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Major

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unterMajor (Begriffsklärung) aufgeführt.

DerMajor ist einDienstgrad fürSoldaten der deutschenBundeswehr, des österreichischenBundesheeres, derSchweizer Armee und weiterer moderner und früherer Streitkräfte. In Österreich ist Major ferner eineVerwendungsbezeichnung imWachkörper.

Etymologie

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Das Wort Major stammt vomLateinischenmaior odermaius (deutsch: größer, stärker oder bedeutender). ImSpanischen wurde darausmayor (deutsch: größer, höher), imEnglischenmayor (deutsch: Bürgermeister) und im Deutschen „Meier“ als Bezeichnung für einenGutsverwalter.

Im Militär war der Regimentsmeier in einemRegiment für die täglichen Verwaltungsaufgaben und die Inspizierung derFeldwachen verantwortlich. Er führte daher den DienstgradFeldwachtmeister.[A 1] Da der Feldwachtmeister direkt demRegimentschef im RangObristen unterstand, entwickelte sich daraus die RangbezeichnungObristwachtmeister. Im 18. Jahrhundert löste die hinsichtlich der Wortherkunft treffende Dienstgradbezeichnung „Major“ den für den Regimentsmeier geschaffenen Rang „Obristwachtmeister“ ab.

In derpreußischen Armee wurden verdienteHauptleute mit demCharakter eines Majors („Charaktermajor“) verabschiedet; sie erhielten dasRuhegeld eines Hauptmannes, durften sich aber Major nennen. Die oft lange Wartezeit bis zur Beförderung zum Major bezeichnete man auch scherzhaft als „Majorsecke“.

Siehe auch:Platzmajor undTambourmajor

Deutschland

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Bundeswehr

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Major
Dienstgradabzeichen auf der Schulterklappe der Jacke des Dienstanzuges für Heeresuniformträger der Feldjägertruppe.Dienstgradabzeichen auf der Schulterklappe der Jacke des Dienstanzuges für Luftwaffenuniformträger.
Dienstgradabzeichen[1][A 2]
DienstgradgruppeStabsoffiziere[2]
NATO-RangcodeOF-3[3]
Dienstgrad Heer/LuftwaffeMajor
Dienstgrad MarineKorvettenkapitän[4]
Abkürzung (in Listen)Maj (M)[5]
BesoldungsgruppeA 13 nachBBesO[6]

Der Dienstgrad Major wird durch denBundespräsidenten mit derAnordnung des Bundespräsidenten über die Dienstgradbezeichnungen und die Uniform der Soldaten[4] auf Grundlage desSoldatengesetzes[7] festgesetzt.

Befehlsbefugnis und Dienststellungen

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In der Bundeswehr ist der Major einOffiziersdienstgrad,[4] der gemäß derZentralen Dienstvorschrift (ZDv) A-1420/24 „Dienstgrade und Dienstgradgruppen“ zurDienstgradgruppe derStabsoffiziere zählt. Aufgrund der Zugehörigkeit zur Dienstgradgruppe der Stabsoffiziere können Soldaten im Dienstgrad Major auf Grundlage des§ 4 („Vorgesetztenverhältnis auf Grund des Dienstgrades“) der Vorgesetztenverordnung innerhalb der dort gesetzten Grenzen Soldaten der DienstgradgruppenMannschaften,Unteroffizierenohne undmit Portepee,Leutnanten undHauptleutenBefehle erteilen.[8][9]

