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Martinique

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Martinique
Collectivité Territoriale de Martinique
Flagge von Martinique
Flagge Martiniques
Wappen
Wappen Martiniques
Basisdaten
AmtsspracheFranzösisch
HauptortFort-de-France
Fläche1.108,01 km²
Einwohnerzahl341.279[1]
Bevölkerungsdichte308,01 Einwohner je km²
Arrondissements4
Gemeindeverbände3
Gemeinden34
PräfektJean-Christophe Bouvier
Präsident des Exekutivrates von MartiniqueSerge Letchimy
WährungEuro (EUR)
ZeitzoneUTC−4
ISO 3166-2:FRFR-972
Internet-TLD.mq
Vorwahl+596
Karten
Lage in Amerika
Lage in Amerika
Karte Martinique
Karte Martinique

Martinique [maʀtiˈnik] (Martinique-KreolischMatinik oderMatnik) ist eine Insel in derKaribik. Sie gehört zu denKleinen Antillen und zu denInseln über dem Winde. In der Sprache derUreinwohner wurde die InselMadinina (Blumeninsel) genannt, diese Bezeichnung wird auch heute noch oft von den Einheimischen verwendet.

Politisch ist Martinique einÜbersee-Département und eineRegionFrankreichs, in der die französischen Gesetze unmittelbar gelten, sofern keine Ausnahme ausdrücklich vorgesehen ist. Seit 2015 besteht auf dem Gebiet Martiniques dieCollectivité Territoriale de Martinique alseinheitliche Gebietskörperschaft, die die Aufgaben sowohl eines Départements als auch einer Region wahrnimmt.

Martinique gehört zumGebiet der Europäischen Union, jedoch nicht zumSchengen-Raum.

Geographie

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Martinique liegt zwischen dem karibischen Meer und dem Atlantischen Ozean 25 km südlich vonDominica und 37 km nördlich vonSt. Lucia. Sie liegt ungefähr 6850 km vonParis und 3150 km vonNew York entfernt sowie 440 km vor der KüsteVenezuelas.

Die Insel hat eine Länge von 73 km und eine Breite von 39 km. Die Küstenlinie ist rund 350 km lang. Die Insel ist bergig. Im Norden der Insel liegt derVulkanMontagne Pelée, der eine Höhe von 1397 m hat.

9,4 % der Landfläche der Insel isturbanisiert. Landwirtschaft wird auf 11,3 % der Fläche betrieben.

Siehe auch:Liste der Berge auf Martinique
Tropischer Regenwald nahe der Stadt Fond St. Denis

Klima

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Das Klima ist tropisch und dieRegenzeit dauert von Juni bis Oktober. Der Norden ist feucht mit einer üppigen Vegetation. Im Süden ist das Klima trockener, dort befinden sich auch die meisten touristischen Ziele. Die mittleren Lufttemperaturen liegen im Januar und Februar zwischen min. 21 °C und max. 27 °C, im August und September zwischen min. 24 °C und max. 30 °C. Die Monate Juni bis November zeichnen sich durch hohe Luftfeuchtigkeit aus. Der Februar hat im Mittel 12 Regentage, der Juli 22.

Die Wassertemperatur kann im Juli bis Oktober 28 °C überschreiten und liegt auch im Februar nicht unter 26 °C.

Zwischen Juni und November könnenWirbelstürme auftreten.

Klimadiagramm von Fort-de-France 1941–1970
Klimadiagramm von Le Lamentin 1961–1990

Geschichte

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Karte von 1760
Ehemaliges Rathaus von Fort-de-France
1991 Geköpfte Statue der Joséphine de Beauharnais

Erste Besiedlungen können ab 4000 v. Chr. nachgewiesen werden. Etwa um 100 v. Chr. besiedelten dieArawak vomOrinokogebiet inVenezuela ausgehend die Insel. Im 10. Jahrhundert folgten dieKariben. Als erster Europäer entdeckteChristoph Kolumbus Martinique am 15. Juni 1502 auf seiner vierten Reise. Er ging bei der heutigen Gemeinde Carbet an Land. Die Insel wurde 1635 vonFrankreich durchPierre Belain d’Esnambuc im Namen der von Richelieu gegründetenCompagnie des îles d'Amériquekolonialisiert und blieb seitdem bis auf drei kurze Perioden britischer Besatzung in französischem Besitz.

