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Mainz

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unterMainz (Begriffsklärung) aufgeführt.
WappenDeutschlandkarte
Mainz
Deutschlandkarte, Position der Stadt Mainz hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten:50° 0′ N,8° 16′ O508.271111111111189Koordinaten:50° 0′ N,8° 16′ O
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Höhe:89 m ü. NHN
Fläche:97,73 km²
Einwohner:224.684 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte:2299 Einwohner je km²
Postleitzahlen:55116–55131
Vorwahlen:06131,06136Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen:MZ
Gemeindeschlüssel:07 3 15 000
LOCODE:DE MAI
NUTS:DEB35
Stadtgliederung:15 Ortsbezirke[2]
Adresse der
Stadtverwaltung:
Große Bleiche 46 /
Löwenhofstraße 1
55116 Mainz
Website:www.mainz.de
Oberbürgermeister:Nino Haase (parteilos)
Lage der Landeshauptstadt Mainz in Rheinland-Pfalz
Karte
Karte
Blick auf Mainz mit dem Dom vom gegenüberliegenden Rheinufer
Die Mainzer Altstadt mit Teilen desDoms im Hintergrund

Mainz (anhören/?) (lateinischMogontiacum) ist dieLandeshauptstadt desLandesRheinland-Pfalz und mit 224.684 Einwohnern[1] zugleich dessengrößte Stadt. Mainz istkreisfrei, eines der fünf rheinland-pfälzischenOberzentren und Teil desRhein-Main-Gebiets. Mit der angrenzendenhessischen LandeshauptstadtWiesbaden bildet sie ein länderübergreifendesDoppelzentrum mit rund 500.000 Einwohnern auf 301,67 Quadratkilometern. Mainz und Wiesbaden sind nebenBerlin undPotsdam die einzigen beiden Landeshauptstädte deutscher Bundesländer mit einer gemeinsamen Stadtgrenze. Im Verbund mit den jüdischen Gemeinden der oberrheinischen StädteSpeyer undWorms wurden die Monumente dieserSchUM-Städte am 27. Juli 2021 in dasUNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.[3]

Die zu römischer Zeit gegründete Stadt ist Sitz derJohannes Gutenberg-Universität, des römisch-katholischenBistums Mainz sowie mehrererFernseh- undRundfunkanstalten, wie desSüdwestrundfunks (SWR) und desZweiten Deutschen Fernsehens (ZDF). Mainz ist eineHochburg der rheinischenFastnacht.

Name der Stadt

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Entwicklung des Stadtnamens

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Im Laufe der Geschichte veränderte sich der Name der Stadt mehrmals, von einer verbindlichen Schreibweise kann erst seit dem 18. Jahrhundert gesprochen werden. Der römische Name „Mogontiacum“ lässt sich von derkeltischen GottheitMogon ableiten (Mogont-i-acum = „Mogons Land“). Mogontiacum wurde in derHistoriographie erstmals von dem römischen HistorikerTacitus in seinem Anfang des 2. Jahrhunderts entstandenen WerkHistorien im Zusammenhang mit demBataveraufstand schriftlich erwähnt.[4] Auch abweichende Schreibweisen und Abkürzungen waren zu Zeiten der römischen Herrschaft bereits geläufig: „Moguntiacum“ oder verkürzt als „Moguntiaco“ in derTabula Peutingeriana.

ImMittellateinischen wurde der Name ab dem 6. Jahrhundert verkürzt und fortan „Moguntia“ bzw. „Magantia“ geschrieben und ausgesprochen. Im 7. Jahrhundert änderte sich der Stadtname zu „Mogancia“, „Magancia urbis“ bzw. „Maguntia“, im 8. Jahrhundert zu „Magontia“. Im 11. Jahrhundert war der Name wieder bei „Moguntiacum“ bzw. „Moguntie“ angekommen. Überhaupt wurde der Stadtname häufig nicht von wirklicher Sprachentwicklung, sondern von der jeweils herrschenden „Mode“ der Aussprache beeinflusst. Das 12. Jahrhundert bezeichnete die Stadt als „Magonta“, „Maguntia“, „Magontie“ und „Maguntiam“. Eine arabische Weltkarte aus gleicher Zeit nennt sie „maiansa“. Von 13./14. bis zum 15. Jahrhundert wandelte sich der Name von „Meginze“ zu „Menze“, wobei das die Namensentwicklung in lateinischen Quellen ist. Deutschsprachige Quellen sprechen 1315 von „Meynce“, 1320 von „Meintz“, 1322 von „Maentze“, 1342 von „Meintze“, 1357 wieder von „Meintz“ und 1365 von „Mayntz“. Der damals entstandene Familienname „Mayntz“ ist heute noch in dieser Schreibweise gebräuchlich. Später nannte man sich auch Mainzer. In der jüdischen Literatur des Mittelalters taucht auch die BezeichnungMagenza auf.[5] Bis heute lautet der Name imItalienischen „Magonza“.

Im 15. Jahrhundert taucht zum ersten Mal die Schreibweise „Maintz“ auf. Geläufiger sind zu dieser Zeit aber noch die Schreibweisen „Menze“, „Mentz(e)“, „Meintz“ oder „Meyntz“. Die Namensformen mitai oderay setzten sich seit dem 16. Jahrhundert und endgültig in der Barockzeit durch. Seit dem 18. Jahrhundert gibt es dann auch kaum noch Änderungen desStadtnamens. Eine Ausnahme bildet die französische NamensformMayence während der französischen Besetzung 1792/93 und während der Zugehörigkeit zu Frankreich von 1798 bis 1814.[6]

Imrheinhessischen Dialekt gibt es zwei Varianten des Stadtnamens,Meenz undMäänz, über deren Korrektheit in der Bevölkerung unterschiedliche Ansichten bestehen. Untersuchungen haben herausgefunden, dass die Schreib- und AusspracheformMeenz (mit geschlosseneme-Laut ausgesprochen) in der Altstadt bevorzugt, die andere VarianteMäänz (mit offenem e-Laut) eher in der Neustadt, den Vororten und dem rheinhessischen Umland verwendet wird.[6]

Geographie

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Überblick

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50. Breitengrad auf demGutenbergplatz
Mainmündung in den Rhein – Blick von der Mainzer Zitadelle auf Gustavsburger Kirchtürme
Luftbild von Mainz (linke Rheinseite) und Mainz-Kostheim mit Mainz-Kastel (rechte Rheinseite)

Mainz befindet sich auf einer Höhe von82 m ü. NHN am Rhein bis245 m ü. NHN im Ortsbezirk Ebersheim. Die Stadt liegt am westlichen (linken) Ufer desRheins, der die östliche Stadtgrenze bildet, mitRheinkilometer 500 ungefähr auf halbem Wege zwischenBodensee undNordsee. Im Süden und Westen wird die Stadt imMainzer Becken vom Rande derrheinhessischen Hochfläche begrenzt und im Norden dehnt sich ein vom Rhein zurückgewichenes Ufervorland aus. Durch Mainz hindurch läuft der 50.Breitengrad nördlicher Breite.

