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Meitnerium

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Eigenschaften
Allgemein
Name,Symbol,OrdnungszahlMeitnerium, Mt, 109
Elementkategorie
Gruppe,Periode,Block9,7,d
CAS-Nummer

54038-01-6

Atomar
Atommasse268u
Elektronenkonfiguration[Rn] 5f14 6d7 7s2
1.Ionisierungsenergie801kJ/mol[1]
Isotope
IsotopNHt1/2ZAZE (MeV)ZP
267Mt
{syn.}10msα10,87263Bh
Weitere Isotope sieheListe der Isotope
Gefahren- und Sicherheitshinweise
Radioaktiv
Radioaktiv
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar[2]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten beiStandardbedingungen.

Meitnerium ist ein künstlicheschemisches Element mit demElementsymbol Mt und derOrdnungszahl 109. Es zählt zu denTransactinoiden und steht imPeriodensystem der Elemente in der 9. IUPAC-Gruppe und damit zurCobaltgruppe. Es wurde zu Ehren der österreichisch-schwedischen PhysikerinLise Meitner benannt.

Geschichte

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1978 legte dieIUPAC einSystem provisorischer Elementnamen fest, nach dem Element 109 den provisorischen NamenUnnilennium (Une) bekam.[3]

Meitnerium wurde erstmals vonGottfried Münzenberg,Peter Armbruster und weiteren bei derGesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) inDarmstadt erzeugt. Hierzu wurdeBismut mit einem vomUNILAC erzeugten Strahl desEisenisotops58Fe beschossen. Dabei beobachteten sie ein einzelnes Atom des Meitneriumisotops266Mt und konnte es durch dieZerfallskette mit den bekannten Isotopen262Bh und258Db identifizieren.[4][5] 1988 konnte die Forschergruppe beim gleichen Experiment zwei weitere Zerfälle von266Mt beobachten.[6]

 83209Bi+2658Fe109266Mt+01n{\displaystyle \mathrm {{}_{\ 83}^{209}Bi+{}_{26}^{58}Fe\rightarrow {}_{109}^{266}Mt+{}_{0}^{1}n} }

1985 bestätigten Forscher amVereinigtes Institut für Kernforschung in Dubna (damals Sowjetunion) die Ergebnisse und damit die Existenz des neuen Elementes.[7]

1992 schlugen die Forscher der GSI nach der PhysikerinLise Meitner den NamenMeitnerium für das neue Element vor. Gleichzeitig benannten sie die ebenfalls bei der GSI gefundenen Elemente 107 und 108Hassium undNielsbohrium.[8] 1994 empfahl auch die IUPAC Meitnerium als Namen, Hassium sollte inHahnium und Nielsbohrium inBohrium geändert werden[9] und legte 1997 endgültigHassium,Bohrium undMeitnerium als Namen fest.[10] Meitnerium war im Gegensatz zu den Elementen 104 bis 108 nicht von derElementnamensgebungskontroverse zwischen dem Vereinigten Institut für Kernforschung, demLawrence Berkeley National Laboratory und dem GSI betroffen.[11]

Eigenschaften

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Meitnerium ist ein kurzlebigesradioaktivesMetall. Meitnerium kommt ausschließlich in synthetisierter Form vor.[12] Es wurden bisher achtIsotope (hierRadionuklide) erzeugt. Das langlebigste Isotop dabei ist278Mt, dessenHalbwertszeit 8 Sekunden beträgt.[13] Aufgrund dieses sehr schnellenZerfalls ist über die weiteren Eigenschaften des Elementes kaum etwas bekannt. Es wird alsÜbergangsmetall klassifiziert und ist beiRaumtemperatur fest.[12]Dichtefunktionalsimulationen legen nahe, dass die Eigenschaften von Meitnerium denen der leichteren Elemente derselbenGruppe desPeriodensystems entsprechen.[14]

Sicherheitshinweise

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Es gibt keine Einstufung nach derCLP-Verordnung oder anderer Regelungen, weil von diesem Element nur wenige Atome gleichzeitig herstellbar sind und damit viel zu wenige für eine chemische oder physikalische Gefährlichkeit.

