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Neon

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aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unterNeon (Begriffsklärung) aufgeführt.
Eigenschaften
Allgemein
Name,Symbol,OrdnungszahlNeon, Ne, 10
ElementkategorieEdelgase
Gruppe,Periode,Block18,2,p
AussehenFarbloses Gas
CAS-Nummer

7440-01-9

EG-Nummer231-110-9
ECHA-InfoCard100.028.282
Massenanteil an derErdhülle0,005 ppm[1]
Atomar[2]
Atommasse20,1797(6)[3][4]u
Kovalenter Radius58 pm
Van-der-Waals-Radius154 pm
Elektronenkonfiguration[He] 2s2 2p6
1.Ionisierungsenergie21.564540(7)eV[5]2080.66kJ/mol[6]
2. Ionisierungsenergie40.96297(4) eV[5]3952.32 kJ/mol[6]
3. Ionisierungsenergie63.4233(3) eV[5]6119.42 kJ/mol[6]
4. Ionisierungsenergie97.1900(25) eV[5]9377.41 kJ/mol[6]
5. Ionisierungsenergie126.247(12) eV[5]12181 kJ/mol[6]
Physikalisch[2]
Aggregatzustandgasförmig
Kristallstrukturkubisch flächenzentriert
Dichte0,900 kg · m−3[7] bei 273 K
Magnetismusdiamagnetisch (χm = −3,8 · 10−9)[8]
Schmelzpunkt24,56K (−248,59 °C)
Siedepunkt27,15 K[9] (−246 °C)
Molares Volumen(fest) 13,23 · 10−6 m3·mol−1
Verdampfungsenthalpie1,9 kJ·mol−1[9]
Schmelzenthalpie0,34 kJ·mol−1
Schallgeschwindigkeit435[10] m·s−1
Spezifische Wärmekapazität1030,4 J·kg−1·K−1
Wärmeleitfähigkeit0,0491W·m−1·K−1
Isotope
IsotopNHt1/2ZAZE (MeV)ZP
18Ne
{syn.}1,67sε4,44618F
19Ne
{syn.}17,34msε3,23819F
20Ne
90,48 %Stabil
21Ne
0,27 %Stabil
22Ne
9,25 %Stabil
23Ne
{syn.}34,24sβ4,37623Na
24Ne
{syn.}3,38minβ2,47024Na
Weitere Isotope sieheListe der Isotope
NMR-Eigenschaften
Kernspinγ in
rad·T−1·s−1
Er (1H)fL bei
B = 4,7T
inMHz
21Ne3/2−2,112 · 1070,002515,8
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[7]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-SätzeH:280
P:403[7]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten beiStandardbedingungen.

Neon (griechischνέοςnéos, deutsch‚neu‘) ist einchemisches Element mit demElementsymbol Ne und derOrdnungszahl 10.

ImPeriodensystem steht es in der 8. Hauptgruppe, bzw. der 18. IUPAC-Gruppe und zählt daher zu denEdelgasen. Wie die anderen Edelgase ist es ein farbloses, äußerst reaktionsträges, einatomiges Gas. In vielen Eigenschaften wieSchmelz- undSiedepunkt oderDichte steht es zwischen dem leichterenHelium und dem schwererenArgon.

ImUniversum gehört Neon zu denhäufigsten Elementen, auf der Erde ist es dagegen relativ selten, da wie bei Helium ein großer Teil des Gases in das Weltall entwichen ist. Vorwiegend ist es in derErdatmosphäre zu finden, nur geringe Mengen sind in Gesteinen eingeschlossen.

WieKrypton undXenon wurde auch Neon 1898 vonWilliam Ramsay undMorris William Travers durchfraktionierte Destillation von flüssiger Luft entdeckt. Die bekannteste Anwendung sind dieLeuchtröhren mit Neonfüllung (Neonlampen), in denen Neon durchGasentladungen in einer typischen orangeroten Farbe zum Leuchten angeregt wird.

