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Mittelhochdeutsche Sprache

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(Weitergeleitet vonMittelhochdeutsch)
Mittelhochdeutsch

Gesprochen in

mittel- und oberdeutscher Sprachraum
Sprecherkeine mehr, entwickelte sich nach 1350 zurfrühneuhochdeutschen Sprache
Linguistische
Klassifikation
Sprachcodes
ISO 639-1
ISO 639-2gmh (für Mittelhochdeutsch von 1050 bis 1500)[1][2]
ISO 639-3gmh (für Mittelhochdeutsch von 1050 bis 1500)[1]

Alsmittelhochdeutsche Sprache oderMittelhochdeutsch (AbkürzungMhd.) bezeichnet man sprachhistorisch jeneSprachstufe desDeutschen, die in verschiedenenVarietäten zwischen 1050 und 1350 imober- undmitteldeutschen Raum gesprochen wurde. Damit entspricht diese Zeitspanne in etwa demHochmittelalter.[3]

Indes beschreibt das Lexemmittel- keine geografisch definierte Sprachregion – wie es beispielsweise in mitteldeutsch der Fall ist –, sondern es betitelt chronologisch die mittlere Sprachstufe des Deutschen, die zwischenAlt- undNeuhochdeutsch anzusiedeln ist.

Im engeren Sinn bezeichnetMittelhochdeutsch die Sprache derhöfischen Literatur zur Zeit derStaufer. Für diese Dichtersprache des 13. Jahrhunderts wurde im 19. Jahrhundert im Nachhinein eine vereinheitlichendeOrthographie geschaffen, das normalisierte „Mittelhochdeutsch“, in dem seither viele Neuausgaben der alten Texte geschrieben worden sind. Wenn von Merkmalen des Mittelhochdeutschen die Rede ist, dann ist normalerweise diese Sprachform gemeint.

Das Mittelhochdeutsche als ältere Sprachstufe des Deutschen

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Ältester bekannter Grabstein mit deutscher Inschrift, Frauenburg in der Steiermark, um 1280: HIE . LEIT . ULRI CH . DI SES . HO USES . REH TTER . ER BE

Das Mittelhochdeutsche als ältere Sprachstufe des Deutschen liegt in einer Vielzahl regionalerSprachvarietäten vor.

Dem Mittelhochdeutschen ging dasAlthochdeutsche (Ahd., etwa 750 bis 1050,Frühmittelalter) voraus. Von diesem unterscheidet es sich insbesondere durch die Neben- und Endsilbenabschwächung. Vom Althochdeutschen zum Mittelhochdeutschen gab es keine schriftliche Kontinuität. Da im 10. und 11. Jahrhundert fast ausschließlichLatein geschrieben wurde, setzte die Verschriftlichung des Deutschen mit dem Mittelhochdeutschen erst wieder neu ein. Dadurch erklären sich die besonders in den früheren mittelhochdeutschen Schriften des 12. Jahrhunderts recht unterschiedlichen Schreibungen.

Für die Zeit von etwa 1350 bis 1650 (etwa dasSpätmittelalter bis FrüheNeuzeit) spricht man vonFrühneuhochdeutsch (Frnhd., Fnhd.).[4] Doch muss diese Abgrenzung in den verschiedenen Sprachregionen unterschiedlich getroffen werden, denn wo die neuhochdeutschen Sprachmerkmale nicht in den Dialekten verankert waren, wurde länger an älteren Sprachformen festgehalten. So hat sich beispielsweise in derDeutschschweiz das Frühneuhochdeutsche erst im späten 15. Jahrhundert durchgesetzt.[5]

Neben der neuhochdeutschen Sprache ging aus dem Mittelhochdeutschen auch diejiddische Sprache hervor.

Zeitliche Einordnung

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Als mittelhochdeutsch werden alle Texte in einem hochdeutschenIdiom aus der Zeit von ungefähr 1050 bis 1350 bezeichnet. Der Beginn des Mittelhochdeutschen wird in der historischen Linguistik sehr einheitlich um das Jahr1050 festgelegt, da ab dieser Zeit einige sprachliche Veränderungen gegenüber den althochdeutschen Varietäten erkennbar sind, besonders im Phonemsystem, aber auch in der Grammatik.

Das Ende der mittelhochdeutschen Epoche ist umstritten, da die Forscher des 19. Jahrhunderts mit diesem Begriff jegliche Texte bis zur ZeitMartin Luthers (um 1500) bezeichneten. Eine solche Abgrenzung ist in etwa in älterer Fachliteratur zu finden.[6][7] Diese Einteilung geht hauptsächlich auf dieBrüder Grimm zurück. Heute verwendet man den Begriff Mittelhochdeutsch noch für Texte, die bis um das Jahr1350 entstanden sind, und spricht danach von Frühneuhochdeutsch.

Die folgende Gliederung der mittelhochdeutschen Epoche basiert hauptsächlich auf literaturhistorischen, also sprachexternen und auf den Inhalt bezogenen Kriterien. Es gibt jedoch auch eine Abweichung und Entwicklung in der Grammatik, der Wortbedeutung und im Schreibstil, die diese Einteilung rechtfertigen.

