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Manila

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Dieser Artikel befasst sich mit der Hauptstadt der Philippinen. Zu anderen Bedeutungen sieheManila (Begriffsklärung).
City of Manila
Lungsod ng Maynila
Offizielles Siegel von Manila
Siegel
Lage von Manila in der Region Metro Manila
Karte
Basisdaten
Region:Metro Manila
Barangays:905
PSGC:133900000
Einkommensklasse:1. Einkommensklasse
Haushalte:333.547
Zensus 1. Mai 2000
Einwohnerzahl:1.780.148
Zensus 1. August 2015
Einwohnerdichte:46.178 Einw. je km²
Fläche:38,55 km²
Koordinaten:14° 35′ N,121° 0′ O14.583333333333121Koordinaten:14° 35′ N,121° 0′ O
Postleitzahl:1000–1018
Vorwahl:+63 2
Bürgermeister:Francisco „Isko“ Moreno Domagoso[1]
Website:manila.gov.ph
Geographische Lage auf den Philippinen
Manila (Philippinen)
Manila (Philippinen)
Manila
Satellitenaufnahme der Manilabucht
Karte Manilas

Manila ([maˈniːla], offiziellenglischCity of Manila,TagalogLungsod ng Maynila) ist dieHauptstadt derRepublik der Philippinen.

Manila liegt auf der HauptinselLuzon in derManilabucht. Sie ist eine von 17 Städten und Gemeinden, die zusammen die 636 Quadratkilometer große RegionMetro Manila bilden. Die Stadt Manila zählt rund 1,8 Millionen Menschen, in derAgglomeration Metro Manila wohnen rund 12,9 Millionen Einwohner (1. August 2015).[2] Häufig wird die gesamte Metropolregion als Manila bezeichnet, was jedoch im administrativen Sinne falsch ist.

Die Hauptstadt ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes sowie Verkehrsknotenpunkt mit Universitäten, Hochschulen, Theater und Museen. Die Schutzpatronin der Stadt ist dieLa Naval de Manila.

Geographie

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Manila liegt am östlichen Ufer der Manilabucht und hat eine Fläche von 38,55 Quadratkilometern. DerPasig-Fluss teilt die Stadt in zwei Teile. Ein Großteil der Einwohner lebt in Küstengebieten, die weniger als10 m über dem Meeresspiegel liegen. Damit ist Manila die am stärksten vomKlimawandel bedrohteMegastadt weltweit; seit 1967 stieg derMeeresspiegel lokal um 80 Zentimeter,[3] da das Gelände durch Wasserentnahme und Bebauung stark absinkt.

Die Stadt ist von den Städten und Gemeinden der Region Metro Manila umgeben:Navotas,Caloocan,Malabon undValenzuela im Norden,Quezon undMarikina im Nordosten,San Juan,Pasig undMandaluyong im Osten,Makati undPateros im Südosten undPasay,Taguig undParañaque im Süden. Quezon ist die größte, bevölkerungsreichste (2,9 Millionen Einwohner 2015)[2] und reichste Stadt im Großraum Metro Manila.

Zur Metropolregion Manila gibt es drei verschiedene Definitionen:

  • National Capital Region (NCR) oder Metro Manila: Zu ihr gehören die 14 Bezirke der Hauptstadt und weitere 16 Gemeinden. Metro Manila ist zugleich ein Bezirk auf der philippinischen HauptinselLuzon. Die NCR erstreckt sich über eine Fläche von 636 Quadratkilometer.
  • Greater Manila Area (GMA): Zu diesem Gebiet gehören die 17 Gemeinden von Metro Manila sowie die ProvinzenBulacan,Rizal,Laguna undCavite. Die GMA erstreckt sich über eine Fläche von 7.627 Quadratkilometer.
  • Mega Manila Region (MMR): Zu ihr gehören die 17 Gemeinden von Metro Manila, die sieben Provinzen des BezirkesCentral Luzon und die fünf Provinzen des BezirkesCALABARZON. Die MMR erstreckt sich über eine Fläche von 38.544 Quadratkilometern.

Stadtgliederung

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Manila ist in 897Baranggays gegliedert (kleine politischeVerwaltungseinheiten, die früher unter der BezeichnungBarrio bekannt waren). Diese Baranggays sind in 100 Zonen in 14 Distrikten aufgeteilt. Sieben davon liegen nördlich des Pasig: Binondo, Quiapo, Sampaloc, San Miguel, San Nicolas, Santa Cruz undTondo. Die übrigen sieben Distrikte befinden sich im Süden des Flusses: Ermita, Intramuros, Malate, Paco, Pandacan, Port Area und Santa Ana.

Weitere zwei Gebiete werden inoffiziell als Distrikte bezeichnet: Santa Mesa inSampaloc und San Andres Bukid in Santa Ana. Der Distrikt Binondo gilt als dieChinatown der Stadt. Tondo ist das ärmste Gebiet der Stadt, während die Distrikte Ermita und Malate touristisch sehr beliebt sind wegen der vielen Bars, Restaurants und Einkaufszentren. Manila ist weiterhin in sechs Wahlbezirke zum Kongress geteilt; jeder Bezirk entsendet einen Vertreter in dasRepräsentantenhaus der Philippinen.

Die folgenden Einwohnerzahlen beziehen sich auf dieVolkszählungen (VZ) vom 1. September 1995, 1. Mai 2000 und 1. August 2007,[4] sowie 1. Mai 2020.[5]

Verwaltungskarte von Manila
Einwohnerzahlen der Distrikte Manilas laut National Statistics Office
DistriktFläche
inHektar
VZ 1995VZ 2000VZ 2007VZ 2020-05-01
Binondo66,615.10311.61912.10020.491
Ermita249,36.8235.9696.20519.189
Intramuros118,310.3847.4665.0156.103
Malate277,381.03377.39878.13299.257
Paco283,170.33964.18469.30079.839
Pandacan164,282.19479.00376.13484.769
Port Area177,315.88325.24348.68472.605
Quiapo88,225.17724.61523.13829.846
Sampaloc775,3395.111352.329354.514388.305
San Miguel90,521.26716.79816.11518.599
San Nicolas93,539.59441.51743.22542.957
Santa Ana338,2183.306177.480178.769203.598
Santa Cruz306,8118.903107.154118.779126.735
Tondo109,2589.644590.307630.604654.220
Manila3137,81.654.7611.581.0821.660.7141.846.513

Klima

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Manila liegt in den wechselfeuchtenTropen, die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 26,7 Grad Celsius und schwankt im Laufe des Jahres nur um knapp vier Grad Celsius. Von Januar bis April herrscht einarides, von Mai bis Dezember einhumides Klima.

Durchschnittlich fallen in einem Jahr 2069 Millimeter Niederschlag, fast drei Viertel davon allein in den Monaten Juni bis September, wenn Manila sich im Einflussbereich des Südwest-Monsuns befindet. Schwere Regenfälle führen während des Monsuns immer wieder zu Überschwemmungen.

Manila
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
19
 
30
24
 
 
7.9
 
31
24
 
 
11
 
32
25
 
 
21
 
34
26
 
 
165
 
33
27
 
 
265
 
32
26
 
 
420
 
31
26
 
 
486
 
31
26
 
 
330
 
31
26
 
 
271
 
31
26
 
 
129
 
31
25
 
 
75
 
30
24
_Temperatur (°C)  _Niederschlag (mm)
Quelle:[6][7]
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Manila
JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Mittl. Tagesmax. (°C)29,530,532,133,533,232,231,130,630,930,930,729,731,2
Mittl. Tagesmin. (°C)23,523,824,926,226,726,225,825,525,525,524,923,925,2
Niederschlag (mm)19,07,911,121,4165,2265,0419,6486,1330,3270,9129,375,4Σ2.201,2
Sonnenstunden (h/d)5,77,07,38,67,25,44,34,34,45,15,14,95,8
Regentage (d)63441217242322191411Σ159
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
29,5
23,5
30,5
23,8
32,1
24,9
33,5
26,2
33,2
26,7
32,2
26,2
31,1
25,8
30,6
25,5
30,9
25,5
30,9
25,5
30,7
24,9
29,7
23,9
JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Quelle:[6][7]

Taifune

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Häufig suchen auchTaifune die Stadt heim. Taifune gehören zu den schwersten Naturkatastrophen in Manila. Oft richten sie starke Zerstörungen mit zahlreichen Toten an. Schwere Schäden entstehen nicht nur durch die hohen Windstärken, sondern auch durch die häufig sehr starken Niederschläge in kürzester Zeit, die zu Überschwemmungen führen.

