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Nachrichtendienst

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unterNachrichtendienst (Begriffsklärung) aufgeführt.

EinNachrichtendienst ist eineOrganisation, zumeist eineBehörde, die Informationen auch mitnachrichtendienstlichen Mitteln sammelt und auswertet. Die Informationen sollen zur Gewinnung von Erkenntnissen (z. B. in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Militär, Wissenschaft und Technik) dienen, an denen ihr Auftraggeber (i. d. R.Regierungen) ein Interesse hat. EinGeheimdienst führt darüber hinaus auchaktive Maßnahmen wie politische Beeinflussung, Sabotage oder Attentate durch.[1][2][3][4] Zur Abgrenzung von Nachrichtendiensten im Sinne vonNachrichten- und Presseagenturen wird teilweise auch vongeheimen Nachrichtendiensten gesprochen.

WährendAuslandsnachrichtendienste Erkenntnisse aus und über andere(n) Staaten sammeln, befassen sichInlandsnachrichtendienste insbesondere mitSpionageabwehr,Verfassungsschutz undTerrorismus-Bekämpfung im eigenen Land. Aufgabe kann zudem die Mitwirkung beimGeheimschutz sein. Dienste, die einem Verteidigungsministerium, dem Militär oder einer seiner Teilstreitkräfte unterstehen oder hauptsächlich militärische Aufklärung betreiben, können alsMilitärnachrichtendienst bezeichnet werden.

Organisation und Befugnisse von Nachrichten- und Geheimdiensten unterscheiden sich in den verschiedenen Staaten sehr. Von erheblicher Bedeutung ist, ob der Geheimdienst für seine Informationsgewinnung und -auswertung auf freiwillige, gegebenenfallstäuschungsbedingte Angaben von Auskunftspersonen (HUMINT), die Sammlung von frei verfügbaren Daten (OSINT) undGeodaten (GEOINT) sowie auf die technischeÜberwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (SIGINT) beschränkt ist, oder ob er zur Erforschung eines Sachverhalts gegenüber Personen auchverdeckte Operationen oderpolizeiliche Befugnisse ausüben darf. Spionageoperationen werden alsFälle bezeichnet. DieFallbearbeitung bzw.Fallführung erfolgt durch einenFallführer.[5] Manche Geheimdienste verfügen auch überparamilitärische Abteilungen zur Durchführung vonKommandounternehmungen, wie z. B. der zivile US-amerikanische AuslandsgeheimdienstCentral Intelligence Agency (CIA). Besteht die Aufgabe eines Geheimdienstes in derUnterdrückung der eigenen Bevölkerung und insbesondere politischer Gegner, so handelt es sich um eineGeheimpolizei.

Geschichte

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Nach Auffassung des HistorikersSiegfried Beer sind moderne Nachrichtendienste eine Folge der Industrialisierung, verbesserter Kommunikation, schnellerer Transportwege und beginnender Industrialisierung, die ein Umdenken der Regierungen erzwangen.[6]

Das Vereinigte Königreich begann in den 1870er-Jahren vor dem Hintergrund der irischen Unabhängigkeitsbewegung mit dem Aufbau eines modernen Nachrichtendienstes und nahm so eine Vorreiterrolle ein.[6]

Im Jahre 1947 schlossen die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich dieUKUSA-Vereinbarung (5-nation SIGINT agreement) ab, die britische und US-amerikanische Systeme, Personal und Stationen vereinte. Ihr schlossen sich Kanada, Australien und Neuseeland als Zweitländer an. Später unterzeichneten unter anderem Norwegen, Dänemark,Deutschland und die Türkei geheime Abhörabkommen mit den USA und wurden so zu Drittländer-Beteiligten im UKUSA-Netzwerk.[7][8][9][10][11][12][13][14][15][16] Erst 1999 dringt die Existenz dieser Vereinbarung an die Öffentlichkeit.

Die Bundesrepublik richtete 1950 dasBundesamt für Verfassungsschutz (BfV) sowie 1956 denBundesnachrichtendienst (BND) und denMilitärischen Abschirmdienst (MAD) ein. Sie verfügt somit über drei Nachrichtendienste.

1960 flohenBernon F. Mitchell undWilliam Hamilton Martin in die Sowjetunion und berichteten über umfangreiche amerikanische Abhöraktionen.

2001 verabschiedete das Europäische Parlament seinenEchelon-Bericht. Die Nachrichtendienste der USA, Großbritanniens, Australiens, Neuseelands und Kanadas betreiben Echelon als ein gemeinsames System.[17]

Chelsea Manning war im Irak eingesetzt und sicherte ab November 2009 700.000 interne Protokolle und Medien über die Arbeit der US-amerikanischen Geheimdienste. Sie spielte sieWikiLeaks zu. Manning wurde im Mai 2010 verhaftet und am 30. Juli 2013 des Diebstahls, Computerkriminalität, Spionage und weiteren Delikten für schuldig gesprochen.[18] Im Jahre 2013 trat der US-amerikanische GeheimdienstmitarbeiterEdward Snowden an die Öffentlichkeit und berichtete unter anderem überXKeyscore.[19]

Aufgaben und Befugnisse

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Die Existenz von Geheim- und Nachrichtendiensten basiert auf der Idee derStaatsräson und dient demStaatsschutz.

Der Begriff Staatsschutz umfasst alle Maßnahmen, die dem Schutz der Staatsorgane, der inneren und äußeren Existenz des Staates und seiner Einrichtungen dienen.[20]

Typische Aufgabenstellungen sind:

  • Gewinnung von Erkenntnissen über das Ausland, die vonaußen-,sicherheits- und wehrpolitischer Bedeutung sind,
  • Gewinnung von (wehr)wirtschaftlichen Erkenntnissen
  • Abwehr von sicherheitsgefährdenden oder geheimdienstlichen Tätigkeiten einer fremden Macht
  • Sammlung und Auswertung von Informationen über Bestrebungen, die gegen den Bestand oder die Sicherheit des Staates gerichtet sind oder eine ungesetzliche Beeinträchtigung der Amtsführung von Staatsorganen zum Ziel haben
  • Mitwirkung bei derSicherheitsüberprüfung von Personen (von Geheimnisträger oder Personen, die an sicherheitsempfindlichen Stellen von lebens- oder wehrwichtigen Einrichtungen eingesetzt sind) oder technischen Sicherheitsmaßnahmen (z. B. Sicherung des Fernmelde- oder Kurierverkehrs)

Der Aufgabenbereich zerfällt in den Bereich der Sammlung von Informationen und deren Auswertung. Zweck ist die Gewinnung von Erkenntnissen. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben unterhalten die meisten (Auslands-)NachrichtendiensteResidenturen im Ausland. Angehörige einer Legalresidentur werden häufig an Botschaften akkreditiert, um einendiplomatischen Status zu erlangen. Häufig ergibt sich dabei eine Zusammenarbeit mit demMilitärattaché oder dem Presseattaché derBotschaft.

