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Mitteleuropa

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Dieser Artikel behandelt die Region. Zur Schrift sieheMitteleuropa (Naumann).

Mitteleuropa oderZentraleuropa ist eineRegion inEuropa zwischenWest-,Ost-,Südost-,Süd- undNordeuropa. Geographisch gibt es keine eindeutigen Kriterien, die zur Abgrenzung herangezogen werden könnten.

Der Begriff „Mitteleuropa“ kann auchpolitisch,kulturhistorisch odernaturräumlich definiert werden. Außerdem unterliegt die Auffassung des Begriffs dem geschichtlichen und politischen Wandel. Mitteleuropa ist daher nicht eindeutig zu definieren, doch kommt der Frage seit demFall des Eisernen Vorhangs und dem Ende desKalten Krieges stärkere Aufmerksamkeit zu.

Geographische Abgrenzung

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Vorschlag desStändigen Ausschusses für geographische Namen zur Abgrenzung von Mitteleuropa

Bei der geographischen Abgrenzung könnenklimatische undnaturräumliche Gegebenheiten (beispielsweiseVegetationstypen odertektonische Erscheinungen) herangezogen werden. DieNaturwissenschaften definieren als Kriterium das ozeanische bis subkontinentale, gemäßigt warme Großklima. Eine grobe Abgrenzung Mitteleuropas ist im Westen und Nordwesten derRhein, im Norden dieNordsee und dieEider (bzw. alternativSkagerrak/Kattegat) sowie anschließend dieOstsee. Im Osten bieten sichWeichsel undOstkarpaten an, im Südosten der Unterlauf derDonau, im Süden dieDrau und dieZentralalpen. Doch gibt es Zweifel, ob Flüsse wie Eider oder Weichsel ausreichen, um einen Teilkontinent zu definieren. Die geographische Einteilung bleibt jedenfalls unscharf.

  • Mitteleuropa
    Mitteleuropa (laut Meyers Enzyklopädischem Lexikon, 1980)
    _ Mitteleuropäische Staaten
    _ Staaten, die nicht immer zu Mitteleuropa gerechnet werden
  • Mitteleuropa 2
    Mitteleuropa (Brockhaus Enzyklopädie, 1998)
  • Die mitteleuropäischen Staaten nach Milan Kundera
    Die mitteleuropäischen Staaten nachMilan Kundera
  • Mitteleuropa 3
    Die mitteleuropäischen Staaten (Meyers Großes Taschenlexikon, 1999):
    _ Mitteleuropäische Staaten
    _ Mitteleuropa (im weiteren Sinne)
    _ Staaten, die gelegentlich zu Mitteleuropa hinzugezählt werden
  • Grenze von Mitteleuropa
    Die mitteleuropäischeFloraregion nachWolfgang Frey undRainer Lösch: vomZentralmassiv bis zu denKarpaten und der südlichenOstsee

Religiöse Abgrenzung nach Osten und Südosten

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Konfessionen in Mitteleuropa 1901

Vor demZweiten und noch klarer vor demErsten Weltkrieg war Mitteleuropa religiös abgrenzbar. In Mitteleuropa war de facto neben jüdischen Minderheiten fast ausschließlich diekatholische undevangelischeKonfession desChristentums vertreten. Östlich und südöstlich traf dieserKulturkreis aufrussisch-orthodoxe undgriechisch-orthodoxe Glaubensbekenntnisse bzw. auf dasislamische derbosnisch-herzegowinischen Muslime.

Kulturelle und politische Abgrenzung heute

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Deutschland

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Die ungefähre Lage Mitteleuropas nach einem in Deutschland häufigen Verständnis: mitteleuropäische Staaten dunkelgrün markiert, kulturell mitteleuropäisch geprägte Regionen hellgrün

