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Mittelwert

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unterMittelwert (Begriffsklärung) aufgeführt.

EinMittelwert (kurz auch nurMittel; anderes WortDurchschnitt) ist eine Zahl, die aus gegebenen Zahlen nach einer bestimmtenRechenvorschrift ermittelt wird. Gebräuchlich sind Rechenvorschriften für dasarithmetische, dasgeometrische und dasquadratische Mittel. Mit dem WortMittel oderDurchschnitt ist meistens das arithmetische Mittel gemeint.

In derStatistik ist der Mittelwert einer der Parameter, die den typischen Wert einer Verteilung charakterisieren bzw. die die zentraleTendenz einer Verteilung zum Ausdruck bringen (Lageparameter).

Eng verwandt ist der arithmetische Mittelwert mit demErwartungswert einer Verteilung. Während der Mittelwert aus konkreten vorliegenden Zahlenwerten ermittelt wird, beruht der Erwartungswert auf der theoretisch zu erwartenden Häufigkeit.

Geschichte

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In der Mathematik treten Mittelwerte, insbesondere die drei klassischen Mittelwerte (arithmetisches, geometrisches undharmonisches Mittel), bereits in der Antike auf.Pappos von Alexandria kennzeichnet zehn verschiedene Mittelwertem{\displaystyle m} von zwei Zahlena{\displaystyle a} undb{\displaystyle b} (a<b{\displaystyle a<b}) durch spezielle Werte des Streckenverhältnisses(bm):(ma){\displaystyle (b-m):(m-a)}. Auch die Ungleichung zwischen harmonischem, geometrischem und arithmetischem Mittel ist in der Antike bereits bekannt und geometrisch interpretiert. Im 19. und 20. Jahrhundert spielen Mittelwerte in der Analysis eine spezielle Rolle, dort im Wesentlichen im Zusammenhang mit berühmten Ungleichungen und wichtigen Funktionseigenschaften wie Konvexität (Hölder-Ungleichung,Minkowski-Ungleichung,Jensensche Ungleichung usw.). Dabei wurden die klassischen Mittelwerte in mehreren Schritten verallgemeinert, zunächst zu denPotenzmittelwerten (siehe AbschnittHölder-Mittel unten) und diese wiederum zu denquasi-arithmetischen Mittelwerten. Die klassische Ungleichung zwischen harmonischem, geometrischem und arithmetischem Mittel geht dabei über in allgemeinere Ungleichungen zwischen Potenzmittelwerten bzw. quasi-arithmetischen Mittelwerten.

Visualisierung des arithmetischen Mittels

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Visualisierung des arithmetischen Mittels mit einer Wippe.
Nachrechnung ohneDimension:
Kugelgewicht gleich5,{\displaystyle 5,} Abstände zum Drehpunkt{\displaystyle \triangle } gleich2,1{\displaystyle 2,1} und3{\displaystyle 3} ergibt52+51=53{\displaystyle 5\cdot 2+5\cdot 1=5\cdot 3}

Den meistbenutzten Mittelwert, das arithmetische Mittel, kann man z. B. mithilfe gleich schwerer Kugeln auf einer Wippe visualisieren, die aufgrund derHebelgesetze durch ein Dreieck (Drehpunkt) ausbalanciert sind. Unter der Annahme, dass das Gewicht des Balkens vernachlässigt werden kann, entspricht die Position des Dreiecks, das die Balance herbeiführt, dem arithmetischen Mittel der Kugelpositionen.

Definitionen der drei klassischen Mittelwerte

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Geometrische Illustration der klassischen Mittelwerte für den Falln=2{\displaystyle n=2}.
geometrisch, harmonisch, arithmetisch

Im Folgenden seienx1,,xn{\displaystyle x_{1},\dotsc ,x_{n}} gegebenereelle Zahlen, in der Statistik etwaMesswerte, deren Mittelwert berechnet werden soll.[1]

Arithmetischer Mittelwert

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Hauptartikel:Arithmetisches Mittel

Das arithmetische Mittel ist die Summe der gegebenen Werte geteilt durch die Anzahl der Werte.

x¯arithm=1ni=1nxi=x1+x2++xnn{\displaystyle {\bar {x}}_{\mathrm {arithm} }={\frac {1}{n}}\sum _{i=1}^{n}{x_{i}}={\frac {x_{1}+x_{2}+\dotsb +x_{n}}{n}}}

Geometrisches Mittel

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Hauptartikel:Geometrisches Mittel

Im Fall von Zahlen, die nicht auf Grund ihrer Summe, sondern ihres Produktes interpretiert werden, kann das geometrische Mittel berechnet werden. Dazu werden die Zahlen miteinander multipliziert und dien{\displaystyle n}-te Wurzel gezogen, wobein{\displaystyle n} der Anzahl der zu mittelnden Zahlen entspricht.

