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Max Brod

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Dieser Artikel behandelt den Schriftsteller; für den Schauspieler sieheMax Brod (Schauspieler).
Max Brod, 1914 in Dresden

Max Brod (*27. Mai1884 inPrag,Österreich-Ungarn; †20. Dezember1968 inTel Aviv,Israel) war ein deutschsprachigerSchriftsteller,Theater- undMusikkritiker mit österreichischer, tschechoslowakischer und israelischer Staatsbürgerschaft. Sein einst erfolgreiches literarisches Werk ist heute weitgehend unbeachtet. Bedeutungsvoll sind seine Verdienste um den Erhalt der Werke des SchriftstellersFranz Kafka als derenHerausgeber, Bearbeiter und Interpret. Darüber hinaus war Brod Mentor des jungenFriedrich Torberg und Förderer der KomponistenLeoš Janáček undJaromír Weinberger. Er gilt auch als Entdecker des DichtersFranz Werfel.

Leben

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Max Brod stammte aus einer alten, gut situiertendeutsch-jüdischen Prager Familie.[1] Sein Vater war Bankbeamter, von seiner Mutter ist nur bekannt, dass sie psychische Probleme mit den Kennzeichen einerDepression gehabt haben soll. Vater und Mutter waren begeisterte Opernfreunde und förderten seine Liebe zur Musik und zur Oper.[2] Sein Vater schätzte u. a.Die Meistersinger von Nürnberg vonRichard Wagner und sang zuhause Opernarien; die Mutter soll vonGiuseppe VerdisLa traviata beeindruckt gewesen sein. Max Brod, sein Bruder Otto Brod (* 6. Juli 1888 in Prag, † Oktober 1944 in Auschwitz)[3] und seine Schwester Sophie (* 18. März 1892 in Prag, † 1963)[4] wuchsen in kultiviert-jüdischer bürgerlicher Atmosphäre in Prag auf. Max Brod erhielt früh Klavierunterricht und war in seiner Kindheit und Jugend häufig krank.[5]

Max Brod war Absolvent desStephansgymnasiums in Prag. Er nahm anschließend an der deutschenKarl-Ferdinands-Universität ein Jurastudium auf und wurde dort 1907 zumDoktor der Rechtswissenschaften (Dr. jur.)promoviert. Er trat in dieStudentenverbindungAkademische Landsmannschaft Hercynia zu Prag ein.

Während der Studienzeit begegnete Brod am 23. Oktober 1902 in derLese- und Redehalle der deutschen Studenten in PragFranz Kafka, als Brod dort einen Vortrag überArthur Schopenhauer hielt. Eine lebenslange Freundschaft begann, über deren Beginn in einer Publikation Brods folgendes überliefert ist:

„Nach diesem Vortrag begleitete mich Kafka, der um ein Jahr Ältere, nach Hause. – Er pflegte an allen Sitzungen der ‚Sektion‘ teilzunehmen, doch hatten wir einander bis dahin kaum beachtet. Es wäre auch schwer gewesen, ihn zu bemerken, der so selten das Wort ergriff und dessen äußeres Wesen überhaupt eine tiefe Unauffälligkeit war, – sogar seine eleganten, meist dunkelblauen Anzüge waren unauffällig und zurückhaltend wie er. Damals aber scheint ihn etwas an mir angezogen zu haben, er war aufgeschlossener als sonst, allerdings fing das endlose Heim-Begleitgespräch mit starkem Widerspruch gegen meine allzu groben Formulierungen an.“[6]

Brod und Kafka trafen sich fortan häufig, oft täglich, und blieben bis zu Kafkas Tod befreundet. Franz Kafka war öfter Gast im Elternhaus der Brods und lernte dort 1912 seine spätere Freundin und VerlobteFelice Bauer kennen, die eine Cousine von Brods Schwager Max Friedmann war. Zusammen mit Brods engem FreundFelix Weltsch und Kafka bildeten sie die so genannte „Prager Schule“.

AuchAlbert Einstein lernte Brod an der Prager Universität kennen; er wurde Vorbild für die Figur desJohannes Kepler in seinem RomanTycho Brahes Weg zu Gott (1915).

Nach der Promotion zumDoktor der Rechte 1907 wurde Brod zunächst Justiz-, Finanz-, Post- und Versicherungsbeamter, dann Theater- und Musikkritiker sowie Feuilletonredakteur beimPrager Tagblatt.