Aus weit verbreiteter deutscher Sicht bestehen keine Zweifel an der ZugehörigkeitDeutschlands,Österreichs, derSchweiz,Liechtensteins,Polens,Tschechiens, derSlowakei undUngarns zu Mitteleuropa. Bei beinahe allen angrenzenden Staaten gibt es Spielräume bezüglich der Zugehörigkeit. Je nach Sichtweise und Auswahlkriterium werden sie ganz oder teilweise zu Mitteleuropa bzw. anderen Teilräumen des Kontinents gezählt. Insofern wird auchSlowenien häufig dazugerechnet, auchLuxemburg,Kroatien,Estland,Lettland,Litauen,Rumänien. In viel geringerem Maße werdenBelgien und dieNiederlande zu Mitteleuropa gezählt. Umgekehrt wirdNorddeutschland im naturräumlichen (Prägung durch dieletzte Kaltzeit), historischen und architektonischen Kontext teilweise auch als TeilNordeuropas betrachtet.[1][2]

Häufig sind die Randgebiete wegen vielfacher Einflüsse mehrerer Regionen nicht eindeutig zuzuordnen und werden je nach Intention oder „Heimat­gefühl“ zugeordnet. Heute soll die Verortung eines Landes(teils) zu „Mitteleuropa“ häufig zugleich eine tatsächliche oder angestrebte Nähe oder Zugehörigkeit zu anderen Großräumen wie beispielsweise zurEuropäischen Union verdeutlichen.

Österreich, Schweiz und Norditalien

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Die österreichisch-ungarische Monarchie 1899

In Österreich undNorditalien, insbesondere imFriaul und inTriest, ist die gängige Abgrenzung zum Teil eine andere als in Deutschland: Dort wird Mitteleuropa mit denNachfolgestaaten der ehemaligenösterreichisch-ungarischen Monarchie gleichgesetzt. Regionen wie das Baltikum und die norddeutsch-polnischen Ebenen werden als „nordeuropäisch“ empfunden, andere Teile Deutschlands als „westeuropäisch“. Üblicherweise werden angrenzendesüd- undmitteldeutsche Regionen, wie beispielsweise Bayern, Franken, Thüringen und Sachsen, wegen der kulturellen Verwandtschaft zu Österreich und Böhmen ebenfalls als Teil Mitteleuropas angesehen. Insgesamt liegt Mitteleuropa damit dennoch weiter südöstlich als in der in Deutschland üblichen Sichtweise. Die Stadt Triest sieht sich beispielsweise ausdrücklich alscittà mitteleuropea an. Dies insbesondere weil sie an den Schnittstellen zwischen einerseits der lateinischen, slawischen, germanischen, griechischen und jüdischen Kultur und andererseits des Mittelmeer- und Alpenraums liegt.

In Westösterreich und der Schweiz, die auch Landesteile an der Alpensüdseite hat, wird überdies nochOberitalien als zentraleuropäisch angesehen, mit den eng verbundenenSüdtirol undTrient, aber auch Städten wieTurin,Mailand oderVenedig. Die Festlegung des Alpenhauptkamms als Südgrenze Mitteleuropas wird hier als einseitig deutsche Sichtweise gesehen.

Englischer Sprachraum

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Im heutigen englischen Sprachraum wird häufig nur zwischen ost- und westeuropäischen Ländern unterschieden. Dabei werden die LänderOstmitteleuropas auch alsCentral Europe bezeichnet. Die StaatenWestmitteleuropas (Niederlande, Deutschland, Schweiz, Liechtenstein, Österreich) werden zu Westeuropa („Western Europe“) gerechnet. Diese Einteilung verwendet auch das Statistische Amt der Vereinten Nationen, das die europäischen Staaten in Ost-, West-, Süd- und Nordeuropa einteilt. Deutschland, Österreich und die Schweiz bilden dabei zusammen mit Frankreich und den BeNeLux-Staaten Westeuropa,[3] die Staaten Ostmitteleuropas werden zu Osteuropa geschlagen. Diese scharfe Ost-/West-Trennung trägt derkulturgeschichtlichen Rivalität Rechnung, die zwischen dembalto-slawischen und demgermanischenKulturkomplex im Zuge derVölkerwanderung aufkam und sich imOst-West-Konflikt akzentuiert widerspiegelte. Spätestens mit derEU-Osterweiterung verlor die Trennlinie zwischenCentral Europe undWestern Europe ihre Schärfe, ist jedoch gerade im politischen Bereich durchaus noch präsent (siehe auch:Visegrád-Länder).

