Mostviertel

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4815.416666666667Koordinaten:48° 0′ N,15° 25′ O

Viertel und BezirkeNiederösterreichs

DasMostviertel, altertümlichViertel ober demWienerwald, ist der südwestliche TeilNiederösterreichs.

Seit der Bildung derPolitischen Bezirke 1868 haben die Viertel in Niederösterreich keine rechtliche Grundlage mehr und sind reine Landschaftsbezeichnungen. Dabei wurde die ältereKreiseinteilung ersetzt, die sich noch an den alten Vierteln orientierte.

Im Norden wird es von derDonau begrenzt, im Süden und Westen von der Landesgrenze zurSteiermark und zuOberösterreich. Im Osten bildet derWienerwald die natürliche Grenze. Die Fläche des Mostviertels beträgt ungefähr 5600 km². Die Einwohnerzahl liegt bei etwa 488.000[1] (Stand 2023).

Inhaltsverzeichnis

Gliederung

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Historische Verwaltungsregion

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Im Zuge derTheresianischen Reformen wurde derKreisOber-Wienerwald (im 18. und 19. Jahrhundert abgekürzt O.W.W. oder V.O.W.W.) errichtet, der als unterste staatliche Einheit den lokalenGrundherren gegenüberstand. Sitz des Kreisamtes wurdeSt. Pölten. Nach demUmbruch im Jahr 1848 und der Überführung der Herrschaften in freie Gemeinden übernahmen Bezirksämter (sieheAmtsbezirk) viele Aufgabenbereiche der Kreisämter. Derartige Bezirksämter wurden 1853 für die AmtsbezirkeAmstetten,Atzenbrugg,Gaming,Haag,Hainfeld,Herzogenburg,Kirchberg an der Pielach,Lilienfeld,Mank,Mautern,Melk,Neulengbach,St. Pölten,Scheibbs,Seitenstetten,Tulln,Waidhofen an der Ybbs undYbbs eingerichtet und das Kreisamt in St. Pölten fungierte nun als zweite Instanz der Bezirksämter und war auch als Aufsichtsbehörde tätig. Diese verwaltungstechnische Struktur war bis 1867 aufrecht. Mit demAusgleich 1867 wurde das Mostviertel durch die neueVerfassung Österreichs von 1867 im Jahr 1868 in Bezirke (bzw.Bezirkshauptmannschaften) eingeteilt und damit der Kreis Ober-Wienerwald aufgehoben.

Das alte Kreisgebilde überdauerte jedoch im Bereich der Justiz alsKreisgericht St. Pölten, das weiterhin die zweite Instanz für die Bezirksgerichte des Mostviertels war und das Mostviertel war bis 1992 auch ein eigener Wahlkreis für den Nationalrat, bis in derNationalratswahlordnung von 1992 eine Struktur mit kleineren Regionalwahlkreisen festgelegt wurde.

Politische Gliederung

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Das Mostviertel umfasst, in die heutige politische Verwaltung übersetzt, folgende Bezirke:

Die naturräumlichen Umgrenzungen weichen davon etwas ab.

Hauptregion

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Die Hauptregionen Niederösterreichs

Das Mostviertel ist auf zwei Hauptregionen der Raumplanung aufgeteilt:NÖ-Mitte und dieHauptregion Mostviertel, die den Namen des Viertels weiterführt. NÖ-Mitte nimmt den Ostteil des Mostviertels rund um St. Pölten ein, während der Westen um Amstetten, Scheibbs und Melk (das selbst zu NÖ-Mitte gehört) die Hauptregion Mostviertel bilden. Zu dieser Hauptregion gehört auch der Bezirk Melk nördlich der Donau, der landschaftlich zumWaldviertel zählt.

Geografisch-kulturelle Gliederung

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Mostviertel von derDambergwarte nach Osten
Baumblüte zwischen Steinakirchen und Blindenmarkt
Blick überSt. Leonhard am Wald in Richtung Nordost
Hügellandschaft nordwestlich von Scheibbs

Zusätzlich zu dieser politischen Gliederung gibt es eine geografisch-kulturelle Gliederung:

  • Mostviertel, der Kernraum, umfasst Gebiete des Ybbsfeldes um Amstetten, dasUrltal, hügelig-welliges Gebiet und Hauptanbaugebiet der Mostbäume
  • Eisenwurzen, der niederösterreichische Teil der Eisenwurzen, grenzt südlich an das Mostviertel entlang der ungefähren Grenze Waidhofen an der Ybbs – Scheibbs und umfasst das südliche Ybbstal sowie Kleines und Großes Erlauftal bis an die steiermärkische Grenze.
  • Strudengau
  • Nibelungengau
  • Wachau

Letztere drei sind Abschnitte des Donautals und grenzübergreifend je Ufer zur Hälfte Mostviertel, zur Hälfte niederösterreichischesWaldviertel bzw. oberösterreichischesMühlviertel. Geologisch betrachtet gehört der südliche Teil der Wachau (Hiesberg undDunkelsteinerwald) zurBöhmischen Masse und ist daher eher dem Waldviertel zuzurechnen.

Touristische Erlebnisräume

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Mostviertel – Eisenwurzen

Im Mostviertel werden mehrereErlebnisräumeals Tourismusmarken beworben:

Kerngebiet

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Kernregion Mostviertel, Eisenwurzen, Ostarrichi, Strudengau, Nibelungengau
Die weithin sichtbarenBasilika Sonntagberg auf einem 712 Meter hohen Bergrücken und eines der Wahrzeichen des Mostviertels

Das Kerngebiet des Mostviertels zwischenYbbs undEnns im Bezirk Amstetten lässt sich laut Volksmund als die Region eingrenzen, in der man dieBasilika am Sonntagberg sieht. Laut dieser Definition deckt sich das Mostviertel zu einem Teil mit der alsOstarrichi bezeichneten Region rund umNeuhofen an der Ybbs (Bezirk Amstetten), die durch ihre Nennung in einer Schenkungsurkunde Kaiser Ottos III. auch als Ursprung Österreichs bezeichnet wird. Neben diesem Kerngebiet gibt es noch den Begriff derEisenwurzen, der für die BezirkeScheibbs,Waidhofen an der Ybbs, Lilienfeld (westlicher Teil) undMelk (Erlauftal bis Pöchlarn) verwendet wird.

Den NamenMostviertel verdankt es demApfel- und Birnenmost. Die Landschaft zwischen den FlüssenYbbs undEnns weist klimatisch sehr gute Voraussetzungen für den Anbau der nötigen Obstbäume auf und gilt als Kerngebiet für die Mostwirtschaft.

Typisch für das Mostviertel sind die ausgedehntenStreuobstwiesen rund um dieGehöfte sowie die leicht hügelige Landschaft desAlpenvorlandes.

Geografie und Natur

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Das Mostviertel ist gekennzeichnet durch seine kontrastreiche Landschaft und Vegetation. Im Norden überwiegen sanft gewellte Hügel zwischen 300 und 400 m Höhe, die sich allmählich in die Donauniederung herabsenken. Im Süden steigen die letzten Ausläufer derNördlichen Kalkalpen bis auf knapp 1.900 m Höhe an.[5] 1.650 Höhenmeter liegen zwischen dem tiefsten Punkt inArdagger (246 m) und demÖtscher, der mit 1.893 m den höchsten Gipfel darstellt. DerDürrenstein (1.878 m), dasHochkar (1.808 m), derGöller (1.766 m) und derGippel (1.669 m) sind weitere hohe Berge der Region. Bizarre Felsformationen, tiefe Schluchten, sprudelnde Gewässer und drei Naturparks prägen die wild-alpine Bergwelt.

DieEnns, dieYbbs, dieErlauf, diePielach und dieTraisen sind die größten Flüsse des Mostviertels, sie alle münden in dieDonau. Traisen- und Ybbstal gliedern das Mostviertel in Nord-Süd-Richtung.[5] Das östlich gelegeneGölsental schließt an das Traisental an, dergleichnamige Fluss ist der einzig größere Nebenfluss der Traisen.