Mit 24 Jahren veröffentlichte Brod bereits sein viertes Buch, den Roman „Schloß Nornepygge“, der vor allem in Berliner Literaturkreisen enthusiastisch als Meisterwerk desExpressionismus gefeiert wurde. Durch dieses und weitere Werke wurde Brod zu einer bekannten Persönlichkeit der deutschsprachigen Literatur. Seine Werke veröffentlichte er seit 1912 imKurt Wolff Verlag.

Am 2. Februar 1913 heiratete Max Brod die ÜbersetzerinElsa Taussig (1883–1942); er blieb bis zu ihrem Tode mit ihr zusammen.[7]

Zwischenkriegszeit

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Als sich nach demZerfall der Habsburgermonarchie 1918 dieTschechoslowakei konstituierte, wurde Brod kurzfristig Vizepräsident desJüdischen Nationalrates. Nachdem Brod seine Tätigkeit als Beamter im Postdienst in Prag aufgegeben hatte, arbeitete er als Kunstkritiker und freier Autor. In den 1920er Jahren erreichten seine Bücher große Auflagen. So wurden vonTycho Brahes Weg zu Gott bis 1920 52.000 Exemplare gedruckt.

DieNationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) setzte ihn 1933, als sie die Macht in Deutschland übernommen hatte, auf ihreListe der verbrannten Bücher 1933. Max Brod stand fortan auf derListe verbotener Autoren während der Zeit des Nationalsozialismus.

In dieser Zeit nahm Brod als Redakteur amPrager Tagblatt von exilierten deutschen Journalisten und Schriftstellern zahlreiche Artikel und Kurzgeschichten an, obwohl ihm klar war, dass er sie niemals alle veröffentlichen konnte. Die bar ausgezahlten Honorare, auch wenn es geringe Beträge waren, bedeuteten für viele Emigranten eine wichtige Überbrückungshilfe. Eine Zeit lang arbeitete auch die AutorinMaria Treben für ihn. Am Abend vor derdeutschen Besetzung Prags am 15. März 1939 emigrierte das Ehepaar Brod zusammen mitFelix Weltsch im letzten freien Flüchtlingszug nachPalästina.

Emigration

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Max Brod (rechts) mit Regisseuren derHabimah, 1942
Brod im Jahr 1965

Max Brod wandte sich unter dem EinflussMartin Bubers früh demZionismus zu. Dies war neben seinerjüdischen Religion und den einsetzenden Verfolgungen durch die Nationalsozialisten nach 1933 einer der Gründe, warum er 1939 nach Palästina floh, als die deutscheWehrmacht im März 1939 dierestlichen Gebiete derTschechoslowakei besetzte und bis Mai 1945 dasProtektorat Böhmen und Mähren bestand.

Sein Bruder, der SchriftstellerOtto Brod (1888–1944), wurde 1942 in dasKonzentrationslager Theresienstadt und 1944 nachAuschwitz deportiert, wo er in derGaskammer ermordet wurde. Als Max Brod nach dem Krieg vom Schicksal seines Bruders (und Freundes) erfuhr, gab ihm das den Anstoß, sich wieder mit theologischen Themen zu beschäftigen, vor allem mit den Fragen: „Ist die Seele unsterblich?“ und: „Wie lässt sich das Leiden der Welt mit dem Glauben an einen allmächtigen und allgütigen Gott vereinbaren?“.

Von 1938 bis 1947 hat Max Brod fast nichts publiziert. Das Geschehen im Zweiten Weltkrieg und der Tod seiner Frau 1942 hatten seine Kräfte gelähmt. Sehr wichtig war in dieser Zeit für ihn die enge Freundschaft zuFelix Weltsch in Jerusalem, die sich durch Hunderte Briefe ausdrückte. Dessen Freundschaft zu Brod hielt von derPiaristenschule bis zum Tode Weltschs 75 Jahre lang.

InTel Aviv arbeitete und lebte Max Brod bis zu seinem Tod im Jahre 1968 als freier Autor, Journalist und Dramaturg am NationaltheaterHabimah.