Geschichte

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William Ramsay

1894 war vonLord Rayleigh undWilliam Ramsay als erstes Edelgas dasArgon entdeckt worden. Ramsay isolierte 1895 auch das zuvor nur aus demSonnenspektrum bekannteHelium ausUranerzen. Aus den Gesetzen des Periodensystems erkannte er, dass es zwischen Helium und Argon ein weiteres Element mit einerAtommasse von etwa 20 u geben müsste.

Er untersuchte daher ab 1896 zunächst verschiedene Minerale undMeteoriten und die von diesen beim Erhitzen oder Lösen abgegebenen Gase. Ramsay und sein MitarbeiterMorris William Travers waren dabei jedoch nicht erfolgreich, es wurden Helium und seltener Argon gefunden. Auch die Untersuchung heißer Gase ausCauterets inFrankreich und ausIsland brachten keine Ergebnisse.[11]

Schließlich begannen sie, 15 Liter Rohargon, das aus flüssiger Luft isoliert wurde, zu untersuchen und durch Verflüssigen undfraktionierte Destillation zu trennen. Das erste dadurch abgetrennte und am Flammenspektrum nachgewiesene Element war dabei dasKrypton, am 13. Juni 1898 gelang schließlich die Isolierung eines leichteren Elementes aus der niedriger siedenden Fraktion des Rohargons. Dieses nannten Ramsay und TraversNeon, nach dem griechischenνέοςnéos, deutsch‚neu‘.[12] Kurze Zeit später konnten sie aus der Krypton enthaltenden Fraktion ein weiteres Element, dasXenon, gewinnen.[11]

Die erste Anwendung des neu entdeckten Gases war die 1910 von dem FranzosenGeorges Claude entwickelteNeonlampe: In eine Glasröhre gefülltes Neon wird durch hohe Spannungen zum Leuchten angeregt.[13]

Nukleosynthese

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Neon, vor allem dasIsotop20Ne, ist ein wichtiges Zwischenprodukt in derNukleosynthese in Sternen, entsteht aber erst beimKohlenstoffbrennen. Während desHeliumbrennens bei etwa 200 · 106 K entsteht20Ne auf Grund des geringenEinfangquerschnitts von16O für α-Teilchennicht, lediglich die Isotope21Ne und22Ne können aus dem schwereren18O entstehen. Steigen die Temperatur und die Dichte eines Sterns nach Verbrauch des Heliums deutlich an, so kommt es zum Kohlenstoffbrennen, bei dem zwei Kohlenstoffatome zu einem angeregtenMagnesiumisotop24Mg* fusionieren. Aus diesem bildet sich durchα-Zerfall20Ne.

12C + 12C 24Mg 20Ne + 4He{\displaystyle \mathrm {^{12}C\ +\ ^{12}C\longrightarrow \ ^{24}Mg^{\ast }\longrightarrow \ ^{20}Ne\ +\ ^{4}He} }

Bei weiterem Temperatur- und Druckanstieg kommt es zumNeonbrennen, bei dem20Ne durchPhotodesintegration zu16O wird beziehungsweise mit den entstandenen Heliumkernen zu24Mg fusioniert.

20Ne+γ 16O+ 4He{\displaystyle \mathrm {^{20}Ne+\gamma \longrightarrow \ ^{16}O+\ ^{4}He} }
20Ne+4He 24Mg+γ{\displaystyle \mathrm {^{20}Ne+{}^{4}He\longrightarrow \ ^{24}Mg+\gamma } }

Dieses findet auf Grund der höheren Empfindlichkeit von20Ne im Vergleich zu16O gegenüberGammastrahlung vor den eigentlich zu erwartenden Reaktionen des leichteren Sauerstoffkerns statt. Erst nach Ende des Neonbrennens findet dasSauerstoffbrennen statt, bei dem aus16O schwerere Elemente wieSilicium,Phosphor undSchwefel gebildet werden.[14][15]

