Im Tanach kommt Michael ausschließlich in der „hebräischen Apokalypse“ desBuches Daniel vor. InDan 10,13. 21 EU kämpft Michael gegen den „Fürsten des Perserreiches“, worauf Daniel seine Vision erhält:
„Der Fürst des Perserreiches hat sich mir einundzwanzig Tage entgegengestellt, aber Michael, einer der ersten unter den Fürsten, kam mir zu Hilfe und ich wurde dort bei den Königen von Persien gelassen [...] Aber ich will dir mitteilen, was im Buch der Wahrheit aufgezeichnet ist. Es gibt aber niemanden, der sich mit mir gegen diese starkmacht, außer eurem Fürsten Michael.“
Später erscheint Michael wiederum als Verteidiger des Volkes Gottes (Dan 12,1 EU):
„In jener Zeit tritt Michael auf, der große Fürst, der für die Söhne deines Volkes eintritt. Dann kommt eine Zeit der Not, wie noch keine da war, seit es Völker gibt, bis zu jener Zeit. Doch zu jener Zeit wird dein Volk gerettet, jeder, der im Buch verzeichnet ist.“
In der Vision des Sehers Johannes (Offb 12,7 EU) besiegt derErzengel Michael denTeufel in Gestalt einesDrachen und stößt ihn hinab auf die Erde:
„Da entbrannte im Himmel ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen. Der Drache und seine Engel kämpften, aber sie hielten nicht stand und sie verloren ihren Platz im Himmel. Er wurde gestürzt, der große Drache, die alte Schlange, die Teufel oder Satan heißt und die ganze Welt verführt; der Drache wurde auf die Erde gestürzt, und mit ihm wurden seine Engel hinabgeworfen.“
DerBrief des Judas, ein kurzer Mahn- und Trostbrief des Neuen Testaments, berichtet von einem Disput desErzengels Michael mit demTeufel über den Leichnam desMose (Jud 9 EU):
„Als der Erzengel Michael mit dem Teufel rechtete und über den Leichnam des Mose stritt, wagte er nicht, ein lästerndes Urteil zu fällen, sondern sagte: Der Herr weise dich in die Schranken.“
Imapokryphen1. Buch Henoch (1,20), dessen älteste Teile ins 3. Jhd. v. Chr. reichen, wird Michael als vierter der siebenErzengel und Schutzpatron Israels benannt und als „barmherzig und langmütig“ bezeichnet (2,40). Im Vers 1,11 beauftragt Gott Michael damit, den gefallenen EngelSemjasa und sein Gefolge „für 70 Geschlechter“ zu binden, die „Geister der Verworfenen“ zu vernichten und „alle Gewalttat und Unreinheit von der Erde zu tilgen“. Auch legt Gott denEid Aqae, der die Geheimnisse der Schöpfung enthält, in die Hände des Erzengels (2,69). Außerdem fungiert Michael als Führer und Lehrer desHenoch und zeigt ihm unter anderem denBaum des Lebens (1,24) sowie „alle Geheimnisse der Barmherzigkeit und Gerechtigkeit, […] alle Geheimnisse der Enden des Himmels und alle Behälter aller Sterne und Lichter“ (2,70).
Eine zentrale Rolle spielt Michael auch in der apokryphenMoses-Apokalypse. So überbringt er etwa mehrfach Botschaften Gottes anAdam und seinen SohnSeth (3,2; 13,2). Nach Vers 22,1 bläst Michael die Trompete zum Gericht Gottes über den sündigen Adam. Michael ist es aber auch, der danach Adam auf Gottes Geheiß in den „dritten Himmel“ bringt (37,4) und dort mit Leinen und Salböl versieht (40,1). Später hilft er Seth bei der Beerdigung seiner MutterEva (43,1).
Auf das apokrypheNikodemusevangelium (4. Jhd. n. Chr.) schließlich geht die Vorstellung von Michael als Hüter des Paradiestores zurück.
Auch wird Michael mit dem „Engel des Angesichts“ in Verbindung gebracht, der nach dem apokryphenBuch der Jubiläen zunächst von Gott als Chronist der Weltgeschichte eingesetzt wurde (Jub 1,27), dann aber, wiederum auf Gottes Geheiß, Mose beauftragte, die Schöpfungsgeschichte für die Menschen niederzuschreiben (Jub 2,1).
In den 1947 entdecktenSchriftrollen vom Toten Meer wird Michael als „Fürst des Lichts“ bezeichnet, der die Heerscharen Gottes gegen die Mächte des Bösen unterBelial führt. Auch trägt er dort den Titel „Vizekönig des Himmels“.