Wirkung

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Entdecker und Mentor

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Brod förderte mit Erfolg Schriftsteller und Musiker. Zu den von ihm Protegierten gehörte unter anderem der DichterFranz Werfel, den er bereits 1910 mit einer Gedichtvorlesung inBerlin der Öffentlichkeit bekannt machte, sich mit diesem aber später zeitweise überwarf, als Werfel begann sich vomJudentum loszulösen und sich demChristentum zuwandte. Auch mit dem von der jüdischenReligion zumrömisch-katholischen Glauben konvertierten Publizisten und SchriftstellerKarl Kraus hatte Brod darüber Auseinandersetzungen. Max Brod war in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg von einem indifferenten zu einem bewussten Anhänger des Judentums und aktiven Vertreter desZionismus geworden. Er verstand Angehörige der Glaubensgemeinschaft derJuden in erster Linie als Angehörige einer „Rasse und Herkunft“ und lehnte daher Assimilierung und Mischehen mit Angehörigen anderer Religionen entschieden ab.[8]

Der vonJohannes Urzidil als ungemein vielseitigerPoeta doctus bezeichnete Max Brod, der auch als Übersetzer, Komponist und Publizist tätig war und mehrere umfangreiche philosophische Werke veröffentlichte, trug unter anderem dazu bei, dassJaroslav Hašeks WeltkriegssatireDer brave Soldat Schwejk auf Berliner Bühnen gespielt und der tschechische Autor dadurch im Ausland populär wurde.

Max Brod nimmt auch einen ehrenvollen Platz in der Musikgeschichte ein. Er verfasste in Zusammenarbeit mit dem mährischen KomponistenLeoš Janáček deutschsprachige Libretti für dessen Opern und verhalf ihm damit zum Durchbruch auf den internationalen Opernbühnen. Aufführungen intschechischer Sprache fanden damals außerhalb derLänder der Böhmischen Krone kein Publikum und selbst in Prag waren sie keineswegs selbstverständlich. Brod meisterte die schwierige Aufgabe, seinen Text in Einklang zu bringen mit einer Musik, die ganz auf der Sprachmelodie des Tschechischen basierte. Dies erforderte Zugeständnisse und Anpassung des Komponisten, so dass z. B. die deutschsprachigeJenůfa nicht notengetreu mit dem tschechischen Operntext übereinstimmt. AußerJenufa übersetzte Brod die Libretti zu den OpernKatja Kabanova,Das schlaue Füchslein,Die Sache Makropulos undAus einem Totenhaus. Außerdem trug Brod durch zahlreiche Veröffentlichungen und eine erste Biographie zum allmählich einsetzenden Ruhm Janáčeks bei. Er machte auch seinen Einfluss geltend, um Aufführungen der damals avantgardistischen Werke an europäischen Opernhäusern durchzusetzen.

Kafkas Förderer und Nachlassverwalter

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Vor allem aber wurde Max Brod zum entscheidenden Förderer und Mentor der Werke vonFranz Kafka. Brod versuchte den an seiner Begabung zweifelnden Kafka in dessen literarischen Bestrebungen zu unterstützen und drängte ihn, seine Arbeiten zu veröffentlichen. Es ist wahrscheinlich Brod zu verdanken, dass Kafka anfing, ein Tagebuch zu führen. Zwar verabredeten sie auch gemeinsame literarische Projekte, doch diese verwirklichten sich aufgrund der unterschiedlichen Arbeitsweise der beiden Autoren nicht. Auch nach seiner Heirat mitElsa Taussig im Jahr 1913 blieb Brod der engste Freund und Bewunderer Kafkas. Er stand diesem in seinen Lebenskrisen bei, wobei Brod andererseits auch bei eigenen Problemen öfter Rat und Hilfe bei Kafka suchte und fand. 1913 nahm Brod auch Franz Kafka in das von ihm herausgegebene Jahrbuch für DichtkunstArkadia auf.[9] Dazu schrieb das „Berliner Tageblatt“ in seiner Ausgabe vom 29. April 1914: „Zwei Talente aus dem jüngeren Jahrgang sind Franz Kafka undHeinrich Eduard Jacob. Beide gegeneinander auszuspielen ist ein Unding. Größere Gegensätze in der Formulierung des Ethischen gibt es kaum. Aber jeder leistet auf seinem Gebiet Erstaunliches.“