Majore dienen wie die anderenStabsoffiziere meist aufStabsposten oder alsmilitärische Führer. Typische Verwendungen sindKompaniechef imHeer,Inspektionschef oderHörsaalleiter an einer Lehreinrichtung (im Heer beispielsweise an einerTruppenschule), oder die Verwendung auf Verwaltungsposten inKommandobehörden,Ämtern oder in denReferaten desMinisteriums. Dort unterstützen sie häufig erfahrene Stabsoffiziere oderReferatsleiter beispielsweise bei derPersonal- undMaterialplanung, derStrategieentwicklung oderEinsatzplanung. Besonders qualifizierte Majore dienen auf Dienstposten fürOffiziere im Generalstabsdienst.[A 3] Militärmusikoffiziere im Dienstgrad Major dienen häufig als (stellvertretender) Kompaniechef bei einem derMusikkorps der Bundeswehr. Aufgrund dieser und ähnlicher Dienststellungen können Soldaten im Dienstgrad Major in den in derVorgesetztenverordnung aufgezählten Fällen allen dienstlich oder fachlich unterstellten Soldaten Befehle erteilen.[8][10] Kompaniechefs, Inspektionschefs und Bataillonskommandeure sind alsEinheitsführerDisziplinarvorgesetzter der ihnen truppendienstlich unterstellten Soldaten gemäßWehrdisziplinarordnung.[11]

Ernennung, Besoldung und Altersgrenze

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Maßgebliche gesetzliche Grundlagen für dieErnennung zum Major trifft dieSoldatenlaufbahnverordnung (SLV) und ergänzend dieZentrale Dienstvorschrift (ZDv) 20/7. Zum Dienstgrad Major könnenSoldaten auf Zeit,Berufssoldaten undbeorderteReservisten ernannt werden. Voraussetzung ist die Zugehörigkeit zurLaufbahngruppe derOffiziere. Offiziere (außer Militärmusikoffiziere) können frühestens achteinhalb Jahre nach Ernennung zum Leutnant zum Major ernannt werden;[A 4] davon abweichend ist die Beförderung von Militärmusikoffizieren nach drei Jahren im Dienstgrad Hauptmann zulässig.[A 5] Voraussetzung für die Beförderung vonHauptleuten zum Major ist für die meisten Offiziere die erfolgreiche Teilnahme am Stabsoffizierlehrgang an derFührungsakademie der Bundeswehr. Keinen Stabsoffizierlehrgang müssen Militärmusikoffiziere undMasterabsolventen in einer Laufbahn der Offiziere des Geoinformationsdienstes der Bundeswehr absolvieren. Eine Einstellung mit dem Dienstgrad Major ist mit einer derVerwendung entsprechenden Qualifikation ebenfalls möglich.[A 6][12][13][14][A 7]

Ein Major wird nach derBundesbesoldungsordnung (BBesO) mitA 13besoldet.[6]

Alsbesondere Altersgrenze für Soldaten im Dienstgrad Major wurde die Vollendung des 59.Lebensjahres festgesetzt.[15][A 8]

Dienstgradabzeichen

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Heer
Luftwaffe
Uniformträgerbereich[A 9][1]
Hauptartikel:Dienstgradabzeichen der Bundeswehr

DasDienstgradabzeichen für Majore zeigtEichenlaub und einenStern alsSchulterabzeichen.[1][4]

Äquivalente, nach- und übergeordnete Dienstgrade

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Den Dienstgrad Major führen nurHeeres- undLuftwaffenuniformträger.Marineuniformträger (außerSanitätsoffiziere) derselben Rangstufe führen den DienstgradKorvettenkapitän. Die ranggleichen Sanitätsoffizierdienstgrade sind die nachApprobationsrichtung unterschiedlich lautenden DienstgradeOberstabsarzt,Oberstabsapotheker undOberstabsveterinär.[4] In denStreitkräften derNATO ist der Major zu allen Dienstgraden mit demNATO-Rangcode OF-3 äquivalent.[3]