Sammlung von Informationen

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Zur Erfüllung der Aufgaben werdennachrichtendienstliche Mittel und Methoden eingesetzt. Sie dienen der offiziellen Sammlung, in der Mehrzahl aber verdeckten Beschaffung von sach- und personenbezogenen Daten. Diese werden zielgerichtet erhoben, registriert, bearbeitet und genutzt, um sachbezogene Auskünfte zu erhalten, Bewertung von Sachverhalten vornehmen zu können oder gedeckte Aktivitäten vornehmen zu können. Die benötigten Informationen können durch Abschöpfung öffentlich zugänglicher Quellen (z. B.Presse- undRundfunkberichterstattung) oder geheimer Informationsquellen gewonnen werden. Nachrichtendienstliche Mittel sind bei den verschiedenen Nachrichtendiensten ähnlich und sind in der heutigen Zeit wesentlich vom Stand der Technik abhängig. Sie unterscheiden sich in der Schwerpunktsetzung, so z. B. in dem Vorzug von menschlichen Quellen, die im Rahmen der operativen Aufklärung „geführt“ und „abgeschöpft“, im Gegensatz zur technischen Aufklärung, bei der nicht-offene sachliche Quellen durch technische Verfahren gewonnen werden. Eine weitere mögliche Differenzierung liegt in der Wahl der Qualität der Informanten und deren Beauftragung. Der Grad des Technikeinsatzes ist bei derCIA zum Beispiel weitaus größer als beimBND, was sich unmittelbar am Ergebnis bemerkbar macht.

DieAufklärungsarbeit eines Nachrichtendienstes beginnt bei der Forderung nach Informationen (Aufklärungsforderung) durch den Bedarfsträger. Es folgen Zwischenschritte (Aufklärung und Beschaffung), bis zur Weitergabe der Ergebnisse an den Bedarfsträger.

Zyklus der Aufklärungsarbeit

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Es kann folgende Hauptphasen in der Aufklärungsarbeit geben:

  • Auftrag (Planung, Weisung)
  • Beschaffung (Beschaffung, Übermittlung)
  • Bearbeitung (Sichtung, Registrierung, Bewertung, Zusammenstellung, Auswertung)
  • Verteilung (sofortige Verwendung, Verteilung an andere Verbraucher).

Diese Phasen sind nicht immer klar abgegrenzt und müssen nicht immer in der gegebenen Reihenfolge ablaufen.

Aufklärungsforderung

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Es gibt die generelle und die spezielle Aufklärungsforderung. Ersteres legt den weiten Rahmen der Aufklärungskompetenz fest. Es wird ständig aktualisiert, erneuert und ergänzt. Spezielle Aufklärungsforderungen des Konsumenten decken ad hoc Lücken ab. Grundsätzlich werden auchDaten erhoben, die dem Nachrichtendienst selbst dienlich sind.

Beschaffung

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Hauptartikel:Beschaffung (Nachrichtendienst)

Quellen können unterschieden werden in sachlicheQuellen und menschliche Quellen. Quellen sind die Beschaffungsmittel, so z. B. Agenten, Gewährspersonen, Informanten oder Funkaufklärung. Quellen werden nach ihrer Eignung für Beschaffungsoperationen aufgeschlüsselt und katalogisiert. Übermittelnde Stellen werden nicht als Quellen bezeichnet, so leiten Zeitungen oft nur Agenturmeldungen weiter. Quellen sind oft schwer zu finden, und oft ist es noch schwerer, sie vollständig auszunutzen. Quellen können wie folgt eingeteilt werden:

  • Gelegentliche Quellen: Quellen, die gelegentlich oder sogar nur einmal Informationen liefern. Die Informationen sind manchmal wertvoll, aber schwieriger zu bearbeiten. Zu den beschafften Informationen gehören Konferenzen,Verträge, Handelsgespräche, großeManöver und die Entwicklung neuerKriegswaffen.
  • Nicht offene Quellen: Werden genutzt ohne das Wissen oder gegen den Willen einer fremden Macht. Nicht-offene Quellen sind vor allem menschliche Quellen undgeheime oder nur einem begrenzten Personenkreis zugängliche Unterlagen. Sie müssen durch Sicherheitsmaßnahmen gegen Enttarnung geschützt werden.
  • Offene Quellen: Quellen, von denen grundsätzlich einunbegrenzter Personenkreis die nicht zu entfernte Möglichkeit hat, Kenntnis zu nehmen (Zeitungen, Zeitschriften, Rundfunksendungen, Konferenzen, Webseiten usw.). Die meisten Informationen stammen aus offenen Quellen.
  • Primärquellen: Informationen werden unmittelbar und im Original beschafft. Dazu gehören direkte Beobachtungen und Äußerungen verantwortlicher Personen (z. B. politischer Führer, Juristen, Intellektueller). In Kriegszeiten gehören dazu Beutepapiere, Zensurergebnisse, Befragungen von Kriegsgefangenen und die Fotoaufklärung.
  • Regelmäßige Quellen: Quellen, die regelmäßig oder wiederholt Informationen liefern. Die Nutzung des Informationsmaterials kann standardisiert werden. Sie haben den Vorteil, dass die Kenntnis derZuverlässigkeit der Quelle gegeben ist.
  • Sekundärquellen: Informationen von Sekundärquellen sind teilweise bewertet, zusammengefasst, überarbeitet oder ausgearbeitet. Dazu gehören die meisten Bücher, Studien und Berichte. Sekundärquellen sind nicht geringwertiger als Primärquellen, insbesondere weil sie den größten Teil des Quellenmaterials darstellen, aber es soll trotzdem versucht werden, so viele Primärquellen wie möglich zu nutzen.

Hinsichtlich der Beschaffungsgrundsätze ist zu sagen, dass die Erfassung vollständig und, wenn geraten, ununterbrochen erfolgen soll. Alle Informationen sind hinsichtlich der Zuverlässigkeit der Quelle und der Wahrscheinlichkeit des Inhalts zu bewerten. Alle Informationen sind in geeigneter Form und mit der nötigen Geschwindigkeit weiterzugeben.

Der BND unterscheidet zwischen:

  • Penetrierungsquellen (Agent gelangt ins Zielobjekt)
  • Reisequellen (Einsatz des Agenten überörtlich)
  • Überprüfungsquellen (militärische Objekte werden von außen kontrolliert).

Weiterhin unterscheidet der BND:

  1. Außenquelle: Es handelt sich um eine operative eingewiesene Quelle ohne Zugangsmöglichkeiten zu Verschlusssachen. Methoden der Quelle sindGesprächsaufklärung undBeobachtung.
  2. Innenquelle: Es handelt sich um eine operative eingewiesene Quelle. Sie hat unmittelbaren Zugang zum Entscheidungs- und Planungsbereich des Zielobjektes. Die Führung der Quelle erfolgtkonspirativ.

BeiHUMINT handelt es sich um menschliche Quellen. Dazu gehört zum Beispiel die Befragung von Kriegsgefangenen und Überläufern.Überläufer sind Personen, die den fremden Machtbereich verlassen haben, um geheime Informationen an dieBundesrepublik Deutschland zu liefern. Ziel des Dienstes ist es nun, den Überläufer wieder in das Zielland zu bringen, um ihn dort als Innenquelle zu nutzen.

Agentenwerbung erfolgt in Schritten. Zuerst wird getippt, also eine mögliche Eignung für die nachrichtendienstliche Arbeit festgestellt. Es erfolgt nun bei Interesse eine Umweltforschung. Es folgt die Kontaktforschung. Besteht danach immer noch Interesse, wird ein Plan für die eigentliche Werbung erstellt und dieser wird dann umgesetzt.

Bei denAgentenwerbungsarten kann man zwischen kalter Anwerbung und warmer Anwerbung unterscheiden. Bei der ersteren erfolgt die Ansprache direkt, ohne große Vorarbeiten. Bei letzteren erfolgt ein Heranspielen der eigenen Kontaktperson an die Zielperson, die langsam ein Vertrauensverhältnis aufbaut. Ist das geschehen, kann ein Werbungsversuch durchgeführt werden.

