikanische Niederlassung oft unabhängig von Sega Japan agierte, große Marktanteile im „Konsolenkrieg“ erringen.[18] Nintendo benötigte zwei Jahre, um mit demSuper Nintendo Entertainment System, kurz SNES, nachziehen zu können. Zur Markteinführung war das SNES allerdings noch nicht sehr erfolgreich, da sich das NES immer noch gut verkaufte. Den Erfolg verdankt die ältere Konsole auch dem SpielSuper Mario Bros. 3, welches mehr als 15 Millionen Mal abgesetzt wurde. Erst mit der Veröffentlichung in Europa 1992 und durch Spiele wieF-Zero oderSuper Mario Kart, durch die das SNES seine leichte technische Überlegenheit ausspielen konnte, gelang es der Konsole sich mehr und mehr durchzusetzen. NachdemSEGA mit demMega-CD einCD-Laufwerk für das Mega Drive auf den Markt gebracht hatte, wollte Nintendo nachziehen: In Zusammenarbeit mitSony sollte auch das SNES ein CD-Laufwerk erhalten; projektierter Name der neuen Konsole war „Super Nintendo Play Station“. Die Partnerschaft zerbrach allerdings im Jahr 1993, nachdem Nintendo erfuhr, dass Sony so alle Markenrechte erhalten würde, woraufhin Sony die Konsole alleine weiterentwickelte und schließlich alsSony PlayStation auf den Markt brachte. Nintendo unternahm einen weiteren Versuch zur Entwicklung eines CD-Laufwerkes für das SNES mitPhilips als Partner, doch auch dieses Projekt scheiterte. Als Resultat dieser Partnerschaft erschienen für die damalige Philips-KonsoleCD-i mehrere Titel mit den Nintendo-eigenen Charakteren Mario und Zelda. Die Qualität dieser Titel konnte jedoch nicht an die von Nintendo gewohnten Standards heranreichen; dennoch war dies der einzige Fall, in dem Nintendo eigene Charaktere für eine fremde Konsole lizenzieren ließ.

Amerikanische Variante desSuper Game Boy

1994 wurde derSuper Game Boy veröffentlicht. Dieser ermöglicht esGame-Boy-Spiele auf demSNES zu spielen.

Nach der Abkehr vom CD-Laufwerk kündigte Nintendo schließlich unter dem Projektnamen „Project Reality“ eine gänzlich neue Konsole an.

Die bekannten Spieleserien wurden auf dem SNES mit Titeln wieSuper Mario World,The Legend of Zelda: A Link to the Past,Super Metroid,Super Mario World 2: Yoshi’s Island und drei Teilen vonDonkey Kong Country weiter ausgebaut und um Ableger wieSuper Mario Kart ergänzt.

1995–2001

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DerVirtual Boy mit dazugehörigem Controller

1995 erschien derVirtual Boy, welcher einerTauchmaske ähnelte, in welcher zwei Bildschirme angebracht sind. Jedes Auge nimmt dabei ein anderes, leicht versetztes Bild wahr, wodurch ein real wirkender 3D-Effekt erzeugt wird. Ursprünglich als tragbare Konsole gedacht, war der Apparat jedoch zu schwer und unpraktisch. Zudem wurden lediglich eine Handvoll Spiele entwickelt. In seiner gesamten Lebensspanne wurden vom Virtual Boy nur etwa 140.000 Stück abgesetzt.

DasNintendo 64 mitdazugehörigem Controller

Das „Project Reality“, auch als „Ultra 64“ bezeichnet, erschien schließlich im Jahr 1996 unter dem NamenNintendo 64 (N64) in Japan und den USA; Europa folgte 1997. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Sony mit der PlayStation allerdings bereits die Marktführerschaft gesichert, wohingegen derSega Saturn sich hauptsächlich in Japan hatte etablieren können. Mit 33 Millionen verkauften Einheiten weltweit konnte sich der Nintendo 64 den zweiten Platz sichern, wobei sich Sony mit weltweit insgesamt 100 Millionen verkauften Einheiten die Marktherrschaft sicherte. Zwar erschienen mitSuper Mario 64,The Legend of Zelda: Ocarina of Time undMajora's Mask undPaper Mario weitere Inkarnationen der bekannten Nintendo-Charaktere, doch ließ die Unterstützung des N64 durch andere Hersteller stark nach; Höhepunkt dieser Entwicklung war das Ausscheiden vonSquare Enix, da Square nicht mehr bereit war, Spiele auf einem Modul zu veröffentlichen, wie es die Nintendo-Konsolen erforderten. Square, und damit die erfolgreicheRollenspielserieFinal Fantasy wechselte exklusiv zu Sony, wodurch die PlayStation ihre Spitzenposition weiter ausbauen konnte. Auch der kleinere und handlichere Nachfolger des Game Boy, derGame Boy Pocket, konnte den Umsatzrückgang bei Nintendo nicht merklich stoppen.

Am 4. Oktober 1997 kam Game-Boy- undMetroid-SchöpferGunpei Yokoi bei einem Autounfall ums Leben.