  • Frühmittelhochdeutsch (1050–1170)
  • klassisches Mittelhochdeutsch (1170–1250)
  • Spätmittelhochdeutsch (1250–1350)

In den meisten Darstellungen wird vorwiegend das klassische Mittelhochdeutsch behandelt, welches die Sprache vonHartmann von Aue,Wolfram von Eschenbach,Gottfried von Straßburg und vonWalther von der Vogelweide war.

Räumliche Gliederung

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Das Mittelhochdeutsche war in sich keine einheitliche Schriftsprache; vielmehr gab es unterschiedliche Schreibformen und Schreibtraditionen in den verschiedenen hochdeutschen Regionen. Die regionale Gliederung des Mittelhochdeutschen deckt sich oft mit den rezenten dialektalen Großräumen und Aussprache-Isoglossen, jedoch haben sich diese Dialektgrenzen seit dem Mittelalter auch verschoben. Beispielsweise ging die Ausdehnung desNiederdeutschen, dessen schriftliche Relikte nicht als Teil der mittelhochdeutschen Literatur gesehen werden, deutlich weiter in den Süden, als es heute der Fall ist.

Die Entstehungsregion der mittelhochdeutschen Texte ist meist an unterschiedlichen Lautformen und am Vokabular, aber auch durch unterschiedliche grammatikalische Formen erkennbar, und darauf basierend teilt die Germanistik das Mittelhochdeutsche in folgende Varietäten. Diese Gliederung basiert auf der Arbeit vonHermann Paul (1846–1921) und ist bis heute nicht vollständig befriedigend. Vor allem ist nicht endgültig untersucht worden, welcher Text exakt welcher Region zuzuordnen ist, da auch viele Texte von unterschiedlichen Autoren verfasst wurden. (Folgende Tabelle zitiert aus Wilhelm Schmidt:Geschichte der deutschen Sprache. 10. Auflage. 2007, S. 276.):

Oberdeutsch

  • Alemannisch
    • Süd- oder Hochalemannisch (heute Schweiz und Südbaden)
    • Niederalemannisch oder Oberrheinisch (Elsass, Süden von Baden-Württemberg, Vorarlberg)
    • Nordalemannisch oder Schwäbisch (inWürttemberg,Hohenzollern und im bayerischen Schwaben)
  • Bairisch
    • Nordbairisch (bis in den Nürnberger Raum, Oberpfalz, südliches Vogtland)
    • Mittelbairisch (Nieder- und Oberbayern, Nieder- und Oberösterreich, Wien und Salzburg)
    • Südbairisch (Tirol, Kärnten, Steiermark)
  • Ostfränkisch (bayerisches Franken, Südthüringen, Südwestsachsen, Teil von Baden-Württemberg)
  • Südrheinfränkisch (nördliches Baden, Teile von Nordwürttemberg)

Mitteldeutsch

  • Westmitteldeutsch
    • Mittelfränkisch (Rheinland von Düsseldorf bis Trier, nordwestlicher Teil von Hessen, Nordwesten von Lothringen inklusive Ripuarisch (um Köln) und Moselfränkisch (um Trier)).
    • Rheinfränkisch (südlicher Teil des Rheinlands, Teil von Lothringen, Hessen, Teil des bayerischen Franken, Teil Württembergs und Badens, Rheinpfalz und Nordrand des Elsass)
  • Ostmitteldeutsch
    • Thüringisch
    • Obersächsisch mit Nordböhmisch*
    • Schlesisch mit Lausitzisch*
    • Hochpreußisch (südlicher Teil des Ermlands)*

Die mit (*) markierten letzten drei regionalen Varietäten des Mittelhochdeutschen bildeten sich erst in dieser Zeit in Gegenden, die davor slawischsprachig waren (sieheKolonialdialekte).

Das Mittelhochdeutsche als Sprache der staufischen höfischen Literatur

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Die Herrschaft derStaufer schuf die Voraussetzung dafür, dass sich etwa von 1150 bis 1250 in derhöfischen Literatur eine überregionale Dichter- und Literatursprache herausbildete.[8] Diese Sprache beruhte aufschwäbischen undostfränkischen Dialekten. Mit dem Niedergang der Staufer verschwand auch diese relativ einheitliche überregionale Sprachform.

Diese Sprache ist normalerweise gemeint, wenn von Merkmalen des Mittelhochdeutschen die Rede ist. Allerdings ist es nicht so, dass sich das Neuhochdeutsche aus diesem Mittelhochdeutschen im engeren Sinn entwickelt hätte. Es ist also höchstens begrenzt eine ältere Sprachstufe des Neuhochdeutschen. So gab es schon zu jener Zeit Dialekte, welche typische Lautmerkmale des Neuhochdeutschen aufwiesen. Bereits aus dem 12. Jahrhundert sindkärntnerische Urkunden überliefert, in denen die neuhochdeutscheDiphthongierung auftritt. Umgekehrt werden noch heute Dialekte mit typischen Lautmerkmalen des Mittelhochdeutschen im engeren Sinn gesprochen. So haben vielealemannische Dialekte die mittelhochdeutschen Monophthonge und Diphthonge bewahrt.