x¯geom=i=1nxin=x1x2xnn{\displaystyle {\bar {x}}_{\mathrm {geom} }={\sqrt[{n}]{\prod _{i=1}^{n}{x_{i}}}}={\sqrt[{n}]{x_{1}x_{2}\dotsm x_{n}}}}

Harmonischer Mittelwert

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Hauptartikel:Harmonisches Mittel

Das harmonische Mittel findet Verwendung, wenn die Zahlen im Bezug auf eine Einheit definiert sind. Dazu wird die Anzahl der Werte durch die Summe derKehrwerte der Zahlen geteilt.

x¯harm=ni=1n1xi=n1x1+1x2++1xn{\displaystyle {\bar {x}}_{\mathrm {harm} }={\frac {n}{\sum \limits _{i=1}^{n}{\frac {1}{x_{i}}}}}={\frac {n}{{\frac {1}{x_{1}}}+{\frac {1}{x_{2}}}+\dotsb +{\frac {1}{x_{n}}}}}}

Beispiele für die Verwendung unterschiedlicher Mittelwerte

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Merkmalsträgerx{\displaystyle x}Wert
x(1){\displaystyle x_{(1)}}3
x(2){\displaystyle x_{(2)}}2
x(3){\displaystyle x_{(3)}}2
x(4){\displaystyle x_{(4)}}2
x(5){\displaystyle x_{(5)}}3
x(6){\displaystyle x_{(6)}}4
x(7){\displaystyle x_{(7)}}5
Säulendiagramm zu den Beispielen

Im Folgenden soll beispielhaft an den sieben rechts angegebenen Einträgen in der Wertetabelle gezeigt werden, wo welche Definition des Mittelwerts sinnvoll ist.

Dasarithmetische Mittel wird beispielsweise zum Berechnen der Durchschnittsgeschwindigkeit genutzt, die Werte werden also als Geschwindigkeiten interpretiert: Läuft eine Schildkröte erst eine Stunde lang drei Meter pro Stunde, dann drei Stunden lang je zwei Meter und beschleunigt für jeweils eine Stunde nochmals auf drei, vier und fünf Meter pro Stunde, so ergibt sich als arithmetisches Mittel bei einer Strecke von 21 Metern in 7 Stunden:

x¯arithm=17i=17xi=(3+2+2+2+3+4+5)m7h=21m7h=3mh{\displaystyle {\begin{aligned}{\bar {x}}_{\mathrm {arithm} }&={\frac {1}{7}}\sum \limits _{i=1}^{7}{x_{i}}\\&={\frac {(3+2+2+2+3+4+5)\,\mathrm {m} }{7\,\mathrm {h} }}={\frac {21\,\mathrm {m} }{7\,\mathrm {h} }}=3\,\mathrm {\frac {m}{h}} \end{aligned}}}

Auch dasharmonische Mittel kann zur Berechnung einer durchschnittlichen Geschwindigkeit sinnvoll sein, wenn nicht über gleiche Zeiten, sondern über gleiche Strecken gemessen wird. In dem Fall geben die Werte der Tabelle die Zeiten an, in der eine einheitliche Strecke zurückgelegt wird: Die Schildkröte laufe den 1. Meter mit 3 Metern pro Stunde, weitere 3 m mit jeweils 2 m/h und beschleunigt auf den letzten 3 Metern nochmals auf jeweils 3, 4 und 5 m/h. Die Durchschnittsgeschwindigkeit ergibt sich bei einer Strecke von 7 Metern in15760{\displaystyle {\tfrac {157}{60}}} Stunden:

x¯harm=7i=171xi=7m(13+12+12+12+13+14+15)h=7m15760h2,68mh{\displaystyle {\begin{aligned}{\bar {x}}_{\mathrm {harm} }&={\frac {7}{\sum \limits _{i=1}^{7}{\frac {1}{x_{i}}}}}\\&={\frac {7\,\mathrm {m} }{\left({\frac {1}{3}}+{\frac {1}{2}}+{\frac {1}{2}}+{\frac {1}{2}}+{\frac {1}{3}}+{\frac {1}{4}}+{\frac {1}{5}}\right)\,\mathrm {h} }}={\frac {7\,\mathrm {m} }{{\frac {157}{60}}\,\mathrm {h} }}\approx 2{,}68\,\mathrm {\frac {m}{h}} \end{aligned}}}

Mit demgeometrischen Mittel errechnet man den mittleren Wachstumsfaktor. Die Wertetabelle wird also als die Angabe von Wachstumsfaktoren interpretiert. Eine Bakterienkultur wachse beispielsweise am ersten Tag auf das Fünffache, am zweiten auf das Vierfache, dann zweimal auf das Dreifache und die letzten drei Tage verdoppelt sie sich täglich. Der Bestand nach dem siebten Tag errechnet sich also durchAnfangsbestand5433222=Endbestand.{\displaystyle {\text{Anfangsbestand}}\cdot 5\cdot 4\cdot 3\cdot 3\cdot 2\cdot 2\cdot 2={\text{Endbestand}}.}Alternativ kann mit dem geometrischen Mittel der Endbestand ermittelt werden, denn

x¯geom=54332227=144072,83{\displaystyle {\bar {x}}_{\mathrm {geom} }={\sqrt[{7}]{5\cdot 4\cdot 3\cdot 3\cdot 2\cdot 2\cdot 2}}={\sqrt[{7}]{1440}}\approx 2{,}83}

und somit ist

Anfangsbestand(x¯geom)7=Endbestand.{\displaystyle {\text{Anfangsbestand}}\cdot ({\bar {x}}_{\mathrm {geom} })^{7}={\text{Endbestand}}.}