Kulturreligiöse Kriterien

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Mitunter werden zur Abgrenzung Mitteleuropas auch kulturreligiöse Kriterien herangezogen, genauer: das Überwiegen desrömisch-katholischenBekenntnisses. Diese „Grenze“ würde demnach durch die etwa gleichermaßen katholisch wieprotestantisch geprägten Staaten Deutschland undLettland verlaufen und sich nach Ost- und Südosteuropa zumorthodoxen Bekenntnis abgrenzen (Belarus,Bulgarien,Ukraine,Rumänien,Serbien), teilweise (mitBosnien und Herzegowina) auch zumIslam. Eine Abgrenzung Mitteleuropas nach Westen und Süden kann mit diesem Ansatz kaum getroffen werden. Mit dem Mitteleuropabegriff bzw. der Definition haben sich schon unter anderemMilan Kundera,Robert Musil,Alexander Gieysztor,Ferenc Fejtő undJacques Le Rider befasst. Auf der Homepage der italienischenAssociazione Culturale Mitteleuropa wird „Mitteleuropa“ mit einem speziellen Lebensstil assoziiert, der sich unter anderem darin äußere, dass man eher im Haus oder im Kaffeehaus lebe als auf der Straße, dass man Butter zum Kochen verwende, oder dass man Weihnachten am Abend des 24. Dezember feiere.[4]

Besiedlung und ursprüngliche Bevölkerung

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Hauptartikel:Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas

Die ersten Mitteleuropäer rechnet man zumHomo heidelbergensis, der vor über einer halben Million Jahren aus dem Süden eingewandert war. Vor etwa 200.000 Jahren entwickelte er sich durch Anpassung an die extremeneiszeitlichen Lebensbedingungen zumNeandertaler, der Mitteleuropa bis vor etwa 30.000 Jahren bewohnte.[5]

Im Zeitraum des anschließenden Kältemaximums bis vor etwa 20.000 Jahren blieb Mitteleuropa weitgehend menschenleer. Die Besiedlung durch den modernen Menschen (Homo sapiens) erfolgte im Zeitraum von vor 36.000 bis vor 10.000 Jahren durch Jäger-Sammler-Gesellschaften, die vermutlich den großen Tierherden der damaligen Kältesteppen folgten und aus Zentralasien kamen. Man bezeichnet sie alsCro-Magnon-Menschen.

Im Erbgut der heutigen europäischen Bevölkerung lassen sich sowohl der Neandertaler als auch der Cro-Magnon nachweisen. Beide sind jedoch nicht die Haupt-Vorfahren der modernenEuropäer. Welche Menschen als eigentliche Urahnen der heutigen Bevölkerung in Frage kommen, ist bislang nicht abschließend geklärt. Es muss noch mindestens ein bisher unbekanntes Phänomen in derDemografie stattgefunden haben. Dafür kommen zum Beispiel „plötzliche“ erfolgreiche genetische Veränderungen wie die Ablösung derLaktoseintoleranz in den letzten 6000 Jahren oder weitereMigrationswellen steinzeitlicher Jäger und Sammler aus dem Osten in Frage. Die genetische Untersuchung des Erbgutes der Knochenfragmente von 22 Vertretern später Jäger- und Sammlergesellschaften aus Russland, Litauen, Polen und Deutschland (Schwäbische Alb), die vor 15.000 bis 4300 Jahren lebten, zeigt, dass sie eine sehr homogene, einheitliche Gruppe darstellten. Von ihnen stammt der Großteil der heutigen Europäer ab.

Vor etwa 7500 Jahren brachten sehr wenige Einwanderer ausVorderasien die neuen Wirtschaftsweisen vonAckerbau undViehzucht nach Mitteleuropa, die sich bis auf die Kulturen im Nord-Ostseeraum (Trichterbecherkultur) sehr schnell durchsetzten. Ihre Kultur wird alsBandkeramik bezeichnet. Nach neueren Forschungsergebnissen derPaläogenetik waren diese (Neolithiker) genetisch jedoch nur zu einem sehr kleinen Teil am Werden der heutigen Mitteleuropäer beteiligt.[6][7]

Geschichte des Begriffs Mitteleuropa

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Völker inÖsterreich-Ungarn im 19. Jahrhundert
Völker in Mitteleuropa 1901
Völker und Sprachgebiete in Mitteleuropa (1904)