Die Frage einer Hochsprache

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Das Mittelhochdeutsche der staufischen höfischen Dichtung war keineStandardsprache im heutigen Sinn, denn es gab keine Standardisierung vonOrthografie oderWortschatz. Es hatte aber eine überregionale Geltung. Das lässt sich daran erkennen, dass es auch von Dichtern verwendet wurde, die aus anderen Dialektgebieten stammten, beispielsweise vonHeinrich von Veldeke oder vonAlbrecht von Halberstadt, dass einzelne Dichter im Laufe ihres Lebens immer mehr Regionalismen aus ihren Werken tilgten und dass sich aufgrund sprachlicher Merkmale die Herkunft der Dichter oft nur sehr ungenau ausmachen lässt, während Dialektmerkmale eine sehr genaue Verortung der sprachlichen Herkunft ermöglichen würden.[9]

Geltungsbereich

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Der Geltungsbereich des Mittelhochdeutschen der staufischen höfischen Literatur beschränkte sich auf die höfische Literatur, die während der Zeit der Staufer ihre große Blüte hatte und sich an den Adel richtete. Gebrauchssprachliche Textgattungen, in denen eine überregionale Verständlichkeit weniger wichtig war als eine möglichst breite Verständlichkeit durch alle sozialen Schichten, verwendeten regionale Sprachformen (Rechtstexte, Sachliteratur, Chroniken, religiöse Literatur usw.). Eine breite Überlieferung derartiger Textsorten setzt erst im 13. Jahrhundert ein, da zuvor solche Texte meist in Latein geschrieben wurden.

Die Werke der staufischen höfischen Dichtung gehören zu den bekanntesten mittelhochdeutschen, beispielsweise dasNibelungenlied,der deutsche Lucidarius, derParzivalWolframs von Eschenbach, derTristanGottfrieds von Straßburg, die GedichteWalthers von der Vogelweide sowie als GattungMinnesang.

Das normalisierte Mittelhochdeutsch

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Für die Textausgaben der wichtigen mittelhochdeutschen Dichtungen, fürWörterbücher undGrammatiken wird heute das im Wesentlichen aufKarl Lachmann zurückgehende normalisierte Mittelhochdeutsch verwendet, das im Grundsatz die Formen der staufischen höfischen Literatur verwendet, aber die oft vielfältigen Schreibungen der damaligen sprachlichen Realität nicht wiedergibt.

Aussprache

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Die Betonung eines Worts liegt stets auf der ersten Haupttonsilbe.Vokale mit einemZirkumflex (ˆ) – in anderer Orthographie mit einemMakron (¯) – werden lang gesprochen, Vokale ohne Zirkumflex werden kurz gesprochen. Aufeinanderfolgende Vokale werden getrennt betont.

Konsonanten

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 bilabiallabio-
dental
denti-
alveolar
alveolarpalato-
alveolar
palatalvelaruvularglottal
stl.sth.stl.sth.stl.sth.stl.sth.stl.sth.stl.sth.stl.sth.stl.sth.stl.sth.
Affrikatenp͡f     t͡s̪     k͡x     
Plosivepb    td    kg    
Nasale m     n     ŋ    
Vibranten       r       ʀ  
Frikative  fv s̠̺z̠̺ʃ çʝxɣχ h 
Laterale       l          
Approximanten           j w    

Das Mittelhochdeutsche unterschied in der Schrift drei verschiedeneSibilanten: erstens das in der zweiten hochdeutschen Lautverschiebung entstandenez, das auf germanischest zurückging und zur Unterscheidung von derAffrikatez [t͡s̪] auch ȥ oder ʒ geschrieben wurde, beispielsweise inezzen, daz, grôz; zweitens das auf germanischess zurückgehendes, beispielsweise insunne, stein, kuss, kirse, slîchen und drittens das auf germanischessk zurückgehendesch odersc, beispielsweise inschrîben,schære,diutisch. Diese unterscheiden sich vor allem durch denArtikulationsort. Eine dem Mittelhochdeutschen sehr ähnliche Differenzierung findet sich heute imBaskischen.[10]

Dass wird früh- und normalmittelhochdeutsch als stimmloser retrahierterapiko-alveolarer Frikativ [s̠̺] gesprochen[11][12], wenn esgeminiert ist, im Wortauslaut oder vor einemKonsonanten steht, außer beisch undsc. Vor Vokalen wirds früh- und normalmittelhochdeutsch als stimmhafter retrahierter apiko-alveolarer Frikativ [z̠̺] gesprochen. Die retrahierten Sibilanten [s̠̺] und [z̠̺] werden im Gegensatz zum Neuhochdeutschen [s] ⟨ß⟩ und [z] ⟨s⟩ mit Tendenz zumsch bzw.j wie inJournal gesprochen. Ähnliche s-Laute kommen imSpanischen,Katalanischen,Niederländischen undIsländischen vor, aber auch heute noch in einigen konservativen deutschen Dialekten wie demWestfälischen,Zimbrischen undFersentalerischen.[10][13][14] Im Zimbrischen und Fersentalerischen hat sich die mittelhochdeutsche Differenzierung sogar erhalten, wobei zwischen /s/ und /sch/ heute zunehmend seltener unterschieden wird. Der Zusammenfall von /s/ und /sch/ ist imGottscheerischen bereits vollendet.