Lage

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Die Stadt Mainz liegt gegenüber der Mündung desMains amOberrhein. Im näheren Umkreis liegen – außer dem unmittelbar benachbarten Wiesbaden – die GroßstädteFrankfurt am Main,Offenbach am Main,Darmstadt,Ludwigshafen am Rhein undMannheim.

Eine politische Besonderheit bilden die sechs ehemaligen rechtsrheinischen StadtteileMainz-Amöneburg,Mainz-Kastel undMainz-Kostheim („AKK“) sowie Mainz-Bischofsheim, Mainz-Ginsheim und Mainz-Gustavsburg („BGG“). Nach demZweiten Weltkrieg wurden aufgrund der Grenzziehung zwischen deramerikanischen und derfranzösischen Besatzungszone die AKK-Stadtteile der treuhänderischen Verwaltung der Stadt Wiesbaden übergeben bzw. wurden alsBischofsheim undGinsheim-Gustavsburg selbständige Kommunen im hessischenLandkreis Groß-Gerau. Die AKK-Stadtteile gehören bis heute nach dem Lebensgefühl vieler Einwohner noch immer zu Mainz, was sich unter anderem in der auf Mainz ausgerichteten Infrastruktur äußert. Die Stadt Mainz bezeichnet sie als „de facto zu Mainz“ gehörig.[7] Aufgrund der rechtlich nie ganz abgeschlossenen Gebietsübertragung nach Wiesbaden tragen sie in ihrem amtlichen Namen noch immer dasPräfix „Mainz-“ (siehe auchAKK-Konflikt undrechtsrheinische Stadtteile von Mainz).

Nachbargemeinden

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FolgendeStädte undGemeinden grenzen an die Stadt Mainz. Sie werden imUhrzeigersinn beginnend im Norden genannt:

Stadtgliederung

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Prinzipien

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Mainzer Ortsbezirke

Das Stadtgebiet von Mainz ist in 11Gemarkungen und 15Ortsbezirke[2] aufgeteilt.Jeder Ortsbezirk hat einen aus jeweils 13 direkt gewählten Mitgliedern bestehendenOrtsbeirat und einen ebenfalls direkt gewähltenOrtsvorsteher, der Vorsitzender des Ortsbeirats ist.

Der Ortsbeirat ist zu allen wichtigen Fragen, die den Ortsbezirk betreffen, zu hören. Die endgültige Entscheidung über eine Maßnahme obliegt dann jedoch dem Gemeinderat der Stadt Mainz. Zudem bestehen sieben Planungsbereiche, 65 Stadtbezirke sowie 183 statistische Bezirke, die gleichzeitig den Stimmbezirken entsprechen.[8]

Die OrtsbezirkeAltstadt,Hartenberg-Münchfeld,Neustadt undOberstadt entsprechen (ohne das vorher zuGonsenheim gehörende Münchfeld) dem ehemaligen OrtsbezirkMainz-Innenstadt, der 1989 aufgelöst worden war.

Ortsbezirke

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Bevölkerung mit Haupt- und Nebenwohnsitz in den Ortsbezirken gemäß Melderegister per 31. Dezember 2024[9][10]
Nr.OrtsbezirkWappenFläche
in km²
Einwohner
(Haupt-
wohnsitz)
Einwohner
(Neben-
wohnsitz)
Einwohner
(Summe
H. + N.)
Einwohner
pro km²
Ausländer
(Haupt-
wohnsitz)
Ausländer-
anteil
in %
Anmerkung
Gemeindeteile
Wohnplätze usw.
15Altstadt
2,41417.71050518.2157.3363.57320,2
16Neustadt
3,66130.24243930.6818.2617.13923,6
24Oberstadt
5,86823.15339123.5443.9465.40323,3
25Hartenberg-Münchfeld
3,42718.92344019.3635.5224.56424,1
31Mombach
6,31613.8319613.9272.1903.97328,7
41Gonsenheim
9,12725.24726825.5152.7664.77418,9Draisberghof
Kriegersmühle
Wendelinusheim
42Finthen
11,06114.70710114.8081.3302.52417,2Am Geiersköpfel
Layenhof
51Bretzenheim
10,65119.71729420.0111.8513.18016,1Alte Ziegelei
Heilig Geist Gewann
Zahlbach
52Marienborn
3,0154.454454.4991.4771.01522,8Chausseehaus
Hinter dem Chausseehaus
53Lerchenberg
2,4116.6211456.7662.7461.44221,8
54Drais
3,0783.085523.1371.0022738,8
61Hechtsheim
14,04315.50515015.6551.1042.43015,7Baumschule im Speß
62Ebersheim
9,8335.987546.04160987314,6
71Weisenau
4,05615.75615615.9123.8844.27227,1Am Großberg
Lothary-Aue
72Laubenheim
8,7899.0921119.2031.0341.28114,1Gutshof Laubenheimer Höhe
Kilianshof in der Striet
Landeshauptstadt Mainz
97,750224.0303.247227.2772.29246.71620,9

Anmerkung: Die Kennzahlen beziehen sich auf die Einwohner mit Hauptwohnsitz im jeweiligen Gebietsteil.

Siehe auch:Liste der Ortsbezirke in der Landeshauptstadt Mainz

Eingemeindungen

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Ausschnitt aus derMerian'schen Stadtansicht von 1655. Vilzbach wird hier noch innerhalb der Befestigungen gezeigt und betitelt (3):Filtzbach so ietz gebrochen

Die Tabelle unter diesem Abschnitt listet ehemals selbständige Gemeinden und Gemarkungen auf, die im Rahmen derEingemeindungen in die Stadt Mainz eingegliedert wurden. Die Abtrennung derrechtsrheinischen Stadtteile nach dem Zweiten Weltkrieg wurde durch weitere Eingemeindungen von 1969 wieder ausgeglichen.[11] Ab 1962 entstand mit dem Lerchenberg sogar ein völlig neuer Stadtteil.