Im selben Jahr veröffentlichte das SoftwareunternehmenGAME FREAK Inc. das SpielPokémon für den Game Boy. Dieses wurde zu einem großen Erfolg und konnte die Lebensspanne des Ur-Game-Boys verlängern.

1998 veröffentlichte Nintendo denGame Boy Color, die erste Handheldkonsole des Hauses mit Farbdisplay.

Auf derElectronic Entertainment Expo 1999 kündigte Nintendo unter dem Projektnamen „Dolphin“ den Nachfolger des Nintendo 64 an.

2001–2004

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DerGame Boy Advance in transparent

DerGame Boy Advance (kurz: GBA) wurde von Nintendo 2001 als Nachfolger des sehr erfolgreichenGame Boy Color auf den europäischen Markt gebracht. Gegenüber dem klassischenGame Boy bot dieHandheld-Konsole Technik auf dem Stand eines verbessertenSuper Nintendos, ein größeres Display im Querformat sowie volle Abwärtskompatibilität zu Game-Boy- und Game-Boy-Color-Spielen.

Am 14. September 2001 erschien der N64-Nachfolger namensGameCube in Japan; die USA folgten im November, Europa im Mai 2002.

DerNintendo GameCube mitdazugehörigen Controller

Da die Verkaufszahlen deutlich unter denen derPlayStation 2 undMicrosoftsXbox lagen, erhielt das Gerät wenig Unterstützung durchDritthersteller und erfüllte nicht die Erwartungen der Käufer. 2002 wurde das für den deutschen Markt konzipierte offizielleClub-Nintendo-Magazin eingestellt, welches bereits seit 1989 erschien.

Der Nintendo GameCube mit angeschlossenem Game Boy Player

Am 20. März 2003 erschien dasGame-Boy-Player-Add-on für denGameCube, womit manGame-Boy-Spiele auf demGameCube spielen konnte.

2004–2009

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Der Nintendo DS Lite in schwarz

Am 11. März 2005 erschien derNintendo DS in Europa; ein tragbares Videospielsystem, ausgestattet mit zwei Bildschirmen, davon einTouchscreen, Mikrofon, einerW-LAN-Netzwerkkarte und einer Leistung, die etwa den Fähigkeiten desNintendo 64 entspricht.

Auf derE3 2005 wurde erstmals der Nachfolger des GameCube unter dem Projektnamen „Nintendo Revolution“ vorgestellt; außerdem eine neue, nur 10 cm breite Version desGame Boy Advance, derGame Boy Micro.

DerNintendo DS Lite, eine überarbeitete Version des erfolgreichen Nintendo DS, erschien am 23. Juni 2006 in Europa. Die neue Konsole war flacher und eleganter designt als der Vorgänger.

Auf derTokyo Game Show am 18. September 2005 wurde der Controller derWii vorgestellt.[19] Dieser wird wie eine Fernbedienung mit nur einer Hand gehalten. Integrierte Sensoren in derWii-Fernbedienung messen die Bewegungen des Spielers und senden diese drahtlos über Sensorleiste an die Konsole. Eingaben über die Tasten der Wii-Fernbedienung werden überBluetooth an die Konsole gesendet. So steuert man viele Spiele standardmäßig nur durch Benutzen der vier Knöpfe und des Steuerkreuzes. An den Controller kann ein Analog-Stick, der sogenannte „Nunchuk“, angeschlossen werden. Dieser Analog-Stick wird mit der zweiten Hand gehalten und verfügt über zwei weitere Knöpfe. Auf der E3 2006 wurde ergänzt, dass die Wii-Fernbedienung auch über einen Lautsprecher verfügt. So hört man z. B. bei einem First-Person-Shooter den abgegebenen Schuss nicht wie üblich aus dem Fernseher, sondern direkt aus dem Controller.

DieWii mitdazugehörigem Controller

Im November 2005 startete NintendosOnlinedienst, dieNintendo Wi-Fi Connection, der Spiele wieMario Kart DS,Tony Hawk’s American Sk8land,Tetris DS,Animal Crossing: Wild World und viele weitere online spielbar macht. Damit stieg Nintendo erstmals in das Online-Gaming-Geschäft ein, welches bisher aufgrund „mangelnder Infrastruktur“ eher stiefmütterlich behandelt wurde. Durch die große Verbreitung vonW-LAN ist diese nun gelöst und auch portables Online-Gaming ist keine Seltenheit mehr.

Nur wenige Tage nach dem deutschen Verkaufsstart am 8. Dezember 2006 war die erste Auflage von 40.000Wii-Konsolen ausverkauft. Im Laufe des Geschäftsjahres 2006, das am 31. März 2007 endete, wurden in Japan 2.000.000 Konsolen verkauft, in den USA 2.370.000, und in Europa und Australien 1.470.000; dies ergibt eine Summe von 5,84 Millionen Stück.