Die Graphiesch odersc wird wie im Neuhochdeutschen als stimmloser postalveolarer Frikativ[ʃ] ausgesprochen, frühmittelhochdeutsch vielleicht noch als Kombination aus retrahiert apiko-alveolarem und palatalem Frikativ [s̠̺ç].[15]

Einz im Wortanlaut, in der Gemination oder nach einem Konsonanten wird ähnlich wie das neuhochdeutschez als stimmlose lamino-dental alveolare Affrikate [t͡s̪] ausgesprochen.

Einz in der Gemination oder nach einem Vokal wird ähnlich wie das neuhochdeutscheß als stimmloserlamino-dentaler alveolarer Frikativ [s̪] ausgesprochen.[11] Es wird auchȥ oderʒ geschrieben.

Im Spätmittelhochdeutschen wird stimmhaftes [z̠̺] zum heutigen stimmhaften ⟨s⟩ [z]. In vielen oberdeutschen Dialekten wurde es zu [z̥] entstimmt. Vor Konsonanten im Silbenanlaut (im Oberdeutschen überall vor Konsonanten) fällt [s̠̺] mitsch zusammen, was erst im Neuhochdeutschen im Schriftbild sichtbar wird (beisp undst bis heute nicht).[16] So wird spätmittelhochdeutschs vorl, n, m, p, t, w als [ʃ] gesprochen.[17][18] In allen anderen Positionen wird das stimmlose [s̠̺] im Spätmittelhochdeutschen zu ⟨ß⟩ [s] und fällt mit [s̪] zusammen.[19] Nach /r/ wird es ab dem 14. Jahrhundert vielfach zu [ʃ] verschoben.[12] Die neuhochdeutschen s-Laute können entweder apikal oder laminal gesprochen werden, sind aber nicht mehr retrahiert.

Dasv wird am Wortanlaut als [f] gesprochen.

Der Buchstabeh wird im Wort- und Silbenanlaut als [h] gesprochen (Beispiel:hase,hûs,gesehen), im Auslaut und den Verbindungenlh,rh,hs,ht dagegen als​[⁠x⁠]​ (hôch,naht,fuhs); er dient niemals alsDehnungszeichen.[20]

Vokale

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Abschnitt ist unbelegt, und dass <uo> [uə] und nicht [uɔ̯] sein soll, sieht fragwürdig (vgl. "mittelhochdeutschen öffnenden Diphthonge [iə yə] entsprechen den neuhochdeutschen Langvokalen [iː yː uː]").
InWilfried Kürschners Grammatischem Kompendium (6. Aufl., S. 57,GB) heißt es: "Neuhochdeutsche Monophthongierung: Ersetzung der mhd. Diphthonge [i͜ə], [u͜ɔ], [y͜ə] durch die Monophthonge [iː], [uː], [yː]."
 vornefast
vorne
zentralhinten
kurzlangkurzlangkurzlangkurzlang
geschlosseni
⟨i⟩
iː
⟨î⟩
y
⟨ü⟩
yː
⟨iu⟩
  u
⟨u⟩
uː
⟨û⟩
halbgeschlossene
⟨e⟩
eː
⟨ê⟩
ø
⟨ö⟩
øː
⟨œ⟩
  o
⟨o⟩
oː
⟨ô⟩
mittel    ə
⟨e⟩
   
halboffenɛ
⟨ë⟩
       
fast offenæ
⟨ä⟩
æː
⟨æ⟩
  ɐ
⟨er⟩
   
offen    a
⟨a⟩
aː
⟨â⟩
  

Die folgende Übersicht zeigt das Vokalsystem des (Normal-)Mittelhochdeutschen:

Kurzvokale:a, ë, e, i, o, u, ä, ö, ü
Langvokale:â, ê, î, ô, û, æ, œ, iu (langesü)
Diphthonge:ei, ie, iu, ou, öu, uo, üe

Zu beachten:

  • ei als [ɛɪ̯] zu sprechen ist (also nicht [] wie im Neuhochdeutschen, sondern wieej oderäi, vgl.ay in Englischday)
  • ie ist nicht ein langes​[⁠⁠]​, sondern []
  • iu ist meist ein langer Monophthong [], kann aber auch ein Diphthong [iu̯] sein
  • öu wird alsö-ü [œʏ̯] gesprochen

Die wichtigsten Unterschiede zwischen Mittelhochdeutsch und Neuhochdeutsch betreffen den Vokalismus:

