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Monilethrix

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Klassifikation nachICD-10
Q84.1Angeborene morphologische Störungen der Haare, anderenorts nicht klassifiziert – Monilethrix
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
Klassifikation nachICD-11
EC21.0Genetische Defekte des Haarschafts
ICD-11:EnglischDeutsch (Vorabfassung)

Monilethrix (Spindelhaare, vonlateinischmonile, „Halsband, Halskette“, undaltgriechischθρίξthrix, „Haar“) ist eine sehr selteneangeboreneGenodermatose mit einer unregelmäßigen brüchigen Haarstruktur aufgrund einerDysplasie des Haarschaftes und klinisch einerHypotrichose.[1][2]

Synonyme sind:Monilethrichose; Monilethrix-Syndrom; Spindelhaare; Sabouraud-Syndrom; Monilitrichie;lateinischAplasia moniliformis; Aplasia pilorum intermittens; Aplasia pilorum moniliformis; Aplasia cilorum miniliformis

Die Erstbeschreibung stammt aus dem Jahre 1879 durch W. G. Smith,[3] die erste umfassende Darstellung durch denfranzösischenDermatologenRaymond Jaques Sabouraud 1892.[4]

Verbreitung

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Die Häufigkeit ist nicht bekannt, die Vererbung erfolgtautosomal-dominant oderautosomal-rezessiv.[1]

Ursache

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Der Erkrankung liegen bei der dominant-vererbten, häufigsten Form verschiedeneMutationen imKRT81-, KRT83- oder KRT86-Gen aufChromosom 12Genort q13 zugrunde, welche für die Typ-II-Haarkeratine Hb1, Hb3 and Hb6 kodieren.[5][6]

Bei den vereinzelten rezessiv-vererbten Formen liegen Mutationen imDSG4-Gen aufChromosom 18 an q12 zugrunde, das für Desmoglein 4 kodiert.

Mutationen im gleichen Gen verursachen auch die klinisch ähnlicheLokalisierte autosomal-rezessive Hypotrichose (Hypotrichosis simplex).[7]

Klinische Erscheinungen

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Klinische Kriterien sind:[2][1]

  • Krankheitsbeginn im Säuglingsalter, Kopfhaar bei Geburt normal
  • in den ersten Monaten brüchige Haare, die nach wenigen Millimetern abbrechen
  • Lokalisation meist Nacken und Hinterkopf
  • Keratosis follicularis (Lichen pilaris)
  • Koilonychie

hinzu könnenKatarakt, Zahnanomalien, Cutis elastica (schlaffe Haut),Syndaktylien,Epilepsie oderSchizophrenie kommen.

Differentialdiagnose

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Abzugrenzen ist diePseudo-Monilethrix.

Prognose

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Bei der lokalisierten Form kann eine Rückbildung eintreten, meist nehmen die Veränderungen im Laufe der Zeit ab. Es kann jedoch zu Verschlechterungen während derPubertät oderSchwangerschaft kommen.[1]

Literatur

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  • J. Schweizer:More than one gene involved in monilethrix: intracellular but also extracellular players. In:The Journal of investigative dermatology. Bd. 126, Nr. 6, Juni 2006, S. 1216–1219,doi:10.1038/sj.jid.5700266,PMID 16702971.
  • D. Carreras:Monilethrix: a review and case report. In:Pediatric dentistry. Bd. 18, Nr. 4, 1996 Jul–Aug, S. 331–333,PMID 8857664 (Review).
  • T. Salamon, U. W. Schnyder:Ueber die Monilethrix. In:Archiv fur klinische und experimentelle Dermatologie. Bd. 215, 1962, S. 105–136,PMID 13991022.

Weblinks

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Einzelnachweise

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  1. abcdEintrag zuMonilethrix. In:Orphanet (Datenbank für seltene Krankheiten)
  2. abBernfried Leiber (Begründer):Die klinischen Syndrome. Syndrome, Sequenzen und Symptomenkomplexe. Hrsg.: G. Burg, J. Kunze, D. Pongratz, P. G. Scheurlen, A. Schinzel, J. Spranger. 7., völlig neu bearb. Auflage.Band 2:Symptome. Urban & Schwarzenberg, München u. a. 1990,ISBN 3-541-01727-9. 
  3. W. G. Smith:A rare nodose condition of the hair. In:British Medical Journal Bd. 2, S. 291–292, 1879
  4. R. Sabouraud:Sur les cheveux maniliformes. In:Annales de Dermatologie et de Vénéréologie Bd. 3, S. 781–793, 1892
  5. J. Schweizer:More than one gene involved in monilethrix: intracellular but also extracellular players. In:Journal of Investigative Dermatology 2006, Bd. 126, S. 1216–1219.PMID 16702971.
  6. Monilethrix. In:Online Mendelian Inheritance in Man. (englisch)
  7. Eintrag zuHypotrichosis simplex. In:Orphanet (Datenbank für seltene Krankheiten)
Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient weder der Selbstdiagnose noch wird dadurch eine Diagnose durch einen Arzt ersetzt. Bitte hierzu denHinweis zu Gesundheitsthemen beachten!
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