Movatterモバイル変換


[0]ホーム

URL:


Zum Inhalt springen
WikipediaDie freie Enzyklopädie
Suche

Microsoft Windows 2.x

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Windows 2.x
Startbildschirm von Windows 2.11 (deutsch): im oberen Bildteil groß das „neue“ (noch aktuelle) Logo “Microsoft (R)” (kursiv), in der Mitte in kleinerer „Computerschrift“ die Versionsangaben und am unteren Bildschirmrand die Urheberrechtsvermerke; alles zentriert gehalten
Bildschirmfoto Version 2.11 (deutsch)
EntwicklerMicrosoft
Lizenz(en)MicrosoftEULA (Closed Source)
Erstveröff.9. Dezember 1987
Akt. Version2.11(13. März 1989)[1]
KernelPC-kompatibles DOS
↳ Windows-Kernel
AbstammungWindows 1.0
↳ Windows 2.0–2.11
ChronikWindows 1.0
Windows 2.x
Windows 3.0
Windows 3.1
Windows 95
Windows 98
Windows Me
SonstigesEntwicklung eingestellt Unterstützung: bis 31. Dezember 2001[2]
www.microsoft.com

Microsoft Windows 2.x ist eine vom UnternehmenMicrosoft entwickeltegrafische Benutzeroberfläche fürPC-kompatibles DOS, die am 9. Dezember 1987 veröffentlicht wurde.[3] Als Nachfolger vonWindows 1.0 war sie die zweiteVersion vonWindows. Die Veröffentlichung vonWindows 2.03 löste einen Rechtsstreit mit dem UnternehmenApple aus, der bis 1992 andauerte. Abgelöst wurde Windows 2.x durchWindows 3.0, das am 22. Mai 1990 veröffentlicht wurde.[4]

Eigenschaften und Versionen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Windows 2.x ist eine erweiterte grafische Oberfläche für dasBetriebssystem DOS aufIBM-PC-kompatiblen Computern. So lief es auf den BetriebssystemenMS-DOS,PC DOS und davon lizenzierten OEM-Versionen, etwa von Compaq oder NEC, und ist somit prinzipiell auf jedem PC-kompatiblen DOS lauffähig. Im Gegensatz zu reinem DOS bietet Windows die Möglichkeit, mehrere Programme gleichzeitig – grafisch, inFenstern getrennt – zu starten. Neu im Unterschied zu Windows 1.x ist, dass die Fenster sich überlappen können und in der Größe veränderbar sind.Windows 2.x bietet darüber hinaus neue Funktionen, wie z. B. die Kommunikation zwischen einzelnen Programmen mitDynamic Data Exchange (DDE),SmartDrive, Warntöne (über den PC-Lautsprecher),VGA-Unterstützung, neue Bildschirmschriften und erstmals die Möglichkeit zur Umschaltung viaAlt+↹ (Tab) zwischen Programmen. Für 1987 neueEingabegeräte, wie diePS/2-Maus, werden nun auch unterstützt.

Windows 2.03 ist das letzte Windows, welches sich aufDisketten installieren und ohneFestplatte verwenden lässt.Windows 2.1 bietet als Neuerung erneuerte und mehrere neueTreiber (Grafik, Computer, Drucker) und unterstützt Erweiterungsspeicher (EMS undXMS) besser. MitWindows 2.11 gibt es erneut minimale Verbesserungen bei Speicher- und Druckerzugriffen.

Windows 2.x ist auf die Eigenschaften des Prozessors zugeschnitten und wurde entsprechend in den VariantenWindows/286 undWindows/386 vertrieben. Die Version /386 nutzt erstmals denSchutzmodus desIntel-386er-Prozessors, ist zu früheren Prozessoren nicht kompatibel und unterstützt mit Version 2.1 hochauflösendere Bildschirme.[5][6]

Windows/386 2.01 wurde noch vor der ersten, im freien Handel verfügbaren,Version 2.03 (/286 und /386) ab September 1987 alsOEM-Version vertrieben, da Compaq zu dieser Zeit Systeme wie denCompaq Portable 386 mit 80386-Prozessoren herausbrachte[7] und diese mit einem Windows ausstatten wollte, welches die Vorteile der damals neuartigen Prozessoren auch nutzen kann.[8][9] Eine öffentliche Version 2.02 ist nicht bekannt.

Entwicklungsgeschichte

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Die Fortschritte von Windows selbst, welches in verschiedenen Sprachversionen erschien, hielten sich damals in Grenzen: Mithilfe der grafischen Benutzeroberfläche, die zu diesem Zeitpunkt noch immer weitgehend das Aussehen einer textorientierten Benutzerschnittstelle hat, wurden meist nur DOS-Programme gestartet, so dass das Wechseln zwischen einzelnen Tasks der einzig wirkliche Vorteil von Windows war.