Agentenkategorien: Grundsätzlich kann zwischen Quelle und Beschaffungshelfer getrennt werden. Die Quelle liefert die Informationen, der Beschaffungshelfer ist zuständig für Hilfsaufgaben rund um die Werbung und Nutzung von Quellen. Wichtigste Aufgabe ist das Kurierwesen (Verbindungswesen).

AusbildungAgenten werden konspirativ und im Einzelunterricht geschult.

Inhalte sind:

SIGINT (Signals Intelligence) bedeutet:Beschaffung von Informationen durch Zugriff auf fremde Kommunikationsverbindungen, Radar und Datenübertragung, aber auch Geräteausstrahlungen. SIGINT liefert zeitgerechte und akkurate Daten, über die der Gegner identifiziert und lokalisiert werden kann, und über die gegenwärtige und zukünftige Aktionen des Gegners erschlossen werden können. Mit SIGINT kann das C2-System des Gegners penetriert werden. Prinzipielle Einschränkungen von SIGINT sind, dass der Gegner erstmal Daten aussenden muss, und die eigenen Kräfte erstmal die Möglichkeit haben müssen, Zugriff auf die Sendungen zu erlangen. Dieser könnte z. B. durch Richtfunk und Verschlüsselung erschwert sein.

IMINT (Imagery Intelligence) bedeutet: Beschaffung von Informationen durch Bildsysteme (optisch, Radar, Infrarot). In der Verwendung wird IMINT beschränkt durch den Zeitaufwand, der benötigt wird, um die Ergebnisse zu beschaffen, zu bearbeiten und zu analysieren. Deshalb ist eine gute Organisation vonnöten, um die Ergebnisse zeitgerecht zu liefern. Eingeschränkt wird IMINT oft durch das Wetter, die Verteidigungsmaßnahmen und die Tarnungs- und Täuschungsmaßnahmen des Gegners. IMINT ist ein Oberbegriff für Photografic-Intelligence (PHOTINT) und Satellite-Intelligence (SATINT)

Auswertung der Informationen

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Hauptartikel:Auswertung (Nachrichtendienst)

Die Auswertung teilt sich auf in Nachrichtenbewertung, Nachrichtenzerlegung, Nachrichtenauslegung, Darstellung der Erkenntnisse und schließlich Nachrichtenverteilung. Die Nachrichtenbewertung stuft Nachrichtenquelle und Nachrichteninhalt nach Zuverlässigkeit und Wahrheitsgehalt ein. Das Schema der Beurteilung wird normalerweise standardisiert sein. Sind trotzdem Rückschlüsse auf die Quelle möglich, kann das Schema aus Sicherheitsgründen ständig wechseln. Nachrichtenzerlegung beschäftigt sich mit der Sichtung, Sortierung und Analyse der Nachrichten. Die entstandenen Teilnachrichten werden bestimmten Aufklärungszielen zugeordnet. Nachrichtenauslegung befasst sich mit dem Vergleich der Nachrichten und stellt den ersten Schritt der Nachrichtendeutung (Interpretation) dar. Mit der Nachrichtenauslegung können dann vorhandenen Erkenntnisse bestätigt oder nicht bestätigt werden. Die Darstellung der Erkenntnisse dient der Lageführung. Lageführung hat eine Warnungsfunktion. Bei der Nachrichtenverteilung werden die Nachrichten an die Konsumenten weitergereicht. Da das Produkt oft geheim ist, kommt hier dasNeed-to-know-Prinzip zum Einsatz.

Auswertung ist die Tätigkeit, die Informationen in Aufklärungsergebnisse (Erkenntnisse) wandelt.

Informationen werden:

  • nach Dauer der Gültigkeit, inhaltlicherReliabilität und Genauigkeit beurteilt
  • analysiert, um signifikante Elemente zu isolieren
  • mit anderenrelevanten Informationen integriert
  • interpretiert, um zu logischenSchlussfolgerungen zu kommen, wobei gleichzeitig die aktuelle Situation berücksichtigt wird
  • angewendet, um möglicheFolgen abzuschätzen
  • in eine Form gebracht, die brauchbar für den Bedarfsträger ist.

Verteilung

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Nachdem das Aufklärungsergebnis erstellt worden ist, muss es allen interessierten und befugten Stellen übermittelt werden. Zur Verteilung gehört die geeignete Form und Ausführlichkeit des Aufklärungsergebnisses. Es muss vollständig, genau und pünktlich sein. Jeder Bericht erhält den niedrigstenGeheimhaltungsgrad, der vertretbar ist. Bedarfsträger müssen auch regelmäßig unterrichtet werden, wenn sich auf einem Gebiet keine Veränderungen einstellen. Bei dem Verfassen eines Berichts ist auf Umfang, logische Anordnung, Klarheit, Stil und Tatsächlichkeit zu achten.

Geheimhaltung, Sicherheit

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Es wird unterschieden in personale und materielleSicherheit. Bei Personen erfolgt eine Sicherheitsüberprüfung, die ab und an wiederholt wird. Gegenstände der materiellen Sicherheit sind Schlösser, sichere Registraturen und vieles andere.

Material

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Offenes Material (Gegensatz: nicht offenes Material) ist einfach zugänglich (öffentlich) und leicht zu erschließen. Nützlich sind:

  • Adressbücher
  • Fahrpläne
  • Handbücher
  • Landkarten
  • Postkarten
  • Reisehandbücher
  • Rundfunk, Fernsehen
  • technische Literatur
  • Telefonbücher
  • Zeitschriften
  • Zeitungen.

Bestehen Informationslücken, muss auf nicht-offenes Material zurückgegriffen werden.

Nicht-offenes Material ist im Unterschied zum offenen Material schwerer zu erlangen. Nicht-offenes Material muss aber nicht geheim sein, wie das Beispiel vom Abhören von kommerziellenKommunikationssatelliten zeigt. Grundsätze bei der Beschaffung von nicht-offenem Material sind Kapazitätsfragen und verbundenes Risiko.

Verschlusssacheneinstufung

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Es gibt in Deutschland vierGeheimhaltungsgrade. Sie lauten:VS-NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH,VS-VERTRAULICH,GEHEIM undSTRENG GEHEIM (§ 4SÜG). Je höher die Einstufung vonVerschlusssachen, desto eingeschränkter ist der Umlauf.

Need to Know

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DasNeed-to-know-Prinzip besagt, dass an jede Person nur die Informationen weitergegeben werden, die sie auch wirklich nur für ihre Arbeit benötigt. Die Mitarbeiter erhalten Sicherheitsbescheide, die ihnen den Zugang zu bestimmten Verschlusssachengraden ermöglichen. Weiterhin kann mit Verteilerschlüsseln gearbeitet werden, die den Zugang noch weiter einschränken.

Wird die Need-to-know-Regel zu streng angewendet, kann dies zu folgenschwerem Informationsmangel führen. Wird sie zu leicht angewendet, wird das Geheimmaterial entwertet.

Das dazugehörige zweite Prinzip ist das der Kenntnisstreuung. Es herrscht eine strengeArbeitsteilung, so dass den Mitarbeitern jeweils nur ein kleiner Teil der Gesamtaufgabe bekannt wird.

Verbindungswesen

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Gesamtheit der Mittel, Methoden und Kräfte für eine sichere Verbindung zum Agenten.

Verbindungsarten sind:

Dierisikoreichste, aber effizienteste Art der Verbindung ist der Treff. Hier sind die Sicherheitsmaßnahmen von höchster Wichtigkeit. Treffpunkte sind:

  • Fahrzeuge
  • Hotels
  • konspirative Wohnungen
  • Touristenattraktionen
  • Unterführungen
  • von Menschen nicht genutzte Waldstücke.