Im Sinne der ZDv 14/5 und derAnordnung des Bundespräsidenten ist der Major über dem rangniedrigerenStabshauptmann bzw.Stabskapitänleutnant und unter dem ranghöherenOberstleutnant bzw.Fregattenkapitän eingeordnet (erste Dienstgradbezeichnung jeweils für Heeres- und Luftwaffenuniformträger; zweite Dienstgradbezeichnung für Marineuniformträger).[2][4][14] Die zum Oberstleutnant ranggleichenSanitätsoffizierdienstgrade sind die nachApprobations­richtung unterschiedlich lautenden DienstgradeOberfeldarzt,Oberfeldapotheker undOberfeldveterinär bzw.Flottillenarzt undFlottillenapotheker (erste drei Dienstgradbezeichnungen für Heeres- und Luftwaffenuniformträger; letzten beiden Dienstgradbezeichnungen für Marineuniformträger).[4] Gemäß der in derSoldatenlaufbahnverordnung beschriebenen Beförderungsreihenfolge ist regelmäßig derHauptmann bzw. derKapitänleutnant der vorangehend durchlaufene Dienstgrad (erste Dienstgradbezeichnung jeweils für Heeres- und Luftwaffenuniformträger; zweite Dienstgradbezeichnung für Marineuniformträger).[A 10][12][14] Für Sanitätsoffiziere sind ranggleich zum Hauptmann die nachApprobationsrichtung unterschiedlich lautenden DienstgradeStabsarzt,Stabsapotheker undStabsveterinär.[4]

 Offizierdienstgrad
Niedrigerer Dienstgrad[16]Höherer Dienstgrad[16]
Stabshauptmann
Stabskapitänleutnant
Major
Korvettenkapitän
Oberstabsarzt
Oberstabsapotheker
Oberstabsveterinär
Oberstleutnant
Fregattenkapitän
Oberfeldarzt
Oberfeldapotheker
Oberfeldveterinär
Flottillenarzt
Flottillenapotheker

Dienstgradgruppe:MannschaftenUnteroffiziere o.P.Unteroffiziere m.P.LeutnanteHauptleuteStabsoffiziereGenerale

Nationale Volksarmee bis 1990

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Major
(Schulterstück, Aufnäher Spezialbekleidung)
AufnäherFliegeranzug
NVA Dienstgradabzeichen bis 1990
Siehe auch:Dienstgrade der Nationalen Volksarmee, Offiziere

Der Major war in derNationalen Volksarmee derDeutschen Demokratischen Republik von 1956 bis 1990 der niedrigste Offiziersrang derDienstgradgruppe derStabsoffiziere. Sein maritimes Pendant war ebenfalls derKorvettenkapitän derVolksmarine. Dieser Dienstgrad wurde in der Regel nur an Berufsoffiziere verliehen. Seine Verwendung entsprach in etwa der in der Bundeswehr. Das Dienstgradabzeichen bestand aus geflochtenen Schnüren, auf denen ein goldfarbener Offiziersstern angebracht war. Für Offiziere der NVA betrug die Regelstehzeit für die Beförderung vom Major zum Oberstleutnant fünf Jahre.

Dienstgrad
niedriger:
Hauptmann


Major
(Korvettenkapitän)
höher:
Oberstleutnant
Siehe auch:Dienstgrade der Nationalen Volksarmee, Offizierkorps

Reichsheer, Reichswehr, Wehrmacht bis 1945

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In Reichsheer, Reichswehr und Wehrmacht war der Major (heute Äquivalent OF-3) der niedrigste Offiziersrang derDienstgradgruppe der Stabsoffiziere. Im Gesamtbereich der Wehrmacht entsprach dieser Dienstgrad demKorvettenkapitän der Kriegsmarine beziehungsweise demSS-Sturmbannführer derWaffen-SS, beide ebenfalls OF-3.

Kragenlitzen (1832)
Sachsen
Epaulette
Sachsen
Schulterstück
Sachsen
Dienstgradabzeichen bis 1918 (Kaiserheer)
  • Major Heer, Kradschützen
    Major Heer, Kradschützen
  • Kragen­spiegel Heer
    Kragen­spiegel Heer
  • Tarnanzug Heer
    Tarnanzug Heer
  • Luftwaffe Major / Major (Ing)
    Luftwaffe Major / Major (Ing)
  • Kragenspiegel Luftwaffe
    Kragenspiegel Luftwaffe
  • Fliegerbluse Luftwaffe
    Fliegerbluse Luftwaffe
Dienstgrad
niedriger:
Hauptmann

Deutsches Reich
Major
höher:
Oberstleutnant
Siehe auch:Dienstgrade der Wehrmacht undDienstgrade der Luftwaffe (1935–1945)

Weitere Länder

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Brasilianische Streitkräfte

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Major
Heer
Major
Luftwaffe
Capitão de Corveta
Marine

InBrasilien entspricht der Dienstgrad „Major“ dem Rang desMajor im Heer und Luftwaffe.