Am 1. November 2008 veröffentlichte Nintendo den Nachfolger des DS Lite, denDSi in Japan; Europa folgte am 3. April 2009. Am 22. November 2009 veröffentlichte Nintendo den DSi XL in Japan. Er hat einen 93 % größeren Bildschirm und einen dickeren und größeren Stift. Die europäische Version ist seit dem 5. März 2010 unter dem NamenNintendo DSi XL erhältlich.[20]

Mit Stand vom 7. März 2009 hat sich die Wii weltweit 47,57 Millionen Mal verkauft und einen Marktanteil von 48 % erreicht.[21] Damit hat sich die Zahl der verkauften Einheiten von ca. 22 Millionen im März 2008 mehr als verdoppelt. Auf der Game Developers Conference 2009 meldete Nintendo selbst, dass über 50 Millionen Einheiten verkauft seien.[22] Ebenfalls mit Stand des 7. März 2009 hat sich derNintendo DS weltweit 99,36 Millionen Mal verkauft und einen Marktanteil von 68 % errungen.

Ab 2010

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DerNintendo 3DS

Mit demNintendo 3DS erschien 2011 der Nachfolger des Nintendo DS. Verkaufsstart der Handheld-Konsole war in Japan am 26. Februar,[23] in Europa am 25.[24] und in Nordamerika am 27. März. Der 3DS verfügt über ein Display, dasdreidimensionale Bilder ohne Zuhilfenahme einer speziellen Brille liefern kann, ein integriertes Gyroskop, sowie als erste Nintendo-Handheld-Konsole über ein Schiebe-Pad; zudem ist die Konsole abwärtskompatibel zu DS-Spielen sowieDSiWare-Titeln.[25]

Auf einer Investorenkonferenz am 25. April 2011 gab Nintendo unter anderem die Zahlen für das Geschäftsjahr 2010 bekannt; aufgrund der schleppenden Verkäufe der Wii kam es in diesem zu erheblichen Umsatz- und Gewinneinbußen, von der Konsole seien bis zu diesem Zeitpunkt aber weltweit etwa 86 Millionen Einheiten verkauft worden.

Nintendo-Direct-Logo

Am 21. Oktober 2011 begann Nintendo das FormatNintendo Direct, das eine Live-Präsentation von Nintendo ist.

Nintendo beendete das Geschäftsjahr 2011 erstmals seit 30 Jahren wieder mit Verlusten (400 Millionen Euro). Dies folgte nach geringeren Verkäufen von Hardware, der Preissenkung des 3DS-Handhelds, welche die Nachfrage anziehen sollte, und einem hohen Wechselkurs des Yen.[26]

Im April 2012 verkündete Nintendo, dass seine Videospiele ab August 2012 auch zum Herunterladen zur Verfügung stehen.[27]

DieWii U mitdazugehörigem Controller

Am 28. Juli 2012 erschien derNintendo 3DS XL, am 30. November 2012 wurde der Nachfolger der Wii, dieWii U, in Europa veröffentlicht.[28] Die Konsole verfügt über einen Controller (Gamepad) mit integriertem Bildschirm und greift auch die mit der Wii eingeführte Bewegungssteuerung auf.

Am 28. August 2013 kündigte Nintendo einen Ableger des 3DS an, den sogenanntenNintendo 2DS. Dieser ist voll kompatibel mit 3DS-Spielen, verzichtet jedoch auf die dreidimensionale Bilddarstellung.[29][30]

Am 13. Februar 2015 erschien dann ein weiteres Mitglied der 3DS-Familie, der „New 3DS“, welcher den ZL und den ZR, sowie den C-Stick hinzufügen. Außerdem wird der 3D-Effekt jetzt über das Facetracking an die aktuelle Kopfposition angepasst, sodass man in jedem Winkel den 3D-Effekt sehen kann.[31]

Am 17. März 2015 gab Nintendo eine weitreichende Partnerschaft mit dem japanischen Mobile-Service-Entwickler DeNA bekannt. Demnach wolle man gemeinsam Spiele-Apps für Smartphones und Tablets entwickeln, die auf den bekannten Nintendo-Marken basieren. Das erste dieser Spiele erschien im März 2016 und heißtMiitomo. Teil der Partnerschaft ist auch ein Anteilstausch. Nintendo erwarb 10 Prozent der Anteile von DeNA und DeNA wiederum 1,24 Prozent der Anteile von Nintendo.[32]

Am 11. Juli 2015 verstarb Nintendos Präsident Satoru Iwata im Alter von 55 Jahren an Gallenkrebs. Interimsmäßig leitetenShigeru Miyamoto undGen’yō Takeda das Unternehmen, bis am 14. September 2015 der bisherige PersonalchefTatsumi Kimishima zum neuen Nintendo-Präsident ernannt wurde.[33] Dessen Aufgabe war die Umstrukturierung der Führungsetage in ein neues Führungssystem. Im Zuge der Ernennung Kimishimas als Präsident wurden bereits die ersten Schritte zur Umstrukturierung vorgenommen, indem Miyamoto, der bisherige General Manager vonNintendo Entertainment Analysis & Development, nun als Kreativberater und Takeda, der bisherige General Manager vonNintendo Integrated Research & Development, nun als Technologie-Berater arbeiteten.[34] Die Abteilungen der beiden ehemaligen General Manager wurden aufgelöst.

