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Ministerium für Staatssicherheit

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Staatssicherheit,Stasi undMfS sind Weiterleitungen auf diesen Artikel. Weitere Bedeutungen sind aufgeführt unterStaatssicherheit (Begriffsklärung),Stasi (Begriffsklärung) und der ListeSicherheitsministerium.
Emblem des MfS
Konferenzraum des Ministers imHaus 1 derehemaligen MfS-Zentrale inBerlin-Lichtenberg

DasMinisterium für Staatssicherheit (MfS), Kurzwort„Stasi“ (Staatssicherheitsdienst), war in derDDR zugleichGeheimdienst undGeheimpolizei und fungierte alsHerrschafts- undUnterdrückungsinstrument derSED, worauf die von seinem langjährigen Leiter, MinisterErich Mielke, geprägte Losung, „Schild und Schwert der Partei“ zu sein, hinweist.[1] Überwachung,Zensur und Verfolgung waren untrennbar in das Stasi-System eingebunden.[2] Die detaillierten Berichte (Stasi-Akten) über die geheimen „Operativen Vorgänge“ (OV) und Repressionen der DDR-Staatssicherheit, die der Aktenvernichtung entkamen, sowie dieKaderakten werden heute imBundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv aufbewahrt.

DieZentrale des Ministeriums für Staatssicherheit in Berlin-Lichtenberg[3] war von 1950 bis 1989 der Hauptsitz des DDR-Geheimdienstes. Sie war bekannt als „Dienstkomplex Normannenstraße“ (im Volksmund „die Firma“ oder „Horch und Guck“),[4] heute als „Stasi-Zentrale“ oderStasimuseum.[5] Das Gebäude steht unter Denkmalschutz.[6] Adressen sind: Ruschestraße 103 (Museum) und Normannenstraße 21a (Archiv), 10365 Berlin-Lichtenberg.

Das geheime, ummauerte „Sperrgebiet Hohenschönhausen“ stellte nach der Normannenstraße den zweitgrößten MfS-Komplex inOst-Berlin dar – vermerkt als der „weiße Fleck“ auf den DDR-Stadtplänen.[7] Es beherbergte die zentrale „Untersuchungshaftanstalt Hohenschönhausen“ (UHA) und das Zwangsarbeitslager „X“[8] sowie wichtige Abteilungen wie den Operativ-Technischen Sektor (OTS) für Abhörtechnik und die Zentrale Personendatenbank (ZPDB).[9][10] Ergänzend dazu sorgten 15 Bezirksverwaltungen sowie zahlreiche Kreisdienststellen für die flächendeckende Überwachung der gesamten DDR-Bevölkerung.

Die Stasi versuchte gezielt, das Denken und Verhalten der Menschen zu manipulieren. Die politisch orientierte„Westarbeit“, die Repressionspläne und die Zensurmaßnahmen stammten von Stasi-Führungsoffizieren (FO) und dem jeweiligen SED-Kader (Nomenklatura). Sie sahen darin einemarxistisch-leninistische unddialektische Notwendigkeit, um über den Weg des „real existierenden Sozialismus“ denKommunismus zu verwirklichen.[11][12]

Überblick

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Menschen gerieten in der DDR ins Visier der Stasi bei „Westkontakten“, Fluchtverdacht oder als eingestufte „feindlich-negative Personen“. Darüber hinaus gehörten auch abweichendes Verhalten, Lebensstile oder sogar Bekleidung dazu und galten als „Gegner der SED und andere Abweichler vom Idealbild des sozialistischen Menschen“.[13][14] Damit ignorierte die DDR-Regierung die Verpflichtung zur Achtung derMenschenrechte und Grundfreiheiten, die in der von ihr am 1. August 1975 unterzeichnetenSchlussakte von Helsinki festgeschrieben war.

Das System der Stasi war ein komplexes Netz aus Tätern, Opfern, Profiteuren und Mitläufern, dessen Akteure häufig in fließenden Rollen agierten und das heute im Kontext der Forschung zunehmend als „Mitmach-Diktatur“ verstanden wird.[15][16] Es zwang die Bevölkerung durch die ständige latente Angst vor Konsequenzen (wie beruflicher Degradierung oder Bildungs- und Karrierenachteilen der Kinder beiFlucht-Mitwisserschaft) zurSelbstzensur („Schere im Kopf“), Konformität und zu einem Leben mitDoppelmoral („Zwei-Gesichter-Mentalität“).[17] Ergänzend sicherte die SED-Führung ihre Macht durch ein soziopsychologisches System der Steuerung und Privilegierung – wer loyal war, erhielt sozialen Aufstieg sowie exklusiven Zugang zu Gütern und wurde so in eine tiefe staatliche Abhängigkeit eingebunden.[18]

Methodisch setzte das Ministerium für Staatssicherheit (MfS)Observation sowie die „Operative Psychologie“ zur systematischen Steuerung der Wirklichkeitswahrnehmung ein – dies diente der präventiven und operativen Disziplinierung der Bevölkerung, flankiert durch die politische Reglementierung des Bildungs- und Arbeitsweges zur Selektion linientreuer Kader und interne Indoktrination – „Feindbildarbeit“ – innerhalb des MfS.[19] Wer vom Idealbild des „sozialistischen Menschen“ abwich, wurde gezielt belehrt oder sogar isoliert. Durch den Aufbau vertraulicher Scheinverhältnisse zur Anbahnung voninoffiziellen Mitarbeitern (IM) und Auskunftspersonen (AKP) sowie manipulative Gesprächs- und Verhörtechniken[20] wurde das Vertrauen innerhalb der gesamten Gesellschaft systematisch missbraucht.[21]

Mittels der Strategie der „Zersetzung“ – heutzutage bekannt als „Weiße Folter“ – zielte das System auf die psychosoziale Isolierung und psychische Zermürbung der Zielpersonen (ZP) ab. Dies geschah durch Kompromittierung, das Auslösen von Paranoia, organisierte Misserfolge sowie Eingriffe in die Privatsphäre. Diese Form der Repression wurde wissenschaftlich durch Gefälligkeitsgutachten legitimiert.[22][23] Diepolitische Haft und im Ernstfall dieAusbürgerung markierten oft die endgültige Stufe dieser Isolation.[24] Da tatsächliche Oppositionelle über juristischeEuphemismen wie „Staatsfeindliche Hetze“ (§ 106 StGB-DDR) oder „Rowdytum“ (§ 215 StGB-DDR) behördlich zu „Kriminellen“ umdefiniert und stigmatisiert wurden, existierten offiziell keine politischen Gefangenen. Bei denStasiopfern (Zersetzungsopfern) halten die daraus resultierenden psychischen, körperlichen und sozialen Spätfolgen bis heute an und erweisen sich in vielen Fällen als dauerhafte gesundheitliche Belastungen.[25][26]

Paradoxerweise waren die hauptamtlichen Stasi-Mitarbeiter die am besten überwachte Personengruppe in der DDR.[27] Dieses Bewusstsein hatte tiefgreifende und dauerhafte Auswirkungen auf ihr soziales Verhalten, ihre Psyche und ihre Mentalität.[28] Viele Kinder von Stasi-Mitarbeitern standen unter permanentem Linientreue- und Geheimhaltungsdruck, der von ihren Vätern gefordert wurde, was emotionale Wunden verursachte.[29][30]

Das MfS entwickelte sich zu einem weitverzweigten, personalstarken Stasi-Netzwerk, dem im Jahr 1988 etwa 91.000 hauptamtliche Mitarbeiter und zwischen 110.000 (Ilko-Sascha Kowalczuk)[31] und 189.000 (Helmut Müller-Enbergs) Inoffizieller Mitarbeiter|inoffizielle Mitarbeiter (IM) angehörten. Die tatsächliche Überwachungsdichte war noch höher durch eine unbezifferte Zahl von sogenannten Auskunftspersonen (AKPs).[32] Während die Stasi diese Informanten ideologisch als „Kundschafter des Friedens“ heroisierte, galten sie in der Bevölkerung meist schlicht als „Spitzel“ oder „Denunzianten“.

Formal war es ein „Ministerium derbewaffneten Organe“ mit einer militärischen Struktur und einem eigenen militärisch-operativen Arm – demWachregiment „Feliks Dzierzynski“. Es schulte seine Offiziere ideologisch und praktisch an derJuristischen Hochschule (JHS). Mittels legendierterOffiziere im besonderen Einsatz (OibE) nahm es Einfluss auf Schlüsselpositionen in Sport,[33] Kultur, Wirtschaft, Verwaltung, Politik, Wissenschaft unddiplomatischen Dienst und überwachte mithilfe von inoffiziellen Mitarbeitern die Bevölkerung.[34][35] Müller-Enbergs zufolge waren politische Ideale das Hauptmotiv für Stasi-IM-Arbeit, während Geld und Erpressung eine untergeordnete Rolle spielten.[36]

Mit derHauptverwaltung A (HV A), die als Auslandsgeheimdienst fungierte, unterhielt das MfS zudem eine verdeckte Front gegen den Westen. Dies geschah durch ein dichtes Netz aus Quellen imNichtsozialistischen Wirtschaftsgebiet (NSW) sowie umfassende Spionage wieWirtschafts-, Militär- und politische Spionage, geheime Unterstützung von rechts- und linksextremistischen Gruppen im Ausland, gezielte Desinformation, Einflussnahme über dieLiga für Völkerfreundschaft undGenerale für den Frieden als auch die Nutzung von Sexspionage.[37][38] Durch die illegale Beschaffung technologischer und wissenschaftlicher Erkenntnisse und Güter versuchte die DDR, ihre militärische Stärke und die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und westliche Technologie-Embargos (COCOM-Embargo) zu umgehen.[39]

Außerhalb des MfS gab es einen weiteren Nachrichtendienst in der DDR, dieMilitärische Aufklärung der Nationalen Volksarmee (MIL-ND) mit Sitz inBerlin-Köpenick. Diese wurde – ebenso wie dieGrenztruppen der DDR und die Nationale Volksarmee (NVA) – durch die Hauptabteilung I (MfS-Militärabwehr oderVerwaltung 2000) des MfS kontrolliert.

Im Verlauf der„Wende und friedlichen Revolution“ (November 1989 bis März 1990) nutzteHans Modrow dieSündenbock-Strategie, indem er das MfS isolierte – als Einzelschuldige. Ziel war es, für die Öffentlichkeit die systematische Verstrickung der SED-Kader in das Unrechtssystem zu verschleiern, um die politische Überlebensfähigkeit der reformierten Partei (SED) und den angestrebten Fortbestand der DDR im Sinne eines reformiertenSozialismus zu sichern.[40]

Das Forschungsprojekt desBundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) unter der Leitung vonMichael Wala, das am 10. Oktober 2023 erschien und auf bislang unveröffentlichten BfV-Akten basiert, entlarvt den „Stasi-Mythos“ der DDR-Auslandsspionage (HV A), indem es aufzeigt, dass viele MfS-Agenten aus finanziellen oder karrierebezogenen Motiven handelten und nicht aus politischer Überzeugung. Das BfV drehte zwischen 1959 und 1990 rund 2.000 HV A-Agenten alsDoppelagenten um, die ihr Wissen gegen Bezahlung verkauften, und über 150 ehemalige MfS-Mitarbeiter verrieten ihr Wissen bereits vor 1989 an westliche Dienste, was ihre angebliche Loyalität widerlegt.[41]

Kowalczuk undMichael Beleites sind sich einig, dass die bisherige Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit die Debatte zu stark auf die Stasi und das einfache „Täter-Opfer-Schema“ konzentrierte, statt das gesamte diktatorische „System“ zu analysieren und die Rolle der Bevölkerung sowie der SED-Nomenklatura als Auftraggeber zu beleuchten.[42][43]

Geschichte

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Vorläufer

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Nachdem mit demKontrollratsgesetz Nr. 31 zunächst alle deutschen Polizeidienststellen und -agenturen aufgelöst worden waren, die mit der Überwachung und Kontrolle politischer Betätigung beauftragt waren, beschloss das Politbüro derKPdSU im Dezember 1948 die Schaffung einer eigenen deutschen Geheimpolizei.[44]

Das Ministerium für Staatssicherheit baute bei seiner Gründung am 8. Februar 1950 auf zwei Vorgängerorganisationen sowjetischer Prägung auf. DasInnenministerium der UdSSR (vor 1946 NKWD, ein „Volkskommissariat“, ab 1946 in MWD als Ministerium umbenannt) und das damalige sowjetische „Ministerium für Staatssicherheit“KGB (1941–1946 NKGB, 1946–1954 MGB, ab 1954 KGB) installierten unterLawrenti Beria eine Reihe von selbstständigen, umfangreichen nachrichtendienstlich undpolizeilich aktiven Apparaten in dersowjetischen Besatzungszone (SBZ), nach sowjetischen Vorbildern.[45] Ihr Leiter war zunächst der sowjetischeGeneraloberstIwan A. Serow, ab 1946 Nikolai K. Kowaltschuk.[46]

DieKommunistische Partei Deutschlands hatte bald nach der Ankunft der Moskauer KPD-Kader eine „Parteipolitische Abteilung“ und einen „Grenzapparat/Verkehr“ aufgebaut, die einemNachrichtendienst gleichkamen. Im August 1946 gründete die aus derZwangsvereinigung von SPD und KPD hervorgegangeneSED die „Deutsche Verwaltung des Inneren“ (DVdI), die zunächst vonErich Reschke, ab 1948 durch den ehemaligen Agenten der sowjetischen MilitärspionageKurt Fischer geleitet wurde. Die DVdI hatte ein „K5 Referat“ für die sogenannte „Kriminalpolizei 5“, kurz K5. K5-Abteilungen waren vor Ort für „Straftatenklasse V“ („Straftaten anderer Art“) zuständig. Auf Länderebene führten die K5-Abteilungen geheimdienstliche Operationen und Aufgaben durch, sie waren Teil derpolitischen Polizei. Sie waren unter anderem dazu eingerichtet worden, die von derBesatzungsmacht geforderte rascheEntnazifizierung voranzutreiben, indem sie in der sowjetischen Besatzungszone ehemalige nationalsozialistischeFunktionäre erfassten und der Justiz zur schnellen Aburteilung zuführten. Von Anfang an übten Mitarbeiter des K5 auch andere Aufgaben gemäßKontrollratsgesetz Nr. 10 (K5c) aus, wie die Bearbeitung von „Attentaten aufPersonen des öffentlichen Lebens“ (K5c1), „Sabotage am Aufbau“ (K5c2), die Bekämpfung von „Verbreitung von antidemokratischen Hetzparolen und Gerüchten“ (K5c3), „Überwachung von Funk- und Fernsprechgeräten“ (K5c4) und „sonstige Verstöße gegen den demokratischen Aufbau“ (K5d1 und K5d2), und damit eine Oberaufsicht über die deutsche Polizei, die Verwaltung, die Justiz und das erwachende öffentliche Leben inGewerkschaften, Schulen und Kirchen usw. Ab 1948 vereinheitlichte dasReferat K5 der DVdI die bislangföderal organisierte Kriminalpolizei und die dazugehörende K5 auch auf der Ebene der Landeskriminalämter und Kriminalkommissariate 5 der lokalen Polizeidienststellen. Die K5 wurde nachWalter Ulbrichts Vorsprache beiJosef Stalin mit seiner Zustimmung ein selbstständigesOrgan und bei der Gründung derDDR 1949 alsHauptverwaltung zum Schutze der Volkswirtschaft bekannt. Der Personalbestand derHauptverwaltung zum Schutze der Volkswirtschaft stieg rapide von 160 Mitarbeitern 1946 auf 700 Mitarbeiter im April 1948 an.[47]

Gründung und Aufbau

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„Fotostuhl“ des MfS für Aufnahmen der erkennungsdienstlichen Fotos. Vorne links der Tisch zur Abnahme vonFingerabdrücken
Das MfS eröffnet 1951 einen „Gruppenvorgang“ gegen die der Agententätigkeit verdächtigtenKarl Laurenz undElli Barczatis. Beide wurden 1955, nachdem das MfS ermittelt hatte, zum Tode verurteilt und 2006strafrechtlich rehabilitiert.
Gefangenentransporter der Stasi (modifizierter Kofferwagen auf Basis desBarkas B 1000).

In den 1950er Jahren konnte sich die Stasi alsstalinistische Geheimpolizei etablieren und zählte im Jahr 1956 bereits rund 16.000 Mitarbeiter.[48] Die Grundlage für den Aufbau einer eigenständigenGeheimpolizei legte dasPolitbüro der Kommunistischen Partei der Sowjetunion am 28. Dezember 1948 mit dem Beschluss zur Bildung der „Hauptverwaltung zum Schutze der Volkswirtschaft“. Mit diesem Beschluss konnten sichWalter Ulbricht,Wilhelm Pieck undOtto Grotewohl gegen die Befürchtungen des sowjetischen Ministers für Staatssicherheit,Wiktor Abakumow, durchsetzen, der wegen der Wirkung dieses Beschlusses auf dieWestalliierten besorgt war.

Am 24. Januar 1950 fasste dasPolitbüro der SED den Beschluss zur Bildung des MfS. Zwei Tage später empfahl die Regierung der DDR parallel zum eigenen„Beschluss über die Abwehr von Sabotage“ ebenfalls die Bildung des MfS. Am 8. Februar 1950 bestätigte dieVolkskammer der DDR einstimmig dasGesetz über die Bildung eines Ministeriums für Staatssicherheit, das am 21. Februar 1950 in Kraft trat.[49] Eine Kontrolle des neu geschaffenen Ministeriums durch Parlament oderMinisterrat war im Gesetz nicht vorgesehen. Als Leiter wurde am 16. Februar 1950Wilhelm Zaisser ernannt.Erich Mielke war sein Stellvertreter im Rang einesStaatssekretärs. Bis Ende des Jahres beschäftigte das neu gegründete Ministerium bereits rund 2700 Mitarbeiter.

Im Zuge derVerwaltungsreform von 1952 wurden die fünf MfS-Länderverwaltungen (LV) aufgelöst und stattdessen 14 Bezirksverwaltungen (BV) eingerichtet. Die 1951 gegründeteObjektverwaltungWismut (Abteilung „W“)[50] blieb bestehen. Ferner war der Aufbau eines Netzes von zunächst 192, später 216 Objekt- und Kreisdienststellen (KD) geplant. DieDeutsche Grenzpolizei und dieTransportpolizei wurden dem Ministerium für Staatssicherheit unterstellt. DieVerwaltungsreform und die „Verschärfung desKlassenkampfes“ führten zu einer Verdopplung der Mitarbeiterzahl von 4500 (Ende 1951) auf rund 8800 (Ende 1952). Durch Beschluss des SED-Politbüros vom 23. September 1953 wurde festgelegt, dass das Ministerium für Staatssicherheit als militärisches Organ sowohl als Inlands- als auch als Auslandsnachrichtendienst arbeiten sollte.[51]

Entstehung der Auslandsaufklärung der DDR

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Der erste Auslandsnachrichtendienst der DDR war das unter dem Tarnnamen „Institut für wirtschaftswissenschaftliche Forschung“ (IWF) des Außenpolitischen Nachrichtendienstes (APN), welches im Jahr 1951 gegründet wurde.[52] Im September 1953 wurde er als Hauptabteilung XV in das damalige Staatssekretariat für Staatssicherheit eingegliedert und schließlich am 25. November 1956 zur bekanntenHauptverwaltung A (HV A) umbenannt.[53]

Aufgrund ihrer diplomatischen Isolation im Westen, verursacht durch den Alleinvertretungsanspruch (Hallstein-Doktrin, 1955-1969)[54] der Bundesrepublik, setzte die DDR ab den 1950er Jahren auf alternative Wege. Sie nutzte kryptodiplomatische Aktivitäten, wie die Gründung von Freundschaftsgesellschaften im kapitalistischen Ausland über die DachorganisationLiga für Völkerfreundschaft und die Anwerbung von ausländischen inoffiziellen Mitarbeitern (IMs), um ihren Einfluss zu vergrößern.[55]

Zurückstufung zum Staatssekretariat für Staatssicherheit (SfS)

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Eine wesentliche Rolle kam dem MfS bei der Ermittlung und Verhaftung der sogenannten „Rädelsführer“ und „westlichenProvokateure“ desVolksaufstandes am 17. Juni 1953 zu. So wurden durch MfS undVolkspolizei bis zum Abend des 22. Juni 1953 über 6000 Personen festgenommen. Dennoch hatte das MfS bei der Früherkennung und Unterdrückung der sogenannten „Zusammenrottungen“ desVolksaufstandes am 17. Juni 1953 aus Sicht des Politbüros „versagt“. Als Konsequenz wurde das Ministerium am 23. Juli 1953 zumStaatssekretariat für Staatssicherheit (SfS) zurückgestuft und demMinisterium des Innern der DDR unterWilli Stoph unterstellt. Im Zuge der kurz darauf ausgetragenen Machtkämpfe wurde im Juli 1953 auch der seit 8. Februar 1950 amtierende Minister für StaatssicherheitWilhelm Zaisser, insbesondere auf BetreibenWalter Ulbrichts, wegen „parteifeindlicher fraktioneller Tätigkeit“ seines Ministerpostens enthoben sowie aus demZentralkomitee der SED und ein Jahr später aus der SED ausgeschlossen. Leiter des SfS wurdeErnst Wollweber. Auch der stellvertretende Minister Erich Mielke musste sich einer Überprüfung seiner Amtsführung unterziehen, durfte aber stellvertretender Leiter des SfS werden. Bei der Umwandlung handelte es sich jedoch zugleich um eine Anpassung an sowjetische Strukturen, die vonLawrenti Beria zudem auch als taktische Geste an den Westen initiiert worden war.[56] In der Zeit der Existenz des SfS fanden dieSchauprozesse vom November 1954 statt; einige der 547 im August 1954 festgenommenen (Aktionen Blitz, Pfeil u. ä.) angeblichen Agenten wurdenzum Tode oder zu langen Haftstrafen verurteilt.[56]

Erneute Aufwertung zum Ministerium

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Am 24. November 1955 erhielt der Staatssicherheitsdienst wieder Ministeriumsrang.[57] Leiter blieb Ernst Wollweber, sein Stellvertreter Erich Mielke. Während der zweiten Hälfte der 1950er Jahre und auch davor wurden in zahlreichenpolitischen Säuberungen Parteimitglieder verhaftet, die während derZeit des Nationalsozialismus in westliche Länderemigriert waren; auch andere SED-Mitglieder wurden Opfer dieser Aktionen. Zu den prominentesten Opfern der stalinistischen Parteisäuberungen in der DDR gehörtenKurt Müller,Willi Kreikemeyer,Paul Merker,Max Fechner,Karl Hamann undGeorg Dertinger. Zudem entführte das MfS während dieser Zeit im Zuge diverser Verhaftungsaktionen gegen „feindliche Agenten“ etwa 600 bis 700 Personen aus dem Westen in die DDR.

In den 1950er Jahren wurde in Stasi-Gefängnissen noch physischeFolter angewandt. Ab den 1960er Jahren wurde zunehmend mit ausgeklügelten psychologischen Methoden, derOperativen Psychologie, gearbeitet.[58] DerPsychotherapeutKlaus Behnke bezeichnete diese psychologischen Methoden als „psychische Folter“, denn ihr Ziel war es, die Persönlichkeit der Betroffenen zu zerstören und sie psychisch zu brechen.[59][60][61]

Eine kurze Phase derEntstalinisierung führte im Sommer 1956 zur vorzeitigen Entlassung von 25.000 Häftlingen, darunter zahlreiche politische Gefangene. Auch die bis dahin gängige Folterpraxis stand intern zur Diskussion. Doch bereits nach demVolksaufstand in Ungarn 1956 (Oktober/November) folgte eine weitere Welle derRepression, der mitWolfgang Harich undWalter Janka auch prominente Kommunisten zum Opfer fielen. Auch Wollweber geriet in offenen Konflikt mitWalter Ulbricht. Auf dessen Anordnung wurde Wollweber 1957 durch seinen Stellvertreter Mielke ersetzt. Dieser leitete das MfS bis zum 7. November 1989, dem Tag des Rücktritts desMinisterrats der DDR zurWende.