Für sogenannte Blitzkontakte eignen sich Örtlichkeiten mit viel Publikumsverkehr. Diese können deshalb schwer überwacht werden. So eignen sich Fußgängerunterführungen oderöffentliche Toiletten.

Organisation

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Mögliche Organisationseinheiten sind (nicht vollständig):

Staatliche Kontrolle

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Nachrichtendienste unterliegen inRechtsstaaten einer Fach- und Rechtsaufsicht durch die vorgesetzten Dienststellen, weil Nachrichtendienste, wie alle staatliche Gewalt, an Recht und Gesetz gebunden sind. Infolge ihrer verdeckten Arbeitsweise und des häufig regen Interesses von Regierungsstellen an der Informationsgewinnung wird eine Aufsicht durch Exekutivbehörden selbst oftmals nicht als hinreichend erachtet, so dass dieKontrolle häufig durch parlamentarische Gremien ergänzt wird. Diese sollen neben verfassungswidrigenEingriffen in die Rechte derBürger auch verhindern, dass allein die gerade im Amt befindliche Regierung sich die Möglichkeiten der Dienste zunutze machen kann.

Kritiker führen an, bedingt durch die Natur eines Nachrichtendienstes sei eine parlamentarische und gerichtliche Kontrolle nur eingeschränkt möglich bzw. leicht zu umgehen.

Zur Kontrolle der Nachrichtendienste des Bundes in Deutschland, siehe:Nachrichtendienste des Bundes

Nachrichtendienste verschiedener Länder

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Gebäude desSecret Intelligence Service in Großbritannien (Vauxhall,London)

Europäische Union

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AufEU-Ebene gibt es die „Keimzelle“ eines Nachrichtendienstes, die im Zuge der Erweiterung derGemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik und desEuropäischen Auswärtigen Dienstes etabliert wurde. Diese zum Dienst gehörende Behörde sammelt bislang noch Informationen allerEU-Mitgliedstaaten und ist noch auf die Quellen der Mitgliedstaaten angewiesen, funktioniert also alsFusion Center.

Sitz desINTCEN ist die Avenue Cortenbergh inBrüssel.

Mitteleuropäischer Raum

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Deutschland

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Deutsches Reich
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DasNachrichtenbüro beim Generalstab des Feldheeres bestand von 1866 bis 1890 und firmierte danach als Centralbüro III b und später alsAbteilung III b beimGroßen Generalstab von 1890 und wurde bis zum Ende des Ersten Weltkrieges als Generalstabsabteilung weitergeführt. Eine fast deckungsgleiche Organisation hatte der Admiralstab aufgebaut und war in Dopplung auch beim Reichsmarineamt seit Ende der 1880er Jahre verfügbar. Stellenweise standen alle drei nachrichtendienstliche Organisationen in Konkurrenz.[21] Ab 1936 bemühte sich auch das Reichsluftfahrtministerium darum, einen eigenen, auf die Luftwaffe ausgerichteten Nachrichtendienst in Gang zu setzen.[22]

Eine sachliche sowie organisatorische Trennung der Aufgaben von Nachrichtendienst undGeheimpolizei war zwar eine wichtige Forderung um eine gewisse politische Kontrolle über die geheimdienstlich tätigen Institutionen in Deutschland auszuüben. Aber sie konnte immer nur für kurze Zeiten aufrechterhalten werden. Der generelle Grund dafür war, dass die nachrichtendienstliche Organisation maßgeblich für die Beschaffung, Registratur und Auswertung der benötigten Informationen zuständig war und die staatlichen Polizeiorgane zusätzlich über Exekutivfunktionen verfügten. Bereits zu Zeiten des ReichskanzlersOtto von Bismarck wurde auf eine konsequente Trennung der einzelnen Funktionen zur Sicherung der staatlichen Macht, Durchsetzung von politischen Zielen und der Verfolgung von Rechtsverletzungen, einschließlich der Verfassung, geachtet. Bereits mit der Bildung der Politischen Polizei wurde dieser Grundsatz im eigenen Haus, mit dem öffentlichen Argument, politische Umsturzpläne verhindern zu müssen, selbst konterkariert. Dieser Grundsatz bestand ebenfalls in der Weimarer Republik, weil sie ihn gleich von Beginn an wieder eingeführt hatte. Doch mit der Errichtung der nationalsozialistischen Herrschaft 1933 wurde er noch im gleichen Jahr aufgelöst. So bestanden imDritten Reich sowohl als militärischer Nachrichtendienst dasAmt Ausland/Abwehr und dieGeheime Feldpolizei (GFP) im Geschäftsbereich desOberkommandos der Wehrmacht, die Politische Polizei und daraus dieGestapo, Teile der Grenzpolizei im Bereich des Innenministeriums und der seit 1932 existierendeSicherheitsdienst des Reichsführers SS (SD). Der Höhepunkt der Missachtung dieses Grundprinzips war ab September 1939 dasReichssicherheitshauptamt (RSHA), in dem Gestapo, SD und Kriminalpolizei zusammengeschlossen wurden.

Bereits in den ersten Monaten der ReichskanzlerschaftAdolf Hitlers wurde die organisatorische und personelle Verknüpfung von nachrichtendienstlicher und Polizeiarbeit gezielt aufgehoben, mit der „Fuchtel“ des Reichstagsbrandes gesetzlich beseitigt und während der sogenannten Röhm-Affäre Mitte 1934 offen praktiziert. Das Ergebnis waren 106 politische Morde, geheimdienstlich vorbereitet, durchSS, SD und Polizei ausgeführt. Das nächste Ziel war die Entstaatlichung der Polizei, erreicht mit dem Konstrukt der sogenanntenSicherheitspolizei. Den Abschluss stellte dann die Einrichtung des „Amt Mil“ im RSHA ab Februar 1944 dar, in dem die Reste der Abwehr aufgingen, endgültig beseitigt war. Der Prozess dazu begann ab Februar 1933 mit der Aufhebung bisher gehandhabter und sinnvolle rechtlicher Grundsätze der Polizeiarbeit, ihrer Exekutivbefugnisse sowie der Polizei- und exekutiven Vollzugsorgane.

Bundesrepublik
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Siehe auch:Nachrichtendienste des Bundes
BND-Zentrale inBerlin,
Hauptsitz seit 2019

InDeutschland bestehen mit

dreiNachrichtendienste des Bundes.

Weiterhin sind in jedem der 16 BundesländerLandesbehörden für Verfassungsschutz als Inlandsnachrichtendienste eingerichtet. Damit gibt es in Deutschland 19 offizielle Nachrichtendienste. DasBundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, dasZollkriminalamt sowie dasIKTZ der Bundespolizei nehmen Aufgaben wahr, die in anderen Ländern den Nachrichtendiensten obliegen.

In derBundeswehr bearbeitet das Führungsgrundgebiet 2 „Militärisches Nachrichtenwesen“ das Aufkommen von Aufklärungsergebnissen. Als militärische Mittel stehen dafür unter anderem zur Verfügung: dieElektronische Kampfführung (EloKa),Drohnen sowie dieFeldnachrichten- undFernspähtruppe.

UmGeheimpolizeiapparaten wie denen imnationalsozialistischen Deutschen Reich oder derDDR vorzubeugen, dürfen heutige deutsche Nachrichtendienste nach demTrennungsgebot zwischen Polizei und Nachrichtendiensten keine exekutiven Maßnahmen nach demPolizeirecht gegenüber dem Bürger treffen.

