Malaussanne

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Malaussanne
Malaussanne (Frankreich)
Malaussanne (Frankreich)
StaatFrankreich Frankreich
RegionNouvelle-Aquitaine
Département (Nr.)Pyrénées-Atlantiques (64)
ArrondissementPau
KantonArtix et Pays de Soubestre
GemeindeverbandLuys en Béarn
Koordinaten43° 34′ N,0° 28′ W43.5597-0.471944444444Koordinaten:43° 34′ N,0° 28′ W
Höhe76–221 m
Fläche17,49 km²
Einwohner444(1. Januar 2022)
Bevölkerungsdichte25 Einw./km²
Postleitzahl64410
INSEE-Code64365

PfarrkircheSaint-André

Malaussanne ist einefranzösischeGemeinde mit 444 Einwohnern (Stand 1. Januar 2022) imDépartementPyrénées-Atlantiques in derRegionNouvelle-Aquitaine (vor 2016:Aquitanien). Die Gemeinde gehört zumArrondissementPau und zumKantonArtix et Pays de Soubestre (bis 2015:Kanton Arzacq-Arraziguet).

Der Name in dergascognischen Sprache lautetMalaussana.[1] Die Bewohner werdenMalaussannais undMalaussannaises genannt.[2]

Inhaltsverzeichnis

Geographie

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Malaussanne liegt ca. 40 km nördlich vonPau in der historischen ProvinzBéarn an der nördlichen Grenze zum benachbarten DépartementLandes.

Umgeben wird Malaussanne von den Nachbargemeinden:

Mant (Landes)Arboucave (Landes)Lacajunte (Landes)
Monget (Landes)Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigtPhilondenx (Landes)
MontagutCabidos

Malaussanne liegt im Einzugsgebiet des FlussesAdour. Einer seiner Nebenflüsse, derLouts, bewässert mit seinem Zufluss, dem Ruisseau Laricabet, das Gemeindegebiet. Ebenso durchqueren der Ruisseau Larritou, ein Nebenfluss desLuy de France, und der Ruisseau de Larruton, an seinem Oberlauf Ruisseau de Baillé genannt und Nebenfluss des Larbin, das Gebiet der Gemeinde.[3]

Geschichte

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Am Ort mit dem Flurnamen Lassale wurde im 11. Jahrhundert auf einer Anhöhe über dem Luy de France eineMotte errichtet. Spuren eines zweifachen Ringwalls mit Böschungen und Gräben sind noch heute sichtbar. Die lokale Überlieferung besagt, dass es in der Nähe der Motte auch einen Friedhof und eineKapelle gegeben habe. Auf derKarte von Cassini sind die Motte und eine KapelleSaint-Jean eingetragen. In Malaussanne befand sich eineKomturei, die zumPriorat vonToulouse gehörte. Das Dorf unterstand derChalosse und gehörte zum Bezirk vonSaint-Sever. Malaussanne gehörte als PfarrgemeindeVicomté von Louvigny, unterstand aber demBistum Lescar. Während derFranzösischen Revolution gelangte die Gemeinde zum Béarn und damit zum neu gegründeten Département Basses-Pyrénées.[4][5][6][7][8]

Toponyme und Erwähnungen von Malaussanne waren:

  • Malaussana (1514, Notare vonGaros),
  • Malausana undMalausanne en France (1559 bzw. 1675,Manuskriptsammlung des 16. bis 18. Jahrhunderts),
  • Malaussane (1750 und 1793,Karte von Cassini bzw. Notice Communale) und
  • Malaussanne (1801,Bulletin des lois).[7][6][9]

Einwohnerentwicklung

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Nach Höchstständen der Einwohnerzahl von über 1000 in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist die Zahl bei kurzen Erholungsphasen bis zur Jahrtausendwende auf unter 400 gesunken. Seitdem ist ein moderates Wachstum der Gemeinde auf nunmehr über 400 Einwohner zu verzeichnen.

Jahr196219681975198219901999200620092022
Einwohner450439428404407419393413444
Hier fehlt eine Grafik, die leider im Moment aus technischen Gründen nicht angezeigt werden kann. Wir arbeiten daran!
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen:EHESS/Cassini bis 2006,[9]INSEE ab 2009[10]