Weitläufige Waldgebiete prägen die Landschaft im Traisental und am Oberlauf der Traisen. DerUrwald amLahnsattel bei St. Aegyd und das rund 3.500 ha großeWildnisgebiet Dürrenstein zwischen Lunz am See und Göstling an der Ybbs stellen zwei Naturbesonderheiten in den Mostviertler Alpen dar.[6][7]

In den Göstlinger Alpen befindet sich auf etwa 860 m Seehöhe das Naturschutzgebiet Leckermoor, eines der größtenHochmoore Niederösterreichs, das seit 1984 unter Naturschutz steht.[8]

Klimatisch ist das Mostviertel sowohl von atlantischen als auch vonpannonischen Einflüssen geprägt. Durch das milde Klima und die nährstoffreichen Kalkböden gedeihen Obst, Wein und Gemüse im sanften Hügelland südlich der Donau besonders gut.Das Mostviertel gilt heute als größtes zusammenhängendes Mostbirnanbaugebiet Europas. Die Birnbäume gedeihen im gesamten Alpenvorland südlich der Donau, insbesondere im Erlauftal, Melker Alpenvorland, Pielachtal und Traisental.[9]Rund 300 verschiedene Birnensorten gibt es im Mostviertel, wovon etwa 20 für die Produktion von reinsortigem Birnenmost geeignet sind.[10]In den Mostviertler Alpen herrscht hingegen einalpines Klima vor, mit angenehm erfrischenden Sommertagen und hoher Schneesicherheit im Winter, insbesondere am Hochkar.[11]Im Gegensatz zu Birnbäumen wachsenApfelbäume auch in den Alpen in höheren Lagen von bis zu 1100 Metern. Die alpine Bergwelt ist im Sommer vor allem bei Wanderern und Naturgenießern beliebt, während im Winter die sportlichen und familiären Skigebiete Besucher anlocken.

Gliederung in Teilräume

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Nach dem Naturschutzkonzept von 2015 ist Niederösterreich in 124 Teilräume gegliedert (diese Einteilung wurde bereits in den 1990ern entwickelt), die in 26 Regionen zusammengefasst werden. Ausschlaggebend sind die Grenzen der Hauptregionen, sodass die Einteilung nicht rein naturräumlich ist, sondern sich auch nach der Verwaltungsgliederung orientiert.[12]

Siehe dazuListe der naturräumlichen Einheiten Niederösterreichs

Naturpark Ötscher-Tormäuer

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Die Erlauf in der Vorderen Tormäuer
Naturpark Eisenwurzen
Hauptartikel:Naturpark Ötscher-Tormäuer

Der Naturpark Ötscher-Tormäuer ist mit 170 km² der größte Naturpark Niederösterreichs. Das Zentrum bildet der Ötscher mit seinen markanten Schluchten, wie den Ötschergräben, und den weiten Almen. Zwischen den Felsen wachsen einige seltene Pflanzen wie derSeidelbast, Flaum-Steinröserl,Clusius-Primeln und verschiedeneEnziane. Zudem bietet der Naturpark vielen Wildtieren wie Gämsen, Rotwild,Waldohreulen und auch Greifvögeln wie Steinadlern und Turmfalken ein Zuhause.[13]

Nördlich dieses Gebietes ist die Luft besonders rein und dieLichtverschmutzung gering. Daher haben hier einigeAstrovereine Beobachtungsstationen errichtet, u. a. auf einer Alm beimHochbärneck (950 m) und etwas westlicher am Nordhang derHohen Dirn (1300 m).

Naturpark Buchenberg

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Hauptartikel:Naturpark Buchenberg

Im südwestlichen Mostviertel befindet sich der Natur- und Erlebnispark Buchenberg. Das Mischwaldgebiet beherbergt heimische Wild- und Haustiere. Für den Tiergehegebereich ist eine Gebühr zu entrichten, während der restliche Teil des Naturparks frei zugänglich ist.[14]

Naturpark NÖ Eisenwurzen

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Hauptartikel:Naturpark Eisenwurzen (Niederösterreich)

Inmitten der nördlichen Kalkalpen, im Dreiländereck Niederösterreich, Oberösterreich und Steiermark, liegt der Naturpark Eisenwurzen. Der Gamsstein mit einer Seehöhe von 1.774 m bildet den höchsten Punkt. Der Park grenzt direkt an denNaturpark Steirische Eisenwurzen an und zeichnet sich durch eine vielseitige Landschaft aus. Durch die zum Teil schwerzugänglichen Gebiete und die vielen Schluchten, sind hier viele Urwaldreste erhalten geblieben. Der Naturpark ist reich an kleinen Bächen und Wasserfällen. Auf einigen Anhöhen sind noch bewirtschaftete Almen zu finden.[15]

Alpenseen

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DerLunzer See ist 1.600 Meter lang und 500 Meter breit, seine tiefste Stelle beträgt 34 Meter. Er hat eine Wasserqualität der Güteklasse I und ist der einzige rein natürliche See Niederösterreichs.[16]Seit 2004 wird der See am Abend als Kulturstätte genutzt. Die Lunzer Seebühne wird mit Musik und Sommertheater bespielt und ist bekannt für ihre außergewöhnliche Architektur. Der Schwimmkörper wird im Winter geflutet und im See versenkt.[17]

Auf 827 m Seehöhe nordwestlich von Mariazell liegt der Erlaufsee. Dieser hat Trinkwasserqualität und ist ein beliebtes Ausflugsziel für Spaziergänger, Wanderer, Fischer und Taucher.[18]

Geologie

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Das Mostviertel hat Anteil amAlpenvorland (wo die meisten Siedlungen liegen), an derFlyschzone und dennördlichen Kalkalpen. Die meisten Gebirgszüge liegen im Süden, an der Grenze zurSteiermark. Die höchsten Gipfel liegen in denYbbstaler Alpen und sind derÖtscher (altslawisch „Vaterberg“, 1893 m), derDürrenstein (1878 m) und dasHochkar.

Das Alpenvorland wird von denAblagerungen der nach Norden strebendenFlüssen derYbbs und derErlauf geprägt, die beide im Norden des Mostviertels in dieDonau münden.

Mostkultur

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Seit vielen Jahren wird demMost ein gesteigerter kultureller Wert beigemessen. Er wird heute sogar als identitätsstiftendes Merkmal gesehen. Eine Vielzahl vonMostheurigen lädt zu hausgemachterJause mit regionalen Spezialitäten,Mehlspeisen, Edelbränden und verschiedenen Mostsorten ein, deren Vielfalt groß ist. In der Region befinden sich mehr als 3000Vierkanter, also Gebäude die in einem geschlossenen Viereck rund um den Innenhof angeordnet sind.[19]

Grundsätzlich wird zwischen reinem Apfel- und Birnenmost unterschieden, eine häufige Form stellt der Mischmost dar. In den meisten Mostregionen wird primär der Apfel zu Mostherstellung verwendet, im niederösterreichischen Mostviertel hingegen ist es die Birne. Die Region ist geprägt von weitläufigenStreuobstwiesen, die überwiegend Birnbäume beherbergen.[20] Mostbirnbäume können bis zu 200 Jahre alt werden und blühen von Ende April bis Anfang Mai. Von den über 300 verschiedenen Birnensorten der Region sind in etwa 20 besonders gut für die Mostproduktion geeignet.[21]Zu den bekanntesten Birnensorten zählen: Pichelbirne, Amstettner Mostbirne, Dorschbirne, Honnelbirne, Speckbirne und Landlbirne. Birnenmost gibt es in vier unterschiedlichen Geschmacksrichtungen: mild, halbmild, kräftig und resch. DieMostbirne eignet sich zudem auch zur Herstellung von Fruchtsäften, Edelbränden, Essig, Frizzante und hochwertigenCuvées.[22]

Moststraße

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Mostviertler Idylle
Birnbaum Lucas Alexander
Hauptartikel:Moststraße

Zur Ankurbelung des Tourismus und besseren Vermarktung der Region wurde die 200 km lange „Moststraße“ im westlichen Teil des Mostviertels eingerichtet, wo hauptsächlich sortenreine Birnenmoste produziert werden. Diese gut ausgeschilderteErlebnisstraße wurde besonders für denFremdenverkehr eingerichtet und führt an zahlreichen Mostwirtshäusern, Moststraßenheurigen und bäuerlichen „Ab-Hof“-Betrieben sowie Aussichtspunkten undLehrpfaden vorbei, die zu einem Besuch einladen.