Obwohl die direkte Beraterrolle dessowjetischen Geheimdienstes (KGB) in den MfS-Abteilungen nach 1958/59 formal reduziert wurde, behielt der KGB seinen umfassenden Einfluss durch Verbindungsoffiziere im MfS und direkte Kontaktpersonen im SED-Politbüro bis in den Herbst 1989 bei. KGB-Offizieren wurden 1978 formell die gleichen Rechte und Befugnisse wie in der Sowjetunion eingeräumt.[62]

Das MfS nach dem Mauerbau 1961

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Die innerenUnruhen inPolen undUngarn sowie die kritischen Äußerungen von Parteiintellektuellen führten zu einem neuerlichen Kurswechsel innerhalb des MfS – der Fokus lag vermehrt auf der Repression gegenüber inneren oppositionellen Kräften. Dies spiegelte sich in der „Doktrin derpolitisch-ideologischen Diversion[63] (PID) wider, die alle Formen innererOpposition auf den Einfluss des „imperialistischen Feindes“ zurückführte und zugleich die wachsende Präsenz der Staatssicherheit in allen Alltagsbereichen begründete. Begünstigt wurde dies durch denMauerbau, der ein Abwandern von Oppositionellen verhinderte. Lagen die Hauptaufgaben des MfS vor dem Mauerbau in der Bekämpfung westlicher Geheimdienste sowie der Fluchtbewegung, so sollte das MfS künftig vermehrtpräventiv potentielle Unruheherde erkennen. Als erste Bewährungsprobe für den neu ausgerichteten Apparat erwies sich derPrager Frühling.

Im Mai 1971 wurde Walter Ulbricht durchErich Honecker gestürzt. Im Zuge dessen wurde der Minister für Staatssicherheit Erich Mielke zunächst zum Kandidaten, fünf Jahre später auch zum stimmberechtigten Mitglied desPolitbüros gewählt. Entscheidende Fragen der MfS-Tätigkeit berieten beide jedoch in wöchentlichen Vier-Augen-Gesprächen. Das MfS sah sich selbst 1975 als „spezielles Organ derDiktatur des Proletariats“.[64]

Seit den frühen 1970er Jahren war die DDR verstärkt um eine internationale Anerkennung unddeutsch-deutsche Annäherung bemüht. Dies führte auch zu Änderungen in den Methoden der Staatssicherheit. Da die DDR sowohl imGrundlagenvertrag mit derBundesrepublik Deutschland[65] als auch mit dem Beitritt zurUN-Charta[66] und der Unterzeichnung derKSZE-Schlussakte[67] die Absicht zur Achtung derMenschenrechte bekundet hatte, versuchte das MfS vermehrt, oppositionelles Verhalten, ohne Anwendung desStrafrechtes zusanktionieren und stattdessen auf „weiche“ und „leise“ Formen der Repression – wie beispielsweiseZersetzungsmaßnahmen – zurückzugreifen. Hierfür war eine systematische und flächendeckende Überwachung unter Einsatz von bis zu 200.000inoffiziellen Mitarbeitern erforderlich. Durch Strafverfolgung, Auslands- und Technologiespionage, als Stimmungsbarometer,Zensurbehörde, zur Umgehung vonHandelsembargos oder zurDevisenbeschaffung durch Haftarbeit undHäftlingsfreikauf erlangte das MfS eine Schlüsselfunktion imHerrschaftssystem der DDR.

In den 1980er Jahren hatte die Stasi ein strategisches Interesse an der Zusammenarbeit mit linksextremistischen Terrorgruppen wie derRoten Armee Fraktion (RAF),[68] verdeckter finanzieller und militärischer Unterstützung (z. B. Waffenlieferungen,[69] militärische Ausbildung, MfS-Mitarbeiter) von „Befreiungsbewegungen“ (Naher Osten,Afrika,Asien,Lateinamerika mit „antiimperialistischem“ Engagement, oft über dasSolidaritätskomitee der DDR)[70] sowie an der Infiltration rechtsextremistischer Gruppierungen.[71] Das Hauptziel war es, eine verdeckte Front gegen den Westen aufzubauen, die Bundesrepublik Deutschland zu destabilisieren, Propagandavorteile für die DDR zu erzielen und nachrichtendienstliche Informationen zu sammeln.[72]

Unter der Regie von Stasi-Minister Erich Mielke und der SED-Führung sah die geheime „Direktive 1/67“ (Tag X)[73] die präventive Internierung von über 10.000 unliebsamen DDR-Bürgern (darunter Oppositionelle und Ausreisewillige) sowie Ausländern, Diplomaten und Journalisten aus „feindlichen“ Staaten in Isolierungslagern (wie dieAugustusburg und dieBurg Hohnstein) vor. Die Umsetzung dieser Pläne, deren Listen noch am 8./9. Oktober 1989 aktualisiert wurden, scheiterte nur an der friedlichen „Montagsdemonstration“ von über 70.000 Menschen inLeipzig.[74][75] Parallel dazu speicherte das MfS in der 1977 eingerichteten internationalen Geheimdienst-Datenbank „SOUD“ die Daten von über 188.000 als „Gefahr“ eingestuften Personen, auf die nur der sowjetische Geheimdienst direkten Zugriff hatte.[76]

Auflösung des MfS

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Nach Plänen der SED sollte das MfS reformiert werden. Doch die Entwicklungen überholten dies. Am 18. November 1989 setzte dieVolkskammer der DDR dieRegierung Modrow ein, wobei das MfS in Amt für Nationale Sicherheit (AfNS)[77] umbenannt wurde. Zum „Leiter“ bestimmte sieWolfgang Schwanitz, den Stellvertreter des abgesetzten Ministers Mielke. Mit der Umwandlung war eine Verkleinerung des Apparates geplant.

Ein ehemaliger Oberstleutnant der HVA berichtete dem MDR-Journalisten Andreas Wolter (Interview vom 11. Januar 2020), dass sich um den 20. November 1989 eine spontane einmalige Demonstration von 100 bis 150 jungen HVA-Offizieren im Innenhof des HVA-Gebäudes (Normannenstraße 22, Gebäude Haus 15 im Dienstkomplex des MfS, Ost-Berlin) ereignete – Über eine Wandzeitung wurde dazu aufgefordert: „Morgen Demo nach Dienstschluss um 16 Uhr!“ Diese Aktion führte zu einer deutlich größeren Protestkundgebung von schätzungsweise 1.000 Stasi-Mitarbeitern vor der MfS-Zentrale. Die Protestierenden forderten den Rücktritt der Führung sowie „mehrPerestroika“, da die notwendigen Reformen als zu schleppend empfunden wurden. Helmut Müller-Enbergs betonte, dass dieseRevolte zeigte, dass die „Friedliche Revolution“ den stabilsten Teil der Stasi erreicht hatte: „DieGeneralität hatte keine Soldaten mehr... hatte keine Mehrheit mehr.“[78]

Verwüstung der Büroräume derBerliner Stasi-Zentrale

Doch zu einer Reform des MfS kam es nicht mehr. Am 3. Dezember brach die SED-Hierarchie zusammen. In dieser Phase des Machtvakuums gingen Bürger in fast allen Bezirks- und vielen Kreisstädten gegen die Stasi vor. Am Morgen des 4. Dezember 1989, wurde die Bezirksstelle des AfNS inErfurt von Bürgern besetzt, nachdem bekannt geworden war, dass dieStasi-Akten vernichtet werden sollten.[79] Am Abend desselben Tages folgten Bezirksdienststellen inLeipzig,Suhl undRostock. Besetzungen in den anderen Bezirksstädten und zuletztam 15. Januar 1990 in der Berliner Zentrale folgten.[80] Mit der Einrichtung von Bürgerwachen undBürgerkomitees begann die erzwungene Auflösung des AfNS und die Aufarbeitung der Tätigkeit des MfS. Knapp einen Monat nach der Gründung des Amtes für Nationale Sicherheit versuchte der DDR-Ministerrat unter Hans Modrow am 14. Dezember 1989 noch einmal, die Staatssicherheit in offensichtlicher Anlehnung an die Nachrichtendienststrukturen in der Bundesrepublik Deutschland durch einenVerfassungsschutz mit nur noch rund 10.000 Mitarbeitern und einenNachrichtendienst zu ersetzen. Dazu kam es jedoch wegen der Bürgerproteste nicht. Am 15. Januar 1990 drängte derRunde Tisch auf das schnelle Ende der Staatssicherheit. Bürgerkomiteemitglieder aus der gesamten DDR erzwangen eine Sicherheitspartnerschaft, und Demonstranten strömten auf das Gelände.[81] In der Nacht bildete sich ein Bürgerkomitee, das den Auflösungsprozess überwachen sollte. Die zentrale Aktenvernichtung wurde jedoch mittels Beschluss des Runden Tisches vom 23. Februar 1990 legalisiert und unter dem Deckmantel der „Sicherheitspartnerschaft“ mit Volkspolizei und „Bürgerkomitee“ bis Ende Juni 1990 fortgesetzt, wodurch sich das Amt selbst auflösen durfte.[82][83]

Die genauen Umstände des „Sturms“ (Sturm auf die Stasi-Zentrale in der Normannenstraße 1990) sind bis heute nicht geklärt, weshalb weiterhin Zweifel an der offiziellen Version bestehen. Das MagazinFocus,Der Spiegel und der Journalist Nicholas Brautlecht berichteten bereits 2010, dass es Indizien gebe, die darauf hindeuten, dass die Aktion von der Stasi selbst inszeniert wurde, indem Demonstranten gezielt in unwichtige Trakte des Gebäudes geleitet wurden. Zusätzlich meldeten Augenzeugen, dass randalierende junge Männer mit Kurzhaarschnitt und auffälliger Ortskenntnis gesehen wurden. Darüber hinaus wird spekuliert, dass sich auch Mitarbeiter westlicher und/oder östlicher Geheimdienste unter den Demonstranten befanden, die gezielt in bestimmte Räume vordrangen.[84][85][86][87]

MfS Anfang 1990

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Am 23. Februar 1990 billigte der Runde Tisch die Selbstauflösung der Auslandsaufklärung des MfS, der sogenanntenHauptverwaltung A, kurz HV A.[88] Nach zwei Wochen Diskussion wurde am 26. Februar die Vernichtung fast aller Akten und Datenträger der HV A beschlossen.[89] Trotzdem gelangten rund 293.000 Karteikarten aus der Personenkartei der HV A unter ungeklärten Umständen im Jahr 1990 in die Hände derCIA. Sie bilden den größten Teil der „Rosenholz-Dateien“, in denen die HV A die Namen und persönlichen Daten von Personen erfasste, die für sie von Bedeutung waren. Darin sind neben IMs auch Personen aus deren Umfeld verzeichnet. Die Daten wurden später im unvollständigen Zustand kopiert und im Jahr 2003 der Bundesregierung überlassen, die sie bekanntgab.[90] Zum 31. März 1990 waren alle Mitarbeiter des MfS bis auf einige Hundert entlassen worden, die befristete Arbeitsverträge erhalten hatten, um die Institution weiterabzuwickeln. Schließlich empfahl der Ministerrat am 16. Mai 1990, einen Sonderausschuss „Auflösung des MfS“ zu bilden, aus dem eineinhalb Jahre später die Behörde desBundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR wurde.[91]

Treuhänderische Verwaltung des Vermögens des MfS

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Nach der Selbstauflösung (des MfS) und derWiedervereinigung Deutschlands unterlag das Vermögen des MfS gemäß demTreuhandgesetz der treuhänderischen Verwaltung durch dieTreuhandanstalt und dieUnabhängige Kommission zur Überprüfung des Vermögens der Parteien und Massenorganisationen der DDR (UKPV).

Auftrag

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„Kampftreffen“ imPalast der Republik in Ost-Berlin anlässlich des 35. Jahrestages der Bildung des Ministeriums für Staatssicherheit, 1985

Die Hauptaufgabe des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) und der SED bestand darin, den Staat gegen einen allgegenwärtigen vermeintlichen „Klassenfeind“ zu verteidigen. Die Stasi teilte das Feindbild[92] in zwei Bereiche:

  • Deräußere Feind: Die SED-Führung betrachtete den westlichen Imperialismus als die größte Bedrohung für ihre Existenz. Spione und Agenten aus dem Westen waren das offizielle Ziel der Stasi-Arbeit.
  • Derinnere Feind: Für die Stasi war es undenkbar, dass ein DDR-Bürger aus eigener Überzeugung Kritik am System üben könnte. Jede abweichende Meinung wurde als Sabotage im Auftrag des äußeren Feindes gewertet.

Das MfS setzteLegenden undTarnung umfassend ein, um seine Identität und Aktivitäten zu verbergen. Legenden waren erfundene Biografien, während Tarnung praktische Maßnahmen wie gefälschte Dokumente,Konspirative Wohnungen (KW) und versteckte Technik umfasste. Die HV A hatte Deckfirmen und -organisationen als Tarnung im Ausland, wie Import-Export-Unternehmen, Tourismus- und Reisebüros, Kunsthandel, Studentenaustauschprogramme, Scheinbankkonten, Briefkastenfirmen oder Forschungsinstitute, die dazu dienten, Agenten ins Ausland zu schleusen, Geld zu transferieren oder illegal Technologie zu beschaffen.

DieOperativen Vorgänge (OV), dieOperative Personenkontrolle und dasPolitisch-operative Zusammenwirken waren das Kernstück der Stasi-Arbeit. DieMfS-Richtlinie Nr. 1/76 regelte dabei die Entwicklung und Bearbeitung der Operativen Vorgänge.[93] Es handelte sich dabei um Ermittlungs- undZersetzungsmaßnahmen des MfS gegen Personen oder Gruppen, die als staatsfeindlich eingestuft wurden, mit dem Ziel, sie „unschädlich zu machen“, zu „isolieren“ – politisch zu neutralisieren.

DieOffiziere im besonderen Einsatz (OibE) waren eine kleine Elitegruppe dieser hauptamtlichen Mitarbeiter (im Inland und Ausland), die mit einer legendierten Biografie verdeckt in Schlüsselpositionen der Führungsebene (wie Ministerien, Großbetriebe wieRobotron, Hochschulen, Universitäten wie die SektionKriminalistik derHumboldt-Universität) eingeschleust wurden, um strategische Prozesse zu kontrollieren und zu beeinflussen.[94] Beispiele für Auslandseinsätze sind Rudolf Herz, der in seinem Buch seinen OibE-Einsatz inChile (1973–1975 und 1978–1983) beschreibt, wo er Opfern der militärischen Diktatur desPinochet-Regimes half und im Auftrag der DDR ihr Überleben sicherte,[95] und der FallGünter Guillaume in derBRD.

Die Stasi nutzte „Sexspionage“ gezielt zur Informationsbeschaffung und zur Erpressung, im In- wie im Ausland. Im Inland rekrutierte die Staatssicherheit Frauen aus dem Milieu, die sie intern als „HWG-Personen“ (häufig wechselnde Geschlechtspartner) bezeichnete. Diese Frauen wurden oft vor die Wahl gestellt: entweder eine Haftstrafe oder die Mitarbeit als IM.[96] Das MfS nutzte deren Kontakte, obwohlProstitution in der DDR offiziell verboten war.[97] Für die Auslandsspionage setzte die Hauptverwaltung A (HV A) speziell trainierteRomeo-Agenten und Venus-Agentinnen ein, um durch „Liebesbeziehungen“ an sensible Informationen zu gelangen.

Inland

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Während dasZK die generelle Orientierung vorgab und das MfS für die operative Absicherung gegen „Feindlich-negative Kräfte“ zuständig war, sorgten die Betriebsparteiorganisationen (BPO),[98] Abteilungsparteiorganisationen (APO)[99] und die kontrollierten Verbände (wieFreie Deutsche Jugend (FDJ),Kulturbund der DDR (KB),Verband der Journalisten der DDR(VdJ),Verband Bildender Künstler der DDR (VBK),Schriftstellerverband der DDR,Demokratischer Frauenbund Deutschlands (DFD),Freie Deutsche Gewerkschaftsbund (FDGB),Deutscher Turn- und Sportbund(DTSB)), für die flächendeckende, präventive und operative Zensur- und Kontrollsystem. Diese wurde durch die parteibezogene Führungstätigkeit und Kaderpolitik der BPOs implementiert, was zur politisch-ideologischen Durchdringung aller Lebensbereiche und zurSelbstzensur der Bürger führte, um Repressionen zu vermeiden und die Parteilinie einzuhalten.[100]

Angela Marquardt berichtet aus ihrer eigenen Erfahrung, wie das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) für einige Mitarbeiter gezielt Laufbahnperspektiven (Einsatz- und Entwicklungskonzeption, EEK) entwickelte, um diese beispielsweise in kirchliche Strukturen einzuschleusen.[101]

Das MfS war für die Kontrolle („Absicherung“) sämtlicher Bereiche zuständig:

Interne „Absicherung“ des MfS

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Die Hauptabteilung Kader und Schulung (HA KuSch) des MfS war die zentrale Stelle, die für die ideologische Schulung und die lückenlose interne Überwachung der hauptamtlichen Mitarbeiter zuständig war. Diese „Kader“ waren die am strengsten überwachte Gruppe in der DDR, und zwar durch ihre eigenen Reihen. Ihr Ziel war es, die politische Zuverlässigkeit und absolute Loyalität gegenüber der SED sicherzustellen. Hierzu wurden konkrete Vergehen und Verhaltensweisen, wie kritische Äußerungen (Zweifel am System), „unmoralische“ Lebensführung (Ehebruch, abweichendes Sexualverhalten), Anzeichen für Charakterschwäche (Alkoholmissbrauch) und Verstoß gegen die Meldepflicht bei Westkontakten, erfasst und durch das „Bespitzeln“ von Kollegen gemeldet, was in Disziplinarverfahren mündete und in Kader-Akten (KS-Akten) sowie der VSH-Kartei (Vorverdichtungs-, Such- und Hinweiskartei) dokumentiert wurde.[102]

Kontrolle der volkswirtschaftlichen Organe

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InKombinate und Betriebe war sie u. a. zuständig für:

  • Überwachung: Ein riesiges Netzwerk von Informanten und Kontrollen in Betrieben.
  • Kadersicherung: politisch loyale Personen in Schlüsselpositionen bringen und „unzuverlässige“ Mitarbeiter entfernen.
  • Kaderakte: geheim geführte detaillierte Beschreibungen über die ideologische Haltung, Stärken und Schwächen der Berufstätigen.
  • Geheimnisschutz: Überzogene Maßnahmen, die Abläufe behinderten.
  • Ressourcenbeschaffung: Konspirative Devisenbeschaffung (wie mit Import westlichen Müll), und illegaler Technologieimport (z. B. überKoKo).

Trotz der Absicht, die Wirtschaft zu stärken, führten die Eingriffe des MfS zu Ineffizienz, Störungen und schadeten der DDR-Ökonomie letztlich mehr, als sie ihr nützten.[103]

Kaderselektion und -kontrolle

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Die Stasi war tief in die Kaderselektion der DDR involviert und nutzte verschiedene Methoden, um die Eignung und Loyalität von Kandidaten, Kadern (Führungskräften) in allen gesellschaftlichen Bereichen zu überprüfen:

  • Umfassende Überprüfung des Umfelds: Es wurden detaillierte Recherchen zur politischen Haltung des Kandidaten selbst, seiner Familie und seines Freundeskreises durchgeführt, um „westliche Kontakte“, „politische Unzuverlässigkeit“ oder „staatsfeindliche Aktivitäten“ aufzudecken.
  • Befragungen und Observationen: MfS-Mitarbeiter und Inoffizielle Mitarbeiter befragten Kandidaten oder beobachteten sie, um Informationen über ihr Verhalten und ihre Einstellungen zu sammeln.
  • Aktenführung: für jeden wichtigen Kader wurde eine detaillierte und ständig aktualisierte Akte geführt. Diese Akten bildeten die Grundlage für Beförderungen, Versetzungen oder disziplinarische Maßnahmen.
  • Ideologische Schulung: Ausgewählte Kader durchliefen spezielle Schulungen, um ihre ideologische Linientreue zu festigen und sie auf ihre Aufgaben im Sinne der Partei vorzubereiten.

Ein großer Teil dieser Selektionsberichte und der damit verbundenen Akten ist in den Stasi-Unterlagen erhalten geblieben und wird heute vom Bundesarchiv - Stasi-Unterlagen-Archiv verwaltet.

Die Überwachung und Schulung interner MfS-Mitarbeiter liefen über die Hauptabteilung Kader und Schulung (HA KuSch).

Kontrolle von Westtouristen und Westkontakten

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Dazu gehörte die Überwachung des Reiseverkehrs an den Grenzen, aber auch von Transitparkplätzen, Tankstellen und Raststätten, die systematische Beobachtung ihrer Kontakte zu DDR-Bürgern und die Sammlung von Informationen über ihre Motive und Aktivitäten. Bei Verdacht auf „feindliche“ Handlungen konnten Maßnahmen von Einbestellungen bis zu Verhaftungen und Ausweisungen reichen.

In der DDR gab es eine Meldepflicht für Besucher (sowohl DDR-Bürger als auch Westtouristen), die mittels desHausbuchs umgesetzt wurde. Dadurch konnte die Stasi vollständige Kontrolle und Datenspeicherung ermöglichen, insbesondere bezüglich des Aufenthaltsorts und der Unterkunft, der Erfassung von Personalien, von Informationen über potenzielle „Systemgegner“ oder „feindliche Aktivitäten“ sowie der Überwachung und Speicherung von Westkontakten.

Kontrolle über die DDR-Bevölkerung im Urlaub

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DDR-Bürger, die im Inland oder in sozialistischen Bruderstaaten reisten und Urlaub machten, wurden vom MfS in enger Kooperation mit Polizei- und Meldestellen, Transportpolizei, Zoll, Grenzpolizei und mit ihrem „Bruderorganen“ (Geheimdiensten) anderer sozialistischer Länder überwacht. Die Methoden umfassten den Einsatz von verdeckten Offizieren im besonderen Einsatz (OibE) in Reiseunternehmen sowie von inoffiziellen Mitarbeitern unter den Reiseleitern. Diese Agenten sammelten Informationen mit dem Ziel, Fluchtversuche zu verhindern, Kontakte zum Westen zu unterbinden und die Stimmung der Bevölkerung zu erfassen, um potenzielle Systemkritik frühzeitig zu erkennen und zu bekämpfen.[104]

Zusammenarbeit mit dem KGB

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Der KGB übte seinen weitreichenden Einfluss in der DDR über Verbindungsoffiziere im MfS, eine großeZentrale in Berlin-Karlshorst (sowie kleinere in den Bezirken) und direkte Kontakte im SED-Politbüro aus. Er überwachte die Entwicklungen genauestens und spionierte sogar die DDR-Führung aus, um Abweichungen von der sowjetischen Linie frühzeitig zu erkennen. Dabei waren MfS-Mitarbeiter stets verpflichtet, dem KGB alle relevanten Informationen zu liefern.[105]

Untersuchungshaft bei Straftatbeständen

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Siehe auch:Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit

Es ist entscheidend zu verstehen, dass die Untersuchungshaft in der DDR eine Doppelfunktion erfüllte, die sie von westlichen Rechtssystemen abhob.

1. Diereguläre Untersuchungshaft: Sie diente dem Schutz der Öffentlichkeit und der Sicherstellung des Strafverfahrens bei „gewöhnlichen“ Kriminaldelikten wie Diebstahl, Körperverletzung oder Mord. Hier ähnelte sie der Praxis in anderen Staaten, indem sie der Fluchtgefahr vorbeugen oder die Beweismittel sichern sollte.

2. Diepolitisch motivierte Untersuchungshaft des MfS: Dies war das weitaus verheerendere Instrument. Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) nutzte sie gezielt zur politischen Unterdrückung.