DerNES Classic Mini

Mit dem im Juli 2016 veröffentlichten SpielPokémon Go gelang Nintendo ein sehr großer Erfolg. Der Aktienkurs des Unternehmens stieg in der Folge stark an.[35][36][37] Am 20. Oktober 2016 wurden erste Details zur neuen HeimkonsoleNintendo Switch (Codename NX) bekanntgegeben.[38] EineNeuauflage des NES erschien am 10. bzw. den 11. November 2016 alsNES Classic Mini; das Gerät war kurz nach Erscheinen nahezu überall ausverkauft.[39] Allerdings kündigte Nintendo im September 2017 an, das Gerät 2018 neu aufzulegen.[40] DasiOS-SpielSuper Mario Run erschien am 15. Dezember 2016 imApp Store und wurde am 23. März 2017 fürAndroid herausgebracht.

In der Dockingstation für den Anschluss am TV
Tragbar ohne Dockingstation

Am 13. Januar 2017 wurden im Rahmen einerPressekonferenz weitere Informationen derNintendo Switch bekanntgegeben.[41] Am 3. März 2017 wurde sie weltweit veröffentlicht.

Nintendo kündigte am 27. April 2017 den New Nintendo 2DS XL als Nachfolger zum Nintendo 2DS an. Der am 28. Juli 2017 erschienene Handheld bietet die gleichen Verbesserungen wie die anderen „New“ Varianten der Handheld-Reihe und kann wie sein Vorgänger kein stereoskopisches 3D anzeigen, setzt aber im Gegensatz zu diesem auf eine klappbare Form. Die Bildschirme des Gerätes sind zudem wesentlich größer als die des Nintendo 2DS.[42]

Am 29. September 2017 erschien die Neuauflage desSNES (auch Super NES oder Super Nintendo Entertaintment System), unter dem NamenSNES Classic Mini. Sie beinhaltete 21 vorinstallierte Spiele, von denen eines -Star Fox 2 - zuvor nicht erschienen ist, da zum eigentlichen Erscheinungsdatum des Spieles, derN64 prioritisiert wurde. Außerdem war Star Fox 2 erst spielbar, sobald auf derselben Konsole die erste Mission inStar Fox (auch Starwing) abgeschlossen wurde. Davor war das Spiel Star Fox 2 nicht auswählbar, und in einer Geschenkefolie verpackt. Der SNES Classic Mini hatte die Funktion 4 verschiedene Spielstände zu speichern, je Spiel. Diese waren unabhängig voneinander und konnten sogar zurückgespult werden. Weitere Spiele hinzuzufügen war nicht möglich. Die Produktion dieser Konsole wurde eingestellt im Dezember 2018.[43]

Am 28. Juni 2018 wurde Firmenpräsident Kimishima vonShuntarō Furukawa abgelöst.[44]

Am 2. Oktober 2024 eröffnet Nintendo das Nintendo Museum in Uji in der Nähe vonKyōto.[45]

Die Nintendo Switch 2 in der Dockingstation
Die Konsole außerhalb der Dockingstation

Am 16. Januar 2025 gab Nintendo den Nachfolger der Nintendo Switch, dieNintendo Switch 2, offiziell bekannt.[46]

Am 2. April 2025 wurden im Rahmen einerNintendo Direct weitere Informationen zurNintendo Switch 2 bekanntgegeben.[47] Die Konsole erschien zusammen mit der Rekordzahl von 25 gleichzeitig erhältlichen Spielen (Launch-Titel) weltweit am 5. Juni 2025.[48] Das Unternehmen Nintendo gab am 4. November 2025 bekannt, dass die Nintendo Switch 2 bis zum 30. September 2025 10,36 Millionen Einheiten absetzen konnte, was den schnellsten Konsolenstart in der Branche markiert.[5]

Unternehmen

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Nintendo Playing Cards Firmenzentrale inShimogyō-ku,Kyōto (1889–1950)
Nintendos ehemalige Firmenzentrale inShimogyō-ku,Kyōto (1930–1959)
Nintendos aktuelle Firmenzentrale in Kyōto

Das weltweit agierende Unternehmen wird von sieben Standorten aus gelenkt: Der japanische Mutterkonzern hat seinen Stammsitz inKyōto, dasUS-amerikanische TochterunternehmenNintendo of America sitzt inRedmond im US-BundesstaatWashington und daseuropäische TochterunternehmenNintendo of Europe inFrankfurt am Main. Weitere Standorte befinden sich inSuzhou,Seoul,Richmond undMelbourne. Im japanischen Stammsitz findet die Produktentwicklung und der größte Teil der Software-Entwicklung statt. Die Standorte in Europa und Nordamerika koordinieren die dortige Entwicklung von Lizenzproduktionen undDrittparteien, sowie dieLokalisierung der Software. Alle Standorte sind mit dem Vertrieb befasst. Hardware wurde früher in Japan produziert, was sich aber schnell nach China und Taiwan verlagerte.

Erfolg

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Der Erfolg des Unternehmens beruht sowohl auf Innovationen im Hardwarebereich als auch auf ansprechenden,familienfreundlichen Spielen, in denen leicht zugängliche und nachempfindbare Erfahrungswerte auf unterhaltsame Weise vermittelt und verknüpft werden. Dabei liegt für den Konzern der Schwerpunkt nicht auf der technischen Überlegenheit seiner Produkte, sondern vor allem auf der Attraktivität und dem Unterhaltungswert seines geistigen Eigentums, welches sorgfältig auf den Geschmack und die Gewohnheiten des Publikums angepasst ist, ohne die für den Wiedererkennungswert wichtige Originalität einzuschränken.