JahrOrteZuwachs
inHektar
13. JahrhundertSelenhofenca. 5
1294Vilzbach?
23. Mai 1805Zahlbach120
1. April 1907Mombach608
1. April 1908Kastel mit Amöneburg a)1.332
1. Januar 1913Kostheim a)953
1. Januar 1930Bretzenheim, Weisenau1.733
1. Januar 1930Bischofsheim b), Ginsheim-Gustavsburg b)2.407
1. April 1938Gonsenheim1.058
16. April 1964Lerchenberg241
7. Juni 1969Drais, Ebersheim, Finthen, Hechtsheim, Laubenheim, Marienborn4.778
a) 
im August 1945 nach Wiesbaden umgemeindet[12]
b) 
seit Juli 1945 eigenständige Kommunen imLandkreis Groß-Gerau imLand Hessen[13]

Klima

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Schwankungen der Niederschläge in Mainz

Überblick

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DerJahresniederschlag beträgt 613 mm und liegt damit im unteren Viertel der in Deutschland erfassten Werte. Der trockenste Monat ist der Februar, am meisten Regen fällt im Juni. In diesem Monat ist der Niederschlag im Schnitt 1,6mal so hoch wie im Februar. Die Niederschläge variieren kaum und sind gleichmäßig übers Jahr verteilt.

Diemittlere jährliche Durchschnittstemperatur lag in der Periode 1961 bis 1990 bei 10,1 °C[14] und damit deutlich über dem deutschen Durchschnitt.

Klimadiagramm für die Stadt

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Mainz
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
38
 
5
0
 
 
36
 
6
0
 
 
38
 
11
3
 
 
38
 
16
6
 
 
50
 
20
10
 
 
58
 
24
13
 
 
56
 
26
15
 
 
53
 
26
15
 
 
41
 
21
11
 
 
43
 
15
7
 
 
48
 
9
4
 
 
46
 
5
1
_Temperatur (°C)  _Niederschlag (mm)
Quelle:National Oceanic and Atmospheric Administration (1991–2020)[15]
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Mainz
JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Mittl. Tagesmax. (°C)4,76,411,316,420,423,826,025,720,714,58,65,315,4
Mittl. Tagesmin. (°C)0,00,23,16,310,113,315,314,911,27,33,60,97,2
Niederschlag (mm)383638385058565341434846Σ545
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
4,7
0,0
6,4
0,2
11,3
3,1
16,4
6,3
20,4
10,1
23,8
13,3
26,0
15,3
25,7
14,9
20,7
11,2
14,5
7,3
8,6
3,6
5,3
0,9
JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Quelle:National Oceanic and Atmospheric Administration (1991–2020)[15]

Klimanotstand

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In seiner Sitzung am 25. September 2019 hat der Mainzer Stadtrat denKlimanotstand ausgerufen. Ein gemeinsamer Ergänzungsantrag von Stadtratsmitgliedern mehrerer Parteien stimmte mit großer Mehrheit und einzig mit Gegenstimmen von der AfD dem entsprechenden Antrag zu. Laut Antrag sollen alle künftigen Entscheidungen, Projekte und Prozesse der Verwaltung unter einen Klimaschutzvorbehalt gestellt werden, um damit die Ziele desPariser Klimaabkommens von 2015 zu erreichen.[16][17]

Geschichte

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Hauptartikel:Geschichte der Stadt Mainz
Gebäude des Stadthistorischen Museums auf derZitadelle Mainz

Territoriale Zugehörigkeit von Mainz

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Vorgeschichte und römische Zeit

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Hauptartikel:Mogontiacum
Drususstein auf der Drususbastion der Zitadelle Mainz
Ausgrabungsstätte und BahnhofRömisches Theater
Relikte aus römischer Zeit: Die sogenannten Römersteine als Relikte der alten Wasserversorgung

Das Stadtgebiet des heutigen Mainz war schon zur letztenEiszeit vor 20.000 bis 25.000 Jahren eine Raststätte für Jäger, wovon bei Ausgrabungen im Jahr 1921 entdeckte Relikte zeugen.

Erste dauerhafte Ansiedelungen im Mainzer Stadtgebiet sind jedoch keltischen Ursprungs. DieKelten waren in der zweiten Hälfte des ersten Jahrtausends v. Chr. die dominierende Kraft am Rhein. Aus diesen keltischen Siedlungen und der mit ihnen im Zusammenhang stehenden keltischen GottheitMogon (in etwa vergleichbar dem griechisch-römischenApollon) leiteten die nach demGallischen Krieg (52 v. Chr.) am Rhein eintreffendenRömer die Bezeichnung „Mogontiacum“ für ihr neuesLegionslager ab. Lange Zeit wurde angenommen, dass dieses Lager um 38 v. Chr. gegründet wurde. Neuere Forschungen haben jedoch ergeben, dass die Gründung des Lagers (und damit letztlich der Stadt Mainz) erst später, nämlich um 13/12 v. Chr. durchDrusus, erfolgte.

Nachdem das Doppellegionslager Mogontiacum gegründet worden war, wurde das Lager, das im Bereich des heutigen Kästrichs liegt, sehr schnell von einzelnen Ansiedelungen (lat.cannabae) umgeben. Die beiden Legionen brauchten Handwerker und Gewerbetreibende zur Aufrechterhaltung ihrer Einsatzfähigkeit. Diese Ansiedlungen sind der Ausgangspunkt der urbanen Entwicklung von Mainz. Die Stadt gehörte anschließend etwa 500 Jahre lang zumImperium Romanum und war ab ca. 89 n. Chr. Hauptstadt derProvinzGermania superior und, ab dem 4. Jahrhundert,Germania prima. Im Unterschied zuKöln, der Hauptstadt der zweiten germanischen Provinz, scheint Mogontiacum dabei allerdings nicht zurcolonia erhoben worden zu sein. Vor allem die große Rheinbrücke machte den Ort dabei wirtschaftlich und strategisch bedeutend. In der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts entstand die ersteStadtmauer. Spätestens ab der Mitte des 4. Jahrhunderts bestand in der Stadt einechristliche Gemeinde unter Leitung eines Bischofs. Bereits seit etwa 350 scheint keine Legion mehr in Mainz stationiert gewesen zu sein.

Mittelalterliche Bischofsstadt

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Dom St. Martin zu Mainz, davor die Domhäuser, Anno 1771 und der Renaissance-Ziehbrunnen, 1526 gestiftet von Erzbischof Albrecht.
Darstellung von Erzbischof Willigis, dem Erbauer des Mainzer Doms

Um 406 wurde Mainz vonVandalen,Alanen undSueben erobert und geplündert. Nach der Zeit der so genanntenVölkerwanderung, in derWestrom zerfiel, begann allmählich der Aufstieg der Stadt, die spätestens um 480 endgültig unterfränkische Herrschaft gelangte. Die Funktion als Umschlagplatz für Handelsgüter aller Art (später vor allem Messewaren, die für Frankfurt bestimmt waren) beschleunigte die Stadtentwicklung. Besiedelt blieb vor allem der Raum zwischen dem alten Römerlager und dem Rhein.