Der Begriff Mitteleuropa war zunächst ein politischer Begriff, der jedoch unterschiedlichen Zielsetzungen gedient hat. Er kam in der Mitte des 19. Jahrhunderts auf, alsConstantin Frantz eineFöderation „Mitteleuropa“ aus Deutschland, Polen und Donauslawen vorschlug, um ein Gegengewicht zu den Großmächten Russland und Frankreich zu schaffen. Ähnliche Ideen waren auch in derNationalliberalen Partei verbreitet, so beiFriedrich List undHeinrich von Gagern, die ein deutsch-österreichisch geführtes Mitteleuropa vonHamburg bisTriest propagierten.

Zur selben Zeit – vor 1871 – wurde der Begriff auch inÖsterreich-Ungarn wichtig: als Alternative zur von vielen in Deutschland und Österreich propagiertengroßdeutschen Lösung, die vorsah, alleDeutschen – und nur diese – in einem Staat zusammenzufassen. In Österreich lehnte man dies mehrheitlich ab, da dies eine Zerschlagung desVielvölkerstaates Österreich-Ungarns bedeutet hätte. Die Regierung Österreichs schlug daher als Alternative die „mitteleuropäische Lösung“ derdeutschen Frage vor: den Zusammenschluss Deutschlands mitganz Österreich-Ungarn zu einem „70-Millionen-Reich“ (Großösterreich).

Tatsächlich wurde 1871 das „kleindeutsche“bismarckscheDeutsche Reich gegründet. In der Folge kam es zu einer endgültigen Spaltung in der Auffassung der Mitteleuropa-Idee in eine deutsche und eine österreichische Variante.[8] Während die deutsche Variante Mitteleuropa als „den unter der Führung der deutschen Kultur zur heutigen Blüte erhobenen Erdenraum im Rahmen eines Weltbildes“ sah,[9] so wurde aus österreichischer Sicht Mitteleuropa als ein im Rahmen derHabsburgermonarchie gewachsener Organismus gesehen.[10]

Vor demErsten Weltkrieg verbanden sich mit der Mitteleuropa-Idee vor allem wirtschaftliche Ziele. Als derVerein Deutscher Eisenbahnverwaltungen ab dem 1. Juni 1891 eine gemeinsame Zeitzone einführte, nannte man sie „Mitteleuropäische Eisenbahn-Zeit“[11] (später in „Mitteleuropäische Zeit“ gekürzt). Zu Beginn des Ersten Weltkrieges planteTheobald von Bethmann Hollweg in seinemSeptemberprogramm die Gründung eines mitteleuropäischen Wirtschaftsverbandes undWalther Rathenau forderte die Schaffung einer mitteleuropäischenZollunion. 1915 veröffentlichteFriedrich Naumann sein BuchMitteleuropa. Er schlug darin einen Staatenbund vor, in dem Deutschland eine führende und beherrschende Rolle spielen sollte. Naumanns Idee fand in Deutschland ein großes Echo.[12]

Zwar führte Naumanns Buch zur Popularisierung des Begriffs, geopolitische und hegemoniale Konzeptionen mit Blick auf den mitteleuropäischen Raum bestanden allerdings schon seit den Tagen Friedrich Lists, auf den viele „Mitteleuropäer“ später rekurrierten. Während dieAlldeutschen und auch der SozialdarwinistPaul de Lagarde auf eineGermanisierung Mitteleuropas sannen und hierbei zentrale Aspekte derNS-Lebensraum-Politik publizistisch vorwegnahmen, konzipierte der Sekretär des Reichskanzlers Bethmann-Hollweg,Kurt Riezler, eine progressivere, viel geschmeidigere Variante einer deutschenHegemonie über (Mittel-)Europa. Als zentraler propagandistischer Terminus dieser Mitteleuropa-Konzeption fungierte hier bereits „der europäische Gedanke“, der zur „Verbrämung unseres Machtwillens“ ins Feld geführt werden sollte.[13]

DerMitteleuropäische Wirtschaftstag geriet seit Mitte der 1920er Jahre zum konkreten Kristallisationskern dieser Idee und entfaltete unter der NS-Diktatur rege Tätigkeit.

