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Monat

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unterMonat (Begriffsklärung) aufgeführt.

EinMonat (Maskulinum, in Österreich umgangssprachlich auchNeutrum[1]; etymologisch verwandt mitMond) ist eineZeiteinheit und ein Teil einesJahres.

Je nachDefinition ist ein Monat von unterschiedlicher Dauer:

  • Die Zeitspanne von 28, 29, 30 oder 31 aufeinanderfolgendenTagen.Kalender verwenden Monate zur Zeiteinteilung. Dazu ordnen sie einer Zeitspanne von einemKalendermonat einenMonatsnamen zu; 12 Monate bilden ein Jahr.
  • Ein Monat ist imastronomischen Sinne als die Zeitspanne eines vollständigenUmlaufs einesnatürlichen Satelliten (Trabant) definiert. Im engeren Sinne bezieht sich „Monat“ nur auf denErdmond: DerMondmonat dauert je nach Definition zwischen knapp 27⅓ und gut 29½ Tagen.
Eine Übersicht über viele Verwendungen gibt dieKategorie:Monat
  • ImPrivatrecht gilt in Deutschland ein Monat als Zeitraum von Tagx bis Tagx des Folgemonats. Wenn dieser keinen Tagx hat, endet der Zeitraum mit dem letzten Tag dieses Monats (§ 188 Abs. 2 und 3BGB).
  • EinSchwangerschaftsmonat bezeichnet analog zur weiblichen Periode die Spanne von 4Wochen. In einigen alternativen Kalendersystemen ergeben 13 solcherWochenmonate ein Jahr.
  • ImBankwesen dauert einBuchungsmonat oder(Ab-)Rechnungsmonat stets 30 Tage, ein Bankjahr dauert demzufolge lediglich 360 Tage.
  • Mobilfunkanbieter verrechnen die „Monats“grundgebühr entweder
    • je Kalendermonat oder jeweils am zahlenmäßig gleichen Tag jedes Kalendermonats und damit für unregelmäßig lange Zeitabschnitte von 28, 29, 30 oder 31 Tagen,
    • oder aber wie beispielsweiseHoT (in Österreich) seit einigen Jahren „für 30 Tage“.[2] Das ist gleichmäßig, doch im Jahresmittel um den Faktor 360/365 bzw. 360/366 etwas kürzer.

DasEinheitenzeichen lautet M oder mon.

Der Monat in verschiedenen Kalendersystemen

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Monatseinteilung einer chinesischen Himmelsscheibe, Astronomischer Zyklus zu 28 Teilungen

Lunationen – bzw. deren Mittelwert, dersynodische Monat – auf der Grundlage gleicher Erdmondphasen bildeten die Grundbausteine der ersten Kalender, welcheLunar- oderMondkalender waren, und später teilweise zuLunisolarkalendern weiterentwickelt wurden. Solche Kalender sind auch heute noch in weiten Teilen der Welt gebräuchlich, und beispielsweise derjüdische Kalender, derislamische Kalender und der traditionellechinesische Kalender bezeichnen weiterhin einen Phasendurchlauf des Mondes als Monat.

Indes liegt in der Zeit einesSonnenjahres eine unganzzahlige Menge von Mondmonaten, so dass man bei Einführung einesSolar- oderSonnenkalenders die Länge der Monate entsprechend anpassen musste. Eine solche Bindung der Jahrlänge an die Dauer eines Erdumlaufs um die Sonne und die damit verbundene Trennung der Monate vomMondlauf erfolgten zuerst imalten Ägypten im Jahre 238 v. Chr. und wurde vonJulius Caesar im Jahre 46 v. Chr. auch für dierömische Republik übernommen (womit diese Jahre eigentlich sinnvolleEpochen für dieZeitrechnung des juliano-gregorianischen Kalenders wären).

Neben diesemjulianischen Kalender und dem ihn ablösenden und heute für die meisten Menschen alltäglichengregorianischen Kalender sind auch noch einige andereSonnenkalender in Gebrauch, bei denen ein (Kalender-)Monat als ein bestimmter Teil des Sonnenjahres mit einer festgelegten Anzahl von Tagen definiert wird, beispielsweise dergriechisch-orthodoxe Kalender, derkoptische Kalender, derzoroastrische Kalender, deriranische Kalender, derMalayalam-Kalender sowie verschiedene südasiatische Kalender.

Da zwölf Mondphasen etwa 354 Tage dauern und damit dieses Mondjahr der Erde kürzer ist als ein Sonnenjahr, fügen viele Lunarkalender in regelmäßigen Abständen einen zusätzlichen Monat ein. Die Details variieren zwischen den Kalendern, bspw. werden nach demMeton-Zyklus 7 solcherSchaltmonate auf einen Zeitraum von 19 Jahren verteilt. Sie treten in jedem Fall häufiger auf alsSchalttage inSolarkalendern.Im Julianischen und Gregorianischen Kalender wird auch derFebruar inSchaltjahren gelegentlich als „Schaltmonat“ bezeichnet.