Im technischen Vergleich waren stationäre Konsolen von Nintendo meist weniger leistungsfähig als die der Konkurrenz, konnten dadurch aber im Preis gegen den Wettbewerb bestehen. Satoru Iwata setzte in den 2000er Jahren für Nintendo eine Variante derBlue-Ocean-Strategie um: durch attraktive Spiele und neuartige, leicht zugängliche Hardware wie denNintendo DS oder dieWii mit ihrem innovativen Controller sollte sich Nintendo neben Familien auchKäuferschichten erschließen, die sich sonst wenig für Videospiele interessierten.

DieNintendo Switch war die erste Konsole, die sowohl als Handheld als auch als stationäre Konsole bedient werden konnte und verband letztendlich die bislang separat bedienten Marktnischen der Heimkonsolen und der Handhelds, welche in ihren Segmenten jeweils durch die Spezialisierung des PC-Marktes auf leistungsgleiche Gaming-Geräte und durch Smartphones bedrängt wurden. Sie vereinte beide Entwicklungszweige zu einer einzigen Nintendo-Konsole und konnte als Plattform die Bedürfnisse der Gelegenheitsspieler und der Spielenthusiasten gleichermaßen abdecken.

Für den Erfolg des Konzerns stehen Persönlichkeiten wieShigeru Miyamoto, der mitSuper Mario,Donkey Kong,The Legend of Zelda und weiteren SpielenMarken mit hohemWiedererkennungswert schuf, als auch Produktentwickler wieGunpei Yokoi, der Erfinder desGame Boys oderGenyo Takeda, der an der Entwicklung derWii maßgeblich beteiligt war. Seit den frühen 2000er Jahren tragen außerdem Franchises wiePokémon zum Erfolg des Unternehmens bei, für das Nintendo die Videospiele veröffentlicht.

Nintendos früherer Erfolg hallt lange nach. So werdenÜberarbeitungen älterer und erfolgreicher Spiele auf den neueren Konsolengenerationen regelmäßig veröffentlicht und wiederveröffentlicht. Die Entwicklung überlässt der Konzern zunehmend externen Studios, wieGrezzo, Forever Entertainment oderCapcom. Die teilweise nur technischen Überarbeitungen werden zum Vollpreis eines neuen Spiels angeboten, was in der Fachpresse auf Kritik gestoßen ist.[49] Die Nintendo Switch 2 ist die erste Nintendo-Konsole, für die solche Überarbeitungen bereits alsLaunchtitel angeboten wurden.

Verkaufszahlen

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Das Unternehmen hat bis 2003 nach eigenen Angaben etwa 215 Millionen Geräte und über eine Milliarde Spiele verkauft. 2023 waren es bereits 850 Millionen Spielkonsolen und über 5 Milliarden Spiele.

War Nintendo mit dem NES und dem Super NES lange Zeit unangefochtener Marktführer, sah sich das Unternehmen durch Wettbewerber wieSony mit denPlayStation-Konsolen sowieMicrosoft mit derXbox verstärktemKonkurrenzdruck ausgesetzt. DerHandheld-Markt wurde bis 2004/2005 von Nintendo und seiner Game-Boy-Plattform vollkommen dominiert. Erst mit derPlayStation Portable von Sony erschien eine ernstzunehmende Konkurrenz. Allerdings ist Nintendo nach Verkaufszahlen weiterhin Marktführer in diesem Segment. Durch denNintendo DS und dieNintendo Switch konnte der Konzern diese Position noch einmal ausbauen.

Nachahmung

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Der lang anhaltende Erfolg von Nintendo prägte Generationen von Spielern und inspirierte dasRetrogaming. Die früher erfolgreichen Konsolen, die Nintendo selbst seit längerem nicht mehr herstellt, erhalten heute durch kleinere Hersteller kompatible, lizenz- und patentrechtlich unbedenkliche Nachfolgemodelle. Gegen Nachbauten der Konsolen in Hardware oder Software (Emulatoren) im Allgemeinen, sowie gegen den Bruch der Schutzsysteme, die Nintendo in seine Konsolen einbaut, im Besonderen setzt sich der Konzern rechtlich zur Wehr. Die Maßnahmen sind gegenProduktpiraterie gerichtet, erschweren aber auch die (in den USAlegale)Archivierung durch Einrichtungen wie Spielebibliotheken undMuseen.

Für Abonnenten des kostenpflichtigen DienstesNintendo Switch Online stellt Nintendo eigene Emulatoren für das NES, das SNES, den Game Boy, Game Boy Color, Game Boy Advance, den GameCube, das N64 sowie dasSega Mega Drive bereit. Für diese Emulatoren werden jedoch (im Vergleich zur Zahl der erschienenen Spiele) nur einige wenige Spiele angeboten. Eigene, legaleSicherheitskopien von Spielen lassen sich mit den kommerziell angebotenen Emulatoren nicht abspielen.