Der Name des himmlischen WesensMichael ist eindeutig jüdisch-hebräischer Herkunft.Mi kamocha elohim bedeutet „wer“ (mi) „ist wie du“ (ka(mocha)), „Gott“ (El(ohim)). Das Judentum wies früh und stetig die mögliche Mittlerrolle der „Erzengel“ zu Gott, z. B. alsFürbitter zurück. Ebenso verwies es früh und stetig die Vorstellung als falsch, Engel bzw. „Erzengel“ („Himmelsfürst“, „Himmelsprinz“) seien eigenständig handelnde Wesen, wie etwa der gefallene EngelLuzifer im Christentum. Das Verbot des Götzendienstes wird auf Michael und andere „Erzengel“ ausgedehnt, wie auch die Lehre des Dualismus der zwei ewigen streitenden Mächte, des Reichs des Bösen/der Dunkelheit und des Reichs des Guten/des Lichts, verboten wird.[2]
Die Verfasser derjüdischenMidrasch-Texte interpretierten Michael häufig auch in namentlich nicht näher bezeichnete biblische Engelsgestalten hinein, so etwa
in denCherub, der den Menschen die Rückkehr insParadies verwehrt (Gen 3,24 EU)
in einen der Engel, die nachSodom gingen (Gen 19,1ff. EU), umLot zu retten
in den Engel, derIsaak vor dem Opfertod errettet hat (Gen 22,11ff. EU)
in den Engel, mit demJakob gekämpft hat (Gen 32,25ff. EU)
in den Engel, der sich der Eselin desBileam in den Weg stellte (Num 22,22 EU),
in den „Fürsten über das Heer des Herrn“ (Jos 5,13–15 EU),
in den Engel, der die drei Jünglinge ausNebukadnezars Feuerofen errettet hat (Dan 3,20 EU).
Im Judentum wird Michael zusammen mitGabriel bildhaft alsSchutzengel desVolkes Israel benannt.Im Buch Daniel wendet sich der Engel Gabriel in einer Vision an den Propheten Daniel: „Vorher aber will ich dir mitteilen, was im Buch der Wahrheit aufgezeichnet ist. Doch keiner hilft mir tatkräftig gegen sie außer eurem Engelfürsten Michael.“ (Dan 10,21)In deneschatologischen Erzählungen des Buches Daniel hat Michael eine Schlüsselfunktion für das Volk Israel. „In jener Zeit tritt Michael auf, der große Engelfürst, der für die Söhne deines Volkes eintritt. Dann kommt eine Zeit der Not, wie noch keine da war, seit es Völker gibt, bis zu jener Zeit. Doch dein Volk wird in jener Zeit gerettet, jeder, der im Buch verzeichnet ist.“ (Dan. 12, 1) Des Weiteren schreiben die jüdische und christliche Tradition Michael auch die Verrichtung von Diensten im Auftrag Gottes zu: Er führt die himmlischen Bücher und vollzieht die Gerichtsurteile. Nach einerrabbinischen Erzählung besteht Michael ganz aus Schnee, weshalb ihm das Metall Silber zugeordnet ist.
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ImChristentum gilt Michael insbesondere als Bezwinger desTeufels in Gestalt desDrachen (Höllensturz) sowie als Anführer derhimmlischen Heerscharen. Das geht auf eine Formulierung der Septuaginta (Jos 5,14 EU) zurück: „der oberste Heerführer der Streitmacht des Herrn“ (altgriechischἀρχιστράτηγος δυνάμεως Κυρίουarchistrátēgos dynámeōs Kyríou). Die letzten Worte, die der Satan vor seinem Sturz hörte, sollen „Wer (ist) wie Gott?“ gewesen sein – eine wörtliche Übersetzung des hebräischenMi-ka-el. Schon früh wird Michael als Hüter des Paradiestores dargestellt. Nach der kirchlichen Tradition kommt ihm auch die Rolle des„Seelenwägers“ am Tag desjüngsten Gerichts zu.
In deneschatologischen Erzählungen des Buches Daniel hat Michael eine Schlüsselfunktion, da er dieapokalyptischen Visionen des Daniel (im Judentum gilt er nicht als Prophet) entschlüsselt und damit eine Botenfunktion zumVolk Israel einnimmt. In den Visionen Daniels wird Michael auch als „Schutzengel Israels“ benannt.[3] „Und in jener Zeit wird Michael auftreten, der große Fürst, der für die Söhne deines Volkes eintritt. Und es wird eine Zeit der Bedrängnis sein, wie sie noch nie gewesen ist, seitdem eine Nation entstand bis zu jener Zeit. Und in jener Zeit wird dein Volk errettet werden, jeder, den man im Buch aufgeschrieben findet.“ (Dan 12,1 EU) Die Bezeichnung „Söhne“ oder „Kinder deines Volkes“ hat irrtümlicherweise in der christlichen Tradition dazu geführt, dass Michael als Schutzpatron der Kinder galt.