Da die meisten Softwarehersteller nicht bereit waren, ihre Programme auf Windows zu portieren, begann Microsoft selbst, die ersten Windows-Anwendungen zu entwickeln. Ein Teil des Erfolgs von Windows 2 ist dem ProgrammPageMaker in seiner ersten Windows-Version zu verdanken, welches bereits für Windows 1.x erhältlich war. Dieses wurde mit einer auf eine Kompatibilitätsschicht eingeschränkten Windows-Runtime ausgeliefert und bot damit auch auf Computern ohne Windows-Lizenz die Möglichkeit, diese Anwendung auf einem DOS-Rechner zu starten.

Zeitgleich mit Windows 2.03 erschien das TabellenkalkulationsprogrammMicrosoft Excel 2.0, das erste von Microsoft entwickelte Anwendungsprogramm, das speziell auf die Fähigkeiten von Windows ausgerichtet war und zu einer stärkeren Verbreitung von Windows beitrug. 1989 folgte gleichzeitig mit Windows 2.11 das TextverarbeitungsprogrammWord in seiner ersten Windows-Version. Alle drei Programme wurden vonMac OS auf Windows portiert und danach für beide Betriebssysteme weiterentwickelt. Insbesondere Excel verhalf Windows zum Durchbruch, führte aber auch zum im Folgenden beschriebenen Rechtsstreit mit Apple.[10]

Apples Urheberrechtsklage

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Am 17. März 1988 verkündete die FirmaApple Computer Inc., man wolle gegenWindows 2.03 und gegenHewlett-Packards auf Windows beruhende objektorientierte graphische BenutzeroberflächeNewWave gerichtlich vorgehen. Apple beschuldigte Microsoft, das gemeinsame Lizenzabkommen von 1985 verletzt und dasLook and Feel der Benutzeroberfläche desMacintoshs (beispielsweise überlappendeFenster) kopiert zu haben. Apple verlangte die Einstellung des Verkaufes vonWindows 2.03 und die Untersagung der Freigabe von Hewlett-PackardsNewWave. RichterWilliam Schwarzer (* 1925) ließ am 25. Juli 1989 nur zehn der insgesamt 189 von Apple angeführten Punkte für das Gerichtsverfahren zu. Erst am 15. April 1992 entschied RichterVaughn Walker (* 1944) inSan Francisco, dass die übrigen fraglichen Elemente nichturheberrechtsfähig seien.[11]

Windows 2.11 Desktop mit aktiver EMS Speichererweiterung

Systemvoraussetzungen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Windows war auf unterschiedlichenDiskettenformaten erhältlich.[12] Das direkt nach der Installation ausgeführte ToolMEMSET.EXE ist ferner für die Speicherkonfiguration (RAM, SmartDrive) von Windows 2.x verantwortlich. Wird die Speicherkonfiguration des Computers geändert, muss Windows 2.x – im Gegensatz zu späteren Windows-Versionen – neu installiert werden, worauf bei jedem Start der grafischen Oberfläche hingewiesen wird.[13]

[14]/286/386
CPU8088,8086 (286 empfohlen)386-16 MHz oder besser
RAM512 KB (2 MB EMS empfohlen)2 MB (XMS oder EMS)
GrafikCGA oder besser (VGA empfohlen)CGA oder besser (VGA empfohlen)
Laufwerke5¼-Zoll Version: Ein 1,2 MB Diskettenlaufwerk und eine Festplatte

3½-Zoll Version: Ein 3½-Zoll Laufwerk 720 KB und eine Festplatte

Diskettenlaufwerk 3½ 720 KB oder 5¼-Zoll 1,2 MB

Ein Festplattenlaufwerk mit 2 MB freiem Speicher

DOS-VersionDOS 3.0 oder neuerDOS 3.1 oder neuer

Versionsgeschichte

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
VersionFinalisierungs­datumVeröffentlichungs­datumBesonderheiten
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.01Sept. 1987OEM-Version von Windows/386 für COMPAQ
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.03Nov. 19879. Dez. 1987erste im Handel verfügbare Version von Windows/286 2.03
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.03Dez. 1987die finale Version von Windows/386 wurde ca. einen Monat nach der 286-Version fertiggestellt
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.1027. Mai 1988
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.1113. März 1989
Legende:
Alte Version
Ältere Version; noch unterstützt
Aktuelle Version
Aktuelle Vorabversion
Zukünftige Version

Literatur

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
  • Daniel Ichbiah:Die Microsoft-Story. Bill Gates und das erfolgreichste Software-Unternehmen der Welt. (Originaltitel:The Making of Microsoft, übersetzt von Patricia Künzel, mit einem Kapitel über:Microsoft in Zentral- und Osteuropa von Christian Wedell),Campus, Frankfurt am Main / New York, NY 1993,ISBN 3-593-34806-3 (Als Taschenbuch: 6. Auflage,Heyne, München 1996,ISBN 3-453-08161-7).
  • Michael Miller:Microsoft Windows 2 and Windows/386. Two New Windows Prove Ever More Useful Programs Add Features, Speed, and Better Compatibility. In:InfoWorld. Band 10, Nummer 3, 18. Januar 1988, S. 50–52.