Marktentwicklung

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Durch zunehmenden Wettbewerb im Marktsegment der Konsolenspiele hat Nintendo seine Plattformen mit jeder Generation mehr an den Marktstandard angepasst, um Portierungen zu vereinfachen und bei Multi-Plattform-Veröffentlichungen nicht den Anschluss zu verlieren. Die Programmierung für Nintendo-Konsolen folgt inzwischen den üblichen Standard des Spielemarktes, sodass verbreiteteSpiele-Engines wieUnity undUnreal die reibungslose Portierung eines Spiels für Nintendo-Konsolen ermöglichen. Sind Nintendo 64, GameCube und Wii noch eigene Wege bei der Grafikprogrammierung und der Technik in den Controllern gegangen, ist der Controller für die Nintendo Switch inzwischen per Bluetooth-Standard vollständig austauschbar. Lediglich die Knöpfe A und B, sowie X und Y sind, aus historischen Gründen, vertauscht.

Vertrieb

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Für die früheren Konsolen wurde die Software auf eigens produziertenSpielmodulen und seit den 2000ern auf proprietärenCD-ROMs undDVD-ROMs vertrieben. Nintendo eröffnete mit dem DSi Shop und dem Wii Shop Channel seine ersten digitalen Vertriebskanäle für die Konsolen Nintendo DSi und Wii. Mit der Einführung desNintendo eShops für die 3DS und die Wii U schloss Nintendo diese Online-Kanäle; Spieler verloren ihre online erworbenen Spiele und Inhalte. Der Nintendo eShop blieb jedoch der Online-Vertrieb auch für dieNintendo Switch undihren Nachfolger. Dadurch konnte Nintendo die online erworbenen Inhalte für die Spieler erhalten, als die Unterstützung des eShops für 3DS und Wii U eingestellt wurde.

Nintendo Switch Online ist Nintendos erster kostenpflichtiger Online-Dienst auf Basis einer Abonnement-Mitgliedschaft. Dieser stellt zusätzliche Funktionen sowohl für die Nintendo Switch als auch für kompatible Spiele bereit. Im Gegensatz zu Wettbewerbern bietet Nintendo keine Auswahl aktueller Spiele zum Abonnement an. (Season Pass)

Weitere Ereignisse

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Mitte 2008 änderte der Nintendo-Konzern sein Logo von rot in grau. Seit 2016 ist das Nintendo-Logo weiß auf rotem Hintergrund.

Am 6. Juni 2014 wurde die Zusammenlegung der beiden StandorteFrankfurt am Main undGroßostheim bekannt, wobei Nintendo in Großostheim seinen Europa-Hauptsitz hatte.[50] Der Standort Großostheim wurde aufgelöst.

Der ehemalige Firmensitz von Nintendo, der von 1930 bis 1959 genutzt wurde und sich ebenfalls in Kyōto befindet, ist heute ein Hotel.[51]

Stationäre Konsolen

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Hauptreihe

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Andere

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Handheld-Konsolen

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Hauptreihe

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Hinweis: Die Konsolen der „Hauptreihe“ waren alle ab demGame Boy Pocket in verschiedenen Farben erhältlich, sodass hier beispielhaft nur jeweils eine Variante abgebildet ist.

Andere

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Kompatibilität

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Die populären Handhelds von Nintendo waren häufig mit etwa einer Vorgenerationabwärtskompatibel. DerGame Boy Color spielte alle Spiele, die auf dem Game Boy gespielt werden konnten, ebenso derGame Boy Advance. DerNintendo DS und DS Lite verfügten über ein Einschubfach für Game Boy Advance|Game-Boy-Advance-Module, nicht jedoch DSi, DSi XL und 3DS. Der Nintendo 3DS unterstützt DS-Spiele.

DieWii kannGameCube-Spielediscs wiedergeben und verfügt über Schnittstellen für GameCube-Controller und -Speicherkarten. Das Laufwerk derWii U nimmt keine 8-Zentimeter-Discs an, und entsprechende Schnittstellen fehlen ebenfalls, Wii-Spiele werden jedoch unterstützt. Mit demGame Boy Player, einem Untersatzmodul für die Konsole, konnte auch der GameCube Spielmodule des Game Boys spielen.

FürNintendo Switch Online, der Online-Spieldatenbank des Herstellers mit Kauffunktion, können für dieNintendo Switch Emulatoren älterer Spielkonsolen erworben werden. Der Game Boy, der Game Boy Advance,NES undSuper Nintendo, sowie derN64 stehen dort als Emulatoren mit einer Auswahl beliebter Spiele zur Verfügung.