Dieser Rang steht über demCapitão (deutsch:Hauptmann) und unter demTenente Coronel (deutsch:Oberstleutnant).

In der Marine ist das Äquivalent derCapitão de Corveta (deutsch:Korvettenkapitän).

Dieser Rang steht über demCapitão-Tenente (deutsch:Kapitänleutnant) und unter demCapitão de Fragata (deutsch:Fregattenkapitän).

Französische Streitkräfte

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  • Chef de bataillon
    Chef de bataillon

In denfranzösischen Streitkräften ist derCommandant ein Dienstgrad, der dem Major entspricht. Commandant gilt jedoch für Offiziere, die kein Truppenkommando führen. So lange er Kommandeur eines Bataillons ist, wird er alsChef d’escadron (in derArtillerie, demTransportwesen und der Versorgung),Chef d’escadrons[A 11] (in derKavallerie undPanzertruppe) undChef d'escadrille bei denHeeresfliegern bezeichnet. Bei derInfanterie, denPionieren und denFernmeldern heißt erChef de bataillon, ebenso bei der Sanität, bei der Kraftstoffversorgungstruppe et cetera. (Die Anrede lautete jedoch stets „mon commandant“) Er steht über demCapitaine (deutschHauptmann) und unter demLieutenant-colonel (deutschOberstleutnant). Er entspricht daher dem deutschen Dienstgrad Major. Die französische DienstgradbezeichnungMajor entspricht dagegen demStabsfeldwebel der Bundeswehr.

In der Armee desAncien Régime war er ursprünglich der höchste Feldwebeldienstgrad, bis er dann als Offizier zum Chef des Stabes wurde. Das Gleiche galt für einenfesten Platz, wo er hinter demGouverneur und dem „Lieutenant du roi“ rangierte (als Vertreter des Königs in den Provinzen, jedoch kein Dienstgrad).

Unter Napoleon Bonaparte wurde der RangLieutenant-colonel durch Major ersetzt, was aber die Napoleonische Zeit nicht überdauerte. Die Bezeichnung „Médecin-major“, mit den Abstufungen „Major de première classe“, „Major de seconde classe“, „Aide-major“ und „Sous-aide-major“ wurden bis 1928 für die Militärärzte verwendet.

Österreich, Bundesheer und Wachkörper

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Österreichisches Bundesheer

— Major —


Anzug 75 / 03 | Rockkragen | Tellerkappe
DienstgradgruppeOffiziere
NATO-RangcodeOF-3
Dienstgrad Heer/LuftwaffeMajor
Dienstgrad Marinekeiner
Abkürzung (in Listen)Mjr
BesoldungsgruppeE2a

Der Major ist Angehöriger der Laufbahngruppe der Offiziere. Sein Abzeichen besteht aus einem zu einem Drittel goldenen Geflecht; ebenso wie der fünfeckigeKragenspiegel mit einem sechszackigen goldenen Stern (eigentlich: Edelweißblüte) versehen.

Die Verwendungsbezeichnung „Major“ wird für Leitende Beamte (E1) der Exekutive in Österreich, dazu gehörenBundespolizei undJustizwache, verwendet. Da es sich bei den genanntenWachkörpern um zivile Körperschaften handelt, die lediglich nach militärischem Muster organisiert sind, handelt es sich jedoch nicht um Polizeioffiziere, sondern sie führen lediglich Offiziersränge als Verwendungsbezeichnung. Im Übrigen ist ein direkter Vergleich mit den Dienstgraden des Bundesheeres nicht möglich, da in der Bundespolizei Aufgaben, die beim Militär einem niedrigrangigen Offizier zukommen, von hochrangigen dienstführenden Beamten (E 2a), also Angehörigen der mittleren Laufbahnebene, wahrzunehmen sind.