Der Erzengel Michael alsSeelenwäger,Antiphonale Cisterciense (zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts; Stiftsbibliothek,Stift Rein)
Daneben spielt Michael eine wichtige Rolle imVolksglauben. Er ist es, der ein Verzeichnis der guten und schlechten Taten eines jeden Menschen erstellt, das diesem zunächst am Tag des Sterbens (Partikulargericht), aber auch am Tage desJüngsten Gerichts vorgelegt wird und auf dessen Basis er über ihn richtet. Er erscheint hier in der wichtigen Position desSeelenwägers. Auch geleitet er dieSeele des Verstorbenen auf ihrem Weg insJenseits. Dementsprechend wird er mit den AttributenWaage und Flammenschwert dargestellt. Die darstellende Kunst ordnet ihm die FarbeRot in allen Schattierungen zu (für Feuer, Wärme und Blut).
Die christliche Vorstellung vom Erzengel Michael wurde vor allem von derOffenbarung des Johannes (Offb 12,7 EU) beeinflusst, aber auch von Gedanken aus dem1. Buch Henoch und anderenApokryphen. Dazu bestehen Ähnlichkeiten mit verschiedenen antiken Gottheiten anderer Kulturkreise: Zu nennen ist etwa derägyptische MondgottThot, der das Ergebnis der Herzenswägung beim Totengericht notiert, der mit dem PlanetenMerkur verbundeneakkadische WeisheitsgottNabu, der Schreiber und Inhaber der Schicksalstafeln, sowie dessensumerisches Gegenstück, die GöttinNisaba. Als Seelenführer undSeelenwäger kann man Michael schließlich mit Hermes Psychopompos[4], denzoroastrischen GötternSraosha undRashnu, den ägyptischen GötternHorus undAnubis sowie denmandäischen GötternHibil undAbathur vergleichen.
Martin Luther undPhilipp Melanchthon begannen die exegetische Tradition innerhalb des Protestantismus (und dominante Lesart innerhalb der lutherischen Exegesetradition), welche Michael inOffb 12,7 EU undDan 12,1 EU, mit Christus selbst identifiziert und damit als ungeschaffen definiert und inJud 9,9 EU undDan 10,13 EU mit einem geschaffenen Engel mit dem gleichen Namen.[5]
DieSiebenten-Tags-Adventisten setzen an der protestantischen Auslegungstradition an und sehen Jesus Christus als Michael und gleichzeitig als „Gott der Sohn“ und damit als Teil derDreieinigkeit. Auch nach dem Glauben derBibelforscherbewegung (und der ihr zuzuordnenden Gemeinschaft derZeugen Jehovas) ist Michael sowohl mit demWort Gottes (vgl.Joh 1,1 EU) identisch als auch mitJesus. Er habeJehova bei derErschaffung der Welt Hilfe geleistet, später als fleischgewordenerMenschensohn ein Leben ohneSünde gelebt und sei nach dessenOpfertod in seinen ursprünglichen spirituellen Zustand zurückgekehrt. Sie sind jedochNichttrinitarier und sehen Michael damit nicht als Teil der Trinität anders als Lutheraner und Adventisten.
In der Theologie derMormonen hat sich der Erzengel Michael im ersten MenschenAdam verkörpert; er wird hier als Gottes Ebenbild betrachtet.[6][7]
Prozession von Papst Gregor, um das Ende der Pest zu erflehen: Michael erhört ihn und steckt sein Schwert in die Scheide. Miniatur aus denTrès Riches Heures (um 1415)Die bronzene Statue des Erzengels Michael auf derEngelsburg (nach einem Entwurf vonPeter Anton von Verschaffelt, 1752)
Es gibt mehrere Überlieferungen über eine Erscheinung des hl. Michael im Jahre 490 auf demMonte Sant’Angelo imGarganogebirge inApulien. Dort soll ein reicher Viehzüchter mit Namen Gargano seinen weggelaufenen Stier gesucht haben. Er fand den Stier schließlich auf einem Felsvorsprung vor einer Höhle. Weil das Tier von dort nicht mehr wegkommen konnte, wollte er es mit einem Pfeil erlegen. Der Pfeil drehte sich jedoch in der Luft und traf den Schützen, der nur aufgrund der Gebete des Bischofs von Siponto überlebte. Der Erzengel Michael erschien daraufhin dem Bischof und erklärte, dass er dieses Wunder bewirkt habe, damit ihm in dieser Höhle ein Heiligtum errichtet werde. Bis heute ist die Höhle auf dem Monte Sant’Angelo eine der bedeutendsten Wallfahrtsstätten Italiens.
Auf Anrufung des hl. Michaels durchPapstGregor (590–604) um Befreiung der StadtRom von derPest soll der Engel im Jahre 590 über demHadriansmausoleum erschienen sein und sein Schwert in die Scheide gesteckt haben, worauf die Pest verschwand. Darauf gab der Papst dem Hadriansmausoleum den Namen „Engelsburg“. 1752 wurde eine bronzene Statue des Erzengels des flämischen Künstlers Pieter Anton Verschaffelt auf der Engelsburg angebracht.