Eine weitere Besonderheit der Mostkultur im Mostviertel sind die Mostbarone. Derzeit gibt es 21 Mostviertler Mostproduzenten, Edelbrenner, Gastronomen und Hoteliers, die diesen Titel tragen. Sie haben einen Schwur abgelegt, die Kultur um den Birnenmost zu pflegen, zu fördern und weiterzuentwickeln.[23]

Ausflugsziele an der Moststraße

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InArdagger Stift steht dasMostBirnHaus, das Wissen über das Mostviertel, Birnen undMost vermittelt. In diesem „Erlebnis- und Genusszentrum“ wird der Produktionsprozess des Mostes dargestellt. Der Museumsshop beherbergt außerdem die größte Mostsammlung des Mostviertels.

InStadt Haag findet man das Mostviertelmuseum, das 1968 gegründet wurde. Es beherbergt die umfangreichste Sammlung von Geräten und Gegenständen aus der bäuerlichen Kultur- und Arbeitswelt im westlichen Niederösterreich. Ein Einblick in die bäuerliche Wohnkultur und Hauswirtschaft runden das Gesamtbild des Museums ab. DasFreilichtmuseum nebenan bietet 20 ländliche, kulturhistorisch interessante Gebäude aus dem NÖ Mostviertel und derBuckligen Welt. Holzblockbauten (Hausmühle mit Wasserradantrieb,Köhlerhütte, Ausnehmerhaus mit Rauchküche, Troadkästen, Dörrhäusl mit Brechelstube, Bienenhütte, Schwanzhammerwerk mit Schaufelwasserrad, Geräteschuppen) samt Inventar und Geräten, Maschinen und Traktoren und einen Heilpflanzengarten.

Ein weiteres Ausflugsziel ist dieMostelleria inÖhling. Eine interaktive Erlebnisshow erzählt die Geschichte desMostellos, einemDessertwein aus Birnen. Zudem können die Besucher die Reife- und Ruhekammern des Birnenweins und Destillats erkunden und diesen anschließend verkosten.[24]

DasStift Seitenstetten, der sogenannte „Vierkanter Gottes“, mit seinem historischen Hofgarten und dieWallfahrtsbasilika Sonntagberg sind beliebte Pilgerziele. Das barocke Innenleben, eine Kunstsammlung und die Galerie können besichtigt werden.

Mit dem Mostviertler Bauernmuseum, der größten volkskundlichen Privatsammlung Österreichs, und dem Ostarrichi Kulturhof in Neuhofen, welcher einen Überblick über die österreichische Geschichte ab 996 gibt, finden sich zwei weitere Ausflugsziele an der Moststraße.

Mostviertler Spezialitäten

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Birnbaum im Mostviertel

Neben Most werden aus den Früchten der Region auch verschiedene Säfte und Obstbrände hergestellt. Die Weinregion Traisental ist bekannt fürGrünen Veltliner und Riesling.

Die Initiative „Genuss Region Österreich“ zeichnet gemeinsam mit dem Lebensmittelministerium und demAgrarmarkt Austria typische Produkte österreichischer Regionen aus. Im Mostviertel werden mehrere Genussregionen beworben:Mostviertler Mostbirn, Mostviertler Schofkas, Mostviertler Biohanf, Pielachtaler Dirndln, Traisentaler Hofkas, Traisentaler Wein, Traisentaler Fruchtsäfte, Dunkelsteiner Hagebutte, Lilienfelder-Voralpen Wild, Ybbstal Forelle sowie die GenussregionWiesenwienerwald Elsbeere.[25]

Veranstaltungen

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Das ganze Jahr über finden im Mostviertel Feste rund um den Most statt. Am Tag des MostheiligenSebastian, dem 20. Jänner, finden jährlich die Mosttaufen statt. Am 19. März, demJoseftag, wird während der traditionellen Mostwallfahrt der Baronmost „gesegnet“ und zuvor der neue „Primus“ gewählt. Dieser ist im Folgejahr als Sprecher der Mostbarone tätig.[26]

Im Frühling wird die Blütezeit der Birnbäume mit dem „Mostfrühling“ gefeiert, gefolgt von der Erntezeit im Herbst. Im November werden die Jungmoste und die besten Edelbrände während einer Feier rund um den Most verkostet.

Etwas abseits der Moststraße, findet jährlich am letzten Sonntag im April derTag des Mostes statt, welcher als wichtigster Festtag im Mostfrühling gilt. Gesellige Veranstaltungen wie Ausfahrten, Wanderungen, Mostverkostungen und Most-Frühschoppen finden statt. BeimSalon des Mostes treffen sich österreichische und internationale Mostproduzenten auf derSchallaburg. Ein weiteres kulturelles Highlight, derWeinfrühling bzw.Weinherbst findet regelmäßig von Mitte August bis Ende November an der niederösterreichischen Weinstraße statt.[27] 2019 ist nun auch das Jahr der Mostbirne und zu diesem Anlass finden einige Veranstaltungen wie Buchpräsentationen, Craft-Festivals und diverse Verkostungen statt.[28]

Ende September können bei derDirndlblütenwanderung und beimDirndlkirtag im Pielachtal die schönsten Dirndlblüten, die sogenannten Kornelkirschen, am „1.000 Dirndl-Berg“ Gaisbühel oder auf dem Hofberg erkundet werden. Die Elsbeeren werden Anfang Mai mit dem „Tag der Elsbeere“ gefeiert. Diese Früchte gedeihen am besten im östlichen Mostviertel. Zur selben Jahreszeit können imDunkelsteinerwald Wildrosen- und Hagebutten verkostet werden.[29]

Weinbau

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Das Weinbaugebiet Traisental in der touristischen Region Weinland Traisental südlich der Donau im Bezirk St. Pölten Land ist das jüngste in Österreich und etwa 815 Hektar groß. Das Traisental ist vor allem für seinenGrünen Veltliner undRiesling bekannt.[30][31]

Einmal jährlich werden am 26. Oktober die Traisentaler Jungweine präsentiert und neben dem Klassiker Veltliner auch andere Weinsorten wie Rivaner,Gelber Muskateller undCuvées verkostet. Weitere Veranstaltungen zum Thema Wein im Traisental sind derWeinrieden-Wandertag in Reichersdorf, dasSt. Pöltner Kellergassenfest sowie derWein-Adventmarkt in der Ahrenberger Kellergasse.[32][33]

Sport und Freizeit

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Wanderwege

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Der Schleierfall am Beginn des Ötschergrabens
Triftrechen an der Mendling
Blick vom Gipfel des Ötschers

Das Mostviertel bietet ein weitläufiges, vielfältigesWanderwegenetz von über 3.000 km Länge. Die alpine Bergwelt im Süden bietet Gelegenheit für Alm- und Hüttenwanderungen sowie Berg-, Schluchten- und Gipfeltouren. Besondere Aussichten in die sanfthügelige und alpine Landschaft des Mostviertels bieten der Panoramahöhenweg mit dem Sonntagberg und der Pielachtaler Rundwanderweg. Mehr als 100 Wanderwege liegen direkt an der Moststraße und verlaufen durch das sanfte Hügelland im Norden. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Themen- undPilgerwege.