  1. 1762–1763 während desSiebenjährigen Krieges (Rückgabe nachFrieden von Paris)
  2. 1794–1802 während des ersten und zweitenKoalitionskrieges (Rückgabe nachFrieden von Amiens)
  3. 1809–1814 während des fünften und sechsten Koalitionskrieges (Rückgabe nachVertrag von Paris)

Im Jahre 1648 ging dieCompagnie des îles d'Amérique in Konkurs, daraufhin wurde die Insel anJaques Dyel du Parquet, Neffe von Pierre Belain d’Esnambuc, verkauft. Er gründete Fort-de-France und ließ zum ersten Mal Zuckerrohr anpflanzen, was zu einem ersten wirtschaftlichen Aufschwung führte. Um 1660 war fast die gesamte einheimische Bevölkerung ausgerottet.

Durch die Gründung derFranzösischen Ostindienkompanie durchJean-Baptiste Colbert im Jahr 1664 wurde Martinique Besitz der französischen Krone. Während desZweiten Englisch-Niederländischen Krieges war Frankreich mit den Niederlanden verbündet – eine englische Flotte griff wiederholt französische Siedlungen auf Martinique an und besiegte am 6. Juli bei Saint-Pierre ein französisches Geschwader.[2] ImDritten Englisch-Niederländischen Krieg, einem Teilkonflikt desHolländischen Krieges in dem Frankreich nun mit England gegen die Niederlande kämpfte, wurde Martinique am 16. Juli 1674 durch die Flotte des holländischen AdmiralsMichiel de Ruyter angegriffen.

1685 wurde der sogenannteCode Noir verabschiedet, der dieSklaverei in den französischen Kolonien bestätigte.Im Jahr 1694 traf der DominikanerPère Labat ein. Er warMissionar,Ethnologe und Schriftsteller; er führte die Windmühlen ein und verbesserte die Rumdestillation.

Dank der Patronage vonMadame de Pompadour wurde der Ökonom undPhysiokratPierre-Paul Le Mercier de La Rivière zum Intendanten oder Gouverneur von Martinique[3] bestimmt, während der Amtszeit von 1759 bis 1764 hatte er dort große wirtschaftliche Erfolge.[4] Während der kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Briten wurde er verwundet und gelangte in Gefangenschaft.Von 1762 bis 1763 war Martinique durch die Briten besetzt.

Am 23. Juni 1763 wurdeJoséphine, geb. de Tascher de la Pagerie, die spätere Gattin Napoleons, in Trois-Îlets beiFort-de-France auf Martinique geboren. Ihre Eltern betrieben dort eine Zuckerrohrplantage, die noch heute als Museum zu besichtigen ist. In Fort-de-France steht in der Parkanlage „La Savane“ eine kleine Statue von Joséphine, allerdings seit 1991 ohne Kopf, da sie bei der Bevölkerung wegen der erneuten Einführung der Sklaverei auf Martinique unbeliebt ist.

Im Jahr 1783 gab es ca. 60.000 Sklaven. Von 1787 bis 1802 entflammte ein Bürgerkrieg wegen Konflikten zwischen Plantagenbesitzern und Händlern, es gab einen Sklavenaufstand. 1794 stimmte die französische Konvention im Geiste der französischen Revolution zwar für die Abschaffung der Sklaverei. Jedoch war die Insel von 1794 bis 1802 britisch besetzt, sodass das Dekret nicht umgesetzt wurde. Dieser Beschluss hielt auch nicht lange, denn Napoleon führte 1802 die Sklaverei wieder ein. Am 22. Mai 1848 wurde die Sklaverei endgültig aufgehoben.Victor Schœlcher spielte hierbei eine wichtige Rolle. Wegen Knappheit an Arbeitskräften auf den Plantagen wurden ab dieser Zeit Inder, Chinesen und Menschen aus dem Nahen Osten dort beschäftigt.[5]