Am 26. September 2009 führte derTaifun „Ketsana“ (in den Philippinen „Ondoy“ genannt) in Metro Manila zu den schwersten Überschwemmungen seit 42 Jahren. Dabei starben mindestens 337 Menschen, etwa 80 Prozent der Stadt standen unter Wasser.[8][9] Nach Angaben derPhilippine Atmospheric, Geophysical and Astronomical Services Administration (PAGASA) fielen mit 455 Millimeter Niederschlag innerhalb von 24 Stunden – die höchste Regenmenge der Geschichte. Der bisherige Rekordwert war am 7. Juni 1967 mit 334,5 Millimetern in der gleichen Periode gemessen worden.[10]

Am 26. September 2009 fiel in Metro Manila die höchste Regenmenge der Geschichte

Geschichte

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Vorkoloniale Zeit

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Gegründet wurde die Stadt, nachdem man im Jahr 1500 den Krieg gegen das SultanatBrunei, unter SultanBolkiah, verloren hatte. Die HauptstadtLuzons,Tondo, wurde von dem Sultanat wegen seiner wirtschaftlich günstigen Lage militärisch eingenommen.[11] Als Zeichen des Triumphs gründete das Sultanat eine neue Stadt am gegenüberliegenden Ufer von Tondo. Diese wurde offiziell Seludung (trad. Bay.: ᜐᜒ ᜎᜓ ᜇᜓ /kol. Bay.: ᜐᜒ ᜎᜓ ᜇᜓᜅ᜔), übersetztHauptstadt, genannt.[12] Allerdings war sie eher unter ihrem bürgerlichen NamenMaynilad bekannt. Der Neffe Bolkiahs, Lontok, von da an als Gat Lontok bekannt, wurde zum Herrscher dieses Stadtstaates, welcher mit Stadtmauern und Lantaka (trad. Bay.: ᜎᜆᜃ /kol. Bay.: ᜎᜆᜈ᜔ᜃ), asiatischen Kanonen, geschützt wurde.

Zwar durfte der König Luzons sein Amt weiterhin ausführen, aber seine politische Macht war in den Grundfesten erschüttert.[13] Deswegen konnte das AdelshausNamayan (trad. Bay.: ᜈᜋᜌ /kol. Bay.: ᜈᜋᜌᜈ᜔), auch bekannt alsSapa (Bay.: ᜐᜉ), zur Macht gelangen.[13] Das Haus hatte bereits1157 einen Höhepunkt erlebt und sah in der Schwäche des Königs eine Möglichkeit, wieder an Macht zu gelangen.[14] Dementsprechend regierten drei Königshäuser, das Haus Tondo, das Haus Maynilad, oder Haus Seludung, und das Haus Namayan, im heutigen Manila.

Das ursprüngliche Manila selbst war zunächst ein muslimischesSultanat an der Mündung desPasig an den Ufern derManilabucht. Der Name entstammt dem Begriffmaynilad (traditionelles Baybayin: ᜋᜈᜒᜎ /koloniales Baybayin: ᜋᜌ᜔ᜈᜒᜎᜇ᜔), wörtlich „Hier gibt es Nilad.“ („may“ = „Hier gibt es“, als Nilad wird eine weißblütige Mangrovenpflanze bezeichnet, die zahlreich in dem Gebiet wächst). Da End-Konsonanten im traditionellen Baybayin allerdings nicht geschrieben werden, dachten die Spanier, die Stadt heiße nichtMaynilad, sondernManila.

Mitte des 16. Jahrhunderts war Manila eine blühende Siedlung. Die große Volksgruppe derTagalog, die im südlichen Teil des Pasig ansässig war, wurde zur Zeit der Ankunft der Spanier sowohl vonRajah Sulayman, aus Seludung, Rajah Matanda, aus Sapa, als auch Rajah Lakan Dula, aus Tondo, regiert.

Als der spanische ErobererMiguel López de Legazpi auf der InselCebu vom Reichtum Manilas hörte, sandte er LeutnantMartín de Goiti und KommandantJuan de Salcedo in den Norden, um dieses Gebiet zu erforschen. Im ausgehenden Jahr 1569 verließen 300 Soldaten, Kavalleristen und einige Einheimische Cebu und begaben sich auf eine Expedition. Die Spanier erforschten zunächst die nördlich gelegenen InselnPanay undMindoro. Sie gerieten dabei in Konflikt mit chinesischen Händlern und Piraten. Goiti und Salcedo besiegten die Chinesen schließlich und gründeten auf diesen Inseln die ersten spanischen Siedlungen.

Am 8. Mai 1570 erreichten die Spanier Manila. Von der Größe des Hafens beeindruckt, gingen sie an der Manilabucht an Land. Die Soldaten wurden von den muslimischen Bewohnern freundlich empfangen. Sie kampierten schließlich einige Wochen dort und täuschten dem muslimischen König Rajah Sulayman ein Bündnis vor. Sie gaben dem König vor, dass sie nur vorübergehend in Manila bleiben wollten, was aber ihren tatsächlichen Absichten nicht entsprach.

Am 24. Mai 1570, nach zahlreichen Schlachten zwischen den beiden Gruppen, marschierten die spanischen Truppen zu den muslimischen Siedlungen in Tondo. Die schwer bewaffneten Spanier besiegten schließlich die muslimische Bevölkerung und eroberten anschließend die Region. Die Siedlung Manila fiel am 6. Juni 1570 in die Hände der Spanier und brannte bis auf die Grundfesten nieder.

Frühe spanische Periode

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Fort Santiago von 1570

Im Zuge dieser Niederlage fielen alle drei Herrscher in die Hände von Martín de Goiti und wurden daraufhin zu Gefangenen des spanischenKonquistadors. In der Folge konvertierten die Führer zumrömisch-katholischen Glauben. Sie erhielten ihre Privilegien zurück, wurden ins koloniale Herrschaftssystem integriert und regierten fortan unter spanischer Kontrolle.

Im Jahre 1571 kam Legazpi nach Manila und gründete mit Hilfe der ehemaligen einheimischen Herrscher einen Stadtrat. An der gleichen Stelle wie die alte Moslemfestung wurde nun die befestigte spanische Altstadt von Manila gebaut, dieIntramuros genannt wird und nur für Spanier zugänglich war. Manila wurde am 24. Juni 1571 zur Hauptstadt der neuen philippinischen Kolonie und Legazpi deren erster Gouverneur.

1579 errichtete PapstGregor XIII. dasBistum Manila, welches PapstClemens VIII. 1595 zumErzbistum erhob. Seither ist Manila Sitz der (Erz-)Bischöfe des (Erz-)Bistums Manila. Der Katholizismus vermischte sich mit vorspanischen Traditionen. Die Missionare nutzten außerdem die alteBaybayin-Schrift zur Verbreitung christlicher Texte. Im Jahr 1603 kam es zu einem Aufstand chinesischer Bürger gegen die spanische Herrschaft, das mit der Auslöschung der gesamten chinesischen Kolonie in der Stadt endete und 20.000 Todesopfer forderte.[15] 1611 wurde in Manila dieUniversidad de Santo Tomas als älteste katholische Universität in Asien eröffnet.

Blütezeit von Verwaltung und Wirtschaft

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Bei der Missionierung und Verwaltung wurden lokale Häuptlinge in eine Art indirekter Herrschaft einbezogen. Aus ihnen entstand die sogenannteprincipalía, eine ländliche einheimische Führungsschicht mit entsprechenden Privilegien. Die spanische Führungsschicht der Kolonie hielt sich hauptsächlich in Manila auf und überließ die Verwaltung auf dem Lande größtenteils der lokalen principalia und den spanischen Priestern und Mönchen vor Ort.

Die wichtigste Einkommensquelle für Spanien war der Handel, da Manila eine wichtige Handelsstation war zwischenChina und dem heutigenMexiko, damals die größte Region desVizekönigreichs Neuspanien in Mittelamerika. Durch denmerkantilistisch organisierten Galeonenhandel (Manila-Galeone) zwischen Manila undAcapulco, der 1565 begann und bis zum Jahre 1813 fortgesetzt wurde, kamen viele Chinesen als Händler nach Manila. Durch den Galeonenhandel und die administrative Zuordnung der Region zumVizekönigreich Neuspanien bestanden außerdem enge Beziehungen zu Mexiko.