Ein tägliches Wachstum der Bakterienkultur um das 2,83-Fache hätte also nach sieben Tagen zum selben Ergebnis geführt.

Gemeinsame Definition der drei klassischen Mittelwerte

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Die Idee, die den drei klassischen Mittelwerten zugrunde liegt, lässt sich auf folgende Weise allgemein formulieren:

Beimarithmetischen Mittel sucht man die Zahlm{\displaystyle m}, für die

m+m++m=nm=x1+x2++xn{\displaystyle m+m+\dotsb +m=n\cdot m=x_{1}+x_{2}+\dotsb +x_{n}}

gilt, wobei sich die Summe links übern{\displaystyle n} Summanden erstreckt. Das arithmetische Mittel mittelt also bzgl. der arithmetischen Verknüpfung „Summe“. Anschaulich bestimmt man mit dem arithmetischen Mittel aus Stäben verschiedener Länge einen mit einer durchschnittlichen oder mittleren Länge.

Beimgeometrischen Mittel sucht man die Zahlm{\displaystyle m}, für die

mmm=mn=x1x2xn{\displaystyle m\cdot m\dotsm m=m^{n}=x_{1}\cdot x_{2}\dotsm x_{n}}

gilt, wobei sich das Produkt links übern{\displaystyle n} Faktoren erstreckt. Das geometrische Mittel mittelt also bzgl. der arithmetischen Verknüpfung „Produkt“.

Dasharmonische Mittelm{\displaystyle m} löst die Gleichung

1m+1m++1m=nm=1x1+1x2++1xn{\displaystyle {\frac {1}{m}}+{\frac {1}{m}}+\dotsb +{\frac {1}{m}}={\frac {n}{m}}={\frac {1}{x_{1}}}+{\frac {1}{x_{2}}}+\dotsb +{\frac {1}{x_{n}}}}

Zusammenhänge

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Zusammenhang mit Erwartungswert

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Der generelle Unterschied zwischen einem Mittelwert und dem Erwartungswert ist, dass der Mittelwert auf einen konkreten Datensatz angewendet wird, während derErwartungswert Information über die Verteilung einerZufallsvariablen liefert. Von Bedeutung ist die Verbindung zwischen diesen beiden Parametern. Wenn der Datensatz, auf den das Mittel angewendet wird, eine Stichprobe der Verteilung der Zufallsvariablen ist, ist das arithmetische Mittel der erwartungstreue und konsistenteSchätzer des Erwartungswertes der Zufallsvariablen. Da der Erwartungswert dem erstenMoment einer Verteilung entspricht, wird der Mittelwert daher häufig genutzt, um aus empirischen Daten die Verteilung einzuschränken. Im Falle der häufig genutzten Normalverteilung, die durch die ersten beiden Momente vollkommen festgelegt ist, ist der Mittelwert daher von entscheidender Bedeutung.

Zusammenhang von arithmetischem, harmonischem und geometrischem Mittel

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Der Kehrwert des harmonischen Mittels ist gleich dem arithmetischen Mittel der Kehrwerte der Zahlen.

Fürn=2{\displaystyle n=2} hängen die Mittelwerte untereinander in folgender Weise zusammen:

xharm=xgeom2xarithm{\displaystyle x_{\mathrm {harm} }={\frac {x_{\mathrm {geom} }^{2}}{x_{\mathrm {arithm} }}}}

oder nach dem geometrischen Mittel aufgelöst

xgeom=xarithmxharm.{\displaystyle x_{\text{geom}}={\sqrt {x_{\text{arithm}}\cdot x_{\text{harm}}}}.}

Ungleichung der Mittelwerte

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Hauptartikel:Ungleichung der Mittelwerte

DieUngleichung vom arithmetischen und geometrischen Mittel vergleicht die Werte des arithmetischen und geometrischen Mittels zweier gegebener Zahlen: Es gilt für positive Variable stets

min(x1,,xn)x¯geomx¯arithmmax(x1,,xn).{\displaystyle \min(x_{1},\dotsc ,x_{n})\leq {\bar {x}}_{\text{geom}}\leq {\bar {x}}_{\text{arithm}}\leq \max(x_{1},\dotsc ,x_{n}).}

