
Windows XP Embedded ist einBetriebssystem des UnternehmensMicrosoft. Es ist eine modularisierte Version vonWindows XP Professional, die es erlaubt, nur einen Teil der Komponenten auf dem Ziel-PC zu installieren. Hierfür stehen spezielle Installationswerkzeuge zur Verfügung (dazu unten mehr).[1][2] Verwendungsgebiete sind ausschließlich PC-artige Geräte, die auf einem x86-Prozessor basieren, wobeiPCs im engeren Sinne per Lizenz von der Nutzung ausgeschlossen sind. Damit ist es vonWindows CE zu unterscheiden, das auch die MIPS- und ARM-Architekturen unterstützt.
Windows XP Embedded ist vollständig modular aufgebaut. Module umfassen unter anderemWindows Media Player (8 oder 10),Internet Explorer 6, eineFirewall, denWindows-Explorer,DirectX 9 und.Net-Framework 3.1. XP Embedded kann auf einen Speicherverbrauch auf derFestplatte,Flash oder USB-Stick von minimal 34 MB abgespeckt werden. Übliche Installationen mit grafischer Oberfläche und Netzwerk umfassen etwa 200–500 MB. Die einzelnen Module können mit dem sog. „Target Designer“ zu einem vollwertigen, auf die Anforderungen angepassten, Betriebssystem-Speicherabbild zusammengestellt werden. Außerdem ist es möglich, z. B. selbst entwickelte Software in ein Modul zu kapseln, welches sich dann, wie die mitgelieferten auch, bearbeiten lässt.
| Software-Versionen | Veröffentlichung | Enddatum | Support |
|---|---|---|---|
| Service Pack 3 | 13. Nov. 2008 | 11. Jan. 2016 | eingestellt |
| Service Pack 2 | 17. Jan. 2005 | 10. Jan. 2011 | eingestellt |
| Service Pack 1 | 21. Okt. 2002 | 09. Apr. 2007 | eingestellt |
| Originaler Release | 29. Jan. 2002 | 11. Jan. 2016 | eingestellt |
Meistens wird es in Kassen im Einzelhandel (z. B.McDonald’s,Aral, ehem.Deutsche Bahn[3]) eingesetzt. Andere Einsatzmöglichkeiten umfassenGeldautomaten,Oszilloskope,Spielautomaten,Thin Clients,Digitalkameras,Car-PCs oder Geräte der Unterhaltungselektronik. Als Beispiel kommt Windows XP Embedded aufPackstationen von DHL zum Einsatz. Auch für industrielle Anwendungen ist es aufgrund der Möglichkeit zum bedarfsgerechten Zuschneiden auf Applikationen interessant (z. B. für PC-basierte Steuerungen). Es ist lauffähig auf Geräten ohne Tastatur, Maus, Bildschirm oder Festplatte.Im Gegensatz zu Windows 7 Embedded besitzt es noch keine echte „onboard“ Touchscreen-Unterstützung.
Es existiert eine kostenlose 120-Tage-Testversion des Systems, in deren Testperiode ein Anwender den Leistungsumfang desEingebetteten Systems testen kann. Bei der Testversion wird ein Testversion-Hinweis im Desktop-Hintergrund eingeblendet.
Am 11. Januar 2016 ist der offizielle Support für XP Embedded seitens Microsoft ausgelaufen.[4] Durch die dadurch fehlenden Sicherheitspatches sind Systeme mit diesem Betriebssystem ein mögliches Ziel von Hackern. Seitdem werden daher Einrichtungen, die weiterhin auf Windows XP Embedded setzen, aufgefordert aufzurüsten. So wurden auch Betreiber von Bankautomaten, welche lautNCR-Marketing-Director Robert Johnston zu 95 % noch auf XP Embedded setzen, vomBundesinnenministerium angehalten, zumindest weitere Sicherheitsbarrieren in die bestehende Software einzubauen.[5] Der FlughafenBER war ebenfalls betroffen und rüstete die veraltete Software in insgesamt 120 Aufzügen auf.[6]
Nachfolger des Betriebssystems Windows XP Embedded istWindows Embedded Standard 2009.