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Minirechner

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(Weitergeleitet vonMinicomputer)
Dieser Artikel behandelt die historischen, nach heutigen Maßstäbengroßen „Minirechner“. Nach modernen Maßstäben als klein geltende Computer werden unterSmall Form Factor behandelt.
Sechs Minirechner derDigital Equipment Corporation (DEC) mit Erscheinungsjahr: erste Reihe:PDP-1 (1959),PDP-7 (1964),PDP-8 (1965);
zweite Reihe:
PDP-8/E (1970),PDP-11/70 (1975),PDP-15 (1970)

Minirechner (teilweise ausenglischminicomputerlehnübersetzt) oder (weiter übersetzt)Kleinrechner sind Bezeichnungen für eine Klasse von historischenComputern (Allzweckrechnern) – zur Abgrenzung zu den noch kleinerenMikrorechnern auf der einen und denGroßrechnern auf der anderen Seite.

Der Begriff entstand Ende der 1960er-Jahre, als die ersten „kleinen“Computer gebaut wurden. „Klein“ bedeutete in diesem Zusammenhang, dass der Rechner nicht mehr ganze Zimmer oder Säle füllte wie die damals erhältlichen Computer (siehe auch „Großrechner“), sondern nur noch aus einem oder mehreren Schränken bestand oder besteht. Manche Minirechner waren so klein, dass sie auch auf einen stabilen Schreibtisch gestellt werden konnten. Die für kaufmännische Anwendungen ausgelegten Modelle dieser Rechnerklasse bildeten (oder bilden, in denMainframes) diemittlere Datentechnik.

Allgemeines

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MinirechnerVAX 11/780 von DEC

Vom technischen Aspekt her sind Minicomputer der zweiten und dritten Rechnergeneration zuzuordnen.

Um eine kleinere und preislich günstigere Variante zu denGroßrechnern (oder späterenSupercomputern) zu schaffen, entwickelte die amerikanische FirmaDigital Equipment Corporation (DEC) in den 1960er Jahren denPDP-1. Dieser erste Minirechner hatte in etwa die Größe eines Schrankes. Am 22. März 1965 wurde in New York der sehr viel kleinerePDP-8 vorgestellt. Er kostete zirka 16.000 Dollar und lief mit einer Taktfrequenz von 1 Megahertz. Die erste PDP-8-Reihe war vollständig mitdiskreter Halbleitertechnik aufgebaut (zweite Generation). Ab 1970 gesellte sich diePDP-11-Familie hinzu. Die erste PDP-11 baute bereits aufIntegrierten Schaltkreisen auf. Beide Rechnerfamilien wurden mehrmals erweitert und auch in neueren Technologien implementiert. Es existieren PDP-8- und PDP-11-Mikroprozessoren. Deswegen kann gesagt werden, dass die letzten Modelle der PDPs keine wirklichen Minicomputer mehr waren. Benutzt wurde die PDP-Reihe vor allem in Hochschulen sowie größeren Unternehmen und Behörden, die nun endlich die Möglichkeit sahen, Rechnertechnik in Forschung, Lehre und sonstige Tätigkeiten zu integrieren.

Darüber hinaus wurden zwischen 1968 und 1978 von demAachener ElektronikunternehmenKrantz Computer, zuletzt im Verbund mitVarian Data Machines, einer Sparte derVarian Associates, Minicomputer der Reihe Mulby und Indata hergestellt.[1][2] Sie fanden ihren Einsatz imgrafischen Gewerbe, in derVerkehrstechnik,Betriebsdatenerfassung,Gebäudetechnik undProzesssteuerung. Zusammen mit dem Schweizer Telekommunikations-GeräteherstellerAutophon entstanden Informations-Display-Systeme für die Mulby-Computer, welche auf Flughäfen, darunter ab 1977 auf demFlughafen Frankfurt Main, sowie auf Bahnhöfen und Aktienmärkten Anwendung fanden.[3]

In den 1980er Jahren wurden die Minicomputer von den auf 32-bit-Mikroprozessor-Technologie aufbauenden Maschinen der vierten Generation verdrängt, was zu erheblichen Einbußen bei den jeweiligen Herstellern führte. Man nahm nicht an, dass private AnwenderPersonal Computer in großem Umfang nutzen würden. Doch es kam anders, und besonders DEC und IBM verschliefen diese Entwicklung, worauf Gewinneinbrüche von bis zu mehreren Milliarden Dollar keine Seltenheit waren.

Bis zum Anfang der 1990er Jahre musste der Markt umstrukturiert werden. Viele Firmen wiePhilips,Nixdorf,Data General undWang orientierten sich neu oder verschwanden komplett.

Auswahl an Minirechnern

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Siehe auch

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Weblinks

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Commons: Minicomputers – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. From Textils to Computers Unternehmensgeschichte auf Computer History Museum (englisch)
  2. Computer-Archiv Krantz-Computer
  3. Einsatz Krantz-Computer auf Computer History Museum
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