Der Erzengel Michael wurde gemeinsam mit anderen Heiligen, wie den hll.Georg,Sergius undMauritius, als Patron der Soldaten und Krieger verehrt. Ebenso ist der hl. Michael auch Patron der österreichischen und der Schweizer Polizei.[8][9] Er gilt als Symbol derecclesia militans, der wehrhaften Kirche:Princeps militiae coelestis quem honorificant angelorum cives („Fürst der himmlischen Heerscharen“; wegen dieses Beinamens gilt er auch alsSchutzpatron derFallschirmjäger).
Der hl. Michael soll auch in verschiedene Schlachten eingegriffen haben:
So wird etwa der Sieg derLangobarden vonSipontum (Manfredonia) über die griechischenNeapolitaner am 8. Mai 663 auf sein Eingreifen zurückgeführt – weshalb an diesem Tag ein in weiten Teilen der Westkirche verbreitetes, seitPapstPius V.Apparitio S. Michaelis genanntes zusätzliches Michaelsfest begangen wird.
Die StadtKonstantinopel soll der Erzengel gleich zweimal errettet haben: 626 vor denAwaren und 676 vor denArabern.
Nach einer russischen Chronik hat sich GroßfürstDmitri Donskoi vor seiner siegreichen Schlacht gegen den Mongolenkhan Mamaj auf demKulikowo-Feld 1380 vor einerIkone des „Himmlischen Führers und Archistrategen“ Michael niedergeworfen.
ImHundertjährigen Krieg zwischenEngland undFrankreich spielt er eine weitere Rolle. So sah die Jungfrau von Orléans (Jeanne d’Arc) ihn in ihren Visionen, aus denen sie ihre göttliche Sendung ableitete.
Weiter gilt der hl. Michael auch als Heilkundiger, als himmlischer Arzt und Patron der Kranken. So ließ er unter anderem laut einem Bericht des PatriarchenSisinnius I. von Konstantinopel († 427) imphrygischenKolossai, dem späterenChonai, im 3. Jahrhundert eine wundertätigeHeilquelle entspringen, woraufhin man dem Erzengel um sie herum eine Kirche errichtete. Etwa hundert Jahre versuchten dieHeiden das Christentum auszulöschen, indem sie die GebirgsbächeLykokapros undKouphos in die Heilquelle umleiteten, um sie zu verunreinigen und ihr somit die heilende Kraft zu nehmen. Auf die Fürbitte des heiligenEremiten Archippos (vgl.Kol 4,17 EU) fuhr der Erzengel Michael „wie eine Feuersäule“ vom Himmel herab und spaltete einen Felsen, worauf die Wassermassen unterirdisch abflossen und hierbei zwar die frevelnden Heiden mitrissen, der Heilquelle und der Kirche aber keinen Schaden zufügten. Durch das Wunder, dessen dieorthodoxe Kirche am 6. September gedenkt, wurde Chonae zum Mittelpunkt eines ausgeprägten Erzengelkults in ganz Phrygien, dessen Auswüchse dasKonzil von Laodicea (363) zu steuern versuchte. Vermutlich hat er eine vergleichbare vorchristliche Tradition um den antiken HeilgottMen-Karoi überlagert und ersetzt. Auch inPythia inBithynien und anderen Orten Kleinasiens gibt es dem heiligen Michael geweihte heiße Quellen.
InKonstantinopel waren dem hl. Michael zeitweise bis zu fünfzehn Kirchengeweiht. Deren wichtigste, das Michaelion, eine von Kaiser Konstantin dem Großen im Jahr 314 errichtete Basilika, befand sich inSosthenion, nahe der Stadt. Sie gilt als die älteste dem Erzengel Michael geweihte Kirche der Christenheit; Mitte des 15. Jahrhunderts wurde sie jedoch von den Osmanen abgebrochen, um das Baumaterial für die Errichtung derRumelischen Festung einzusetzen, die Teil der Vorbereitungen für die Eroberung Konstantinopels war. Eine weitere berühmte Michaelskirche stand innerhalb der Stadtmauern bei denArcadius-Thermen. Nach dem ChronistenProkopios wurden sechs Michaelskirchen allein von KaiserJustinian I. in Auftrag gegeben. InAlexandria errichtete man eine Michaelskirche über einen früheren Kleopatratempel.
Die älteste Michaelskirche im Westen war die Basilika an derVia Salaria nördlich von Rom, deren Reste im Jahr 2000 wiederentdeckt wurden. Sie entstand laut archäologischen Datierungen zwischen 390 und 410. Die Ersterwähnung erfolgte im Jahr 435. Ihr Weihedatum am 29. September, festgelegt durch den PapstGelasius I. 493,[11] wurde für die ganzelateinische Kirche zum Datum für das Fest des Erzengels. Von ihr aus verbreitete sich die Verehrung über ganz Europa. Im Zuge kriegerischer Auseinandersetzungen verfiel sie im 6. Jahrhundert. Obwohl sie wieder aufgebaut wurde, konnte sie ihre ursprüngliche Bedeutung nicht wiedererlangen. Die Letzterwähnung der Basilika erfolgte im 9. Jahrhundert. Warum sie verfiel oder zerstört wurde, ist nicht bekannt.[12]
Das Hauptheiligtum Michaels ist seitherSan Michele Arcangelo inMonte Sant’Angelo inGargano (Apulien), wo der Erzengel im Jahr 493 erschienen sein soll. Sehr oft wurden ihm Bergheiligtümer geweiht – so auch die KapelleSaint-Michel d’Aiguilhe inLe Puy.
