| Meteor Motors, Inc. | |
|---|---|
| Rechtsform | Kapitalgesellschaft |
| Gründung | 1919 |
| Auflösung | 1922 |
| Sitz | Philadelphia,Pennsylvania,USA |
| Leitung | E. A. Schoen,Wade D. Morton, S. L. Bader, A. M. Hooven |
| Branche | Automobilhersteller |
Meteor war eine US-amerikanische Automobilmarke. Der Hersteller war dieMeteor Motors, Inc., die von 1919 bis 1922 inPhiladelphia inPennsylvania ansässig war. Gegründet wurde die Gesellschaft vonE. A. Schoen,Wade D. Morton,S. L . Bader undA. M. Hooven. Morton hatte bereits Automobilerfahrung beiMercer undBiddle sammeln können.
Wade D. Morton (1889–1935), mit richtigem NamenWard Day, war ein Automobilkonstrukteur fürAuburn und Rennfahrer ausFranklinville (New York), der zwischen 1920 und 1927 an allen Austragungen der500 Meilen von Indianapolis teilnahm. Nach seiner Tätigkeit beiMeteor war er Verkaufsleiter beiCord und erfand eine automatische Kupplung. Morton verstarb am 22. Februar 1935 an den Folgen eines Verkehrsunfalls inWinter Haven (Florida).[1]
Gebaut wurden ab Ende 1919 ausschließlich Luxuswagen mitWalking-Beam-Motoren vonRochester-Duesenberg. DerKonfektionär verwendete eine Magnetzündung vonSimms und eine Kupplung vonBorg & Beck. Das Vierganggetriebe war hingegen eine Eigenentwicklung mit direktem 3. Gang.[2] Eine Besonderheit waren zwei unabhängige Bremstrommeln pro Hinterrad, die mit separaten Pedalen betätigt wurden.[3]
Es gab zwei Serien, die sich vor allem im Hubraum unterschieden. Der Motor war die Weiterentwicklung einesDuesenberg-Rennwagenmotors für die Straße. DieRochester Motors Company inRochester (New York) hatte die Einrichtung zum Bau des Motors samt Verwertungsrechten im Herbst 1919 übernommen.[4] Mit Hilfe vonFred S. Duesenberg wurde er sehr weitgehend überarbeitet. Die Anpassungen betrafen unter anderem die Position derNockenwelle imKurbelwellengehäuse und damit die Länge derKipphebel (Walking Beam), eine neue und leisereVentilsteuerung mit zwei statt vier Ventilen und eine geänderte Luftzufuhr.[3] Der aus dem Rennsport abgeleitete Vierzylinder-Reihenmotor wurde für Meteor mit Leichtmetallkolben hergestellt. Er gab ca. 80 bhp (60 kW) bei 2200 min−1 ab.[Anm. 1]
Die Wagen waren 1919 ausschließlich als viersitzigeSport-Tourenwagen zu US$ 4850,- eingeführt worden. 1920 stieg der Preis auf US$ 5000,- und ein bei Einführung der Marke angekündigter, zweisitzigerRunabout zu US$ 5500,- wurde lieferbar, gefolgt ab 1921 von einemTown-Car. Gleichzeitig wurde auch der Preis für den Touring auf US$ 5500,- erhöht. Alle ab Werk erhältlichen Aufbauten wurden beiFleetwood nach Plänen von Meteor gebaut, zu dieser Zeit ein noch vonGeneral Motors unabhängiger Karosseriehersteller. Für Kunden, die sich selbst um den Aufbau kümmern wollten, gab es ebenfalls ab 1921 das Fahrgestell allein für US$ 4000,-.[2]
Ende 1922 schloss das Unternehmen, weil die Nachfrage auf Grund der Auswirkungen einerWirtschaftskrise im Nachgang zumErsten Weltkrieg nicht den Erwartungen entsprach.[2]
DerMeteor Special war auf dem Fahrgestell eines Vierzylinder-Rennwagens aufgebaut, erhielt aber den 1919 eingeführten Reihen-Achtzylindermotor.[5]Willie Haupt bestritt damit für Meteor verschiedene Rennen[5], das Fahrzeug litt aber wie alle Duesenberg-Achtzylinder in ihrem Einführungsjahr an technischen Problemen infolge einer zu frühen Einführung.[6] Der Rennwagen war dunkel lackiert, erhielt einen an Meteor erinnernden, leichten Spitzkühler.[7]
Für die Saison 1920 wurde der 297 Kubikzoll-Motor ausgetauscht um das neue Reglement einzuhalten. Der nun verwendete 183 c.i.-Motor[8] war zuverlässiger und entspricht etwa jenem, mit dem Duesenberg 1921 mit demGroßen Preis von Frankreich erstmals einen bedeutenden europäischen Pokal in die Vereinigten Staaten holte.
1920 startete Haupt mit diesem Wagen an den500 Meilen von Indianapolis. Er trug die Nummern 12 in der Qualifikation und 34 im Rennen. Haupt qualifizierte sich als 16., schied jedoch in der 146. Runde mit gebrochenemKipphebel aus und wurde als 13. gewertet.[7]
| Modell N.A.C.C.-Rating | Bauzeit | Motorbauform | Hubraum | Leistung | Radstand | Karosserie | Preis |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Series K 25,6 HP | 1919–1920 | R4 8V Rochester-Duesenberg Model G | 301,6 cu in (4.942 cm³) | ca. 90 PS (66,2 kW) | 131 in (3.327 mm) | Roadster, 2 Sitze; Victoria-Touring, 4 Sitze; Touring, 7 Sitze | ab 4850 US$ |
| Series R 30,6 HP | 1921–1922 | R4 8V Rochester-Duesenberg Model G-1 | 360,8 cu in (5.912 cm³) | ca. 90 PS (66,2 kW) | 131 in (3.327 mm) | Roadster, 2 Sitze; Victoria-Touring, 4 Sitze; Touring, 7 Sitze; Town-Car | ab 5000 US$ |
Diese Tabelle wurde aus mehreren Quellen kompiliert. Die angegebenen Maße können wegen Rundungsdifferenzen leicht variieren. Zur Motorenleistung liegen unterschiedliche Angaben vor.