In der Bundesrepublik werden die Nachrichtendienste auf Bundesebene insbesondere durch dasParlamentarische Kontrollgremium überwacht. In den Ländern bestehen entsprechende Kontrollinstanzen.

Die deutschen Nachrichtendienste arbeiten eng mit ausländischen Nachrichtendiensten zusammen, insbesondere innerhalb derEU undNATO. Der seit 1969 bestehendeGeheimvertrag zwischen Deutschland und denVereinigten Staaten zur gegenseitigen nachrichtendienstlichen Zusammenarbeit im Rang einer Verwaltungsverordnung wurde unter dem Eindruck derglobalen Überwachungs- und Spionageaffäre 2013 unter dem damaligen BundesaußenministerGuido Westerwelle aufgekündigt.[23]

DDR
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Der größte Geheimdienstapparat der DDR war dasMinisterium für Staatssicherheit mit seinen Untergliederungen für Inlands- und Auslandsspionage. Die Auslandsspionage betrieb die weitgehend eigenständigeHauptverwaltung A (HVA).

DieVerwaltung Aufklärung war der nominell vom Ministerium für Staatssicherheit unabhängige militärische Nachrichtendienst derNationalen Volksarmee. Sie berichtete direkt an den Hauptstab der NVA.

Österreich

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InÖsterreich gibt es mehrere Behörden, die nachrichtendienstlichen Tätigkeiten nachgehen:

Schweiz

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Hauptartikel:Schweizer Nachrichtendienste

In derSchweiz existieren zwei Nachrichtendienste:

  • Nachrichtendienst des Bundes NDB (ehemalsStrategischer Nachrichtendienst (SND) undDienst für Analyse und Prävention (DAP))
  • Nachrichtendienst der Armee NDA (bestehend aus allen Stabsteilen und Truppen der Armee, welche nachrichtendienstliche Aufgaben erfüllen, demMilitärischen Nachrichtendienst (MND) und demDienst für präventiven Schutz der Armee (DPSA)).

Luxemburg

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InLuxemburg ist derService de Renseignement de l’État der Nachrichtendienst Luxemburgs. Dieser wurde 2004 unter dem Eindruck derTerroranschläge am 11. September 2001 in den USA umstrukturiert.

Er soll Informationen sammeln und auswerten, um einer Bedrohung des luxemburgischen Territoriums, seiner Verbündeten oder internationaler Einrichtungen, die ihren Sitz in Luxemburg haben, vorzubeugen. Dazu gehört auch die Gefährdung kritischer Infrastruktur, insbesondere der Energie- und Wasserversorgung, des Straßenverkehrs und der Informationstechnik.

Belgien

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Die belgischeStaatssicherheit (VSSE, ndl.Veiligheid van de Staat, frz.Sûreté de l'État) ist der älteste noch existierende Geheimdienst der Welt. 1830 gegründet, unterhält nur derStaat Vatikanstadt eine ältere und klerikale Aufklärungseinheit. Die zivile VSSE untersteht dem Justizministerium, während der militärischeAllgemeine Nachrichten- und Sicherheitsdienst dem Verteidigungsministerium zugeordnet ist.

Weitere Länder

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Brasilien

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Siehe:Agência Brasileira de Inteligência

Dänemark

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Dänemarks Geheimdienste sind der Geheimdienst des MilitärsForsvarets Efterretningstjeneste (FE) sowie der im Inland tätige Geheimdienst der PolizeiPolitiets Efterretningstjeneste (PET). Der PET ist hauptsächlich zuständig für die Ermittlung bei Straftaten, die den Kapiteln 12 und 13 des dänischen Strafgesetzbuchs unterfallen, nämlich „Verbrechen gegen die staatliche Sicherheit und Souveränität“ sowie „Verbrechen gegen die Verfassung, die obersten Staatsorgane u. a.“. In der Praxis heißt das, dass die Hauptaufgaben des PET Gegenspionage sowie Terrorismus- und Extremismusbekämpfung sind. Im Januar 2010 deckte derPET die Hintergründe eines Anschlagsversuches gegen den ZeichnerKurt Westergaard auf. Westergaard zeichnete dieKarikaturen des Propheten Mohammed, die von vielen Moslems alsBlasphemie betrachtet werden. 2012 wurde bekannt, dass der PET-AgentMorten Storm Al-Qaida infiltrierte und der CIA bei der AuffindungAnwar al-Awlakis behilflich war.[25][26]

Frankreich

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Hauptartikel:Nachrichtendienste Frankreichs

Griechenland

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DieEthnikí Ypiresía Pliroforión (EYP), auch unter ihrer englischsprachigen BezeichnungNational Intelligence Service (NIS) bekannt, ist der zivile In- und AuslandsgeheimdienstGriechenlands.

Ferner gibt es dieDiakladiki Dievthynsi Stratiotikon Pliroforion (DDPS) (engl.Joint Directorate of Military Intelligence) dergriechischen Streitkräfte, die der griechische militärische Geheimdienst ist.

Israel

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Siehe auch:Kategorie:Nachrichtendienstliche Organisation (Israel)

Israel verfügt über den AuslandsgeheimdienstMossad, den InlandsgeheimdienstSchin Bet und den militärischen NachrichtendienstAgaf ha-Modi'in. Es existierte auch derLakam (nicht mehr aktiv), dessen Aufgabe es war, das israelische Programm zum Bau von Nuklearwaffen zu unterstützen und zu schützen.

Italien

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Hauptartikel:Nachrichtendienste Italiens

In Italien ist der Ministerpräsident seit 2007 unmittelbar für die Nachrichtendienste verantwortlich und legt in Zusammenarbeit mit einem interministeriellen Steuerungskomitee (CISR) deren operative Prioritäten fest.Das dem Regierungschef unterstellte

koordiniert die Arbeit der beiden Dienste:

Daneben gibt es noch den beimGeneralstab angesiedelten militärischen Fachdienst (J2)

Die Nachrichtendienste werden seit 1977 von einem besonderen parlamentarischen Ausschuss kontrolliert.

Siehe auch:Liste der italienischen Nachrichtendienste

Japan

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InJapan existieren mehrere nachrichtendienstliche Organisationen, die verschiedenen Behörden unterstehen. DasNaikaku Jōhō Chōsashitsu (engl.Cabinet Intelligence and Research Office) desKabinettssekretariats, dieKōanchōsa-chō (engl.Public Security Intelligence Agency) desJustizministeriums zur Überwachung von „staatsfeindlichen“ Organisationen und dieJōhō-hombu (情報本部, engl.Defense Intelligence Headquarters) desVerteidigungsministeriums, agieren relativ eigenständig. Enger Teil der Bürokratie der jeweiligen Ministerien sind derKokusai Jōhō Tōkatsukan (国際情報統括官組織, engl.Intelligence and Analysis Service) desAußenministeriums für das Ausland betreffende Informationen, dieGaiji-Jōhō-bu (外事情報部, engl.Foreign Affairs and Intelligence Division) derNationalen Polizeibehörde für innere Angelegenheiten, sowie – jedoch keine nachrichtendienstliche Organisationen im engeren Sinn – dieJETRO desMinisteriums für internationalen Handel und Industrie, derWirtschaftsspionage nachgesagt wird.[27]

Kolumbien

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Der NachrichtendienstKolumbiens ist dieDirección Nacional de Inteligencia (DNI).