Als älteste bekannte Michaelskirche im deutschsprachigen Raum gilt die 748 errichtete Klosterkirche St. Michael desBenediktinerstiftes Mondsee in Oberösterreich. Gestiftet wurde das Kloster vonHerzog Odilo vonBaiern. Die älteste bekannte Michaelskirche in der heutigenBundesrepublik Deutschland wurde zwischen 820 und 822 inFulda errichtet. Die bedeutendste ist dieMichaeliskirche inHildesheim, die kurz nach der Jahrtausendwende (1010 bis 1033) errichtet wurde. Sie ist heute in dieListe des UNESCO-Welterbes (Europa) aufgenommen und schmückt eine Zwei-Euro-Münze. BischofBernward von Hildesheim,[13] der Erzieher KaiserOttos III., ließ sie nach dem Vorbild der neun himmlischen Chöre der Engel errichten und veranlasste zu ihrer Ausgestaltung die berühmten Bronzegüsse der Christustür (Bernwardstür) und der Christussäule (Bernwardssäule). Nach der Deutung vonUwe Wolff hat Bernward auf der Bronzetür in der Gegenüberstellung von zentralen Szenen aus dem Alten und Neuen Testament fünf Engel als Lebensbegleiter des Menschen[13] in Bronze gießen lassen, darunter den Erzengel Michael mit dem Schwert. Die Hildesheimer Michaelskirche wurde von Bernward zu seiner eigenen Grablege bestimmt. Über Jahrhunderte betetenBenediktiner auf dem Michaelishügel für das Seelenheil des Stifters und aller Menschen, die ihrer Seelsorge anvertraut sind. Auf dem Gelände des alten Klosters, das bei dem verheerenden Luftangriff auf Hildesheim am 22. März 1945 völlig zerstört wurde, steht heute das im Jahr 1225 gegründeteGymnasium Andreanum.
Ein weiteres Beispiel einer Kirche, deren Bau in enger Beziehung zur Verehrung des Erzengels Michael gesehen werden muss, ist derSpeyerer Dom. Im Mittelalter wurden Kirchen häufig zuraufgehenden Sonne (einem Christussymbol) hin orientiert. DerChor des Speyrer Doms ist, wie Untersuchungen ergeben haben, nach dem Ort des Sonnenaufgangs am Fest des Erzengels Michael im Jahr 1027 hin ausgerichtet.[14][15] Der hl. Michael ist einer der fünf Patrone des Speyrer Doms.
Michael mitallegorischen Darstellungen von Glauben und Kirche (Miniatur um 1500)
PapstGelasius I. legte im Jahr 493 das Fest des hl. Erzengels Michael und aller Engel auf den 29. September, den Weihetag der Michaelskirche an der Via Salaria in Rom. Das Fest des hl. Michael wird von derrömisch-katholischen, deranglikanischen und einigenprotestantischen Kirchen begangen. Die Ostkirche begeht heute das Fest des hl. Michael am 8. November, nachdem im altenByzanz je nach Kirche unter anderem die Termine 18. Juni, 27. Oktober und 10. Dezember gebräuchlich gewesen waren.
In Ägypten wird das Fest des Erzengels am 12. November begangen. Daneben verehrt man ihn dort an jedem 12. eines Monats, insbesondere am 12. Juni, wenn der Pegel desNils anzusteigen pflegt.
Im Volksmund wurde der GedenktagMichaelis oderMichaeli genannt. Traditionell war derMichaelistag ein beliebter Termin für laufende Miet-, Pacht- oder Zinszahlungen und, wieMariä Lichtmess am 2. Februar, ein traditioneller Termin für die Verdingung von Knechten oder Mägden sowie der Beginn des Wintersemesters und des akademischen Jahres an Universitäten bzw. des Schulhalbjahres an Schulen, als dasSchuljahr noch von Ostern bis Ostern ging. Am Michaelistag begann die „Kunstlicht-Zeit“, in der man bei künstlichen Lichtquellen arbeitete, ebenso die Spinnstubenzeit. Beide gingen zu Mariä Lichtmess zu Ende.[16] InAugsburg gibt es noch heute das traditionelleTuramichele-Fest.
Ein Volksglauben der Bauern[17] besagte, dass die Beschaffenheit des Inhalts von am oder um den Michaelistag geöffnetenGalläpfeln die Fruchtbarkeit des kommenden Jahres voraussehen lasse.[18]
Bis heute ist regional die Tradition erhalten geblieben, Sankt-Michaels-Brot[19] oder Michaelibrot aus frisch gemahlenen Getreidekörnern zu backen.