  • Zweck: Es ging weit über Ermittlungen hinaus. Hauptziele waren die Zermürbung, Einschüchterung und das Erzwingen von Geständnissen bei Personen, die als politische Gegner angesehen wurden.
  • Grundlagen: Hierfür wurden bewusst weit gefasste Paragraphen des DDR-Strafgesetzbuches missbraucht. Begriffe wie „staatsfeindliche Hetze“, „ungesetzlicher Grenzübertritt“, „staatsfeindliche Gruppenbildung“, „Spionage“ oder „Hochverrat“ konnten jede Form von Kritik oder Abweichung vom System als Straftat deuten.
  • Ablauf: Verhaftungen durch das MfS erfolgten oft willkürlich, ohne direkten richterlichen Haftbefehl oder eine fundierte rechtliche Grundlage. Die Inhaftierten wurden in den MfS-eigenen Untersuchungshaftanstalten oft monatelang in Isolation gehalten und harten Verhörmethoden unterzogen.
  • Realität: Diese Form der Haft war ein Kernstück der politischen Justiz der DDR. Ihr primäres Ziel war es, jegliche Opposition zu zerschlagen und die absolute Kontrolle der SED zu gewährleisten. Dabei wurde das Prinzip der Rechtsstaatlichkeit massiv ausgehöhlt oder schlicht ignoriert.

Häftlinge wurden nicht nur zurZwangsarbeit für westdeutsche Firmen (wieIkea,Aldi oderSiemens) herangezogen, sondern auch für den Bau von Gebäuden des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS), darunter Dienststellen wie in Hohenschönhausen[106] und luxuriöse Wohnkolonien am Ober- undOrankesee für ranghohe Offiziere wieMarkus Wolf.[107][108] Während viele dieser ehemaligen Häftlinge bis heute unter den gesundheitlichen Folgen leiden, lehnen die meisten beteiligten Unternehmen bis heute eine Verantwortung und Entschädigung ab.[109]

Absicherung des Staatsapparates und der bewaffneten Organe

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Das MfS kontrollierte die politische Zuverlässigkeit und militärische Sicherheit der Bewaffneten Organe der DDR (Grenztruppen,NVA undVolkspolizei) sowie den Staatsapparat (andere Ministerien).

Bekämpfung „politisch-ideologischer Diversion“

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Die Stasi war bestrebt, den Einfluss westlicher Medien, Ideen und Kulturen in der DDR zu unterbinden, was Zensur und die Verfolgung von „Verbreitern“ solcher Einflüsse umfasste, die sogenanntePolitisch-ideologische Diversion mit dem ZielOpposition und Widerstand in der DDR zu unterterbinden.

Grenzsicherung

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DiePasskontrolleinheiten (PKE) waren ein operativer Bereich des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der DDR und unterstanden der Hauptabteilung VI (HA VI). Ab 1962 übernahmen die schrittweise aufgestellten Einheiten diePasskontrolle und die Fahndung an allenGrenzübergangsstellen (GÜST), womit sie den gesamten grenzüberschreitenden Verkehr überwachten. Die MfS-Mitarbeiter trugen zu Tarnungszwecken Uniformen derGrenztruppen der DDR (GT), um die direkte Beteiligung des MfS zu verschleiern.

Die PKE waren zentral an der Sicherung der Grenze beteiligt, um die „Republikflucht“ (ab 1968 als „ungesetzlicher Grenzübertritt“ bezeichnet) zu verhindern. NachTodesfällen an der Mauer oder der innerdeutschen Grenze übernahm das MfS die Ermittlungen und deren Verschleierung gegenüber der Öffentlichkeit und den Angehörigen. Hierzu „legendierte“ (fälschte) das MfS Tatortuntersuchungsberichte,Sterbeurkunden und weitere Dokumente, stilisierte getötete Grenzsoldaten zu Helden und verpflichtete Angehörige zur strikten Geheimhaltung.[110]

Kontrolle Verkehrswesen

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Die Kontrolle des Transit- und Reiseverkehrs war einer der Kernbereichen: Grenzübergänge wie derBahnhof Friedrichstraße in Berlin dienten als zentrale Überwachungsorte für Reisende aus dem Westen und DDR-Bürger. Ebenso wurden die Transitautobahnen zwischen der Bundesrepublik Deutschland undWest-Berlin intensiv überwacht, um Fluchtversuche und Verstöße gegen Transitabkommen zu erkennen. Die politische und operative Organisation dieser Aufgaben für den gesamten Reise- und Transitverkehr wurde durch den Befehl Nr. 20/72[111] von Minister Mielke geregelt. Die Sicherung der Infrastruktur umfasste zudem die Bau- und Überwachung von Streckenelektrifizierungsarbeiten, wie es der Befehl „Fahrstrom“ von 1982 für den Raum Berlin zeigte, um Sabotage zu verhindern und die Kontrolle auszuüben. Weitere Maßnahmen umfassten:

  • Einsatz von Videokameras: In Städten wieOst-Berlin (z. B.Alexanderplatz) und Leipzig wurden Kameras unter dem Vorwand der „Verkehrsbeobachtung“ installiert. Tatsächlich dienten diese dem „Operativen Fernsehen“ der Stasi, um Demonstranten, Oppositionelle und andere „staatsfeindliche“ Personen zu identifizieren. Die DDR rühmte sich eines frühen flächendeckenden Systems, oft mit westlicher Technik;
  • Einsatz von „Gammakanonen“ mit radioaktiven137Cs: um Fahrzeuge zu durchleuchten und Flüchtlinge aus der DDR aufzuspüren;[112]
  • Beteiligung vonDeutsche Volkspolizei (DVP) und die untergeordneteTransportpolizei (Trapo) spielten eine entscheidende Rolle. Sie arbeiteten eng mit der Stasi zusammen, um „Reisekader“ und Westbesucher zu überprüfen und Informationen über deren Kontakte weiterzugeben.
  • Fahrzeugkontrollen: dienten auch der Suche nach Fluchtmitteln, und es kam zu politisch motivierten Strafen bei geringfügigen Verkehrsdelikten oder der Nutzung oppositioneller Symbole.

Berufslinienverkehr

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Das MfS betrieb zur Beförderung seiner Mitarbeiter von ihren Wohnungen zu den Dienstobjekten und zurück einen eigenen Berufslinienverkehr. Dieser umfasste (mit Stand 1986) 50 Omnibusse, die auf 50 Linien mit über 1500 km Gesamtlänge täglich 150 Fahrten absolvierten. Die Auslastung lag zwischen 80 und 100 Prozent, was etwa 10.000 täglichen Fahrgästen entspricht. Eingesetzt wurden überwiegend Fahrzeuge des HerstellersIkarus der TypenIkarus 256 undIkarus 280. In der Windschutzscheibe befand sich ein postkartengroßen Pappschild „Berechtigungsschein KOM-Linie G“. MfS-Mitarbeiter wiesen sich mit ihrem Klappausweis aus. Jede Abteilung betrieb eigene Linien, auch wenn diese zu gleichen Dienstobjekten fuhren (HA Personenschutz: 8;Wachregiment: 8; Spezialbauabteilung: 7; HV A: 6; weitere: HA KaSch, VI, XI, XXII, VRD, OTS). Ziele waren neben der MfS-Zentrale in der Normannenstraße die Dienstobjekte inKallinchen,Berlin-Adlershof,Erkner,Teupitz,Prenden,Bernau bei Berlin,Gosen,Bad Belzig,Zeesen,Wernsdorf,Biesenthal sowie dieWaldsiedlung Wandlitz. Angefahren wurden auch fünf StandortePassierschein-Büros inWest-Berlin, wo MfS-Mitarbeiter tätig waren (Reformationsplatz inSpandau, Waterlooufer inKreuzberg, Jebensstraße inCharlottenburg,Schloßstraße inSteglitz und Schulstraße Ecke Maxstraße imWedding).[113]

Häftlingsfreikauf und Spionenaustausch

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Unter der Regie der Stasi wurden in den Jahren 1964 bis 1989 bei denHäftlingsfreikaufs-Transaktionen, gegen eine Pro-Kopf-Zahlung zwischen 40.000DM und 95.000 DM, insgesamt 33.000 politische Gefangene (wie Regimekritiker und Fluchthelfer) aus der DDR nach Westdeutschland abgeschoben. Dieses System wurde auf BRD-Seite vom Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen (unter anderem unterRainer Barzel) betreut.[114] Zusätzlich zahlte die BRD für die Ausreise von rund 250.000 Bürgern zurFamilienzusammenführung.

Die finanzielle Abwicklung für die DDR erfolgte über das KoKo-System (Kommerzielle Koordinierung) unter der Leitung vonAlexander Schalck-Golodkowski. Das MfS (Stasi) nutzte dies, um Systemgegner loszuwerden und der DDR dringend benötigteDevisen (harte Währung) zu verschaffen.

Der DDR AnwaltWolfgang Vogel vermittelte auch dieSpionage-Austausche (Agenten derwestlichen Mächte gegen DDR- oder KGB-Agenten), die meist auf derGlienicker Brücke stattfanden. Bei diesen Austauschen war dieCentral Intelligence Agency (CIA) derUSA häufig direkt beteiligt, da sie inhaftierte US-Agenten oder US-Bürger durch Vogel aus der DDR und anderenOstblockstaaten freikaufte und im Gegenzug gefasste Ostblock-Spione übergab.[115]

Weitere operative Aufgaben

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Weiterhin umfasste seine Tätigkeit die Zusammenarbeit zwischen Sicherheitsorganen und Volkspolizei, den Personenschutz von Partei- und Staatsfunktionären, die Überwachung sogenannter „bevorrechteter Personen“ (Diplomaten,akkreditierte Presse und Geschäftsleute) und Sicherung von Gebäuden und taktisch wichtigen Objekten.

Ausland

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Im Ausland umfassten die Aufgaben des MfS die Durchführung geheimdiensttypischerverdeckter Operationen (MfS-Begriff:Aktive Maßnahmen) und vonSpionage durch die Hauptverwaltung A (HV A). Ebenfalls beinhalteten sie Aufklärungsarbeit inWestdeutschland undWest-Berlin mit dem Ziel, aus allen wichtigen Institutionen derWestalliierten sowie derBonner Regierung, der Industrie und Forschung Informationen zu gewinnen.

Der Auslandsnachrichtendienst übernahm weiterhin die aktiveSpionageabwehr und die Abwehr von Anschlägen privater und staatlicher Organisationen sowie die aktive Beeinflussung des öffentlichen Lebens im Westen durch Eindringen von MfS-Informanten in alle wichtigen Bereiche (beispielsweise durch aktiveDesinformation).

Die DDR nutzte z. B. inSkandinavien und denNiederlanden sogenannteFreundschaftsgesellschaften als Propagandainstrumente, um trotz ihrer diplomatischen Isolierung Einfluss zu nehmen. Westliche Geheimdienste wie der schwedische SÄPO, der dänische PET, der norwegische POT und der niederländische BVD betrachteten diese Organisationen als Brutstätten für Spionage, wie auchIM Anwerbung, und Subversion. Diese Einschätzung wurde nach demKalten Krieg durch Einblicke in die Stasi-Akten bestätigt. Um die Gruppen zu überwachen, setzten die Geheimdienste verdeckte Agenten ein und nutzten technische Überwachung.[116]

Christian Halbrock weist darauf hin, dass das MfS auch Länder beim Aufbau einer eigenen Geheimpolizei unterstützte, die zur Unterdrückung innenpolitischer Gegner beitrug. Dazu gehörten dieDemokratische Republik Jemen,Laos,Kambodscha sowieNicaragua,Mosambik,Somalia undAngola – alles Staaten, die politisch dem sozialistischen Lager und derSowjetunion nahestanden.[117]

Auftrag und Kernaufgaben

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Die zentrale Mission der HV A war die Auslandsaufklärung (Spionage), die ein breites Spektrum an Aktivitäten umfasste:

  • Politische Spionage: Erfassung von Informationen über den Staatsapparat, politische Parteien und Organisationen in der Bundesrepublik Deutschland.
  • Militärspionage: Beschaffung militärischer Informationen, insbesondere im Kontext des Kalten Krieges, zur Früherkennung von Kriegsvorbereitungen westlicher Mächte.
  • Wirtschafts- und Technologiespionage: Sammeln von Daten aus westlicher Industrie und Forschung, um den technologischen Rückstand der DDR zu verringern und die eigene Wirtschaft zu stärken.
  • Gegenspionage: Durchführung von Operationen gegen westliche Nachrichtendienste mit dem Ziel, deren Strukturen zu infiltrieren.
  • Sabotagevorbereitung: Planung und Vorbereitung von Sabotageakten.
  • Aktive Maßnahmen: Gezielte Beeinflussung der öffentlichen Meinung im Westen durch Desinformation, z. B. mittels platzierter Artikel in westlichen Zeitungen und manipulativer „Leserbriefe“. Dabei wurden mitunter auch Aktivisten der Friedensbewegung instrumentalisiert.

Zusammenarbeit mit dem KGB

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Die Hauptverwaltung A (HV A), der Auslandsgeheimdienst des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit (MfS), agierte als „verlängerter Arm“ des sowjetischen Geheimdienstes KGB,[118] insbesondere in Westeuropa. Diese extrem enge Zusammenarbeit äußerte sich in mehreren Bereichen:

  • Umfassender Informationsaustausch: Die HV A lieferte dem KGB und anderen „Bruderdiensten“ des Ostblocks einen Großteil der aus der Bundesrepublik Deutschland gesammelten Informationen. Als wichtigesNATO-Mitglied war die Bundesrepublik Deutschland für den KGB von herausragender Bedeutung.
  • Koordiniertes Vorgehen: Die operative Zusammenarbeit ging weit über den bloßen Informationsfluss hinaus. Beispielsweise wurden Mordanschläge des MfS, und somit auch der HV A, „in enger Abstimmung mit dem sowjetischen Geheimdienst KGB geplant“, was die tiefe Kooperation und Abstimmung auf höchster Ebene unterstreicht.
  • KGB und HV A überwachten geflüchtete DDR-Bürger in der Bundesrepublik Deutschland intensiv, um sie als „Verräter“ im Auge zu behalten.

Auslandsmissionen der NVA

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Im Rahmen vonAuslandsmissionen derNVA, beispielsweise inMosambik, wurden aufgrund der möglichen Fluchtgefahr „zivile Einsätze“ für Bauprojekte und Infrastruktur mit Kräften (unter anderen des Wachregiments „Feliks Dzierzynski“) durchgeführt, die dabei nicht in Uniform auftraten.[119]

Mordanschläge

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Es sind diverse Mordanschläge des MfS auf im Westen lebende Regimegegner belegt. Nach dem Mauerbau 1961 bildete die Stasi „Kämpfer“ aus, die auf einem geheimen Truppenübungsplatz dasLiquidieren von Menschen übten.[120]

So versuchten MfS-Agenten mehrfach, den in der Bundesrepublik lebenden FluchthelferWolfgang Welsch zu ermorden. Beim Mord an dem im Westen lebenden DDR-DissidentenBernd Moldenhauer deuten Indizien darauf hin, dass das MfS den Täter beauftragt hatte. Siegfried Schulze, der im Jahr 1972 aus der DDR geflüchtet war, und spektakuläre Aktionen gegen die Berliner Mauer unternahm, wurde 1975 zum Ziel eines Mordanschlags.[121][122]

Vermutet wurde eine Beteiligung des MfS am Unfalltod des FußballspielersLutz Eigendorf. Demnach sei Eigendorf zunächst Alkohol injiziert und er anschließend während der Fahrt geblendet worden. Auch gab ein mehrfach vorbestrafter, ehemaliger IM an, vom MfS einen Mordauftrag für Eigendorf erhalten, ihn aber nicht ausgeführt zu haben. Die Staatsanwaltschaft sieht jedoch keine objektiven Hinweise auf ein Fremdverschulden am Tod Eigendorfs.[123][124]

Auf den FluchthelferKay Mierendorff aus Steglitz wurde 1982 einBriefbombenanschlag verübt, den er schwerverletzt überlebte, seine Frau starb an den Spätfolgen. „Mierendorffs rechte Hand wurde halb zerfetzt, beide Trommelfelle waren zerstört (Hörverlust), das rechte Auge trat aus der Höhle, das Gesicht war mit Wunden übersät, Bauchdecke und Leber aufgerissen, der Darm verletzt und tiefe Einrisse in Oberarm und Brust.“ Er hatte mehrere Anschläge der Stasi vereitelt, aber ihm wurde danach „Deutschland zu heiß“ und er siedelte nach Florida über.[125][126][127]

Mordanschläge aufRainer Hildebrandt und den Friedrichshainer PfarrerRainer Eppelmann waren geplant.[128] Der geflüchtete GrenzsoldatRudi Thurow sollte 1963 mit einem 1000 Gramm schweren Hammer erschlagen werden.[120] Der ÜberläuferWerner Stiller sollte in die DDR entführt oder ermordet werden.[129][130]

Der Schriftsteller,Bürgerrechtler und Vertreter derOpposition in der DDRJürgen Fuchs und dessen Umgebung wurden mit zahlreichen „Stasi-Zersetzungsmaßnahmen“ terrorisiert, weil er offen über die Stasi und denHäftlingsfreikauf berichtete. Es folgten Mordanschläge. 1986 explodierte eine Bombe vor Fuchs’ Haus und seine Autobremsen wurden sabotiert.[131]

Mordanschläge wurden in enger Abstimmung mit dem sowjetischen GeheimdienstKGB geplant, die Mordszenarien wurden von Erich Mielke persönlich genehmigt. Zu den Opfern gehörten Überläufer aus den eigenen Reihen, vor allem aus dem SED-Apparat, derVolkspolizei und derNationalen Volksarmee sowie Bundesbürger, die sich inantikommunistischen Organisationen engagierten.[132]

Terroranschläge

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Das Ministerium für Staatssicherheit unterhielt unter dem Codenamen „Separat“ mindestens seit 1980 enge Kontakte zu der Terrorgruppe desvenezolanischen TerroristenCarlos. Es ist erwiesen, dass der Staatssicherheitsdienst der DDR über dielinksextremistische TerrorgruppeRevolutionäre Zellen an internationalemTerrorismus beteiligt war:

Am 25. August 1983 wurde auf das KulturzentrumMaison de France am BerlinerKurfürstendamm ein Bombenanschlag verübt. Dabei wurde ein Mensch getötet und 23 schwer verletzt. Durch die 24 Kilogramm Sprengstoff wurden die beiden obersten Stockwerke des Hauses zerstört, in denen sich das französischeGeneralkonsulat befand, dem der Anschlag galt. Im September 1990 fiel demBundeskriminalamt imZentralen Kriminalamt inOst-Berlin eine Akte in die Hände, mit denen die Terrorverstrickungen desMinisteriums für Staatssicherheit enthüllt wurden: Die Stasi hatte es dem deutschenTerroristenJohannes Weinrich, dem Chef der TerrorgruppeRevolutionäre Zellen ermöglicht, den Terroranschlag von Ost-Berlin aus vorzubereiten: Der mitsyrischem Pass reisende Weinrich brachte den Sprengstoff 1982 nach Ost-Berlin, wo die Stasi ihn vorübergehendkonfiszierte. Als Stasimitarbeiter im Januar 1983 bei einer Durchsuchung von Weinrichs Hotelzimmer Einblick in dessen Pläne zu dem geplanten Sprengstoffanschlag in West-Berlin erhielten, mit dem die TerroristinMagdalena Kopp aus französischer Haft freigepresst werden sollte, erhielt er seine 24 kg Sprengstoff zurück. Deswegen wurde Weinrich, der zudem Mitglied der OrganisationInternationalistischer Revolutionäre („Carlos-Gruppe“) war und als „rechte Hand“ des Top-TerroristenCarlos galt, in den 1990er Jahren zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Der verantwortliche ehemalige Stasi-OberstleutnantHelmut Voigt, seinerzeit Leiter der Abteilung XXII (der Terrorabwehr des MfS), wurde 1994 wegen Beihilfe zum Mord zu vier Jahren Haft verurteilt.[133]

Nach Recherchen desForschungsverbundes SED-Staat war das MfS aktiv an demBombenanschlag auf die Diskothek La Belle inBerlin-Schöneberg in der Nacht vom 4. auf den 5. April 1986 beteiligt.[134] Aus den aufgearbeiteten Stasi-Unterlagen geht hervor, dass einInoffizieller Mitarbeiter der Stasi an den Vorbereitungen des Nagelbomben-Anschlags auf die überwiegend von Soldaten der US-Streitkräfte besuchte Berliner Diskothek La Belle am 5. April beteiligt war, bei dem drei Menschen ums Leben kamen und Hunderte Verletzungen erlitten. Der Stasi-Spitzel Yasser C., einpalästinensischer Student derTechnischen Universität Berlin mit Decknamen Alba, hatte demnach drei mögliche Anschlagsziele, darunter das La Belle ausgekundschaftet, einCallgirl mit Verbindungen zur Stasi, Verena Chanaa, hatte die Bombe am Anschlagsort platziert.[135] Sie wurde wegen dreifachen Mordes sowie versuchten Mordes zu 14 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.

Unterstützung von Rechtsextremisten

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GemäßBundesanwaltschaft verhalf die Stasi bundesdeutschenRechtsextremisten zur Flucht in denUntergrund, in die DDR. So wurde demNeonaziOdfried Hepp (der mit einer rechtsterroristischen Gruppe 1982 mehrere Terroranschläge und Banküberfälle in der Bundesrepublik Deutschland verübt hatte) geholfen, in die DDR abzutauchen. Auch dem deutschen Rechtsextremisten und WaffenhändlerUdo Albrecht verhalf die Stasi zur Flucht aus der Bundesrepublik.[114] Beide wurden Mitarbeiter der DDR-Staatssicherheit.

Unterstützung von Linksextremisten

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Siehe auch:Aufnahme von RAF-Aussteigern in der DDR

Das MfS unterhielt Kontakte zu derbaskischen TerrororganisationEuskadi Ta Askatasuna (ETA) und zurIRA.[136]

Darüber hinaus bildeten Mitarbeiter derHauptabteilung XXII in den 1980er Jahren wiederholt RAF-Terroristen im Umgang mit Waffen und Sprengmitteln aus. Im Zusammenhang mit dem Attentat aufFrederick J. Kroesen erhieltenChristian Klar,Adelheid Schulz undHelmut Pohl von Stasi-Leuten Waffen-Unterricht[137] und übten das Schießen mit einerRPG-7-Panzerfaust.[138] Dieseparamilitärische Ausbildung sowie die von der Stasi bereit gestellten Waffen, Devisen und falschen Papiere erleichterten es RAF-Terroristen, Anfang der 1980er Jahre wieder Anschläge zu verüben. Am 31. August 1981 ließen sie eine Autobombe imHauptquartier derUnited States Air Forces in Europe in Ramstein (Ramstein Air Base) explodieren;[139] siebzehn Menschen erlitten Verletzungen. Am 15. September 1981 feuerte Klar eine Panzerfaust-Granate auf das Fahrzeug des Oberbefehlshabers der amerikanischen Streitkräfte in Europa, General Frederick J. Kroesen. Die Granate traf den Kofferraum des gepanzerten Fahrzeugs; Kroesen wurde verletzt. Einige der MfS-Offiziere wurden nach der Wende nach Auswertung der Stasi-Akten angeklagt. Im Prozess behaupteten die Beschuldigten, die Schießübungen haben nach dem Anschlag auf Kroesen stattgefunden, um den Ablauf zu rekonstruieren. Den Stasi-Offizieren konnte das Gegenteil nicht nachgewiesen werden und sie wurden freigesprochen.[138]

Acht Terroristen derRote Armee Fraktion und zwei Personen aus deren Umfeld fanden in der DDR Unterschlupf, Schutz vor westlicher Strafverfolgung und erhielten einelegendierte Identität. Sie wurden rund um die Uhr überwacht und getrennt voneinander angesiedelt (keiner kannte Wohnort und neue Identität der anderen). Ein Planungspapier der Stasi von 1982 deutet nach Einschätzung vonWolfgang Kraushaar auf die Absicht der DDR hin, Terroristen der RAF gezielt für Tötungen, Geiselnahmen und Sprengstoffanschläge in der Bundesrepublik zu benutzen. Erich Mielke erwog, die in die DDR geflüchteten Terroristen der RAF in einem innerdeutschen Konflikt als Kämpfer „hinter den feindlichen Linien einzusetzen“.[140]

Menschenentführungen

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Die Entführungspraxis der Stasi erreichte ihren Höhepunkt in den 1950er Jahren. Es wurden gezielt auch inoffizielle Mitarbeiter aus der Bundesrepublik Deutschland eingesetzt, um politische Gegner, DDR-Flüchtlinge und mutmaßliche Spione in die DDR zu verschleppen. Die Motive waren Informationsgewinnung, Bestrafung und Abschreckung. Nach dem Bau der Berliner Mauer 1961 nahm die Zahl der Entführungen ab, da die DDR international anerkannt werden wollte und spektakuläre Aktionen vermied. Bis Mitte der 1960er Jahre schätzungsweise waren 400 Menschen entführt, von denen 24 zum Tode verurteilt und hingerichtet wurden (darunter die Eltern vonJürgen Ciezki), während die meisten der Übrigen nach einer Haftstrafe von bis zu 15 Jahren wieder freikamen.[141]

Organisation

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Der Apparat bestand ausschließlich aus hauptamtlichen Mitarbeitern. AuchGünter Schabowski gab eine Durchsetzung der DDR-Bevölkerung mit einem hauptamtlichen Stasi-Mitarbeiter pro 180 Einwohner an, während es in der CSSR 800 bis 900 und in Polen 1500 Einwohner pro Geheimdienstmitarbeiter waren.[142] Etwa 90 % aller Stasi-Mitarbeiter waren Mitglieder der SED.