Heute bezeichnet der BegriffMonat im gregorianischen Kalender nur noch festgelegte Jahresabschnitte, deren Länge von der einesMondzyklus mehr oder weniger stark abweicht.

Astronomische Definitionen

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DerMonat als Periode desErdmondes auf seinemUmlauf um dieErde.

Lunation
Die Zeitspanne von einemNeumond zum nächsten Neumond. Die Lunation ist der eigentliche Anlass für den Monatsbegriff.
Sie schwankt durch die komplizierte Mondbewegung zwischen 29 Tagen 6,5 Stunden und 29 Tagen 20 Stunden.

Die folgenden astronomischen Monate beschreibenmittlere Werte, die daher auf eineStandardepoche (derzeit üblicherweise J2000.0) bezogen sind:

Synodischer Monat
Die Zeit zum Wiedererreichen gleicherElongation des Mondes zurSonne, der Mittelwert der Lunationen.
Dauer 2000.0: 29,53 Tage = 29d 12h 44min 3s
Siderischer Monat
Die Zeit für einenUmlauf des Mondes um die Erde in Bezug auf eine feste Richtung im Raum, das ist also einevollständige Umkreisung relativ zu einemFixstern.
Dauer 2000.0: 27,322 Tage = 27d 7h 43min 12s
Tropischer Monat
Die Zeit für einen Umlauf bezogen auf denFrühlingspunkt. Damit bezieht er sich auch auf denÄquator und ist der Zyklus derDeklination des Mondes.
Dauer: Durch diePräzessionsdrift des Frühlingspunktes ist er etwa 7 s kürzer als der siderische Monat.
Drakonitischer Monat
Die Periode von zweiDurchgängen durch denselbenMondknoten. Er steht im Zusammenhang mit dem Zyklus derSonnen- undMondfinsternisse (Sarosperiode).
Dauer 2000.0: 27,21222 Tage = 27d 5h 5min 36s
Anomalistischer Monat
Die Zeit zwischen zwei aufeinander folgendenPerigäumsdurchgängen des Mondes, also von einem erdnächsten Punkt zum nächsten. Der anomalistische Monat beschreibt die eigentlicheBahnperiode des Mondes.
Dauer 2000.0: 27,55455 Tage = 27d 13h 18min 33s

In derAstronomie wird allgemein die Zeitspanne zwischen zwei Wiederholungen eines Ereignisses, das mit der Umlaufbahn eines beliebigenMondes um seinenPlaneten zusammenhängt, also jeder vollständige Umlauf, alsMonat bezeichnet. Insofern ist der Ausdruck „Monat“ also derBahnperiode synonym. ImSonnensystem dauern diese Zeitspannen je nach Mond von nur wenigen Stunden bis mehrere Erdenjahre.

Monatsnamen

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Da im deutschsprachigen Raum der aus dem Römischen Reich stammende julianisch-gregorianische Kalender übernommen wurde, sind auch die heute gebräuchlichen Monatsnamen lateinischen Ursprungs und die meisten davon lassen sich auf denaltrömischen Kalender zurückführen.

Verschiedentlich gab es Versuche, eigene Monatsbezeichnungen einzuführen, im deutschen Sprachraum beispielsweise durchKarl den Großen im 8. Jahrhundert und noch einmal durch denDeutschen Sprachverein in den 1920er Jahren. Diese Bezeichnungen konnten sich aber nicht halten, unter anderem weil dasReichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda am 23. Oktober 1935 die Presse anwies, sie nicht zu verwenden.[3] Heute spiegeln sie sich nur noch in der Poesie wider (Wonnemonat Mai,der Lenz ist da usw.). Auch die Monatsnamen desfranzösischen Revolutionskalenders, die wie die deutschen Monatsnamen auf Naturphänomenen und Jahreszeiten basierten, konnten sich nicht durchsetzen.