Kafka starb 1924 imniederösterreichischen SanatoriumKierling und hatteletztwillig verfügt, dass alle seine literarischen Aufzeichnungen zu vernichten seien, und Max Brod als Nachlassverwalter eingesetzt. Brod setzte sich über dessen letzten Willen hinweg, da er glaubte, die angeordnete Vernichtung von Franz Kafkas Manuskripten kulturell nicht verantworten zu können, und wollte diese weiter veröffentlichen. Dies führt bis heute zu Auseinandersetzungen um das berühmte und lukrative Erbe. Max Brod soll sich verpflichtet gefühlt haben, die literarische Welt auf Leben und Denken Kafkas aufmerksam zu machen, den er als den „größten Dichter unserer Zeit“, nämlich des 20. Jahrhunderts, rühmte.

Bereits 1925 begann Max Brod mit der Veröffentlichung der Romanfragmente Kafkas. In den 1930er Jahren folgten eine sechsbändige Werkausgabe und eine Biografie Kafkas. In zahlreichen Veröffentlichungen wehrte sich Brod gegen eine von ihm als einseitig angesehene Interpretation der Werke Kafkas, die zu der Kennzeichnungkafkaesk für bestimmte Sachverhalte geführt hat. Bei einem 1968 auf Deutsch geführten Fernsehinterview sprach Brod über seine Freundschaft zu Franz Kafka.[10]

Brods Nachlass und damit auch einen Teil des Nachlasses von Franz Kafka verwaltete, zum Teil kritisiert und beargwöhnt, nach seinem Tod seine ehemalige Sekretärin und LebensgefährtinIlse Ester Hoffe. Es besteht Uneinigkeit darüber, ob sie und später deren Töchter als ihre Erbinnen das Recht hätten, diesen Nachlass demDeutschen Literaturarchiv Marbach zu verkaufen, oder ob es sich dabei um „nationales Kulturgut“ handle, das inIsrael verbleiben müsse.[11][12] Die israelischen Gerichte gaben durch alle Instanzen der Nationalbibliothek recht, zuletzt im August 2016 amObersten Gericht der RichterEljakim Rubinstein.[13][14]

Musiker und Komponist

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Max Brod (rechts) mit dem KomponistenPaul Ben-Haim und dessen Frau

Brod hatte neben Jura auch Musikwissenschaft, Komposition und Klavier studiert und war ein ausgezeichneter Pianist. Als Komponist war er bis in die 1950er Jahre aktiv, wobei er im Wesentlichenkammermusikalische Werke schuf, darunter allein 14 Liederzyklen. Sein Kompositionslehrer war ein Schüler vonAntonín Dvořák, dessen Musik sein Schaffen deutlich prägte. Erst später – in den 1940er Jahren – zeigten sich in seinen Kompositionen Einflüsse der zeitgenössischen Musik, auch hinterließ die israelische Folklore ihre Spuren in seinem Werk.

Anerkennung

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Gedenktafel für Max Brod in tschechischer Sprache an der Friedhofswand gegenüber dem Grab von Franz Kafka auf demNeuen jüdischen Friedhof in Prag-Žižkov

1948 wurde Brod mit demBialik-Literaturpreis ausgezeichnet, im Jahr 1965 erhielt er die Ehrengabe derHeinrich-Heine-Gesellschaft e. V. in Düsseldorf. Im Jahr 1964 wurde er in dieFreie Akademie der Künste in Hamburg aufgenommen und noch im gleichen Jahr mit deren Plakette ausgezeichnet. 1973 wurde in Wien-Hernals (17. Bezirk) dieMax-Brod-Gasse nach ihm benannt.