Die Ungleichung lässt sich auch auf weitere Mittelwerte ausdehnen, z. B. (für positive Variable)

min(x1,,xn)x¯harmx¯geomx¯arithmmax(x1,,xn).{\displaystyle \min(x_{1},\dotsc ,x_{n})\leq {\bar {x}}_{\text{harm}}\leq {\bar {x}}_{\text{geom}}\leq {\bar {x}}_{\text{arithm}}\leq \max(x_{1},\dotsc ,x_{n}).}

Für zwei (positive) Variablen gibt es auch eine grafische Veranschaulichung:

Geometrischer Beweis der Ungleichung für Mittelwerte zweier Variablen, Visualisierung von arithmetischem, geometrischem und harmonischem Mittel nach Pappos von Alexandria[2]
Geometrischer Beweis der Ungleichung für Mittelwerte zweier Variablen,
Visualisierung von arithmetischem, geometrischem und harmonischem Mittel nachPappos von Alexandria[2]
Vergleich von arithmetischem, geometrischem, harmonischem und weiteren Mittelwerten zweier positiver reeller Zahlen '"`UNIQ--postMath-0000002D-QINU`"' und '"`UNIQ--postMath-0000002E-QINU`"' in dimensionsloser Darstellung
Vergleich von arithmetischem, geometrischem, harmonischem und weiteren Mittelwerten zweier positiver reeller Zahlenx1{\displaystyle x_{1}} undx2{\displaystyle x_{2}} in dimensionsloser Darstellung

Das geometrische Mittel folgt direkt aus demeuklidischen Höhensatz und das harmonische Mittel aus demeuklidischen Kathetensatz mit der Beziehung

x¯geom2=x¯harmx¯arithm.{\displaystyle {\bar {x}}_{\text{geom}}^{2}={\bar {x}}_{\text{harm}}\cdot {\bar {x}}_{\text{arithm}}.}

Vergleich zu anderen Maßen der zentralen Tendenz

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Hauptartikel:Median undModus (Statistik)
Vergleich zwischen Modus, Median und „Mittel“ (eigentlich:Erwartungswert) zweierLog-Normalverteilungen

Häufig wird ein Mittelwert genutzt, um einen zentralen Wert eines Datensatz zu beschreiben. Dabei gibt es weitere Parameter, die ebenfalls diese Funktion erfüllen: Median und Modus. Der Median beschreibt einen Wert, der den Datensatz in zwei Hälften teilt, während der Modus den Wert mit der höchsten Häufigkeit im Datensatz angibt. Im Vergleich zum Median ist der Mittelwert anfälliger fürAusreißer und daher wenigerrobust. Der Median wird allgemein mit der folgenden Rechenvorschrift ermittelt.[1]

x¯med={x(n+12),n ungerade,12(x(n2)+x(n2+1)),n gerade.{\displaystyle {\bar {x}}_{\mathrm {med} }={\begin{cases}x_{\left({\frac {n+1}{2}}\right)},&n{\text{ ungerade,}}\\{\frac {1}{2}}\left(x_{\left({\frac {n}{2}}\right)}+x_{\left({{\frac {n}{2}}+1}\right)}\right),&n{\text{ gerade.}}\end{cases}}}

Weitere Mittelwerte und ähnliche Funktionen

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Gewichtete Mittel

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Diegewichteten oder auchgewogenen Mittelwerte entstehen, wenn man den einzelnen Werten unterschiedliche Gewichte zuordnet, mit denen sie in das Gesamtmittel einfließen; zum Beispiel, wenn bei einer Prüfung mündliche und schriftliche Leistung unterschiedlich stark in die Gesamtnote einfließen.

Die genauen Definitionen finden sich hier:

Quadratisches und kubisches Mittel

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Weitere Mittel, die Verwendung finden, sind dasquadratische Mittel und daskubische Mittel. Das quadratische Mittel wird mit der folgenden Rechenvorschrift berechnet:

x¯quadr=1ni=1nxi2=x12+x22++xn2n{\displaystyle {\bar {x}}_{\mathrm {quadr} }={\sqrt {{\frac {1}{n}}\sum _{i=1}^{n}{x_{i}^{2}}}}={\sqrt {\frac {x_{1}^{2}+x_{2}^{2}+\dotsb +x_{n}^{2}}{n}}}}

Das kubische Mittel wird wie folgt ermittelt:

x¯kubisch=1ni=1nxi33=x13+x23++xn3n3{\displaystyle {\bar {x}}_{\mathrm {kubisch} }={\sqrt[{3}]{{\frac {1}{n}}\sum _{i=1}^{n}{x_{i}^{3}}}}={\sqrt[{3}]{\frac {x_{1}^{3}+x_{2}^{3}+\dotsb +x_{n}^{3}}{n}}}}

Logarithmischer Mittelwert

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Derlogarithmische Mittelwertx¯a,b,ln{\displaystyle {\bar {x}}_{a,b,\ln }} vonxa{\displaystyle x_{a}} undxb{\displaystyle x_{b}} ist definiert als

x¯a,b,ln=xbxaln(xbxa)=xbxaln(xb)ln(xa){\displaystyle {\bar {x}}_{a,b,\ln }={\frac {x_{b}-x_{a}}{\ln({\frac {x_{b}}{x_{a}}})}}={\frac {x_{b}-x_{a}}{\ln(x_{b})-\ln(x_{a})}}}

Fürxaxb{\displaystyle x_{a}\neq x_{b}} liegt der logarithmische Mittelwert zwischen dem geometrischen und dem arithmetischen Mittelwert (fürxa=xb{\displaystyle x_{a}=x_{b}} ist er wegen derDivision durch null nicht definiert).