Am Ende dieser Entwicklung stand eine herausragende Bedeutung auf kultureller, religiöser und politischer Ebene. Ab Mitte des 8. Jahrhunderts wurde von Mainz aus durch ErzbischofBonifatius aktiv die Christianisierung des Ostens, vor allem derSachsen, betrieben. 782 ist Mainz zumErzbistum erhoben worden. DieKirchenprovinz entwickelte sich in der Folge zur größten jenseits derAlpen. Im 9. und 10. Jahrhundert erwarb sich Mainz den TitelAurea Moguntia. Der Einfluss der Mainzer Erzbischöfe ließ diese zuReichserzkanzlern, Landesherren deskurmainzischen Territoriums und Königswählern (Kurfürsten) aufsteigen. ErzbischofWilligis (975–1011) ließ denMainzer Dom als Zeichen seiner Macht errichten und war zeitweise alsReichsverweser der bestimmende Mann im Reich. Im Zuge dieses Aufstieges der geistlichen Macht in weltlichen Angelegenheiten war die Stadt Mainz selber unter die Kontrolle ihres Erzbischofs gefallen.

Das Hochmittelalter brachte für die Bürger erstmals besondere Privilegien, die ihnen von ErzbischofAdalbert I. von Saarbrücken (1110–1137) verliehen wurden. Sie beinhalteten vor allem Steuerfreiheiten und das Recht, sich nur innerhalb der Stadt vor Gericht verantworten zu müssen. Nach der Ermordung des ErzbischofsArnold von Selenhofen im Jahr 1160 wurden diese Privilegien jedoch wieder rückgängig gemacht. Zudem wurden dieStadtmauern auf Befehl KaiserFriedrich Barbarossasgeschleift. Obgleich derart gezeichnet, war Mainz schon bald wieder Zentrum der Reichspolitik. Friedrich Barbarossa lud schon 1184 die Elite des Reiches zu einemHoftag anlässlich derSchwertleite seiner Söhne nach Mainz, der einigen Chronisten als größtes Fest des Mittelalters gilt. Schon 1188 kam er erneut nach Mainz, um dort auf dem „Hoftag Jesu Christi“ zumDritten Kreuzzug aufzubrechen. NebenSpeyer undWorms galt Mainz als eine derSchUM-Städte und als Geburtsstätte deraschkenasischen Kultur.

1212 krönteSiegfried II. von Eppstein den StauferkaiserFriedrich II. im Mainzer Dom zum König. Friedrich II. kehrte 1235 nach Mainz zurück, um dort einenReichstag abzuhalten. Auf diesem wurde am 15. August der„Mainzer Landfriede“ erlassen.

Freie Stadt

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Hauptartikel:Freie Stadt Mainz
Das Freiheitsprivileg Siegfrieds von Eppstein

In den Auseinandersetzungen, die zwischen denStaufern und ihren Gegnern in den 1240er-Jahren immer heftiger wurden, ließen sich die Mainzer Bürger von beiden Seiten umwerben. Die Folge dieser Politik war, dass die Bürger als Preis für ihre Unterstützung 1244 von ErzbischofSiegfried III. von Eppstein ein umfassendes Stadtprivileg erhielten. Der Erzbischof war danach nur noch formal Oberhaupt der Stadt, die Selbstverwaltung, Gerichtsbarkeit und die Entscheidungsgewalt über neue Steuern ging auf die Bürgerschaft bzw. den 24-köpfigen Stadtrat über. Außerdem entband das Privileg die Bürger von ihrem Gefolgszwang in allen kriegerischen Auseinandersetzungen, die nicht die Stadtverteidigung betrafen. Von diesem Zeitpunkt an war Mainz eine „Freie Stadt“.

Die Zeit als Freie Stadt (bis 1462) gilt als Höhepunkt der Stadtgeschichte. Der politische Einfluss der Bürgerschaft erreichte während dieser Zeit die höchste kommunale und überregionale Bedeutung, wovon die Gründung desRheinischen Städtebundes 1254 ein deutliches Zeugnis ablegt. Handel und Gewerbe konnten in dieser Zeit nicht zuletzt unter dem Schutz des Städtebunds und der Garantie des Mainzer Landfriedens von 1235 florieren. Mainz stieg zu einem wichtigen Wirtschaftsstandort auf.

Ab 1328 begann durch Konflikte mit dem Erzbischof der Niedergang des freien Bürgertums und seiner Privilegien. In derMainzer Stiftsfehde schlugen sich die Bürger auf die Seite des ErzbischofsDiether von Isenburg, der sich sowohl Kaiser als auch Papst zum Gegner gemacht hatte. Die Stadt wurde 1462 durchAdolf II., den Konkurrenten Diethers um das Erzbischofsamt, eingenommen. Adolf II. ließ sich von den Mainzer Bürgern daraufhin alle Privilegien aushändigen und beendete die Zeit der Freien Stadt. Mainz wurde kurfürstliche Residenzstadt und entwickelte sich in der Folge zur Adelsmetropole ohne eigene politische Bedeutung.

Kurfürstliche Residenzstadt

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Johannes-Gutenberg-Denkmal vor demGutenberg-Museum

Als seinen Nachfolger empfahl Adolf II. dem immer mächtiger werdendenMainzer Domkapitel ausgerechnet wieder Diether von Isenburg. Dieser gründete 1477 die schon von Adolf II. geplante Universität.

Die 1517 begonneneReformation hatte zunächst gute Aussichten in Mainz. Der dort um 1450 vonJohannes Gutenberg erfundene Buchdruck mit beweglichen Lettern ermöglichte eine rasche Ausbreitung der reformatorischen Schriften und der Mainzer Erzbischof und KardinalAlbrecht von Brandenburg stand ihren Ideen zunächst aufgeschlossen gegenüber. Letztendlich konnte sie sich aber in Mainz nicht durchsetzen. Zweimal wählte das Domkapitel mit knapper Mehrheit katholische Erzbischöfe. Mit Ausnahme von Garnisonsgemeinden durfte sich bis 1802 keine evangelische Gemeinde in der Stadt bilden.

Mainz – Auszug aus derTopographia Hassiae vonMatthäus Merian dem Jüngeren 1655

Die mittelalterliche Stadtbefestigung war ab der Mitte des 16. Jahrhunderts einer modernerenFestungsanlage gewichen, die schließlich die ganze Stadt umfasste. Außerhalb dieser Festung durften keine Steinbauten entstehen, um anrückenden Truppen keinen Schutz zu bieten. Deshalb konnte sich die Stadt nur in den innerhalb der Mauern verbliebenen Freiflächen entwickeln, was das Wachstum der Stadt bis in das 20. Jahrhundert hinein stark begrenzte.

