Movatterモバイル変換


[0]ホーム

URL:


Zum Inhalt springen
WikipediaDie freie Enzyklopädie
Suche

Niederrœdern

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Niederrœdern
Niederrœdern (Frankreich)
Niederrœdern (Frankreich)
StaatFrankreich Frankreich
RegionGrand Est
Département (Nr.)Bas-Rhin (67)
ArrondissementHaguenau-Wissembourg
KantonWissembourg
GemeindeverbandPlaine du Rhin
Koordinaten48° 54′ N,8° 3′ O48.9063888888898.0480555555556Koordinaten:48° 54′ N,8° 3′ O
Höhe119–193 m
Fläche6,88 km²
Einwohner886(1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte129 Einw./km²
Postleitzahl67470
INSEE-Code67330

Mairie Niederrœdern

Niederrœdern (deutschNiederrödern,elsässischNider’reddere) ist einefranzösischeGemeinde mit 886 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) imDépartementBas-Rhin in derRegionGrand Est (bis 2015Elsass) in der Nähe der deutschen Grenze beiRastatt.

Geschichte

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Der Name des Ortes leitet sich wohl vom lateinischen „radere“ ab, was darauf hindeutet, dass zur Zeit derrömischen Besatzung dort Wälder abgeholzt wurden. Aus dieser Zeit zeugen noch einige Fundstücke, wie Münzen und Graburnen, die auf dem Gemeindegebiet gefunden wurden.

ImMittelalter gehörte der Ort lange Zeit zum KlosterSeltz, dasAdelheid von Burgund, die Frau von KaiserOtto I 993 gründete, nachdem sie den Besitz, der bald unter dem Namen „Adelheids Eigen“ bekannt war, von ihrem Mann zum Geschenk erhalten hatte. Um diese Zeit datiert wohl auch die Entstehung der ersten Siedlung. Der NameRotheren erschien erstmals 1084 in einem Dokument zur Erhebung desZehnten. 1255 erbaute Rüdiger von Rüdern im Ort das erste Schloss der Herren vonFleckenstein. In den Folgejahren wurde der Ort unter den Namen „Rüdern“ (1371), „Niederrüdern“ (1442) und „Rödern“ (1700) erwähnt.

Von 1871 bis zum Ende desErsten Weltkrieges gehörte Niederrœdern als Teil desReichslandes Elsaß-Lothringen zumDeutschen Reich und war demKreis Weißenburg imBezirk Unterelsaß zugeordnet.

Neun aus Niederrœdern stammende jüdische Bewohner kamen imHolocaust laut Yad Vashem ums Leben.[1]

Bevölkerungsentwicklung

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
191019621968197519821990199920062017
787[2]643672696727769846871931

Ortsbeschreibung

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Paritätische Kirche St. Jakobus der Ältere
Der Jüdische Friedhof in Niederroedern

DieSimultankirche des Ortes wurde in den Jahren 1760 bis 1765 erbaut. Sie beherbergt eineOrgel von 1754, die jedoch erst 1862 in der Kirche von Niederroedern installiert wurde. Ursprünglich stammt sie aus der alten Kirche vonSoultz-sous-Forêts.

Der Ort hat auch eine besondere jüdische Tradition, die bis ins 20. Jahrhundert hineinreicht. Die ersteSynagoge des Ortes von 1785 wurde 1869 durch einen Neubau ersetzt, der 1945 demNationalsozialismus zum Opfer fiel. In Niederroedern gibt es einenjüdischen Friedhof.

Wirtschaft

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Wirtschaftlich ist immer noch das traditionelle Forstwesen und die Holzverarbeitung ein bedeutender Faktor. Weitere wichtige Erwerbsquellen sind Getreideanbau und Viehzucht.

Persönlichkeiten

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

In Niederrödern wurdeFriederike Brion (1752–1813), eine der ersten Geliebten vonGoethe, geboren. Ihr Geburtshaus aus dem Jahre 1740 kann heute noch besichtigt werden.

Literatur

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
  • Le Patrimoine des Communes du Bas-Rhin. Flohic Editions, 2 Bände, Paris 1999,ISBN 2-84234-055-8.

Siehe auch

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Weblinks

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Commons: Niederrœdern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
  1. Niederrödern (Elsass). Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinden im deutschen Sprachraum, aufgerufen am 22. Dezember 2024.
  2. Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Kreis Weißenburg
Gemeinden imArrondissement Haguenau-Wissembourg

Aschbach |Batzendorf |Beinheim |Bernolsheim |Berstheim |Betschdorf |Biblisheim |Bietlenheim |Bilwisheim |Bischwiller |Bitschhoffen |Brumath |Buhl |Cleebourg |Climbach |Crœttwiller |Dalhunden |Dambach |Dauendorf |Dieffenbach-lès-Wœrth |Donnenheim |Drachenbronn-Birlenbach |Drusenheim |Durrenbach |Eberbach-Seltz |Engwiller |Eschbach |Forstfeld |Forstheim |Fort-Louis |Frœschwiller |Gambsheim |Geudertheim |Gœrsdorf |Gries |Gumbrechtshoffen |Gundershoffen |Gunstett |Hagenau |Hatten |Hegeney |Herrlisheim |Hochstett |Hœrdt |Hoffen |Hunspach |Huttendorf |Ingolsheim |Kaltenhouse |Kauffenheim |Keffenach |Kesseldorf |Kilstett |Kindwiller |Krautwiller |Kriegsheim |Kurtzenhouse |Kutzenhausen |Lampertsloch |Langensoultzbach |Laubach |Lauterbourg |Lembach |Leutenheim |Lobsann |Memmelshoffen |Merkwiller-Pechelbronn |Mertzwiller |Mietesheim |Mittelschaeffolsheim |Mommenheim |Morsbronn-les-Bains |Morschwiller |Mothern |Munchhausen |Neewiller-près-Lauterbourg |Neuhaeusel |Niederbronn-les-Bains |Niederlauterbach |Niedermodern |Niederrœdern |Niederschaeffolsheim |Niedersteinbach |Oberbronn |Oberdorf-Spachbach |Oberhoffen-lès-Wissembourg |Oberhoffen-sur-Moder |Oberlauterbach |Oberrœdern |Obersteinbach |Offendorf |Offwiller |Olwisheim |Ohlungen |Preuschdorf |Reichshoffen |Retschwiller |Riedseltz |Rittershoffen |Rœschwoog |Rohrwiller |Roppenheim |Rothbach |Rott |Rottelsheim |Rountzenheim-Auenheim |Salmbach |Schaffhouse-près-Seltz |Scheibenhard |Schirrhein |Schirrhoffen |Schleithal |Schœnenbourg |Schweighouse-sur-Moder |Seebach |Seltz |Sessenheim |Siegen |Soufflenheim |Soultz-sous-Forêts |Stattmatten |Steinseltz |Stundwiller |Surbourg |Trimbach |Uhlwiller |Uhrwiller |Uttenhoffen |Val-de-Moder |Wahlenheim |Walbourg |Weißenburg (Elsass) |Weitbruch |Weyersheim |Windstein |Wingen |Wintershouse |Wintzenbach |Wittersheim |Wœrth |Zinswiller

Normdaten (Geografikum):GND:7751169-4 (GND Explorer,lobid,OGND,AKS) |VIAF:248795828
Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Niederrœdern&oldid=251469067
Kategorien:

[8]ページ先頭

©2009-2026 Movatter.jp