Sehenswürdigkeiten

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  • Pfarrkirche von Malaussanne, geweiht demApostelAndreas. Sie datiert aus dem 12. Jahrhundert und wurde im 14. oder 15. Jahrhundert stark umgestaltet, im 19. und 20. Jahrhundert restauriert. DaszweischiffigeLanghaus ist von einer polygonalenApsis abgeschlossen. Das südliche Seitenschiff ist durch drei Rundbögen abgetrennt. DasKreuzrippengewölbe des Kircheninnern wird vongotischenPfeilern getragen. Bemerkenswert ist ein tiefesWeihwasserbecken, das in eineMarmorsäule eingelassen ist. Viele weitereAusstattungsgegenstände aus dem 18. und 19. Jahrhundert sind als nationale Kulturgüter registriert.[8][11] ImChor der Kirche fällt der Blick auf eineIkone, die den Apostel Andreas darstellt. Sie ist ein Werk aus dem Jahre 2005 von Philippe Grall aus der Werkstatt Saint André inLausanne.Attribute von Aposteln in Darstellungen sind gewöhnlich Schriftrollen oder einEvangelium in Form eines offenen oder geschlossenen Buches. So hält der Apostel auch in dieser Darstellung eine Schriftrolle in seiner linken Hand. DasAndreaskreuz taucht auf dem Bild nicht auf, da gemäß derikonografischen Tradition desbyzantinischen RitusHeilige ohne Bezug auf ihrMartyrium abgebildet werden.[12]
  • Landsitz, genannt Schloss Gaye. Er ist im 16. Jahrhundert errichtet und im 18. und 16. Jahrhundert umgestaltet worden. Der zweigeschossige Wohntrakt wird durch einen Turm ergänzt, dessen Eingang mit einemKielbogen verziert ist. Die Scheune besitzt vier Toreinfahrten und einen Eingang, dessenSturz ebenfalls mit einem Kielbogen verschönert ist. Er führt zu den Unterkünften des Personals, die von der Scheune durch eine Wand abgetrennt sind. Der Landsitz ist seit 1999 als nationales Kulturgut registriert.[13]

Wirtschaft und Infrastruktur

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Die Landwirtschaft ist traditionell der wichtigste Wirtschaftsfaktor der Gemeinde.

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Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2015[14]
Gesamt = 60

Bildung

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Malaussanne verfügt über eine öffentliche Grundschule mit 36 Schülerinnen und Schülern im Schuljahr 2017/2018.[15]

Verkehr

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Malaussanne wird durchquert von derRoute départementale 664.

Weblinks

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Commons: Malaussanne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Malaussanne. Gasconha.com, abgerufen am 9. September 2017 (französisch). 
  2. Pyrénées-Atlantiques Gentilé. habitants.fr, abgerufen am 9. September 2017 (französisch). 
  3. Ma commune : Malaussanne. Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne, abgerufen am 9. September 2017 (französisch). 
  4. Conseil régional d’Aquitaine: Malaussanne. Visites en Aquitaine, archiviert vom Original am 9. September 2017; abgerufen am 9. September 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr 
  5. ensemble fortifié. Ministerium für Kultur und Kommunikation, abgerufen am 9. September 2017 (französisch). 
  6. abDavid Rumsey Historical Map Collection France 1750. David Rumsey Map Collection: Cartography Associates, abgerufen am 9. September 2017 (englisch). 
  7. abPaul Raymond: Dictionnaire topographique du département des Basses-Pyrénées. In: Dictionnaire topographique de la France. Imprimerie nationale, 1863, S. 107, abgerufen am 9. September 2017 (französisch). 
  8. abConseil régional d’Aquitaine: Eglise Saint-André. Visites en Aquitaine, archiviert vom Original am 9. September 2017; abgerufen am 9. September 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr 
  9. abNotice Communale Malaussanne. EHESS, abgerufen am 9. September 2017 (französisch). 
  10. Populations légales 2014 Commune de Malaussanne (64365). INSEE, abgerufen am 9. September 2017 (französisch). 
  11. église paroissiale Saint-André. Ministerium für Kultur und Kommunikation, abgerufen am 9. September 2017 (französisch). 
  12. Conseil régional d’Aquitaine: Icône représentant saint André. Visites en Aquitaine, archiviert vom Original am 9. September 2017; abgerufen am 9. September 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr 
  13. manoir dit Château Gaye. Ministerium für Kultur und Kommunikation, abgerufen am 9. September 2017 (französisch). 
  14. Caractéristiques des établissements en 2015 Malaussanne (64365). INSEE, abgerufen am 9. September 2017 (französisch). 
  15. École élémentaire. Nationales Bildungsministerium, abgerufen am 9. September 2017 (französisch). 

