Movatterモバイル変換


[0]ホーム

URL:


Zum Inhalt springen
WikipediaDie freie Enzyklopädie
Suche

Nationalpark Slowakischer Karst

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Nationalpark Slowakischer Karst
Národný park Slovenský kras

Die Zádielska tiesňava im Osten des Nationalparks
Die Zádielska tiesňava im Osten des Nationalparks
Die Zádielska tiesňava im Osten des Nationalparks
Nationalpark Slowakischer Karst (Slowakei)
Nationalpark Slowakischer Karst (Slowakei)
48.620.516666666667Koordinaten:48° 36′ 0″ N,20° 31′ 0″ O
Lage:Košický,Slowakei
Besonderheit:Biosphärenreservat, z. T. UNESCO-Welterbe
Nächste Stadt:Rožňava,Medzev
Fläche:346,11 km²
Gründung:1. März 2002
Adresse:Sprava Národného parku Slovenský kras
Biely kaštieľ č. 188
049 51 Brzotín

i3i6

DerNationalpark Slowakischer Karst (slowakischNárodný park Slovenský kras) ist einslowakischerNationalpark in der Ost-Mitte des Landes. Er befindet sich imSlowakischen Karst, einem Teil desSlowakischen Erzgebirges im politischen BezirkKošický kraj.

Der Nationalpark ist bekannt für seine Felsenformationen und zahlreiche Höhlen, Schluchten, Schlünde und weiterenKarstformationen. Gemeinsam mit demungarischenNationalpark Aggtelek (Aggteleker Karst) bedeckt er eines der größten Karstgebiete Mitteleuropas. Einige Höhlen gehören zumUNESCO-Welterbe „Höhlen des Slowakischen Karstes und Aggteleker Karstes“.

Der Sitz der Verwaltung befindet sich inBrzotín.

Geschichte

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Der Vorgänger des Nationalparks wurde schon 1973 gegründet, dabei handelte es sich um ein Landschaftsschutzgebiet (Größe 361,65 km² Kernzone). Am 1. März 1977 wurde das Gebiet zum erstenBiosphärenreservat in der Slowakei erklärt. Per Verordnung der slowakischen Regierung ist das Gebiet seit dem 1. März 2002 ein Nationalpark.

Geographie

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Silická ľadnica

Der Nationalpark liegt im südwestlichen Teil derOstslowakei im politischen BezirkKošický kraj (OkresyRožňava undKošice-okolie), entlang der Grenze zu Ungarn. Kleinere Teile der 117,41 km² großen Schutzzone reichen in denOkres Revúca, der zumBanskobystrický kraj gehört; auf der Ostseite zählt ein kleiner Teil derKošická kotlina zur Schutzzone. Die 346,11 km² große Kernzone bedeckt fast den gesamtenSlowakischen Karst und reicht vonPlešivec im Westen nachJasov im Osten. Der Hauptteil befindet sich zwischen den FlüssenSlaná,Turňa undBodva, über den Pass Jablonovské sedlo. Kleinere Teile der Kernzone befinden sich beiderseits des Unterlaufs des Flusses Štítnik.

Auf dem Gebiet des gesamten Nationalparks sind mehr als 1000 Höhlen bekannt. Das bisher längste und tiefste entdeckte Höhlensystem desSkalistý potok misst etwa 5,8 km und ist 317 m tief. DieSilická ľadnica (Eishöhle von Silica) wird als die tiefstgelegene Eishöhle in der gemäßigten klimatischen Zone bezeichnet, mit dem Eingang auf der Höhe von 503 m n.m. 12 der Höhlen sind seit 1995 Teil des UNESCO-Welterbes. Der Öffentlichkeit zugängliche Höhlen sind:Domica,Gombasecká jaskyňa undJasovská jaskyňa. Die manchmal erwähnteOchtinaer Aragonithöhle liegt außerhalb der Nationalpark-Grenzen.

Die bekannteste Schlucht ist dieZádielska tiesňava bei der GemeindeZádiel. Sie ist bis zu 300 Meter tief, manchmal nur 10 Meter breit und etwa 2 km lang. Einige tiefe Schlünde sind z. B. die Kunia priepasť („Marder-Schlünde“, −220 m), die Čertova diera („Teufelsloch“, −186 m) oder die Brázda („Furche“, −181 m).

Der höchste Punkt des Nationalparks ist die Matesova skala (925 m n.m.).

Flora und Fauna

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Der Wald bedeckt auch heute noch etwa 80 % des Nationalpark-Gebietes. In den tieferen Lagen wachsen zumeistEichen undHainbuchen, auf der südlichen Seite stehen sie auch in höheren Lagen. Auf der Nordseite und höher gelegen wachsen weniger verbreiteteBuchen. Selten kommen auchAhorne undEschen vor.Zu den endemischen Pflanzen gehören:Ungarische Lotwurz (Onosma tornensis) oderHainburger Feder-Nelke (Dianthus praecox subsp. lumnitzeri), weitere seltene Pflanzen sind z. B.Hunds-Zahnlilie oderGrünes Kopfgras.

Wie in anderen Gebirgsgebieten der Slowakei kann manEurasische Luchse,Braunbären,Wildschweine,Wölfe,Füchse undDachse treffen. Zahlreiches Gesträuch ist für Singvögel geeignet. Dank dem felsigen Biotop kommen viele Arten der Kriechtiere vor. Durch zahlreiche Höhlen ist das Gebiet für Fledermäuse geeignet, während der Überwinterung kann die Anzahl bis zu 50.000 Exemplare von 24 Arten betragen. Im Nationalpark leben einige in Europa bedrohte Tiere, wie z. B.Kaiseradler, weiterSchlangenadler oderSakerfalke.

Besonderer Gebietsschutz

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Folgende Gebiete stehen unter besonderem Schutz

  • Národné prírodné rezervácie (NPR, Nationale Naturreservate)
Brzotínske skaly (433,78 ha, seit 1984)
Domické škrapy (24,44 ha, 1973)
Drieňovec (186,02 ha, 1984)
Havrania skala (147,14 ha, 1982)
Hrušovská lesostep (40,85 ha, 1954)
Jasovské dubiny (35,1 ha, 1950)
Kečovské škrapy (6,61 ha, 1981)
Pod Strážnym hrebeňom (96,67 ha, 1966)
Turniansky hradný vrch (13,79 ha, 1964)
Zádielska tiesňava (214,73 ha, 1986)
  • Národné prírodné pamiatky (NPP, Nationale Naturdenkmale)
Ardovská jaskyňa (seit 1972)
Brázda (1982)
Diviačia priepasť (1986)
Domica (1972)
Drienovská jaskyňa (1996)
Gombasecká jaskyňa (1972)
Hrušovská jaskyňa (1996)
Jasovská jaskyňa (1925)
Krásnohorská jaskyňa (1972)
Kunia priepasť (1996)
Milada (1972)
Obrovská priepasť (1996)
Silická ľadnica (1982)
Skalistý potok (1996)
Snežná diera (1996)
Zvonivá jama (1996)
  • Prírodné rezervácie (PR, Naturreservate)
Gerlašské skaly (21,73 ha, seit 1981)
Kráľova studňa (11,21 ha, 1982)
Palanta (86,93 ha, 1966)
Pod Fabiankou (1,22 ha, 1982)
Sokolia skala (11,69 ha, 1981)

Literatur

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Weblinks

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Naturschutzgebiete in derSlowakei
Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Nationalpark_Slowakischer_Karst&oldid=255967391
Kategorien:

[8]ページ先頭

©2009-2026 Movatter.jp