DerMartinique-Hurrikan von 1891 verwüstete im August jenes Jahres die Insel, und rund 700 Personen verloren ihr Leben, doch ein Jahrzehnt später traf die Insel eine noch schwerereNaturkatastrophe: Am 8. Mai 1902 brach derVulkanMt. Pelée aus. Einpyroklastischer Strom hatte mehr als 30.000 Tote zur Folge. InSaint-Pierre überlebten lediglich ein Schuhmacher und als Gefängnisinsasse der SeemannLouis-Auguste Cyparis. Die Stadt war damals wegen der guten Reede die wirtschaftlich bedeutendste von Martinique.

Im Jahr 1946 wurde Martinique zu einem der französischenÜbersee-Départements (Départements d’Outre-Mer/DOM), die politisch als Teil des Mutterlandes gelten. Martinique erhielt vier Abgeordnete und zwei Senatoren. 1972 wurde Martinique eineRégion, ein Parallelstatus zum DOM. 1983 wurde durch die Dezentralisation derRegionalrat eingeführt. 1958 gab es Autonomiebewegungen. Im Jahr 1999 wurde dieBanane aus Martinique Anlass eines „Handelskriegs“ zwischen den USA und Europa. 2003 wurde der Doppelstatus als Region und Department (DOM) bestätigt.

Wie aufGuadeloupe kam es 2009 auch auf Martinique zu einemGeneralstreik. Er begann am 5. Februar und ging im März zu Ende. Auslöser waren die hohen Lebenshaltungskosten. Gegner der Streikenden waren die „békés“, die Nachfahren der früheren weißenSklavenhalter, die die Inseln ökonomisch noch immer weitgehend dominieren. Die Streikenden konnten höhere Löhne durchsetzen.[6] Die Zusagen wurden allerdings zum Teil nicht eingehalten.[7]

Bei einer auf Wunsch der lokalen Volksvertreter vom französischen Staat organisierten Volksabstimmung über die Umwandlung Martiniques in eineCollectivité d’outre-mer mit erweiterter Autonomie gemäß Artikel 74 derFranzösischen Verfassung am 10. Januar 2010 stimmten 79 % der Abstimmenden dagegen.[8][9] Bei einer zweiten Volksabstimmung am 24. Januar 2010 stimmte sodann eine Mehrheit von 68,30 % der Abstimmungsteilnehmer bei einer Stimmenthaltung von 64,19 % für die Vereinigung des Départements und der Region zu einerCollectivité territoriale unique gemäß Artikel 73 der Verfassung.[10]

DieAssemblée de Martinique als Volksvertretung der neugeschaffenen GebietskörperschaftCollectivité Territoriale de Martinique wurde erstmals im Dezember 2015 parallel zu denRegionalwahlen in den anderen Teilen Frankreichs gewählt. Wahlsieger war die Liste vonAlfred Marie-Jeanne[11] (Mouvement indépendantiste martiniquais, MIM), der erster Präsident des Exekutivrates von Martinique wurde. Nach den Wahlen von 2021 wurde er durchSerge Letchimy (Parti progressiste martiniquais, PPM) abgelöst.

Bevölkerung

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Die Bevölkerung ist zu ca. 80 % afrikanischer Herkunft. 15 % der Bewohner sind indischer oder afro-indischer Herkunft (in Martinique „coolies“ genannt), überwiegend im Osten der Insel. Etwa 5 % der Einwohner Martiniques sind europäischer Abstammung. Zu dieser Gruppe gehören die auf Martinique geborenen Weißen, die von der kolonialen Oberschicht abstammen undBéké genannt werden. Sie lassen sich auf etwa 30 Familien zurückführen. Alle auf Martinique geborenen Menschen, sowohl Weiße als auch Schwarze, werdenKreolen genannt. Daneben leben europäische Zuwanderer aus der Metropole (Frankreich) und nach Martinique entsandte französische Staatsbeamte auf der Insel. Aufgrund des im regionalen Vergleich sehr hohen Lebensstandards zieht Martinique – wie die anderen französischen DépartementsGuadeloupe undFranzösisch-Guayana – auch Zuwanderer aus der Region an, vor allem ausHaiti.