Trotz dieser Festung wurde Mainz imDreißigjährigen Krieg von der schwedischen Armee kampflos eingenommen. Maßgeblich zur Beendigung des Krieges trugJohann Philipp von Schönborn bei, der 1647 Erzbischof von Mainz wurde und unter dessen Pontifikat die Stadt sich schnell wieder von den Verheerungen des Krieges erholen konnte. Nach diesem Krieg wurde die Gerichtsbarkeit im Kurfürstentum Mainz neu geordnet und ab 1682 die allgemeineSchulpflicht eingeführt, die sonst bereits seit 1649 bestand.[19]

In der nun aufkommendenBarockzeit entstanden glanzvolle Bauten in der Stadt, die auch heute noch zum Stadtbild gehören. Mit der Amtszeit des KurfürstenEmmerich Joseph von Breidbach zu Bürresheim (1763–1774) erhielt dieAufklärung auch auf politischer Ebene Einzug in die „Stadt des Adels“.

Ende der alten Ordnung

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Karte von Mainz und Umland (um 1790)

Die Ideen der Aufklärung führten in Frankreich schließlich zurRevolution. 1790 war es zum sogenanntenMainzer Knotenaufstand gekommen. Nachdem Frankreich in denKoalitionskriegen 1792 daslinke Rheinufer einschließlich Mainz erobert hatte, musste FürstbischofFriedrich Karl Joseph von Erthal aus der Stadt fliehen. Die Besatzungsmacht veranlasste im März 1793 die Gründung der „Mainzer Republik“ und ließ erste freie Wahlen abhalten, doch diese endete bereits im Juli desselben Jahres nach derpreußischen Belagerung und Beschießung der Stadt und dem Abzug der Franzosen. Eine französischeBelagerung 1795 war nicht erfolgreich, doch der Abzug der österreichischen Festungsbesatzung nach demFrieden von Campo Formio führte Ende 1797 zur nächsten französischen Besetzung der Stadt. Der Adel verschwand aus Mainz und ließ die Stadt bürgerlich werden. Wie alle linksrheinischen Gebiete wurde auch Mainz von Frankreich annektiert und alsMayence Hauptstadt des französischenDépartement du Mont-Tonnerre (benannt nach demDonnersberg) unter Verwaltung des französischen PräfektenJeanbon St. André.

Im Großherzogtum Hessen

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Bundesfestung Mainz um 1844. Lithografie von J. Lehnhardt

Durch den Verlust ihrer Residenzfunktion provinzialisierte die seit 1816 zumGroßherzogtum Hessen gehörende Stadt im 19. Jahrhundert sehr stark. Bedeutende überregionale Ereignisse sind in der Stadtgeschichte zu dieser Zeit daher kaum zu finden. Allerdings war Mainz zu dieser Zeit Sitz derMainzer Zentraluntersuchungskommission im Rahmen derDemagogenverfolgung infolge derKarlsbader Beschlüsse. Von nachwirkender Bedeutung ist die sich ab 1837 entwickelndeMainzer Fastnacht.

Die Festungsfunktion (nunBundesfestung desDeutschen Bundes) behinderte außerdem die Ausdehnung der Stadt und dieEntwicklung der Einwohnerzahlen. Bis zum Ende der Festung hatte die Stadt fast nie mehr als 30.000 Einwohner. Bei Mainz lagen um 1856 siebzehnRheinmühlen zusammengekettet und an den Pfeilerresten einerRömerbrücke verankert. Als ab den 1850er-Jahren die letzten freien Räume innerhalb der Festung, wie beispielsweise derKästrich, bebaut und das Rheinufer in den 1880er-Jahren nach Nordosten verschoben wurde, konnte die Einwohnerzahl innerhalb der Altstadt nennenswert ansteigen. Jedoch konnte die Stadt aufgrund der Festungsfunktion lange nicht so wachsen wie beispielsweise Wiesbaden.[20]

Die bedeutendste Entwicklung der Stadt geschah jedoch durch die Einverleibung des „Gartenfelds“ bzw. derNeustadt. Diese neu errichtete Stadtmauererweiterung löste ab 1872 einen Bauboom und Bevölkerungszuwachs in derGründerzeit aus, der allerdings durch den Börsenkrach 1873 vorerst ausgebremst wurde.[21] Möglich gemacht wurde diese Erweiterung nicht zuletzt durch den Bedeutungsverlust der Festung (von da an diente dieFestung Metz als Bollwerk des Deutschen Reiches gegenüber Frankreich) nach demDeutsch-Französischen Krieg von 1870/71. Ab 1886 setzte sich dann zunehmend die Bautätigkeit in der Neustadt (und mit Verlegung des Hauptbahnhofs weg vom Rheinufer auch in dieser Zeit imLauterenviertel) fort.

Erst kurz vor dem Ersten Weltkrieg wurden die alten Festungsstrukturen endgültig abgerissen, sodass die Stadt nun auch außerhalb der bisherigen Mauern expandieren konnte.[22] Die dadurch und durch die umfangreichen Eingemeindungen ausgelöste Expansion der Stadt führte zu weiterem Bevölkerungswachstum.

1852 wurde auf einem Acker bei Mainz ein 1,7 Kilogramm schwererSteinmeteorit des Typs L6 gefunden.[23] Der Fundort ist heute bebaut und liegt in der Nähe der Pariser Straße.[24]

Nachdem Mainz bereits im Jahr 1860 den 4.Deutschen Feuerwehrtag ausgerichtet hatte, fand vom 3. bis 6. September 1904 in Mainz der 16. Deutsche Feuerwehrtag statt. Er war der erste nach der Jahrhundertwende.

Stadtansicht von Mainz um 1900

Modernes Mainz

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Nach Abriss derStadtmauern begann ein kurzer Aufschwung, der vomErsten Weltkrieg beendet wurde. DieGoldenen Zwanziger gingen ambesetzten Mainz vorbei. Nach dem Ende der Besatzungszeit kam es zu umfangreichen Eingemeindungen (sieheTabelle oben), die das Stadtgebiet verdoppelten. Am 1. November 1938 wurde Mainzkreisfrei – wie auchOffenbach am Main,Gießen,Darmstadt undWorms.

