Microsoft Windows Server 2003 ist einBetriebssystem und wurde im Jahr 2003 vonMicrosoft als Nachfolger für dieWindows-2000-Serverprodukte veröffentlicht. Die interne Versionsnummer bei Microsoft lautet NT 5.2. Im Vergleich zu Windows 2000 Server enthält es keine grundlegenden Neuheiten, sondern viele kleine Neuerungen im Detail. Besonders im Bereich der Sicherheit wurden viele Verbesserungen vorgenommen, vor allem bei einigen besonders kritisierten Standardeinstellungen. Zum Beispiel werden spezielle Anwendungen wie derInternet Information Server nicht mehr standardmäßig installiert, so dass sich ein besser auf die Aufgabe bezogenes System aufbauen lässt.
Windows Server 2003 war ursprünglich unter der BezeichnungWindows 2002 geplant.[1] Später wurde das Produkt in.NET Server umbenannt, um eine Verbindung zu.NET herzustellen. Man wandte sich jedoch später vom Vorhaben ab und nannte das Produkt schließlich inWindows Server 2003 um.[2]Da Windows Server 2003 die erste 64 Bit Version von Windows werden sollte, aber noch keine IntelItanium Prozessoren zur Verfügung standen, eine Itanium Emulation in Software zu langsam war und dieAMD64 Architektur noch gar nicht erfunden war, entschied man sich bei Microsoft die 64 Bit Version von Windows zuerst aufAlpha AXP zu entwickeln. Diese 64 Bit Version für den Alpha AXP wurde nur intern bei Microsoft verwendet.[3]
Das System unterstützt u. a.:
- Web Edition: unterstützt Single(1)- oder Dual(2)-Prozessor-Systeme und bis zu 2 GB RAM
- Speziell für die Verwendung alsWebserver vorgesehen. Nur für ausgewählte Partner und nicht im Einzelhandel erhältlich. Keine Unterstützung fürActive Directory Verwaltung.
- 32-Bit Standard Edition: unterstützt Single(1)- bis Quad(4)-Prozessor-Systeme und bis zu 4 GB RAM
- Für kleine Organisationen und Abteilungen.
- 32-Bit Enterprise Edition: unterstützt Single(1)- bis Oct(8)-Prozessor-Systeme und bis zu 32 GB RAM (mittelsPAE)
- Für mittelständische bis große Unternehmen, erhöhte Verfügbarkeit und Skalierbarkeit.
- 32-Bit Datacenter Edition: unterstützt Single(1)- bis 32-Prozessor-Systeme und bis zu 64 GB RAM (mittelsPAE)
- Steht für maximale Leistung, für Unternehmen, die ein Höchstmaß an Skalierbarkeit, Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit benötigen. Nur als OEM angeboten (im Rahmen des „Windows Datacenter Programm“) Der Hauptunterschied zurEnterprise Edition ist die Unterstützung von leistungsstärkerer Hardware.
Speziell für Systeme mitx64-Prozessoren (AMDsOpteron,Athlon 64 undTurion 64 mitAMD64;IntelsPentium 4,Core 2 undXeon mitIntel 64) gibt es folgende Varianten:
- Windows Server 2003 Standard x64 Edition: unterstützt Single(1)- bis Quad(4)-Prozessor-Systeme und bis zu 32 GB RAM
- Windows Server 2003 Enterprise x64 Edition: unterstützt Single(1)- bis Oct(8)-Prozessor-Systeme und bis zu 1 TB RAM
- Windows Server 2003 Datacenter x64 Edition: unterstützt Oct(8)- bis 64-Prozessor-Systeme und bis zu 1 TB RAM
- Windows Compute Cluster Server 2003: unterstützt pro Knoten/Server Single(1)- bis Quad(4)-Prozessor-Systeme und bis zu 32 GB RAM – bildet einenHigh-Performance-Computing-Cluster aus mehreren Servern
Speziell für Systeme mit Intel-Itanium-Prozessoren gibt es ebenfalls 64-Bit-Varianten (Enterprise- und Datacenter-Edition) für dieItanium-Architektur „IA-64“, welche dieselbe Hardwareunterstützung wie die x64-Editionen aufweisen.
Außerdem gibt es speziell für kleine Betriebe die Varianten:
Siehe auch:[4]
- Unterstützung von 64-Bit-Prozessoren
- Internet Information Services 6.0 (komplett neu geschriebener HTTP-Server)
- VerbesserterDomain Name System (DNS)-Server
- Mehr Möglichkeiten für die Administration von der Befehlszeile
- Änderungen bei denActive-Directory-Services (transitive Vertrauensstellungen zwischen Gesamtstrukturen)
- Application-Directories, spezielle Partition im Active Directory
- Volume Shadow Copy Service ermöglichen z. B. schnelle Snapshots zu Backupzwecken sowie eine Versionierung von Dateien, die Benutzer können dadurch einfach frühere Versionen von Dateien wiederherstellen.
- Möglichkeit, Domänencontroller und sogar ganze Domänen umzubenennen.
- Domänen können im Forest verschoben werden (nur im Win2003-Modus der AD).
- Seit dem Service Pack 1 ist eine SSL-Verschlüsselung fürRDP-Verbindungen möglich.