Die einmal im Jahr verkehrendenGaleonen brachten aus Mexiko hauptsächlich Silberbarren und Münzen, auf der Rückfahrt wurden chinesische Waren, hauptsächlich Seide und andere Textilien, nach Mexiko mitgenommen. Jedes Jahr wurden etwa 50 TonnenSilber von Acapulco nach Manila verschifft, die als Zahlungsmittel für chinesische Waren ihren Weg nach China fanden. Deshalb wurden Galeonen oft von englischen und niederländischen Freibeutern attackiert, manchmal mit Erfolg.

Niedergang der spanischen Herrschaft

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Karte Manilas 1851

1762 trat Spanien auf der Seite Frankreichs gegen Großbritannien in denSiebenjährigen Krieg (1756–1763) ein.Großbritannien unternahm daraufhin dieBritische Invasion der Philippinen. Am 6. Oktober 1762[16] eroberten englische Truppen mit Soldaten derBritischen Ostindien-Kompanie und indischenSepoys nach zwölftägiger Belagerung Manila. Der anschließende spanische Widerstand gegen die britische Besatzung wurde durch Gouverneur Simón de Anda organisiert, der seinHauptquartier inBacolor hatte. Mit demFriedensvertrag von Paris, wodurch der Krieg beendet wurde, erhielt Spanien im Mai 1764 Manila zurück. Wegen der Niederlage gegen die britischen Truppen hatte Spanien an Ansehen verloren; dies war der Beginn des Niedergangs der spanischen Herrschaft und der Beginn des Aufstiegs Englands als Seemacht im Pazifik.

1821 wurde Mexiko unabhängig. Die Philippinen, die bis dahin als Bestandteil desVizekönigreiches Mexiko verwaltet wurden, kamen nunmehr direkt unter die Verwaltung Spaniens. In diesem Zusammenhang kam es im Jahre 1822 in Manila zu einer Revolte von spanischenKreol-Soldaten mexikanischer Herkunft, die sich gegen einen Entwaffnungsbefehl der Kolonialregierung wehrten. Die Kreolen waren die ersten, die sichFilipinos nannten; ein Begriff, der später für alle Einwohner desArchipels verwendet wurde.

Amerikanische Kolonialzeit

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Schlacht in der Bucht von Manila am 1. Mai 1898
Spanische Geschütze in Intramuros 1902

Am 25. April 1898 erklärten dieVereinigten Staaten Spanien den Krieg. BeimSpanisch-Amerikanischen Krieg ging es den Vereinigten Staaten um die Kontrolle über die verbleibenden Kolonialgebiete Spaniens und um den Zugang zu asiatischen Märkten über die Philippinen. Am 1. Mai 1898 wurde die veraltete spanische Flotte in derSchlacht in der Bucht von Manila von der modernen Flotte der Vereinigten Staaten unter CommodoreGeorge Dewey in nur wenigen Stunden völlig zerstört.

Nach dem Sieg Deweys wurde eineBlockade über die Manilabucht verhängt. Trotzdem kamen Kriegsschiffe vonGroßbritannien,Frankreich,Deutschland undJapan in die Manilabucht. Das deutsche Kontingent wurde bis zum 12. Juni, als AdmiralOtto von Diederichs in Manila eintraf, größer als das der Vereinigten Staaten. Es kam zu Provokationen zwischen den Amerikanern und den Deutschen. Erst als die Briten sich auf die Seite der Vereinigten Staaten stellten, zogen die deutschen Schiffe ab.

Am 12. Juni 1898 erklärten sich die Philippinen für unabhängig und setztenEmilio Aguinaldo als Präsidenten ein. Dies fand inMalolos statt, der heutigen Hauptstadt der ProvinzBulacan, da große Teile von Manila noch unter spanischer Kontrolle waren. Im Juli belagerten die Filipinos die befestigte spanische Innenstadt von Manila,Intramuros genannt. Die Spanier weigerten sich jedoch zu kapitulieren, da sie Befehle hatten, dies nur gegenüber den Amerikanern zu tun.

Am 13. August 1898 fand ein amerikanischer Angriff auf Intramuros statt. Bei derSchlacht um Manila halfen Aguinaldos Anhänger, jedoch wurde seinen Truppen nicht gestattet, die befestigte Stadt zu betreten. Am 14. August 1898 kapitulierten die Spanier, und die Vereinigten Staaten verkündeten die Gründung einerMilitärregierung. Im Dezember 1898 wurden imPariser Frieden, auch Vertrag von Paris genannt, die Philippinen an die Vereinigten Staaten übergeben.

Am 4. Februar 1899 kam es durch amerikanische Soldaten zu der Erschießung eines philippinischen Soldaten, der in Manila eine Brücke in amerikanisch kontrolliertes Territorium überquerte. Dies war der Anfang desPhilippinisch-Amerikanischen Krieges.Den amerikanischen Truppen gelang während derSchlacht um Manila die Unterwerfung der Region und die Errichtung einer Kolonialherrschaft, welche bis zur japanischen Besetzung Manilas imZweiten Weltkrieg andauerte. 1899 trafen Mitglieder derSchurman-Kommission in Manila ein, um Vorschläge für einen schnellen Übergang zu einer zivilen Kolonialverwaltung auszuarbeiten. Diese Vorschläge wurden von derTaft-Kommission in den Jahren 1900 und 1901 umgesetzt, der Sitz beider Kommissionen war jeweils Manila.[17]

Zweiter Weltkrieg

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Der Cavite Marinehafen bei Manila brennt, 10. Dezember 1941
Das zerstörte Manila im Mai 1945
US Military Cemetery

DieKaiserlich Japanische Armee begann am 8. Dezember 1941, nur wenige Stunden nach demAngriff aufPearl Harbor, mit einem Überraschungsangriff auf Manila. Nach heftigen Bombardierungen aus der Luft erfolgte eine Landung von Bodentruppen desJapanischen Kaiserreiches nördlich und südlich von Manila. Unter dem Druck der Übermacht zog sich die amerikanische Armee auf die HalbinselBataan und die InselCorregidor, nahe der Manilabucht, zurück. Um Manila vor der Zerstörung zu schützen, wurde sie zur offenen Stadt erklärt.

Am 2. Januar 1942 besetzte diejapanische Armee Manila. Während der Besatzungszeit kam es zu Massenerschießungen, Folter und Vergewaltigungen japanischer Truppen gegen die Zivilbevölkerung. Menschen wurden lebendig verbrannt oder mit demSamurai-Schwertgeköpft.

Nach der erfolgtenLandung der Amerikaner auf Luzon begann ab dem 5. Februar 1945 unter dem amerikanischen GeneralDouglas MacArthur der Rückeroberungskampf um die Stadt. Um Manila kam es zu verlustreichenHäuserkämpfen, da sich die japanische Armee verschanzt hatte. DieSchlacht um Manila führte zur weitgehenden Zerstörung der Stadt (vor allem der spanischen Altstadt).

Der zähe japanische Widerstand wurde vor allem durch heftigen Artilleriebeschuss gebrochen. Am 4. März 1945 erklärte GeneralmajorOscar Griswold die Stadt für befreit. Bei den Kämpfen verübten die Japaner auf Anweisung ausTokio während der letzten drei Februarwochen dasMassaker von Manila, bei dem etwa 100.000 Zivilisten ermordet wurden. 20.000 Japaner starben während der Kampfhandlungen.[18]

Im März 2011 stießen philippinische Arbeiter in Manila im StadtteilNasugbu auf einMassengrab. Es wird vermutet, dass es sich um die Überreste von 14 philippinischenKriegsgefangenen des Zweiten Weltkriegs handelt.[19]

Unabhängigkeit und Diktatur

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Oberster Gerichtshof der Philippinen in Manila

1946 wurde Manila Hauptstadt der unabhängigen Republik Philippinen, verlor diesen Status aber schon am 17. Juni 1948 durch den „Republic Act Nr. 333“ an Quezon.

Am 30. Dezember 1965 wurdeFerdinand Marcos in Manila zumPräsidenten gekürt. 1970 brach in Manila derFirst Quarter Storm los, Studentenunruhen gegen daskorrupte Marcos-Regime, unter anderem, weil Marcos eine neue Verfassung vorbereitete, die die Beschränkung auf zwei Amtsperioden für einen Präsidenten aufheben sollte. Die Proteste dauerten drei Monate an. 1973 legalisierte der Oberste Gerichtshof die neue Verfassung. Die Philippinen führten das parlamentarische System ein, das jedoch faktisch der Konsolidierung der Macht von Marcos diente.