DerNationalsozialismus konnte in Mainz zunächst nicht Fuß fassen. Noch zurMachtergreifung am 30. Januar 1933 demonstrierten mehr Menschen gegen das neue System als dafür. Dennoch wurde die 3000 Mitglieder umfassendejüdische Gemeinde vonMainz fast vollständig deportiert. Die Stadt blieb vomZweiten Weltkrieg bis 1942 verschont. Dieersten schwereren Bombenangriffe steigerten sich zum schlimmsten Angriff am 27. Februar 1945, als Mainz durch britische Bomber fast völlig zerstört wurde und ca. 1200 Menschen getötet wurden. Durch Brandbomben war einFeuersturm entfacht worden. Am Ende des Krieges war die nördliche Altstadt zu etwa 80 % zerstört, die südliche aber beinahe ganz erhalten.[25] Am 21. März 1945 wurde Mainz schließlich von US-Truppen im Rahmen derOperation Undertone besetzt. Der andernorts in Deutschland noch fortgesetzte Krieg endete am 8. Mai mit derBedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht.[26]

DerLerchenberg wurde in den 1960er-Jahren als Stadtteil neu angelegt

Nach dem Krieg wurde Mainz erneut von den Franzosen besetzt. Die Grenze zwischenfranzösischer undamerikanischer Besatzungszone bildete auf der Höhe von Mainz der Rhein, weswegen dierechtsrheinischen Stadtteile abgetrennt wurden. Einem Vorschlag aus dem Wiesbadener Regierungspräsidium folgend wurden die Stadtteile nördlich der Mainmündung,Amöneburg,Kastel undKostheim, nach Wiesbaden eingemeindet,[27] was ein Grund für die heutigeRivalität zwischen beiden Städten ist. Die rechtsrheinischen Stadtteile südlich des Mains,Bischofsheim,Ginsheim undGustavsburg, wurden wieder selbstständige Gemeinden imLandkreis Groß-Gerau. Die Neubildung der LänderHessen undRheinland-Pfalz zementierte diese Teilung. Schon 1946 wurde die 1798 aufgehobeneUniversität wieder errichtet. Mainz wurde 1946 durch die Verordnung Nr. 57 der französischen Besatzungsverwaltung zur Hauptstadt des neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz bestimmt[28] und nahmdiese Funktion 1950 anstelle des bisherigen provisorischen RegierungssitzesKoblenz auf. So konnte Mainz den fast 150-jährigen Prozess der Provinzialisierung beenden. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Einwohnerzahl auf etwa 76.000 gefallen. Erst Mitte der 1960er-Jahre erreichte sie wieder den Vorkriegswert.

1962 beging die Stadt ihre 2000-Jahr-Feier, die auf der damaligen (unbelegten) Auffassung beruhte, dass die Römer unterAgrippa bereits 38 v. Chr. ein Militärlager am Zusammenfluss von Rhein und Main gegründet hatten. Die Entstehung vonMainz-Lerchenberg als neuem Stadtteil nach 1962 sowie großflächige Eingemeindungen rund um Mainz 1969 beendeten die durch den Zweiten Weltkrieg entstandene Stagnation in der Stadtentwicklung und boten umfassende Ausbau- und Entwicklungsmöglichkeiten. Mit der Ansiedlung desZDF auf dem Lerchenberg begann ab 1976 der Ausbau zur Medienstadt, später folgte die Ansiedlung eines Studios desSWR und zeitweise des Sendezentrums vonSat.1. Diese Entwicklung wurde durch das mit zahlreichen Aktivitäten gefeierteGutenbergjahr 2000 verstärkt. Neben anderen städtebaulichen Programmen wie beispielsweise der Altstadtsanierung ist Mainz seit dem vorgenannten Jahr auch am Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ beteiligt. Von 1969 bis Ende 1995 war das kreisfreie Mainz zudem Sitz der Kreisverwaltung Mainz-Bingen, ehe dieser nach Ingelheim verlegt wurde.

Am 25. März 2010 verlieh derStifterverband für die Deutsche Wissenschaft der Stadt Mainz den Titel „Stadt der Wissenschaft“ des Jahres 2011.[29] Von der Stadt wurden deshalb in Zusammenarbeit mit den Mainzer Hochschulen, den Vereinen und Bildungseinrichtungen zahlreiche Veranstaltungen, Ausstellungen und Vorträge durchgeführt.[30]

Am 23. Dezember 2010 ereignete sich gegen 02:36 Uhr einErdbeben der Stärke 3,5 auf derRichterskala.[31] DasEpizentrum lag im Stadtteil Lerchenberg. Größere Schäden richtete das Erdbeben nicht an.[32] Ein Nachbeben (2,8 auf der Richterskala) um 06:52 Uhr folgte. Im benachbartenWiesbaden wurde ein Wert von 3,2 auf der Richterskala erreicht.

Im September 2010 wurde in der Mainzer Neustadt feierlich und unter Beisein desBundespräsidenten dieNeue Synagoge eröffnet. Mitte 2011 öffnete nach zweijähriger Bauzeit die Coface-Arena in den Feldern bei Bretzenheim als neue Spielstätte des 1. FSV Mainz 05 (heuteMEWA Arena). Im Dezember 2016 wurde nach 2,5-jähriger Bauzeit und mit Kosten in Höhe von 90 Millionen Euro[33] im Rahmen des bundesweit größten Straßenbahnprojektes die „Mainzelbahn“ in Betrieb genommen. Seitdem verbinden die Linien 51 und 53 den Hauptbahnhof überBretzenheim undMarienborn mit dem Lerchenberg.[34] Am 15. April 2018 fand erstmals einBürgerentscheid in Mainz statt. Etwas mehr als 40 % der etwa 161.000 abstimmungsberechtigten Einwohner nahmen daran teil und stimmten mit 77 % gegen ein vom Stadtrat mehrheitlich beschlossenes Bauprojekt, den „Bibelturm“, als neu zu bauendem Teil desGutenbergmuseums.

Panorama der Landeshaupt- und Universitätsstadt Mainz (Foto 2008)

Einwohnerentwicklung

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Hauptartikel:Einwohnerentwicklung von Mainz

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts hatte Mainz zwischen 20.000 und 30.000 Einwohnern. Durch die Industrialisierung und die Erweiterung des Stadtgebiets um die heutige Neustadt wuchs diese Zahl in den folgenden Jahrzehnten und hatte sich zwischen 1850 und 1900 mehr als verdoppelt. Im Jahr 1908 erreichte die Stadt erstmals die Grenze von 100.000 Einwohnern, wodurch sie zurGroßstadt wurde. Seit 1952 hat Mainz dauerhaft mehr als 100.000 Einwohner, diese Zahl stieg in den folgenden Jahrzehnten auch durch mehrere Eingemeindungen an. Seit 2011 wird auch die Grenze von 200.000 Einwohnern dauerhaft überschritten. Ende 2017 hatten 215.058 Einwohner ihren Hauptwohnsitz in Mainz.[35] Im Sommer 2019 überschritt die Einwohnerzahl (Haupt- und Nebenwohnsitz) laut Angaben der Stadt die Schwelle von 220.000 Einwohnern.[36] Zum 31. Dezember 2024 hatten laut Statistischem Landesamt Rheinland-Pfalz 224.684 Einwohner ihren Hauptwohnsitz in Mainz.

Mainz: Einwohnerzahlen von 2005 bis 2024
Jahr  Einwohner
2005
  
194.372
2011
  
200.957
2012
  
202.756
2015
  
209.779
2017
  
215.110
2020
  
217.123
2022
  
221.516
2023
  
223.871
2024
  
224.684
Quelle(n):statistik.rlp.de (ab 2012)

Politik

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Organisation

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Staatskanzlei Rheinland-Pfalz, Frühjahr 2017

Die Stadt Mainz ist einekreisfreie Stadt gemäß der Kommunalordnung desLandesRheinland-Pfalz. DerOberbürgermeister wird direkt gewählt; seine Amtszeit beträgt acht Jahre.