  • Januar (Hartung, Eismond;österreichisch wird dieser Monat ausschließlichJänner genannt, im süddeutschen Raum seltener):
    Benannt nachJanus, dem Beschützer der Stadttore, Gott des Aus- und Einganges, im übertragenen Sinne des Anfangs und des Endes, dargestellt mit zwei Gesichtern, blickt nach zwei Seiten, rückwärts und vorwärts; dazulateinischianua „Tor“ (vom alten zum neuen Jahr).
  • Februar (Hornung, Schmelzmond, Taumond, Narrenmond, Rebmond, Hintester, österreichisch auchFeber, schweizerisch auchHorner):
    Reinigungs- bzw. Sühnemonat, benannt nach dem zum Jahresende desaltrömischen Kalenders zur Reinigung der Lebenden und Sühnung der Sünden Verstorbener begangenenFebrua-Fest (lat.februare „reinigen“).
  • März (Lenzing, Lenzmond):
    Benannt nachMars, dem Gott des Krieges und der Vegetation. Erster Monat des altrömischen Kalenders, woraus sich die auch heute noch gebräuchlichennumerischen Monatsnamen September bis Dezember als des siebten bis zehnten Monats des Jahres ergeben und der Februar das vormalige Jahresende bildete. Seit 153 v. Chr. allerdings traten in Rom die für jeweils ein Jahr gewähltenKonsuln ihr Amt schon am 1. Januar an, so dass sich der bald als neuer Jahresbeginn einbürgerte.
  • April (Launing, Ostermond):
    Wird abgeleitet von lat.aperire „öffnen“, der Monat der Öffnung bzw. des Aufblühens.
  • Mai (Winnemond (Weidemonat; heute zuWonnemonat umgedeutet, auchWonnemond),Blumenmond):
    Nach der römischen GöttinMaia benannt.
  • Juni (Brachet, Brachmond):
    Benannt nachJuno, einer römischen Gottheit, der die meisten Eigenschaften der griechischen Götterkönigin Hera übertragen wurden.
  • Juli (Heuet, Heuert, Heumond):
    UrsprünglichQuintilis, der „fünfte Monat“. GeburtsmonatCaesars (GaiusJulius Caesar). Nach ihm wurde dieser Monat seit 44 v. Chr.Julius genannt.
  • August (Ernting, Erntemond, Bisemond):
    Dies war ursprünglich der sechste Monat des alten römischen Kalenders, dementsprechendSextilis genannt. Er wurde zu Ehren des ersten römischen KaisersAugustus im Jahre 8 v. Chr. in Augustus umbenannt. 21 Jahre später, 14 n. Chr., wurde der August der Sterbemonat seines Namenspatrons. (Die Reihenfolge der Ereignisse scheint sonderbar, aber zumindest die letzte Jahreszahl darf als sicher gelten.)
  • September (Scheiding, Herbstmond):
    Der siebente Monat (lateinischseptem „sieben“) im römischen Kalender. An diesem und den folgenden Monatsnamen kann man erkennen, dass man mit der Zählung ursprünglich im Monat März begann. Er sollte nach dem KaiserTiberius benannt werden.
  • Oktober (Gilbhart, Gilbhard, Weinmond):
    Der achte Monat (lat.octo „acht“) nach dem römischen Kalender. Auch hier konnte sich die BezeichnungDomitianus nicht durchsetzen.
  • November (Nebelung, Nebelmond, Windmond, Wintermond):
    Der neunte Monat (lat.novem „neun“) nach dem römischen Kalender.
  • Dezember (Julmond, Heilmond, Christmond, Dustermond):
    Der zehnte Monat (lat.decem „zehn“) nach dem römischen Kalender.

Kurzformen

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Bei häufiger Verwendung oder bei beschränktem Platz werden die Monatsnamen entweder auf drei bis vier Buchstaben gekürzt oder wie Tag und Jahr als Ziffern geschrieben, früher zur Unterscheidung oft auch in großen oder kleinen römischen Ziffern. Bei Varianten mit einheitlich drei Anfangsbuchstaben für die Abkürzungen entfällt der eigentlich obligatorischeAbkürzungspunkt häufig, zumal er für den Mai ohnehin nicht nötig ist.

Der nationale Anhang zuDIN ISO 8601 bestimmtMrz stattMär als Abkürzung für den März, um Kodierungsprobleme mit dem Umlaut zu vermeiden. DasDeutsche Universalwörterbuch des Duden-Verlags gibt Abkürzungen variabler Länge an. In Österreich wird der erste Monat auchJän abgekürzt.

Schreibweisen der Monate in Datumsangaben
NameAbk.DINDudenZahlrömisch
JanuarJan.01I
FebruarFeb.Febr.02II
MärzMär.Mrz.März03III
AprilApr.04IV, IIII
MaiMai05V
JuniJun.Juni06VI
JuliJul.Juli07VII
AugustAug.08VIII
SeptemberSep.Sept.09IX
OktoberOkt.10X
NovemberNov.11XI
DezemberDez.12XII

Literatur

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Siehe auch

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Wiktionary: Monat – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wikiquote: Monat – Zitate

Einzelnachweise

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  1. Ulrich Ammon,Hans Bickel,Alexandra N. Lenz:Variantenwörterbuch des Deutschen. 2. Auflage.De Gruyter, Berlin/Boston 2016,ISBN 978-3-11-024544-8,S. 481. 
  2. Alle HoT Tarifpakete zum HOFER Preis hot.at, abgerufen am 21. Juni 2023.
  3. Wolfgang Emmerich:Zur Kritik der Volkstumsideologie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1971 (edition suhrkamp, Bd. 502), S. 146.
Normdaten (Sachbegriff):GND:4299251-5 (GND Explorer,lobid,OGND,AKS)
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