Durch sein eigenesInstallationsprogramm[6] und eine grafische Oberfläche zurPaketverwaltung senkt es die Einstiegshürde und macht die Distribution einem breiteren Anwenderkreis zugänglich.[7]
Die Entwickler bieten verschiedene Editionen an, welche sich durch die installierteDesktop-Umgebung und dazugehörige Programme unterscheiden. Als Standard-Oberflächen werdenXfce,KDE undGnome bereitgestellt, jedoch stehen als Projekte der Manjaro-Benutzer auch Editionen mitCinnamon,Enlightenment,LXDE,MATE,Openbox[8], demDeepin Desktop Environment oder die minimale Net-Edition (ohne vorinstallierten Display-Manager) als Installations-Medium (DVD-Image) zum Herunterladen zur Verfügung.Manjaro verwendet eigene Paket-Repositorien, die dazu dienen, stabile Versionen der Arch-Linux-Repositorien anzubieten. Die Pakete durchlaufen dabei den „unstable“- und „testing“-Zweig, bevor diese als stabile Version veröffentlicht werden. Als Anwender hat man jederzeit die Möglichkeit, zwischen den drei verschiedenen Zweigen umzuschalten. Der Anwender kann somit selbst entscheiden, wie wichtig ihm Aktualität oder Stabilität ist.
Das InstallationsprogrammCalamares bietet sowohl automatische als auch manuelle Festplattenpartitionierung, sowie eine Hardwareerkennung, z. B. für Grafikkarten, und kann benötigte Treiber automatisch installieren.[9] Ein installiertes Manjaro-Linux wird überRolling Releases allein mit dem Paketmanager ohne Neuinstallation oder Systemupgrade aktuell gehalten.[Anm. 1] Manjaro bietet mit Octopi (Qt)[9] und Pamac (GTK)[10][11] eigene Frontends für den Arch-Linux-Paketmanager Pacman – entsprechend konfiguriert können mit diesen auch Pakete aus demArch User Repository (AUR) installiert werden.[12][13]
Eine weitere Innovation in Manjaro 18.1 ist die integrierte Unterstützung fürFlatpak- und Snap-Pakete. Zu diesem Zweck steht den Anwendern das grafische Paketverwaltungswerkzeug „bauh“ (früher „fpakman“ genannt) zur Verfügung.[14]
Für deninit-Prozess der Systeminitialisierung des Betriebssystems wird das Programmsystemd verwendet.[15]
Für 2016 zähltSourceForge im Durchschnitt monatlich etwa 130.000 Downloads der Release-Images.[16] Manjaro war auf den Coverdiscs der Ausgaben 167 und 172 der englischen ZeitschriftLinux Format enthalten.[17] AufDistroWatch befand sich Manjaro auf Platz eins der populärsten Linux-Distributionen des Jahres 2018.[18]
In einem Blogeintrag[19] kritisiert Keith Curtis, dass für geringe Änderungen am Code die Arch-Repositorien dupliziert werden, und schlägt vor, den Nutzern solle ermöglicht werden, die Arch-Repositorien zu nutzen, um einenLock-in-Effekt zu vermeiden. Ebenso könnten die eigenen Wikiseiten im Arch-Wiki Platz finden. Allan McRae, der u. a. pacman fürArch Linux pflegt, lobt die seit Ende 2014 zügigere Aktualisierungsstrategie bei Sicherheitslücken, nachdem er diese zuvor als stark unzureichend kritisiert hatte.[20] Unter den Nutzern wurde Kritik geäußert, nachdem die EntwicklerLibreOffice gegen das kommerzielleFreeOffice ersetzten.[21]
Manjaro wurde erstmals am 10. Juli 2011 in experimenteller Form mit der Desktop-UmgebungXfce veröffentlicht.[22]
Am 20. August 2012 erschien die erste öffentliche Betaversion 0.8.0[23], die laut eigenen Angaben nach zwei Tagen schon mehr als 29.000 Mal heruntergeladen wurde.[24]Neben der Einführung des eigens entwickelten Hardware-Erkennungstools, das die Installation von Grafikkartentreibern erleichtern soll, wurden mit dieser Version erste Editionen mit alternativen Desktop-Umgebungen wieGnome,Cinnamon oderKDE bereitgestellt.[23]
Während der Entwicklung von Manjaro Ende August 2015 entschieden sich die Entwickler, für das Versionsschema auf Jahres- und Monatsbezeichnungen anstelle von Zahlen zu wechseln. Somit war die Version 0.9.0 (Codename „Bellatrix“) die erste Version, die am 27. September 2015 als Version 15.09 veröffentlicht wurde. Ab dieser Version wurde unter anderem erstmals der grafische Installationsassistent Calamares eingeführt.[26]
Am 8. September 2020 gab Entwickler und Mitgründer Philip Müller bekannt, dass das Team hinter Manjaro ab sofort unter der Rechtsform GmbH & Co. KG firmieren würde. Grund dafür sind nach eigenen Angaben die immer größer werdende Zahl an Anwendern und der damit verbundene Entwicklungsaufwand. Zudem könne man sich offiziell mit potentiellen Vertragspartnern zusammenschließen, neue Mitarbeiter fest anstellen und die Marke Manjaro als solches schützen.[27][28]
Seit dem 17. September 2020 kann eine Variante desPinePhones mit Manjaro als Betriebssystem in zwei unterschiedlichen Editionen vorbestellt werden.[29]
Ab Version 0.8.0 hat jede Version einen eigenen Codenamen. Die Codenamen folgen dem Alphabet, ihr Ursprung ist jedoch nicht immer eindeutig zuordenbar,[30] auch wenn einige Namen von Himmelskörpern abgeleitet sind.[31]
bei der Installation kann zwischenLibreOffice undFreeOffice unterschieden werden. Des Weiteren werden FlatPak- und Snap-Pakete unterstützt.