Spielereihen (Auswahl)

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Donkey-Kong-Arcade-Spieleautomat aus dem Jahr 1981
Super-Mario-Figur bei Nintendos schwedischem Sitz inKungsbacka (mit ursprünglicher Farbgebung für Hose und Hemd)

Persönlichkeiten

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Tochtergesellschaften und Joint Ventures

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Siehe auch

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Dokumentarfilme

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  • Die Nintendo Story. Ein Film von Andreas Garbe, Produktion:ZDFinfo. 27 Min, Deutschland 2017.[55]
  • Nintendo – Die Spiele-Legende. (=Firmen am Abgrund. Staffel 2, Folge 2). Ein Film von Leo Gizzi, Produktion: Make Productions. 43 Min. Deutsche Erstausstrahlung: ZDFinfo, 30. August 2018.[56][57]
  • Extraleben. (=High Score. Staffel 1, Folge 2). 44 Min. Produktion: Netflix. USA 2020.[58]

Literatur

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  • David Sheff:Nintendo – „Game Boy“: Ein japanisches Unternehmen erobert die Welt. Goldmann Verlag, München 1993,ISBN 3-442-30600-0 (englisch:Game Over: How Nintendo Zapped an American Industry, Captured Your Dollars, and Enslaved Your Children. New York 1993. Übersetzt von W. M. Riegel). 
  • Christian Gehlen:Die Nintendo Story. Wie ein Spielkarten-Hersteller das Gesicht der digitalen Unterhaltungsindustrie veränderte. In:Retro Nr. 39 (Retro Magazin Einzelausgabe), CSW-Verlag, Winnenden 2016.[59]