  • Die mittelhochdeutschen Langvokale [iː yː uː] entsprechen den neuhochdeutschen Diphthongen [aɪ̯ ɔɪ̯ aʊ̯] (neuhochdeutscheDiphthongierung). Beispiele:mînmein,liutLeute,hûsHaus
  • Die mittelhochdeutschen öffnenden Diphthonge [iɘ̯ yɘ̯ uɘ̯] entsprechen den neuhochdeutschen Langvokalen [iː yː uː] (neuhochdeutscheMonophthongierung). Beispiele:lieplieb,müedemüde,bruoderBruder
  • Die mittelhochdeutschen Diphthonge [ɛɪ̯ œʏ̯ ɔʊ̯] entsprechen den offeneren neuhochdeutschen Diphthongen [aɪ̯ ɔɪ̯ aʊ̯] (neuhochdeutscher Diphthongwandel). Beispiele:beinBein,böumeBäume,boumBaum
  • Die meisten mittelhochdeutschen Kurzvokale in offenen Silben entsprechen neuhochdeutschen gedehnten Langvokalen (Dehnung inoffener Tonsilbe). Beispieleligenliegen,sagensagen,nëmennehmen. Diese Dehnung ist im Neuhochdeutschen jedoch in der Regel ausgeblieben vor-t sowie vor-mel und-mer. Beispielegeritengeritten,siteSitte,himelHimmel,hamerHammer.

Grammatik

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Die wichtigsten Unterschiede zwischen Mittel- und Neuhochdeutschen sind:

  • Alle mittelhochdeutschen o-Stämme treten im Neuhochdeutschen in andere Klassen über.
  • Das Mittelhochdeutsche kannte keine gemischte Deklination.

Substantive

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Deklination der starken Substantive
NumerusKasus1. Klasse2. Klasse3. Klasse4. Klasse
MaskulinNeutrumFemininFemininMaskulinNeutrumFeminin
SingularNominativ, Akkusativtacwortgëbezîtgastblatkraft
Dativtagewortegëbezîtegasteblatekraftoder krefte
Genitivtageswortesgastesblates
PluralNominativ, Akkusativtagewortgëbezîtgestebleterkrefte
Genitivwortegëbenzîte
Dativtagenwortenzîtengestenbleternkreften
Deklination der schwachen Substantive
NumerusKasusMaskulinFemininNeutrum
SingularNominativbotezungehërze
Akkusativbotenzungen
Dativ, Genitivhërzen
Plural

Verben

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Konjugation der starken Verben am Beispielbiegen
NumerusPersonPräsensPräteritum
IndikativKonjunktivIndikativKonjunktiv
Singularichbiugebiegeboucbüge
dubiugestbiegestbügebügest
er / siu / ezbiugetbiegeboucbüge
Pluralwirbiegenbiegenbugenbügen
irbiegetbiegetbugetbüget
siebiegentbiegenbugenbügen
Partizipbiegendegebogen
Imperativ der 2. Person Singular:biuc!
Konjugation der schwachen Verben am Beispiellëben
NumerusPersonPräsensPräteritum
IndikativKonjunktivIndikativ/Konjunktiv
Singularichlëbelëbelëb(e)te
dulëbestlëbestlëb(e)test
er / siu / ezlëbetlëbelëb(e)te
Pluralwirlëbenlëbenlëb(e)ten
irlëbetlëbetlëb(e)tet
sielëbentlëbenlëb(e)ten
Partiziplëbendegelëb(e)t
Imperativ der 2. Person Singular:lëbe!
Konjugation der Präteritopräsentia
NeuhochdeutschSingularPluralInfinitivPräteritumPartizip
1./3. Person2. Person1./3. Person
wissenweizweistwizzenwisse / wësse / wiste / wëstegewist / gewëst
taugen / nützentouctugen, tügentohte – töhte
gönnenganganstgunnen, günnengunde / gonde – gündegegunnen / gegunnet
können / kennenkankanstkunnen, künnenkunde / konde – künde
bedürfendarfdarftdurfen, dürfendorfte – dörfte
es wagentartarstturren, türrentorste – törste
sollensol / salsoltsuln, sülnsolde / solte – sölde / solde
vermögenmacmahtmugen, mügen, magen, megenmahte / mohte – mähte / möhte
dürfenmuozmuostmüezenmuos(t)e – mües(t)e
Konjugation der besonderen Verben
TempusModusNumerusPersonsîn (sein)tuon (tun)wellen (wollen)hân (haben)
PräsensIndikativSingularichbintuonwil(e)hân
dubisttuostwil(e) / wilthâst
er / siu / ezisttuotwil(e)hât
Pluralwirbirn / sîn / sinttuonwel(le)nhân
irbirt / bint / sît / sinttuotwel(le)thât
siesinttuontwel(le)nt, wellenhânt
KonjunktivSingularichtuowellehabe
dusîsttuostwellesthabest
er / siu / eztuowellehabe
Pluralwirsîntuonwellenhaben
irsîttuotwellethabet
siesîntuonwellenhaben
PräteritumIndikativSingularichwas – wârentët(e)wolte / woldehâte / hate / hæte / hête / hete / het / hiete
dutæte
er / siu / eztët(e)
Pluralwirtâten
irtâtet
sietâten
  • Die Formen vongân/gên „gehen“ undstân/stên „stehen“ entsprechen im Präsens denen vontuon. Im Präteritum stehtgie(nc) zugân/gên.
  • lân „lassen“ wird im Präsens konjugiert wiehân. Im Präteritum stehtlie(z).
  • tuon hat im Präteritum Konjunktiv die Formen:tæte, tætest usw.