Vorkommen

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Neon zählt imUniversum zu den häufigsten Elementen, lediglichWasserstoff, Helium,Sauerstoff,Kohlenstoff undStickstoff sind häufiger. Auf der Erde ist es dagegen – wie Helium – relativ selten, der Gesamtanteil an derErdhülle beträgt etwa 0,005 ppm.[1] Der Großteil des Neons befindet sich dabei in der Atmosphäre, mit einem durchschnittlichen Gehalt von 18,18 ppm ist es nach Argon das häufigste Edelgas.[16] Aus der unterschiedlichen Verteilung der leichten und schweren Isotope des Neons auf der Erde und Sonne kann geschlossen werden, dass seit Entstehung der Erde ein Großteil des Neons aus der Atmosphäre entwichen ist und bevorzugt die schwereren Isotope21Ne und22Ne zurückgeblieben sind.

In kleinen Mengen kommt Neon auch in Gesteinen der Erde vor. Nachgewiesen wurde es inGranit,Basaltgesteinen,Diamanten undvulkanischen Gasen. Auf Grund verschiedener Isotopenzusammensetzungen wird vermutet, dass dieses Neon drei verschiedene Ursprünge hat:Primordiales Neon, dessen Zusammensetzung derjenigen der Sonne entspricht und das ohne Kontakt zur Atmosphäre in Diamanten oder im Erdmantel eingeschlossen ist; atmosphärisches Neon und durchSpallationsreaktionen mitkosmischer Strahlung entstandenes Neon.[17]

AufGasplaneten wieJupiter kann auf Grund der hohenGravitation das Neon nicht entweichen, die Isotopenzusammensetzung entspricht daher derjenigen bei der Bildung des Planeten. Wie von der RaumsondeGalileo festgestellt, entspricht das Verhältnis von20Ne zu22Ne demjenigen der Sonne, was Rückschlüsse auf die Entstehungsbedingungen, etwa die Temperatur, bei der Bildung der Gasplaneten zulässt.[18]

Gewinnung und Darstellung

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Neon lässt sich als Nebenprodukt bei der Luftzerlegung nach demLinde-Verfahren gewinnen. Nach Abtrennung vonWasser,Kohlenstoffdioxid, Sauerstoff, den bei höheren Temperaturen siedenden Edelgasen und dem Großteil an Stickstoff bleibt ein Gasgemisch zurück, das zu 35 % aus Neon, daneben ausHelium,Wasserstoff und etwa 50 % Stickstoff besteht (jeweilsStoffmengenanteile). Dieses kann auf verschiedene Weisen getrennt werden, so dass am Ende die reinen Gase Neon und Helium gewonnen werden. Eine Möglichkeit ist es, die Gase über Kondensation bei unterschiedlichen Siedepunkten und die Ausnutzung desJoule-Thomson-Effektes zu trennen. Nach Abtrennung des Wasserstoffes überkatalytische Reaktion mit zugegebenem Sauerstoff und Entfernung des Wassers wird dabei zunächst bei 30 bar und 66 K der Stickstoff verflüssigt und abgetrennt. Nach der Entfernung des restlichen Stickstoffes durchAdsorption anSilicagel bleibt ein Gasgemisch von etwa 76 % Neon und 24 % Helium zurück. Dieses wird bei Raumtemperatur zunächst auf 180 bar verdichtet und stufenweise auf 50 K abgekühlt. Bei der Expansion auf 25 bar und anschließend auf 1,5 bar kondensiert das Neon, während Helium gasförmig bleibt. Eine Feintrennung erfolgt danach durchRektifikation.[19]

Eine Alternative ist die Adsorption. Dazu wird nach der Abtrennung des Stickstoffes das Neon bei 5 bar und 67 K an ein Trägermaterial adsorbiert. Dieses gibt bei 3 bar das Neon wieder ab, so dass es vom Helium getrennt werden kann. Um eine größere Reinheit zu erreichen, wird das Neon zweimal nacheinander adsorbiert.[19]