  • Die Ötschergräben: Der Wanderweg hat eine Länge von 9,66 km und dauert in etwa drei Stunden. Die Ötschergräben werden auch als „Grand Canyon Österreichs“ bezeichnet und wurden 2011 vomÖsterreichischen Alpenverein undÖsterreichs Wanderdörfern zum schönsten Wanderweg Österreichs gewählt[34]. Ausgangspunkt der Wanderung ist das Naturparkzentrum Ötscher-Basis in Wienerbruck. Im Verlauf der Strecke gelangt man über den Lassingfall zum historischenKraftwerk Wienerbruck amStierwaschboden. Von dort führt der Weg zur Jausenstation Ötscherhias und weiter zum Schutzhaus Vorderötscher. Die Wanderung passiert drei imposante Wasserfälle: Lassingfall,Mirafall und Schleierfall.[35][36]
  • Erlebniswelt Mendlingtal: Der Wanderweg in Göstling an der Ybbs weist eine Länge von drei Kilometern auf und verläuft entlang von Stegen und Waldwegen vorbei an einer Mühle, einem Brotbackhaus und endet in der Jausenstation Herrenhaus. ImMendlingtal befindet sich die letzte funktionstüchtige Holztriftanlage Mitteleuropas. Schautafeln informieren die Besucher über die Wegstrecke, die die Holzstämme damals zurücklegten.[37]
  • Mostviertler Alpintour: Die Alpintour führt in rund 20 Stunden vomHochkar auf denDürrenstein zumÖtscher. Alle drei Berge erreichen eine Höhe von etwa 1.800 m und befinden sich im südlichsten Teil Niederösterreichs. Ötscher und Dürrenstein sind durch das Oistal unterbrochen, die Strecke zwischen Dürrenstein und Hochkar ist hingegen durch einen Bergkamm miteinander verbunden. Die Tour ist anspruchsvoll und erfordert Ausdauer und außerordentliche Trittsicherheit.[38]
  • DieBergwanderung zum Dürrenstein in denYbbstaler Alpen beginnt im Steinbachtal und endet nach einer Strecke von 21 km amLunzer See. Der höchste Punkt beträgt 1.873 m. Entlang der Strecke bietet sich die Möglichkeit, in der Ybbstalerhütte eine Rast einzulegen. Die Route ist relativ anspruchsvoll und verlangt eine gute Kondition.[39]
  • Das Hochkar hat eine Höhe von 1.808 m und befindet sich inmitten derGöstlinger Alpen. Insgesamt stehen einem 157 km markierte Wanderwege zur Verfügung. Zu den bekanntesten Wanderrouten am Hochkar zählen: der Gipfelweg (20 Minuten), die Bergseewanderung (30 Minuten), die Rundwanderungen (zwei bis vier Stunden)[40] und der Alpinweg Hochkar-Dürrenstein-Ötscher (20 Stunden – Beschreibung siehe oben „Mostviertler Alpintour“).
  • Von Lackenhof auf den Ötschergipfel: Der Ötscher ist 1.893 m hoch und gehört zu denYbbstaler Alpen. Mit dem Sessellift gelangt man von Lackenhof zum Ötschergipfel und retour in rund drei Stunden. Für geübte Wanderer bietet die Route über denRauhen Kamm auf den Ötschergipfel eine der anspruchsvollsten Wanderungen im Mostviertel.[41]
  • Von den10 Großen ÖsterreichischenWeitwanderwegen verlaufen vier durch das Mostviertel: derVoralpenweg 05, derNord-Süd-Weitwanderweg 05, derMariazeller Weg 06 und derEisenwurzenweg 08.
  • DieGemeindealpe hat eine Höhe von 1.626 m und liegt inmitten der Ybbstaler Alpen. Mithilfe moderner Sesselbahnen gelangt man in wenigen Minuten von 800 m auf 1.626 m. Ein Wanderweg führt über den Erlaufursprung und den alten Marmorsteinbruch am Brunnstein von der Westseite auf den Gipfel der Gemeindealpe zum Terzerhaus. Der Gipfelrundweg bietet eindrucksvolle Ausblicke auf den Ötscher und Berglandschaft des Mariazellerlandes.[42]

Pilgerwege

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Via Sacra

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Die Via Sacra in Niederösterreich

DieVia Sacra (Heilige Straße) gilt als ältester Pilgerweg Österreichs und führt vonHinterbrühl bei Wien überKaumberg undLilienfeld bis nachMariazell. Die Strecke kann in vier bis fünf Tagesetappen zurückgelegt werden und hat eine Länge von ca. 125 km. Der Pilgerweg kann in Teilstrecken auch mit dem Mariazeller Autobus befahren werden. Kulturelle Sehenswürdigkeiten entlang der Heiligen Straße sind dasStift Heiligenkreuz,das Kloster Klein-Mariazell unddas Stift Lilienfeld sowie die Wallfahrtskirche Annaberg auf dem ersten „Heiligen Berg“ des Ötscherlandes.[43]

Der Wiener Wallfahrerweg 06

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DerWiener Wallfahrerweg 06 entstand 1975 durch die Weitwander-Organisation des Alpenvereins als Alternative zur traditionellen Via Sacra.[44] Die Strecke führt vonPerchtoldsdorf durch Kaumberg im Wienerwald über Rohr im Gebirge und St. Aegyd am Neuwalde bis nach Mariazell und hat eine Länge von ca. 112 km. Weitere Varianten gibt es zwischenMaria Raisenmarkt und dem Unterberg über Weissenbach, Furth und Muggendorf. Diese Routen berühren landschaftliche Höhepunkte und vermeiden den anstrengenden Aufstieg zwischen Araburg und Kieneck. Der Pilgerweg ist durch gelbe Schilder gekennzeichnet und kann in knapp vier bis fünf Tagesetappen zurückgelegt werden.[45]

Weitere Pilgerwege

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  • DerPielachtaler Pilgerweg führt von der Landeshauptstadt St. Pölten über Kirchberg undAnnaberg nachMariazell. Die Strecke beträgt 90 km und ist durch rot-gelbe Tafeln markiert. Der Wallfahrerweg kann auch über weite Strecken mit derMariazellerbahn zurückgelegt werden.[46]
  • DerManker Wallfahrerweg beginnt inSt. Pölten und führt über die GemeindenOber-Grafendorf, St. Margarethen undHürm nachMank. Der Pilgerweg entstand zur Zeit der Pestepidemie im Jahre 1645 und hat eine Gesamtlänge von 31 km.[47]
  • Oberösterreichischer Mariazellerweg: Der Ausgangspunkt ist die Wallfahrtskirche amPöstlingberg bei Linz. Die Route führt südlich zumStift Sankt Florian, zur Wallfahrtskirche inChristkindl, dann in südöstlicher Himmelsrichtung nach Waidhofen an der Ybbs, Gscheid, Lunz am See (601 m), den Ötscher und die Ötschergräben. Er hat eine Gesamtlänge von etwa 175 km.[48]
  • Jakobsweg Mostviertel: Ein Teil desösterreichischen Jakobsweges führt durch das Mostviertel. Beginnend beimStift Melk verläuft er in Richtung Westen entlang der Donau, über den Wallfahrtsort Maria Taferl, Ybbs, Neustadtl und das Stift Ardagger, dasSchloss Zeillern, bis nach Wallsee an den Donaustrand.
Siehe auch:Jakobsweg Purkersdorf–Göttweig,Jakobsweg Göttweig–Melk undJakobsweg Melk–Persenbeug
Siehe auch:Jakobsweg Persenbeug–Sankt Pantaleon

Radwege

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Mostviertler Donauradweg

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Hauptartikel:Mostviertler Donauradweg

DerDonauradweg ist einer der bekanntesten Radfernwege Österreichs und durchquert die Länder Deutschland, Österreich, Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Bulgarien und Rumänien. Ein Teil der Strecke führt dabei durch das Mostviertel vonSt. Pantaleon-Erla bisYbbs an der Donau.

Der Traisental-Radweg

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Hauptartikel:Traisentalradweg

DerTraisentalradweg verläuft vonTraismauer über St. Pölten undLilienfeld entlang derTraisen über St. Aegyd bis nach Mariazell und weist eine Länge von etwa 107 km auf. Der Radwanderweg wurde 2007 ins Leben gerufen und 2009 vomADFC (Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club) mit vier Sternen ausgezeichnet.