Bedeutende Michaelsgebete enthielten bereits dieSakramentare der PäpsteLeo des Großen (6. Jh.; „Natale Basilicae Angeli via Salaria“),Gelasius I. (7. Jh.; „S. Michaelis Archangeli“) undGregors des Großen (8. Jh.; „Dedicatio Basilionis S. Angeli Michaelis“).
Am bekanntesten wurde aber das im Jahr 1880 von PapstLeo XIII. verfasste Gebet. Ursprünglich war das Gebet am Ende jeder heiligen Messe vorgesehen, 1960 stellte PapstJohannes XXIII. dies in das Belieben des Priesters, nach demZweiten Vatikanischen Konzil fand es schließlich in derLiturgie keine Verwendung mehr. Der Text lautet:
lateinisch
deutsch
„Sancte Michael Archangele,
defende nos in proelio
contra nequitiam et insidias diaboli
esto praesidium.
‚Imperet illi Deus‘, supplices deprecamur:
tuque, Princeps militiae coelestis,
Satanam aliosque spiritus malignos,
qui ad perditionem animarum
pervagantur in mundo,
divina virtute, in infernum detrude.
Amen.“
„Heiliger Erzengel Michael, beschirme uns im Kampfe
gegen die Bosheiten und Nachstellungen des Teufels.
Sei Du unsere Schutzwehr; Gott gebiete ihm mit Macht,
wir bitten demütig darum.
Und Du, Fürst der himmlischen Heerscharen,
stürze den Satan und die anderen bösen Geister,
die zum Verderben der Seelen in der Welt umherwandern,
Aufgrund der wichtigen Aufgabe, die Michael für die Sterbenden zugeschrieben wurde, wenn ihre Seele den Körper verlässt, wurde den Gläubigen nahegelegt, ihn in der Stunde des Todes anzurufen. Er wird in der außerordentlichen Form des römischen Ritus bei der Erteilung derSterbesakramente genannt.ImOffertorium desRequiems wird Michael alssignifer angerufen, also als Träger des Feldzeichens bzw. der Standarte, der den Verstorbenen ins Jenseits geleiten soll:
Ab Ende des 19. Jahrhunderts existierte der VereinSt. Michael – Verein deutscher Edelleute zur Pflege der Geschichte und Wahrung historisch berechtigter Standesinteressen, bei demFriedrich Freiherr von Gaisberg-Schöckingen Vorsitzender war und zu dem u. a. auch dieGuttenberg undMüllenheim gehörten. Der bekannte, deutscheHeraldikerGustav Adolf Closs entwarf für den Verein ein undatiertesExlibris, welches mit „Sanct Michael“ bezeichnet ist und was in zwei Spalten am linken und am rechten Rand insgesamt die zwölf Wappenschilder der beteiligten Geschlechter zeigt, die Figur des Drachentöters Michael rahmend, der einen goldenen Schild mit schwarzem, deutschen Adler trägt.
In derarabischen Literatur ist Michael alsMika'il oder – imKoran – alsMikal bekannt. Er gilt als einer der vierErzengel und rangiert in derenHierarchie an zweiter Stelle:Dschibrail (Gabriel) als Überbringer des Wort Gottes erscheint im Koran immerhin acht Mal; Michael wird nur ein einziges Mal erwähnt (Sure 2,98); die beiden übrigen ErzengelAsrael undIsrafil finden sich lediglich in der außerkoranischen Tradition.
Sure 2,98 enthält Drohungen gegenüber den FeindenAllahs, seiner Engel und Boten und insbesondere Gabriels und Michaels.
DieSynaxis (Versammlung) der Erzengel Michael undGabriel ist der Gedenktag des hl. Michael in derorthodoxen Kirche (8. November). Am 6. September feiert man das Wunder des Erzengels Michael inChonae.
In derostkirchlichenIkonographie wird der Erzengel Michael in ganzer Gestalt oder alsBrustbild dargestellt. Ausgerüstet mit mächtigen Flügeln trägt er häufig Soldatenkleidung und Schwert. Zu finden sind aber auch Darstellungen im Halbprofil, so in derDeësis mit gesenktem Kopf. Als Deësis flankiert er zusammen mit Gabriel den thronenden ChristusPantokrator (Allherrscher) oder denpräexistentenImmanuel, so etwa im berühmten Mosaik über dem Kaiserportal derHagia Sophia inKonstantinopel.
Hauptattribute des Erzengels sind Stab, Schwert und Sphaira (Weltkugel). Der hl. Michael galt als Schutzherr derbyzantinischen Kaiser, deren Fahnen sein Porträt auch zierte. DieProskynesis-Titelikone des Heroon, der Michaelskapelle in der kaiserlichen Grabeskirche zu Konstantinopel, zeigt Michael als „unkörperlichen Erzengel gegenüber dem Erlöser“.