Durch den „Presidential Decree Nr. 940“ erhielt Manila am 24. Juni 1976 den Status als Hauptstadt der Philippinen zurück. Quezon wurde, zusammen mit Manila und weiteren Gemeinden, ein Teil der National Capital Region (NCR), auchMetro Manila genannt. Verschiedene Regierungsbeamte einschließlich der Batasang Pambansa (ehemaliges Parlament der Philippinen) und letztlich auch dasRepräsentantenhaus verblieben in Quezon.

Am 21. August 1983 erschoss einAttentäterBenigno Aquino, Oppositionsführer und Ehemann vonCorazon Aquino, bei seiner Rückkehr aus den Vereinigten Staaten auf demFlughafen Manila. Durch seine Ermordung wurde Aquino zum Märtyrer. Zwei Millionen Menschen nahmen an seinem Begräbnis teil. Eine Massenbewegung gegen das Marcos-Regime entstand. Seine Witwe Corazon Aquino wurde zur Leitfigur dieser Bewegung.

Demokratisierung

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Anfang 1986 wurde Aquino nach vorzeitigen Neuwahlen, einer darauf folgendenMeuterei durch Teile desMilitärs, Massendemonstrationen und Unruhen, die zusammenfassendEDSA-Revolution genannt werden, im Club Filipino in Manila zur Präsidentin der Philippinen vereidigt. Am 25. Februar 1986 floh Ferdinand Marcos ins Ausland. 1987 kehrten die Philippinen zumPräsidialsystem zurück.

Vom 10. bis 15. Januar 1995 fand in Manila der X.Weltjugendtag statt. Bei der Abschlussmesse mit PapstJohannes Paul II. am 15. Januar nahmen rund vier Millionen Menschen teil. Es war die größte historisch belegte Messe aller Zeiten und zugleich die größte bekannte Versammlung in der Geschichte der Menschheit.[20]

Bei einer Serie von Bombenanschlägen starben am 30. und 31. Dezember 2000 in Manila mindestens 22 Menschen, 100 wurden zum Teil schwer verletzt. Die Polizei nahm daraufhin mehrere Muslime als Tatverdächtige fest.[21]

Nach dem Scheitern eines Amtsenthebungsverfahrens gegen PräsidentJoseph Estrada wegenBestechlichkeit undKorruption, begannen am 17. Januar 2001 Massendemonstrationen entlang der Epifanio Delos Santos Avenue (EDSA) in Manila, die mehrere Tage anhielten. Am 20. Januar 2001 wurde der Stuhl des Präsidenten vom Obersten Gerichtshof ohne juristische Grundlage alsvakant erklärt undGloria Macapagal-Arroyo als neue Präsidentin vereidigt. Die folgenden Gegendemonstrationen wurden vom Militär auf ihren Befehl hin niedergeschossen und oppositionelle Führer inhaftiert.

Am 24. Februar 2006 kam es zu einem von der Regierung behauptetenPutschversuch in Manila durch Teile des Militärs. Präsidentin Arroyo verhängte denAusnahmezustand, regierungstreues Militär und andere Sicherheitskräfte sicherten strategisch wichtige Orte der Hauptstadt. Demonstrationszüge zum 20. Jahrestag von Marcos Sturz wurden verboten, Teile der Presse zensiert und stattfindende Demonstrationen von der Polizei gewaltsam aufgelöst.[22] Am 3. März 2006 wurde der Ausnahmezustand aufgehoben.

Bevölkerung

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Einwohnerentwicklung

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1876 lebten in Manila knapp 100.000 Menschen, bis 1903 verdoppelte sich diese Zahl auf etwa 220.000. Im Jahre 1939, kurz vor Beginn desZweiten Weltkrieges, hatte die Stadt 623.000 Einwohner, 1948 waren es rund eine Million. Aktuell ist die Einwohnerzahl der Stadt auf 1,7 Millionen angewachsen.[2] Durch die eng gezogenen Stadtgrenzen hat sich die Bevölkerungszunahme stabilisiert, die Zunahme findet jetzt vor allem in den unzähligen Vororten statt, die inzwischen 17,5 Millionen Einwohner aufweisen. In derMetropolregion, die weit über die Grenzen der AgglomerationMetro Manila hinausreicht, leben insgesamt 19,2 Millionen Menschen (2008).[23]

Ein erheblicher Teil des Bevölkerungswachstums der Metropolregion wird seit Beginn der kolonialen Entwicklung durchEinwanderung verursacht. Die Zuwanderer kommen, entsprechend der internationalen und überregionalen Bedeutung der Stadt, nicht nur aus dem angrenzenden Hinterland, sondern aus allen Teilen der Philippinen und den benachbarten Staaten. Das Ergebnis ist ein Konglomerat von Menschen mit unterschiedlichemethnischen und sprachlichen Hintergrund.

Die folgende Übersicht zeigt die Volkszählungsergebnisse nach dem jeweiligen Gebietsstand.[24] Die Einwohnerzahlen beziehen sich auf die Gemeinde in ihren politischen Grenzen, ohne politisch selbständige Vororte.

Jahr/DatumEinwohner
187693.595
1887176.777
2. März 1903219.928
31. Dezember 1918285.306
1. Januar 1939623.492
1. Oktober 1948983.906
15. Februar 19601.138.611
DatumEinwohner
6. Mai 19701.330.788
1. Mai 19751.497.116
1. Mai 19801.630.485
1. Mai 19901.601.234
1. September 19951.654.761
1. Mai 20001.581.082
1. August 20071.660.714

Ethnische Zusammensetzung

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Yachtclub an der Manilabucht

Die Mehrheit der Manileños besteht ausTagalog. Aber es gibt auch einen bedeutenden Bevölkerungsanteil an Ilocanos, Visayans, Bicolanos, Waray, Cebuanos und Davaoeños. Den größten ausländischen Bevölkerungsanteil in Manila bilden Chinesen, die seit Jahrhunderten in Manila leben.

Die ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung war laut Volkszählung 2000 folgendermaßen:[25]

EthnieEinwohner-
zahl
Anteil
in %
Tagalog1.204.56776,74
Ilocanos49.8313,17
Visayans44.3322,82
Bicolanos39.2952,50
Waray35.6542,27
Andere155.8889,93
Andere ausländische Ethnie19.0061,21
Unbekannt21.0111,34
Manila1.569.584100,00

Quelle: National Statistics Office

Sprachen

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In Manila istEnglisch die offizielle Sprache. Die Sprache der Straße ist jedochTagalog und Taglish, eine Mischung aus Tagalog und Englisch, und die Sprachen der jeweiligen ausländischen Bewohner, wie unter anderem Chinesisch, Arabisch, Spanisch und Indonesisch.

Ursprünglich ist Tagalog die Sprache derTagalen, die in der Region in und um Manila herum leben. Sie dientede facto, aber nichtde iure als Grundlage für die offizielleNationalspracheFilipino. Die chinesische Minderheit spricht überwiegendHokkien, eine Variante desMin Nan.

Die am weitesten verbreiteten Dialekte in Manila sind: Tagalog (76,4 %), Iloco (4,9 %), Samar-Leyte (3,3 %), Pampango (3,0 %), Bicol (2,8 %), Chinesisch (2,6 %), Cebuano (1,9 %), Hiligaynon (1,9 %), Pangasinan (1,7 %) und Andere (1,5 %). Filipino wird von 98,0 % der Bevölkerung gesprochen, Englisch von 66,1 % und Spanisch von 8,4 %.[26]

Religionen

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Kathedrale von Manila

Weil Manila der Sitz der spanischen Kolonialverwaltung war, existieren in Manila viele katholische Kirchen, die auch unter dem Schutz derUNESCO stehen. Die wichtigsten Missionare, die in den Philippinen landeten, waren dieDominikaner,Jesuiten,Franziskaner und dieAugustiner.Intramuros ist Sitz des am 6. Februar 1579 gegründetenErzbistums Manila und eine der ältesten Erzdiözesen in den Philippinen. Zum Erzbistum gehören dieSuffraganbistümer Antipolo, Cubao, Imus, Kalookan, Malolos, Novaliches, Parañaque,Pasig und San Pablo.