Winsorisiertes und getrimmtes Mittel

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Hauptartikel:Getrimmter Mittelwert

Kann man davon ausgehen, dass die Daten durch „Ausreißer“, das heißt einige wenige zu hohe oder zu niedrige Werte, kontaminiert sind, so kann man die Daten entweder durch Stutzen oder durch „Winsorisieren“ (benannt nachCharles P. Winsor) bereinigen und den getrimmten (bzw. gestutzten)x¯tα{\displaystyle {\bar {x}}_{t\alpha }} (engl.truncated mean) oder winsorisierten Mittelwertx¯wα{\displaystyle {\bar {x}}_{w\alpha }} (engl.Winsorized mean) berechnen. In beiden Fällensortiert man die Beobachtungswerte zuerst nach aufsteigender Größe. Beim Trimmen schneidet man sodann eine gleiche Anzahl von Werten am Anfang und am Ende der Folge ab und berechnet von den übrig bleibenden Werten den Mittelwert. Hingegen werden beim Winsorisieren die Ausreißer am Anfang und Ende der Folge durch den nächstgrößeren (bzw. -kleineren) Wert der restlichen Daten ersetzt.

Beispiel: Hat man 10 aufsteigend sortierte reelle Zahlenx1,,x10{\displaystyle x_{1},\dotsc ,x_{10}}, so ist das 10-%-getrimmte Mittel gleich

x¯t0,1=x2+x3+x4+x5+x6+x7+x8+x98.{\displaystyle {\bar {x}}_{t0{,}1}={\frac {x_{2}+x_{3}+x_{4}+x_{5}+x_{6}+x_{7}+x_{8}+x_{9}}{8}}.}

Indes ist der 10-%-winsorisierte Mittelwert gleich

x¯w0,1=x2+x2+x3+x4+x5+x6+x7+x8+x9+x910.{\displaystyle {\bar {x}}_{w0{,}1}={\frac {x_{2}+x_{2}+x_{3}+x_{4}+x_{5}+x_{6}+x_{7}+x_{8}+x_{9}+x_{9}}{10}}.}

D. h., das getrimmte Mittel liegt zwischen dem arithmetischen Mittel (keine Stutzung) und dem Median (maximale Stutzung). Üblicherweise wird ein 20-%-getrimmtes Mittel verwendet, d. h., 40 % der Daten bleiben unberücksichtigt für die Mittelwertberechnung. Die Prozentzahl richtet sich im Wesentlichen nach der Zahl der vermuteten Ausreißer in den Daten; für Bedingungen für eine Trimmung von weniger als 20 % sei auf die Literatur verwiesen.[3][4]

Quartilsmittel

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Das Quartilsmittel ist definiert als der Mittelwert des 1. und 3.Quartils:

x¯q=x~0,25+x~0,752.{\displaystyle {\bar {x}}_{q}={\frac {{\tilde {x}}_{0{,}25}+{\tilde {x}}_{0{,}75}}{2}}.}

Hierbei bezeichnetx~0,25{\displaystyle {\tilde {x}}_{0{,}25}} das 25-%-Quantil (1. Quartil) und entsprechendx~0,75{\displaystyle {\tilde {x}}_{0{,}75}} das 75-%-Quantil (3. Quartil) der Messwerte.

Das Quartilsmittel istrobuster als das arithmetische Mittel, aber weniger robust als derMedian.

Mitte der kürzesten Hälfte

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Sei[a,b[{\displaystyle [a,b[} das kürzeste Intervall unter allen Intervallen mitF(b)F(a)12{\displaystyle F(b)-F(a)\geq {\frac {1}{2}}}, so istba2{\displaystyle {\frac {b-a}{2}}} dessen Mitte (middle of the shortest half). Bei unimodalensymmetrischen Verteilungen konvergiert dieser Wert gegen das arithmetische Mittel.[5]

Gastwirth-Cohen-Mittel

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Das Gastwirth-Cohen-Mittel[6] nutzt drei Quantile der Daten: dasα{\displaystyle \alpha }-Quantil und das(1α){\displaystyle (1-\alpha )}-Quantil jeweils mit Gewichtλ{\displaystyle \lambda } sowie den Median mit Gewicht12λ{\displaystyle 1-2\lambda }:

x¯gc=λx~α+(12λ)x~0,5+λx~1α{\displaystyle {\bar {x}}_{gc}=\lambda {\tilde {x}}_{\alpha }+(1-2\lambda ){\tilde {x}}_{0{,}5}+\lambda {\tilde {x}}_{1-\alpha }}

mit0α0,5{\displaystyle 0\leq \alpha \leq 0{,}5} und0λ0,5{\displaystyle 0\leq \lambda \leq 0{,}5}.