Bis zumEinmarsch russischer Truppen 2022 in die Ukraine wurden dort etwa 70 % der Weltproduktion an Neon erzeugt. Da Neon ein essentieller Faktor bei der Herstellung von Halbleiterprodukten ist, kann dieser Ausfall zu ernsten Problemen in diesem Bereich führen.[20]

Eigenschaften

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Physikalische Eigenschaften

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Kubisch-dichteste Kugelpackung von festem Neon,a = 443 pm
Linienspektrum einer Gasentladung in Neon

Neon ist ein bei Normalbedingungen einatomiges, farbloses und geruchlosesGas, das bei 27 K (−246 °C)kondensiert und bei 24,57 K (−248,59 °C) erstarrt. Es besitzt damit den kleinsten Temperaturbereich aller Elemente, in dem es flüssig ist. Wie die anderen Edelgase außer dem Helium kristallisiert Neon in einerkubisch dichtesten Kugelpackung mit demGitterparametera = 443 pm.[21]

Wie alle Edelgase besitzt Neon nur abgeschlosseneElektronenschalen (Edelgaskonfiguration). Dadurch lässt sich erklären, dass das Gas stets einatomig vorliegt und die Reaktivität gering ist.

Mit einer Dichte von 0,9 kg/m3 bei 0 °C und 1013 hPa ist Neon etwas leichter als Luft, steigt also auf. ImPhasendiagramm liegt derTripelpunkt bei 24,56 K und 43,37 kPa,[22] diekritische Temperatur bei 44,4 K, derkritische Druck bei 265,4 kPa und die kritische Dichte bei 0,483 g/cm3.[23]

In Wasser ist Neon schlecht löslich, in einem Liter Wasser können sich bei 20 °C maximal 10,5 ml Neon lösen.[23]

Wie andere Edelgase zeigt Neon beiGasentladungen ein charakteristischesLinienspektrum. Da die Linien im sichtbarenSpektralbereich vorwiegend im roten bis gelben Bereich sind, erscheint das Gas bei einer Entladung in einer typischen roten Farbe.

Chemische Eigenschaften

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Als typisches Edelgas ist Neon äußerst reaktionsträge, es sind wie beim Helium bislang keine Verbindungen des Elementes bekannt. SogarClathrate, bei denen andere Edelgase in anderen Verbindungen physikalisch eingeschlossen sind, sind unbekannt. Nachtheoretischen Berechnungen ist Neon das am wenigsten reaktive Element. So ist die berechneteDissoziationsenthalpie für Verbindungen des Typs NgBeO (Ng: Edelgas) bei der Neonverbindung am geringsten. Es zeigte sich, dass selbst das Neonanalogon der einzig bekannten, nach Rechnungen stabilen Heliumverbindung HHeF nicht stabil sein sollte. Mögliche Erklärungen für diese Ergebnisse sind die größeren Fluor-Wasserstoff-Abstände und damit schwächere Anziehungskräfte im HNe+-Ion im Vergleich zur Helium-Spezies oder abstoßende p-π-Wechselwirkungen in Neon-Kationen.[24]

Es sind lediglich ausmassenspektrometrischen Untersuchungen einigeIonen bekannt, in denen Neon beteiligt ist. Zu diesen zählen das Ne+-Ion und einige Element-Neon-Ionen wie ArNe+, HeNe+ und HNe+.[25]

Isotope

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Es sind insgesamt 19Isotope des Neons zwischen15Ne und34Ne bekannt. Von diesen sind drei,20Ne,21Ne und22Ne stabil und kommen auch in der Natur vor.20Ne ist mit 90,48 % Anteil mit Abstand am häufigsten.21Ne ist mit 0,27 % Anteil auf der Erde am seltensten und22Ne kommt mit einer Häufigkeit von 9,25 % in der natürlichen Isotopenverteilung auf der Erde vor. Alle anderen Isotope haben kurzeHalbwertszeiten von maximal 3,38 Minuten bei24Ne.[26]