Weitere Merkmale

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  • Keine allgemeine Großschreibung vonSubstantiven (im Mittelhochdeutschen wurden nur Namen großgeschrieben).
  • Auslautverhärtung wird grafisch gekennzeichnet (mittelhochdeutschtac – tage entspricht neuhochdeutschTag – Tage).

Textprobe

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Beginn desNibelungenlieds*Übersetzung

Uns ist in alten mæren   wunders vil geseit
von helden lobebæren,   von grôʒer arebeit,
von fröuden, hôchgezîten,   von weinen und von klagen,
von küener recken strîten   muget ír nu wunder hœren sagen.

Eʒ wuohs in Burgonden   ein vil edel magedîn,
daʒ in allen landen   niht schœners mohte sîn,
Kriemhilt geheiʒen:   si wart ein scœne wîp.
dar umbe muosen degene   vil verliesen den lîp.

Uns wurde in alten Erzählungen viel Wundersames gesagt
von ruhmreichen Helden, von großem Leid,
von Freuden, Festen, von Weinen und von Klagen,
vom Kampf kühner Recken sollt ihr nun Wunder hören sagen.

Es wuchs in Burgund ein sehr feines Mädchen heran,
dass in allen Ländern kein schöneres sein konnte,
Kriemhild geheißen: Sie wurde eine schöne Frau.
Deswegen mussten viele Kämpfer ihr Leben verlieren.

*in standardisiertem Mittelhochdeutsch[21]

Aus demArtusromanIwein (2. Hälfte des12. Jahrhunderts) desHartmann von Aue*Übersetzung

Swer an rehte güete
wendet sîn gemüete,
dem volget sǣlde und êre.
des gît gewisse lêre
künec Artûs der guote,
der mit rîters muote
nâch lobe kunde strîten.
er hât bî sînen zîten
gelebet also schône
daz er der êren krône
dô truoc und noch sîn name treit.
des habent die warheit sîne lantliute:
sî jehent er lebe noch hiute:
er hât den lop erworben,
ist im der lîp erstorben,
sô lebet doch jemer sîn name.
er ist lasterlîcher schame
iemer vil gar erwert,
der noch nâch sînem site vert.

Wer seinenSinn
auf das wahre Gute richtet,
der erfährtGlück undEhre.
Das lehrt uns klar
der edle KönigArtus,
der mit dem Sinn einesRitters
nachLob zu streben wusste.
Er hat zu seinen Zeiten
sovorbildlich gelebt,
dass er denKranz derEhren
damals trug, wie ihn noch jetzt sein Name trägt.
Das bezeugen seine Landsleute:
Sie sagen, er lebe heute noch.
Er hat sichRuhm erworben,
sodass noch immer seinName lebt,
auch wenn er selber gestorben ist.
Von schimpflicherSchande
ist für immerfrei,
wer noch handelt wie er.

*in standardisiertem Mittelhochdeutsch[22][23][24]

Siehe auch

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Literatur

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Wörterbücher

Neuere Wörterbücher (teils noch in Bearbeitung):

Ältere Wörterbücher und Nachschlagewerke:

  • Matthias Lexer:Mittelhochdeutsches Taschenwörterbuch. (1882, 1958 um einen Nachtrag ergänzt) S. Hirzel, 37. Auflage. Stuttgart 1986,ISBN 3-7776-0423-2.
  • P. H. Oettli:A First Dictionary for Students of Middle High German (=Göppinger Arbeiten zur Germanistik. Band 461). Kümmerle Verlag, Göppingen 1986,ISBN 3-87452-696-8.
  • Adolf Socin:Mittelhochdeutsches Namenbuch nach oberrheinischen Quellen des 12. und 13. Jahrhunderts. Basel 1903; Neudruck Darmstadt 1966.

Einige ältere Wörterbücher des Mittelhochdeutschen sind online zugänglich:

Einführung
  • Thomas Bein:Germanistische Mediävistik. 2., bearbeitete und erweiterte Auflage, Erich Schmidt-Verlag GmbH & Co., Berlin 2005,ISBN 3-503-07960-2.
  • Rolf Bergmann, Peter Pauly,Claudine Moulin:Alt- und Mittelhochdeutsch. Arbeitsbuch zur Grammatik der älteren deutschen Sprachstufen und zur deutschen Sprachgeschichte. Bearbeitet v. Claudine Moulin. 6. Auflage. Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 2004,ISBN 3-525-20836-7.
  • Michael Graf:Mittelhochdeutsche Studiengrammatik. Eine Pilgerreise. Niemeyer, Tübingen 2003.
  • Thordis Hennings:Einführung in das Mittelhochdeutsche. 2. Auflage. de Gruyter, Berlin 2003,ISBN 3-11-017818-4.
  • Herbert Penzl:Mittelhochdeutsch. Eine Einführung in die Dialekte (= Germanistische Lehrbuchsammlung, Bd. 8). Lang, Bern 1989,ISBN 3-261-03853-5.
  • Hermann Reichert:Nibelungenlied-Lehrwerk. Sprachlicher Kommentar, mittelhochdeutsche Grammatik, Wörterbuch. Passend zum Text der St. Galler Fassung („B“). Praesens-Verlag, Wien 2007,ISBN 978-3-7069-0445-2. Einführung ins Mittelhochdeutsche auf Basis des Nibelungenlieds.
  • Kurt Otto Seidel, Renate Schophaus:Einführung in das Mittelhochdeutsche. Wiesbaden 1979 (=Studienbücher zur Linguistik und Literaturwissenschaft, 8).
  • Hilkert Weddige:Mittelhochdeutsch. Eine Einführung. 6. Auflage. Beck, München 2004,ISBN 3-406-45744-4.
  • Wilhelm Schmidt:Geschichte der deutschen Sprache – Ein Lehrbuch für das germanistische Studium, 10. Auflage, Hirzel, Stuttgart 2007,ISBN 3-7776-1432-7.
Grammatik
  • Gerhard Eis:Historische Laut- und Formenlehre des Mittelhochdeutschen. Heidelberg 1950 (=Sprachwissenschaftliche Studienbücher.)
  • Friedrich Kauffmann:Deutsche Grammatik. Kurzgefaßte Laut- und Formenlehre des Gotischen, Alt-, Mittel- und Neuhochdeutschen. 5. Auflage. Marburg 1909.
  • Thomas Klein,Hans-Joachim Solms,Klaus-Peter Wegera:Mittelhochdeutsche Grammatik.
    • Teil II:Flexionsmorphologie. Niemeyer, Tübingen 2018,ISBN 978-3-11-052272-3 (erschienen in 2 Teilbänden: Band 1:Substantive, Adjektive, Pronomina und Band 2:Numeralia, Verben, Register, Anhänge).
    • Teil III:Wortbildung. Niemeyer, Tübingen 2009,ISBN 978-3-484-11003-8.
  • Otto Mausser:Mittelhochdeutsche Grammatik auf vergleichender Grundlage. 3 Bände. München 1932–1933; Nachdruck 1972.
  • K. Meisen:Altdeutsche Grammatik. Bonn 1947.
  • Heinz Mettke:Mittelhochdeutsche Grammatik. 8. Auflage. Niemeyer, Tübingen 2000,ISBN 3-484-89002-9.
  • Victor Michels:Mittelhochdeutsches Elementarbuch. 4. Auflage. Heidelberg 1921.
  • Hermann Paul:Mittelhochdeutsche Grammatik. 16. Auflage, besorgt vonL. E. Schmitt, Halle a. d. S. 1953; 25. Auflage. Niemeyer, Tübingen 2006,ISBN 3-484-64034-0.
  • Karl Weinhold:Kleine mittelhochdeutsche Grammatik. Fortgeführt vonGustav Ehrismann und ab der 11. Auflage, Wien/Stuttgart 1955, neu bearbeitet vonHugo Moser. 18. Auflage. Braumüller, Wien 1986,ISBN 3-7003-0663-6.
  • Karl Weinhold:Mittelhochdeutsche Grammatik. 2. Auflage. Paderborn 1883; Neudruck ebenda 1967.
Metrik
  • Herbert Bögl:Abriss der mittelhochdeutschen Metrik – Mit einem Übungsteil. 1. Auflage. Olms, Hildesheim 2006,ISBN 3-487-13142-0.

Weblinks

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Wiktionary: Mittelhochdeutsch – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wiktionary: mittelhochdeutsch – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wikiversity: Mittelhochdeutsch (Kursangebot) – Kursmaterialien
Wikibooks: Mittelhochdeutsch – Lern- und Lehrmaterialien
Wikisource: Mittelhochdeutsch – Quellen und Volltexte
Wikisource: Mittelhochdeutsche Wörterbücher – Quellen und Volltexte