Werke

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Verlagswerbung 1929

Literarische Schriften

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  • Tod den Toten. (Novellen. A. Juncker Stuttgart, 1906), darin:Vom Verachten,Ein Schwerthieb,Tyrann und Asket,Unter Schriftstellern,Studie über das Mitleid,Warum sang der Vogel,Diffizilitätsmoral,Das Leben rächt sich,Giulietta undIndifferentismus
  • Schloss Nornepygge. Der Roman des Indifferenten. Roman. Kurt Wolff, Leipzig 1918
  • Ein tschechisches Dienstmädchen. (Roman. 1909)
  • Die Erziehung zur Hetäre. (Novellen, 1909)
  • Jüdinnen (Roman, 1911)[15]
  • Weiberwirtschaft. (Novellen, 1913); darin: 1. „Weiberwirtschaft“ (1911), 2. „Der Bürger und die Frau“: „Das Ballettmädchen“ (1912), „August Nachreiters Attentat“ (1912), „Bürgerliche Liebe“ (1905), „Die Stadt der Mittellosen“ (1906), 3. „Aus einer Nähschule“ (1912)[16]
  • Anschauung und Begriff. (zusammen mitFelix Weltsch) (1913)
  • Die Höhe des Gefühls. (Gedichte, 1913)
  • Arnold Beer – Das Schicksal eines Juden. (1906–1913)
  • Ein Kampf um Wahrheit. (Romantrilogie):
  • Über die Schönheit häßlicher Bilder. (1913)[17]
  • Tycho Brahes Weg zu Gott. (1915)[18]
  • Reubeni, Fürst der Juden. (1925)
  • Galilei in Gefangenschaft. (1948)
  • Die erste Stunde nach dem Tode. Eine Gespenstergeschichte. (1916)
  • Das große Wagnis. Roman. Wolff, Leipzig 1918.[19] ( = Max Brod:Ausgewählte Romane und Novellen. Band .)
  • Leben mit einer Göttin. (1923), Kurt Wolff Verlag
  • Die Frau, nach der man sich sehnt. (Roman) (1927)
  • Zauberreich der Liebe. (1928) Paul Zsolnay Verlag
  • Die Frau, die nicht enttäuscht. (1934)
  • Heinrich Heine. (Biographie) (1935) bei Allert de Lange/Amsterdam und E. P. Tal, Wien.[20]
  • Novellen aus Böhmen. 1936; darin:Ein Junge vom Lande,Beschneite Spinnweben,Schluss mit Fräulein Slawa,Der Bräutigam,Der Tod ist ein vorübergehender Schwächezustand,Menschliche Gemeinschaft,Ein Abenteuer Napoleons
  • Annerl. (1937).
  • Unambo. (1949) (Roman aus dem jüdisch-arabischen Krieg)
  • Der Meister. (1952) (Christus-Roman)
  • Beinahe ein Vorzugsschüler oder Pièce touchée. (1952)
  • Das Schloß. Drama nachFranz Kafka (1953)
  • Armer Cicero. (1955)
  • Rebellische Herzen. (1957)
  • Prager Tagblatt. (1957) (Roman einer Redaktion)
  • Mira. (1958) (Roman um Hofmannsthal)
  • Jugend im Nebel. (1959)
  • Streitbares Leben. (1960) (autobiographische Schrift)
  • Die Rosenkoralle. Ein Prager Roman. (1961)
  • Die verkaufte Braut. Der abenteuerliche Lebensroman des TextdichtersKarel Sabina. Bechtle, München/Eßlingen 1962, (DNB450634434).
  • Johannes Reuchlin und sein Kampf. Eine historische Monographie. Kohlhammer, Stuttgart/Berlin u. a. 1965.
Neuauflage mit einem Nachwort vonKarl Grözinger. Wallstein Verlag, Göttingen 2022,ISBN 978-3-8353-5129-5. (Auch als Onlineausgabe)

Ausgewählte Werke: Herausgegeben von Hans-Gerd Koch und Hans Dieter Zimmermann in Zusammenarbeit mit Barbora Šrámková undNorbert Miller:

sonstiges:Weiberwirtschaft. Novellen. 1913; darin:August Nachreiters Attentat (auch als Einzeldruck 1921; wieder in:Neue deutsche Erzähler. Bd. 1 (Max Brod u. a.) Paul Franke, Berlin o. J. (1930)