Aast |Abère |Abidos |Abos |Andoins |Angaïs |Anos |Anoye |Arbus |Aressy |Argagnon |Argelos |Arget |Arnos |Arricau-Bordes |Arrien |Arros-de-Nay |Arrosès |Arthez-d’Asson |Arthez-de-Béarn |Artigueloutan |Artiguelouve |Artix |Arzacq-Arraziguet |Assat |Asson |Astis |Aubertin |Aubin |Aubous |Auga |Auriac |Aurions-Idernes |Aussevielle |Aydie |Baigts-de-Béarn |Balansun |Baleix |Baliracq-Maumusson |Baliros |Barinque |Barzun |Bassillon-Vauzé |Baudreix |Bédeille |Bellocq |Bénéjacq |Bentayou-Sérée |Bernadets |Bésingrand |Bétracq |Beuste |Beyrie-en-Béarn |Billère |Biron |Bizanos |Boeil-Bezing |Bonnut |Bordères |Bordes |Bosdarros |Boueilh-Boueilho-Lasque |Bougarber |Bouillon |Boumourt |Bourdettes |Bournos |Bruges-Capbis-Mifaget |Buros |Burosse-Mendousse |Cabidos |Cadillon |Cardesse |Carrère |Casteide-Cami |Casteide-Candau |Casteide-Doat |Castéra-Loubix |Castétis |Castetner |Castetpugon |Castillon (Kanton Artix et Pays de Soubestre) |Castillon (Kanton Terres des Luys et Coteaux du Vic-Bilh) |Caubios-Loos |Cescau |Claracq |Coarraze |Conchez-de-Béarn |Corbère-Abères |Coslédaà-Lube-Boast |Coublucq |Crouseilles |Cuqueron |Denguin |Diusse |Doazon |Doumy |Escoubès |Escurès |Eslourenties-Daban |Espéchède |Espoey |Fichous-Riumayou |Gabaston |Gan |Garlède-Mondebat |Garlin |Garos |Gayon |Gelos |Ger |Gerderest |Géus-d’Arzacq |Gomer |Hagetaubin |Haut-de-Bosdarros |Higuères-Souye |Hours |Idron |Igon |Jurançon

Gemeinden imArrondissement Pau (L–V)

Laà-Mondrans |Labastide-Cézéracq |Labastide-Monréjeau |Labatmale |Labatut-Figuières |Labeyrie |Lacadée |Lacommande |Lacq |Lagor |Lagos |Lahourcade |Lalongue |Lalonquette |Lamayou |Lannecaube |Lanneplaà |Laroin |Larreule |Lasclaveries |Lasserre |Lée |Lembeye |Lème |Lescar |Lespielle |Lespourcy |Lestelle-Bétharram |Limendous |Livron |Lombia |Lonçon |Lons |Loubieng |Lourenties |Louvigny |Luc-Armau |Lucarré |Lucgarier |Lucq-de-Béarn |Lussagnet-Lusson |Malaussanne |Mascaraàs-Haron |Maslacq |Maspie-Lalonquère-Juillacq |Maucor |Maure |Mazères-Lezons |Mazerolles |Meillon |Méracq |Mesplède |Mialos |Miossens-Lanusse |Mirepeix |Momas |Momy |Monassut-Audiracq |Moncaup |Moncla |Monein |Monpezat |Monségur |Mont |Montagut |Montaner |Montardon |Montaut |Mont-Disse |Morlaàs |Morlanne |Mouhous |Mourenx |Narcastet |Navailles-Angos |Nay |Noguères |Nousty |Orthez |Os-Marsillon |Ouillon |Ousse |Ozenx-Montestrucq |Parbayse |Pardies |Pardies-Piétat |Pau |Peyrelongue-Abos |Piets-Plasence-Moustrou |Poey-de-Lescar |Pomps |Ponson-Debat-Pouts |Ponson-Dessus |Pontacq |Pontiacq-Viellepinte |Portet |Pouliacq |Poursiugues-Boucoue |Puyoô |Ramous |Ribarrouy |Riupeyrous |Rontignon |Saint-Abit |Saint-Armou |Saint-Boès |Saint-Castin |Saint-Faust |Saint-Girons-en-Béarn |Saint-Jammes |Saint-Jean-Poudge |Saint-Laurent-Bretagne |Saint-Médard |Saint-Vincent |Salles-Mongiscard |Sallespisse |Samsons-Lion |Sarpourenx |Saubole |Sault-de-Navailles |Sauvagnon |Sauvelade |Séby |Sedze-Maubecq |Sedzère |Séméacq-Blachon |Sendets |Serres-Castet |Serres-Morlaàs |Serres-Sainte-Marie |Sévignacq |Simacourbe |Siros |Soumoulou |Tadousse-Ussau |Taron-Sadirac-Viellenave |Tarsacq |Thèze |Urost |Uzan |Uzein |Uzos |Vialer |Viellenave-d’Arthez |Vielleségure |Vignes |Viven

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