Spezialfälle sind

Bereichsmitte

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DieBereichsmitte[7] (oder dasBereichsmittel) (englischMid-range) ist definiert als der arithmetische Mittelwert aus dem größten und dem kleinsten Beobachtungswert:

x¯b=minixi+maxixi2{\displaystyle {\bar {x}}_{b}={\frac {\min _{i}x_{i}+\max _{i}x_{i}}{2}}}

Dies ist gleichbedeutend mit

|minixix¯b|=|maxixix¯b|.{\displaystyle |{\min _{i}x_{i}-{\bar {x}}_{b}}|=|{\max _{i}x_{i}-{\bar {x}}_{b}}|\;.}

Das „a-Mittel“

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Für einen gegebenen reellen Vektora=(a1,,an){\displaystyle a=(a_{1},\dotsc ,a_{n})} miti=1nai=1{\displaystyle \sum _{i=1}^{n}a_{i}=1} wird der Ausdruck

[a]=1n!σxσ(1)a1xσ(n)an,{\displaystyle [a]={\frac {1}{n!}}\sum _{\sigma }x_{\sigma (1)}^{a_{1}}\dotsm x_{\sigma (n)}^{a_{n}},}

wobei über allePermutationenσ{\displaystyle \sigma } von{1,,n}{\displaystyle \{1,\dotsc ,n\}} summiert wird, als „a{\displaystyle a}-Mittel“[a]{\displaystyle [a]} der nichtnegativen reellen Zahlenx1,,xn{\displaystyle x_{1},\dotsc ,x_{n}} bezeichnet.

Für den Falla=(1,0,,0){\displaystyle a=(1,0,\dotsc ,0)} ergibt das genau das arithmetische Mittel der Zahlenx1,,xn{\displaystyle x_{1},\dotsc ,x_{n}}; für den Falla=(1n,,1n){\displaystyle a=\left({\tfrac {1}{n}},\dotsc ,{\tfrac {1}{n}}\right)} ergibt sich genau das geometrische Mittel.

Für diea{\displaystyle a}-Mittel gilt dieMuirhead-Ungleichung.

Beispiel: Seia=(12,13,16){\displaystyle a=\left({\tfrac {1}{2}},{\tfrac {1}{3}},{\tfrac {1}{6}}\right)} und

x1=4,x2=5,x3=6,{\displaystyle x_{1}=4,\,x_{2}=5,\,x_{3}=6,} dann gilt12+13+16=1{\displaystyle {\tfrac {1}{2}}+{\tfrac {1}{3}}+{\tfrac {1}{6}}=1} und die Menge der Permutationen (in Kurzschreibweise) von{1,2,3}{\displaystyle \{1,2,3\}} ist
S3={123,132,213,231,312,321}.{\displaystyle S_{3}=\{1\,2\,3,1\,3\,2,2\,1\,3,2\,3\,1,3\,1\,2,3\,2\,1\}.}

Damit ergibt sich

:[a]=13!(x112x213x316+x112x313x216+x212x113x316+x212x313x116+x312x113x216+x312x213x116)=16(412513616+412613516+512413616+512613416+612413516+612513416)4,94.{\displaystyle {\begin{aligned}{[a]}&={\frac {1}{3!}}\left(x_{1}^{\frac {1}{2}}x_{2}^{\frac {1}{3}}x_{3}^{\frac {1}{6}}+x_{1}^{\frac {1}{2}}x_{3}^{\frac {1}{3}}x_{2}^{\frac {1}{6}}+x_{2}^{\frac {1}{2}}x_{1}^{\frac {1}{3}}x_{3}^{\frac {1}{6}}+x_{2}^{\frac {1}{2}}x_{3}^{\frac {1}{3}}x_{1}^{\frac {1}{6}}+x_{3}^{\frac {1}{2}}x_{1}^{\frac {1}{3}}x_{2}^{\frac {1}{6}}+x_{3}^{\frac {1}{2}}x_{2}^{\frac {1}{3}}x_{1}^{\frac {1}{6}}\right)\\&={\frac {1}{6}}\left(4^{\frac {1}{2}}{\cdot }5^{\frac {1}{3}}{\cdot }6^{\frac {1}{6}}+4^{\frac {1}{2}}{\cdot }6^{\frac {1}{3}}{\cdot }5^{\frac {1}{6}}+5^{\frac {1}{2}}{\cdot }4^{\frac {1}{3}}{\cdot }6^{\frac {1}{6}}+5^{\frac {1}{2}}{\cdot }6^{\frac {1}{3}}{\cdot }4^{\frac {1}{6}}+6^{\frac {1}{2}}{\cdot }4^{\frac {1}{3}}{\cdot }5^{\frac {1}{6}}+6^{\frac {1}{2}}{\cdot }5^{\frac {1}{3}}{\cdot }4^{\frac {1}{6}}\right)\\&\approx 4{,}94.\end{aligned}}}