Wörterbücher und sprachwissenschaftliche Projekte

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Sonstiges

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Einzelnachweise

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  1. abSIL International:Documentation for ISO 639 identifier: gmh
  2. Library of Congress:Codes for the Representation of Names of Languages
  3. Hilkert Weddige:Mittelhochdeutsch. Eine Einführung. 3., neu überarb. Auflage. C. H. Beck, München 1999,ISBN 3-406-45744-4,S. 7. 
  4. Frédéric Hartweg, Klaus-Peter Wegera:Frühneuhochdeutsch. Eine Einführung in die deutsche Sprache des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit. Niemeyer, Tübingen 1989 (=Germanistische Arbeitshefte. Band 33); 2. Auflage ebenda 2005,ISBN 3-484-25133-6.
  5. Stefan Sonderegger: Deutsch. In:Historisches Lexikon der Schweiz. (Kap. 2.3:Frühneuhochdeutsch und älteres Neuhochdeutsch in der Schweiz)
  6. Joseph Wright:A Middle High German Prime with Grammar, Notes, and Glossary. Third Edition. Re-written and enlarged. Oxford, 1917, S. „B“: „Middle High German (MHG.) embraces the High German language from about the year 1100 to 1500.
  7. M. O’C. Walshe:A Concise German Etymological Dictionary, 1951, S. vii: „From 1050 onwards the language found is referred to as Middle High German (MHG). This may be said to extend till about 1500, but after 1350 or so it is usually qualified as Late MGH.
  8. König, Werner:dtv-Atlas zur deutschen Sprache. Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1978, S. 77 ff.
  9. König, Werner:dtv-Atlas zur deutschen Sprache. Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1978, S. 78.
  10. abDouglas Q. Adams:The Distribution of Retracted Sibilants in Medieval Europe. In:Language.Band 51,Nr. 2, 1975,ISSN 0097-8507,S. 282–292,doi:10.2307/412855. 
  11. abHelmut Esau:The Medieval German Sibilants /S/ and /ʐ/. In:The Journal of English and Germanic Philology.Band 75,Nr. 1/2, 1976,ISSN 0363-6941,S. 188–197. 
  12. abJoachim Kokkelmans:Middle High German and modern Flemish s‑retraction in /rs/-clusters. In:German and Dutch in Contrast. De Gruyter, 2020,ISBN 978-3-11-066847-6,S. 213–238,doi:10.1515/9783110668476-008. 
  13. Anthony R. Rowley:Deskriptive Grammatik des Deutsch-Fersentalerischen (Mòcheno). Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, 2010. 
  14. Barbara Vogt:Das Sibilantensystem in der deutschen Sprachinsel Zahre/Sauris in Friaul im Vergleich zum Zimbrischen (Lusérn) – Sibilanten zwischen Bewahrung und Veränderung - Sibilants in the Historical German Language Island Zahre/Sauris in Friuli in Comparison with the Varieties Spoken in Lusérn/Luserna (Cimbrian). In:Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik.Band 87,Nr. 3, 2020,ISSN 0044-1449,S. 375–396,doi:10.2307/48603511. 
  15. Wilhelm Braune:Althochdeutsche Grammatik I: Phonologie und Morphologie. Walter de Gruyter GmbH & Co KG, 2023,ISBN 978-3-11-121133-6,S. 83. 
  16. Birgit Alber, Joachim Kokkelmans, Stefan Rabanus:Preconsonantal s-retraction in the Alps: Germanic, Romance, Slavic. In:STUF - Language Typology and Universals.Band 74,Nr. 1, 1. April 2021,ISSN 2196-7148,S. 17–38,doi:10.1515/stuf-2021-1022. 
  17. Martin Schubert (Hrsg.):Mittelhochdeutsch: Beiträge zur Überlieferung, Sprache und Literatur. Walter de Gruyter, 2011, S. 456. Zitat: „Aber Vorsicht bei anlautendem s vor l, n, m, p, t, w: Es ist in diesen Verbindungen wie im Neuhochdeutschen als Zischlautsch auszusprechen, also auchschp undscht, keinesfalls aber ‚niederdeutsch‘ bzw. ‚alt-hamburgerisch‘.“
  18. de Boor und Wisniewski:Mittelhochdeutsche Grammatik. Walter de Gruyter, S. 32. Zitat: „Eine ähnliche Tendenz dess in densch-Laut überzugehen, die allerdings erst im Spätmhd. zur vollen Auswirkung kommt, zeigt sich in den Lautverbindungenst, sp (im Anlaut),sl, sm, sn, sw. Im klassischen Mhd. heißt es noch stetsslüȥȥel,snël,s-tein gegenüber nhd.Schlüssel,schnell,S(ch)tein.“
  19. Herbert Penzl:Die mittelhochdeutschen Sibilanten und ihre Weiterentwicklung. In:WORD.Band 24,Nr. 1-3, 1. Januar 1968,ISSN 0043-7956,S. 340–349,doi:10.1080/00437956.1968.11435536. 
  20. Hilkert Weddige:Mittelhochdeutsch. Eine Einführung. 7., durchgesehene Auflage. C.H. Beck, München 2007,ISBN 978-3-406-45744-9,S. 13. 
  21. zitiert nach:Helmut de Boor (Hrsg.):Das Nibelungenlied – zweisprachig. 5. Auflage. Reprint/Lizenzausgabe, Parkland Verlag, Köln 2003,ISBN 3-88059-985-8, S. 26.
  22. Lars Löber: Deutsche Sprache. In: brockhaus.de. Verlag F. A. Brockhaus/wissenmedia in der inmediaONE [Herausgebendes Organ], März 2013, abgerufen am 5. November 2023 (Gütersloh ; München). 
  23. Hartmann von Aue: Iwein : Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. (PDFISBN 978-3-15-019011-1) In: Websitehttps://www.reclam.de/. Rüdiger Krohn, 2012, abgerufen am 5. November 2023 (Kommentiert von Mireille Schnyder). 
  24. Hartmann von Aue: Iwein. Eine Erzählung von Hartmann von Aue. In: Websitehttp://www.mhdwb-online.de/. Hg. von Georg Friedrich Benecke und Karl Lachmann. Neu bearb. von Ludwig Wolff., 1200, abgerufen am 5. November 2023 (7. Ausg., Bd. 1: Text, Berlin 1968.). 
Sprachstufen des Deutschen

Althochdeutsch (Ahd.) |Mittelhochdeutsch (Mhd.) |Frühneuhochdeutsch (Fnhd.) |Neuhochdeutsch (Nhd.)

Normdaten (Sachbegriff):GND:4039687-3 (GND Explorer,lobid,OGND,AKS) |LCCN:sh85054368
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