- SharePoint Services
Das am 30. März 2005 veröffentlichte Service Pack 1 für Windows Server 2003 verbessert leicht die Performance, die Zuverlässigkeit und Sicherheit des Betriebssystems. Zu den Verbesserungen gehören vielfach die gleichen Updates wie die des Service Pack 2 für Windows XP-Nutzer. Folgende Funktionen wurden mit dem Service Pack 1 hinzugefügt:
- Security Configuration Wizard: Ein Werkzeug, das es Administratoren ermöglicht leichter Änderungen und Recherchen an denSicherheitsrichtlinien vorzunehmen.
- Hot Patching: diese Funktion erweitert Windows Server 2003 mit der Möglichkeit, DLL, Treiber und Nicht-Kernel-Patches ohne einen Neustart wirksam werden zu lassen.
- IIS 6.0 Metabase Auditing: Ermöglichen die Verfolgung von Metabasis-Bearbeitungen.
- Windows-Firewall: bringt viele der Verbesserungen von Windows XP Service Pack 2 für Windows Server 2003, auch mit demSecurity Configuration Wizard (SCW), können IT-Administratoren leichter die eingehenden offenen Ports verwalten, es können Standard-Rollen zugewiesen als auch automatisch erkannt werden
- Zur Verbesserungen von Vernetzung gehören die Unterstützung fürWireless Provisioning Services, bessere IPv6-Unterstützung und neue Schutzmechanismen gegen SYN-Flood-Attacken TCP.
- Post-Setup Security Updates: ein Standard-Modus, der aktiviert wird, nach dem Booten der Server-Service-Pack-1-Installation. Es konfiguriert die Firewall, alle eingehenden Verbindungen zu blockieren, und leitet den Benutzer an, Updates zu installieren.
- Data Execution Prevention (DEP): Unterstützung für dasNo Execute (NX)-Bit, dasBuffer Overflow Exploits zu verhindern hilft, eine der häufigsten Angriffsmethoden gegen Windows Server.
- Windows Media Player Version 10
- Internet Explorer 6 SV1 (z. B. IE6 SP2)
- Unterstützung der Datenverwaltung für Festplatten mit Hilfe desGUID-Partition-Table-Systems
Eine vollständige Liste der Updates findet man im MicrosoftKnowledge Base.[5]
Die Version Release 2 erschien am 6. Dezember 2005 und ist eine aktualisierte Fassung des Server 2003 (SP1) mit Erweiterungspaketen für alle Versionen (mit einer Einschränkung der Itanium-Unterstützung für dieEnterprise Edition).[6]
Offizielle Liste der Veränderungen im R2:
- Identitäts- und Zugriffsverwaltung
- Verwaltung von Zweigstellenservern
- Speicher-Setup und -verwaltung
- Anwendungsentwicklung innerhalb und außerhalb der traditionellen Grenzen der Organisation
Für eine detaillierte Aufstellung der Neuerungen hat Microsoft eine Produktseite für Windows Server 2003 R2 eingerichtet.[7]
Das Service Pack 2 für Microsoft Windows Server 2003[8] ist am 12. März 2007 erschienen. Die Sicherheit und Stabilität wurden verbessert und neue Funktionen sowie Aktualisierungen für vorhandene Komponenten hinzugefügt.
Das Service Pack 2 kann auf folgenden Betriebssystemen installiert werden:
- Windows Server 2003 All Editions (32-bit x86)
- Windows Server 2003 Itanium-based Editions
- Windows Server 2003 x64 Editions
- Windows Server 2003 R2 Editions
- Windows Server 2003 Storage Server R2 Edition
- Windows Server 2003 Computer Cluster Edition
- Windows Server 2003 for Small Business Servers R2 Edition
- Windows XP Professional x64 Edition
Außerdem werden noch einige neue Funktionen bereitgestellt (siehe auch „Die Liste der Updates in Windows Server 2003 Service Pack 2“)[9]:
- DieRemote Installation Services (RIS) werden durch dieWindows Deployment Services (WDS) ersetzt.
- Windows Vista Clients können durch WDS installiert werden.
- DerManagement Console 3 können Snap-Ins flexibler hinzugefügt werden.
- HöhereLeistung für den SQL-Server.
- Höhere Leistung für den Betrieb des Servers unter Microsofts VirtualisierungslösungWindows Virtualization.
Der Windows Storage Server 2003 (WSS2003) ist eine Version fürNetwork Attached Storage. Diese Version besitzt eine eingeschränkte Funktionalität, ist aber preiswerter. Einsatzgebiete sind SQL-Server, Fileserver oder Mail- und Exchange-Server. Seit 2006 ist er nur noch in der R2-Variante verfügbar. Der Server wird auf Hardware vorinstalliert geliefert und kann perWebschnittstelle verwaltet werden.[10]
- ↑What is Windows 2002?
- ↑Interview: Microsoft’s David Treadwell | Developer World – InfoWorld
- ↑https://learn.microsoft.com/en-us/previous-versions/technet-magazine/cc718978(v=msdn.10)
- ↑Documentation Windows Server 2003 operating-system
- ↑Windows Server 2003 Service Pack 1 list of updates (KB 824721). Microsoft, abgerufen am 2. September 2006.
- ↑Microsoft Releases Windows Server 2003 R2: “Doing More With Less” Just Got Better. 6. Dezember 2005, abgerufen am 25. Juni 2021 (amerikanisches Englisch).
- ↑Neuerungen in Windows Server 2003 R2
- ↑Microsoft Windows Server 2003 Service Pack 2 – Download des Microsoft Windows Server 2003 Service Pack 2
- ↑Liste der Updates in Windows Server 2003 Service Pack 2
- ↑Windows Storage Server. Microsoft, abgerufen am 6. Juli 2012.