Gleitende Durchschnitte

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Hauptartikel:Gleitender Mittelwert

Gleitende Durchschnitte werden in der dynamischen Analyse vonMesswerten angewandt. Sie sind außerdem ein gängiges Mittel der technischen Analyse in derFinanzmathematik. Mit gleitenden Durchschnitten kann dasstochastischeRauschen aus zeitlich voranschreitendenSignalen herausgefiltert werden. Häufig handelt es sich dabei umFIR-Filter. Jedoch muss beachtet werden, dass die meisten gleitenden Durchschnitte dem echten Signal hinterherlaufen. Für vorausschauende Filter siehe z. B.Kalman-Filter.

Gleitende Durchschnitte benötigen normalerweise eineunabhängige Variable, die die Größe der nachlaufendenStichprobe bezeichnet, bzw. das Gewicht des vorangehenden Wertes für die exponentiellen gleitenden Durchschnitte.

Gängige gleitende Durchschnitte sind:

  • arithmetische gleitende Durchschnitte (Simple Moving Average – SMA),
  • exponentiell gleitende Durchschnitte (Exponential Moving Average – EMA),
  • doppelt exponentiell gleitende Durchschnitte (Double EMA – DEMA),
  • dreifach,n{\displaystyle n}-fach exponentiell gleitende Durchschnitte (Triple EMA – TEMA),
  • linear gewichtete gleitende Durchschnitte (linear abfallende Gewichtung),
  • quadratisch gewichtete gleitende Durchschnitte und
  • weitere Gewichtungen: Sinus, Triangular, …

In der Finanzliteratur können außerdem sogenannte adaptive gleitende Durchschnitte gefunden werden, die sich automatisch einer sich ändernden Umgebung (andererVolatilität/Streuung etc.) anpassen:

  • Kaufmann’s Adaptive Moving Average (KAMA) sowie
  • Variable Index Dynamic Average (VIDYA).

Für die Anwendung von gleitenden Durchschnitten siehe auchGleitende Durchschnitte (Chartanalyse) undMA-Modell.

Kombinierte Mittelwerte

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Mittelwerte lassen sich kombinieren; so entsteht etwa dasarithmetisch-geometrische Mittel, das zwischen dem arithmetischen und geometrischen Mittel liegt.

Verallgemeinerte Mittelwerte

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Es gibt eine Reihe weiterer Funktionen, mit denen sich die bekannten und weitere Mittelwerte erzeugen lassen.

Hölder-Mittel

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Hauptartikel:Hölder-Mittel

Fürpositive Zahlenxi{\displaystyle x_{i}} definiert man denk{\displaystyle k}-Potenzmittelwert, auchHölder-Mittel (englischk{\displaystyle k}-th power mean) als

x¯(k)=1ni=1nxikk.{\displaystyle {\bar {x}}(k)={\sqrt[{k}]{{\frac {1}{n}}\sum _{i=1}^{n}{x_{i}^{k}}}}.}

Fürk=0{\displaystyle k=0} ist der Wert durchstetige Ergänzung definiert:

x¯(0)=limk0x¯(k){\displaystyle {\bar {x}}(0)=\lim _{k\to 0}{\bar {x}}(k)}

Man beachte, dass sowohl Notation als auch Bezeichnung uneinheitlich sind.

Fürk=1,0,1,2,3{\displaystyle k=-1,0,1,2,3} ergeben sich daraus etwa das harmonische, das geometrische, das arithmetische, das quadratische und das kubische Mittel. Fürk{\displaystyle k\to -\infty } ergibt sich das Minimum, fürk+{\displaystyle k\to +\infty } das Maximum der Zahlen.

Außerdem gilt bei festen Zahlenxi{\displaystyle x_{i}}: Je größerk{\displaystyle k} ist, desto größer istx¯(k){\displaystyle {\bar {x}}(k)}; daraus folgt dann die verallgemeinerte Ungleichung der Mittelwerte

min(x1,,xn)x¯harmx¯geomx¯arithmx¯quadrx¯kubischmax(x1,,xn).{\displaystyle \min(x_{1},\dotsc ,x_{n})\leq {\bar {x}}_{\mathrm {harm} }\leq {\bar {x}}_{\mathrm {geom} }\leq {\bar {x}}_{\mathrm {arithm} }\leq {\bar {x}}_{\mathrm {quadr} }\leq {\bar {x}}_{\mathrm {kubisch} }\leq \max(x_{1},\dotsc ,x_{n}).}

