Nannofossil


EinNannofossil (gr.nannos,nanos „Zwerg“,lat.:fossilis „ausgegraben“) ist einFossil unterhalb von drei Hundertstel Millimeter Länge. Diese Kleinstfossilien lassen sich in der Regel nur mit Hilfe derElektronenmikroskopie (REM) sichtbar machen.
Die Einteilung von Fossilien in verschiedene Größenklassen ist willkürlich und fließend und entstammt der Untersuchungspraxis. Die größerenMikrofossilien werden demnach mitlichtmikroskopischen Methoden untersucht undMakrofossilien sind mit dembloßen Auge erkennbar.
Zu den Nannofossilien zählen viele Arten des einzelligenPhyto- undNannoplanktons, deren harte mineralische Schalen im Gestein erhalten geblieben sind. Typische Nannofossilien sind die kalkigen Zysten derDinoflagellaten, dieCoccolith bildenden Kalkschuppen (Coccolithen) derHaptophyta (Coccolithophorida), sowie diekieseligenSilicoflagellaten. VieleProtophyten mit Schalen aus organischem Material zählen ebenfalls zu den Nannofossilien.
Nannofossilien sind wichtigeLeitfossilien in marinenSedimenten des spätenMesozoikums und desKänozoikums.
Literatur
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- Fritz-Nielsen Wissing, Ekkehard Herrig:Arbeitstechniken der Mikropaläontologie. Eine Einführung. 1. Auflage. Ferdinand Enke Verlag, Stuttgart 1999,ISBN 3-432-29641-X.
- Lexikon der Geowissenschaften. Spektrum Akademischer Verlag GmbH, Heidelberg 2002,ISBN 3-8274-0427-4.
Weblinks
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- Scinexx.de:Nanofossilien in der „dritten Dimension“ - Rasterelektronenmikroskop verschafft neue Einblicke in der Paläontologie Beitrag vom 11. April 2006