Niederlande

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In denNiederlanden besteht ein militärischer NachrichtendienstMilitaire Inlichtingen- en Veiligheidsdienst (MIVD) und ein zivilerAlgemene Inlichtingen- en Veiligheidsdienst (AIVD), bis 2002:Binnenlandse Veiligheidsdienst (BVD). Die Umbenennung des zivilen Nachrichtendienstes ging einher mit einer Ausweitung seiner Aufgaben. Der AIVD ist betroffenen Bürgern gegenüber auskunftspflichtig, sofern diese nicht laufende Untersuchungen gefährdet. Unterstützt werden die beiden Geheimdienste durch dieSigint-OrganisationJoint Sigint Cyber Unit (JSCU). Diese löste 2014 die 2002 gegründeteNationale Signals Intelligence Organisatie (NSO) ab.

Norwegen

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DerNorsk Etterretningstjeneste (deutsch: Norwegischer Nachrichtendienst) ist der militärische und zivile NachrichtendienstNorwegens. Organisatorisch ist er an dienorwegischen Streitkräfte angegliedert und auch im Ausland aktiv. Der Dienst betreibt im Rahmen der NATO umfangreiche SIGINT Aktivitäten. Der Polizei ist derPolitiets sikkerhetstjeneste, PST (Sicherheitsdienst der Polizei) als Inlandsnachrichtendienst aktiv. Zu seinen Aufgaben gehören u. a. Spionageabwehr, Terrorismusbekämpfung, organisiertes Verbrechen und Extremismus.

Osttimor

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Hauptartikel:Nachrichtendienste Osttimors

Pakistan

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Hauptartikel:Geheimdienste Pakistans

Portugal

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Siehe:Serviço de Informações Estratégicas de Defesa undSistema de Informações da República Portuguesa

Russland

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Lubjanka seit 1920 Geheimdienstsitz in Moskau
Hauptartikel:Liste russischer Geheimdienste

Derrussische Inlandsgeheimdienst ist derFederalnaja Sluschba Besopasnosti (FSB), der Auslandsgeheimdienst derSluschba wneschnei raswedki (SWR). Beide gingen aus demKomitet Gossudarstwennoy Besopasnosti (KGB) hervor. Der schon seit demErsten Weltkrieg existierende, aber weithin unbekannte Auslandsgeheimdienst (fürMilitärische Aufklärung derStreitkräfte) ist dieGlawnoje Raswedywatelnoje Uprawlenije (GRU).

Schweden

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InSchweden bestehen neben dem InlandsgeheimdienstSäkerhetspolisen (SÄPO, „Sicherheitspolizei“) mit demMilitära underrättelse- och säkerhetstjänsten (MUST, „Militärischer Nachrichten- und Sicherheitsdienst“) und derFörsvarets radioanstalt (FRA, „Funkeinrichtung für nationale Verteidigung“) noch zwei weitere, direkt dem Verteidigungsministerium unterstellte Nachrichtendienste.

Spanien

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Centro Nacional de Inteligencia ist der im November 2002 ins Leben gerufene Nachfolger desCentro Superior de Información de la Defensa (CESID).

Tschechien

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Der tschechische zivile Inlandsgeheimdienst ist dieBezpečnostní informační služba (BIS) und der zivile Auslandsgeheimdienst derÚřad pro zahraniční styky a informace (ÚZSI). DieTschechischen Streitkräfte verfügen über den militärischen NachrichtendienstVojenské zpravodajství.

Türkei

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Millî İstihbarat Teşkilâtı (MIT), ist dertürkische Inlandsnachrichtendienst, der am 13. November 1913 gegründet wurde.

Zur Bewältigung seiner Aufgaben sind dem MIT neben dem Recht auf unbeschränkten Zugriff auf jede staatliche Information auch volle Polizeibefugnis eingeräumt, was seine Ermächtigungen grundlegend von den deutschen Nachrichtendiensten (BND, BfV), die keine Polizeirechte genießen, unterscheidet.

Außerdem darf der MIT mit Erlaubnis des Ministerpräsidenten auch außerhalb seines Aufgabenbereiches liegende Straftaten verfolgen.

Ungarn

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UngarnsInlandsgeheimdienst ist dasAlkotmányvédelmi Hivatal (AH, deutsch „Amt für Verfassungsschutz“) (2010), derAuslandsnachrichtendienst ist dasInformációs Hivatal (IH, deutsch „Informationsamt“) (1990, Reform 2010), und der militärische Dienst für Spionageabwehr und Auslandsnachrichten imMilitärwesen ist derKatonai Nemzetbiztonsági Szolgálat (KNBSZ, deutsch „Militärischer Dienst für nationale Sicherheit“) (2012).

Vereinigte Staaten

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Das Geheimdienstwesen derVereinigten Staaten ist stark fragmentiert. Insgesamt teilten sich 2007 zehn Einzeldienste und fünf nachrichtendienstliche Abteilungen von Polizeikräften und Behörden die Zuständigkeiten.[28] Die zahlreichen Dienste bilden gemeinsam dieUnited States Intelligence Community (dt. „US-Nachrichtendienstgemeinde“).

Hauptsitz der Central Intelligence Agency (CIA) in Langley.
  1. DieCentral Intelligence Agency (CIA) ist ein Nachrichtendienst für aktive, agentengestützte Spionage (Human Intelligence) im Ausland.
  2. DieDefense Intelligence Agency (DIA) untersteht direkt demVerteidigungsministerium und koordiniert die Arbeit und wertet die Erkenntnisse von vier der fünf Nachrichtendienste derStreitkräfte aus:
    1. Air Force Intelligence, Surveillance and Reconnaissance Agency (Air Force ISR Agency), der Nachrichtendienst derUnited States Air Force (Luftwaffe).
    2. Marine Corps Intelligence Activity (MCIA), der Nachrichtendienst desUnited States Marine Corps (Marineinfanterie),
    3. Office of Naval Intelligence (ONI), der Nachrichtendienst derUnited States Navy (Marine),
    4. United States Army Intelligence (USAI), der Nachrichtendienst derUnited States Army (Heer),
  3. DieNational Geospatial-Intelligence Agency (NGA) erarbeitet Kartenmaterial und Bilder für die nachrichtendienstliche Nutzung und wertet diese auch für die verschiedenen Geheimdienste aus,
  4. DasNational Reconnaissance Office (NRO), verwaltet den Zugriff der einzelnen Nachrichtendienste auf die ihm unterstehendenSpionagesatelliten,
  5. DieNational Security Agency (NSA) ist dem Budget nach der größte Geheimdienst der Welt. Ihre hauptsächlichen Aufgaben bestehen in derSignals Intelligence (dt. „elektronische Signalaufklärung“), in der Forschung und Umsetzung vonKryptografie undKryptoanalyse, sowie in der Gewährleistung vonInformationssicherheit.

DerUnited States Coast Guard Intelligence, der Nachrichtendienst derUnited States Coast Guard (Küstenwache), untersteht demMinisterium für Innere Sicherheit, gehört aber zu den Teilstreitkräften.