Eine bemerkenswerte Kirchen in der Stadt ist dieSan-Agustín-Kirche in Intramuros, einer der beliebtesten Kirchen für Hochzeiten und dazu noch die einzige mitKlimaanlage. Interessante Kirchen sind die Quiapo-Kirche, Binondo-Kirche, Malate-Kirche und die San Sebastian-Kirche. Die Kirche von San Sebastian ist das einzige Kirchengebäude in Asien, das vollkommen aus Stahl konstruiert wurde. Die meisten Distrikte Manilas besitzen außerdem eigene Gotteshäuser mit eigenem Charme und sind inPfarreien organisiert.

Das Quiapo-Viertel besitzt eine größere muslimische Gemeinde. In Quiapo steht die berühmte „Goldene Moschee“. In Ermita existiert einHindutempel für die indische Bevölkerung, und in Malate an der Quirino Avenue steht die einzigeSynagoge für die kleine jüdische Gemeinde in den Philippinen. Anhänger desBuddhismus sind meist Chinesen, wenige Filipinos.

Die Religionsverteilung ist folgendermaßen: Katholiken (93,5 %),Iglesia ni Cristo (1,9 %), Protestanten (1,8 %), Buddhisten (1,1 %) und Andere (1,4 %). Weitere religiöse Minderheiten sind unter anderem:Evangelikale,Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage), Anhänger derUnabhängigen Philippinischen Kirche (Iglesia Filipina Independente/Aglipayan),Siebenten-Tags-Adventisten, Anhänger der „United Church of Christ in the Philippines“ und dieZeugen Jehovas.[26]

Entwicklung der Wohnsituation

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Slum in Manila

Die Dynamik durch den immensen Bevölkerungsdruck seit Mitte des 20. Jahrhunderts bewirkte insgesamt eine explosive unkontrollierte Expansion derAgglomeration Manila. Die Planung konnte mit diesen Veränderungen nicht mithalten. Täglich entstanden an derPeripherie unzähligeinformelle Siedlungen (Squatter Camps). Die Folge war eine überproportionale Zunahme der Bevölkerung in diesen Siedlungen, die inCaloocan,Mandaluyong,Navotas, Pateros, Pasay undTondo einen Anteil von zwei Fünftel bis zu drei Viertel an der Gesamtbevölkerung besitzt.[27]

Die starke flächenhafte Ausdehnung der Stadt lag nicht nur am Bevölkerungswachstum, sondern auch an der Bauweise. Die meist ein- bis zweigeschossigenBungalowsiedlungen derOberschicht und die dicht gedrängten Elendsviertel verbrauchen viel mehr Platz, als für moderneHochhäuser erforderlich wäre. Während die Hütten in den Squatter Camps von den Zuwanderern ohne rechtliche Erlaubnis der zuständigen Behörde oder des Landbesitzers errichtet wurden, entstanden dieSlums in der Kernstadt durch baulichen Verfall und Vernachlässigung der früheren Bewohner.

Tondo war 1990 eines der am dichtesten besiedelten Elendsviertel der Welt. Auf einem Quadratkilometer lebten 65.000 Menschen. Die Bewohner litten unterTuberkulose,Typhus,Malaria undDurchfall. Der „Smokey Mountain“, ein mehr als 50 Meter hoher Müllberg, direkt am Hafen gelegen, wurde in den 1980er Jahren ein unrühmliches Wahrzeichen für die Stadt. Rund 20.000 Menschen lebten am und vom Müllberg. Doch 1995 räumte die Regierung den Slum gewaltsam, die Hütten wurden niedergerissen, die Familien vertrieben und der „Smokey Mountain“ in den folgenden Jahren abgetragen. Der neugewonnene Baugrund wurde gewinnbringend verkauft. Die 2004 fertiggestellten Häuser waren unbewohnbar, da sie zwar auf planiertem, aber noch gashaltigem und nicht entsorgtem Gelände entstanden.[28]

Auf der anderen Seite wurden seit den 1980er Jahren zahlreiche Hochhäuser, Luxuswohnsiedlungen, Banken, Versicherungen und Einkaufszentren errichtet. Die wohlhabenden Bewohner verließen das Stadtzentrum und siedelten sich außerhalb des verdichteten Kerngebietes an. So entstanden moderne Wohnviertel der Oberschicht vor allem in Bel Air Village, Dasmariñas Village und Forbes Park, sowie zahlreiche andere Viertel wie Ayala Alabang inMuntinlupa, Greenhills in San Juan, Valle Verde Village in Pasig und die White Plains in Quezon. Etwa zehn Prozent der Bevölkerung lebt in diesen von Mauern und Wachposten geschützten Wohngebieten. Diese dienen nicht nur der Trennung von wohlhabender und mittelloser Bevölkerung, sondern auch dem Schutz vor Gewalt und Kriminalität.

Heute erstrecken sich rund um ein hochverdichtetes Stadtzentrum weitläufige zersiedelte Peripherien mit geringer städtischer Infrastruktur. Insgesamt leben etwa die Hälfte der Einwohner vonMetro Manila in Slums und Squatter Camps.[27] Die informelle Bautätigkeit ist für einen überwiegenden Teil der Bewohner die einzige Möglichkeit, an Wohnraum zu kommen. Die inadäquate Wohnsituation und die zahlreichen ökologischen Probleme haben die Regierenden in die Verantwortung gezogen, über eine neue Stadtplanungspolitik nachzudenken.

In einer Rangliste der Städte nach ihrer Lebensqualität belegte Manila im Jahre 2018 den 137. Platz unter 231 untersuchten Städten weltweit.[29]

Politik

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Stadtregierung

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Francisco „Isko“ Moreno Domagoso ist Bürgermeister der Stadt Manila.

An der Spitze der Stadtverwaltung von Manila steht derBürgermeister, der von der Bevölkerung für eine Amtszeit von drei Jahren gewählt wird. Er ernennt Leiter der verschiedenen Ressorts der Stadtverwaltung und andere Beamte. Bürgermeister von Manila ist seit 2025 Francisco „Isko“ Moreno Domagoso.[1]

Rathaus von Manila

Die Hauptstadtregion wird von der MetropolitanManila Development Authority (MMDA) verwaltet, deren Exekutivorgan derMetro Manila Council ist. Der Rat besteht aus den Bürgermeistern von allen 17 Städten und Gemeinden von Metro Manila unter der Leitung eines höherrangigen Funktionärsgremiums. Der Rat verabschiedet Gesetze, legt die Grundsteuer fest und teilt den einzelnen Ressorts der Stadtverwaltung ihre finanziellen Mittel zu.

Städtepartnerschaften

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Manila unterhält mit folgenden Städten bzw. Regionen Partnerschaften:[30]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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Musik und Theater

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UST Quadricentennial Park Fountain

Die Hauptstadt ist ein kulturelles Zentrum und zieht die begnadetsten Künstler klassischer und moderner philippinischer Musik sowie Tanz- und Theaterkunst des ganzen Landes an. Die Stadt beherbergt zahlreiche Bars und Musikklubs, die sich vor allem in Pasay, Makati, Quezon und amRoxas Boulevard konzentrieren.

Manila besitzt eine der größten Theaterszenen in Südostasien. Zu den vielen englischsprachigen Gruppen gehören unter anderem die „Repertory Philippines“, die ihre Stücke und Musicals das ganze Jahr im „William J. Shaw Theater“ aufführen. Viele der Schauspieler hatten Auftritte im Londoner TheaterviertelWest End und amBroadway in New York.

Klassische und aktuelle Stücke zeigen vor allem die „Philippine Experimental Theater Association“ und die „Tanghalang Pilipino“. Einheimische Folklore, Ballettaufführungen und Konzerte klassischer Musik werden im „Cultural Center of the Philippines“ (Kulturzentrum der Philippinen) gezeigt. Kostenlose Konzerte, Stücke und Ballettaufführungen sind im Freilufttheater im Paco Park und im Rizal Park zu sehen.

Museen

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Zu den zahlreichen Museen der Stadt gehört dasNationale Museum der Philippinen. Es wurde am 4. Oktober 1901 eröffnet und beherbergt Ausstellungsstücke aus den BereichenArchäologie, Kunst, Botanik, Zoologie, Geologie undAnthropologie. Das „Casa Manila“ befindet sich am „Plaza San Luis Comples“ und beherbergt chinesische und europäische Einrichtungsgegenstände aus dem 19. Jahrhundert.