Weblinks

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Commons: Nintendo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. abCorporate Information – Company Profile. In: nintendo.co.jp. Nintendo Co., Ltd., abgerufen am 5. Juni 2025 (japanisch, englisch). 
  2. Corporate Information – Directors / Executive Officers. In: nintendo.co.jp. Nintendo Co., Ltd., abgerufen am 5. Juni 2025 (japanisch, englisch). 
  3. Ben S.: Nintendo: Die Führungswechsel befinden sich in vollem Gange. In: Nintendo-online.de. 18. Juni 2018, abgerufen am 5. Juni 2025. 
  4. abNintendo Annual Report 2023. (PDF; 1,3 MB) Nintendo, abgerufen am 10. März 2024 (englisch). 
  5. abcdIR Information : Sales Data – Dedicated Video Game Sales Units. In: nintendo.co.jp. Nintendo Co., Ltd., 30. Juni 2025, abgerufen am 5. August 2025 (englisch). 
  6. Neuer Nintendo Präsident Shuntaro Furukawa. Abgerufen am 27. April 2018 (englisch). 
  7. Claudia Frickel:Die Rückkehr des grünen Helden mit der Prinzessin. In:Focus.de. 22. Oktober 2011.
  8. Nintendo – Firmenname könnte andere Bedeutung haben als allgemein angenommen. (Memento vom 14. Juli 2015 imInternet Archive)
  9. Die Nintendo Story in ZDF Mediathek › Games Basis Spiele-News. Abgerufen am 31. Oktober 2019. 
  10. History of the Flower Cards (englisch).
  11. Nintendo Love Tester. Abgerufen am 31. Oktober 2019. 
  12. Gamester81: History of Consoles: Nintendo’s Color TV Game Consoles (1977–1979) | Gamester 81. Abgerufen am 31. Oktober 2019 (amerikanisches Englisch). 
  13. Nintendo of America – Bulbapedia, the community-driven Pokémon encyclopedia. Abgerufen am 31. Oktober 2019. 
  14. Nintendo consoles: A history in pictures from the NES to the SNES Mini. In:The Telegraph. 3. März 2017,ISSN 0307-1235 (telegraph.co.uk [abgerufen am 31. Oktober 2019]). 
  15. Donkey Kong arcade video game by Nintendo (1981). Abgerufen am 31. Oktober 2019. 
  16. This Day in History 7/15/1983: Nintendo “Family Computer” Launches in Japan (Memento vom 27. September 2015 imInternet Archive)
  17. GameBoy: Warum er die technisch weit überlegene Konkurrenz schlug. In:RetroVideoSpiele. 12. Mai 2018 (retrovideospiele.com [abgerufen am 27. Mai 2018]). 
  18. Blake J. Harris:Console Wars. Sega, Nintendo, and the Battle that Defined a Generation. HarperCollins, New York 2014.
  19. Mr Iwata's keynote TGS 2005 part 1. Abgerufen am 31. Oktober 2019. 
  20. nintendo.de (Memento vom 11. Februar 2013 im Webarchivarchive.today)
  21. Video Game Charts, Game Sales, Top Sellers, Game Data – VGChartz. Abgerufen am 31. Oktober 2019. 
  22. Press Release Game Developers Conference 2009. Abgerufen am 31. Oktober 2019. 
  23. Verkaufsstart in Japan. In: 4Players. 26. Februar 2011, archiviert vom Original am 24. Juli 2012; abgerufen am 27. April 2012. 
  24. Nintendo 3DS: Ab 25. März für 250 Euro erhältlich. In: CHIP Online. 19. Januar 2011, archiviert vom Original am 1. Mai 2012; abgerufen am 27. April 2012. 
  25. DS-Nachfolger: Nintendo 3DS angekündigt. In: Nintendo-Online.de. 24. März 2010, abgerufen am 27. April 2012. 
  26. Nintendos Finanzreport: Von Verlusten und Prognosen. Nintendo-Online.de, 26. April 2012, abgerufen am 27. April 2012. 
  27. 3DS und Wii U: Nintendo-Spiele künftig auch als Download erhältlich, netzwelt, 27. April 2012. Abgerufen am 30. April 2012.
  28. Nintendo: Wii U kommt am 30. November 2012 nach Europa – Golem.de. Abgerufen am 31. Oktober 2019. 
  29. spiegel.de:Bericht über die Ankündigung des 2DS (deutsch, abgerufen am 30. August 2013).
  30. nintendo.de:Informationen zum 2DS (deutsch, abgerufen am 30. August 2013).
  31. New Nintendo 3DS XL. Abgerufen am 31. Oktober 2019. 
  32. Tony Barthelmann:Nun doch: Nintendo will mit DeNA Spiele-Apps entwickeln In:jpgames.de. 17. März 2015, abgerufen am 18. März 2015. JakobD9:Miitomo erscheint im März In:Nintendo-online.de.
  33. PDF-Dokument über Personalwechsel bei Nintendo, abgerufen am 1. Juli 2018 (englisch).
  34. Tobias Ritter: Neuer Nintendo-Präsident – Tatsumi Kimishima wohl nur eine Übergangslösung. In: gamepro.de. GameStar GmbH, 15. September 2015, abgerufen am 16. September 2015. 
  35. Jonas Jansen: Warum sind alle so wild auf Pokémon Go? FAZ.net, 11. Juli 2016, abgerufen am 13. Juli 2016. 
  36. heise online: Nintendo: Marktwert dank Pokémon Go verdoppelt, Sony überholt. In: heise online. Abgerufen am 19. Juli 2016. 
  37. Nintendo: Was bringt der Pokémon-Hype der Aktie wirklich? In: Der Aktionär. Abgerufen am 14. Juli 2016. 
  38. Nintendo Switch-Weltpremiere stellt neue Unterhaltungserlebnisse für ein Heimvideospielsystem vor. In: Nintendo Deutschland. Nintendo of Europe GmbH, 20. Oktober 2016, abgerufen am 20. Oktober 2016. 
  39. NES Classic Mini kaufen: Nintendo plant Nachschub für Deutschland. In:netzwelt. (netzwelt.de [abgerufen am 13. Januar 2017]). 
  40. STANDARD Verlagsgesellschaft m.b.H.:Nintendo bringt ausverkauften NES Mini 2018 zurück. In:derStandard.at. (derstandard.at [abgerufen am 12. September 2017]). 
  41. Nintendo Switch: Die wichtigsten Details zur neuen Konsole. In: WIRED Germany. 13. Januar 2017, abgerufen am 13. Januar 2017. 
  42. Ein neuartiger Nintendo 2DS. Abgerufen am 31. Oktober 2019. 
  43. Nintendo Classic Mini: Super Nintendo Entertainment System. Abgerufen am 1. November 2025 (britisches Englisch). 
  44. nintendo.co.jp –代表取締役等の異動に関するお知らせ (japanisch), abgerufen am 1. August 2018.
  45. Nintendo Museum. In: Nintendo. Abgerufen am 22. August 2024 (englisch): „Opening on October 2, 2024 (Wed)“ 
  46. Nintendo Switch 2 | Nintendo. Abgerufen am 17. Januar 2025. 
  47. Nintendo DE: Nintendo Direct: Nintendo Switch 2 – 02.04.2025. 2. April 2025, abgerufen am 25. Mai 2025. 
  48. Michael Murphy: Every Nintendo Switch 2 Launch Game Releasing on Day-One. In: ComicBook.com. 3. Juni 2025, abgerufen am 4. Juni 2025 (amerikanisches Englisch). 
  49. Nintendo Switch: Kritik für alte Spiele zum Vollpreis. 27. Juni 2024, abgerufen am 10. Juni 2025 (deutsch). 
  50. Nintendo schließt Niederlassung in Großostheim – 130 Mitarbeiter betroffen. 6. Juni 2014, abgerufen am 31. Oktober 2019. 
  51. Former Nintendo headquarters in Kyoto to become hotel in 2021. In: The Japan Times. 18. Januar 2020, abgerufen am 19. Mai 2022 (englisch). 
  52. Neues Tochterunternehmen – Aus JESNET Co. Ltd. wird Nintendo Sales Co., Ltd. Abgerufen am 31. Oktober 2022. 
  53. Notice of Establishment of Joint Venture Company with DeNA Co., Ltd. and added as a Specified Subsidiary. Nintendo, 8. November 2022, abgerufen am 11. April 2023 (englisch). 
  54. Nintendo verkündet Kauf des Portierungsstudios Shiver Entertainment. 21. Mai 2024, abgerufen am 9. Juni 2024. 
  55. Die Nintendo-Story. In: ZDF.de. 20. Juni 2017, abgerufen am 9. Oktober 2019. 
  56. Nintendo – Die Spiele-Legende. In: ZDF.de. 30. August 2018, abgerufen am 9. Oktober 2019. 
  57. Nintendo – Die Spiele-Legende. In: Fernsehserien.de. Abgerufen am 9. Oktober 2019. 
  58. Extraleben (High Score. S1xF2). In: Internet Movie Database. Abgerufen am 11. Oktober 2021 (englisch). 
  59. Retro 39 | Die Nintendo Story – CSW-Verlag, 12,95 €. Abgerufen am 31. Oktober 2019. 
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