Nach demZweiten Weltkrieg verlor der Begriff etwas an Bedeutung, da Europa nunmehr im Kalten Krieg in West- und Osteuropa geteilt war. Entsprechend dieser dualistischen Nomenklatur wurden die westlichen Staaten Mitteleuropas zu Westeuropa gerechnet und die östlichen Staaten zu Osteuropa. Allerdings wurde der Begriff Mitteleuropa oft und gern verwendet, wenn man die Teilung Europas in die zwei Blöcke thematisieren wollte. Diese Teilung verlief durch die „Mitte Europas“. Auch im Zusammenhang mit polemisierenden Slogans wie„Mitteleuropa ist ein Pulverfass“ – eine Anspielung auf den extrem hohen Bestand anAtombomben in Ost- und Westdeutschland – hatte dieser Begriff seine Bedeutung. Diese spiegelte sich auch in derMitteleuropadebatte wider, in der es um die Zukunft Deutschlands ging, wahlweise als NATO-Mitglied oder in der Neutralität.

Nach Ende desKalten Krieges diente der Begriff nunmehr der Identitätsstiftung für die im Kalten Krieg als osteuropäisch bezeichneten Staaten des ehemaligenWarschauer Paktes, insbesondere für Polen, Ungarn und die Tschechoslowakei, die sich friedlich in Tschechien und die Slowakei teilte, mit dem Zerfall Jugoslawiens auch für Slowenien und Kroatien. Insofern ändert sich die politische räumliche Auffassung des Begriffes Mitteleuropa wieder zu einer größeren Ausdehnung in Richtung Osten.

Die mitteleuropäische Zeitzone

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Die nach Westen großzügig abgegrenzte Mitteleuropäische Zeitzone (rot)

Zurmitteleuropäischen Zeitzone (MEZ) gehören in Europa folgende Länder:

Albanien,Andorra,Belgien,Bosnien und Herzegowina,Dänemark,Deutschland,Frankreich,Italien,Kosovo,Kroatien,Liechtenstein,Luxemburg,Malta,Monaco,Montenegro,Niederlande,Nordmazedonien,Norwegen,Österreich,Polen,San Marino,Schweiz,Schweden,Serbien,Slowakei,Slowenien,Spanien (ohneKanarische Inseln),Tschechien,Ungarn undVatikanstadt.

Die Zeit richtet sich nach der Ortszeit des 15. Meridians, der etwa an der Grenze zwischen Deutschland und Polen verläuft. Da die Erde in 24 Zeitzonen aufgeteilt ist, läge normalerweise die Westgrenze der MEZ ungefähr an der Grenze Deutschlands und der Niederlande. Dennoch gehören auch die deutlich weiter westlich gelegenen Staaten Frankreich und sogar Spanien dieser Zeitzone an. Diese großzügige Einteilung führt zu deutlichen geographischen Unterschieden in der individuellen Wahrnehmung derTageszeiten.