Bedingt durch den Verlust von Neon in das Weltall und die Bildung in Kernreaktionen ist das Verhältnis von20Ne/22Ne und21Ne/22Ne von Neon, das in Gesteinen eingeschlossen ist und keinen Kontakt zur Atmosphäre besitzt, nicht immer gleich. Daher lassen sich aus den Isotopenverhältnissen Rückschlüsse auf die Entstehung schließen. So ist in Gesteinen, in denen Neon durchSpallationsreaktionen entstanden ist, der Gehalt an21Ne erhöht. Primordiales Neon, das vor dem Verlust eines großen Teils des Neons in Gesteinen undDiamanten eingeschlossen wurde, besitzt dagegen einen höheren Anteil an20Ne.[17]

Liste der Neon-Isotope

Biologische Bedeutung

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Wie die anderen Edelgase hat Neon auf Grund der Reaktionsträgheit keine biologische Bedeutung und ist auch nicht toxisch. In höheren Konzentrationen wirkt es durch Verdrängung des Sauerstoffs erstickend.[27] Bei Drücken von mehr als 110 bar wirkt esnarkotisierend.[28]

Verwendung

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Helium-Neon-Laser im Betrieb

Auf Grund der Seltenheit und komplizierten Herstellung und des damit einhergehenden höheren Preises im Vergleich zum ähnlichen Argon wird Neon weniger verwendet: Die weltweite Produktion betrug 2020 etwa zwischen 720.000 und 760.000 m³.[29]

Neon ist Füllgas vonLeuchtröhren undGlimmlampen, in denen es durchGasentladung zum Leuchten in einer typischen orangeroten Farbe angeregt wird. Auch in Blitz- undStroboskoplampen wird Neon als Füllgas genutzt.[23]

InHelium-Neon-Laser wird ein Gemisch an Helium und Neon eingesetzt. Die notwendigeBesetzungsinversion des Lasermediums Neon wird dabei durch die Anregung des Heliums (Gasentladung) und den strahlungslosen Übergang von Elektronen zum Neon erreicht. Diestimulierte Emission erfolgt beiWellenlängen von 632,8 nm (Rot), wenn die Resonatorspiegel diese Wellenlänge bevorzugt reflektieren. Weitere erzeugbare Wellenlängen sind 1152,3 nm, 3391 nm (Infrarot), sowie 543,3 nm (Grün).[30]

Excimerlaser verwenden Neon als Puffergas, daher ist dieUltraviolett-Fotolithografie in der Halbleiterfertigung ein großer Verbraucher von Neon.[31] Die Halbleiterfertigung ist Haupt-Einsatzgebiet der Excimerlaser und verbrauchte 2020 etwa 80 bis 90 % des erzeugten Neons.[29]

Flüssiges Neon kann alsKältemittel eingesetzt werden. Es hat eine 40-mal höhereKühlleistung als flüssiges Helium und eine dreimal höhere als Wasserstoff.[19] Dadurch, durch die tiefere Temperatur alsFlüssigstickstoff sowie wegen geringerer Diffusionsrate als Helium ist es in einigen wenigen, nicht preissensitiven Anwendungen, wie der Vorrats-Verdampfungskühlung von Sensoren in der Raumfahrt, überlegen.

