Maxine Singer

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Maxine Singer

Maxine Frank Singer (*15. Februar1931 inNew York City; †9. Juli2024 inWashington, D.C.[1]) war eine US-amerikanischeBiochemikerin undMolekularbiologin.

Inhaltsverzeichnis

Leben

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Singer ging inBrooklyn zur Schule und studierte Chemie und im Nebenfach Biologie amSwarthmore College mit dem Bachelor-Abschluss 1952. 1957 wurde sie beiJoseph S. Fruton an derYale University in Biochemie promoviert. Zunächst befasste sie sich mit Proteinen, dann auf Rat von Fruton mitNukleinsäuren. Ab 1956 war sie im Biochemie-Labor vonLeon Heppel am National Institute of Arthritis, Metabolism, and Digestive Diseases derNational Institutes of Health (NIH) in Washington, D.C., einem der wenigen Orte in den USA, an dem sie damals an Nukleinsäuren forschen konnte. Sie erzeugte synthetische RNA, die in den Experimenten des späteren NobelpreisträgersMarshall Nirenberg zum genetischen Code benutzt wurde (Poly-U-Experiment). Sie wurde Senior Researcher am NIH und blieb dort bis 1979. Danach war sie amNational Cancer Institute, wo sie das Biochemie-Labor leitete.1988 bis 2002 war sie Präsidentin derCarnegie Institution in Washington, D.C.

Ab Anfang der 1970er-Jahre war sie in ethischen Diskussionen um dieGentechnik (Rekombinante DNA) involviert. 1973 wurde das auf der Gordon Conference on Nucleic Acids, die sie mit leitete, diskutiert, und sie war auch maßgeblich beteiligt, als nach derAsilomar Conference on Recombinant DNA 1975 Richtlinien erlassen wurden.

Neben ihrer Beteiligung an den Pionierarbeiten zur Entzifferung des genetischen Codes war sie in den 1980er Jahren an der Entdeckung beteiligt, dass dieLong Interspersed Nuclear Elements (LINEs) im SäugetiergenomTransposons sind.

1978 wurde sie Fellow derAmerican Academy of Arts and Sciences, 1979 Mitglied derNational Academy of Sciences, 1986 Mitglied derPäpstlichen Akademie der Wissenschaften und 1990 Mitglied derAmerican Philosophical Society. Im Jahr 1991 zeichnete ihre Alma Mater, die Yale University, sie mit derWilbur Cross Medal aus.[2] 1992 erhielt sie dieNational Medal of Science der USA, 1999 denVannevar Bush Award, 1982 den AAAS Award for Scientific Freedom and Responsibility und 2007 diePublic Welfare Medal der National Academy of Sciences.

Literatur

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  • Georgina Ferry:Maxine Singer obituary: biologist who shaped genetic engineering and fought discrimination. In:Nature. Band 632, 2024, S. 252,doi:10.1038/d41586-024-02532-0.
  • Susanne Garvey:Maxine Singer: A laser-sharp intellect with a passion for science. In:PNAS. Band 121, Nr. 39, 2024, e2416000121,doi:10.1073/pnas.2416000121.
  • Allan Spradling und Marnie E. Halpern:Maxine F. Singer (1931–2024). Prominent biochemist and science advocate. In:Science. Band 385, Nr. 6714, 2024, S. 1169,doi:10.1126/science.ads4179.

Weblinks

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Commons: Maxine Singer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Maxine Singer, renowned biologist and advocate for STEM inclusion, dies at 93. In: Carnegie Science. 12. Juni 2024, abgerufen am 11. Juli 2024 (englisch). 
  2. Wilbur Cross Medal Recipients By Year. (PDF) 2024, abgerufen am 22. Oktober 2024 (englisch). 
Personendaten
NAMESinger, Maxine
ALTERNATIVNAMENSinger, Maxine Frank
KURZBESCHREIBUNGUS-amerikanische Biochemikerin und Molekularbiologin
GEBURTSDATUM15. Februar 1931
GEBURTSORTNew York City,New York,Vereinigte Staaten
STERBEDATUM9. Juli 2024
STERBEORTWashington, D.C.,Vereinigte Staaten
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