Weblinks

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Commons: Meitnerium – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Meitnerium – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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  1. Eintrag zumeitnerium beiWebElements,www.webelements.com, abgerufen am 13. Juni 2020.
  2. Die von der Radioaktivität ausgehenden Gefahren gehören nicht zu den einzustufenden Eigenschaften nach der GHS-Kennzeichnung. In Bezug auf weitere Gefahren wurde dieses Element entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  3. J. Chatt:Recommendations for the Naming of Elements of Atomic Numbers Greater than 100. In:Pure and Applied Chemistry. 1979, Band 51, Nummer 2, S. 381–384doi:10.1351/pac197951020381.
  4. G. Münzenberg, P. Armbruster, F. P. Heßberger, S. Hofmann, K. Poppensieker, W. Reisdorf, J. H. R. Schneider, W.F.W. Schneider, K.‐H. Schmidt, C. -C. Sahm, D. Vermeulen:Observation of one correlated α-decay in the reaction58Fe on209Bi? →267109. In:Zeitschrift für Physik A Atoms and Nuclei. 1982, Band 309, Nummer 1, S. 89–90doi:10.1007/BF01420157.
  5. G. Münzenberg, W. Reisdorf, S. Hofmann, Y.K. Agarwal, F. P. Heßberger, K. Poppensieker, Judith Schneider, W.F.W. Schneider, K.‐H. Schmidt, H. J. Schött, P. Armbruster, C. -C. Sahm, D. Vermeulen:Evidence for element 109 from one correlated decay sequence following the fusion of58Fe with209Bi. In:Zeitschrift für Physik A Atoms and Nuclei. 1984, Band 315, Nummer 2, S. 145–158doi:10.1007/BF01419373.
  6. G. Münzenberg, S. Hofmann, F. P. Heßberger, H. Folger, V. Ninov, K. Poppensieker, A. B. Quint, W. Reisdorf, H. J. Schött, K. Sümmerer, P. Armbruster, M. Leino, D. Ackermann, U. Gollerthan, E. Hanelt, W. Morawek, Y. Fujita, T. Schwab, Α. Türler:New results on element 109. In:Zeitschrift für Physik A Atomic Nuclei. 1988, Band 330, Nummer 4, S. 435–436doi:10.1007/BF01290131.
  7. International Union of Pure and Applied Chemistry:Discovery of the transfermium elements. Part II: Introduction to discovery profiles. Part III: Discovery profiles of the transfermium elements. In:Pure and Applied Chemistry. 1993, Band 65, Nummer 8, S. 1757–1814doi:10.1351/pac199365081757.
  8. E. Dreisigacker:Nielsbohrium — Hassium — Meitnerium In:Physik Journal. 1992, Band 48, Nummer 10, S. 782,doi:10.1002/phbl.19920481004.
  9. International Union of Pure and Applied Chemistry:Names and symbols of transfermium elements (IUPAC Recommendations 1994). In:Pure and Applied Chemistry. 1994, Band 66, Nummer 12, S. 2419–2421doi:10.1351/pac199466122419.
  10. International Union of Pure and Applied Chemistry:Names and symbols of transfermium elements (IUPAC Recommendations 1997). In:Pure and Applied Chemistry. 1997, Band 69, Nummer 12, S. 2471–2474doi:10.1351/pac199769122471.
  11. Geoff Rayner‐Canham, Zheng Zheng:Naming elements after scientists: an account of a controversy. In:Foundations of Chemistry. 2007, Band 10, Nummer 1, S. 13–18doi:10.1007/s10698-007-9042-1.
  12. abMeitnerium. In: pubchem.ncbi.nlm.nih.gov. Abgerufen am 14. August 2023. 
  13. NuDat3. Abgerufen am 14. August 2023. 
  14. Jyoti Gyanchandani, S. K. Sikka:Physical properties of the $6d$-series elements from density functional theory: Close similarity to lighter transition metals. In:Physical Review B.Band 83,Nr. 17, 2011,S. 172101,doi:10.1103/PhysRevB.83.172101. 
Periodensystem derElemente
HHe
LiBeBCNOFNe
NaMgAlSiPSClAr
KCaScTiVCrMnFeCoNiCuZnGaGeAsSeBrKr
RbSrYZrNbMoTcRuRhPdAgCdInSnSbTeIXe
CsBaLaCePrNdPmSmEuGdTbDyHoErTmYbLuHfTaWReOsIrPtAuHgTlPbBiPoAtRn
FrRaAcThPaUNpPuAmCmBkCfEsFmMdNoLrRfDbSgBhHsMtDsRgCnNhFlMcLvTsOg
AlkalimetalleErdalkalimetalleLanthanoideActinoideÜbergangsmetalleMetalleHalbmetalleNichtmetalleHalogeneEdelgaseChemie unbekannt
Normdaten (Sachbegriff):GND:4518308-9 (GND Explorer,lobid,OGND,AKS)
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