Weblinks

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
  1. Microsoft Knowledge Base – Windows Version History. Abgerufen am 3. Juli 2012. 
  2. Obsolete Products. In: Support. Microsoft, 25. Juli 2011, archiviert vom Original am 14. August 2005; abgerufen im 1. Januar 1. 
  3. Mary Bellis: The Unusual History of Microsoft Windows. ThoughtCo, 4. Oktober 2019, abgerufen am 14. März 2021 (englisch): „On December 9, 1987, Microsoft released a much-improved Windows version 2.0 that made Windows based computers look more like a Mac.“ 
  4. Detlef Borchers: Vor 25 Jahren: Windows 3.0 erscheint. In:Heise online. 22. Mai 2015. Abgerufen am 13. März 2021.
  5. Dirk Makowski: Windows 2.xx. www.winhistory.de, abgerufen am 18. April 2009. 
  6. Microsoft Corporation: Windows History. www.microsoft.com, abgerufen am 18. April 2009. 
  7. Peggy Watt:PC Vendors Plan To Bundle Windows 386. In:InfoWorld. 9. Jahrgang,Nr. 39, 28. September 1987,S. 1, 105 (google.de). 
  8. DiskingRound: BetaArchive Wiki Windows:2.01. BetaArchive, 19. August 2017, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 19. August 2017; abgerufen am 19. August 2017 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.betaarchive.com 
  9. Peggy Watt:Microsoft Windows 386 To Beat Windows 2.0 Out the Door. In:InfoWorld. 9. Jahrgang,Nr. 38, 21. September 1987,S. 1, 117 (google.de). 
  10. Tom Hormby: The Apple vs. Microsoft GUI Lawsuit. www.lowendmac.com, abgerufen am 18. April 2009. 
  11. Daniel Ichbiah:Die Microsoft-Story: Bill Gates und das erfolgreichste Software-Unternehmen der Welt. S. 259–265
  12. Eine detaillierte Beschreibung mit Abbildungen ist aufwinhistory.de ersichtlich
  13. PC (386+) DOS Application (Non Game) Screenshot/File Listing. Archiviert vom Original am 19. August 2017; abgerufen am 19. August 2017 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/winworldpc.com 
  14. Dirk Makowski: Winhistory.de Windows 2.x. In: Winhistory.de. Dirk Makowski, 19. August 2017, abgerufen am 19. August 2017. 
Versionen vonWindows
VD
DOS-Linie
NT-Linie
NT 3.1

Windows NT 3.1Windows NT 3.1 (Advanced Server)

NT 3.5

Windows NT 3.5 (Workstation)Windows NT 3.5 (Server)

NT 3.51

Windows NT 3.51 (Workstation)Windows NT 3.51 (Server)

NT 4.0

Windows 4.0 (Workstation)Windows 4.0 (Server)Windows 4.0 (Terminal Server)Windows 4.0 (Embedded)

NT 5.0

Windows 2000 ProfessionalWindows 2000 Server

NT 5.1

Windows XPWindows XP 64-Bit EditionfürItaniumWindows XP (Tablet PC Edition)Windows XP EmbeddedWindows Embedded 2009WinFLP

NT 5.2

Windows Server 2003Small Business ServerComputer Cluster ServerHome ServerXP 64-Bit Edition 2003fürItaniumXP Professional 64-Bit Editionfürx86-64Windows Server 2003 R2

NT 6.0

Windows VistaWindows Server 2008Small Business Server 2008Essential Business Server 2008HPC Server 2008

NT 6.1

Windows 7Windows Embedded 7Windows Server 2008 R2HPC Server 2008 R2Small Business Server 2011Home Server 2011MultiPoint Server 2010MultiPoint Server 2011

NT 6.2

Windows 8Windows Phone 8Windows RTWindows Server 2012

NT 6.3

Windows 8.1Windows Phone 8.1Windows RT 8.1Windows Server 2012 R2

NT 10.0

Windows 10Windows 10 MobileWindows Server 2016Windows Server 2019Windows Server 2022Windows 11Windows Server 2025

CE-Linie 

Windows CEWindows MobileWindows Phone 7

Normdaten (Sachbegriff):GND:4210350-2 (GND Explorer,lobid,OGND,AKS)
Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Microsoft_Windows_2.x&oldid=264331029
Kategorien:
Versteckte Kategorien:

[8]ページ先頭

©2009-2026 Movatter.jp