Neon kann im Gemisch mit Sauerstoff alsAtemgas für dasTauchen in großer Tiefe genutzt werden. Es wird jedoch nur selten eingesetzt, da es im Vergleich zum ähnlich verwendbaren Helium einen höheren Preis besitzt und auch einen größerenAtemwiderstand aufweist.[32][33]

Neon-Gasentladungsröhren verschiedener Bauformen

Literatur

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Weblinks

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Wiktionary: Neon – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Neon – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Wikibooks: Wikijunior Die Elemente/ Elemente/ Neon – Lern- und Lehrmaterialien

Einzelnachweise

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  1. abHarry H. Binder:Lexikon der chemischen Elemente. S. Hirzel Verlag, Stuttgart 1999,ISBN 3-7776-0736-3.
  2. Die Werte für die Eigenschaften (Infobox) sind, wenn nicht anders angegeben, auswww.webelements.com (Neon) entnommen.
  3. Michael E. Wieser, Tyler B. Coplen:Atomic weights of the elements (IUPAC Technical Report). In:Pure and Applied Chemistry. Band 83, Nr. 2, 2011, S. 359–396,doi:10.1351/PAC-REP-10-09-14 (freier Volltext).
  4. IUPAC, Standard Atomic Weights Revised 2013.
  5. abcdeEintrag zuneon in Kramida, A., Ralchenko, Yu., Reader, J. und NIST ASD Team (2019):NIST Atomic Spectra Database (ver. 5.7.1). Hrsg.:National Institute of Standards and Technology, Gaithersburg, MD.doi:10.18434/T4W30F (physics.nist.gov/asd).  Abgerufen am 11. Juni 2020.
  6. abcdeEintrag zuneon beiWebElements,www.webelements.com, abgerufen am 11. Juni 2020.
  7. abcEintrag zuNeon in derGESTIS-Stoffdatenbank desIFA, abgerufen am 25. April 2017. (JavaScript erforderlich)
  8. Robert C. Weast (Hrsg.):CRC Handbook of Chemistry and Physics. CRC (Chemical Rubber Publishing Company), Boca Raton 1990,ISBN 0-8493-0470-9, S. E-129 bis E-145. Werte dort sind auf g/mol bezogen und in cgs-Einheiten angegeben. Der hier angegebene Wert ist der daraus berechnete maßeinheitslose SI-Wert.
  9. abYiming Zhang, Julian R. G. Evans, Shoufeng Yang:Corrected Values for Boiling Points and Enthalpies of Vaporization of Elements in Handbooks. In:Journal of Chemical & Engineering Data. 56, 2011, S. 328–337;doi:10.1021/je1011086.
  10. David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL,Geophysics, Astronomy, and Acoustics, S. 14-49. bei 0 °C.
  11. abWilliam Ramsay:The Rare Gases of the Atmosphere. Nobelpreisrede, 12. Dezember 1904.
  12. William Ramsay, Morris W. Travers:On the companions of argon. In:Proceedings of the Royal Society of London. 1898, Band 63, Nummer 389-400, S. 437–440doi:10.1098/rspl.1898.0057.
  13. Patent US1125476A: System of illuminating by luminescent tubes. Angemeldet am 9. November 1911, veröffentlicht am 19. Januar 1915, Erfinder: Georges Claude.
  14. L. R. Buchmann, C. A. Barnes:Nuclear reactions in stellar helium burning and later hydrostatic burning stages. In:Nuclear Physics A. 777, 2006, S. 254–290;doi:10.1016/j.nuclphysa.2005.01.005.
  15. S. E. Woosley, A. Heger:The evolution and explosion of massive stars. In:Rev. Mod. Phys. Band 74, 2002, S. 1015–1071,doi:10.1103/RevModPhys.74.1015.
  16. David R. Williams:Earth Fact Sheet.NASA, Greenbelt, Stand 20. Mai 2009.
  17. abAlan P. Dickin:Radiogenic isotope geology. 2. Auflage. Cambridge University Press, 2005,ISBN 0-521-82316-1, S. 303–307.