85 % der Bevölkerung sindrömisch-katholisch (Erzbistum Saint-Pierre et Fort-de-France), 10,5 %protestantisch (hauptsächlichAdventisten). Je 0,5 % bekennen sich zumIslam und zumHinduismus.

Die offizielle Sprache istFranzösisch. Die Muttersprache der Mehrheit der Bevölkerung ist allerdings Martinique-Kreolisch, eine französischeKreolsprache.

Bevölkerungsentwicklung
JahrEinwohnerzahl
1950222.002
1960281.622
1970325.011
1980325.454
1990358.449
2000387.004
2010394.910
2017384.896
2022347.686

Quelle: UN[12]

Kultur

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Auf der Insel herrscht eine große Tanz- und Musiktradition. Getanzt werden die Tänze Biguine,Zouk,Quadrille und Gwo Ka, die typischkreolisch sind. Besonders zur Zeit desKarnevals der Insel wird viel bei geschmückten Umzügen über die Insel getanzt.

Ein weiterer kultureller Höhepunkt Martiniques ist dieRegattaTour des Yoles, die mit der Martinique-Yole, einem leichten, traditionellen regionalen Segelboot, ausgetragen wird.[13] Außerdem werden auch viele bunte Kostüme angezogen. Die Yole steht seit Dezember 2020 im Register guter Praxisbeispiele des UNESCO-Weltkulturerbes.

Politik

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Seit 2016 besteht auf dem Gebiet Martiniques dieCollectivité Territoriale de Martinique(Gebietskörperschaft Martinique) alseinheitliche Gebietskörperschaft, die die Aufgaben sowohl einesDépartements als auch einerRegion wahrnimmt.

In Martinique gelten ebenso wie in den anderenÜberseedépartements die französischen Gesetze direkt, sofern nicht Ausnahmen ausdrücklich vorgesehen sind.

Staatliche Verwaltung

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Die Arrondissements in Martinique mit den zugehörigen Gemeinden

Die französische Zentralregierung wird für ihre Zuständigkeitsbereiche durch denPräfekten vertreten. Im Rahmen der staatlichen Verwaltung ist Martinique in vierArrondissements gegliedert.

ArrondissementAnzahl der
Gemeinden
Einwohner
1. Januar 2023
Fläche
km²
Dichte
Einw./km²
Code
INSEE
Hauptort
Fort-de-France4150.642170,998819721Fort-de-France
La Trinité1072.895337,61215,99722La Trinité
Le Marin12114.903409,14280,89723Le Marin
Saint-Pierre822.190210,26105,59724Saint-Pierre
Département Martinique34360.6301.128,00319,7972Fort-de-France

Gebietskörperschaft Martinique

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Die beschlussfassende Volksvertretung der Gebietskörperschaft ist dieAssemblée de Martinique(Versammlung von Martinique), die nach einem Listenwahlrecht mit potentiell zwei Wahlgängen und Mehrheitsprämie gewählt wird, das weitgehend dem Wahlverfahren bei der Wahl der französischenRegionalräte entspricht.

Die Exekutive der Gebietskörperschaft liegt beim neunköpfigenConseil exécutif(Exekutivrat), der von der Assemblée gewählt wird und von ihr durchkonstruktives Misstrauensvotum abgewählt werden kann.

DieAssemblée de Martinique wurde erstmals im Dezember 2015 und erneut im Juni 2021 parallel zu denfranzösischen Regionalwahlen von 2015 und2021 gewählt.

Seit den Wahlen von 2021 ist Lucien Saliber Präsident derAssemblée de Martinique undSerge Letchimy (Parti progressiste martiniquais, PPM) Präsident des Exekutivrates von Martinique.