Abhandlungen

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  • Anschauung und Begriff. Grundzüge eines Systems der Begriffsbildung. (zusammen mit Felix Weltsch). hrsg. v. Claus Zittel. , De Gruyter, Berlin 2017, (EA Kurt Wolff Verlag, Wien 1913)
  • Über die Schönheit häßlicher Bilder. (1913)[21]
  • Heidentum, Christentum, Judentum. (1921)[22]
  • Sternenhimmel. Musik- und Theatererlebnisse. Kurt Wolff, Prag/München (1923)
  • Leoš Janáček. Leben und Werk. Hudební Matice Umélecké Besedy, Prag 1924; revidierte und erweiterte Ausgabe: Universal Edition, Wien 1956
  • Heinrich Heine. (1934) (Biographie)
  • Rassentheorie und Judentum. Mit einem Anhang über den Nationalhumanismus von F. Weltsch. (1936)
  • Franz Kafka. (1937, erweitert 1954)
  • Diesseits und Jenseits. (2 Bände):
    • Von der Krisis der Seelen und vom Weltbild der neuen Naturwissenschaft. (1946)
    • Von der Unsterblichkeit der Seele, der Gerechtigkeit Gottes und einer neuen Politik. (1947)
  • Israels Musik. (1951)
  • Streitbares Leben. (Autobiographie) (1960)
  • Gustav Mahler. Beispiel einer deutsch-jüdischen Symbiose. Ner-Tamid, Frankfurt a. M. 1961.
  • Johannes Reuchlin und sein Kampf. Kohlhammer 1965.
  • DerPrager Kreis. (1966)

Zu Franz Kafka

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  • Der Dichter Franz Kafka. (1921)
  • Franz Kafkas Nachlass. (1924)
  • Franz Kafka und Max Brod in ihren Doppelberufen. (1927)
  • Franz Kafkas Grunderlebnis. (1931)
  • Aus Franz Kafkas Kindertagen. (1937)
  • Franz Kafkas Glaubensposition. (1937)
  • Franz Kafka. Eine Biographie. (1. Auflage 1937). (Es folgten weitere Auflagen mit erweitertem Umfang; Neuausgabe:Über Franz Kafka, Fischer, Frankfurt am Main 1974ff,ISBN 3-596-21496-3)
  • Das Jüdische in Franz Kafka. (1947)
  • Franz Kafkas Glauben und Lehre. (1948). Wiederveröffentlichung, erweitert um Vor- und Nachworte von Felix Weltsch und H. D. Zimmermann: onomato Verlag, Düsseldorf 2011,ISBN 978-3-939511-92-2.
  • Franz Kafka als wegweisende Gestalt. (1951). Wiederveröffentlichung: onomato, Düsseldorf 2011,ISBN 978-3-942864-02-2.
  • Ermordung einer Puppe namens Franz Kafka. (1952)
  • Verzweiflung und Erlösung im Werke Franz Kafkas. (1959)

Deutschsprachige Libretti

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zuLeoš Janáčeks Opern
zuHans Krása
zuManfred Gurlitt
  • Nana. Oper in 4 Akten (7 Bildern). Text nach dem gleichnamigen Roman vonÉmile Zola.

Übersetzungen

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  • C. Valerius Catullus: Gedichte. Vollständige Ausgabe. Deutsch von Max Brod mit teilweiser Benützung der Übertragung vonK. W. Ramler. Georg Müller, München/Leipzig 1914.