Das „Central Bank Money Museum“ wurde am 3. Januar 1974 eröffnet und zeigt philippinische und ausländische Münzen und Geldscheine. Das „Archdiocese of Manila Museum (AMM)“ (Museum der Erzdiözese Manila) wurde 1987 eingeweiht und beherbergt kirchliche und liturgische Stücke zur Geschichte der Katholischen Kirche in den Philippinen. Innerhalb der „San Augustin Kirche“ befindet sich das „San Augustin Museum“ mit einer Sammlung von Ölgemälden Heiliger und religiösen Kunstgegenständen.

Sehenswert ist auch der „Coconut Palace“. Er wurde unter Leitung vonImelda Marcos für den Besuch von PapstJohannes Paul II. 1981 erbaut. Er diente als Gästehaus für viele prominente Personen, darunterMuammar al-Gaddafi,Brooke Shields undGeorge Hamilton. Heute ist es ein Museum mit Schmetterlingsgarten und Orchidarium.

DasAyala Museum in Makati zeigt u. a. eine hochwertige Sammlung historischer Goldschmiedearbeiten, Dioramen zur philippinischen Geschichte sowie Schiffsmodelle.[31]

Weitere erwähnenswerte Museen sind das Metropolitan Museum of Manila (gilt als das bedeutendste Kunstmuseum des Landes), das „Museo Pambata“ (Kindermuseum), das „Museo ng Maynila“ (Museum der Stadt Manila), das „Intramuros Lights and Sounds Museum“ (Intramuros Licht- und Tonmuseum) und das „UST Museum of Arts and Sciences“ (UST Museum für Kunst und Wissenschaft).

Bauwerke

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Im Zentrum Manilas liegtIntramuros, es ist eine von den Spaniern errichtete Stadtfestung. Während der spanischen Kolonialzeit war der Bezirk Sitz der Kolonialverwaltung, wovon noch erhaltene Gebäude zeugen, darunter die „Kathedrale von Manila“. Innerhalb von Intramuros befindet sich die Festung Fort Santiago, die 1570 vonMartín de Goiti alsFuerza de Santiago gegründet wurde, um den spanischenKonquistadoren einen Zufluchtsort gegenGuerilla-Angriffemuslimischer Einheimischer zu bieten. Auch der 1863 bei einem Erdbeben zerstörte und 1976 neu errichtete „Palacio del Gobernador“ (Gouverneurspalast) liegt in diesem Stadtbezirk.

Die heutigeKathedrale von Manila (Manila Cathedral) ist das neunte Gebäude an diesem Ort und wurde von 1953 bis 1958 mit Unterstützung desVatikans errichtet. Die erste Kirche entstand hier 1581. Als Baumaterial diente hauptsächlichMangrovenholz undBambus. Das fünfte Gebäude verlor seinen Glockenturm bei dem Erdbeben von 1880, nur ein Jahr nach dessen Fertigstellung. ImZweiten Weltkrieg wurde die Kirche vollständig zerstört. PapstJohannes Paul II. erhob das Gebäude 1981 in den Rang einer päpstlichen Basilika (Basilica Minore).

Ebenfalls in Intramuros steht dieSan-Agustín-Kirche. Das Gebäude, zwischen den Jahren 1587 und 1606 im Stil desBarock erbaut, ist die älteste Kirche der Philippinen und das einzige Gebäude, das der Zerstörung von Intramuros während derSchlacht um Manila (1945) entgangen ist. San Augustin wurde 1993 zusammen mit den Barockkirchen inSanta Maria,Paoay undMiag-ao in dieListe des UNESCO-Welterbes aufgenommen.[32]

Masjid Al-Dahab (Die goldene Moschee) steht im Stadtteil Quiapo und gilt als die größte Moschee im Großraum Manila. Die 1976 unter der Leitung vonImelda Marcos erbaute Moschee trägt ihren Namen, ihre Kuppel leuchtet in einem schimmernden goldenen Farbton. Ebenfalls in Quiapo steht Asiens einziger sakraler Bau, der ganz ausStahl imneugotischen Stil erbaut wurde, dieBasílica de San Sebastián. Sie wurde nach Konstruktionsvorlagen desGustave Eiffel erbaut und ist eines der wenigen Bauwerke, in denen Unternehmen ausBelgien,Deutschland und den Philippinen eingebunden waren.[33] DieQuiapo-Kirche ist Ausgangspunkt des Festes des schwarzen Nazareners und eine der vierBasilica minores im Großraum Manila. Eine weitere Basilika ist dieBinondo-Kirche, sie ist dem ersten philippinischen Heiligen der Römisch-katholischen KircheLorenzo Ruiz gewidmet. Am Rand der Manilabucht befindet sich dasManila Hotel. Es wurde 1907 während der amerikanisch-kolonialen Zeit erbaut und am 4. Juli 1912 eröffnet.

Am nördlichen Flussufer desPasig liegt derMalacañang-Palast. Der Palast ist der offizielle Wohnsitz desPräsidenten der Philippinen. Im Stadtteil Binondo befindet sich dieChinatown von Manila. Sie ist mit ihren vielen Geschäften und Restaurants ein Zentrum des Handels und des Tourismus. Das Viertel symbolisiert die lange Geschichte der chinesischen Präsenz in der Stadt.

Im Stil desArt déco wurde das Gebäude desManila Metropolitan Theaters entworfen, es wurde 1931 eingeweiht. Zahlreiche Gebäude in Manila sind im Stil desNeoklassizismus errichtet worden, wie der Verwaltungssitz derPhilippinischen Post.

DasStadtgefängnis Quezon befindet sich nordöstlich von Manila.

Parks

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Am nördlichen Ende des Roxas Boulevard befindet sich der 60 Hektar großeRizal-Park (auch Luneta). Er war während der spanischen Kolonialzeit alsBagumbayan bekannt. Hier entstand 1912 dasRizal Monument, das der Erinnerung an den philippinischen Patrioten José Rizal dient. 1917 erhielt der Park den Namen des philippinischen Nationalhelden. Im Park befinden sich zahlreiche Museen und Restaurants, ein Freilufttheater, einPlanetarium, die Nationalbibliothek und das Manila Hotel sowie einigechinesische undjapanische Gärten. An einem künstlichen kleinen See sindRepliken der philippinischen Inseln zu sehen.

Südlich des Rizal-Parks an der Manilabucht liegt der zwei Kilometer lange, linienförmige „Baywalk“. Die Promenade säumen viele Freiluftrestaurants und Bars. Abends spielen hier zahlreiche Bands und Straßenkünstler. Im Stadtzentrum befindet sich derPaco Park. Früher ein spanischer Friedhof, wurde das Gelände während der spanischen Kolonialzeit von massiven Mauern umgeben und im Jahre 1996 zum Nationalpark erklärt.

Der ParkLiwasang Bonifacio liegt am Fluss Pasig und ist dem NationalheldenAndrés Bonifacio gewidmet. Bonifacio war 1892 der Gründer desKatipunan, einer Organisation, die sich die Unabhängigkeit der Philippinen von der spanischen Herrschaft zum Ziel gesetzt hatte. Später kämpfte der Katipunan gegen die neue Kolonialmacht Vereinigte Staaten. Am anderen Ufer des Pasig, gegenüber dem Malacañang-Palast, befindet sich derMalacañang-Park.

Am Plaza Lawton, nahe dem Metropolitan Theater, liegt der zwei Hektar großeMeban Garden. Der erste Botanische Garten von Manila wurde von spanischen Jesuiten angelegt. Der Garten beherbergt unter anderemBermudagras (lateinischCynodon dactylon) und drei Jahrhunderte alteNarrabäume (lateinischPterocarpus indicus). Sehenswert ist auch derManila Zoological Garden in der Mabini Street, Ecke Quirino Avenue, in Malate.

Friedhöfe

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Der amerikanische Soldatenfriedhof in Fort Bonifacio

Am südlichen Tor der Aurora Avenue befindet sich der Chinesische Friedhof (Manila Chinese Cemetery), der um 1850 von dem hohen Regierungsbeamten Lim Ong und dem Geschäftsmann Carlos Palanca (Tan Quien Sein), gegründet wurde. Er dient dem Gedenken an die zahlreichen Chinesen, die nicht auf spanischen Friedhöfen beerdigt werden durften. Der 54 Hektar große Friedhof beherbergt Wege, die mit reich verziertenMausoleen aus Marmor gesäumt sind. Neben der Ehre für den Verstorbenen, dienen die Grabmäler auch dem Zweck, den sozialen Status der Familie zu demonstrieren.