Siehe auch:Liste der Präsidenten des Regionalrates von Martinique 1983–2015, der Assemblée de Martinique und des Exekutivrates von Martinique (seit 2015)

Gemeinden

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Die kommunalen Zweckverbände in Martinique mit den zugehörigen Gemeinden

Die lokalen Gebietskörperschaften sind die 34Gemeinden.

Die Gemeinden sind zu dreiÉtablissements publics de coopération intercommunale à fiscalité propre (kommunalen Zweckverbänden mit eigenen Steuereinnahmen) zusammengeschlossen.

Siehe auch:Liste der Gemeinden in Martinique undListe der Gemeindeverbände in Martinique

Parlamentarische Vertretung

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Die vier Wahlkreise der französischen Nationalversammlung in Martinique (seit 2012)

Martinique entsendet vier direkt gewählte Abgeordnete in diefranzösische Nationalversammlung und zwei indirekt gewählte Senatoren in denfranzösischen Senat.

EU-rechtlicher Status

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Martinique gehört alsGebiet in äußerster Randlage zumGebiet der Europäischen Union. Es gehört zumZollgebiet der Union und verwendet denEuro als gesetzliches Zahlungsmittel, ist jedoch nicht Teil des Geltungsbereichs desMehrwertsteuersystems der EU und nicht Teil desSchengen-Raums.

Infrastruktur

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Die Insel verfügt über einen Flughafen, denAéroport International Martinique Aimé Césaire in Lamentin (IATA-Flughafencode: FDF). Die Flugdauer von Paris-Orly nach Martinique beträgt hin ca. 8 Stunden 30 Minuten und zurück ca. 8 Stunden. Weitere Direktflugverbindungen gibt es von bzw. nach Brüssel, Guadeloupe, Cayenne, St. Martin, Montreal (Kanada) sowie Miami (USA). Außerdem werden einige weitere innerkaribische Strecken bedient.[14]

Das Straßennetz ist hervorragend und zum Teil vierspurig ausgebaut. Einige Nebenstraßen sind sehr kurvig mit teilweise starken Steigungen, so dass die erreichbaren Durchschnittsgeschwindigkeiten relativ niedrig sind, zumal regelmäßig auch Verkehrsstaus auftreten.

Auf Martinique gibt es keine Eisenbahn. Auf mehreren Zuckerrohrplantagen wurden jedoch bis in die 1970er-JahreFeldbahnen betrieben.[15][16] MitLe Train des Plantations existiert heute eineMuseums-Schmalspurbahn inSainte-Marie.

Regelmäßige Fähren verbinden Martinique mit St. Lucia, Dominica und Guadeloupe.

Wirtschaft

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Für das Jahr 2009 weistINSEE 402.499 Einwohner undEurostat ein Bruttoinlandsprodukt von 7,753 Mrd. € für Martinique aus. Dies entspricht 16.900 € (Kaufkraftstandard) pro Einwohner.[17]

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Martinique betrug 1995 4,48 Mrd. € und damit 11.990 € pro Einwohner (Frankreich 19.360 €). Damit hat Martinique das höchste BIP aller fünf französischen Überseedepartements und aller karibischen Staaten. Im Vergleich mit demBIP derEU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreicht Martinique einen Index von 73,4 (EU-25:100) (2003).[18]

7,6 % der Beschäftigten sind imprimären Bereich, 17,5 % im sekundären und 74,9 % im tertiären Bereich beschäftigt. Im Jahr 2017 betrug dieArbeitslosenquote 17,8 %.[19]

Bananen tragen zu 40 % der Exporterlöse bei und sind damit das wichtigste Exportgut. 80 % der in der Landwirtschaft Beschäftigten sind im Anbau von Bananen tätig.Rohrzucker,Rum undAnanas sind weitere wichtige landwirtschaftliche Produkte.

Der sekundäre Bereich wird hauptsächlich durch zwei Unternehmen abgedeckt, den französischen StromkonzernÉlectricité de France und dieSociété Anonyme de la Raffinerie des Antilles.

Der tertiäre Bereich besteht hauptsächlich aus Handel und Tourismusindustrie.