Beliebt waren in der ostkirchlichenIkonographie auch ganze Michaels-Viten, die eine Vielzahl von Taten und Wundern des Erzengels abbilden, wie etwa den Kampf um die Seele des Mose, die Jakobsleiter, den Kampf mit Jakob, die drei Jünglinge im Feuerofen, die Erscheinung vor Josua, die Rettung Lots aus Sodom, den Sieg über Sanherib, das Chonae-Wunder etc. Häufig befinden sie sich imNaos oder den Seitenkapellen orthodoxer Kirchen. Relativ selten finden sich derartige Viten aufIkonen; ein Beispiel aus dem Jahr 1399 ist in derErzengel-Michael-Kathedrale desMoskauer Kreml zu sehen.
Nicht seltener als in der Ikonographie der lateinischen Kirche sind Darstellungen Michaels als Bezwinger des Teufels (Sturz des EngelsLuzifer). In einer apokalyptischen Szenerie reitet er als Archistrategos (Anführer der himmlischen Scharen) auf einem feurigen Pferd und stößt mit Speer, Lanze oder Kreuz in Richtung des sich am Boden kringelndenTeufelsdrachen. Dabei bläst er die Posaune und hält Rauchfass undEvangeliar. „Auf Gottes Geheiß hat der heilige Erzengel Michael den gefallenen Geist in die Hölle gestoßen.“ lautet etwa die Aufschrift einer südrussischen Ikone der Zeit um 1800.
Nach griechischemVolksglauben können das Gesicht des Seelenführers und -wägers Michael nur Sterbende und die Toten sehen.
Auf Darstellungen des Höllensturzes in derlateinischen Kirche wird der geflügelte Engelsfürst meist im Kampf und in der Luft dargestellt, etwa auf einer Wolke. Seine Kleidung ist von der Rüstung römischer Soldaten inspiriert und besteht zumeist aus kurzemChiton, Brustpanzer, roterChlamys und Stiefeln mit goldenen Beinlingen. Mit (Flammen)schwert oder Lanze rückt er dem sich zu seinen Füßen krümmenden, häufig als Drache, manchmal aber auch in menschlicher Gestalt dargestelltenSatan zu Leibe. Zuweilen steht auf demSchild seiner Rüstung „Quis ut Deus“ („Wer ist wie Gott?“), dasTetragrammaton oder das Christus-Monogramm „IHS“.
Im Mittelalter wurde Michael auch häufig als Seelenwäger mit Schwert und Waage dargestellt, so etwa in der „Elsässischen legenda aurea“ (13. Jh.), auf Gemälden vonGuariento di Arpo (1354),Hans Memling (1470) und desKartner Meisters (15. Jh.), auf einem Altarbild in der Pfarrkirche vonSt. Georgen (1523) sowie imPalazzo Carrara inPadua. Weiter findet sich das Motiv auf Fresken in den KirchenSt. Michel inVelleron undNotre-Dame de Benva inLorgues sowie im Tympanon der Kathedrale vonAutun (Frankreich).
Gemeinsam mit den beiden anderen Erzengeln Gabriel und Raphael wurde Michael auch vonLucas von Leyden oderSebastiano Ricci gemalt, als Wächter am Eingang des Paradieses vonSebald Beham (16. Jh.). Auf einem Holzschnitt desRitters von Turn von 1493 streitet sich Michael mit dem Satan um dieSeele einer Rittersfrau. Die um 1500 entstandene mittelalterliche Handschrift „Leben, Tod und Wunder des hl. Hieronymus“ enthält eine Miniatur, die Michael mit den Allegorien derKirche und desGlaubens zeigt.
Eine zentrale Rolle spielt Michael inJohn Miltons VerseposParadise Lost, wo er als Engelsfürst die himmlischen Heerscharen gegenSatan in die Schlacht führt.
Der amerikanischeJesuit Raymond Bishop berichtet in seinem Tagebuch vomExorzismus an einem dreizehnjährigen Knaben, bei dem dem Kind in einer Vision der Erzengel erschienen und den Teufel aus seinem Körper vertrieben haben soll. Die Aufzeichnungen dientenWilliam Peter Blatty als Inspiration für seinen RomanDer Exorzist von 1971 (verfilmt 1973).
Des Weiteren war der Erzengel Michael Titelfigur der FilmkomödieMichael aus dem Jahr 1996.John Travolta spielt hier einen unkonventionellen, auf die Erde herabgestiegenen Engel.
Im RomanMichaels Verführung der österreichischen SchriftstellerinSabine M. Gruber aus dem Jahr 2003 ist der Engel Michael ironisch-naiver Erzähler und zugleich Alter Ego der Hauptfigur, eines jungen Dichters, der zum smarten Werbetexter Mike mutiert und als ausgepowerter Mickey endet.
Ebenso kommt Michael im BuchKrieg der Engel von Wolfgang Hohlbein vor, wo er an der Seite eines Jungen Azazel bekämpft.
In dem 2010 erschienenen KinofilmLegion rettet der Erzengel Michael (verkörpert vonPaul Bettany) die Menschheit.