Die amerikanischeGedenkstätte und derSoldatenfriedhof (Manila American Cemetery and Memorial) liegen etwa zehn Kilometer südöstlich von Manila entfernt. Die Stätte in Taguig grenzt an das Fort Bonifacio, das ehemalige US-FortWilliam McKinley. Der 61,5 Hektar große Bereich beherbergt die größte amerikanische Grabstätte des Zweiten Weltkrieges. Hier liegen 17.206 Soldaten begraben. In der steinernen Kapelle befinden sich 25Mosaikkarten, die die erfolgreich beendeten Einsätze der Amerikaner imPazifikkrieg dokumentieren. Auf einer großenKalksteintafel sind die Namen von 36.285Vermissten aufgeführt.

Regelmäßige Veranstaltungen

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In Manila gibt es jährlich viele Feste und Veranstaltungen. Die christlichen Feiertage werden ausgiebig gefeiert, allerdings ganz anders als in Europa. In vorspanischer Zeit kamen vielehinduistische undbuddhistische Elemente in die Region. In der Folge der spanischen Kolonisation flossen auch viele spanische und mexikanische Traditionen in die Kultur mit ein, und nach 1898 kamen zusätzlich noch amerikanische Einflüsse hinzu.

Jährlich am 9. Januar findet in Manila dasFest des Schwarzen Nazareners (Quiapo Fiesta) statt, bei dem Mitglieder von örtlichen Gangs zur Buße eine schwere Statue des „schwarzen Christus“ durch die Straßen der philippinischen Hauptstadt tragen, eine Prozession, bei der nur Männer zugegen sein dürfen. Die Prozession des Schwarzen Nazareners ist eine der größten im Land. Beginn ist am frühen Nachmittag vor der Quiapo-Kirche. Zahlreiche Katholiken bevölkern den Stadtteil Quiapo, wenn die Statue aus schwarzem Holz, mit langen Seilen durch die Straßen gezogen wird.

DasChinesische Neujahrsfest wird in Manilas Stadtteil Chinatown im Januar oder Februar gefeiert. In den Straßen des Viertels werden traditionelle und rituelle Drachentänze aufgeführt. Das Neujahrsfest wird als der wichtigste chinesische Feiertag erachtet und leitet nach demchinesischen Kalender das neue Jahr ein.

Im Mai und Juni findet dasManila Mango Festival statt. Am 12. Juni wird jährlich am Unabhängigkeitstag der Philippinen eine große Militärparade im Rizal Park abgehalten. Von Ende August bis Anfang September findet dieManila International Book Fair, die größte Buchmesse der Philippinen, statt. Die Feiern zum Rizal-Tag werden jährlich am 30. Dezember zu Ehren des philippinischen Nationalhelden José Rizal im Rizal Park veranstaltet. Am 30. Dezember 1896 wurde Rizal in Bagumbayan (heute Rizalplatz genannt) hingerichtet.

Sport

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Blick von der De La Salle University auf den Rizal Memorial Sports Complex

Manila war Austragungsort zahlreicher sportlicher Großereignisse. Dazu gehören unter anderem, derThrilla in Manila genannte Boxkampf zwischenMuhammad Ali undJoe Frazier 1975, dieBasketball-Weltmeisterschaft 1978, dieAsienspiele 1954, dieSüdostasienspiele 1981, 1991 und 2005, dieOstasienspiele 1919, 1925 und 1934, die Leichtathletik-Asienmeisterschaften 1993 und 2003, die ASEAN ParaGames 2005 und dieSchacholympiade 1992.

Der 1934 erbauteRizal Memorial Sports Complex (RMSC) ist der nationale Sportkomplex der Philippinen und gilt als der älteste Sportkomplex in Asien. Er befindet sich an der Pablo Ocampo (früher Vito Cruz) Street in Malate. Er ist nach dem NationalheldenJosé Rizal benannt. DasRizal Memorial Track and Football Stadium ist das Nationalstadion der Philippinen und mit einer Kapazität für 30.000 Zuschauer das größte Stadion im Komplex. Am 4. Juli 1966 trat dort die BandThe Beatles auf.

Basketball ist die beliebteste Sportart in den Philippinen. Die bekanntesten und erfolgreichsten Mannschaften aus Manila sind dieLetran Knights, die Mapua Cardinals, die San Beda Red Lions, die San Sebastian Stags und die St. Benilde Blazers. Alle Vereine spielen in der Liga derNational Collegiate Athletic Association, Philippines (NCAA).

Pferderennen, Fußball, Baseball und Boxen sind ebenfalls weit verbreitet. Sipa (Kick) ist ein philippinisches Spiel mit einem kleinen Ball aus Korbgeflecht, der auf demRizal Court in Manila gespielt wird. Tauchen, Bootsfahrten, Schwimmen und Angeln sind wegen der Lage Manilas am Meer beliebt. Für Tennis gibt es mehrere Plätze in der Stadt. Übungsmöglichkeiten für Golf und Minigolfbahnen sind zahlreich vorhanden.

Wirtschaft

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Handel

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Pritil-Markt in Tondo
Im alten Hafen

In Manila wie auch in weiten Teilen der Philippinen sind zahlreiche Märkte unter freiem Himmel und in Lagerhallen zu finden, in denen eine reiche Auswahl an frischem Gemüse und Früchten wie zum Beispiel das etwas eigenartig riechendeDurian angeboten wird. Daneben gibt es vonTouristen weniger frequentierte Fleischmärkte. Besonders populär in den Philippinen sind auch die sogenanntenShopping Malls (Einkaufszentren) nach westlichem, genauer US-amerikanischem Vorbild, in denen das Sortiment breit und tief ist.

Sehr bekannt in Manila sind dasSM City (SM steht fürShoe Mart) in den Bezirken Ermita, Malate und Ortigas. Sie gehören zu den größten des Landes. Populär ist auchRobinsons Place im Herzen Manilas, und im südlichen Teil ist dasHarrison Plaza zu finden, das zu den ältesten Einkaufspalästen der Stadt gehört. ImPamilihan sa ilalim ng tulay (deutsch„Markt unter der Brücke“) in Quiapo verkauft derindigene Teil der Bevölkerung Schmuck, Kleider undgefälschte Markenkleider.

Medien

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Manila mit dem Hauptgebäude der University of Santo Tomas

Manila ist die Heimat von großen philippinischen Zeitungsverlagen mit einer Reihe von Büros und Druckereien am Hafengebiet. Die Nachrichtenindustrie ist eine der Hinterlassenschaften der amerikanischen Kolonialzeit und ebnete den Weg für diePressefreiheit im Land. Einige der wichtigsten Publikationen mit Sitz in Manila, einschließlich der ältesten Zeitungen, sind unter anderem dieManila Times, derManila Bulletin, derPhilippine Star, derManila Standard Today undThe Daily Tribune.

Die Stadt dient als Heimat für eine Reihe von Nachrichten- und Informationsbüros, Agenturen oder Dienstleistungsfirmen, einschließlich des Pressebüros des Präsidenten undRadio-TV Malacañang (RTVM) mit Sitz auf dem Gelände des Malacañang-Palastes. Das Gebäude des Nationalen Presseklubs befindet sich am Fuße der Jones Bridge, nahe dem Postamt, und beherbergt das Internationale Pressezentrum (IPC), eine staatliche Behörde, die Genehmigungen für den Besuch ausländischer Mitarbeiter von Nachrichtenagenturen erteilt.

Manila ist auch die Heimat der renommierten und exklusiven JournalistenvereinigungSamahang Plaridel, deren Mitglieder zu den führenden Verlegern, Redakteuren und Reportern des Landes gehören.Agence France-Presse,CNN,Reuters,Associated Press, die japanischen SenderNHK undFuji Television, und die britischeGlobal Radio News besitzen alle Außenstellen in Manila.