Kompositionen

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  • Vier Lieder op. 1 (H. Heine,J. G. Herder, M. Brod) (1900–1902, überarb. 1940)
  • Tagebuch in Liedern (Frühe Klänge) op. 2 (G. E. Lessing,O. Bierbaum,H. Heine, M. Brod undH. Salus) (1903–1910, teilweise überarb. 1918)
  • Sonate Nr. 1 op. 3 für Kl. (undatiert, unvollendet)
  • Elf Goethe-Lieder op. 4 (1901–1910)
  • Vier Lieder nach Texten von Shakespeare op. 5 (ca. 1901–1910)
  • Fünf Lieder aus Asien op. 6 (F. Rückert,O. Chajjam,Sao Han undLi-tai-pe) (1904–1908)
  • Drei Lieder nach Texten vonStefan George op. 7 (1905–1908)
  • Fantasie h-Moll op. 9 für Kl. (undatiert, unvollendet)
  • Vier Lieder op. 10 (J. W. von Goethe,G. Flaubert,F. Schiller und Anon. [Psalm 126]) (1908–1921)
  • Sonate für V. und Kl. op. 11 (undatiert)
  • „Schlägt vom Hradschin die Uhr“ („Hradcanské hodiny). Variationen über ein tschechisches Volkslied op. 12 für Kl. (1916)
  • Elegie auf den Tod eines Freundes (Max Bäumel) op. 13 für Kl. (1908)
  • Die Höhe des Gefühls op. 14 Bühnenmusik (M. Brod) (1912)
  • Die Fälscher op. 15a Bühnenmusik (M. Brod) (1922)
  • Eine Königin Ester op. 15b Bühnenmusik (M. Brod)
  • Drei Balladen op. 16 (A. Gryphius,J. Kerner,J. W. von Goethe) (1911-1916, überarb. 1953)
  • Aphorismen op. 17 für Kl. (1938/39)
  • Sonatine (Fanfare, Le rêveur, Opera buffa) op. 18 für Kl. (undatiert)
  • Requiem hebraicum op. 20 für Bar. und Kl. (Orch.) (Sh. Shalom) (undatiert)
  • Sonate Nr. 2 (in memoriam für Elsa) op. 23 für Kl. (undatiert, nach 1942)
  • Drei Lieder des Todes op. 24 (H. Heine,Ch. Baudelaire und Anon. (Aus dem Buch Hiob) (1943)
  • Fantasie (Elsa gewidmet) op. 25 für Kl. (undatiert)
  • Drei philosophische Texte op. 27 (C. Brentano,H. Heine undI. Kant) (1933-1944)
  • La Méditerranée op. 28 für Kl. (undatiert)
  • Zwei israelische Bauerntänze op. 30 f Orch. (undatiert)
  • Zwei jemenitische Lieder op. 31 (undatiert)
  • Acht Lieder aus den „Chinesisch-Deutschen Jahres- und Tageszeiten“ vonJ. W. von Goethe op. 32 (1949)
  • Elégie dramatique, Klavierquintett op. 33 (undatiert)
  • Tod und Paradies. Zwei Lieder nach Texten vonFranz Kafka op. 35
  • Zwei Lieder vonCarl Seelig op. 36 (1953)
  • Fünf Lieder op. 37 (F. Kafka,Ch. Baudelaire,H. Heine undJ. W. von Goethe) (1954–1964)
  • Invokation und andere Klavierstücke op. 38 (undatiert, unvollendet)

Musikkritiken im Prager Tagblatt

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  • Janáček und andere. Essais 1924–1938. Herausgegeben von Robert Schmitt Scheubel. consassis.de, Berlin 2013,ISBN 978-3-937416-31-1.

Nachlass und -wirkung

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2019 wurden Teile seines Nachlasses erstmals in Jerusalem ausgestellt.

In Israel sind mehrere Straßen nach Brod benannt.[23]