Des Weiteren taucht Michael in der FernsehserieSupernatural auf, um Luzifer zurück in dieHölle zu schicken. Auch in der SerieLucifer tritt Michael auf.
Johann Sebastian Bach komponierte für das Michaelisfest 1726 die KantateEs erhub sich ein Streit,BWV 19, in der der geistliche Kampf des Erzengels Michael mit musikdramatischen Mitteln der Barockzeit ausgestaltet wurde. Drei Trompeten, Pauken, dieOboe da caccia und andere Instrumente spiegeln lautmalerisch das Kämpfen wider.
Robert Blum schuf 1971 einenHymnus an den Erzengel Michael nach dem Vorspiel zum Oratorium Erzengel Michael für gemischten Chor, Blasorchester und Orgel.
VonBenjamin Schmolke stammt der Text eines Lieds für das Michaelisfest mit zehn StrophenDu Herr der Seraphinen, das auf die Melodie vonNun ruhen alle Wälder gesungen wurde.
Gerhard Bellinger:Knaurs Lexikon der Mythologie. Genehmigte Lizenzausgabe. Augsburg 2000, S. 11, 38, 157, 197, 207, 327, 346, 420, 465, 485–487.
Pierre Bouet, Giorgio Otranto,André Vauchez:Culte et pèlerinages à Saint-Michel en occident. Les trois monts dédiés à l’archange. In:Collection de l’École française de Rome.Band316. École française de Rome, Rom 2003,ISBN 2-7283-0670-2.
Michael Mach: Art.Michael. In: Karel van der Toorn,Bob Becking, Pieter W. van der Horst (Hrsg.):Dictionary of Deities and Demons in the Bible. Second Extensively Revised Edition. Brill, Leiden/Boston/Köln; Eerdmans, Grand Rapids Michigan/Cambridge UK 1999,ISBN 90-04-11119-0,ISBN 0-8028-2491-9,S. 569–572 –Internet Archive.
Manfred Müller:„St. Michael – der Deutschen Schutzpatron?“ Zur Verehrung des Erzengels in Geschichte und Gegenwart. 2. Auflage. Bernhardus-Verlag, Langwaden 2005,ISBN 3-934551-89-0.
Giorgio Otranto, Sandro Chierici (Hrsg.):Der Erzengel Michael. Verehrung und Geschichte in Europa. Schnell & Steiner, Regensburg 2022,ISBN 978-3-7954-3770-1.
Andrea Schaller:Der Erzengel Michael im frühen Mittelalter. Ikonographie und Verehrung eines Heiligen ohne Vita (=Vestigia bibliae. Band 26/27). Lang, Bern u. a. 2006.
Johann Siegen:Der Erzengel Michael. Christiana Verlag, Stein am Rhein 1996,ISBN 3-7171-0609-0.
↑John J. Collins: Art. „Daniel/Danielbuch“. In:Religion in Geschichte und Gegenwart. Handwörterbuch für Theologie und Religionswissenschaft. Vierte, völlig neu bearbeitete Auflage. Hrsg. von Hans Dieter Betz, Don S. Browning,Bernd Janowski,Eberhard Jüngel. Bd. 2, C–E. Sp. 556–559, hier Sp. 558.
↑Maja Galle:Der Erzengel Michael in der deutschen Kunst des 19. Jahrhunderts. Utz, München 2002,ISBN 3-8316-0185-2, S. 156.
↑Michael Sachs:Die Flucht der evangelischen Frau Anna Magdalena von Reibnitz (1664–~1745) mit ihren von der Zwangskatholisierung bedrohten fünf Kindern aus Schlesien im Jahr 1703 – ein Stimmungsbild aus dem Zeitalter der Gegenreformation und des Pietismus. In:Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung. Band 34, 2015 (2016), S. 221–263, hier: S. 236.
↑Marco Bianchini/Massimo Vitti:La basilica di San Michele Arcangelo al VII miglio della via Salaria alla luce delle scoperte archeologiche. In: Pontifica Commissione di Archeologia Sacra (Hrsg.):Rivista di Archeologia Cristiana.BandLXXIX. Pontificio Istituto di Archeologia Cristiana, Città del Vaticano 2003,S.173–242 (academia.edu).
↑abUwe Wolff:Bischof Bernward. Leben in der Jahrtausendwende. Eine Lese- und Arbeitsbuch. Lax Verlag. Hildesheim 1996 (2. Auflage).
↑Heinrich Marzell:Volkskundliches aus Kräuterbüchern des 16. Jahrhunderts. In:Zeitschrift des Vereins für Volkskunde. Band 24, 1914, S. 1–19, hier: S. 11 f. („Bauernpraktik“ von 1514).
↑Max Höfler:Sankt Michaelsbrot. In:Zeitschrift des Vereins für Volkskunde 11, 1901, S. 193–201, hier: S. 195.
↑Max Höfler:Sankt Michaelsbrot. In:Zeitschrift des Vereins für Volkskunde 11, 1901, S. 193–201.