— Major —
(Dienstgradabzeichen)
Österreich-Ungarn bis 1918
 Österreich
Feldanzug Bundesheer
k.k. Gebirgstruppe
(Paroli)
k.u.k. Armee
(Paroli)
Bundesheer
(Feldanzug)
Bundespolizei
(Aufziehschlaufe)
Niedrigerer Dienstgrad
Hauptmann
Dienstgrad
  Major
Höherer Dienstgrad
Oberstleutnant
Einordnung:RekrutenChargenUnteroffiziereOffiziere
Alle Dienstgrade auf einen Blick:Bundesheer-Dienstgrade

Schweizer Armee

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Schweizer Armee
— Major —
Mounting loop
Gradabzeichen
Achselschlaufe
DienstgradgruppeStabsoffizier
NATO-RangcodeOF-3
Dienstgrad Heer/LuftwaffeMajor
Dienstgrad Marinekeiner
Abkürzung (in Listen)Maj
BesoldungsgruppeFr. 26.-/pro Tag[17]

Der Major ist der unterste Grad in der Gruppe der Stabsoffiziere. Neben dem Grad Major gibt es den gleichrangigen Grad „Major im Generalstab“.

Zum Major kann befördert werden, wer seit mindestens acht Jahren Offizier ist, seit mindestens vier Jahren als Hauptmann aktiv Dienst leistet, einen entsprechenden Vorschlag der Brigade erhalten und die nötigen Ausbildungen erfolgreich abgeschlossen hat. Eingesetzt werden die Majore meistens als Stellvertreter von Bataillons-, Abteilungs- oder Geschwaderkommandeuren. Weiter alsStabschefs, S1, S2, S3, S4 oder S6 (Chefs der Führungsgrundgebiete Personelles, Nachrichten, Operationen, Logistik und Übermittlung/Informatik) in einem Bataillonsstab – oft als Doppelgrad Hptm/Maj ausgebildet, d. h. nach vier Jahren in der Funktion kann die Beförderung als Senioritätsauszeichnung vorgenommen werden. Schließlich werden Majore auch in den Führungsgrundgebieten der Stäbe von Brigaden, Territorialregionen und den Teilstreitkräften eingesetzt. Ab dem Majorsgrad ist es möglich, zum Korps derGeneralstabsoffiziere zu gehören (Maj i Gst). Das Dienstgradabzeichen zeigt bei der Schweizer Armee einen breiten Streifen.

Niedrigerer Grad
Hauptmann
Offiziersgrad

  Major
Höherer Grad
Oberstleutnant
Einordnung:MannschaftenUnteroffiziereHöhere UnteroffiziereSubalternoffiziereHauptleuteStabsoffiziereHöhere Stabsoffiziere
Oberbefehlshaber der Armee
Alle Grade auf einen Blick:
Grade der Schweizer Armee

Schweizergarde

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In derPäpstlichen Schweizergarde ist „Major“ ein Ehrendienstgrad. Nominell haben dort alle Offiziere imNATO-Rangcode OF-1 bis OF-3 (im deutschsprachigen Raum: Leutnant bis Major) den Dienstgrad „Leutnant“, OF-3-Leutnante führen den Ehrendienstgrad aber zusätzlich.[18]

Spanische und lateinamerikanische Streitkräfte

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  • Comandante (Guardia Civil)
    Comandante (Guardia Civil)

InSpanien ist der dem deutschen Major vergleichbare Dienstgrad derComandante. Der Dienstgrad wird beim Heer, der Luftwaffe und derGuardia Civil verwendet.

In praktisch allenhispanoamerikanischen Streitkräften ist dagegen der DienstgradMayor geläufig und dem deutschen Major vergleichbar. Die BenennungComandante bezeichnet (wie im Deutschen derKommandant) nur eine Dienststellung.