Weitere Radtouren

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  • DieTriesting-Gölsental-Radtour ist eine der sieben großen Radtouren in Niederösterreich und hat eine Länge von 60 km. Die Strecke verläuft vonLeobersdorf bis nachSt. Veit an der Gölsen und schließt in Traisen an den Traisental-Radweg an.[50]
  • Entlang derPielach verläuft diePielachtal-Radtour. Diese beginnt direkt unter der Melker Donaubrücke beim Donauradweg und endet am Bahnhof inLoich im Ortsteil Dobersnigg. Die Strecke ist etwa 51 km lang und dauert im Durchschnitt dreieinhalb Stunden.[51]
  • Ybbstal-Radtour: DieYbbstal Radtour erstreckt sich von Ybbs an der Donau bis Lunz am See und hat eine Länge von 108 km. Der Abschnitt zwischen Amstetten und Waidhofen an der Ybbs eignet sich besonders für Familien-Radtouren.[52]
  • Ötscherland-Radtour: DieÖtscherland Radtour beginnt in Pöchlarn, wo sie vom Donauradweg abzweigt und über Wieselburg, Purgstall, Scheibbs, Gaming, Pfaffenschlag und Lunz schließlich nach Lackenhof führt. Die Strecke weist eine Länge von 68 km (ab Pöchlarn) auf und ist, aufgrund ihrer Topographie und dem Verlauf entlang der Erlauf, auch für Familienausflüge geeignet.[53]
  • Mostbaron Radtour: DieMostbaron Radtour führt auf die Spuren der Mostkultur und dabei durch das größte geschlossene Birnbaumgebiet Europas. Sie beginnt in der Gegend um dasMostBirnHaus beiStift Ardagger und führt über Euratsfeld nach Mauer-Öhling und wieder zurück nach Ardagger. Die Wegstrecke beträgt in etwa 110 km und gilt als anspruchsvoll.[54]
  • Prima-Pira-Tour: Die Radtour ist nach derPrima Pira benannt, einer Birnensorte, welche von den Mostbaronen der Region zur Brandherstellung verwendet wird. Die Route verläuft in einer Schlaufe von Wallsee über Aschbach-Markt und Seitenstetten Haag wieder zurück zum Ausgangspunkt.Hinweis: die Radroute existiert nicht mehr. Alle Wegschilder wurden entfernt. (Stand: September 2019)[55]

Mountainbike-Routen

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Im Mostviertel gibt es über 60 ausgewieseneMountainbike-Strecken. Das Streckennetz ist insgesamt 1.350 km lang und überwindet 26.000 Höhenmeter.[56] Die einzelnen Routen unterscheiden sich in der Streckenlänge, Höhenmeterdifferenz und Beschaffenheit des Untergrunds. DieBellevue Strecke beispielsweise verläuft rund um Waidhofen, Ybbsitz und den Sonntagberg. Die Tour ist für Einsteiger geeignet und weist eine Länge von 42,6 km auf.[57] Ein weiteres Highlight stellt die Sonnbrandalmtour in Hollenstein an der Ybbs da, eine anspruchsvolle Tour auf welcher zahlreiche Höhenmeter zurückzulegen sind.[58] Andere bekannte Mountainbike-Strecken im Mostviertel sind z. B. dieÖtscher-Trekking-Runde und die Dirndltal- bzw.Traisen-Golsental-XL-Tour.

Skigebiete

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Panoramablick am Hochkar
  • Göstling-Hochkar: Das Hochkar befindet sich in den Göstlinger Alpen und ist das größte und schneesicherste Skigebiet in Niederösterreich. Das Wintersportareal verfügt über 19 km Pistenabfahrten und insgesamt acht Skilifte.
  • Lackenhof am Ötscher: Das ÖtscherdorfLackenhof befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Piste und verfügt über 19 km Pistenabfahrten sowie neun Liftanlagen.[59]
  • Annaberg: Das Skigebiet liegt im Bezirk Lilienfeld in Niederösterreich und verfügt über 20 km Pistenabfahrten mit insgesamt neun Liftanlagen. Für Familien und Ski-Einsteiger gibt es leichte Abfahrten im Bereich der Reidl-Lifte, routinierte Fahrer können aufFIS-taugliche Hänge und Buckelpisten ausweichen.[60]
  • Gemeindealpe Mitterbach: Das Skigebiet liegt in den niederösterreichischen Kalkalpen inMitterbach am Erlaufsee und verfügt über 15 km Abfahrten mit insgesamt vier Liftanlagen. Die Gemeindealpe verfügt außerdem über FIS-taugliche Hänge, einFreeride-Gelände sowie einen Snowpark. Für Skitourengeher stehen zwei ausgeschilderte Routen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden zur Verfügung.[61]
  • Weitere Skigebiete sind: Maiszinkenk bei Lunz am See (4,5 km Pisten, zwei Lifte); Forsteralm, (18 km Pisten, acht Lifte); Königsberg-Hollenstein (14 km Pisten, sechs Lifte), St. Aegyd/Neuwalde (2 km Pisten, zwei Lifte), Puchenstuben (drei Lifte), Muckenkogel – Skitourenberg (ein Sessellift)

Langlaufen

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  • Nordisches ZentrumSt. Aegyd: Das Langlaufgebiet erstreckt sich zwischen der Marktgemeinde Traisen und Mariazell. Die Gegend verfügt über rund 80 kmLoipen bis über 1.000 m Seehöhe. Das Gebiet ist mit sechs Langlaufbereichen und insgesamt 15 Loipen ausgestattet.[62][63]
  • Langlaufzentrum Hochreit inGöstling-Hochkar: Das Langlaufzentrum liegt zwischen Hochkar und Dürrenstein auf etwa 900 m Seehöhe. Das Gebiet verfügt über insgesamt sechs Loipen in einer Länge von zwei bis sieben Kilometern.[64]
  • Langlaufzentrum Turmkogel Puchenstuben: Das Langlaufzentrum befindet sich im Gebiet der GemeindePuchenstuben auf etwa 1.250 m Seehöhe. Es verfügt über etwa 27 km Loipen und ist zudem mit einer 5 km langen Loipe nur für Skater ausgestattet.[65][66]
  • Lackenhof am Ötscher: Das Langlaufgebiet verfügt über ein Loipennetz von rund 21 km, davon sind 7,5 km auch für Skater gespurt. Insgesamt gibt es sechs Langlaufloipen: die Gmoa-Loipe (5 km), die Eselweg-Loipe (2,5 km), die Weitental-Loipe (1 km), die Radlweg-Loipe (4 km), die Sonnenhof-Loipe (2 km) und die Mandelboden-Loipe (2,5 km).[67][68]
  • Annaberg: Das Langlaufgebiet verfügt über zwei Loipen, die Annaberg-Loipe (ca. 7 km) und die Lassingtal-Loipe (ca. 11 km). Beide Loipen sind sowohl klassisch als auch für Skater gespurt.[69]
  • Mitterbach am Erlaufsee: Die Erlaufloipe ist 3,5 km lang und über eine Verbindungsloipe mit den Loipen in St. Sebastian verbunden. Für Rennveranstaltungen wird eine zusätzliche Loipe am Moarhof, die Kapschloipe (5 km), gespurt.[70]
  • Langlaufzentrum ProllingYbbsitz: Das Langlaufzentrum verfügt über eine klassische Loipe (9 km) und eine Skating-Loipe (9 km). Die Langlaufgebiet Prolling wurde vor circa 20 Jahren von einer Interessensgemeinschaft angrenzender Landwirte und Bewohner ins Leben gerufen und wird vom Skiclub Ybbsitz unterstützt.[71]

Kultur

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Das Kulturangebot des Mostviertels reicht von Musikveranstaltungen undTheater bis hin zuMuseen und Handwerkskunst. Viele Veranstaltungen finden an besonderen Schauplätzen in der Natur oder in historischen Gebäuden wieSchmieden, Schlössern oder Klöstern statt.