Lehmer-Mittel

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DasLehmer-Mittel[8] ist ein anderer verallgemeinerter Mittelwert; zur Stufep{\displaystyle p} ist es definiert durch

Lp(a1,a2,,an)=k=1nakpk=1nakp1.{\displaystyle L_{p}(a_{1},a_{2},\dotsc ,a_{n})={\frac {\sum _{k=1}^{n}a_{k}^{p}}{\sum _{k=1}^{n}a_{k}^{p-1}}}.}

Es hat die Spezialfälle

Stolarsky-Mittel

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DasStolarsky-Mittel zweier Zahlena,c{\displaystyle a,c} ist definiert durch

Sp(a,c)=(apcpp(ac))1/p1.{\displaystyle S_{p}(a,c)=\left({\frac {a^{p}-c^{p}}{p(a-c)}}\right)^{1/p-1}.}

Integraldarstellung nach Chen

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Die Funktion

f(t)=abxt+1dxabxtdx{\displaystyle f(t)={\frac {\int _{a}^{b}x^{t+1}\,\mathrm {d} x}{\int _{a}^{b}x^{t}\,\mathrm {d} x}}}

ergibt für verschiedene ArgumentetR{\displaystyle t\in \mathbb {R} } die bekannten Mittelwerte vona{\displaystyle a} undb{\displaystyle b}:[9]

Aus der Stetigkeit und Monotonie der so definierten Funktionf{\displaystyle f} folgt die Mittelwertungleichung

2aba+bharm. =f(3)abgeom. =f(32)balnblnalog. =f(1)a+ab+b3heron. =f(12)a+b2arithm. =f(0){\displaystyle \underbrace {\frac {2ab}{a+b}} _{{\text{harm. }}=f(-3)}\leq \underbrace {\sqrt {ab}} _{{\text{geom. }}=f\left(-{\frac {3}{2}}\right)}\leq \underbrace {\frac {b-a}{\ln b-\ln a}} _{{\text{log. }}=f(-1)}\leq \underbrace {\frac {a+{\sqrt {ab}}+b}{3}} _{{\text{heron. }}=f\left(-{\frac {1}{2}}\right)}\leq \underbrace {\frac {a+b}{2}} _{{\text{arithm. }}=f(0)}}

Mittelwert einer Funktion

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Das arithmetische Mittel einer integrierbaren Funktionf(x){\displaystyle f(x)} in einem abgeschlossenen Intervall[a,b]{\displaystyle [a,b]} ist definiert als

1baabf(x)dx{\displaystyle {\frac {1}{b-a}}\int \limits _{a}^{b}f(x)\,\mathrm {d} x}.

Das quadratische Mittel einer stetigen Funktion ist

1baabf(x)2dx.{\displaystyle {\sqrt {{\frac {1}{b-a}}\int \limits _{a}^{b}f(x)^{2}\mathrm {d} x}}.}

Diese finden in der Technik erhebliche Beachtung, sieheGleichwert undEffektivwert.

Literatur

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Weblinks

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Wiktionary: Durchschnittswert – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wiktionary: Mittelwert – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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  1. abF. Ferschl:Deskriptive Statistik. 3. Auflage. Physica-Verlag Würzburg,ISBN 3-7908-0336-7. S. 48–74.
  2. Horst Hischer: Viertausend Jahre Mittelwertbildung. Babylonische Ungleichungskette. Universität des Saarlandes, 2003, S. 12, abgerufen am 26. Mai 2022. 
  3. R. K. Kowalchuk, H. J. Keselman, R. R. Wilcox, J. Algina:Multiple comparison procedures, trimmed means and transformed statistics. In:Journal of Modern Applied Statistical Methods.Band 5, 2006,S. 44–65,doi:10.22237/jmasm/1146456300. 
  4. R. R. Wilcox, H. J. Keselman:Power analysis when comparing trimmed means. In:Journal of Modern Applied Statistical Methods.Band 1, 2001,S. 24–31,doi:10.22237/jmasm/1020254820. 
  5. L. Davies:Data Features. In:Statistica Neerlandica.Band 49, 1995,S. 185–245,doi:10.1111/j.1467-9574.1995.tb01464.x. 
  6. J. L. Gastwirth, M. L. Cohen:Small sample behavior of some robust linear estimators of location, J Amer Statist Assoc 65:946–973, 1970,doi:10.1080/01621459.1970.10481137,JSTOR:2284600.
  7. Horst Rinne:Taschenbuch der Statistik. 4. Auflage. Harri Deutsch, Frankfurt am Main 2008,ISBN 978-3-8171-1827-4,S. 41. 
  8. Eric W. Weisstein:Lehmer Mean. In:MathWorld (englisch).
  9. H. Chen:Means Generated by an Integral. In:Mathematics Magazine. Vol. 78, Nr. 5 (Dez. 2005), S. 397–399,JSTOR:30044201.
Normdaten (Sachbegriff):GND:4130070-1 (GND Explorer,lobid,OGND,AKS)
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