Siehe auch

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Literatur

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  • Victor Bauer:Zentraleuropa, ein lebendiger Organismus, Brünn/Leipzig, Irrgang., 1936.
  • György Konrád:Antipolitik. Mitteleuropäische Meditationen. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1985,ISBN 3-518-11293-7.
  • Erhard Busek,Emil Brix:Projekt Mitteleuropa. Ueberreuter, Wien 1986,ISBN 3-8000-3227-9.
  • Hans-Dietrich Schultz:Deutschlands „natürliche Grenzen“. „Mittellage“ und „Mitteleuropa“ im Diskurs der Geographen seit Beginn des 19. Jahrhunderts. In:Geschichte und Gesellschaft 15 (1989), H. 2, 248–281.
  • Hans-Dietrich Schultz:Räume sind nicht, Räume werden gemacht. Zur Genese „Mitteleuropas“ in der deutschen Geographie. In: Europa Regional 5 (1997), H. 1, 2–14.ssoar.info
  • Jürgen Elvert:Mitteleuropa! Deutsche Pläne zur europäischen Neuordnung (1918–1945). (= Historische Mitteilungen, Beiheft 35) Steiner, Stuttgart 1999,ISBN 3-515-07641-7 (ZugleichHabilitationsschrift an derUniversität Kiel 1996;Eingeschränkte Vorschau auf Google Books).
  • Rainer Schmidt:Die Wiedergeburt der Mitte Europas. Politisches Denken jenseits von Ost und West. Akademie-Verlag, Berlin 2001,ISBN 3-05-003623-0.
  • Helga Mitterbauer,András F. Balogh (Hrsg.):Zentraleuropa. Ein hybrider Kommunikationsraum. Praesens, Wien 2006,ISBN 3-7069-0372-5.
  • Günter Lehmann:Mitteleuropa. Handbuch zur Geschichte. Historisches Geschehen nach Zeittafel von 0001 bis 2000. Mecklenburger Buchverlag, Neubrandenburg 2009,ISBN 978-3-9812309-0-1.
  • Albrecht Behmel:Die Mitteleuropadebatte in der Bundesrepublik Deutschland 1980–1990. Zwischen Friedensbewegung, kultureller Identität und deutscher Frage, Ibidem-Verlag, Stuttgart 2011,ISBN 978-3-8382-0201-3.
  • Mehmet Can Dinçer:Mitteleuropa unter deutscher Führung, Zur Kontinuität in der deutschen Geschichte. In:Das Argument 310 (2014), H. 5, S. 625–638.
  • Michael Gehler/Paul Luif/Elisabeth Vyslonzil (Hrsg.):Die Dimension Mitteleuropa in der Europäischen Union. Hildesheim 2015.
  • Martyn Rady:Vom Rhein bis zu den Karpaten. Eine neue Geschichte Mitteleuropas. Rowohlt, Berlin 2024,ISBN 978-3-7371-0136-3.

Weblinks

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Commons: Mitteleuropa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Mitteleuropa – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wikivoyage: Mitteleuropa – Reiseführer

Einzelnachweise

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  1. Güstrow wird im Artikel des NDR als Teil Nordeuropas bezeichnet
  2. Die Festung Dömitz wird im Artikel des NDR als Festung in Nordeuropa bezeichnet
  3. unstats.un.org
  4. mitteleuropa.it
  5. Almut Bick:Steinzeit (= Theiss WissenKompakt). Theiss, Stuttgart 2006,ISBN 3-8062-1996-6.
  6. Michael Stang:Neolithische Revolution. Europas erste Bauern kamen von auswärts. In:Deutschlandfunk,Forschung aktuell, 4. September 2009, Paläogenetische Forschungsergebnisse des Instituts für Anthropologie, Mainz.
  7. Universität Mainz.
  8. Zoran Konstantinović, Fridrun Rinner:Eine Literaturgeschichte Mitteleuropas (= Comparanda, Bd. 3). Studien-Verlag, Innsbruck-Wien-Bozen 2003,ISBN 3-7065-1555-5, S. 12.
  9. Joseph Partsch:Mitteleuropa. Die Länder und Völker von den Westalpen und dem Balkan bis an den Kanal und das Kurische Haff. Perthes, Gotha 1904.
  10. Ignaz Seipel:Nation und Staat. Braumüller, Wien-Leipzig 1916.
  11. Hellmuth Vensky:Eisenbahner erfanden Europas Zeit. In:Die Zeit. 13. März 2013 (zeit.de).
  12. Friedrich Naumann:Mitteleuropa. Reimer, Berlin 1915; und Richard W. Kapp:Bethmann-Hollweg, Austria-Hungary and Mitteleuropa 1914–1915. In:Austrian History Yearbook. Bd. 19, 1983, S. 215–236,doi:10.1017/S0067237800001065; undStephan Verosta:The German Concept of Mitteleuropa, 1914–1918 and its Contemporary Critics. In:Robert A. Kann, Béla A. Király, Paula S. Fichtner (Hrsg.):The Habsburg Empire in World War I. Essays on the Intellectual, Military, Political and Economic Aspects of the Habsburg War Effort (= Studies on Society in Change, Bd. 2 =East European Monographs, Bd. 23). Columbia University Press, New York [u. a.] 1977,ISBN 0-914710-16-8, S. 203–220.
  13. Mehmet Can Dinçer:Mitteleuropa unter deutscher Führung. Zur Kontinuität in der deutschen Geschichte. In:Das Argument 310 (5/2014), S. 631–633.
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