Museen und Ausstellungen

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Schloss Schallaburg mit jährlich wechselnden Dauerausstellungen
  • Schallaburg: Das Schloss aus der Zeit derRenaissance zeigt mit jährlich wechselnden Ausstellungen Geschichte innerhalb einer gut erhaltenen Wohnburg aus demMittelalter. Bedeutend für das Schloss sind der kunstvolle Herrensitz mitTerrakotta-Arkaden sowie der Renaissance-Ziergarten. Die Schallaburg befindet sich im Mostviertel in der GemeindeSchollach.[72]
  • Stadtmuseum St. Pölten: Im Zentrum der Altstadt vonSt. Pölten befindet sich das im November 2007 neu eröffnete Stadtmuseum. Das Haus verfügt neben einer archäologischen Abteilung, über eine Sammlung ur- und frühgeschichtlicher Objekte, Exponate aus der römischen Zeit der Stadt sowie eine Jugendstilabteilung.Archäologie, Stadtgeschichte undJugendstil bilden die Basis des Museums.[73]
  • Keramikmuseum Scheibbs: Im Gründergebäude der Scheibbser Keramik, einem ehemaligen Hammerwerk, befinden sich 2000 Keramikobjekte ausJugendstil undArt déco sowie expressive Kunstkeramik derTonindustrie Scheibbs aus den Jahren 1923 bis 1933 und der Scheibbser Keramik seit 1937.[74]
  • Ostarrichi Kulturhof: Die Ausstellung beginnt 996 mit der Ostarrichi-Urkunde und bietet mit Hilfe von Karten und Bildern einen Überblick der österreichischen Geschichte. Das Museum befindet sich in Neuhofen/Ybbs.[75]
  • Museum Niederösterreich: Das sich in St. Pölten befindliche Museum besteht aus einem Geschichte-, einem Natur- sowie einem Kunstbereich. Jeder dieser Bereiche hat Niederösterreich zum Schwerpunkt.[76]
  • Mostviertler Bauernmuseum: Das Museum befindet sich inAmstetten und beinhaltet eine private volkstümliche Sammlung mit über 18.000 Exponaten.[77]
  • Geschirr-MuseumWilhelmsburg: Im ehemaligen Fabrikgebäude findet sich das Geschirr-Museum, welches über eine vollständige Sammlung des „Lilien-Porzellan“ Tafelgeschirrs verfügt.[78]
  • Familienmuseum 5e (Fünf Elemente): Die Ausstellung im Rotschildschloss inWaidhofen an der Ybbs widmet sich den fünf Elementen Wasser, Holz, Feuer, Erde und Metall.[79]
  • FeRRUM Ybbsitz: Angefangen bei der Ur- und Frühgeschichte bis hin zur Gegenwart wird die Geschichte der Eisenwurzen erzählt. Zudem gibt es im zehn Meter hohen, barocken Dachstuhl Installationen, welche die Themen Eisen und Metall aufgreifen.[80]
  • Urzeitmuseum: Das Museum inNußdorf ob der Traisen beschäftigt sich mit den verschiedenen Epochen derUrzeit, von der Steinzeit bis zur Eisenzeit. Museumsbesucher können in einem Quiz ihr archäologisches Wissen testen.[81]
  • Museum Historischer Bierkrüge: Das Museum inHainfeld, das einzige seiner Art in Österreich, beherbergt rund 350 Krüge, aus der Zeit von 1500 bis 1950.[82]
  • Hainfeld Museum: Museum der StadtHainfeld. Ein Raum ist dabei demHainfelder Einigungsparteitag gewidmet, bei dem es Viktor Adler hier zur Jahreswende 1888/89 gelang, dieSozialdemokratische Arbeiterpartei Österreichs (SDAP) zu einigen.[83]

Eisenstraße Niederösterreich

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Hauptartikel:Kulturpark Eisenstraße

DieEisenstraße Niederösterreich (früherKulturpark Eisenstraße) bezeichnet ein regionales Projekt im Gebiet des südlichen Mostviertels, wo sich die niederösterreichischeEisenwurzen befindet. Die Montanhistorie bildet den Schwerpunkt der Eisenstraße Niederösterreich: AlteHammerherrenhäuser, authentische Schmieden und künstlerische Metallobjekte im öffentlichen Raum ziehen eine regelrechte Metallspur durch die Region. Die Eisenstraße ist auch Schauplatz moderner Veranstaltungen.

Seit demMittelalter wurde der Erzberg inEisenerz für die Gewinnung von Eisen herangezogen. Der Transportweg ging vom Erzberg aus und verlief entlang der Steirisch/Niederösterreichischen Eisenstraße. Das kostbare Gut wurde verkauft und getauscht. Auf diese Weise konnten neu erworbenen Waren wieder zurück ins steirische Eisenerz gelangen. An den alpinen Flüssen an derYbbs undErlauf findet man auch heute noch zahlreiche Hämmer und Mühlen, die für die Verarbeitung des Eisens benötigt wurden. Für die Funktionstüchtigkeit der Mühlen wurde Holzkohle benötigt. Aus diesem Grund wurde das Holz naheliegender Wälder verarbeitet und für die Produktion von Holzkohle verwendet.[84]

Der Eisenerzabbau am steirischen Erzberg begann ab dem 12. Jahrhundert. Waidhofen an der Ybbs und Scheibbs an der Erlauf entwickelten sich aufgrund der günstigen Lage rasch zu den bedeutendsten Eisenhandelsstädten der damaligen Zeit. Im 14. und 15. Jahrhundert waren in Waidhofen an die 200 Schmiedebetriebe aktiv. Die Eisenwaren wurden nicht nur im Habsburgerreich vertrieben, sondern auch nach Venedig und in den vorderen Orient exportiert. Auf diese Zeit geht auch der einstige waidhofner WahlspruchFerrum chalybsque urbis nutrimenta („Eisen und Stahl ernähren die Stadt“) zurück.[85]

Handwerk und Brauchtum

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Ybbstalbahn Wetterbachbrücke 1996

Mehrere Initiativen und Unternehmen im Mostviertel haben das Ziel, kulturelles Gut und Traditionen zu erhalten:

  • Einige regionale Betriebe haben sich zu denMostbaronen zusammengeschlossen und wollen damit die Mostkultur am Leben erhalten und weiter vorantreiben.[86]
  • DieSchmiedemeileYbbsitz erzählt anhand von acht Meilensteinen den Alltag in der Schmiede. Der drei Kilometer lange Erlebnisweg führt zu denHammerwerken der Region. Dazu gehören derFahrngruber Hammer, dasHammerwerk Eybl mit Künstlerwerkstatt, derStrunz-Hammer und derEinöd-Hammer.[87]
  • In der BackerlebnisweltHaubiversum inPetzenkirchen können Besucher hinter die Kulissen eines Bäckereibetriebes schauen.[88]
  • Riess-Geschirr: Das Familienunternehmen Riess betreibt die einzige österreichischeEmaille-Manufaktur inYbbsitz, in der hochwertiges Kochgeschirr, Emaille-Schilder und Industriekomponenten produziert werden. Die Wurzeln des Unternehmens liegen im Jahr 1550, als die ursprüngliche Pfannenschmiede in Ybbsitz gegründet wurde. 1922 startete die Produktion von Emaille-Kochgeschirr.[89]
  • Im Mostviertel sind zahlreicheBrauereien beheimatet: Von regional verwurzelten, traditionellen Privatbrauereien bis hin zu Wirtshausbrauereien, die ihr eigenes Bier ausschenken. Zu den bekanntesten Brauereien zählen diePrivatbrauerei Fritz Egger, dieBrauerei Wieselburg und die BrauereiHainfeld.[90]

Veranstaltungen

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Die niederösterreichische LandeshauptstadtSt. Pölten ist regelmäßig Schauplatz von klassischen und modernen Festivals. Zu den wichtigsten Kultureinrichtungen zählen das moderneFestspielhaus und dasMuseum Niederösterreich.

Um die Weihnachtszeit locken vor allem dieChristkindlmärkte Besucher ins Mostviertel, aber auch unter dem Jahr finden zahlreiche Veranstaltungen statt.[91]

ImTraisentaler Kultur- und Weinherbst steht der Wein im Mittelpunkt. Ebenfalls ein kulinarisches Highlight sind dieDirndln aus dem Pielachtal, welche besonders im September beim Dirndlkirtag gefeiert werden.[92]

Weitere kulturelle Highlight sind daswellenklaenge Festival in Lunz am See, derTheatersommer in Haag, dieGipfelklaenge, das Chopinfest in derKartause Gaming und dasBarockfestival in St. Pölten.

Architektur

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Vierkanter im westlichen Mostviertel

Die Architektur im Mostviertel wird im Wesentlichen durch ländlicheBauformen bestimmt, deren wichtigstes Merkmal derVierkanter ist. Dazu kommt ein relativ steiles Dach, meistensWalm- oderKrüppelwalmdach, in derEisenwurzen auchSatteldach. Durch die steile Dachform entsteht ein Verhältnis von Dachhöhe zu ein- oder zweigeschoßigen Wandhöhen von meistens annähernd 1:1, d. h. das Dach ist meistens fast so hoch wie die darunter liegenden Geschoße. Dadurch entsteht der Eindruck von Behäbigkeit, aber auch Schutz und Wärme. Steildächer sind normalerweise durch schneereiche Winter bedingt, da eine zu großeSchneelast auf den Dächern diese zum Einstürzen bringen würde.