Bekanntheit hat der spanische AusdruckComandante fürLateinamerika dadurch erlangt, dass er von Führern diverserparamilitärischer Gruppen oderGuerillabewegungen genutzt wurde.

Streitkräfte der Vereinigten Staaten

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  • Major (US Army)
    Major (US Army)

In derUnited States Army, derUS Air Force und demUS Marine Corps ist derMajor ein in der Hierarchie über demCaptain und unter demLieutenant Colonel rangierender Dienstgrad. Die US-Soldstufe ist O-4, derNATO-Rangcode OF-3. EinMajor ist vergleichbar im Rang mit einemLieutenant Commander derUS Navy und derUS Coast Guard.

Weblinks

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Commons: Majors – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Major – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Anmerkungen

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  1. Analog war der für die Wachen einerKompanie Verantwortliche einWachtmeister.
  2. Links:Dienstgradabzeichen auf derSchulterklappe der Jacke desDienstanzuges für Heeresuniformträger derFeldjägertruppe. Rechts: Dienstgradabzeichen auf derSchulterklappe der Jacke desDienstanzuges für Luftwaffenuniformträger.
  3. Sie führen dann denDienstgradzusatz „i. G.“
  4. Die Achteinhalbjahresfrist gilt fürFliegendes Personal, Offiziere imKommando Spezialkräfte, die fürbesondere Einsätze verwendet werden sowie fürKampfschwimmer. Für alle anderen Offiziere (außer Militärmusikoffiziere) sieht die ZDv 20/7 eine Frist von neun Jahren vor. Bei einer Einstellung mit Dienstgrad Oberleutnant oder Hauptmann verkürzt sich die Frist entsprechend der ZDv 20/7.
  5. Die Militärmusikoffiziere werden hier explizit erwähnt, weil im Gegensatz zu allen anderen Offizieren ihre Mindestdienstzeiten nicht auf den Zeitpunkt der Ernennung zum Offizier, sondern immer auf die Zeit seit Ernennung zum Hauptmann bezogen ist.
  6. Die Eignung für eine Einstellung als Major wird durch eine zivile Ausbildung und/oder Berufstätigkeit nachgewiesen. Im Einzeln gilt:
  7. ZDv 20/7 auf Grundlage§ 44 der Soldatenlaufbahnverordnung (Verordnung über die Laufbahnen der Soldatinnen und Soldaten (Soldatenlaufbahnverordnung – SLV). 19. März 2002, § 44 (Online [abgerufen am 25. März 2014] Neugefasst durch Bek. v. 19. August 2011 I 1813. Zuletzt geändert durch Art. 2 Abs. 5 G v. 8. April 2013 I 730). )
  8. Die Altersgrenzen wurden mit dem Dienstrechtsneuordnungsgesetz 2009 neu bestimmt, vgl. insbes. Änderungen betreffend§ 45 SG und Übergangsbestimmungen gem.§ 96 SG. Vgl.Gesetz zur Neuordnung und Modernisierung des Bundesdienstrechts (Dienstrechtsneuordnungsgesetz – DNeuG). In:Bundesanzeiger Verlag (Hrsg.):BGBl. Teil 1, G 5702.Band 2009,Nr. 7.Bonn 11. Februar 2009,S. 160–275 (BGBl. 2009 I Nr. 7 [abgerufen am 14. November 2014]). 
  9. Aus Platzgründen verkürzte Bilduntertitel. Gemeint sind jeweilsHeeresuniformträger undLuftwaffenuniformträger. Die neben der Aufschiebeschlaufe für Heeresuniformträger abgebildetejägergrüneFlachlitze deutet auf einen Soldaten derPanzergrenadiertruppe, derInfanterie oder derSpezialkräfte hin. Neben den hier auf denSchulterklappen aufgeschoben abgebildeten Aufschiebeschlaufen für dieFeldbluseim fünffarbigen Flecktarnmuster gibt es noch etliche weitere Dienstgradabzeichentypen, die im Artikel→„Dienstgradabzeichen der Bundeswehr“ ausführlicher dargestellt werden.
  10. In den DienstgradStabshauptmann werden nurOffiziere des militärfachlichen Dienstes befördert. Für Offiziere des militärfachlichen Dienstes ist der Stabshauptmann in der Regel der Spitzendienstgrad; die Beförderung zum Major bleibt ihnen fast immer verwehrt. In seltenen Fällen können aber auch Stabshauptleute nach derSoldatenlaufbahnverordnung in eine andere Laufbahn derLaufbahngruppe derOffiziere wechseln und dann zum Major ernannt werden.
  11. auch bei Einzelpersonen immer im Plural