Auswahl und Anwerbung hauptamtlicher und inoffizieller Mitarbeiter

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Selbstständige Bewerbungen von Bürgern wurden ignoriert. Das MfS wählte seine hauptamtlichen Mitarbeiter grundsätzlich individuell selbst aus und sprach dieKandidaten gezielt an. Im Vorfeld wurde jeder Anwärter einer strengen Überprüfung unterzogen und sämtliche Verwandten ersten Grades gründlichst durchleuchtet, womit eine feindlicheInfiltration unterbunden werden sollte. Wichtigstes Auswahlkriterium für hauptamtliche Mitarbeiter war die politische Zuverlässigkeit. Man bevorzugte gehorsame „sozialistische Persönlichkeiten“ mit „klarem Klassenstandpunkt“, also das, worauf die gesamte politische Erziehung im DDR-Schulsystem hinarbeitete.

Stasi-Anwärter wurden mit materiellen Privilegien geködert, darunter größeren, von der übrigen Bevölkerung abgesonderten Wohnungen, Autokäufen ohne lange Wartezeit, dem Zugang zu Westwaren in eigenen Stasi-Geschäften, eigenen Ferienheimen sowie einem legendierten Stasi-Krankenhaus. Kinder von Stasi-Mitarbeitern wurden bevorzugt eingestellt, wobei die Stasi auch Angehörige aus Polizei, Staatsdienst und Militär bewusst als hauptamtliche Mitarbeiter anwarb, für die politische Linientreue und eine SED-Mitgliedschaft Pflicht waren.[143]

Beim erzwungenen oder freiwilligen Eintritt in das Dienstverhältnis musste jeder Mitarbeiter einenEid auf die Fahne der DDR und die Dienstflagge des MfS leisten, denFahneneid. Darüber hinaus musste eine mehrseitige Verpflichtungserklärung unterschrieben werden, in der im Falle von Pflichtverletzungen schwerste Strafen – bis zurTodesstrafe – angedroht wurden. Man blieb für gewöhnlich bis zum Renteneintritt Stasi-Mitarbeiter. Allerdings lag das Renteneintrittsalter von hauptamtlichen Mitarbeitern meist weit unter dem offiziellen Renteneintrittsalter in der DDR.

Für die Anwerbung („Werbung“) und spätere Führung eines inoffiziellen Mitarbeiters (IM) zeichnete ein „IM-führender Mitarbeiter“ oder einFührungsoffizier verantwortlich. Sobald das MfS aus einem bestimmten Bereich zusätzliche Informationen benötigte, wurden alle in diesem Bereich tätigen Personen konspirativ verlesen und zu den geeigneten „IM-Vorlaufakten“ angelegt. Daraufhin wurden potentielle IM-Kandidaten konspirativ überprüft. Das beinhaltete die Sichtung der Schulkaderakte, die Befragungen des Lehrkörpers und anderer in der Erziehung tätiger Personen, die Überprüfung der gesellschaftlichen Aktivitäten (FDJ undGST), die vollständige Bespitzelung des gesamten Umgangs des Aspiranten, bis hin zur Befragung der Nachbarschaft durch einenAbschnittsbevollmächtigten derVolkspolizei. Dann bahnte der zukünftige Führungsoffizier ein oder mehrere „Kontaktgespräche“ an. Wurde ein Kandidat als IM verpflichtet, durfte er sich einen der Geheimhaltung dienenden Decknamen aussuchen, mit dem er seine zukünftigen Spitzelberichte zu unterschreiben hatte. Wer Anwerbeversuche abwimmelte oder seine Spitzeltätigkeit beendete, hatte mit beruflichen und gesellschaftlichen Nachteilen zu rechnen.

Mitunter versuchte die Stasi, die Anwerbung mit kompromittierenden Erkenntnissen zu erzwingen, indem sie persönliche Schwächen und belastendes Material gezielt ausnutzte, um Individuen an sich zu binden und zur IM-Mitarbeit (Inoffizielle Mitarbeiter) zu verpflichten. Ziel war es, psychologischen Druck aufzubauen und ein Abhängigkeitsverhältnis zu schaffen, das eine Weigerung zur Mitarbeit extrem erschwerte. Dies geschah durch:

  • Erpressung: Mit gesammelten Informationen über „Republikflucht“, moralische Verfehlungen, Wirtschaftsdelikte oder politische „Unzuverlässigkeit“ wurden Betroffene mit beruflichen Nachteilen, Reiseverboten, öffentlicher Bloßstellung oder Inhaftierung bedroht.
  • Ausnutzung persönlicher Schwächen: wie Geltungsbedürfnis, finanzielle Not oder Gier, Angst, Isolation, Schuldgefühle, Kriminalität, „unmoralische“ Lebensweise.

Nach den Einstellungsrichtlinien des MfS war die Einstellung von früherenWehrmachtsoffizieren,NSDAP- undSS-Mitgliedern sowie Mitgliedern desPolizei- und Geheimdienstapparates desNS-Staates nicht gestattet.[144]

Hauptamtliche Mitarbeiter

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MfS-Personalstatistik hauptamtliche Mitarbeiter 1949–1989

Die hauptamtlichen Mitarbeiter sahen sich selbst alsElite, die in der Tradition der sowjetrussischen GeheimpolizeiTscheka die DDR unerbittlich und mit Hass gegen deren Feinde verteidigen sollte.[145]Kernaufgaben[146] der hauptamtlichen Stasi-Mitarbeiter:

  • Umfassende Überwachung: Sie sammelten Informationen über die Bevölkerung durch Post-, Telefon- und Gesprächsüberwachung sowie durch die Infiltration potenziell kritischer Gruppen.
  • Führung von Inoffiziellen Mitarbeitern (IM): Ein Großteil der Überwachung lief über ein dichtes Netz von IMs. Hauptamtliche Mitarbeiter waren für deren Anwerbung, Schulung, Führung und Auswertung ihrer Berichte zuständig.
  • Spionageabwehr und Ermittlungen: Sie spürten westliche Agenten auf, führten Ermittlungen bei politischen Vergehen durch und leiteten oft lange, erzwungene Verhöre.
  • Bekämpfung von Oppositionellen: Sie verfolgten aktiv Personen oder Gruppen, die als Bedrohung für das Regime galten, und waren an der Verhinderung von Ausreisen beteiligt.
  • Schutz von Staatsgeheimnissen und Nomenklatura: Sie schützten sensible Informationen und überwachten sowie sicherten die obersten Parteikader.

Der hauptamtliche Apparat der Stasi hatte im Laufe der Jahrzehnte einen gewaltigen Personalbestand aufgebaut. Verfügte der MfS-VorgängerHauptverwaltung zum Schutze der Volkswirtschaft 1949 über 1150 feste Mitarbeiter, so stieg diese Zahl bis zum 31. Oktober 1989 auf 91.015 hauptamtliche MfS-Mitarbeiter (darunter 13.073 Zeitsoldaten) an.[147] Während seiner Existenz beschäftigte das MfS rund 250.000 Personen hauptamtlich, darunter rund 100.000 Zeitsoldaten (unter anderem des Wachregiments Feliks Dzierzynski).[148] Fast 85 Prozent der hauptamtlichen MfS-Mitarbeiter waren Männer. Frauen arbeiteten zumeist als Schreibkräfte, in der Kantine, in der Postfahndung der Abteilung M oder als Schwestern im medizinischen Bereich. Nur wenige Führungspositionen waren im MfS mit Frauen besetzt, nur in Ausnahmefällen waren Frauen als operative Mitarbeiter tätig.[149]

Inoffizielle Mitarbeiter

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IM-Entwicklung des MfS 1950–1989
Hauptartikel:Inoffizieller Mitarbeiter

Hinzu kam ein Netz aus sogenannten inoffiziellen Mitarbeitern (IM). Anders als im Fall der hauptamtlichen Mitarbeiter stieg die Gesamtzahl der inoffiziellen Mitarbeiter nicht kontinuierlich an, sondern stieg im Kontext innergesellschaftlicher Krisen (17. Juni, Mauerbau, deutsch-deutsche Entspannungspolitik) sprunghaft an. In den Jahren 1975 bis 1977 erreichte das IM-Netz mit über 200.000 Mitarbeitern seine größte Ausdehnung.[150] Das Einführen einer veränderten IM-Richtlinie mit dem Ziel der weiterenProfessionalisierung führte Ende der 1970er Jahre zu einer leicht sinkenden Anzahl von zuletzt 173.081 inoffiziellen Mitarbeitern (Stand: 31. Dezember 1988, ohne HV A).[151] Ilko-Sascha Kowalczuk kommt in seinem BuchStasi konkret zu der Auffassung, dass diese Zahl zu hoch gegriffen ist und zuletzt nur 109.000 IM aktiv waren.[152] Die unterschiedlichen Zahlen ergeben sich aus verschiedenen Auffassungen darüber, welche Personengruppen als inoffizielle Mitarbeiter zu werten sind und welche nicht.[153] Im Laufe seiner Existenz führte das MfS rund 624.000 Menschen als inoffizielle Mitarbeiter.[150]

Der überwiegende Teil der inoffiziellen Mitarbeiter, einschließlich Jugendlichen und Minderjähriger IM,[154] waren im Inland tätig. Agenten, die imnichtsozialistischen Wirtschaftsgebiet (NSW) im Einsatz waren, wurden im offiziellen SprachgebrauchKundschafter des Friedens genannt. Über den Umfang des IM-Netzes im Ausland liegen nur Einzeldaten vor. So wird geschätzt, dass das MfS (einschließlich der HV A) zuletzt rund 3000 inoffizielle Mitarbeiter im „Operationsgebiet“ Bundesrepublik sowie 300 bis 400 IMs im westlichen Ausland beschäftigte.[150] Laut Ilko-Sascha Kowalczuk waren es jedoch nur etwa 2000 Mitarbeiter im Bundesgebiet.[152] Insgesamt wird die Zahl der Bundesbürger, die im Laufe seines Bestehens im Dienst des MfS standen, auf rund 12.000 geschätzt.[150] Quantitativ machten sie so unter den IM des MfS nur einen Anteil von nicht einmal zwei Prozent aus.[150]

IM-Kategorien und Einsatzbereiche sowohl für das Inland (DDR) als auch für das Ausland:

  • IMA (Besondere Aufgaben): „Offensiver“ Einsatz im Westen, wie Medienbeeinflussung
  • IMB (Feindverbindung/Bearbeitung): Wichtige IM mit Direktkontakt zu „Feinden“, arbeiteten an Operativen Vorgängen
  • IME (Besonderer Einsatz): Spezialisten mit spezifischen Kenntnissen für besondere Aufgaben, oft in Schlüsselpositionen
  • IMK (Konspiration/Verbindungswesen): Logistische Unterstützung (konspirative Wohnungen, Deckadressen)
  • IMS (Politisch-operative Durchdringung/Sicherung): Größte IM-Gruppe, überwachte Verhalten in allen gesellschaftlichen Bereichen zur inneren „Sicherheit“
  • GMS (Gesellschaftliche Mitarbeiter für Sicherheit): Leitende Positionen Parteifunktionäre, Führungsgremien (Massenorganisationen), aus Wirtschaft und Verwaltung, unterstützten das MfS innerhalb der DDR-Gesellschaft, aber waren keine „echten“ IM
  • FIM (Führungs-IM): Leiteten andere IM oder GMS
  • IM-Kandidat/IM-Vorlauf (VL-IM/V-IM): Personen in der Anbahnungsphase zur Anwerbung
  • HIM (Hauptamtlicher Inoffizieller Mitarbeiter): Vollzeit für MfS tätig unter Scheinarbeitsverhältnis, für langfristige/wichtige Einsätze
  • (ZI) Zelleninformatoren: verdeckte Spitzel, in der Regel Mithäftlinge, die innerhalb von Gefängniszellen in Untersuchungshaftanstalten eingesetzt wurden um Mithäftlinge auszuspionieren, abzuhören und zu manipulieren um die Aussagebereitschaft der Beschuldigten zu beeinflussen, Geständnisse zu erzwingen.[155] Vielen wurden durch Druck und Erpressung gezwungen mit zu machen oder aus Eigennutz in der Hoffnung auf konkrete Vorteile (Sonderessen, Kaffee, Geldzahlungen und Hafterleichterungen).[156]

Ein Eintrag als IM ist zunächst nur alsIndiz für eine Geheimdiensttätigkeit zu werten: Es kann nicht immer sicher ausgeschlossen werden, dass reine Kontaktaufnahmen des MfS durch einen Aktenbeleg als IM dokumentiert sind. Allein aus Vermerken und sonstigen Eintragungen auf Karteikarten lässt sich nicht immer zweifelsfrei feststellen, wie eng die Beziehung einer Person zum MfS war; sie liefern nur Indizien. Die Geschehnisse können oft nur anhand der vernetzten Akten umfassend nachvollzogen werden. Beweisbar werden inoffizielle Tätigkeiten, wenn eindeutige Zuordnungen im System des MfS verankert wurden. So bieten die erhalten gebliebenen F-16- und F-22-Karteien im Zusammenhang mit Aktenfunden und persönlichen (nicht zwingend notwendigen) Verpflichtungserklärungen die im Stasiunterlagengesetz geforderte Belegsicherheit. Umfassende Unterlagen wie die „Zusammenfassenden Auskünfte“, die auf Mikrofilmen zum Teil in speziellen Unterwasser-Container archiviert wurden[157], sind für manche IM noch erhalten, für andere vernichtet. Allerdings finden sich Querverweise in anderen Berichten, die ein Bild über die Tätigkeit eines IM geben können. Die Verpflichtungserklärung zur Zusammenarbeit mit dem MfS ist häufig nicht mehr aufzufinden, da eine erhebliche Anzahl an Akten vor dem Zusammenbruch des Ministeriums vernichtet wurde. Der BStU ging 2011 davon aus, dass noch Tausende ehemalige Westspione unentdeckt sind.[158]

Auskunftspersonen (AKP)

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Hauptamtliche Mitarbeiter des MfS arbeiteten mit zahlreichen Auskunftspersonen (AKP), die sie mit falschen Legenden (wie Vertreter des Rates der Stadt, des Wehrbereichskommandos, der Polizei oder als Gasableser) Befragungen durchführten, um Auskünfte über ihre Zielperson zu erhalten. Der wesentlichste Unterschied zwischen IMs und AKP bestand darin, dass IMs in der Regel wussten, dass sie sich mit der Stasi einließen, während die Auskunftspersonen nicht wussten, dass sie Informationen an das MfS gaben. Auch systemnahe Personen waren oft AKP: Funktionäre von Parteien und Massenorganisationen, Hausmeister, HGL-Vorsitzende (Hausgemeinschaftsleitungs-Vorsitzende), Mitglieder der ABI (Arbeiter- und Bauerninspektion), WBA (Wohnbereichsausschuss), WPO (Wohngebietsparteisekretäre der SED), Ordnungs- und Sicherheitsaktive, AWG-Vorstände (Arbeiterwohnungsgenossenschafts-Vorstände), Hausbuchführer und Freiwillige Helfer der Volkspolizei. Deren Namen und benutzte Legenden wurden in AKP-Karteien festgehalten.[159]

Auslandsagenten

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Hauptartikel:Hauptverwaltung A

In den 40 Jahren von 1949 bis 1989 waren in der Bundesrepublik Deutschland etwa 12.000 West-Spione tätig.[158] Zum Zeitpunkt des Zusammenbruches der DDR gab es in der Bundesrepublik Deutschland noch rund 2000 aktive MfS-Spione, auchKundschafter des Friedens genannt, wie die veröffentlichte Auswertung der sogenanntenRosenholz-Dateien im März 2004 ergab.[160] Die Hauptverwaltung A (HV A) führte ihre operativen Vorgänge mit verschiedenen Kaderkategorien. Diese wurden ausnahmslos als hauptamtliche Mitarbeiter vom Apparat geführt und bezahlt. Ihr Ziel war stets die Erkenntnisgewinnung im Operationsgebiet und die stringente Konspiration. Kader der HV A waren:

  • Hauptamtliche Mitarbeiter - „IMB im Haus“: Offiziere, deren Dienst in der Zentrale erfolgte. Ihre Zugehörigkeit zum Apparat war dienstlich bekannt. Sie bildeten die Führungskader, die die operativen Vorgänge planten, die Agenten führten und die Erkenntnisse sichteten. Sie stellten die Führungsgruppe für alle Außenoperationen.
  • Offiziere im Besonderen Einsatz (OibE) - „Kader auf besonderer Linie“: Sie wurden durch den Apparat auf Linie gebracht und in scheinbar zivilen Funktionen im Operationsgebiet oder im Kapitalistischen Ausland eingesetzt. Oft dienten sie mit getarnter Identität – beispielsweise als Attachés oder Handelsräte an DDR-Auslandsvertretungen. Ihr diplomatischer Status und ihre offiziellen Kontakte wurden zur Beschaffung von Informationen und zur Schaffung operativer Voraussetzungen genutzt.
  • Hauptamtliche Inoffizielle Mitarbeiter (HIM) - „Agenten vom Fach“: Elitekader, ebenfalls hauptamtlich bezahlte Mitarbeiter, jedoch mit der tiefsten Konspiration. Sie wurden legendenfest gemacht und eingeschleust in das Operationsgebiet (Bundesrepublik Deutschland,West-Berlin und andere westliche Länder). Dort lebten sie ein bürgerliches Leben ohne jegliche offizielle Anbindung an die DDR. Ihr Auftrag war es, Zugang zu sensiblen Bereichen zu finden, wie in Ministerien, Diensten, der Wirtschaft oder der Rüstung, und womöglich direkt auf deren Arbeitsplatz operative Zugänge zu schaffen.

Die Anzahl der IM, welche für die Hauptverwaltung A in der DDR selbst tätig waren, wurde dabei mit 20.000 beziffert. Das MfS unterstützte in der Bundesrepublik Deutschland ihm nützlich erscheinende politische Kräfte. In West-Berlin versuchte das MfS Anfang der 1960er Jahre, die entstehendeaußerparlamentarische Opposition (APO) durch eine Parteigründung unter Einschluss derSEW zu kontrollieren – was jedoch scheiterte.[161] Unter dem Decknamen „Gruppe Ralf Forster“ bildete das MfS in der DDR ausgewählte Kader derDKP im Nahkampf und Sprengstoffeinsatz aus. Die Unterlagen des MfS zur „Gruppe Ralf Forster“ wurdengeschreddert und im Jahr 2004 wieder in der Birthler-Behörde rekonstruiert. Die Agenten der MfS-Abteilung für Spezialkampfführung sollten eine militärische Besetzung des „Operationsgebietes“ durchDiversion, Spionage undSabotage vorbereiten, sie waren in der Bundesrepublik und anderen westlichen Staaten aktiv, beispielsweise in der Schweiz mit dem Agentenpaar Müller-Hübner.[162]

Struktur

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Leitung

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#BildName
(Lebensdaten)
AmtsantrittAmtsaustrittAnmerkungen
1Wilhelm Zaisser
(1893–1958)
16. Februar 195023. Juli 1953Amtsenthebung infolge desVolksaufstandes am 17. Juni 1953
2Ernst Wollweber
(1898–1967)
23. Juli 195331. Oktober 1957in Folge der Rückstufung der Behörde inStaatssekretariat für Staatssicherheit (SfS) zunächst alsStaatssekretär für Staatssicherheitund Stellvertreter des Ministers des Innern (bis November 1955)

Amtsenthebung als Teil der „Gruppe Schirdewan-Wollweber“

3Erich Mielke
(1907–2000)
1. November 19577. November 1989war zuvor Stellvertreter des Ministers/Staatssekretärs (seit 1950)
4Wolfgang Schwanitz
(1930–2022)
18. November 198911. Januar 1990
(beurlaubt seit 14. Dezember 1989)
war zuvor Stellvertreter des Ministers (seit 1986)
Leiter mit Ministerrang in Folge der Umbenennung der Behörde inAmt für Nationale Sicherheit (AfNS)

Dienstgrade Hauptamtliche Mitarbeiter

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Dienstgrade Hauptamtliche Mitarbeiter des MfS[163]
Dienstgradgruppebis 1952ab 1952Kategorie
Generale-Armeegeneral
-GeneraloberstKategorie:Generaloberst des Ministeriums für Staatssicherheit
GeneralinspekteurGeneralleutnantKategorie:Generalleutnant des Ministeriums für Staatssicherheit
ChefinspekteurGeneralmajorKategorie:Generalmajor des Ministeriums für Staatssicherheit
OffiziereInspekteurOberstKategorie:Oberst des Ministeriums für Staatssicherheit
KommandeurOberstleutnantKategorie:Oberstleutnant des Ministeriums für Staatssicherheit
OberratMajorKategorie:Major des Ministeriums für Staatssicherheit
RatHauptmann
OberkommissarOberleutnant
KommissarLeutnant
UnterkommissarUnterleutnant
UnteroffiziereMeisterOberfeldwebel
HauptwachtmeisterFeldwebel
OberwachtmeisterUnteroffizier
SoldatenWachtmeisterGefreiter
UnterwachtmeisterSoldat
Anwärter-

Zentrale

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Zentrale des MfS in Berlin-Lichtenberg: Rechts Blick auf das Gebäude der Leitung des Ministeriums (Haus 1), dahinter rechts in Weiß das Gebäude der Spionageabwehr (Haus 2)
Hauptartikel:Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit

Die Zentrale des Ministeriums inBerlin-Lichtenberg gliederte sich in den „Dienstkomplex Normannenstraße“ sowie das davon etwa 500 m nördlich gelegene „Teilobjekt Gotlindestraße“. Der „Dienstkomplex Normannenstraße“ nahm einen ganzen Häuserblock zwischen Frankfurter Allee, Magdalenenstraße, Normannenstraße und Ruschestraße ein. Er bestand aus 29 Häusern und 11 Höfen. Die Hauptzufahrt erfolgte über die Ruschestraße. Hinzu kam ein später errichteter ergänzender Gebäudekomplex in der Gotlindestraße. Im Hauptgebäude („Haus 1“) mit Zugang von der Ruschestraße hatten der Minister für Staatssicherheit Erich Mielke und sein Sekretariat die Büros. In diesem Gebäudekomplex befanden sich einige Hauptabteilungen. Ein vom MfS 1984 eröffneter Archivzweckbau („Haus 8“) ist der Berliner Standort derStasi-Unterlagen. Zur Zentrale des Ministeriums gehörte außerdem ein Gebäudekomplex in Berlin-Schöneweide, wo sich einige Spezialabteilungen befanden.