Besonders in der Richtung Eisenwurzen (Bezirk Scheibbs,Waidhofen an der Ybbs, südlicher TeilBezirk Amstetten) wird der Vierkanter von so genanntenDoppel-T-Höfen abgelöst.

Neben dem Vierkant- und Vierseithof gibt es immer auch noch in der Region umYbbsitz denDoppel-T-Hof sowie, in den Gebieten der alpin geprägten Eisenwurzen, die althergebrachtenHaufen- undPaarhöfe.

Stifte und Klöster

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Stift Seitenstetten, der „Vierkanter Gottes“

Burgen und Schlösser

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Kirchenbau

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Das Mostviertel ist eine in sich geschlossene Kernzone des österreichischen Barock, Mostviertler Kirchen sind überwiegend spätgotisch errichtet und barockisiert, die Bauform der dreischiffigenHallenkirche oder seltener die Basilika sind typisch. DieWallfahrtskirche und BasilikaSonntagberg ist ein Glanzstück des Barocks und geistliches Zentrum des Mostviertel. In manchen Fällen ist derChor, in Form einer einfachenApsis, erhöhter als der Kirchenraum, wie in Amstetten,Eisenreichdornach (Gemeinde Amstetten),Krenstetten (Gemeinde Aschbach-Markt). Sie weisen dieselbe Charakteristik wie dieVierkanter auf, Steildach und trutziger Kirchturm, typischerweise mit barocker Zwiebelhaube undLaterne. Manchmal weisen sie neben der mechanischen Uhr auch eineSonnenuhr auf.

  • Pfarrkirche hl. Martin in Aschbach-Markt
    Pfarrkirche hl. Martin in Aschbach-Markt
  • Turm Pfarrkirche Biberbach
    Turm Pfarrkirche Biberbach
  • Turm Pfarrkirche St. Peter/Au
    Turm Pfarrkirche St. Peter/Au
  • Turm Pfarrkirche Wolfsbach
    Turm Pfarrkirche Wolfsbach
  • Turm Stiftskirche Seitenstetten
    Turm Stiftskirche Seitenstetten
  • Turm Pfarrkirche Weistrach
    Turm Pfarrkirche Weistrach
  • Pfarrkirche Zeillern
    Pfarrkirche Zeillern
  • Kartause Gaming

Viele Kirchen im Mostviertel weisen ein gotisches Netz- bzw.Kreuzrippengewölbe auf. Das Innenmobiliar sowie die Altäre sind meist barock, in manchen Fällen wie Aschbach-Markt, Krenstetten und St. Stephan in Amstetten sind die Altäre neogotisch.

  • Innenraum Krenstetten
    Innenraum Krenstetten
  • Innenraum Weistrach
    Innenraum Weistrach
  • Innenraum Sindelburg
    Innenraum Sindelburg
  • Innenraum Seitenstetten
    Innenraum Seitenstetten
  • Innenraum Biberbach
    Innenraum Biberbach
  • Innenraum Stift Ardagger
    Innenraum Stift Ardagger
  • Innenraum Basilika Sonntagberg
    Innenraum Basilika Sonntagberg
  • Innenraum Scheibbs
    Innenraum Scheibbs

In derEisenwurzen besonders in der Gegend um das ehemaligeKartäuserklosterGaming finden sich zahlreicheSaalkirchen, wiePuchenstuben,Josefsberg,Sankt Anton an der Jeßnitz.

Schmalspurbahnen

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Die Mariazellerbahn
Der Ötscherland-Express

DieMariazellerbahn ist nicht nur bei Touristen auf Grund der Nostalgiefahrten beliebt[93], sondern ist auch ein wichtiges Nahverkehrsmittel für die Bewohner. Die Bahn überwindet auf der Strecke von St. Pölten bis zum Scheitelpunkt beiGösing über 600 Höhenmeter. Auf dem Weg nach Mariazell werden insgesamt 19 Viadukte und 21 Tunnels befahren. Die Bahn wurde 2012 von derNÖVOG übernommen.[94]

Um das Reststück derYbbstalbahn zwischen Kienberg-Gaming und Lunz am See zu erhalten, betreibt ein privater Verein diese Bahn unter dem NamenÖtscherland-Express. DieÖBB stellten 1988 den planmäßigen Personenverkehr auf diesem Abschnitt ein. Seit 1990 wird dieseYbbstalbahn-Bergstrecke als Museumsbahn geführt.

Tourismus

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Im Jahr 2018 zählte das Mostviertel insgesamt 1.145.988 Nächtigungen und 484.325 Ankünfte. Davon entfallen etwas mehr als zwei Drittel der Nächtigungen auf Österreicher, gefolgt von Gästen aus Deutschland, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Polen, Italien und anderen Ländern. Dazu beigetragen haben die verschiedenen strategischen Tourismusprojekte, wie etwa dieLandesausstellung ÖTSCHER:REICH, derNaturpark Ötscher-Tormäuer oder auch dieMoststraße.[95]

Wirtschaft

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Traditionell ist das Mostviertel landwirtschaftlich geprägt, die wirtschaftliche Stärke besonders in der Eisenwurzen liegt noch immer in dereisen-,stahl sowie derholzverarbeitenden Industrie. Waren es früher dieHammerherren, die dasErz vomErzberg bezogen, so sind es heuteWalzwerke, dieHalbfertigprodukte von denHochöfenLinz undDonawitz beziehen und unter anderem zu Messern für Maschinen verarbeiten.

Auch gibt es einige große und viele kleineSägewerke, die das Holz der Wälder ringsum verarbeiten, sowie Papierfabriken anYbbs undErlauf. Den Hauptanteil ab der Wirtschaft haben aber klein- und mittelständische Betriebe. Die größten Arbeitgeber im Kernland sindZKW (Automotive),Welser Profile (Stahl),Böhler-Uddeholm (Stahl),Mondi (früher:Neusiedler) (Papier),Umdasch/Doka (Holz/Stahl),Stora Enso Timber (Holz),Mosser (Holz),Bene Büromöbel (Holz/Stahl),Miller Messer (Stahl),Busatis (Stahl) undRiess (Stahl).

Politik und Verwaltung

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Bis zum Jahr 1867 war das Mostviertel unter der BezeichnungViertel ober dem Wienerwald auch Verwaltungseinheit, bis es auf die Bezirke aufgeteilt wurde.

Politisch war es sogar bis zum Jahr 1992 ein eigener Wahlkreis, bis es auf die einzelnen Bezirke heruntergebrochen wurde[96].

Siehe auch

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Portal: Mostviertel – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Mostviertel

Literatur

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Weblinks

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Commons: Mostviertel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Mostviertel – Reiseführer