Nachrichtendienstliche Abteilungen von Behörden sind:

  1. DasBureau of Intelligence and Research (INR), das „Amt für Geheimdienstarbeit und Forschung“, ist die nachrichtendienstliche Abteilung desAußenministeriums. Wie die militärische DIA wertet diese nur Informationen aus, beschafft aber keine eigenen Informationen.
  2. DieDrug Enforcement Administrations (DEA) mittels ihresOffice of National Security Intelligence (vormalsIntelligence Division) beschäftigt sich mit nachrichtendienstlichen Erkenntnissen, die zur Verfolgung von Verbrechen, die im Zusammenhang mit Drogen stehen, und zur Unterbindung der Einfuhr von Drogen in die Vereinigten Staaten nutzbar sind.
  3. DasFederal Bureau of Investigation (FBI) erfüllt nachrichtendienstliche Aufgaben im Rahmen der AbteilungNational Security Branch (NSB). Diese fasst dieCounterterrorism Division (dt. „Abteilung Terrorismusabwehr“), dieCounterintelligence Division (dt. „Abteilung für Gegenspionage“) und das alteDirectorate of Intelligence (dt. „Abteilung für Nachrichtenbeschaffung“) zusammen.
  4. DasOffice of Intelligence and Analysis (OIA), das „Amt für Nachrichten und Analyse“, ist die Nachrichtendienstabteilung desFinanzministeriums.
  5. DasOffice of Intelligence and Counterintelligence ist die Nachrichtendienstabteilung desEnergieministeriums.

Erstmals wurde 2010 der Etat der Geheimdienstbehörden der Vereinigten Staaten veröffentlicht. Zwischen dem 1. Oktober 2009 und dem 30. September 2010 standen allen Diensten zusammen etwa 80 Milliarden US-Dollar zur Verfügung.

Vereinigtes Königreich

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ImVereinigten Königreich gibt es vier Geheimdienste:

  • den britischen AuslandsgeheimdienstSecret Intelligence Service (SIS). Er tritt ebenfalls unter seinem historischen Namen MI6 (Military Intelligence, Abteilung sechs) oderSecret Service, auf;

Weitere Nachrichtendienste in Kurzform

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Hauptartikel:Liste der Nachrichtendienste
LandKürzelausgeschriebener Name
AfghanistanNDSNationale Sicherheitsdirektion
ÄgyptenGISGeneral Intelligence Service
KanadaCSISCanadian Security Intelligence Service
AustralienASISAustralian Secret Intelligence Service
BrasilienABINAgência Brasileira de Inteligência
BulgarienNSSNatsionalna Sluzhba za Sigurnost
NISNatsionalna Informatsionna Sluzhba Pri Ministerskiya Savet
ChileANIAgencia Nacional de Inteligencia
EstlandKaPoKaitsepolitseiamet (Inland)
Välisluureamet (Ausland)
FinnlandSUPOSuojelupoliisi
FrankreichBRENSBrigade de renseignement
DGSIDirection générale de la sécurité intérieure
DRMDirection du Renseignement Militaire
DGSEDirection Générale de la Sécurité Extérieure
IndienRAWResearch and Analysis Wing
IBIntelligence Bureau
CBICentral Bureau of Investigation
NIANational Investigation Agency
IranVAJA(früher VEVAK)Wezārat-e Ettelāʿat Dschomhūrī-ye Eslāmī-ye Īrān
Israel MossadHamossad Lemodi'in Uletafkidim Meyuchadim („Institut für Aufklärung und besondere Aufgaben“)
LibyenJSOAmn Al-Jamahiriya, Jamahiriya Security Organisation
Litauen Valstybės saugumo departamentas, Specialiųjų tyrimų tarnyba, KAM II Operatyvinių tyrimų departamentas (antrukai)
NamibiaNCISNamibia Central Intelligence Service
NorwegenPSTPolitiets Sikkerhets Tjeneste
PakistanISIInter-Services Intelligence
PolenABWAgencja Bezpieczeństwa Wewnetrznego
AWAgencja Wywiadu
SWWSłużba Wywiadu Wojskowego
SKWSłużba Kontrwywiadu Wojskowego
PortugalSIRServiço de Informações de Segurança
RumänienSIEServiciul de Informații Externe
SRIServiciul Român de Informații
Saudi-ArabienGIDAl Mukhabarat Al A'amah As'Saudia bzw. General Intelligence Directorate
SlowakeiSISSlovenská informačná služba
VSSVojenská spravodajská služba
SyrienDSSNationales Sicherheitsbüro der Baath-Partei in Syrien (koordiniert die folgenden Geheimdienste)

Geheimdienst der Luftwaffe (prominentester Geheimdienst Syriens)

Direktion für allgemeine Sicherheit
Abteilung für militärische Aufklärung
Abteilung für politische Sicherheit

SpanienDSEDirección de Seguridad del Estado
TaiwanNSBNational Security Bureau
TschechienBISBezpečnostní informační služba („Sicherheits-Informationsdienst“)
ÚZSIÚřad pro zahraniční styky a informace
VZVojenské zpravodajství
UkraineSBUSluschba bespeky Ukrajiny
SSRUSluschba sownischnjoji roswidky Ukrajiny
HURHolowne uprawlinnja roswidky Ministerstwa oborony Ukrajiny
VietnamTC2Tổng cục 2 tình báo quân đội
ZypernK.Y.P.Kentriki Ypiresia Pliroforion (Κεντρική Υπηρεσία Πληροφοριών/Central Intelligence Service – Internal Intelligence Service)

Nachrichtendienste in Diktaturen

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Insbesondere inDiktaturen sind Geheimdienste ein wichtiger Machtfaktor zur im Bedarfsfall auch un- bzw. übergesetzlichen Aufrechterhaltung der bestehenden grundlegenden Herrschafts-, Besitz- und Privilegienverhältnisse. Zu ihrer Aufgabe gehört das Aufspüren, die gezielte, sich zumindest am Rande der Legalität bewegende Beeinflussung im Sinne der Regierung / dem Regime genehmen Verhaltens und dieEinschüchterung politischer bzw. Systemgegner bis hin zur Ermordung unliebsamer Kontrahenten und die gezielteManipulation deröffentlichen Meinung. So wurden insbesondere in Südamerika Anschläge von Geheimdiensten verübt, die anschließend dem politischen Gegnerzugeschoben wurden, um diesen zu diskreditieren; in Spanien wurden diverse vom Inlandsgeheimdienst verübte Bombenanschläge der baskischen Terror- und BefreiungsorganisationETA zugeschrieben.

Kritik

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Kritiker sind der Meinung, dass auch in Demokratien trotz der dort wirksamen, aber doch eingeschränktenparlamentarischen Kontrolle die Tätigkeit der Nachrichtendienste durchIntransparenz undRechtsmittellosigkeit bestimmt sei; Ausnahmeregelungen für die Nachrichtendienste würden zudem die staatlichenGrundrechts-Garantien aufheben und fallweiseMenschen- undBürgerrechte verletzten.[29] Das Ausmaß nachrichtendienstlicher Operationen sei daher schwer abzuschätzen.[30]

Umstritten ist, inwiefern nachrichtendienstlich arbeitenden Behörden ein Informationsaustausch mit der Polizei bzw. derStaatsanwaltschaft gestattet ist.