Zehntausende Mitarbeiter arbeiten in Manila fürSubunternehmen der großen Firmen allersozialer Netzwerke wieFacebook,Twitter,YouTube usw. alsContent-Moderatoren. Ihre Aufgabe besteht darin, Milliarden von Bild- und Videodateien, welche weltweit tagtäglich hochgeladen werden, zu prüfen und innerhalb von wenigen Sekunden darüber zu entscheiden, ob diese im öffentlich zugänglichen Bestand behalten oder gelöscht werden sollen. Da die Arbeit extrem belastend für die Moderatoren ist und auch immer wieder Mitarbeiter, die dem psychischen Druck nicht gewachsen sind, wenn sie nicht rechtzeitig aussteigen, Suizid begehen, arbeiten diese Firmen im Verborgenen und lassen sich von den Mitarbeitern eine Verschwiegenheits- und Geheimhaltungsverpflichtung unterschreiben.[34]

Bildung

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Manila ist Sitz von zahlreichen Universitäten. Vor allem die Bezirke von Malate, Ermita, Paco, San Miguel, Quiapo und Sampaloc sind Standort der wichtigsten Universitäten des Landes.

Unter ihnen befinden sich dieArellano University,University of the Philippines und diePhilippine Normal University in Ermita, dieFar Eastern University, die privaten katholischen UniversitätenAteneo de Manila undDe La Salle sowie die katholischeUniversity of Santo Tomas in Sampaloc, dieUniversität der Stadt Manila inIntramuros und an drei Standorten in der Stadt diePolytechnic University of the Philippines. Andere wichtige Institutionen sind das Mapua Institute of Technology, eine angesehene Schule für Ingenieurwesen, die Centro Escolar University, das San Beda College und dieUniversity of the East.

Es gibt auch eineDeutsche Europäische Schule (DESM), die eng mit dem Lycée Français de Manille (LFM) zusammenarbeitet. Auf ihr können sowohl anerkannte deutsche Sprachdiplome als auch deutsche Schulabschlüsse und Hochschulzugangsberechtigungen erworben werden, zum Beispiel dasInternational Baccalaureate.

DasNationale Museum der Philippinen(National Museum of the Philippines), in dem dasSpoliarium des KünstlersJuan Luna ausgestellt ist, befindet sich zusammen mit derNationalen Bibliothek der Philippinen(National Library of the Philippines) beim Rizal-Park.

Persönlichkeiten

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Söhne und Töchter der Stadt:

Literatur

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  • Peter Bialobrzeski:Case Study Homes. Hatje Cantz Verlag, Ostfildern 2009,ISBN 978-3-7757-2469-2.
  • Dirk Bronger, Marcus Strelow:Manila – Bangkok – Seoul: Regionalentwicklung und Raumwirtschaftspolitik in den Philippinen, Thailand und Südkorea. Institut für Asienkunde, Hamburg 1996,ISBN 3-88910-178-X.
  • Ronald Daus:Manila. Essay über die Karriere einer Weltstadt. Opitz Verlag, Berlin 1987,ISBN 3-925529-00-4.
  • Martin Heintel, Günter Spreitzhofer:Manila als Zentrum der Urbanisierung und Binnenmigration auf den Philippinen. In:Geographische Rundschau. 61, Heft 10, Westermann, Braunschweig 2009, S. 14–19.
  • Martin Heintel, Günter Spreitzhofer:Metropolitanregion Manila; Demographische und ökonomische Aspekte einer Funktionalen Primacy. In:asien afrika lateinamerika. Volume 30, Nr. 1, S. 31–48. Berlin 2002 – Berkshire: Carfax Publishing, Taylor & Francis Group.
  • Friedhelm Krenz:Rosario. In den Slums von Manila. Bundes-Verlag, Witten 1989,ISBN 3-926417-07-2.
  • Jürgen Rühland:Politik und Verwaltung in Metro Manila. Aspekte der Herrschaftsstabilisierung in einem autoritären System. Weltforum Verlag, München 1982,ISBN 3-8039-0199-5.
  • Ramon M. Zaragoza:Old Manila. Oxford University Press, Singapur 1990,ISBN 0-19-588973-8.

Weblinks

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Einzelnachweise

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  1. abCity Of Manila Information. In: citycouncilofmanila.com.ph. City Council of Manila, abgerufen am 16. Oktober 2025 (englisch). 
  2. abcPhilippine Statistics Authority:2015 Census of Population and Housing
  3. Correctiv:Steigende Meere: Über 700.000 Pegeldaten weltweit belegen: Der Meeresspiegel steigt., abgerufen am 7. Dezember 2017
  4. National Statistics Office:Demographic Statistics (Memento desOriginals vom 20. Dezember 2008 imInternet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.census.gov.ph
  5. Citypopulation.de: Philippines: Manila City
  6. Temperaturen basierend auf den Durchschnitten von 1971–2000,Philippine Atmospheric, Geophysical and Astronomical Services Administration
  7. M. Müller, 1983:Handbuch ausgewählter Klimastationen der Erde. Universität Trier,stadtklima.de
  8. Fast 300 Tote durch Taifun "Ketsana" (Memento vom 1. Oktober 2009 imInternet Archive), Tagesschau, vom 30. September 2009
  9. Immer mehr Tote auf den Philippinen. In:wetter.info, 11. Oktober 2009
  10. Manila Bulletin:Flood blamed on record rainfall. In:mb.com.ph, 28. September 2009
  11. Carmen Guerrero Nakpil: Manila Under The Muslims. Malaya, 29. Oktober 2003, abgerufen am 5. Dezember 2008. 
  12. Scott:Barangay
  13. abSantiago, Luciano P.R., The Houses of Lakandula, Matanda, and Soliman [1571-1898]:Genealogy and Group Identity, Philippine Quarterly of Culture and Society 18 [1990]
  14. About Pasay – History: Kingdom of Namayan. In: pasay city government website. City Government of Pasay, archiviert vom Original am 18. Juni 2010; abgerufen am 5. Februar 2008 (englisch). 
  15. Edgar Wickberg:The Chinese in Philippine Life, 1850-1898. Manila University Press, Manila 2000,ISBN 971-550-352-7,S. 10.
  16. Encyclopaedia Britannica, dritte Ausgabe, Edinburgh 1797, Band 10, Seite 535 (englisch), abgefragt am 5. Oktober 2011
  17. The Taft Commission auf philippine-history.org
  18. University of San Diego:Defeat of Japan 1945 (Memento desOriginals vom 15. Oktober 2009 imInternet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/history.sandiego.edu
  19. montrealgazette.com@1@2Vorlage:Toter Link/www.montrealgazette.com (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019.Suche in Webarchiven)  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  20. Johannes Paul II. – Biografie (Memento desOriginals vom 15. Mai 2008 imInternet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.weltjugendtag.de, Der Weltjugendtag
  21. Terror nach dem Geiseldrama – Turbulentes Jahr 2000. Universität Kassel
  22. Ausnahmezustand – Philippinische Polizei geht gegen Oppositionelle vor. In:Der Spiegel, 25. Februar 2006
  23. World Gazetteer:Bevölkerung der Metropolregion (Memento desOriginals vom 29. Dezember 2011 imInternet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/bevoelkerungsstatistik.de
  24. Universität Wien:Metro Manila (PDF; 170 kB)
  25. National Statistics Office:Results from the 2000 Census of Population and Housing (Memento desOriginals vom 4. Juni 2008 imInternet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.census.gov.ph
  26. abStadt Manila:History, Dialects and Religions (Memento desOriginals vom 6. März 2009 imInternet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.manilacityph.com
  27. abStadtgeographie von Manila – Entwicklung, Wachstum, Funktion.@1@2Vorlage:Toter Link/www.staff.uni-mainz.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019.Suche in Webarchiven)  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis. Universität Mainz
  28. Die Besteigung des Smokey Mountain. Universität Kassel, 7. März 2008
  29. Mercer's 2018 Quality of Living Rankings. Abgerufen am 30. Juli 2018 (englisch). 
  30. About Manila. Sister Cities. City of Manila, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 11. Juni 2016; abgerufen am 22. Dezember 2018 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/manila.gov.ph 
  31. http://www.ayalamuseum.org Homepage des Ayala-Museums
  32. Eintrag der Barockkirchen in die UNESCO-Welterbeliste. UNESCO
  33. Eintrag in der Tantaivelist der UNESCO
  34. The Cleaners
Verwaltungsgliederung derMetropolregion Manila
Erster Bezirk

Manila

Zweiter Bezirk

Mandaluyong |Marikina |Pasig |Quezon |San Juan

Dritter Bezirk

Caloocan |Malabon |Navotas |Valenzuela

Vierter Bezirk

Las Piñas |Makati |Muntinlupa |Parañaque |Pasay |Pateros |Taguig

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