Einzelnachweise

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  1. Bevölkerung. In: noe.gv.at. 4. September 2023, abgerufen am 11. Oktober 2023. 
  2. pielachtal.info
  3. arge-dunkelsteinerwald.at
  4. elsbeere-wienerwald.at
  5. abSiehe Strunz 2011, S. 27.
  6. Ein Spaziergang durch den Urwald – am Lahnsattel. In: wandertipp.at. Abgerufen am 25. November 2014. 
  7. Wildnisgebiet Dürrenstein. Abgerufen am 25. November 2014. 
  8. Naturlehrpfade in Niederösterreich. Abgerufen am 25. November 2014. 
  9. Birnen und Barone: Zur Baumblüte ins österreichische Mostviertel. Focus.de, abgerufen am 25. November 2014. 
  10. Wie der Most entsteht. In: www.moststrasse.at. Abgerufen am 25. Juli 2019. 
  11. Österreich Forum – Niederösterreich. Abgerufen am 30. Juli 2019. 
  12. Naturschutzkonzept Niederösterreich (Memento desOriginals vom 4. August 2017 imInternet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.noe.gv.at
  13. Herzlich Willkommen im Naturpark Ötscher-Tormäuer. Abgerufen am 14. September 2014. 
  14. Buchenberg – Waldkauz Ossi’s grünes Wohnzimmer. Abgerufen am 12. September 2014. 
  15. Willkommen im Naturpark NÖ Eisenwurzen! Abgerufen am 14. September 2014. 
  16. Natürlich tief: Die Seegeheimtipps an Kamp, Erlauf und bei Lunz. Abgerufen am 25. November 2014. 
  17. Der Lunzer See. Abgerufen am 25. November 2014. 
  18. Der Erlaufsee. Abgerufen am 25. November 2014. 
  19. Zur Baumblüte ins österreichische Mostviertel. Abgerufen am 14. Oktober 2014. 
  20. Mostherbst. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 5. Dezember 2014; abgerufen am 14. Oktober 2014.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mostheurige.com 
  21. Der Most und die Moststraße. Abgerufen am 26. Juli 2019. 
  22. GenussRegion Mostviertler Mostbirn. Archiviert vom Original am 5. Dezember 2014; abgerufen am 14. Oktober 2014. 
  23. Über die Mostbarone. Abgerufen am 26. Juli 2019. 
  24. Mostelleria – Die geheimnisvolle Welt der Mostbirne. Abgerufen am 26. Juli 2019. 
  25. GenussRegionen – Niederösterreich. Abgerufen am 22. September 2014. 
  26. Moststraße – Kulinarisch-Sportlich. Abgerufen am 26. September 2014. 
  27. Kulinarische Feste auf der Moststraße. Abgerufen am 26. Juli 2019. 
  28. 2019 – Jahr der Mostbirne - alle Veranstaltungen. Abgerufen am 26. Juli 2019. 
  29. Pielachtaler Dirndlblüte. Abgerufen am 26. Juli 2019. 
  30. Weinstraße Traisental. Abgerufen am 26. Juli 2019. 
  31. Webauftritt der Weinregion Traisental
  32. Das Traisental. Abgerufen am 26. Juli 2019. 
  33. Veranstaltungen im Mostviertel. Abgerufen am 26. Juli 2019. 
  34. Die Ötschergräben: Wanderung durchs „Zauberland“. Abgerufen am 30. September 2014. 
  35. Ötschergräben. Abgerufen am 30. September 2014. 
  36. Wunderschöne Ötschergräben: der Grand Canyon Österreichs - Von Gipfeln und Gräben. Abgerufen am 30. Juli 2019. 
  37. Erlebniswelt Mendlingtal. Abgerufen am 28. September 2014. 
  38. Alpintour: Hochkar - Dürrenstein - Ötscher. Abgerufen am 30. Juli 2019. 
  39. Dürrenstein: Vom Steinbachtal über den Gipfel und hinab zum Lunzer See. Abgerufen am 30. September 2014. 
  40. Alpines Wander Resort Hochkar. Abgerufen am 25. September 2014. 
  41. Der Ötscher. Abgerufen am 25. September 2014. 
  42. Rundweg Gemeindealpe. Abgerufen am 30. Juli 2019. 
  43. Die Via Sacra. Abgerufen am 30. Juli 2019. 
  44. Pilgern in und um Wien. Abgerufen am 25. September 2014. 
  45. Der Wiener Wallfahrerweg 06. Abgerufen am 30. Juli 2019. 
  46. Pielachtaler Pilgerweg. Abgerufen am 30. Juli 2019. 
  47. Manker Wallfahrerweg. Abgerufen am 30. Juli 2019. 
  48. Oberösterreichischer Mariazellerweg 06. Abgerufen am 30. Juli 2019. 
  49. Pilgerweg Sonntagberg. Abgerufen am 30. Juli 2019. 
  50. Triesting-Gölsental-Radweg. Abgerufen am 8. Oktober 2014. 
  51. Pielachtalradweg. Abgerufen am 8. Oktober 2014. 
  52. Ybbstalweg. Abgerufen am 5. September 2019. 
  53. Ötscherlandradweg. Abgerufen am 5. September 2019. 
  54. Mostbaron-Radtour. Abgerufen am 5. September 2019. 
  55. Prima-Pira-Tour. Abgerufen am 5. September 2019. 
  56. Mountainbiken im Mostviertel. Abgerufen am 5. September 2019. 
  57. Bellevue-Strecke. Abgerufen am 1. Dezember 2014. 
  58. Sonnbrand-Almtour. Abgerufen am 1. Dezember 2014. 
  59. Skigebiet Lackenhof am Ötscher. Abgerufen am 5. September 2019. 
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  61. Gemeindealpe, Mitterbach am Erlaufsee. Abgerufen am 5. September 2019. 
  62. St. Aegyd – Nordisches Zentrum. Abgerufen am 5. September 2019. 
  63. Langlaufen St. Aegyd am Neuwalde. Abgerufen am 5. September 2019. 
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  65. Langlaufloipen Puchenstuben. Abgerufen am 5. September 2019. 
  66. Langlaufen Puchenstuben. Abgerufen am 2. Oktober 2014. 
  67. Langlaufen in Lackenhof-Gaming-Langau. Abgerufen am 5. September 2019. 
  68. Langlaufen Lackenhof-Ötscher. Abgerufen am 5. September 2019. 
  69. Erlebnis am Berg. Abgerufen am 5. September 2019. 
  70. Langlaufen Mitterbach. Abgerufen am 2. Oktober 2014. 
  71. Wintertreff Prolling. Abgerufen am 2. Oktober 2014. 
  72. Renaissanceschloss Schallaburg. Abgerufen am 3. Dezember 2014. 
  73. Stadtmuseum St.Pölten. Abgerufen am 3. Dezember 2014. 
  74. Willkommen im Keramikmuseum Scheibbs. Abgerufen am 3. Dezember 2014. 
  75. Osterrichi: „Entdecke Österreich“. Abgerufen am 14. November 2019. 
  76. Willkommen im Museum Niederösterreich. Abgerufen am 26. Juli 2019. 
  77. Mostviertler Bauernmuseum. Abgerufen am 16. September 2014. 
  78. Geschirr-Museum offizielle Info. Abgerufen am 26. Juli 2019. 
  79. 5 Elemente, 50 Experimente, 500 Exponate. Abgerufen am 16. September 2014. 
  80. FeRRUM – welt des eisens! Abgerufen am 16. September 2014. 
  81. Urzeitmuseum. Abgerufen am 16. September 2014. 
  82. Museum Historischer Bierkrüge. Abgerufen am 17. September 2014. 
  83. Hainfeld Museum. Abgerufen am 17. September 2014. 
  84. Geschichte. Abgerufen am 14. November 2019. 
  85. Waidhofen: Zentrum der Eisenverarbeitung. Abgerufen am 14. November 2019. 
  86. Mostbaron. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 7. Dezember 2014; abgerufen am 3. Dezember 2014.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mostbaron.at 
  87. Schmiedemeile Ybbsitz. Abgerufen am 14. November 2019. 
  88. Mostviertler Haubiversum. Abgerufen am 14. November 2019. 
  89. Riess – Das Unternehmen. Abgerufen am 3. Dezember 2014. 
  90. Brauereien – Bierkultur mit Tradition im Mostviertel. Abgerufen am 14. November 2019. 
  91. Veranstaltungen. Abgerufen am 26. September 2014. 
  92. Das milde Mostviertel. Abgerufen am 14. November 2019. 
  93. Mariazellerbahn: Auf der Himmelstreppe - Bahnerlebnis Mostviertel. Abgerufen am 14. November 2019. 
  94. Mariazellerbahn. Abgerufen am 14. November 2019. 
  95. Geschäftsbericht Mostviertel Tourismus 2018. Abgerufen am 26. Juli 2019. 
  96. Niederösterreich - Das Land in Zahlen - Basistexte. Abgerufen am 14. November 2019. 
Normdaten (Geografikum):GND:4308924-0(lobid,OGND,AKS) |LCCN:sh2008007733 |VIAF:248224908
Viertel und Hauptregionen inNiederösterreich

Landschaftliche Viertel:Waldviertel |Weinviertel |Mostviertel |Industrieviertel
Hauptregionen der Raumplanung:Waldviertel |Weinviertel |Mostviertel |Industrieviertel |NÖ-Mitte („5. Viertel“)

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