  • Haus 1 (Sitz des Ministers, jetzt Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstraße), 2005
    Haus 1 (Sitz des Ministers, jetztForschungs- und Gedenkstätte Normannenstraße), 2005
  • Haus 1, Sitzgruppe im Büro von Erich Mielke
    Haus 1, Sitzgruppe im Büro von Erich Mielke
  • Haus 1, Büro des Leiters des Sekretariats
    Haus 1, Büro des Leiters des Sekretariats
  • Haus 1, Telefonanlage im Büro von Erich Mielke
    Haus 1, Telefonanlage im Büro von Erich Mielke
  • Haus 1, Arbeitszimmer von Erich Mielke
    Haus 1, Arbeitszimmer von Erich Mielke
  • Haus 1, Schreibtisch im Arbeitszimmer von Erich Mielke
    Haus 1, Schreibtisch im Arbeitszimmer von Erich Mielke
  • Haus 1, Privaträume von Erich Mielke
    Haus 1, Privaträume von Erich Mielke
  • Haus 15, Zentrale der Hauptverwaltung A
    Haus 15, Zentrale der Hauptverwaltung A
  • Gedenktafel in der Normannenstraße
    Gedenktafel in der Normannenstraße
  • Wachhaus, einst in Haus 17, der Hauptzufahrt Ruschestraße
    Wachhaus, einst in Haus 17, der Hauptzufahrt Ruschestraße
  • Schlagbaum, einst in Haus 17, der Hauptzufahrt Ruschestraße
    Schlagbaum, einst in Haus 17, der Hauptzufahrt Ruschestraße
  • Tor auf der Normannenstraße
    Tor auf der Normannenstraße

Kontrolle durch die SED

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In der Praxis gingen alle Entscheidungen das MfS betreffend vomPolitbüro der SED aus, dessen Mitglied Erich Mielke war.

Innerhalb der Organisation des MfS waren die Leiter der Bezirksverwaltungen gleichzeitig Mitglieder der SED-Bezirksleitungen. Das MfS war formal demMinisterrat der DDR unterstellt, die Handlungsanweisungen an das Ministerium stammten hingegen von der Führung der SED und auf Bezirksebene von den 1. Sekretären, die zuständig für Sicherheitsfragen waren.

Territorialprinzip

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Siehe auch:Bezirksverwaltung für Staatssicherheit Halle
Siehe auch:Liste der Einrichtungen der Staatssicherheit der DDR
MfS-BezirksverwaltungLeipzigRunde Ecke“ Dittrichring
Amtsschild der MfS-Bezirksverwaltung Leipzig
Zelle im zentralen Untersuchungsgefängnis („U-Boot“) des MfS inBerlin-Hohenschönhausen, heute Gedenkstätte. Das Untersuchungsorgan des MfS, die Hauptabteilung IX, benutzte das 1946 vom sowjetischenNKWD eingerichtete Gefängnis von 1951 bis 1960.[164]
MfS-Bezirksverwaltung Halle, am Rande vonHalle-Neustadt

Die territoriale Weisungsstruktur des MfS entsprach der Verwaltungsgliederung der DDR inBezirke, Kreise und kreisfreie Städte. Parallel hierzu waren derMfS-Zentrale in Berlin-Lichtenberg (ab Juli 1952)Bezirksverwaltungen des MfS in jederBezirksstadt nachgeordnet (bis zur Verwaltungsreform 1952 existierten MfS-Verwaltungen von ähnlicher Struktur in den einzelnen Ländern). Diese waren für die unterstellten Dienststellen in ihrem Territorium sowie für ausgewählte Objekte, Einrichtungen und Personen zuständig.Operative Vorgänge undPersonenkontrollen wurden in der territorial zuständigen Bezirksverwaltung (BV) bearbeitet. In jeder Kreisstadt beziehungsweise kreisfreien Stadt existierten zudemKreisdienststellen (KD), die von der übergeordneten Bezirksverwaltung kontrolliert und angeleitet wurden. Die Kreisdienststellen übernahmen die Verantwortung für das Territorium ihres jeweiligen Sitzes. Durch dieses Territorialprinzip war sichergestellt, dass jedem Ort innerhalb der DDR eine MfS-Diensteinheit zugeordnet war.

EinigeObjektdienststellen (OD) waren außerhalb der territorialen Gliederung zur Überwachung von volkswirtschaftlich besonders bedeutsamen Betrieben und Einrichtungen gegründet worden. So bestand bis 1982 eine, analog der SED-Gebietsparteileitung, den BV gleichgestellte eigene Objektverwaltung „W“ für dieSDAG Wismut, die sich ihrerseits in mehrere ODs gliederte. Die ersten ODs wurden 1957 für die Chemiewerke in Buna und Leuna gegründet, die letzte Gründung einer OD erfolgte 1981 für dasKernkraftwerk Nord.Im Herbst 1989 existierten noch insgesamt sieben ODs, die zur Überwachung und „Sicherung“ folgender Großbetriebe, Forschungs- und Hochschuleinrichtungen tätig waren:

Sie unterstanden im Range von KDs den jeweiligen BVs.

Linienprinzip

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Intern waren das MfS und dessen nachgeordneten Bezirksverwaltungen in mehrere Struktureinheiten mit fachlich inhaltlichen Zuständigkeiten unterteilt (beispielsweiseLinie II: Spionageabwehr; Linie IX: Untersuchung; Linie XX: Staatsapparat, Massenorganisationen, Kirchen, Kultur und Untergrundtätigkeit). Jede dieser „Linien“ besaß eine Hauptabteilung mit Sitz in derMfS-Zentrale in Berlin sowie entsprechende Abteilungen bzw. Arbeitsgruppen in den Bezirksverwaltungen. Die Hauptgruppen waren meist mitrömischen Ziffern durchnummeriert. Auf Kreisebene wurde dieses Linienprinzip nicht mehr vollständig abgebildet. Stattdessen existierten je nach regionaler Bedeutung des Aufgabenbereiches innerhalb der Kreisdienststellen Fachreferate bzw. einzelne, für den Aufgabenbereich verantwortliche Offiziere.[165]

  • Minister für Staatssicherheit
    • Abteilung 26 –Telefonüberwachung undAbhörmaßnahmen, konspiratives Eindringen in Objekte
    • Abteilung Bewaffnung und Chemische Dienste (BCD)
    • Abteilung Finanzen
    • Abteilung Nachrichten – Sicherstellung desNachrichtenwesens
    • Abteilung X – Internationale Verbindungen
    • Abteilung XI – ZCO,Zentrales Chiffrierorgan der DDR
    • Abteilung XIV – Zentrale Gefängnisverwaltung, Sicherung derUntersuchungshaftanstalten inBerlin-Hohenschönhausen und am Sitz des Ministers inBerlin-Lichtenberg, Beaufsichtigung der Untersuchungshaftanstalten der 15 Bezirksverwaltungen des MfS
    • Abteilung XXIII – Terrorbekämpfung und Spezialaufgaben, ab 1989 Integration in die HA XXII, zuvorAGM/S, gegliedert in Kampf-, Sicherungs- und Flugsicherungsbegleit-Kommando, sowie ein spezialisiertes Kommando mit Tauchern und Fallschirmspringern[166]
    • Arbeitsgruppe Bereich Kommerzielle Koordinierung (AG BKK), zuständig für dieKommerzielle Koordinierung vonAlexander Schalck-Golodkowski.[167]
    • Arbeitsgruppe des Ministers (AGM) – Mobilmachung, Schutzbauten
    • Arbeitsgruppe E beim Stellvertreter des Ministers, Generaloberst Mittig (AG E) – Außensicherung militärischer Schwerpunktobjekte, Entwicklung technischer Abwehrmittel gegen gegnerische automatische Aufklärungssysteme
    • Arbeitsgruppe XVII – Büro für Besuchs- und Reiseangelegenheiten (BfBR) in Berlin (West)
    • Büro der Leitung (BdL) – Innere Objektsicherung des MfS, Kurierdienst.
    • Büro der Zentralen Leitung derSportvereinigung Dynamo
    • Hauptabteilung I (HA I) – Überwachung und Absicherung derNVA, desmilitärischen Nachrichtendienstes und derGrenztruppen der DDR (NVA-interne Bezeichnung der HA I:Verwaltung 2000 oderBüro 2000) In diesem Bereich gab es die höchste Durchdringung mit IM (Verhältnis eins zu fünf).
    • Hauptabteilung II (HA II)Spionageabwehr
    • Hauptabteilung III (HA III) – Spionageabwehr im BereichFernmelde- und Elektronische Aufklärung (Funkabwehr), grenzüberschreitendeTelefonüberwachung
    • Hauptabteilung VI (HA VI) –Passkontrolle, Tourismus (z. B.Interhotels), Sicherung des Transit- und Reiseverkehrs (Autobahnraststätten, Transitparkplätze etc.)
    • Hauptabteilung VII (HA VII) – „Abwehr“ im Ministerium des Innern (MdI) und der Deutschen Volkspolizei (DVP)
    • Hauptabteilung VIII (HA VIII) – Beobachtung, Ermittlung. Sicherung desTransitstraßenverkehrs, Observation vonMilitärverbindungsmissionen (MVM). Die HA VIII war eine Querschnittsabteilung und wurde regelmäßig von anderen HAs angefordert, mit Ausnahme der HA II und der HVA, die über eigene entsprechende Struktureinheiten verfügten.
    • Hauptabteilung IX (HA IX) – Zentrale Ermittlungsabteilung, zuständig fürErmittlungsverfahren in allen Fällen mit politischer Bedeutung. Die HA hatte in den Gerichtsverhandlungen direkten Einfluss auf Verlauf und Urteilsfindung. Minister Mielke unterstrich die Bedeutung der HA IX durch seine Mitgliedschaft in deren SED-Grundorganisation.
    • Hauptabteilung XV – Ehemaliger Name derHauptverwaltung A vor der Ausgliederung, später als HVA-Dependance unter der BezeichnungAbteilung XV in den Bezirksverwaltungen.
    • Hauptabteilung XVIII (HA XVIII) – Absicherung der Volkswirtschaft, Sicherung der Einrichtungen der Rüstungsforschung und Rüstungsproduktion, Kontrolle der Industrie-, Landwirtschafts-, Finanz- und Handelsministerien sowie derZollverwaltung der DDR, Aufklärung und Bestätigung vonNomenklaturkadern, Auslands- und Reisekadern, Militärbauwesen, HO-Spezialhandel mit derGSSD sowie derAußenhandelsbetriebe der DDR
    • Hauptabteilung XIX (HA XIX) – Verkehr (Interflug,Deutsche Reichsbahn und Binnen- und Seeschifffahrt), Post- und Fernmeldewesen, Aufklärung und Bestätigung vonKadern
    • Hauptabteilung XX (HA XX) – Staatsapparat, Kultur, Kirche, Untergrund. Sicherstellung militärischer Fernmeldetechnik und derGesellschaft für Sport und Technik (GST)
    • Hauptabteilung XXII (HA XXII) – „Terrorabwehr“
    • Hauptabteilung Personenschutz (HA PS)
    • Hauptabteilung Kader und Schulung (HA KaSch)
    • Operativ-Technischer Sektor (OTS)
    • Verwaltung Rückwärtige Dienste (VRD)
    • Zentrale Arbeitsgruppe Geheimnisschutz (ZAGG)
    • Zentrale Auswertungs- und Informationsgruppe (ZAIG)
      • Abteilung XII – Zentrale Auskunft/Speicher. Archiveinheit, verantwortlich für zentrale Nachweisführung und Auskünfte über erfasste Personen und registrierte Akten
      • Abteilung XIII – Zentrale Rechenstation
      • Abteilung M – Postkontrolle
      • Abteilung PZF (1962–1983), Kontrolle von Päckchen, Paket- undStreifbandsendungen sowie westliche Druckerzeugnisse, ab 1983 fusioniert mit der Abteilung M
      • Rechtsstelle
    • Zentrale Koordinierungsgruppe (ZKG) – Bekämpfung von Flucht und Übersiedlung
    • Zentraler Operativstab (ZOS)
  • Hauptverwaltung AAuslandsspionage (HV A); Die 27 Organisationseinheiten der HV A im Jahr 1989 verteilten sich auf 21 Abteilungen (A I bis A XXI), fünf Arbeitsgruppen (AG S, AG XV/BV, AG 1/SWT, AG 3/SWT, AG 5/SWT) und den Stab der HV A. Die für die Technologiespionage zuständigen Einheiten, der sogenannte Sektor Wissenschaft und Technik (AG 1/SWT, AG 3/SWT, AG 5/SWT), waren abteilungsübergreifende Einheiten.

Trotz des bei Nachrichtendiensten üblichen Abschottungsprinzips standen die jeweiligen Aufgabenbereiche zum Teil eng miteinander in Verbindung. Obwohl die fachliche Anleitung und Koordinierungsmaßnahmen durch die entsprechenden zentralen Diensteinheiten durchgeführt wurden, blieben die einzelnen Abteilungen gemäß dem Territorialprinzip weisungsmäßig dem Leiter der zugehörigen Bezirksverwaltung oder einem seiner Stellvertreter unterstellt.[165]

Gefängnisse

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Hauptartikel:Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit

Die zentrale Stasi-Untersuchungshaftanstalt befand sich inBerlin-Hohenschönhausen. In insgesamt 17 Untersuchungshaftanstalten wurden unter anderem „verfestigt feindlich-negative Personen“ besonders streng bewacht, um öffentlichkeitswirksame Aktionen zu verhindern.

Ausrüstung

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Das von der Abteilung Nachrichten betriebene Nachrichtenfunktionsgebäude (Haus 43) in derZentrale des MfS
Geruchskonserve des Ministeriums für Staatssicherheit. Sammlung Deutsches Spionagemuseum Berlin

Kristie Macrakis untersuchte die technische Ausrüstung der Stasi vor dem Hintergrund ihrer These, „dass der Kalte Krieg vor allem auch eine wachsende Abhängigkeit der Geheimdienste von Technologie zur Folge hatte“.[169] Dabei behandelt sie etwa Transport-Container für Ausrüstung, Kameras,unsichtbare Tinte und Radioelektronik,Abhörtechnik, chemische und radioaktive Markierung von Regimegegnern und das Verfahren derGeruchsdifferenzierung, für das Geruchsarchive über Dissidenten aufgebaut wurden, um den Kreis verdächtiger Personen einengen zu können.[170] Von verdächtigen Bürgern wurden Geruchskonserven angelegt, um mit speziell trainierten Hunden z. B. die Herausgeber von systemkritischen Flugblättern ausfindig machen zu können.[171] Auch Computer wie derBSP-12 wurden ab den späten 1980er Jahren verwendet.

Im Jahr 1968 besorgte das MfS einen Großrechner des französischen HerstellersGeneral Electric Bull. 1969 wurden drei Großrechner vom TypSiemens S4004 zur Auslands- und Westspionage angeschafft, die offiziell für dasMinisterium für Wissenschaft und Technik zum Preis von 23 Millionen D-Mark gekauft wurden. AlsSoftware kam die ebenfalls vonSiemens entwickelte großspeicherorientierte, listenorganisierte EingabemethodeGOLEM zum Einsatz. 1973 begann der Aufbau desSystems der Informationsrecherche derHV A,Sira.[172][173]

Matthias Judt erwähnt, dassKoKo das Ministerium für Staatssicherheit illegal mit westlicher Spionagetechnik versorgte und dafür westliche Embargobestimmungen bewusst umgangen hat.[174]

Dieoperativen Grenzschleusen (OGS)[175] waren geheime Übergänge der DDR an der innerdeutschen Grenze und der Berliner Mauer, die zur verdeckten Überwindung der Grenzanlagen dienten. Sie wurden als Materialschleusen (Dokumentenaustausch) und Personenschleusen (Agenten und Entführungen) genutzt.[176] Bis in die frühen 1960er Jahre nutzten DDR-Behörden Grenzschleusen auch bei Entführungen vermeintlicher Staatsfeinde aus dem Westen in den Osten.[177] Die Zahl der geheimen Übergänge an der innerdeutschen Grenze wird auf etwa 60 geschätzt.[178]

  • Gerät zum konspirativen Aufzeichnen von Gesprächen mit einem Füller-Mikrofon, das an das Tonbandgerät Memocord k72 angeschlossen ist. Der vom MfS selbst konstruierte Schalter (rot) steuerte das Memocord.
    Gerät zum konspirativen Aufzeichnen von Gesprächen mit einem Füller-Mikrofon, das an dasTonbandgerätMemocord k72 angeschlossen ist. Der vom MfS selbst konstruierte Schalter (rot) steuerte das Memocord.
  • Vom MfS hergestellte Wanzen mit magnetischen Mikrofonen, teilweise mit Sender oder Verstärker.
    Vom MfS hergestellte Wanzen mit magnetischen Mikrofonen, teilweise mit Sender oder Verstärker.
  • Schachtel mit magnetischen Mikrofonen Sennheiser MM 26 für den Bau von Wanzen.
    Schachtel mit magnetischen MikrofonenSennheiser MM 26 für den Bau von Wanzen.
  • Rechts Stempel und Poststempel der Abteilung M des MfS. Links Mappe mit gefälschten Poststempeln.
    Rechts Stempel und Poststempel der Abteilung M des MfS. Links Mappe mit gefälschten Poststempeln.
  • Heißluftgebläse zum Öffnen von Briefen der Abteilung M – Postkontrolle.
    Heißluftgebläse zum Öffnen von Briefen der Abteilung M – Postkontrolle.
  • Automatische Schließmaschine für Briefe der Abteilung M – Postkontrolle. Die Briefumschläge wurden per Unterdruck zum Verkleben transportiert. Der mittels Wärmebehälter flüssig gehaltene Leim aufgebracht und die Klebestellen zusammengedrückt.
    Automatische Schließmaschine für Briefe der Abteilung M – Postkontrolle. Die Briefumschläge wurden per Unterdruck zum Verkleben transportiert. Der mittels Wärmebehälter flüssig gehaltene Leim aufgebracht und die Klebestellen zusammengedrückt.
  • Fototisch der Abteilung M – Postkontrolle. Briefe wurden abgelichtet und damit u. a. ein Handschriftenspeicher angelegt. So sollten Deckadressen fremder Geheimdienste aufgespürt oder auch unerlaubte „Westkontakte“ erkannt werden (hier stimmte zumeist die Handschrift im Inneren des Briefes nicht mit der des Briefkuverts überein).
    Fototisch der Abteilung M – Postkontrolle. Briefe wurden abgelichtet und damit u. a. ein Handschriftenspeicher angelegt. So solltenDeckadressen fremder Geheimdienste aufgespürt oder auch unerlaubte „Westkontakte“ erkannt werden (hier stimmte zumeist die Handschrift im Inneren des Briefes nicht mit der des Briefkuverts überein).
  • Das Telegramm war in der DDR ein essentielles Kommunikationsmittel, da es kaum Telefonanschlüsse gab. Jedes in den Bezirk Leipzig eingehende Telegramm wurde vom MfS per Fernschreiber aufgezeichnet. Um die Telegrammflut zu bewältigen, wurde das im Bild gezeigte Gerät zum Auswerten von Telegrammen entwickelt.
    DasTelegramm war in der DDR ein essentielles Kommunikationsmittel, da es kaum Telefonanschlüsse gab. Jedes in den Bezirk Leipzig eingehende Telegramm wurde vom MfS perFernschreiber aufgezeichnet. Um die Telegrammflut zu bewältigen, wurde das im Bild gezeigte Gerät zum Auswerten von Telegrammen entwickelt.
  • Beim russischen Fotosnaiper 12 handelt es sich um eine Spiegelreflexkamera Zenit 12 S mit 300-mm-Teleobjektiv und Schulterstativ, zum unbemerkten Fotografieren aus großer Entfernung.
    Beim russischenFotosnaiper 12 handelt es sich um eineSpiegelreflexkameraZenit 12 S mit 300-mm-Teleobjektiv und Schulterstativ, zum unbemerkten Fotografieren aus großer Entfernung.
  • Ein von der Stasi mit einem schrägen Spiegel erweitertes Objektiv. Damit ist es möglich, „um die Ecke“ zu fotografieren.
    Ein von der Stasi mit einem schrägen Spiegel erweitertes Objektiv. Damit ist es möglich, „um die Ecke“ zu fotografieren.
  • Kamera mit Sonderobjektiv SO-3.5.1 zum konspirativen Fotografieren. Das Objektiv konnte auf eine geräuscharme Spiegelreflexkamera geschraubt werden. Damit war es möglich, durch ein Loch von 1 mm Durchmesser zu fotografieren.[179]
    Kamera mit Sonderobjektiv SO-3.5.1 zum konspirativen Fotografieren. Das Objektiv konnte auf eine geräuscharme Spiegelreflexkamera geschraubt werden. Damit war es möglich, durch ein Loch von 1 mm Durchmesser zu fotografieren.[179]
  • Teil einer Telefonabhöranlage der technischen Abteilung 26 des MfS, wo Telefongespräche auf handelsüblichen Kassetten gespeichert werden konnten.
    Teil einer Telefonabhöranlage der technischen Abteilung 26 des MfS, wo Telefongespräche auf handelsüblichenKassetten gespeichert werden konnten.
  • Funkuhr zum Aufnehmen des Zeitstempels bei Audioaufnahmen, der bei der Wiedergabe angezeigt wurde. Bemerkenswert: Sender 1 (DDR) und Sender 2 (Bundesrepublik) mit automatischer Umschaltung, sodass die Uhr auch nach Ende der DDR weiterfunktionierte. Hersteller VEB Steremat
    Funkuhr zum Aufnehmen desZeitstempels bei Audioaufnahmen, der bei der Wiedergabe angezeigt wurde. Bemerkenswert: Sender 1 (DDR) undSender 2 (Bundesrepublik) mit automatischer Umschaltung, sodass die Uhr auch nach Ende der DDR weiterfunktionierte. HerstellerVEB Steremat

Grundlagen und Handlungsanweisungen

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Rechtsgrundlagen

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DieDiktatur desArbeiter- und Bauernstaats der DDR basierte auf dendemokratischen Zentralismus. Eine Kontrolle oder Begrenzung der staatlichen Gewalt durchGewaltenteilung wurde abgelehnt.[180] Das MfS war somit keiner parlamentarischen und verwaltungsjuristischen Kontrolle unterworfen und nahm selbstpolizeiliche undstaatsanwaltliche Aufgaben wahr. Die Überwachung und Verfolgung von Parteimitgliedern war zwar erlaubt, solche Vorgänge bedurften jedoch der Genehmigung durch die Abteilungsleiter (Oberstleutnant und höher).

Die SED ging in ihrem Selbstverständnis davon aus, mit demMarxismus-Leninismus im Besitz der Wahrheit zu sein und die Gesetzmäßigkeiten der Geschichte zu kennen, woraus sie ihr Führungsmonopol ableitete. Verbindliche Grundlagen für die Tätigkeit des MfS waren die Befehle und Weisungen des Politbüros, die kritiklos und strikt zu befolgen waren. Das Statut des MfS von 1969 legte fest, dass das Programm der SED und die Beschlüsse des Zentralkomitees (ZK) sowie des Politbüros Richtlinien für die geheimpolizeiliche Arbeit des MfS seien.