Geheimdienste mancher Staaten benutzten auchFolter (wie z. B.Waterboarding[31]) zur Informationsbeschaffung.[32][33]

Siehe auch

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Literatur

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Weblinks

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Wiktionary: Nachrichtendienst – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wiktionary: Geheimdienst – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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  1. Sebastian Deliga: #kurzerklärt: Wie spioniert der BND? In: Tagesschau.de. 19. Mai 2020, abgerufen am 20. Mai 2020. 
  2. Spitzer, Patrick:Die Nachrichtendienste Deutschlands und die Geheimdienste Russlands. LIT, Münster 2011,ISBN 978-3-643-11177-7,S. 11 f. 
  3. Roewer, Helmut:Nachrichtendienstrecht der Bundesrepublik Deutschland: Kommentar und Vorschriftensammlung für die Praxis der Verfassungsschutzbehörden, des Bundesnachrichtendienstes und des Militärischen Abschirmdienstes. Heymann, Köln 1987,ISBN 3-452-20630-0,§ 3 Rn. 4. 
  4. Schenke, Wolf-Rüdiger; Graulich, Kurt; Ruthig, Josef:Sicherheitsrecht des Bundes. Beck, München 2014,ISBN 978-3-406-64878-6,S. 1269,Rn. 23. 
  5. Helmut R. Hammerich:„Stets am Feind!“ – Der Militärische Abschirmdienst (MAD) 1956–1990. 1. Auflage.Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2019,ISBN 978-3-525-36392-8,S. 137; 216; 323; 405. 
  6. abSkandale, Organisation, Geschichte NSA, Mossad und die verräterische Nackttänzerin – so spionieren die Geheimdienste. In: Focus Online. 14. August 2013, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 9. November 2013; abgerufen am 26. Dezember 2021. 
  7. Spionage-Kooperation "Five Eyes". Fünf Augen sehen mehr. In: Süddeutsche. 31. Oktober 2013, abgerufen am 3. April 2024. 
  8. Global Insight: US spying risks clouding ‘five eyes’ vision. In: Financial Times. 6. Oktober 2013, abgerufen am 3. April 2024 (Abruf kostenpflichtig). 
  9. Owen Bowcott: 'Five Eyes' surveillance pact should be published, Strasbourg court told. In: The Guardian. 9. September 2014, abgerufen am 1. April 2024. 
  10. Gerd Braune: Geheimbund "Five Eyes" – Der exklusive Club der Geheimdienste. In: Der Tagesspiegel. 5. Juli 2013, abgerufen am 26. Mai 2024. 
  11. Adam Martin: NSA: Germany Was ‘a Little Grumpy’ About Being Left Out of Spying Club. New York, 2. November 2013, abgerufen am 27. Januar 2014 (englisch). 
  12. Israel cannot ignore damage caused by Trump’s Russia leak In:Ynetnews, 18. Mai 2017 (englisch). 
  13. Leo Kelion: NSA-GCHQ Snowden leaks: A glossary of the key terms. BBC, 27. Januar 2014, abgerufen am 27. Januar 2014 (englisch). 
  14. Justin Cremer: Denmark is one of the NSA's '9-Eyes'. In: The Copenhagen Post. Abgerufen am 23. April 2023 (englisch). 
  15. Cihangir Akşit: NATO Ground Moving Target Indicator (GMTI) Format. (pdf) Table 2-1.3. Packet Security Codes. In: nato.int. 14. September 2010, S. 21, archiviert vom Original; abgerufen am 3. April 2024 (englisch). 
  16. Ansgar Graw: Five Eyes. Deutschland soll exklusivem Spionageklub beitreten. In: Die Welt. 18. Dezember 2013, abgerufen am 1. April 2024. 
  17. Entschließung des Europäischen Parlaments zu der Existenz eines globalen Abhörsystems für private und wirtschaftliche Kommunikation (Abhörsystem ECHELON). In: Europäisches Parlament. 11. Juli 2001, abgerufen am 30. Juni 2022. 
  18. US-Gericht verurteilt Bradley Manning wegen Spionage. In: Spiegel Online. 30. Juli 2013, abgerufen am 26. Dezember 2021. 
  19. Die Infrastruktur der totalen Überwachung. In: Spiegel Online. 31. Juli 2013, abgerufen am 26. Dezember 2021. 
  20. Offizielle Definition vom LKA. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 21. November 2002; abgerufen am 14. Juni 2013. 
  21. Walter Riccius, Die Institution der Marineattaches. Deutsche Marineattaches von ihrem Beginn bis 1945, Dr. Köster Verlag Berlin 2023,ISBN 978-3-96831-040-4, S. 14ff.
  22. Walter Riccius:Die Institution der Luftattaches. Deutsche Luftattaches von Beginn bis 1945,. In:Biografische Skizzen. 1. Auflage.Band 3. Dr. Köster Verlag, Berlin 2024,ISBN 978-3-96831-061-9,S. 28 f. 
  23. Es gab ein Abkommen: Geheimdienst-Vereinbarung aufgekündigt. 2. August 2013, abgerufen am 23. Februar 2020. 
  24. Militärische Nachrichtendienste in Österreich. Archiviert vom Original am 15. Juni 2006; abgerufen am 14. April 2013. 
  25. Orla Borg,Carsten Ellegaard,Morten Pihl: Hvorfor står Morten Storm frem? Jyllands-Posten, 7. Oktober 2012, abgerufen am 16. April 2013 (dänisch). 
  26. Orla Borg,Carsten Ellegaard,Morten Pihl: The Double Agent Who Infiltrated Al Qaeda. The Daily Beast, 10. Februar 2013, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 2. September 2013; abgerufen am 16. April 2013 (englisch). 
  27. Andrew L. Oros:Japan’s Growing Intelligence Capability. In:International Journal of Intelligence and Counterintelligence.Nr. 15, 2002,S. 4–16 (PDF). PDF (Memento vom 20. März 2009 imInternet Archive)
  28. An overview of the United States intelligence community. Handbuch des Directors of National Intelligence 2007PDF (Memento vom 11. Januar 2012 imInternet Archive)
  29. Wolfgang Krieger:Menschen- und Bürgerrechtsverletzungen bei den Geheimdiensten und die begrenzten Möglichkeiten der politischen Kontrolle. In:Geschichte der Geheimdienste: von den Pharaonen bis zur NSA. Beck, München 2014,ISBN 978-3-406-66784-8,S. 323–340. 
  30. Wolbert K. Smidt:Fehlbare Staatsgewalt: Sicherheit im Widerstreit mit Ethik und Bürgerfreiheit. LIT, Münster 2009,ISBN 978-3-8258-1816-6. 
  31. Waterboarding. Spiegel Online, 16. April 2009, abgerufen am 17. April 2009. 
  32. CIA-Folter. Spiegel Online, 17. April 2009, abgerufen am 17. April 2009. 
  33. Manfred Nowak:Folter: die Alltäglichkeit des Unfassbaren. Kremayr & Scheriau, Wien 2012,ISBN 978-3-218-00833-4.
Nachrichtendienste in der Bundesrepublik Deutschland
Aktuelle Nachrichtendienste:

MI5 |MI6 |DI |GCHQ

Ehemalige Nachrichtendienste:

NID |MI4 |MI8 |MI14 |SOE |Secret Service Bureau

Aktuell:
COM RENS |DGSE |DGSI |DRM |DRSD |SGDSN

Historisch:
BR BRENS 1993–2016 |BRGE 1993–1998 |BCRA 1940–1943 |DCRI 2008–2014 |RG DCRG 1907–2008 |DST 1944–2008 |DGER 1942–1944 |DB 1871–1943 |GCMA 1951–1953 |SDGN 1946–1982 |SDECE 1945–1982 |ST 1932–1942 |SN 1944–1966

Zivile Nachrichtendienste:
CIA |FBI |NSA |NRO |NGA |OOI |INR |TFI |I&A

Militärische Nachrichtendienste:
DIA
USAI |ONI |ISR |MCIA |NMIO

Im Kriegsfall militärisch:
CGI

FSB |FSO |GRU |SWR

Historisch:FAPSI |FPS

Innenministerium

Tscheka |GPU |SMERSch (NKWD)

NKGB |MGB (selbstständiges Ministerium)

KGB (selbstständiges Ministerium)

PGU (Erstes Direktorat: Auslandsabteilung)

Verteidigungsministerium

GRU

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