Einzelnachweise

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  1. abcHartmut Bagger,Führungsstab der Streitkräfte I 3,Bundesministerium der Verteidigung (Hrsg.):ZDv 37/10. Anzugordnung für die Soldaten der Bundeswehr. Juli 1996. Neudruck von Oktober 2008. Bonn 16. Juli 2008, 4 Kennzeichnungen,S. 539 (Digitalisat (Memento vom 19. September 2014 imInternet Archive) [PDF;3,5 MB] Neudruck Oktober 2008 ersetzt Erstausgabe von Juli 1996). 
  2. abDer Bundesminister der Verteidigung (Hrsg.):ZDv 14/5. Soldatengesetz. DSK AV110100174, Änderungsstand 17. Juli 2008. Bonn 21. August 1978, Dienstgradbezeichnungen in der Bundeswehr,S. B 185 (nicht zu verwechseln mit demGesetz über die Rechtsstellung der Soldaten (Soldatengesetz)). 
  3. abAgreed English texts. STANAG 2116.NATO standardization agreement (STANAG).NATO codes for grades of military personnel. 5. Auflage. 1992 (englisch,NATO Rank Codes – 1992 [abgerufen am 25. März 2014]). 
  4. abcdefghDerBundespräsident (Hrsg.):Anordnung des Bundespräsidenten über die Dienstgradbezeichnungen und die Uniform der Soldaten. BPräsUnifAnO. 14. Juli 1978 (gesetze-im-internet.de [PDF] Anordnung des Bundespräsidenten über die Dienstgradbezeichnungen und die Uniform der Soldaten vom 14. Juli 1978 (BGBl. I S. 1067), die zuletzt durch Artikel 1 der Anordnung vom 31. Mai 1996 (BGBl. I S. 746) geändert worden ist). 
  5. Bundesminister der Verteidigung;Führungsstab der Streitkräfte IV 1 (Hrsg.):Abkürzungen für den Gebrauch in der Bundeswehr – Deutsche Abkürzungen –ZDv 64/10. Bonn 19. Januar 1979 (ucoz.de [PDF] Stand 17. September 1999). 
  6. abAnlage I (zu § 20 Absatz 2 Satz 1)Bundesbesoldungsordnungen A undB. (Online [abgerufen am 25. März 2014]Bundesbesoldungsordnungen (BBesO) gelten nur fürBerufs- undZeitsoldaten und sind Anlage zumBundesbesoldungsgesetz (BBesG)). 
  7. Der Bundesminister der Verteidigung (Hrsg.):Gesetz über die Rechtsstellung der Soldaten (Soldatengesetz – SG). Bonn 19. März 1956, § 4 Abs. 3 (2) – (gesetze-im-internet.de [PDF; abgerufen am 25. März 2014] Neugefasst durch Bek. v. 30. Mai 2005 I 1482. Zuletzt geändert durch Art. 1 G v. 8. April 2013 I 730). 
  8. abDer Bundesminister der Verteidigung (Hrsg.):ZDv 14/5. Soldatengesetz. DSK AV110100174, Änderungsstand 17. Juli 2008. Bonn 21. August 1978, Die Vorgesetztenverordnung,S. A 12 1 (nicht zu verwechseln mit demVerordnung über die Regelung des militärischen Vorgesetztenverhältnisses (Vorgesetztenverordnung – VorgV)). 
  9. Bundesminister für Verteidigung (Hrsg.):Verordnung über die Regelung des militärischen Vorgesetztenverhältnisses (Vorgesetztenverordnung – VorgV). 4. Juni 1956, § 4 (Online [abgerufen am 25. März 2014] Zuletzt geändert durch Art. 1 Nr. 2 V v. 7. Oktober 1981 I 1129). 