Rechtliche Grundlage für die Tätigkeit des MfS bildete das „Gesetz über die Bildung eines Ministeriums für Staatssicherheit“, die Statuten des SfS/MfS von 1953 und 1969 (die strengster Geheimhaltung unterlagen und in denen die geheimdienstlichen Befugnisse von der Regierung oder dem Nationalen Verteidigungsrat begründet wurden) sowie die Strafprozessordnung und das Volkspolizei-Gesetz von 1968, dessen Paragraph 20 die Angehörigen des MfS mit polizeilichen Befugnissen ausstattete.

Zu den Methoden zählten teilweise bis in den 1960er Jahren, unterFolter erzwungene Geständnisse undinszenierteSchauprozesse einschließlich der Vorbereitung von deren Urteilen.[181]

Einige Paragraphen aus dem Strafgesetzbuch (StGB) der DDR

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  • Staatsfeindliche Hetze (§ 106 StGB der DDR)
  • Ungesetzlicher Grenzübertritt (§ 213 StGB): Dies war ein sehr häufiger Grund für Verhaftungen und betraf Personen, die versuchten, die DDR illegal zu verlassen („Republikflucht“) oder die bei der Flucht halfen
  • Staatsfeindliche Gruppenbildung (§ 107 StGB): Dies umfasste die Bildung oder Organisation von Gruppen, die als staatsfeindlich eingestuft wurden
  • Öffentliche Herabwürdigung der staatlichen Ordnung (§ 220 StGB): Dieser Paragraph zielte auf Personen ab, die die staatlichen oder gesellschaftlichen Verhältnisse der DDR diskreditierten oder herabwürdigten
  • Staatsfeindliche Verbindungen /Landesverräterische Agententätigkeit (§ 100 StGB): Dies betraf Kontakte zu westlichen Organisationen oder Geheimdiensten, die als schädlich für die DDR angesehen wurden
  • Spionage (§ 97 StGB): Die Sammlung oder Weitergabe von Informationen, die als Staatsgeheimnis eingestuft waren, an feindliche Staaten
  • Hochverrat (§ 96 StGB): Hierunter fielen Handlungen, die darauf abzielten, die sozialistische Staats- oder Gesellschaftsordnung zu stürzen, zu unterhöhlen oder zu schwächen
  • Ungesetzliche Verbindungsaufnahme (§ 219 StGB): Der Kontakt zu Personen oder Organisationen im westlichen Ausland ohne offizielle Genehmigung
  • Geheimnisverrat (§§ 245, 246 StGB): Die Offenbarung von Staatsgeheimnissen oder anderen vertraulichen Informationen
  • Wehrdienstentziehung/-verweigerung (§ 256 StGB): Die Verweigerung oder Entziehung vom Wehrdienst, der in der DDR verpflichtend war

Konflikt zwischen Verfassungsrecht und Realität

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Siehe auch:Rechtsbeugung

Die SED nutzte dieVerfassungen der DDR lediglich als einen Rechtsstaatlichkeits-Schleier für ihre Parteidiktatur. Bürgerrechte galten nur für jene, die loyal zur Partei standen, wodurch eine tiefe Kluft zwischen politischer Theorie und repressiver Realität entstand. Wer die Parteilinie ablehnte, verlor automatisch seine Rechte und wurde stattdessen verfolgt.[182] Die Verfassung diente somit nicht dem Schutz der Bürger, sondern ausschließlich der Legitimation der absoluten SED-Herrschaft.[183]

Hier sind die wichtigsten Artikel, die in den Verfassungen von 1949 und 1968 für Rechte der DDR-Burger zuständig waren:

Verfassung von 1949

  • Freiheit für Kunst und Wissenschaft (Artikel 34): In der DDR musste sich Kunst nach dem staatlich verordneten „sozialistischen Realismus“ richten.[184] Wer sich widersetzte, wurde aus dem öffentlichen Kulturleben ausgeschlossen. Ähnlich war es in der Wissenschaft: Akademische Freiheit gab es nicht. Stattdessen musste die Forschung den politischen Zielen der SED-Führung dienen.

Verfassung von 1968[185]

  • Recht auf freie Meinung und Medien (Artikel 27): Wer öffentlich eineandere Meinung als die der SED-Partei äußerte, wurde als „Staatsfeind“ kriminalisiert und verfolgt. Dies diente der ideologischen Führungssicherung der SED-Partei.[186]
  • Recht auf Versammlungen (Artikel 28): Jede öffentliche Versammlung musste vorher staatlich genehmigt werden und durfte nur im Sinne der SED-Führung sein. Nicht genehmigte Versammlungen galten als illegal und wurden gewaltsam aufgelöst.[187]
  • Post- und Telefongeheimnis (Artikel 31): Die Stasi hatte eine eigene Abteilung, die Briefe und Telefonate von DDR-Bürgern überwachte und abhörte. Sie suchten dabei gezielt nach Informationen, die auf Kritik am Regime, auf Ausreisepläne oder auf Kontakte zu westlichen Organisationen hindeuteten.[188]
  • Freizügigkeit im Land (Artikel 32): Die DDR machte die Anmeldung und den Aufenthalt in bestimmten Gebieten, Dörfern und Städten genehmigungspflichtig. Das diente dazu, Regimekritiker zu kontrollieren und den Aufenthalt in Grenznähe einzuschränken. Der Wohnungswechsel war staatlich reglementiert, unterlag Genehmigungen und wurde nach volkswirtschaftlichen Erfordernissen gesteuert.[189]

Sozialistische Grundlagen für Moral und Ethik

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Siehe auch:Zehn Gebote der sozialistischen Moral und Ethik

In der DDR wurde eine sozialistischeMoral undEthik propagiert, die auf den Prinzipien des Marxismus-Leninismus basierte und die Interessen des Staates und der Arbeiterklasse in den Vordergrund stellte. Die Stasi nutzte diese Ideologie, um die repressive Realität zu verschleiern und die dem SED-Regime untergeordnete Herrschaft des MfS durchzusetzen. Die vom Staat propagierten Verhaltensnormen, Werte und Tugenden, die dem sozialistischen Staatsaufbau der DDR dienten und die „neue sozialistische Persönlichkeit“ formen sollten.[190] Dazu gehörten Aspekte wie:

  • Loyalität zur Partei und zum Staat
  • Kollektivismus statt Individualismus
  • Solidarität unter den Werktätigen
  • Disziplin und Arbeitsmoral
  • Ablehnung von „kapitalistischen“ oder „bürgerlichen“ Werten
  • Internationalismus (im Sinne der sozialistischen Bruderländer)

Zur Propagierung und praktischen Durchsetzung dieser Werte nutzte das MfS unter anderem die verbindlichen Beschlüsse des Politbüros und des ZK der SED sowie spezifische operative Anweisungen wie die „Dienstanweisung 4/66“ (politisch-operativen Bekämpfung der politisch-ideologischen Diversion und Untergrundtätigkeit unter jugendlichen Personenkreisen).[191]

Stasi-Überwachung und Repressionsangst führten bei großen Teilen der Bevölkerung zu Konformität und einer Entfremdung von den propagierten Werten.

Ausbildung

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DieErinnerungsabzeichen zu den Jahrestagen der Gründung des MfS
Hauptartikel:Juristische Hochschule des MfS

Ausbildungseinrichtungen

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Am 16. Juni 1951 eröffnete Walter Ulbricht im Beisein von Wilhelm Zaisser die „Schule des Ministeriums für Staatssicherheit“ inGolm bei Potsdam. Ernst Wollweber, der Nachfolger Zaissers, benannte sie 1955 in „Hochschule des Ministeriums für Staatssicherheit“ um, obgleich sie zu diesem Zeitpunkt noch keine Hochschule im eigentlichen Sinn war. Erst 1963 konnte man ein Diplom erwerben. Seit Juni 1965 wurde sie nach außen hin unter dem Tarnnamen „Juristische Hochschule Potsdam“ (JHS) geführt. Intern wurde von 1976 bis 1989 der Name „Hochschule des Ministeriums für Staatssicherheit“ verwendet. Am 18. Juni 1968 erhielt die Hochschule Promotionsrecht (Dr. jur. (Promotion A), ab 1. Juni 1981 Dr. sc. (scientiae) jur. (juris) (Promotion B)). Alle Arbeiten unterlagen den üblichen Geheimhaltungsregeln eines Nachrichtendienstes.

Ziel dieses Studienganges war die Ausbildung künftiger MfS-Offiziere in leitender Funktion (Oberstleutnant und höher), die ausschließlich für hauptamtliche Mitarbeiter des MfS bestimmt war und ihnen die „tschekistische Ideologie“[192] vermittelte.[193] Sie schuf die „ideologische“ und „rechtliche“ Grundlage für die umfassende, die meist getarnte Überwachung und Unterdrückung der DDR-Bevölkerung. Die JHS war eine geheime Bildungseinrichtung.

Bis 1961 wurden ein Lehrstuhl „Juristische Ausbildung“, eine Arbeitsgruppe „Kriminalistik“ und Institute fürMarxismus-Leninismus, Recht und Spezialdisziplin eingerichtet. 1988 kamen Lehrstühle für „Grundprozesse der politisch-operativen Arbeit“, „Spionage“, „Politische und ideologische Diversionstätigkeit (PID)“, „Politische Untergrundtätigkeit (PUT)“ und „Grundfragen der Arbeit im und nach dem Operationsgebiet“ hinzu.

Am 19. Juni 1970 wurde die „Juristische Fachschule des Ministeriums für Staatssicherheit“ gegründet und am 4. November 1970 von Erich Mielke eröffnet. Sie war der Juristischen Hochschule Potsdam angegliedert. Möglich war hier das Absolvieren eines Fachschuldirekt- oder eines Fachschulfernstudiums. Zugangsvoraussetzung war die vorherige Mitarbeit für das MfS. Bis 1984 gab es 6343 Absolventen, gemäß Hochrechnungen waren es bis zur Auflösung der Schule etwa 10.000.

Ausbildung und Bezüge

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Mitunter erhielten Studenten Anwärterbezüge, insbesondere künftige Stasi-Offiziere. Bereits das Studentensalär lag mit etwa 1100Ost-Mark über dem DDR-Durchschnittseinkommen. Es gab drei akademische Wege: das Studium an derHochschule des MfS, das Fernstudium an derselben und das Studium an einer der vollständiglegendierten MfS-Sektionen (Fachbereiche) an einer Universität. Ein Beispiel für eine legendierte MfS-Sektion an einer normalen Universität war der FachbereichKriminalistik an derHumboldt-Universität zu Berlin, die nach außen eine normale zivile Sektion, in Wirklichkeit einschließlich des gesamten Lehrkörpers faktisch eine MfS-Diensteinheit war.

Der Wehrdienst konnte beim MfS abgeleistet werden, etwa beimWachregiment oder bei denWach- und Sicherungseinheiten (WSE). Diese Einheiten hatten je nach Bezirk bis zu Kompaniestärke, unterstanden den Bezirksverwaltungen (BVs) und wurden vorrangig zurObjektsicherung von MfS-Dienststellen eingesetzt.

Juristische und gesellschaftliche Aufarbeitung

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Siehe auch:Enquete-Kommission „Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur“,Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur undListe von Oppositionellen in der DDR

Die Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit ist ein umfassender, gesamtgesellschaftlicher Prozess, der verschiedene Akteure einbezieht. Dazu gehören staatliche Archive, die offizielle Dokumente verwahren, sowie ehrenamtliche Initiativen und Verbände, wie dieUnion der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft, die sich für die Opfer einsetzen. Eine wichtige Rolle spielen auch die Archive der Bürgerbewegung, die private Zeugnisse von zivilem Widerstand und Protest sammeln. Zusätzlich tragen Verfolgtenverbände, Beratungsstellen, Gedenkstätten und Forschungsinstitute dazu bei, die Erinnerung an die kommunistische Diktatur wachzuhalten und die Geschichte kritisch zu beleuchten. All diese Institutionen arbeiten zusammen, um die Vergangenheit zu erforschen und die Betroffenen zu unterstützen.[194]

Für die Erforschung und Verwaltung der schriftlichen Hinterlassenschaft der Behörde war seit 1990 derBundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU) zuständig, bis diese Behörde am 17. Juni 2021 aufgelöst und ins Bundesarchiv überführt wurde. Das MfS ist der einzige Geheimdienst der deutschen Geschichte, der umfassend aufgedeckt und aufgearbeitet wurde.

Hubertus Knabe kritisiert die Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit. Er führt das Scheitern der Aufarbeitung darauf zurück, dass fast die Hälfte der Ostdeutschen die DDR heute positiver sieht. Seiner Meinung nach liegt das daran, dass die SED unter neuem Namen weiterbestehen konnte, viele „alte Kader“ in ihren Ämtern blieben und die SED-Verbrechen kaum geahndet wurden.[195]

Eckhard Jesse betont, dass die Aufarbeitung der Diktatur, das Gedenken an das Unrecht und die Opfer, nicht im Widerspruch zur Würdigung der Lebensleistungen der DDR-Bürger steht. Das Phänomen der „Ostalgie“ wird von ihm unter anderem durch die Idee eines „guten Lebens im schlechten System“ erklärt. Dadurch wird deutlich, dass trotz der Diktatur ein normaler Alltag mit positiven Aspekten möglich war, was eine einfache Verurteilung des Lebens in der DDR erschwert und zur Verklärung der Vergangenheit beitragen kann.[196]

Beleites schreibt wörtlich: „Überall, wo uns eine Mischung aus Befangenheit und Verdrängung begegnet, schmeckt es nach DDR. Das ist ein Aroma, das bis heute die ostdeutsche Gesellschaft durchzieht. Ich meine da nicht nur die knapp zwanzig Prozent der erwachsenen DDR-Bevölkerung, die Mitglied der SED waren – und erst recht nicht nur die weniger als zwei Prozent der Bevölkerung, die Stasi-Informanten waren. Die Nötigung zur Verstrickung in das System war allumfassend. Ebenso umfangreich waren und sind die Befangenheiten und Verdrängungen, die daraus resultieren. Und das ist mehr, als nur irgendein indifferenter Nachgeschmack.“[197]

Die Initiative „JUGEND erinnert“[198] ermöglicht eine gegenwartsbezogene historisch-politische Bildung. Sie dient dazu, laut KulturstaatsministerWolfram Weimer, dem gesellschaftlichen Trend entgegenzuwirken, die kommunistische Diktatur zu verharmlosen und zu romantisieren sowieautoritären Lösungen Vorschub zu leisten. Der Bund fördert mit dieser Initiative die historisch-politische Bildung junger Menschen zur SED-Diktatur und ihren Folgen und stärkt deren Orientierung hin zuFreiheit undDemokratie.[199]

Stasi-Unterlagen-Gesetz

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Die Auflösung der Staatssicherheit war mit derWiedervereinigung am 3. Oktober 1990 nicht zu Ende. Am 29. Dezember 1991 trat dasStasi-Unterlagen-Gesetz (StUG) in Kraft, das derDeutsche Bundestag mit großer Mehrheit verabschiedet hatte. Das zentrale Anliegen dieses Gesetzes ist die vollständige Öffnung derAkten des ehemaligen Staatssicherheitsdienstes, insbesondere der Zugang der Betroffenen zu den Informationen, die der Staatssicherheitsdienst zu ihnen gespeichert hat. Erstmals bekamen damit Bürger Gelegenheit, Unterlagen einzusehen, die ein Geheimdienst über sie angelegt hatte. Sichergestellt wurde dies durch das eigens hierfür eingeführte Amt desBundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, nach den Leitern oft kurzGauck-, späterBirthler- undJahn-Behörde genannt.

Nach den Bestimmungen des Stasiunterlagengesetzes ist die namentliche Nennung vonIM zum Zweck der Aufklärung und der Forschung zulässig. Im März 2008 erwirkte Holm Singer („IM Schubert“) vor dem Landgericht Zwickau eineeinstweilige Verfügung gegen die vonEdmund Käbisch organisierte Ausstellung „Christliches Handeln in der DDR“. Die Ausstellung wurde daraufhin vorläufig abgebrochen.[200] Der Rechtsstreit wurde durch dasLandgericht Zwickau am 24. März 2010 durchVersäumnisurteil beendet: „Es ist … nicht zu beanstanden, dass die Vorgehensweise des MfS gleichsam auf den Einzelfall personalisiert und die Tätigkeit des Beklagten (Holm Singer) durch den Kläger (Edmund Kaebisch) unter voller Namensnennung konkretisiert wird. Gerade die anhand von Einzelschicksalen erfolgteKonkretisierung dient bekanntermaßen dazu, dass sich auch historischeLaien leichter in ansonsten schwer zu verstehende historische Themen einarbeiten… Die konkretisierende Darstellung ermöglicht es mithin, das ganze Ausmaß der Verstrickung des MfS anhand eines Einzelschicksals deutlich zu machen und aufzuzeigen, auf welche Art und Weise das MfS in der Lage war, selbst relativ geschlossene oppositionelle Kreise… zu unterwandern und zu manipulieren…“.[201]

Rehabilitierungen von Opfern

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Das 1992 in Kraft getreteneStrafrechtliche Rehabilitierungsgesetz regelt die Aufhebungen grob rechtsstaatswidriger Strafmaßnahmen und Freiheitsentziehungen. An die strafrechtlicheRehabilitierung sind Entschädigungsleistungen geknüpft. Nach Auffassung derOpferverbände erfasst die Rehabilitierungsgesetzgebung die Einbußen, dieStasiopfer erleiden mussten, nur unvollkommen: z. B. werden eine rechtsstaatswidrige Haft oder einBerufsverbot nicht bei derRentenberechnung berücksichtigt. Viele Betroffene müssen heute unter derArmutsgrenze leben.

Im Rahmen des „Sechsten Gesetzes zur Verbesserung rehabilitierungsrechtlicher Vorschriften für Opfer der politischen Verfolgung in der ehemaligen DDR“ wurde die SED-Opferrente zum 1. Juli 2025 auf 400 Euro pro Monat angehoben. Gleichzeitig entfiel die bisherige Einkommensprüfung, sodass die Zahlung nun einkommensunabhängig gewährt wird. Zusätzlich wird die Rente ab 2026 dynamisiert, um sie fortlaufend an die allgemeine Rentenentwicklung anzupassen. Für die Bewilligung dieser Leistungen fordert die zuständige Behörde zur Prüfung von möglichen Ausschließungsgründen obligatorisch eine Auskunft beim Bundesarchiv (Stasi-Unterlagen-Archiv) an.[202]

Rechtliche Hürden bei der Ahndung von MfS-Unrecht

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Die strafrechtliche Ahndung erforderte eine Strafbarkeit nach dem DDR-StGB und dem gesamtdeutschen StGB und es war stets die mildere Norm anzuwenden. Dies beachtete dasRückwirkungsverbot. Bei schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen konnten Taten – auch wenn gesetzlich gedeckt – nach derRadbruchschen Formel geahndet werden, was insbesondere bei denMauerschützenprozessen relevant war. Durch einen Bundestagsbeschluss von 1993 ruhte dieVerjährung für systembedingtes DDR-Unrecht von 1949 bis 1990. Die Verfahrensbilanz zeigte, dass von 251 Angeklagten, darunter 182 hauptamtliche und 42 inoffizielle MfS-Mitarbeiter, nur 87 verurteilt wurden. Die Urteile fielen äußerst milde aus und beschränkten sich meist aufFreiheitsstrafen zur Bewährung, Geldstrafen oderVerwarnungen mit Strafvorbehalt. Nur drei Personen traten eine Haftstrafe an, dies geschah wegen Tötungsdelikten.

Die Ursachen waren begrenzte rechtliche Möglichkeiten, da nicht jede Repression strafbar war, überlastete und mit der Materie unvertraute Gerichte, sowie die unterschiedliche Intensität derLänder-staatsanwaltschaften. Viele Delikte, wie die Verletzung des Post- und Fernmeldegeheimnisses, waren nur bei Strafantrag verfolgbar oder nach DDR-StGB nur auf bestimmte Täter beschränkt.[203]

Marianne Birthler, die damaligeBundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes, erklärte im April 2006, dass in Verbänden organisierte ehemalige hauptamtliche MfS-Mitarbeiter versuchten, „das Ansehen der DDR... und der Stasi... zu schönen“ und „die Tatsachen umzulügen“. Sie zögen aus den wenigen Verurteilungen (nur ca. 20 bei 30.000 Ermittlungsverfahren) denzynischen Schluss, „so schlimm könne es nicht gewesen sein“. Birthler entgegnete, dass die geringe Zahl von Verurteilungen primär darauf zurückzuführen sei, dass einRechtsstaat nur Taten bestrafen dürfe, die zum Zeitpunkt ihrer Verübung bereits unter Strafe standen (Rückwirkungsverbot, Nulla poena sine lege). Da viele Unrechtshandlungen des MfS, wie die Zersetzungsmethoden gegen Gefangene oder Überwachungsmethoden der Bürger, damals nicht gegenDDR-Gesetze verstießen, konnten sie nicht dafür verurteilt werden – „Daraus nun aber zu schließen, dass dies kein Unrecht sei, das ist der Gipfel des Zynismus.“[204]

Die Erosion des „Tschekismus“

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Die tschekistische Ideologie war die ideologische Grundlage der Stasi in der DDR. Sie leitete sich von der sowjetischen GeheimpolizeiTscheka ab und rechtfertigte Repression und Gewalt im Kampf gegen Feinde und Bevölkerung. Obwohl diese Ideologie in den 1950er- und 1960er-Jahren an Bedeutung gewann, verlor sie diese in den 1980er-Jahren. Die Stasi-Führung gab die tschekistische Rhetorik auf, um den Dienst als eine „normale“ staatliche Institution darzustellen. In den späten Jahren der DDR (1977–1989) verlor die Staatssicherheit (Stasi) an innerer und äußerer Stärke. Der sogenannte „Tschekismus“, also die ideologische Identität der Stasi, erodierte.[205]Jens Gieseke (2023) beschreibt den Proces:

  • Generationswechsel: Die ursprüngliche, revolutionär gesinnte Gründergeneration wurde durch eine neue ersetzt. Für diese war der Dienst oft nur noch ein „Job“, der vor allem materielle Privilegien bot.[206][207]
  • Verlust der Ideologie: Der „Dzierżyński-Kult“ wurde zwar noch gepflegt, wirkte aber zunehmendanachronistisch. Die alte Kampfesrhetorik passte nicht mehr zur Realität derEntspannungspolitik.
  • Wachsende Frustration: Die Stasi-Mitarbeiter waren frustriert, da ihr Kampf gegen „Feinde“ immer weniger zu sichtbaren Erfolgen führte. Die Führung reagierte auf deninternationalen Menschenrechtsdiskurs, was ihre Handlungsspielräume einschränkte.
  • Medienwandel: Die öffentliche Darstellung der Stasi änderte sich. Statt als glorifizierte „Kundschafter“ wurden ihre Mitarbeiter in Filmen und Artikeln zunehmend als „bloße Kriminalermittler“ dargestellt. Die Bevölkerung informierte sich über die Aktionen der Stasi ohnehin hauptsächlich über die westlichen Medien.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Stasi in den späten 80er-Jahren zu einem bürokratischen, in die Defensive gedrängten Apparat wurde, dessen ideologische Grundlage bröckelte und der in einer Sackgasse endete.[208]

Aufarbeitung als persönlicher Diskurs, Stasi-Mitarbeiter

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Ehemalige Stasi-Mitarbeiter gehen auf sehr unterschiedliche Weise mit ihrer Rolle in der Vergangenheit um. Eine einheitliche Methode der Aufarbeitung gibt es nicht, aber ihre Herangehensweisen lassen sich in fünf Hauptgruppen unterteilen:

1. Öffentliches Bekenntnis und Reue

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Eine sehr kleine Minderheit hat sich öffentlich entschuldigt und Reue gezeigt. Diese Personen versuchen, durch ihr Bekenntnis zur Aufklärung beizutragen und die Mechanismen des Unterdrückungsapparats zu erklären, wie die Opfer-Täter-Aufarbeitung zwischen Peter Wulkau und Hartmut Rosinger (IM),[209] Stasi-Oberstleutnant a. D. Dr. Jochen Gierke (* 1949),[210] oder wie esThomas Nord tat.[211]

2. Persönliche Aufarbeitung

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Einige wenige, wie der ehemalige Geraer Stasi-Major a. D. Bernd Rot (* 1951),[212] haben sich entschieden, ihre Geschichte persönlich und differenziert aufzuarbeiten. Sie suchen keine pauschale Vergebung, sondern versuchen, ihre Rolle innerhalb des Systems zu reflektieren. Sie erkennen, dass ihr Handeln Leid verursacht hat, lehnen jedoch oft die öffentliche Brandmarkung ab. Für sie ist Aufarbeitung ein persönlicher Diskurs, der im privaten Umfeld oder durch Veröffentlichungen und Gespräche mit einzelnen Opfern stattfindet.[213]

3. Rechtfertigung

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Siehe auch:Das Ministerium für Staatssicherheit – Alltag einer Behörde

Viele von ihnen rechtfertigen ihr Handeln bis heute mit der damaligen Ideologie oder den Umständen.[214] Sie sehen sich nicht als Täter, sondern als Staatsdiener, die lediglich ihren Pflichten nachgekommen sind und den Staat vor äußeren Feinden beschützen wollten, wie der Leiter des AuslandsgeheimdienstesWerner Großmann.[215] Kurz nach der Wende haben sich viele alte „Stasi-Kader“ in verschiedenen Organisationen, wie derInitiativgemeinschaft zum Schutz der sozialen Rechte (ISOR), derGesellschaft zur Rechtlichen und Humanitären Unterstützung (GRH) und demOstdeutschen Kuratorium von Verbänden, vereint, um deren Interessen zu verteidigen.[216]

4. Verdrängung

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Ein Teil der ehemaligen Stasi-Mitarbeiter hat sich nie öffentlich zu seiner Vergangenheit geäußert und manche versuchen ihre damalige „Legende“ bis heute gegenüber der Außenwelt aufrechtzuerhalten.