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 19.0
Kyria
2020-02-25
5.4
Xfce-Desktop in Version 4.14, Desktop-Theme Matcha-Sea; KDE-Destop in 5.17, Desktop-Theme Breath2-Theme; Gnome-Desktop in Version 3.34, nun mit Gnome-Layout-Switcher, viele Details verbessert (z. B. Dialoge); neues Tool für Installation von Flatpaks, Snaps und Appimages.[49]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 20.0
Lysia
2020-04-26
5.4.35 LTS
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 20.0.3
2020-06-06
5.7
Arc Themes Update, 5.7 kernel, Firefox update, upstream updates inklusive Haskell und Python by Arch
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 20.1
Mikah
2020-09-11
5.8
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 20.2
Nibia
2020-12-03
5.9
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 21.0
Ornara
2021-03-23
5.10
Xfce-Desktop in Version 4.16, KDE-Destop in 5.21, Gnome-Desktop in Version 3.38.
Manjaro Xfce wird mit der Desktop-UmgebungXfce und dem Manjaro-eigenen dunklen Theme ausgeliefert.
Manjaro KDE
Manjaro KDE wird mit der Desktop-UmgebungKDE Plasma 6 und mit verschiedenen Manjaro-eigenen Themes ausgeliefert.
Manjaro 26.0.1 in der KDE Plasma 6.5.4 Umgebung
Manjaro Gnome
Manjaro Gnome wird mit der Desktop-UmgebungGnome Shell und zusätzlichen Themes ausgeliefert.
Manjaro NET
Manjaro NET ist die Konsolen-basierte Net-Installation, mit der entweder Manjaros offizielle oder die Community-Editionen installiert wird. Auch zusätzlich zu installierende Paketekann der Anwender vorab auswählen. Alle Pakete werden während der Installation in ihren neuesten Versionen heruntergeladen.
Netrunner Rolling ist eine von dem deutschen SoftwareunternehmenBlue Systems vertriebene Distribution. Seit 2014 stehen Snapshots zur Installation bereit.[60] Am 13. Oktober 2019 gaben die Macher dieses Projekt bekannt, dieses nicht mehr weiter zu verfolgen, sondern direkt an Manjaro mitzuarbeiten.[61]
DasSonar GNU/Linux Projekt[62] verfolgt das Ziel, eine barrierefreie Distribution bereitzustellen; dabei werden die beiden DesktopsGnome undMate unterstützt. Die erste Version wurde im Februar 2015 veröffentlicht, die aktuelle und letzte Version wurde 2016 veröffentlicht.[63]
↑Liane M. Dubowy.Kein Gramm zu viel. Inc’t – Magazin für Computertechnik, 24/2013, S. 168. Zitat: „Näher an Arch Linux [alsChakra Linux] sind Manjaro undAntergos, die ebenfalls einen Installationsassistenten, eine Desktop-Oberfläche und grafische Werkzeuge bereithalten, dabei aber dieselbe Paketbasis wie Arch Linux nutzen.“
↑Philip Müller: Last but not least! Manjaro KDE! Manjaro, 20. August 2012, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 8. März 2017; abgerufen am 8. März 2017 (englisch).
↑Philip Müller: Manjaro 0.8.1 XFCE edition released. Manjaro, 21. September 2012, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 8. März 2017; abgerufen am 8. März 2017 (englisch).
↑Philip Müller: Manjaro 0.8.2 has been released! Manjaro, 10. November 2012, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 9. März 2017; abgerufen am 8. März 2017 (englisch).
↑Philip Müller: Manjaro 0.8.3 has been unleashed! Manjaro, 24. Dezember 2012, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 8. März 2017; abgerufen am 8. März 2017 (englisch).
↑Philip Müller: Manjaro 0.8.4 has been released! Manjaro, 25. Februar 2013, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 8. März 2017; abgerufen am 8. März 2017 (englisch).
↑Philip Müller: Manjaro 0.8.5 released. Manjaro, 13. April 2013, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 8. März 2017; abgerufen am 8. März 2017 (englisch).
↑Philip Müller: Manjaro 0.8.6 got unleashed! Manjaro, 2. Juni 2013, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 9. März 2017; abgerufen am 8. März 2017 (englisch).
↑Philip Müller: Manjaro 0.8.7 hits the Wild! Manjaro, 26. August 2013, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 8. März 2017; abgerufen am 8. März 2017 (englisch).
↑Philip Müller: Manjaro 0.8.8 lands on our servers. Manjaro, 24. November 2013, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 13. September 2016; abgerufen am 8. März 2017 (englisch).
↑Philip Müller: Manjaro 0.8.9 hit our Servers. Manjaro, 23. Februar 2014, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 18. Mai 2017; abgerufen am 8. März 2017 (englisch).
↑Philip Müller: Manjaro 0.8.10 is online! Manjaro, 9. Juni 2014, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 18. Mai 2017; abgerufen am 8. März 2017 (englisch).
↑Philip Müller: Manjaro Ellada finally released. Manjaro, 31. August 2016, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 9. März 2017; abgerufen am 8. März 2017 (englisch).
↑Philip Müller: Manjaro Fringilla finally released. Manjaro, 31. Oktober 2016, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 9. März 2017; abgerufen am 8. März 2017 (englisch).
↑Philip Müller: Manjaro XFCE 17.0 released. Manjaro, 7. März 2017, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 9. März 2017; abgerufen am 8. März 2017 (englisch).
↑Philip Müller: Manjaro KDE 17.0 released. Manjaro, 7. März 2017, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 9. März 2017; abgerufen am 8. März 2017 (englisch).