Die Stadt gehört zumBundestagswahlkreis Mainz, dem neben Mainz auch Teile desLandkreisesMainz-Bingen angehören. Bei derBundestagswahl 2025 gewannUrsula Groden-Kranich (CDU) das Direktmandat, zog aufgrund der2023 beschlossenen Wahlrechtsreform dennoch nicht in den Bundestag ein.[37] Aus dem Bundestagswahlkreis Mainz gehörtDaniel Baldy (SPD) demDeutschen Bundestag an, er hatte das Direktmandat in der vorherigen Legislatur ab2021 inne.[38]

Auf Landesebene ist Mainz derzeit in drei (bis 2021 zwei)Landtagswahlkreise unterteilt. DerWahlkreis Mainz I umfasst seit einer Neuzuschneidung zurLandtagswahl 2021 die innerstädtischen Stadtteile. Hier gewannKatharina Binz (Grüne) 2021 das Direktmandat vonJohannes Klomann (SPD).Bretzenheim,Gonsenheim,Hechtsheim,Mombach undWeisenau gehören zumWahlkreis Mainz II; direkte Abgeordnete istDoris Ahnen (SPD). Der neueWahlkreis Mainz III umfasst die StadtteileDrais,Ebersheim,Finthen,Laubenheim,Lerchenberg undMarienborn sowie im Landkreis Mainz-Bingen dieVerbandsgemeinde Bodenheim.[39] Als erster Wahlkreisabgeordneter des neuen Wahlkreises wurdePatric Müller (SPD) gewählt.

Stadtrat

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Sitzverteilung der Parteien im Stadtrat von Mainz ab 2004[40][41]
JahrGrüneCDUSPDFDPLinkeAfDÖDPPARTEIFW a)PiratenVoltBIGPro MZ b)REPGesamt
20241514 c)12 c)344212 c)360
201917141244321111060
2014121817332211160
2009131814624360
20049231752460
a) 
Wählergemeinschaft – Freie Wähler Mainz e. V.
b) 
Pro Mainz
c) 
Die CDU erzielte bei der Kommunalwahl 2024 14 Sitze. Durch den Übertritt zweier Ratsmitglieder von FW bzw. SPD ist die CDU-Fraktion auf 16 Mitglieder angewachsen (Stand Januar 2026)
Stadtratswahl in Mainz 2024
in Prozent
 %
30
20
10
0
24,8
23,6
19,5
6,9
6,0
5,3
5,2
3,8
3,4
1,5
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2019
 %p
   4
   2
   0
  −2
  −4
−2,8
+0,2
−1,0
+1,0
+0,7
−0,6
+4,0
−0,4
+1,5
−0,7
−1,9
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
k 2019:Piraten 1,4 % undBIG 0,5 %
Sitzverteilung im Mainzer Stadtrat 2024
          
Insgesamt 60 Sitze

DerStadtrat von Mainz besteht aus 60ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die zuletzt bei derKommunalwahl 2024 in einerpersonalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und demhauptamtlichenOberbürgermeister als Vorsitzendem. Seit den Wahlen 2019 sind die Grünen stärksteFraktion im Stadtrat und lösten damit die CDU nach 25 Jahren in dieser Rolle ab (Details siehe Tabelle).Im Dezember 2009 wurde erstmals in Mainz eineAmpelkoalition aus SPD, FDP und Grünen gebildet. Sie wurde sowohl nach denKommunalwahlen 2014 als auch nach denWahlen 2019 fortgeführt.[42] In Folge derKommunalwahl 2024 gibt es im Stadtrat seit dem 22. November 2024 eineKenia-Koalition aus Grünen, CDU und SPD. Die bisherige Ampelkoalition hatte bei den Wahlen keine Mehrheit im Stadtrat erhalten.[43][44]

Rathaus von Mainz
Siehe auch:Ergebnisse der Kommunalwahlen in Mainz

Oberbürgermeister

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Bei derStichwahl am 25. März 2012 wurdeMichael Ebling (SPD) mit 58,2 % zum Oberbürgermeister gegenGünter Beck (Grüne) mit 41,8 % gewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 34,3 %.[45] Er folgte damit dem zuvor von 1997 bis Ende 2011 amtierendenJens Beutel (SPD) im Amt des Oberbürgermeisters. Bei der Stichwahl zwischen Amtsinhaber Ebling und dem von CDU, ÖDP und Freien Wählern nominierten HerausfordererNino Haase am 10. November 2019 wurde Ebling mit 55,2 % der Stimmen wiedergewählt. Die Wahlbeteiligung lag in der Stichwahl bei 40,2 %.[46]

Am 13. Oktober 2022 wurde Michael Ebling mit sofortiger Wirkung zum neuen rheinland-pfälzischen Innenminister ernannt, nachdemRoger Lewentz am Vortag von diesem Amt zurückgetreten war.[47] Die erforderliche Neuwahl für das Amt des Oberbürgermeisters fand am 12. Februar 2023 statt.[48] Da keine der sieben Bewerbungen die erforderliche Mehrheit erreichte, kam es am 5. März 2023 zu einer Stichwahl zwischenNino Haase (parteilos, 40,2 % der Stimmen im ersten Wahlgang) und Christian Viering (Grüne, 21,5 %).[49] Nino Haase wurde mit 63,6 % zum Oberbürgermeister gewählt. Die Wahlbeteiligung lag in der Stichwahl bei 40,1 %.[50] Haase wurde am 22. März 2023 in sein Amt eingeführt.[51]

Nino Haase, amtierender Mainzer Oberbürgermeister seit 2023
Amtsinhaber seit 1945

Folgende Personen waren nach Ende des Zweiten Weltkriegs Oberbürgermeister von Mainz:

Siehe auch:Liste der Stadtoberhäupter von Mainz

Wahlen

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Bei Wahlen in Mainz wechselten sich seit 1990CDU undSPD als stärkste Kraft ab. Gegen Ende der 2010er Jahre entwickelte sich durch das Erstarken vonBündnis 90/Die Grünen aus dem bisherigen Zweikampf ein Dreikampf. Während die rechtspopulistische ParteiDie Republikaner in den 2000er Jahren einige Achtungserfolge in der Stadt erzielte, bleibt die ideologisch ähnlicheAfD in Mainz im Vergleich zu ihren Ergebnissen auf Landesebene in Rheinland-Pfalz eher schwach. Gleiches gilt für dieFreien Wähler.Die Linke gewann hingegen bei der Bundestagswahl 2025 ein zweistelliges Ergebnis, was in Rheinland-Pfalz ungewöhnlich stark ist. Dieeuroföderalistische ParteiVolt sowie die der ökologischen Bewegung zuzurechnendeÖDP haben in Mainz zudem eine ihrer bundesweiten Hochburgen.