5. Geschichtsrevisionismus von ehemaligen Stasi-Kadern

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Ehemalige Stasi-Kader betreiben noch Jahrzehnte nach der Auflösung des GeheimdienstesGeschichtsrevisionismus, verklären und schönen die SED-Diktatur und versuchen, dieGedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen und frühere Opfer zudiffamieren.[217][218][219][220]

Rolle von Zeitzeugen im Kontext der deutschen Teilung und Diktatur (DDR/SBZ)

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Mario Röllig betont, dassZeitzeugen einen unerlässlichen Beitrag zur historisch-politischen Aufarbeitung und Bildung leisten: Sie lassen die Geschichte der deutschen Teilung und der Diktaturen (DDR/SBZ) lebendig werden. Zugleich ist Aufklärung die beste Waffe gegen totalitäre Tendenzen.[221] Ehemalige politische Gefangene, z. B. aus dem Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen, waren nicht nur maßgeblich an der Errichtung der dortigen Gedenkstätte beteiligt, sondern berichten auch heute noch aktiv über ihre Hafterfahrungen, um die Bedeutung von Freiheit zu veranschaulichen.[222][223] Zeitzeugenberichte sind einesubjektive, aber authentische Geschichtsquelle, die eine sorgfältige, kritische Analyse und die Einordnung in den Kontext umfassender historischer Fakten benötigt, und dabei den Respekt vor emotionalen Einblicken wahrt.[224]

Gedenkstätten und Museen zum MfS

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Die wichtigsten Gedenkstätten und Museen zur Aufarbeitung der Geschichte des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) befinden sich an den historischen Orten der Verfolgung:

Mitarbeiter und Opfer des MfS

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Das MfS hatte zuletzt 91.015 hauptamtliche Mitarbeiter (Stichtag: 31. Oktober 1989)[229] sowie zwischen 109.000 und 190.000 inoffizielle Mitarbeiter (s. oben).

Mitarbeiter (Auswahl)

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Siehe auch:Kategorie: Person (Ministerium für Staatssicherheit) undKategorie: Agent für das Ministerium für Staatssicherheit
Hauptamtliche Mitarbeiter
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  • Bruno Beater – Stellvertretender Minister für Staatssicherheit 1955–1982
  • Horst Felber – Erster Sekretär der SED-Kreisleitung im MfS 1979–1989
  • Hermann Gartmann – Stellvertretender Minister für Staatssicherheit 1951–1957(?)
  • Karl-Christoph Großmann – Oberst der HVA, später Informant des Verfassungsschutzes
  • Werner Großmann – Stellvertretender Minister für Staatssicherheit 1986–1989, letzter Chef der HVA
  • Joseph Gutsche – leitete von 1953 bis 1955 die Abteilung für besondere Verwendung (Untergrundaktivitäten in der BRD)
  • Lutz Heilmann – Angehöriger der HA PS, erster ehemaliger hauptamtlicher Mitarbeiter des MfS, der in denDeutschen Bundestag gewählt wurde[230]
  • Werner Kukelski – 1. Leiter der HA VI (Spionageabwehr)
  • Otto Last – Stellvertretender Minister für Staatssicherheit 1951–1957(?)
  • Horst Männchen – Leiter der Hauptabteilung III (HA III, Funkaufklärung/Funkabwehr) 1953–1989
  • Rudolf Menzel – Stellvertretender Minister für Staatssicherheit 1952–1956(?)
  • Erich Mielke – Minister für Staatssicherheit von November 1957 bis November 1989
  • Rudi Mittig – Stellvertretender Minister für Staatssicherheit 1975–1989
  • Gerhard Neiber – Stellvertretender Minister für Staatssicherheit 1980–1989
  • Alfred Scholz – Stellvertretender Minister für Staatssicherheit 1975–1978
  • Fritz Schröder – Stellvertretender Minister für Staatssicherheit 1964–1974
  • Wolfgang Schwanitz – Stellvertretender Minister für Staatssicherheit 1986–1989, Leiter des Amtes für Nationale Sicherheit 1989–1990
  • Otto Walter – Stellvertretender Minister für Staatssicherheit 1953–1964
  • Martin Weikert – Stellvertretender Minister für Staatssicherheit 1953–1957
  • Markus Wolf – Stellvertretender Minister für Staatssicherheit 1953–1986, Leiter der HVA (Auslandsspionage) 1951–1986
  • Ernst Wollweber – Staatssekretär für Staatssicherheit von Juli 1953 bis November 1955, danach bis Oktober 1957 Minister für Staatssicherheit
  • Wilhelm Zaisser – Minister für Staatssicherheit von Februar 1950 bis Juli 1953
  • Karl Zukunft – Leiter der Abteilung Nachrichten 1964–1989
Bekannte inoffizielle Mitarbeiter
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MfS Überläufer
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  • Werner Stiller – Oberleutnant der HVA und vermutlich Doppelagent. Seine Flucht aus der DDR 1979 gilt bis heute als eine der spektakulärsten Spionageaffären.
  • Max Heim – Referatsleiter, setzte sich 1959 in die Bundesrepublik ab, wo er wichtige Strukturinformationen über die HV A offenbarte
  • Karl-Christoph Großmann – Oberst im MfS nannte dem Bundesamt für Verfassungsschutz 1989 u. a. die Realnamen von Gabriele Gast, Klaus Kuron, Alfred Spuhler und Ludwig Spuhler sowie Hansjoachim Tiedge
  • Horst Schuster – Direktor derKunst und Antiquitäten GmbH bis Oktober 1980, danach Mitarbeiter der BERAG; Dreifach-Agent – für dieCIA als „Pfaff“, beim MfS als IM „Sohle“ und beimBND als „Odysseus“. Schuster konnte 1983 aus der DDR fliehen.[238]
Bundesdeutsche bei der HV A in der Bundesrepublik Deutschland
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Siehe auch:Liste deutscher Spione#Gegen die Bundesrepublik für die DDR
Bundesdeutsche Doppelspionen
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Bekannte Opfer

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Hauptartikel:Stasiopfer
  • Rudolf Bahro (1935–1997), Bürgerrechtler in der DDR, wurde 1979 nach Haft in die Bundesrepublik Deutschland abgeschoben
  • Jörg Berger (1944–2010), Fußballspieler und -trainer, flüchtete 1979 in den Westen und sah sich Bedrohungen ausgesetzt, die von der Stasi im Westen organisiert wurden
  • Wolf Biermann (* 1936), Liedermacher, wurde 1976 ausgebürgert
  • Bärbel Bohley (1945–2010), Bürgerrechtlerin und Malerin
  • Karl-Heinz Bomberg (* 1955), Arzt, Liedermacher und Autor
  • Heinz Brandt (1909–1986), Redakteur, in die DDR entführt und jahrelang inhaftiert
  • Klaus Brasch (1950–1980), Schauspieler
  • Matthias Domaschk (1957–1981), Bürgerrechtler
  • Lutz Eigendorf (1956–1983), Fußballspieler
  • Karl Wilhelm Fricke (* 1929), Publizist und Herausgeber wurde 1955 vom MfS gewaltsam aus West-Berlin entführt und im Geheimprozess verurteilt
  • Jürgen Fuchs (1950–1999), Schriftsteller und Bürgerrechtler
  • Michael Gartenschläger (1944–1976), Fluchthelfer
  • Ines Geipel (* 1960), Leichtathletin und Schriftstellerin, nach bekanntgewordenen Fluchtplänen mit Zersetzungsmaßnahmen belegt
  • Wolfgang Harich (1923–1995 in Berlin), Philosoph, Journalist, 1957 in einem Schauprozess wegen „Bildung einer konspirativen staatsfeindlichen Gruppe“ verurteilt
  • Werner Hartmann (1912–1988), Gründer und Leiter derArbeitsstelle für Molekularelektronik, aufgrund einer Stasi-Intrige fristlos entlassen
  • Florian Havemann (* 1952), Schriftsteller und Maler, Regimekritiker und politischer Häftling in der DDR; Sohn von Robert Havemann
  • Robert Havemann (1910–1982), Chemiker, Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus und Regimekritiker in der DDR
  • Hans-Joachim Helwig-Wilson (1931–2009), Fotojournalist, vom MfS nach Ost-Berlin gelockt, zu 13 Jahren Haft verurteilt
  • Stefan Heym (1913–2001), Schriftsteller
  • Ralf Hirsch (* 1960), Bürgerrechtler, das MfS plante seine Ermordung
  • Gert Hof (1951–2012), Lichtkunst-Künstler und Regisseur
  • Peter Huchel (1903–1981), Lyriker und Redakteur
  • Roland Jahn (* 1953) – Bürgerrechtler, 1983 gewaltsam aus der DDR ausgebürgert
  • Walter Janka (1914–1994), Dramaturg und Verleger, wegen konterrevolutionären Verschwörung verhaftet und verurteilt
  • Freya Klier (* 1950), Autorin und Regisseurin sowie DDR-Bürgerrechtlerin, mehrere Mordversuche des MfS
  • Reiner Kunze (* 1933), Schriftsteller und Dissident in der DDR
  • Theo Lehmann (* 1934), evangelischer Pfarrer
  • Vera Lengsfeld (* 1952), Bürgerrechtlerin
  • Walter Linse (1903–1953), Jurist
  • Erich Loest (1926–2013), Schriftsteller
  • Monika Maron (* 1941), Schriftstellerin, weigerte sie sich, Namen involvierter DDR-Bürger zu nennen, danach Überwachung und Verfolgung
  • Bernd Moldenhauer (1949–1980) – Dissident, von einem inoffiziellen Mitarbeiter der DDR-Staatssicherheit ermordet
  • Sylvester Murau (1907–1956) – Major des MfS, der nach seiner Flucht in den Westen in die DDR entführt, zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde
  • Gerulf Pannach (1948–1998), Liedermacher und Texter
  • Gerd Poppe (1941–2025), Bürgerrechtler
  • Ulrike Poppe (* 1953), Bürgerrechtlerin
  • Siegfried Reiprich (* 1955), Bürgerrechtler und Schriftsteller
  • Dieter Rieke (1925–2009), sozialdemokratischer Politiker
  • Lothar Rochau (* 1952), Sozialarbeiter,Diakon und Buchautor
  • Michael Sallmann (* 1953), Lyriker und Liedermacher
  • Jessie George Schatz (1954–1996), Mitarbeiter derMilitärverbindungsmission
  • Edda Schönherz (* 1944), Fernsehansagerin und Autorin in der DDR
  • Manfred Smolka (1930 – Juli 1960), wegen angeblicher Militärspionage in einem Schauprozess zum Tod verurteilt und hingerichtet
  • Wolfgang Templin (* 1948), Bürgerrechtler und Publizist
  • Werner Teske (1942–1981), Hauptmann des MfS und angeblicher Spion
  • Rudi Thurow (1937–2022), geflohener Grenzsoldat, mehrere Versuche zu seiner Ermordung schlugen fehl
  • Bettina Wegner (* 1947), Liedermacherin
  • Wolfgang Welsch (* 1944), politischer Häftling und Fluchthelfer
  • Christa Wolf (1929–2011), Schriftstellerin
  • Jens-Paul Wollenberg (* 1952), Musiker

Siehe auch

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Literatur

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  • Gefangene der Stasi. Eine Ausstellung im Deutschen Bundestag. Infos in Leichter Sprache (2025)[1]
  • Christian Adam, Martin Erdmann (Hrsg.):Sperrgebiete in der DDR. Ein Atlas von Standorten des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS), des Ministeriums des Innern (MdI), des Ministeriums für Nationale Verteidigung (MfNV) und der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (GSSD) (= BF informiert, 34). Erarbeitet von Horst Henkel und Wolfgang Scholz, Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen, Berlin 2015,ISBN 978-3-942130-77-6.
  • Jürgen Aretz,Wolfgang Stock:Die vergessenen Opfer der DDR. Lübbe, Bergisch Gladbach 1997,ISBN 3-404-60444-X.
  • Thomas Auerbach, Matthias Braun,Bernd Eisenfeld, Gesine von Prittwitz,Clemens Vollnhals:Anatomie der Staatssicherheit: Geschichte, Struktur und Methoden – Hauptabteilung XX: Staatsapparat, Blockparteien, Kirchen, Kultur, „politischer Untergrund“. (PDF; 1,7 MB) Die Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU), Abteilung Bildung und Forschung, Berlin 2008,ISBN 978-3-942130-13-4.
  • Thomas Auerbach:Einsatzkommandos an der unsichtbaren Front. Ch. Links, Berlin 1999,ISBN 3-86153-183-6.(books.google.de)
  • Andrea Bahr, Jens Gieseke:Die Staatssicherheit und die Grünen. Zwischen SED-Westpolitik und Ost-West-Kontakten. Ch. Links, Berlin 2016,ISBN 978-3-86153-842-4.
  • Klaus Behnke, Jürgen Wolf (Hrsg.):Stasi auf dem Schulhof. Ullstein, Berlin 1998,ISBN 3-548-33243-9.
  • Gary Bruce:The Firm. The Inside Story of the Stasi. The Oxford Oral History Series, Oxford University Press, Oxford 2010,ISBN 978-0-19-539205-0.
  • Gregor Buß:Katholische Priester und Staatssicherheit. Historischer Hintergrund und ethische Reflexion. Aschendorff Verlag, Münster 2017,ISBN 978-3-402-13206-7.
  • Torsten Diedrich,Walter Süß (Hrsg.):Militär und Staatssicherheit im Sicherheitskonzept der Teilnehmerstaaten des Warschauer Paktes. Im Auftrag des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes und der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der Ehemaligen DDR, Links, Berlin 2010,ISBN 978-3-86153-610-9.
  • Edgar Dusdal (Bearb.):Stasi intern. Macht und Banalität. Herausgegeben vom Bürgerkomitee Leipzig. Forum Verlag, Leipzig 1991,ISBN 3-86151-009-X.
  • Roger Engelmann,Bernd Florath,Helge Heidemeyer,Daniela Münkel,Arno Polzin, Walter Süß:Das MfS-Lexikon. 4., aktualisierte Auflage. Ch. Links Verlag, Berlin 2021,ISBN 978-3-96289-139-8;stasi-unterlagen-archiv.de
  • Peter Erler, Hubertus Knabe:Der verbotene Stadtteil Stasi-Sperrbezirk Berlin-Hohenschönhausen. Jaron, Berlin 2005,ISBN 3-89773-506-7.
  • Günter Förster:Die Juristische Hochschule des MfS. BStU, Abteilung Bildung und Forschung, Berlin 1996.(books.google.de)
  • Rahel Frank, Martin Klähn, Christoph Wunnicke:Die Auflösung. Das Ende der Staatssicherheit in den drei Nordbezirken. Schwerin 2010,ISBN 978-3-933255-31-0.
  • Karl Wilhelm Fricke:Akten-Einsicht. Rekonstruktion einer politischen Verfolgung. 4., durchges. und aktual. Auflage. Ch. Links, Berlin 1997,ISBN 3-86153-099-6.(books.google.de)
  • Stefan Gerber:Zur Ausbildung von Diplomjuristen an der Hochschule des MfS (Juristische Hochschule Potsdam). Nomos-Verlag-Ges., Baden-Baden 2000,ISBN 3-8305-0008-4.
  • Gunter Gerick:SED und MfS. Das Verhältnis der SED-Bezirksleitung Karl-Marx-Stadt und der Bezirksverwaltung für Staatssicherheit 1961 bis 1989. Metropol, Berlin 2013,ISBN 978-3-86331-127-8.
  • Jens Gieseke:Das Ministerium für Staatssicherheit (1950–1990). In: Torsten Diedrich,Hans Ehlert,Rüdiger Wenzke (Hrsg.):Im Dienste der Partei. Handbuch der bewaffneten Organe der DDR. Ch. Links, Berlin 1998,ISBN 3-86153-160-7, S. 371–422.
  • Jens Gieseke:Die DDR-Staatssicherheit. Schild und Schwert der Partei. Bundeszentrale für Politische Bildung, Bonn 2000,ISBN 3-89331-402-4.
  • Jens Gieseke:Die hauptamtlichen Mitarbeiter der Staatssicherheit. Personalstruktur und Lebenswelt 1950–1989/90. Ch. Links, Berlin 2000,ISBN 3-86153-227-1 (books.google.de).
  • Jens Gieseke (Hrsg.):Staatssicherheit und Gesellschaft. Studien zum Herrschaftsalltag in der DDR. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2007,ISBN 978-3-525-35083-6.
  • Jens Gieseke:Die Stasi 1945–1990. Pantheon, München 2011,ISBN 978-3-570-55161-5.
  • Arik Komets-Chimirri:Operation Falsche Flagge. Wie der KGB den Westen unterwanderte. be.bra wissenschaft verlag, Berlin 2014,ISBN 978-3-95410-039-2.
  • Uwe Krähnke, Matthias Finster, Philipp Reimann, Anja Tschirpe:Im Dienst der Staatssicherheit. Eine soziologische Studie über die hauptamtlichen Mitarbeiter des DDR-Geheimdienstes. Campus Verlag, Frankfurt / New York 2017,ISBN 978-3-593-50522-0.
  • Jenny Krämer,Benedikt Vallendar:Leben hinter Mauern. Arbeitsalltag und Privatleben hauptamtlicher Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR. Klartext Verlag, Essen 2014,ISBN 978-3-8375-0959-5.
  • Christian Halbrock:Stasi-Stadt – Die MfS-Zentrale in Berlin-Lichtenberg – Ein historischer Rundgang. Ch. Links Verlag, Berlin 2009,ISBN 978-3-86153-520-1.
  • Hagen Koch,Peter Joachim Lapp:Die Garde des Erich Mielke. Der militärisch-operative Arm des MfS. Das Berliner Wachregiment „Feliks Dzierzynski“. Helios, Aachen 2008,ISBN 978-3-938208-72-4.
  • Peter Joachim Lapp:Grenzregime der DDR. Helios, Aachen 2013,ISBN 978-3-86933-087-7.
  • Hubertus Knabe:West-Arbeit des MfS. Das Zusammenspiel von „Aufklärung“ und „Abwehr“. Ch. Links Verlag, Berlin 1999,ISBN 3-86153-182-8.(books.google.de)
  • Hubertus Knabe:Der diskrete Charme der DDR. Ullstein, Berlin 2002,ISBN 3-549-07137-X.
  • Hubertus Knabe:Die unterwanderte Republik. Ullstein, Berlin 2001,ISBN 3-549-05589-7.
  • Ilko-Sascha Kowalczuk:Stasi konkret. Überwachung und Repression in der DDR. Beck, München 2013,ISBN 978-3-406-63838-1.
  • Henry Leide:NS-Verbrecher und Staatssicherheit. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2005,ISBN 3-525-35018-X.(books.google.de)
  • Andreas Maercker, u. a.:Instrumentalisierung der Psychologie in der DDR?. Psychologische Rundschau, 73(2):120-129. 2022-04-01. Hogrefe & Huber.[2]
  • Kristie Macrakis:Die Stasi-Geheimnisse: Methoden und Technik der DDR-Spionage. Herbig 2009,ISBN 978-3-7766-2592-9.
  • Horst Müller u. a. (Hrsg.):Die Industriespionage in der DDR: Die wissenschaftlich-technische Aufklärung der DDR.edition ost, Berlin 2008,ISBN 978-3-360-01099-5.
  • Daniela Münkel,Bundesarchiv (Hrsg.):Die DDR im Blick der Stasi. Die geheimen Berichte an die SED-Führung 1953 bis 1989. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen (Reihe erscheint seit 2009). 
  • Susanne Muhle:Auftrag: Menschenraub. Entführungen von Westberlinern und Bundesbürgern durch das Ministerium für Staatssicherheit der DDR. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2015,ISBN 978-3-525-35116-1.
  • Frank Lothar Nicht:Die „Stasi“ als Erinnerungsort im vereinigten Deutschland 1990–2010. Tectum Verlag, Marburg 2011,ISBN 978-3-8288-2797-4.
  • Sandra Pingel-Schliemann:Zersetzen: Strategie einer Diktatur. Robert-Havemann-Ges., Berlin 2003,ISBN 3-9804920-7-9.
  • Michael Richter:Die Staatssicherheit im letzten Jahr der DDR (= Schriften des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung. Band 4). Böhlau, Köln/Weimar/Wien 1996,ISBN 3-412-04496-2.
  • Hans Joachim Schädlich (Hrsg.):Aktenkundig. Rowohlt, Berlin 1992,ISBN 3-87134-057-X.
  • Gabriele Schnell:Jugend im Visier der Stasi. Brandenburgische Landeszentrale für Politische Bildung, Potsdam 2001,ISBN 3-932502-31-0.
  • Franz-Josef Sehr:Nach 32 Jahren Stasi-Hintergründe aufgedeckt: Feuerwehr-Freundschaft zwischen Obertiefenbach und DDR. In:Jahrbuch für den Kreis Limburg-Weilburg 2019. Der Kreisausschuss des Landkreises Limburg-Weilburg, Limburg 2018,ISBN 978-3-927006-56-0,S. 45–48. 
  • Douglas Selvage, Georg Herbstritt (Hrsg.):Der „große Bruder“. Studien zum Verhältnis von KGB und MfS 1958 bis 1989. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2022,ISBN 978-3-525-31733-4.
  • Siegfried Suckut:Das Wörterbuch der Staatssicherheit: Definitionen zur „politisch-operativen Arbeit“. Ch. Links Verlag, 2001.(books.google.de)
  • Werner Stiller:Im Zentrum der Spionage. v. Hase & Koehler, Mainz 1986,ISBN 3-7758-1141-9.
  • Werner Stiller:Der Agent. Mein Leben in drei Geheimdiensten. Ch. Links, Berlin 2010,ISBN 978-3-86153-592-8.(books.google.de)
  • Walter Süß:Staatssicherheit am Ende. Warum es den Mächtigen nicht gelang, 1989 eine Revolution zu verhindern. Ch. Links, Berlin 1999,ISBN 3-86153-181-X.(books.google.de)
  • Mathias Wanitschke:Methoden und Menschenbild des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR. Böhlau, Köln 2001,ISBN 3-412-03201-8.
  • Peter Wurschi (Hrsg.)Es lag was in der Luft – Die Besetzung der Bezirksverwaltungen des MfS/AfNS in Erfurt, Suhl und Gera. 2., erw. Auflage. Stiftung Ettersberg, Weimar 2023, Kleine Reihe 8 (gesellschaft-zeitgeschichte.de)
  • Hans-Eberhard Zahn:Haftbedingungen und Geständnisproduktionen in den Untersuchungs-Haftanstalten des MfS (= Schriftenreihe des Berliner Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR. Band 5). Berlin 2005,ISBN 3-934085-01-6;berlin.de (PDF; 229 kB).
  • Das Archiv der Stasi. Begriffe. Herausgegeben von Brigitte Salomon im Auftrag des Bundesbeauftragten für die Unterlagen der Staatssicherheit der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU). Vandenhoeck & Ruprecht. Göttingen 2012,ISBN 978-3-525-31019-9.
  • MfS-Bezirksverwaltung Dresden – Eine erste Analyse. Bürgerkomitee Bautzner Straße e. V., Dresden 1992 (mit Liste der Hauptamtlichen und Angaben zur jeweiligen Person);archive.org.

