


DasNikolaifleet ist einFleet inHamburg und war früher der Hauptmündungsarm derAlster in dieElbe. Hier begann Ende des 12. Jahrhunderts die Entwicklung desHamburger Hafens, und bis ins 19. Jahrhundert wurden hier auf dem Wasserwege Waren in die anliegenden Speicher und den nahegelegenenHopfenmarkt umgeschlagen. Mit Entstehung derSpeicherstadt verlor dieser Teil des Hafens an Bedeutung.
Nach demHamburger Brand, der am 5. Mai 1842 in einem nahe dem Nikolaifleet gelegenen Haus an derDeichstraße ausbrach, wurde die HamburgerAltstadt weitgehend umgestaltet, unter anderem um Platz für ein neuesRathaus und denRathausmarkt zu schaffen. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Hauptabfluss der Alster in das durchgehend schiffbareAlsterfleet umgeleitet. Am Südende des Nikolaifleets liegt zwischenHolzbrücke undHoher Brücke der letzte erhaltene Fleetabschnitt mit typischalthamburgischer Bebauung. Die schmalen, hohen Fleetfronten der Außendeichhäuser an der Deichstraße stehen hier denen von vier erhaltenen Speichern amCremon schräg gegenüber.
Das Nikolaifleet ist demTidenhub derElbe ausgesetzt und fällt bei Ebbe teilweise trocken. Nach derSturmflut von 1962 wurde südlich der Hohen Brücke ein kleines Sperrwerk errichtet, das im Falle von Sturmfluten geschlossen werden kann.[1] Ein Wehr (mitFischtreppe) zwischen dem Nikolaifleet und dem Mönkedammfleet riegelt den Tidenhub zu den übrigen Fleeten der Innenstadt ab.
In Flussrichtung von Nord nach Süd:
Das HausHohe Brücke 2 wurde 1887/88 im Anschluss an den Bau derHohen Brücke als Wohn- und Dienstgebäude des Kranwärters erbaut, der die drei öffentlichen Kräne östlich der Brücke zu beaufsichtigen hatte. Weil lange irrtümlich angenommen wurde, hier wäre eine Zollstelle untergebracht gewesen, wird das Haus auch Mäuseturm (von Maut) genannt.[1] Es entstand zeitgleich mit der jenseits desZollkanals gelegenen Speicherstadt.
53.5455555555569.9877777777778Koordinaten:53° 32′ 44″ N,9° 59′ 16″ O