Tourismus

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Der Tourismus trägt zu 7 % des BIP bei. Circa 80,1 % der Touristen kommen aus Frankreich, 5,0 % aus Europa (ohne Frankreich), 10,4 % aus der Karibik, 3,1 % aus den USA und 1,4 % aus dem Rest der Welt.

Die Entwicklung der Touristenzahlen verlief von 2015 bis 2018 stark mit einem Wachstum von 41,9 %, wozu vor allem der Kreuzfahrttourismus beitrug (+ 62,4 %). Der Einbruch durch die COVID-19-Pandemie führte bei den Kreuzfahrten zu einer kompletten Einstellung ab April 2020, bei den Hotelgästen aber nur zu einer Halbierung der Zahlen. Bereits 2022 wurde im Hotelsektor wieder derselbe Wert wie 2019 erreicht. Dagegen war der Kreuzfahrtsektor 2022 mit 75.000 Passagieren noch stark geschwächt.[20]

Jahr20152016201720182019202020212022[20]
Hotelgäste487.000519.000536.000537.000556.000312.000291.000556.000
Kreuzfahrt-

passagiere

242.000281.000406.000393.000285.000171.000075.000
Tagesbesucher32.00042.00061.00072.00078.00041.00021.00030.000
Touristenankünfte

gesamt

761.000842.0001.003.0001.002.000919.000524.000312.000661.000

Persönlichkeiten

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Wendie Renard bei der Fußballweltmeisterschaft der Frauen im Juli 2011

Weblinks

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Commons: Martinique – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Martinique – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wikivoyage: Martinique – Reiseführer

Einzelnachweise

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  1. En 2022, la Martinique devient la région la plus âgée de France – Insee Flash Martinique – 189. Abgerufen am 25. Februar 2024. 
  2. D. Marley:Wars of the Americas, S. 167 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)
  3. Gustave Schelle:Le docteur Quesnay. Chirurgien, Médecin de Mme de Pompadour et de Louis XV, Physiocrate. (DjVu) Félix Alcan, éditeur. Paris 1907, S. 345 (Blatt 357)
  4. Florence Gauthier:Le Mercier de la Rivière et les colonies d’Amérique. In:Revue Française d’Histoire des Idées Politiques, 2/2004 (N°20), S. 37–59.
  5. Dale W. Tomich:Slavery in the circuit of sugar : Martinique and the world economy, 1830–1848. 2. Auflage. State University of New York Press, Albany 2016,ISBN 978-1-4384-5918-9. 
  6. Bernard Schmid:Aufruhr in den französischen „Überseegebieten“. 12. März 2009, abgerufen am 15. September 2009.
  7. Bernhard Schmid:Arm, aber autonom. In:Jungle World, 16. Juli 2009, abgerufen am 15. September 2009.
  8. Guayana und Martinique gegen Unabhängigkeit. In: 20minuten.ch. 11. Januar 2010, abgerufen am 12. Januar 2014. 
  9. La Guyane et la Martinique refusent plus d'autonomie. Le Figaro.fr, 11.1.2010.
  10. Ministère der l’Outre-mer, 25 janvier 2010. (archive)
  11. Résultats des élections régionales 2015. In: Interieur.gouv.fr. Abgerufen am 3. November 2016 (französisch). 
  12. World Population Prospects – Population Division – United Nations. Abgerufen am 28. Juli 2017. 
  13. Geschichte und Kultur der französischen Karibikinseln. Abgerufen am 15. Januar 2018. 
  14. COMPAGNIES AERIENNES. In: Aéroport International Martinique Aimé Césaire. 26. September 2017, abgerufen am 28. Januar 2020 (französisch). 
  15. Thomas Kautzor: The Railways of Martinique 2013. Rob Dickinson, abgerufen am 10. September 2018 (englisch). 
  16. Thomas Kautzor: The Railways of Martinique 2014. Rob Dickinson, abgerufen am 10. September 2018 (englisch). 
  17. Regional GDP in the European Union (Memento vom 18. Oktober 2012 imInternet Archive)
  18. The Year of Worker Mobility – Around 25 million non-nationals living in EU25 Member States in 2004 (Memento vom 7. März 2008 imInternet Archive) (PDF-Datei)
  19. Arbeitslosenquote, nach NUTS-2-Regionen. Abgerufen am 5. November 2018. 
  20. abMartinique Total Tourist Arrivals. In: tourismanalytics.com. 2023, abgerufen am 29. Dezember 2024 (englisch). 
Départements:

01Ain |02Aisne |03Allier |04Alpes-de-Haute-Provence |05Hautes-Alpes |06Alpes-Maritimes |07Ardèche |08Ardennes |09Ariège |10Aube |11Aude |12Aveyron |13Bouches-du-Rhône |14Calvados |15Cantal |16Charente |17Charente-Maritime |18Cher |19Corrèze |21Côte-d’Or |22Côtes-d’Armor |23Creuse |24Dordogne |25Doubs |26Drôme |27Eure |28Eure-et-Loir |29Finistère |30Gard |31Haute-Garonne |32Gers |33Gironde |34Hérault |35Ille-et-Vilaine |36Indre |37Indre-et-Loire |38Isère |39Jura |40Landes |41Loir-et-Cher |42Loire |43Haute-Loire |44Loire-Atlantique |45Loiret |46Lot |47Lot-et-Garonne |48Lozère |49Maine-et-Loire |50Manche |51Marne |52Haute-Marne |53Mayenne |54Meurthe-et-Moselle |55Meuse |56Morbihan |57Moselle |58Nièvre |59Nord |60Oise |61Orne |62Pas-de-Calais |63Puy-de-Dôme |64Pyrénées-Atlantiques |65Hautes-Pyrénées |66Pyrénées-Orientales |67Bas-Rhin |68Haut-Rhin |69DRhône |69MMétropole de Lyon (ab 2015) |70Haute-Saône |71Saône-et-Loire |72Sarthe |73Savoie |74Haute-Savoie |75Paris (ab 1968) |76Seine-Maritime |77Seine-et-Marne |78Yvelines (ab 1968) |79Deux-Sèvres |80Somme |81Tarn |82Tarn-et-Garonne |83Var |84Vaucluse |85Vendée |86Vienne |87Haute-Vienne |88Vosges |89Yonne |90Territoire de Belfort |91Essonne (ab 1968) |92Hauts-de-Seine (ab 1968) |93Seine-Saint-Denis (ab 1968) |94Val-de-Marne (ab 1968) |95Val-d’Oise (ab 1968)

Départements
in Übersee (DOM)
:

971Guadeloupe |972Martinique |973Französisch-Guayana |974Réunion |976Mayotte

Nach 1962 aufgelöste
Départements:

20Corse (bis 1975) |2ACorse-du-Sud (1976–2017) |2BHaute-Corse (1976–2017) |75Seine (bis 1967) |78Seine-et-Oise (bis 1967)

Politische GliederungNordamerikas
Mitgliedstaaten der
Vereinten Nationen:

Antigua und Barbuda |Bahamas |Barbados |Belize |Costa Rica |Dominica |Dominikanische Republik |El Salvador |Grenada |Guatemala |Haiti |Honduras |Jamaika |Kanada |Kuba |Mexiko |Nicaragua |Panama |St. Kitts und Nevis |St. Lucia |St. Vincent und die Grenadinen |Trinidad und Tobago 1 |Vereinigte Staaten

Abhängige Gebiete:

Amerikanische Jungferninseln |Anguilla |Aruba 1 |Bermuda |Bonaire 1,Saba undSint Eustatius |Britische Jungferninseln |Cayman Islands |Curaçao 1 |Grönland |Guadeloupe |Martinique |Montserrat |Navassa |Puerto Rico |Saint-Barthélemy |Saint-Martin |Saint-Pierre und Miquelon |San Andrés und Providencia |Sint Maarten |Turks- und Caicosinseln

1 
Liegt auf demsüdamerikanischen Festlandssockel, wird aber politisch zu Nordamerika gezählt.

14.640724985-61.011199951111Koordinaten:14° 38′ N,61° 1′ W

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