  10. Bundesminister für Verteidigung (Hrsg.):Verordnung über die Regelung des militärischen Vorgesetztenverhältnisses (Vorgesetztenverordnung – VorgV). 4. Juni 1956 (Online [abgerufen am 25. März 2014] Zuletzt geändert durch Art. 1 Nr. 2 V v. 7. Oktober 1981 I 1129). 
  11. Wehrdisziplinarordnung (WDO). In: www.gesetze-im-internet.de. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, 16. August 2001, abgerufen am 5. November 2014 (vom 16. August 2001 (BGBl. I S. 2093), die zuletzt durch Artikel 7 des Gesetzes vom 28. August 2013 (BGBl. I S. 3386) geändert worden ist). 
  12. abVerordnung über die Laufbahnen der Soldatinnen und Soldaten (Soldatenlaufbahnverordnung – SLV). 19. März 2002 (Online [abgerufen am 25. März 2014] Neugefasst durch Bek. v. 19. August 2011 I 1813. Zuletzt geändert durch Art. 2 Abs. 5 G v. 8. April 2013 I 730). 
  13. Beachte auch:Anlage (zu § 3). Zuordnung der Laufbahnen der Soldatinnen und Soldaten zu den Laufbahngruppen der Mannschaften, der Unteroffiziere und der Offiziere
  14. abcDer Bundesminister der Verteidigung; Abteilung Personal-, Sozial- und Zentralangelegenheiten (Hrsg.):ZDv 20/7. Bestimmungen für die Beförderung und für die Einstellung, Übernahme und Zulassung von Soldatinnen und Soldaten. Bonn 27. März 2002, Art. 635 (PDF (Memento vom 26. Oktober 2014 imInternet Archive) [abgerufen am 26. März 2014] DSK AP210100187, Neudruck Januar 2008). 
  15. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz,juris GmbH (Hrsg.):Gesetz über die Rechtsstellung der Soldaten (Soldatengesetz – SG). Bonn 19. März 1956, § 45 Abs. 2 (3) – (gesetze-im-internet.de [PDF; abgerufen am 10. November 2014] Neugefasst durch Bek. v. 30. Mai 2005 I 1482. Zuletzt geändert durch Art. 1 G v. 8. April 2013 I 730). 
  16. abDie äquivalenten, ranghöheren und rangniedrigeren Dienstgrade sind im Sinne der ZDv 14/5 B 185 angegeben, vgl.Der Bundesminister der Verteidigung (Hrsg.):ZDv 14/5. Soldatengesetz. DSK AV110100174, Änderungsstand 17. Juli 2008. Bonn 21. August 1978, Dienstgradbezeichnungen in der Bundeswehr,S. B 185 (Nicht zu verwechseln mit demGesetz über die Rechtsstellung der Soldaten (Soldatengesetz). Die in der Infobox dargestellte Reihenfolge der Dienstgrade entspricht nicht notwendigerweise einer der in derSoldatenlaufbahnverordnung vorgesehenen regelmäßig durchlaufenen Dienstgradabfolgen und auch nicht notwendigerweise der in derVorgesetztenverordnung beschriebenen Dienstgradhierarchie im Sinne einesVorgesetztenverhältnisses). 
  17. Sold und Erwerbsersatz (EO) (Memento vom 14. März 2023 imInternet Archive): abgerufen am 27. April 2023.
  18. Päpstliche Schweizergarde: Gradabzeichen. (PDF) In: schweizergarde.ch. Pontifical Swiss Guard, abgerufen am 19. April 2022. 
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