Film, Fernsehen, Dokumentarfilm und YouTube

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Film

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Fernsehen

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Dokumentarfilm

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YouTube

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Weblinks

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Einzelnachweise

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  1. Fricke, Karl Wilhelm: „Schild und Schwert der Partei“. Das Ministerium für Staatssicherheit – Herrschaftsinstrument der SED. 15. Mai 1992, abgerufen am 2. Dezember 2024. 
  2. Karsten Dümmel, Christian Schmitz: Was war die Stasi? Einblicke in das Ministerium für Staatssicherheit der DDR (MfS). In: www.kas.de. April 2002, abgerufen am 30. Juni 2025. 
  3. Christian Halbrock: Tatort Stasi-Zentrale. Wer hat wo was entschieden? In: www.bundesarchiv.de. 2024; abgerufen im 1. Januar 1. 
  4. Holger Kulick: Die Angstmacher: Stasi – was war das? In: www.bpb.de. 16. Mai 2019, abgerufen am 11. Dezember 2025. 
  5. Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie. In: www.bundesarchiv.de. Abgerufen am 28. Oktober 2025. 
  6. Eintrag 09090007 in der Berliner Landesdenkmalliste.
  7. Ivanka Penjak: Der weiße Fleck (Hirnkost KG, Berlin., 2018). Abgerufen am 14. Februar 2026. 
  8. Johannes Beleites: Haft im MfS. In: www.bundesarchiv.de. Abgerufen am 3. November 2025. 
  9. Stephan Konopatzky: Zentrale Personendatenbank (ZPDB). In: www.bundesarchiv.de. Abgerufen am 29. Oktober 2025. 
  10. Der geheime Sperrbezirk der Stasi. Abgerufen am 29. Oktober 2025. 
  11. Marxismus-Leninismus. In: www.verfassungsschutz.bayern.de. Abgerufen am 17. Juli 2025. 
  12. Marxismus-Leninismus (ML) (1985). DDR Handbuch. 3. Köln 1985. In: www.kommunismusgeschichte.de. S. 858–874, abgerufen am 22. November 2025. 
  13. Steffen Alisch:Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR. In:bpb.de. 12. Mai 2016, abgerufen am 14. Februar 2026.
  14. Das Recht auf Selbstverwirklichung. In: www.demokratie-statt-diktatur.de. Abgerufen am 4. Juli 2025. 
  15. Michael Beleites: Heimliche Machthaber oder missbrauchte Abhängige? In: www.kas.de. 2. Dezember 2008, S. 4; abgerufen im 1. Januar 1. 
  16. Pascal Beck, Thomas Hirschlein, Nina Reusch, Ingolf Seidel: vollzug in DDR und BRD Perspektiven für die Bildungsarbeit (in: LaG - Magazin. Agentur für Bildung - Geschichte, Politik und Medien e.V.). 22. Dezember 2021, S. 8, abgerufen am 16. Februar 2026. 
  17. Oliver Schirg, Jullen Wolff: „Wir hatten damals eben zwei Gesichter“. In: www.welt.de. 10. Oktober 2004, abgerufen am 16. August 2025. 
  18. Nomenklatur-Kader. RÜCKGRAT DER SED-DIKTATUR. In: www.uni-rostock.de. Abgerufen am 9. Januar 2026. 
  19. Operative Psychologie. Die Psychologie der Staatssicherheit. In: www.sisap-ausstellung.de. Abgerufen am 16. Februar 2026. 
  20. Gábor Paál: Die geheime Stasi-Akademie für "Operative Psychologie" (Gábor Paál im Gespräch mit Maximilian Schönherr), SWR. 31. Oktober 2022, abgerufen am 15. Februar 2026. 
  21. Susanne Guski-Leinwand:Tabellarische Übersicht ausgewählter Akten/Bestände der Psychologie im MfS. Fachhochschule Dortmund, 2023, abgerufen am 14. Februar 2026.
  22. Andreas Maercker et al.:Instrumentalisierung der Psychologie in der DDR? In:Psychologische Rundschau. 2022, abgerufen am 14. Februar 2026.
  23. Susanne Leinemann:Stasi-Terror werktags von 9 bis 18 Uhr. In:Die Welt. 8. November 1999.
  24. Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung:Politische Haft in der DDR. August 2023, abgerufen am 14. Februar 2026.
  25. Bernhard Strauß:Gesundheitliche Langzeitfolgen von SED-Unrecht. Universitätsklinikum Jena, 2024, abgerufen am 14. Februar 2026.
  26. Katrin Schoelkopf, Stefan Schulz:Erinnerung an den Terror der Stasi. In:Die Welt. 5. Dezember 2005.
  27. Jan Eik, Klaus Behling:111 Fragen an die DDR. Wer, warum, wieso, weshalb? Berolina, 2013. Frage-Nr. 109.
  28. Ilko-Sascha Kowalczuk: Einmal Stasi - immer Stasi? In: www.bpb.de. 17. März 2017, abgerufen am 31. August 2025. 
  29. Ruth Hoffmann: Aufgewachsen im Überwachungsstaat DDR. In: www.dw.com. 18. März 2012, abgerufen am 3. September 2025. 
  30. Stasi-Kinder. Die Folgen der DDR-Diktatur sind bis heute spuerbar. In: www.cicero.de. Abgerufen am 19. September 2025. 
  31. Stefan Berg: Neue Studie zu DDR-Spitzeln: Die schlanke Stasi. In: Spiegel Online. 21. Februar 2013, abgerufen am 9. Juni 2018. 
  32. Helmut Müller-Enbergs: Die Stasi nutzte neben den „inoffiziellen Mitarbeitern“ auch „Auskunftspersonen“ – Der Fall Saalfeld. In: www.bpb.de. 24. Juni 2015; abgerufen im 1. Januar 1. 
  33. Fußball für die Stasi – Der Berliner Fußball-Club Dynamo. In: www.bundesarchiv.de. Abgerufen am 2. Februar 2026. 
  34. Jens Gieseke: Offizier im besonderen Einsatz (OibE). In: www.bundesarchiv.de. Abgerufen am 16. Oktober 2025. 
  35. Die Juristische Hochschule Potsdam. In: www.uni-potsdam.de. Abgerufen am 13. Juli 2025. 
  36. nb/dpa: DDR-Geschichte: Stasi-Spitzel als angenommen. In: Focus Online. 10. März 2008, abgerufen am 28. Juni 2025. 
  37. Hubertus Knabe: 003 Spionage auf Bestellung. In: hubertus-knabe.de. 3. Januar 2000, abgerufen am 16. Juli 2025. 
  38. »Liebe öffnet jeden Tresor«. In: www.spiegel.de. 21. Februar 1991, abgerufen am 17. August 2025. 
  39. Hubertus Knabe: 003 Spionage auf Bestellung. In: hubertus-knabe.de. 3. Januar 2000, abgerufen am 16. Juli 2025. 
  40. Manfred Wilke: Wenn wir die Partei retten wollen, brauchen wir Schuldige«. Der erzwungene Wandel der SED in der Revolution 1989/90 Interview mit Wolfgang Berghofer (JHK 2007, Aufbau Verlag). S. 396-421, abgerufen am 30. November 2025. 
  41. Forschungsprojekt des BfV wirft neues Licht auf die innerdeutsche Spionage während des Kalten Krieges. In: www.verfassungsschutz.de. Abgerufen am 6. Juli 2025. 
  42. Ilko-Sascha Kowalczuk: Die Aufarbeitung der Aufarbeitung - Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Ein Debattenbeitrag. In: www.bpb.de. 24. Juli 2019, abgerufen am 30. August 2025. 
  43. Michael Beleites: Heimliche Machthaber oder missbrauchte Abhängige? In: www.kas.de. 2. Dezember 2008; abgerufen im 1. Januar 1. 
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  45. Roger Engelmann, Walter Süß:Verhältnis des MfS zum sowjetischen Geheimdienst In:MfS-Lexikon. des Bundesarchivs/Stasi-Unterlagen Archivs.
  46. Jens Gieseke:Die hauptamtlichen Mitarbeiter der Staatssicherheit: Personalstruktur und Lebenswelt 1950–1989/90. Ch. Links Verlag, 2010,ISBN 978-3-86284-026-7 (Google eBook, abgerufen am 12. Februar 2014, S. 51).
  47. Falco Werkentin:Politische Strafjustiz in der Ära Ulbricht. Ch. Links, Berlin 1997,ISBN 3-86153-069-4, S. 22.
  48. Jens Gieseke:Hauptamtliche Mitarbeiter (PDF; 1,3 MB), in:Karsten Dümmel und Melanie Piepenschneider (Hrsg.):Was war die Stasi? Einblicke in das Ministerium für Staatssicherheit der DDR, Konrad-Adenauer-Stiftung, 2014,ISBN 978-3-95721-066-1, S. 68.
  49. Vgl. Gesetzesblatt der Deutschen Demokratischen Republik Nr. 15/1950 vom 21. Februar 1950.
  50. MfS-Lexikon:Objektverwaltung „W“.
  51. Vgl. Karl Wilhelm Fricke,Roger Engelmann:„Konzentrierte Schläge“ – Staatssicherheitsaktionen und politische Prozesse in der DDR 1953–1956. Berlin 1998, S. 251 f.
  52. Hubertus Knabe: West-Arbeit des MfS. Das Zusammenspiel von „Aufklärung“ und „Abwehr“. Analysen und Dokumente. Wissenschaftliche Reihe des Bundesbeauftragten (Band 18). Ch. Links Verlag, Berlin. In: www.bundesarchiv.de. 1999, S. 65, abgerufen am 12. August 2025. 
  53. Jens Gieseke: Die Stasi 1945–1990. In: www.bundesarchiv.de. Abgerufen am 29. Juni 2025. 
  54. Hallstein-Doktrin 23.09.1955. Abgerufen am 4. September 2025. 
  55. Thomas Wegener-Friis, Astrid Carlsen, Carlsen Abraham: »Schwierige Völkerfreundschaft im Norden«. Die Freundschaftsgesellschaften mit der DDR in den skandinavischen Ländern im Fokus der Nachrichtendienste Dänemarks, Norwegens und Schwedens. In: www.kommunismusgeschichte.de. 2016, abgerufen am 2. September 2025. 
  56. abRoger Engelmann: Staatssekretariat für Staatssicherheit (SfS). MfS-Lexikon. In: www.stasi-unterlagen-archiv.de. Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv, abgerufen am 27. Juni 2024. 
  57. Vgl. Gieseke:DDR-Staatssicherheit. S. 24.
  58. Stasi-Gefängnis. In: www.stiftung-hsh.de. Stiftung HSH, abgerufen am 2. Mai 2022. 
  59. Psychologie im Dienst der Stasi. In: Arte.tv. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 13. April 2010; abgerufen am 18. Juli 2025 (Interview mitKlaus Behnke). 
  60. Olga Chaban: DDR Forschung. Die Opfer des SED-Unrechts leiden bis heute unter Langzeitfolgen. In: www.mdr.de. 17. Juni 2025, abgerufen am 23. Juli 2025. 
  61. Karl Wilhelm Fricke: Die Schönfärber verhöhnen ihre Opfer (Frankfurter Rundschau). In: www.fr.de. 16. November 2007, abgerufen am 19. Juli 2025. 
  62. Walter Süß: Kopien für die „Freunde“: Die Verzahnung der Stasi mit dem KGB. In: www.bpb.de. 1. Januar 2017, abgerufen am 30. Juni 2025. 
  63. Berichterstattung über die 35. Tagung des ZK, Protokoll der Kollegiumssitzung vom 20. Februar 1958; BStU, ZA, SdM 1554, Bl. 63.
  64. Jan C. Behrends:Diktatur. Moderne Gewaltherrschaft zwischen Leviathan und Behemoth (Version 2.0). In:Docupedia-Zeitgeschichte 20. Dezember 2016.
  65. Vgl. Art. 2 desVertrages über die Grundlagen der Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik vom 21. Dezember 1972, dokumentiert in: Matthias Judt (Hrsg.):DDR-Geschichte in Dokumenten – Beschlüsse, Berichte, interne Materialien und Alltagszeugnisse. Bundeszentrale für politische Bildung Band 350, Bonn 1998, S. 517.
  66. Vgl. Art. 1 Abs. 3 UN-Charta, dokumentiert in: 12. Deutscher Bundestag:Materialien der Enquete-Kommission zur Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland. Band 4, Frankfurt am Main 1995, S. 547.
  67. Vgl. Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, Schlussakte, Helsinki 1975, S. 11.
  68. Stasi und RAF. www.stasi-mediathek.de, abgerufen am 28. Juni 2025. 
  69. Madlen Schäfer, Holger Kulick: Verdeckte Waffendeals der DDR mit Syrien. In: www.bpb.de. 9. Dezember 2024, abgerufen am 25. Oktober 2025. 
  70. Daniel Lange: Kommerzialisierte Solidarität. Angola als Panorama der DDR-Turnschuhdiplomatie. 2. Juni 2025, abgerufen am 5. Juli 2025. 
  71. Bernd Wagner: Vertuschte Gefahr: Die Stasi & Neonazis. In: www.bpb.de. 1. Februar 2018, abgerufen am 10. November 2025. 
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  74. Isolierungslager der Staatssicherheit für missliebige DDR-Bürger. In: www.runde-ecke-leipzig.de. Abgerufen am 28. Juni 2025. 
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  81. Akten. Zentraler Runder Tisch 1989-1990. In: erinnerungsdebatten.de. Abgerufen am 11. Dezember 2025. 
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  84. Jens Bauszus: Sturm auf Stasi-Zentrale Stasi-Inszenierung? Geheimdienst-Vertuschung? In: www.focus.de. 15. Januar 2010, abgerufen am 12. September 2025. 
  85. Hans Michael Kloth: Sturm auf die Stasi-Zentrale. Im Herzen der Finsternis. In: www.spiegel.de. 15. Januar 2010, abgerufen am 10. Dezember 2025. 
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  87. Andreas Förster: Spitzelstürmer. In: www.fr.de. 14. Januar 2020, abgerufen am 10. Dezember 2025. 
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  89. Beschluss des Ministerrates „zur Vernichtung aller magnetischen Datenträger des ehemaligen MfS/AfNS mit personenbezogenen Daten“. In: DC-20 I/3-2924, Bl. 98-102 BArch, Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR. 26. Februar 1990, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 1. Dezember 2018; abgerufen am 13. März 2014. 
  90. Helmut Müller-Enbergs (unter Mitarbeit von Sabine Fiebig, Günter Finck,Georg Herbstritt, Stephan Konopatzky):„Rosenholz“. Eine Quellenkritik. (PDF; 1,1 MB) Berlin 2007,ISBN 978-3-942130-69-1, insbes. S. 28–32.
  91. Beschluss 6/6/90 des Ministerrates „über weitere Aufgaben und Maßnahmen, die sich aus der Auflösung des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit/Amtes für Nationale Sicherheit ergeben“. In: BArch, DC 20 – I/3 – 2952, Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR. Bundesarchiv, 16. Mai 1990, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 29. Mai 2014; abgerufen am 13. März 2014. 
  92. Stefan Wolle: Das Feindbild der Stasi "Der Gegner ist überall ..." In: www.bpb.de. 20. Oktober 2016, abgerufen am 29. August 2025. 
  93. Ministerium für Staatssicherheit: Richtlinie Nr. 1/76 zur Entwicklung und Bearbeitung Operativer Vorgänge (OV). 1. Januar 1976, abgerufen am 28. Juni 2025 (wiedergegeben auf stasi-mediathek.de). 
  94. Jens Gieseke: Offizier im besonderen Einsatz (OibE). In: www.bundesarchiv.de. Abgerufen am 16. Oktober 2025. 
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  101. Angela Marquardt: Verführung zu Feindbildern. Jugendliche im Dienst des MfS. In: bpb.de. 16. Oktober 2016, abgerufen am 23. Oktober 2025. 
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  110. Vgl. Hans-Hermann Hertle:Die Todesopfer an der Berliner Mauer 1961–1989. Ch. Links, Berlin 2009, S. 21 f.
  111. Befehl Nr. 20/72 „Politisch-operative Aufgaben zur sicheren und vertragsgerechten Durchführung des Transit-, Reise- und Besucherverkehrs“, www.stasi-mediathek.de
  112. Es gibt kein Entrinnen Spiegel vom 19. Dezember 1994.
  113. Andreas Förster: Eigenes Liniennetz: Hier fuhren die Busse der Stasi-Mitarbeiter. 50 Busse brachten die Mitarbeiter zur Arbeit und wieder zurück. Auch in West-Berlin. In: Berliner Zeitung. 15. August 2019, abgerufen am 29. Juni 2025. 
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  115. Detlef Kühn: Häftlingsfreikauf. In: www.bpb.de. 26. September 2011, abgerufen am 3. November 2025. 
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  119. Matthias Voss:Wir haben Spuren hinterlassen!: Die DDR in Mosambik: Erlebnisse, Erfahrungen und Erkenntnisse aus drei Jahrzehnten. LIT Verlag, Berlin / Hamburg / Münster 2005,ISBN 3-8258-8321-3.
  120. abSonderauftrag Mord – Die Geheimnisse der Stasi (Memento vom 10. Januar 2015 imInternet Archive), ZDF, 28. September 2010.
  121. Angela Schmole:Hauptabteilung VIII. Beobachtung, Ermittlung, Durchsuchung, Festnahme (MfS-Handbuch). Hrsg. BStU. Berlin 2011, S. 67.
  122. Roland Schißau:Strafverfahren wegen MfS-Unrechts. Die Strafprozesse bundesdeutscher Gerichte gegen ehemalige Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR (=Berliner Juristischer Universitätsschriften. Band 22). Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2006, S. 149.
  123. Thomas Stechert: Eigendorfs Todesakte bleibt geschlossen. In: Braunschweiger Zeitung. 8. Januar 2011, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 16. Januar 2014; abgerufen am 14. März 2014. 
  124. Sportlermord im Auftrag der Stasi? In: Deutschlandfunk. 14. Februar 2010, abgerufen am 14. März 2014. 
  125. Tomas Kittan: Ein Katz und Maus-Spiel mit der Stasi. In: BZ. 5. August 2011, abgerufen am 15. Dezember 2014. 
  126. Mielkes mafiöse Methoden. In: Berliner Morgenpost. 31. Januar 2010, abgerufen am 14. März 2014. 
  127. Klaus Marxen,Annette Weinke:Inszenierungen des Rechts: Schauprozesse, Medienprozesse und Prozessfilme in der DDR. Berliner Wissenschafts-Verlag, 2006.(books.google.de)
  128. Sven Felix Kellerhoff: Die tödlichen Methoden der DDR-Staatssicherheit. In: Die Welt. 8. Februar 2010, abgerufen am 14. März 2014. 
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  131. Jürgen Fuchs. (Memento vom 29. September 2017 imInternet Archive) –Dichter und Dissident. Vor 10 Jahren, am 9. Mai 1999, starb der DDR-Oppositionelle Jürgen Fuchs. (Memento vom 7. März 2016 imInternet Archive) Friedliche Revolution; abgerufen am 14. Dezember 2018. Rede von Ilko-Sascha Kowalczuk anlässlich der Einweihung des Jürgen-Fuchs-Platz am 9. Mai 2011.Wortlaut der Rede. (Memento vom 17. Januar 2016 imInternet Archive; PDF; 38 kB) berlin.de
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  133. Sprengstoff von der Stasi ARD-„Monitor“ deckt auf: DDR-Hilfe für „Revolutionäre Zellen“. In:Die Zeit, Nr. 19/1991.
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  135. Stasi wusste von Anschlag auf La Belle.Zeit Online, 4. Juni 2014.
  136. Jürgen Borchert:Die Zusammenarbeit des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) mit dem sowjetischen KGB in den 1970er und 1980er Jahren. Ein Kapitel aus der Geschichte der SED-Herrschaft. LIT Verlag, Münster 2006, S. 183.(books.google.de)
  137. Gerd Rosenkranz:Ein Datum, zwei Wahrheiten. In:Die Zeit.Nr. 4, 17. Januar 1992 (zeit.de). 
  138. abStefan Aust:Der Baader-Meinhof-Komplex. Piper, München 2020,ISBN 978-3-492-23628-7,S. 960–961 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche). 
  139. Hans Schueler:Anschlag in Ramstein. In:Die Zeit.Nr. 38, 11. September 1981 (zeit.de). 
  140. „RAF-Stasi-Connection“: Funde werfen Fragen auf. 23. Oktober 2007, abgerufen am 9. Oktober 2014. 
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  145. Siegfried Suckut:Das Wörterbuch der Staatssicherheit. Ch. Links, 2001, S. 121.(Zitat aus:Wörterbuch der politisch-operativen Arbeit. Ministerium für Staatssicherheit,Hochschule. Potsdam, April 1985, Stichwort „Feindbild“, S. 111):Konkrete und gesicherte Erkenntnisse über den Feind und die auf ihnen beruhenden tiefen Gefühle des Hasses, des Abscheus, der Abneigung und Unerbittlichkeit gegenüber dem Feind sind außerordentlich bedeutsame Voraussetzungen für den erfolgreichen Kampf gegen den Feind. Digitalisat, abgerufen am 1. August 2016.
  146. https://www.bundesarchiv.de/glossar/detail/hauptamtlicher-mitarbeiter/ MfS-Lexikon. Hauptamtlicher Mitarbeiter
  147. Vgl.Jens Gieseke:Die hauptamtlichen Mitarbeiter der Staatssicherheit. Berlin 2000,ISBN 3-86153-227-1, S. 552–557.
  148. BStU:Informationen zum Ministerium für Staatssicherheit (MfS) –Was war die Stasi? Die Zahl von 250.000 hauptamtlichen Mitarbeitern findet sich auch bei Helmut Müller-Enbergs:Zum Umgang mit inoffiziellen Mitarbeitern – Gerechtigkeit im Rechtsstaat? In: Deutscher Bundestag (Hrsg.):Materialien der Enquete-Kommission „Überwindung der Folgen der SED-Diktatur im Prozeß der deutschen Einheit“. Band IV/2, Baden-Baden 1999, S. 1335–1398, hier S. 1336.
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  151. Vgl. Helmut Müller-Enbergs:IM-Statistik 1985–1989. In:BF informiert. 3/93, BStU, Berlin 1993, S. 55.
  152. abKleine Anfrage von Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE an den Deutschen Bundestag (PDF; 63 kB).
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  154. Angela Marquardt: Verführung zu Feindbildern Jugendliche im Dienst des MfS. In: www.bpb.de. 16. Oktober 2016, abgerufen am 2. September 2025. 
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  170. Kristie Macrakis:Die Stasi-Geheimnisse: Methoden und Technik der DDR-Spionage. Herbig 2009,ISBN 978-3-7766-2592-9, S. 371 ff.
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52.51444444444413.4875Koordinaten:52° 30′ 52″ N,13° 29′ 15″ O

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