Literatur

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  • Claus-Ekkehard Bärsch:Max Brod im „Kampf um das Judentum“. Zum Leben und Werk eines deutsch-jüdischen Dichters aus Prag. Passagen-Verlag, Wien 1992,ISBN 3-85165-024-7.
  • Schalom Ben-Chorin:Erinnerungen an Max Brod aus drei Jahrzehnten. In:Zeitschrift für die Geschichte der Juden. ZGDJ, 1969, Heft 1. Olamenu, Tel Aviv, S. 1–10.
  • Hugo Gold:Max Brod. Ein Gedenkbuch. Tel Aviv 1969.
  • Elisabeth Th. Hilscher-Fritz, Monika Kornberger:Brod, Max. In:Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff.,ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 1, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2002,ISBN 3-7001-3043-0.
  • Werner Kayser:Max Brod (=Hamburger Bibliographien, Band 12). Christians, Hamburg 1972.
  • Wilhelm Kosch:Deutsches Literatur-Lexikon. Biographisches und bibliographisches Handbuch. Band 2. 1969; mit weiteren Literaturhinweisen.
  • Renate Lerperger:Max Brod. Talent nach vielen Seiten. (Ausstellungskatalog). Wien, 1987.
  • Margarita Pazi:Max Brod. Werk und Persönlichkeit. Bouvier, Bonn 1970,ISBN 3-416-00681-X (ZugleichDissertation an derUniversität Würzburg).
  • Margarita Pazi (Hrsg.):Max Brod 1884–1984. Untersuchungen zu Max Brods literarischen und philosophischen Schriften. Lang, New York/Bern/Frankfurt am Main 1987,ISBN 0-8204-0571-X (Band zum Kongress in Jerusalem 1984, Texte deutsch und englisch).
  • Paul Raabe:Zu Gast bei Max Brod. Eindrücke in Israel 1965. Hg. Niedersächsische Landesbibliothek. Niemeyer, Hameln 2004,ISBN 3-8271-8813-X (Reihe:Lesesaal, 13).
  • Barbora Šrámková:Max Brod und die tschechische Kultur (=Arco Wissenschaft, Band 17). Arco, Wuppertal 2010,ISBN 978-3-938375-27-3.
  • Heribert Sturm:Biographisches Lexikon zur Geschichte der böhmischen Länder. Herausgegeben im Auftrag desCollegium Carolinum (Institut), Band I. Oldenbourg, München/Wien 1979,ISBN 3-486-49491-0, Seite 147 und 148.
  • Johannes Urzidil:Goethe in Böhmen. Epstein, Wien/Leipzig 1932; 3. Auflage, Artemis, Zürich/München 1981,ISBN 3-7608-0251-6, S. 480, 481.
  • Gaëlle Vassogne:Max Brod in Prag: Identität und Vermittlung (=Conditio Judaica, Band 75). Max Niemeyer Verlag, Tübingen 2009;ISBN 978-3-484-65175-3; Walter de Gruyter / Max Niemeyer, Tübingen 2009,ISBN 978-3-11-174143-7.
  • Volker Weidermann:Das Buch der verbrannten Bücher. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008,ISBN 978-3-462-03962-7 (S. 126–129).
  • Bernd W. Wessling:Max Brod: Ein Porträt. Kohlhammer, Stuttgart/Berlin/Köln/Mainz 1969. Neuausgabe:Max Brod: Ein Porträt zum 100. Geburtstag. Bleicher, Gerlingen 1984,ISBN 3-88350-009-7.
  • Claus Zittel:Poetik der Verschwommenheit. Philosophische, psychologische und ästhetische Wahrnehmungskonzepte in der Prager Moderne. In: Bernd Stiegler, Sylwia Werner (Hg.):Laboratorien der Moderne. Orte und Räume des Wissens in Ost- und Mitteleuropa. Fink, München 2016, S. 49–95.
  • Matthias HenkeBrod, Max. In:Ludwig Finscher (Hrsg.):Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Zweite Ausgabe, Personenteil, Band 3 (Bjelinski – Calzabigi). Bärenreiter/Metzler, Kassel u. a. 2000,ISBN 3-7618-1113-6, Sp. 963–968

Weblinks

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Commons: Max Brod – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikiquote: Max Brod – Zitate

Einzelnachweise

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  1. Max Brod – Munzinger Biographie. Abgerufen am 25. Januar 2021. 
  2. Max Brod – Munzinger Biographie. Abgerufen am 25. Januar 2021. 
  3. Biographisches Lexikon zur Geschichte der böhmischen Länder, Band I
  4. Max Brod. Abgerufen am 2. April 2024. 
  5. Max Brod – Munzinger Biographie. Abgerufen am 25. Januar 2021. 
  6. Max Brod:Franz Kafka. Eine Biographie. Dritte, erweiterte Auflage. S. Fischer Verlag, Berlin und Frankfurt am Main 1954, S. 57.
  7. Max Brod Lebenslauf. Ausgearbeitet von Hannes Heckmann, S. 3
  8. Gaëlle Vassogne:Max Brod in Prag: Identität und Vermittlung (=Conditio Judaica, Band 75), Walter de Gruyter / Max Niemeyer, Tübingen 2009, Seite 94f.ISBN 978-3-11-174143-7,ISBN 978-3-484-97101-1 (online).
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  12. Ofer Aderet:Professors call for Max Brod's archive, including unpublished Kafka manuscripts, to stay in Israel (Memento vom 25. Januar 2013 im Webarchivarchive.today) in:Haaretz, 8. Februar 2010.
  13. Andreas Kilcher:Epischer Streit findet ein Ende, inNeue Zürcher Zeitung vom 13. August 2016, abgerufen am 3. September 2024
  14. Benjamin Balint:Kafkas letzter Prozess, inDie Zeit vom 12. September 2016, abgerufen am 3. September 2024
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  23. Jochen Stahnke: Nachlass Max Brod. Seiner Bedeutung war er sich gewiss. In: FAZ. 8. August 2019, abgerufen am 13. Oktober 2019. 
Personendaten
NAMEBrod, Max
KURZBESCHREIBUNGtschechischer Schriftsteller
GEBURTSDATUM27. Mai 1884
GEBURTSORTPrag
STERBEDATUM20. Dezember 1968
STERBEORTTel Aviv
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