  18. P. R. Mahaffy, H. B. Niemann, A. Alpert, S. K. Atreya, J. Demick, T. M. Donahue, D. N. Harpold, T. C. Owen:Noble gas abundance and isotope ratios in the atmosphere of Jupiter from the Galileo Probe Mass Spectrometer. In:J. Geophys. Res. Band 105, 2000, S. 15061–15071,doi:10.1029/1999JE001224.
  19. abcP. Häussinger, R. Glatthaar, W. Rhode, H. Kick, C. Benkmann, J. Weber, H.-J. Wunschel, V. Stenke, E. Leicht, H. Stenger:Noble Gases. In:Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry. Wiley-VCH, Weinheim 2006,doi:10.1002/14356007.a17_485.
  20. Explained: Why the Russia-Ukraine crisis may lead to a shortage in semiconductors Pranav Mukul in The Indian Express vom 13. März 2022, abgerufen am 29. März 2022
  21. K. Schubert:Ein Modell für die Kristallstrukturen der chemischen Elemente. In:Acta Crystallographica. 30, 1974, S. 193–204;doi:10.1107/S0567740874002469.
  22. Eintrag zuNeon (Phase change data). In: P. J. Linstrom, W. G. Mallard (Hrsg.):NIST Chemistry WebBook, NIST Standard Reference Database Number 69.National Institute of Standards and Technology, Gaithersburg MD, abgerufen am 17. November 2019.
  23. abcEintrag zuNeon. In:Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 19. Juni 2014.
  24. Errol G. Lewars:Modeling Marvels: Computational Anticipation of Novel Molecules. Springer Verlag, 2008,ISBN 978-1-4020-6972-7, S. 69–80.
  25. David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL,Properties of the Elements and Inorganic Compounds, S. 4-23.
  26. G. Audi, F. G. Kondev, Meng Wang, W. J. Huang, S. Naimi:The NUBASE2016 evaluation of nuclear properties. In:Chinese Physics C. Band 41, 2017, S. 030001,doi:10.1088/1674-1137/41/3/030001 (Volltext).
  27. Neon 4.5. (PDF; 304 kB) Linde AG, 2. Mai 2011, abgerufen am 16. Juni 2018. 
  28. Walter J. Moore, Dieter O. Hummel:Physikalische Chemie. 4. Auflage. de Gruyter, 1986,ISBN 3-11-010979-4, S. 284 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  29. abThomas Metschl:Rohstoff Neon: Mehr als leuchtende Farben, verlag moderne industrie GmbH, 27. Feb. 2020, abgerufen am 26. Jan. 2023.
  30. Eintrag zuHelium-Neon-Laser. In:Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 19. Juni 2014.
  31. Yosuke Sakai et al.:High-repetition-rate (6 kHz) and long-pulse-duration (50 ns) ArF excimer laser for sub-65 nm lithography, inReview of Scientific Instruments, März 2006, in The Review of scientific instruments 77(3),DOI:10.1063/1.2182744, abgerufen am 26. Jan. 2023
  32. Alfred A. Bove, Jefferson Carroll Davis:Bove and Davis' diving medicine. 4. Auflage. Elsevier, 2004,ISBN 0-7216-9424-1, S. 121.
  33. Patent US3815591: Diving gas mixtures and methods of deep diving. Veröffentlicht am 28. April 1972, Anmelder: Union Carbide Co., Erfinder: Heinz Schreiner, Robert Hamilton, Arthur Francis.
Periodensystem derElemente
HHe
LiBeBCNOFNe
NaMgAlSiPSClAr
KCaScTiVCrMnFeCoNiCuZnGaGeAsSeBrKr
RbSrYZrNbMoTcRuRhPdAgCdInSnSbTeIXe
CsBaLaCePrNdPmSmEuGdTbDyHoErTmYbLuHfTaWReOsIrPtAuHgTlPbBiPoAtRn
FrRaAcThPaUNpPuAmCmBkCfEsFmMdNoLrRfDbSgBhHsMtDsRgCnNhFlMcLvTsOg
AlkalimetalleErdalkalimetalleLanthanoideActinoideÜbergangsmetalleMetalleHalbmetalleNichtmetalleHalogeneEdelgaseChemie unbekannt
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