Die folgende Tabelle zeigt die Ergebnisse vergangener Wahlen.

Ergebnisse im Detail (seit 1990)
WahlSPDCDUGrüneFDPAfDLinkeFWSonst.
Bundestagswahl 2025[52]18,1 %23,7 %24,1 %5,1 %8,4 %13,9 %0,6 %6,1 %
Europawahl 2024[53]16,3 %22,0 %21,6 %6,9 %6,2 %4,8 %1,9 %20,3 % (Volt: 7,3 %)
Stadtratswahl 2024[54]19,5 %23,6 %24,8 %5,3 %6,0 %6,9 %3,4 %10,5 % (Volt: 5,2 %)
Bundestagswahl 2021[55]25,1 %19,1 %27,4 %11,1 %4,4 %5,6 %1,5 %5,8 %
Landtagswahl 2021[56][57]34,1 %21,5 %18,7 %5,4 %4,4 %3,9 %1,9 %10,0 %
Stadtratswahl 2019[58]20,2 %23,5 %27,7 %6,0 %5,3 %5,9 %1,9 %9,5 %
Europawahl 2019[59]17,8 %23,0 %29,1 %5,3 %5,9 %4,5 %1,0 %13,4 %
Bundestagswahl 2017[60]21,4 %30,7 %15,2 %11,1 %7,3 %9,8 %0,6 %3,9 %
Landtagswahl 2016[61][62]39,6 %27,6 %10,2 %6,3 %8,2 %4,1 %1,0 %3,0 %
Europawahl 2014[63]28,9 %30,0 %17,4 %4,3 %6,0 %5,2 %0,6 %7,6 %
Stadtratswahl 2014[64]27,7 %30,3 %20,1 %5,0 %3,0 %4,6 %1,0 %8,3 %
Bundestagswahl 2013[65]26,3 %36,0 %15,5 %6,4 %4,3 %6,0 %0,6 %4,9 %
Landtagswahl 2011[66][67]30,0 %29,8 %26,1 %5,1 %3,1 %1,3 %4,6 %
Bundestagswahl 2009[68]22,0 %31,3 %18,6 %14,5 %7,5 %6,1 %
Europawahl 2009[69]22,3 %32,6 %20,3 %10,8 %3,6 %10,4 %
Stadtratswahl 2009[70]23,8 %30,1 %21,9 %10,7 %3,6 %9,9 % (ödp: 5,7 %)
Landtagswahl 2006[71][72]45,5 %28,1 %9,2 %9,2 %1,9 %6,1 %
Bundestagswahl 2005[73]32,8 %32,6 %14,1 %12,4 %4,8 %3,3 %
Europawahl 2004[74]23,2 %38,8 %18,0 %7,0 %1,7 %11,3 % (REP: 5,7 %)
Stadtratswahl 2004[75]28,8 %38,0 %14,3 %7,5 %11,4 % (REP: 7,3 %)
Bundestagswahl 2002[76]36,4 %34,9 %14,5 %9,5 %1,6 %3,2 %
Landtagswahl 2001[77]43,3 %30,8 %10,5 %9,7 %5,7 %
Stadtratswahl 1999[78]34,4 %41,9 %9,2 %5,5 %1,5 %7,5 %
Bundestagswahl 1998[79]37,5 %35,7 %11,5 %9,3 %1,7 %4,3 %
Landtagswahl 1996[80]35,1 %36,6 %11,6 %10,4 %6,2 %
Bundestagswahl 1994[81]35,5 %39,9 %10,7 %8,7 %1,2 %4,0 %
Stadtratswahl 1994[82]33,8 %38,9 %11,7 %7,2 %6,0 %
Landtagswahl 1991[83]40,8 %34,9 %11,4 %8,9 %3,9 %
Bundestagswahl 1990[84]35,5 %40,1 %7,1 %12,6 %0,4 %4,3 %

Die Tabelle zeigt Parteien, die bei Bundestagswahlen oder Landtagswahlen seit 1990 Sitze errungen haben. Andere Parteien werden unter Sonstige benannt, wenn sie bei der jeweiligen Wahl mindestens fünf Prozent der Stimmen errangen. Die Bundes- und Landtagswahlergebnisse zeigen dieZweitstimmen.

Ergebnisse im Detail (1945–1989)
WahlSPDCDUGrüneFDPKPDNPDDPGB/BHESonst.
Stadtratswahl 1989[85]40,6 %33,5 %12,0 %7,6 %6,3 %
Stadtratswahl 1984[86]43,7 %40,4 %9,2 %6,1 %0,6 %
Stadtratswahl 1979[87]48,1 %42,5 %8,0 %1,4 %
Stadtratswahl 1974[88]44,1 %45,0 %8,4 %2,5 %
Bundestagswahl 1969[89]48,1 %40,2 %6,9 %3,7 %1,1 %
Stadtratswahl 1969[90]49,2 %38,0 %8,3 %4,5 %
Bundestagswahl 1965[89]42,6 %42,0 %10,2 %2,8 %2,4 %
Stadtratswahl 1964[91]50,6 %38,5 %9,5 %1,4 %
Bundestagswahl 1961[89]40,1 %42,3 %12,7 %4,9 %
Stadtratswahl 1960[92]44,8 %39,1 %12,0 %4,1 %
Stadtratswahl 1956[93]50,7 %35,2 %9,9 %4,2 %
Bundestagswahl 1953[89]36,6 %41,9 %11,1 %4,5 %1,8 %1,2 %2,8 %
Stadtratswahl 1952[94]42,5 %34,1 %14,9 %6,7 %8,5 %
Bundestagswahl 1949[89]36,6 %34,1 %18,7 %10,6 %
Stadtratswahl 1946[95]30 %42 %?15 %12 % (FLD: 8 %)

Die Tabelle zeigt Parteien, die bei Bundestagswahlen oder Landtagswahlen zwischen 1945 und 1989 Sitze errungen haben und in Mainz zur Wahl standen. Andere Parteien werden unter Sonstige benannt, wenn sie bei der jeweiligen Wahl mindestens fünf Prozent der Stimmen errangen. Die Bundes- und Landtagswahlergebnisse zeigen dieZweitstimmen.

Stadtvorstand

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Der Stadtvorstand besteht aus dem OberbürgermeisterNino Haase (parteilos), dem dasDezernat I[96] unterstellt ist, und den hauptamtlichen Leitern der anderen städtischen Dezernate. Die amtierenden Dezernatsleiter sind der BürgermeisterDaniel Köbler (Grüne, Dezernat II – Finanzen, Beteiligungen und Sport) sowie die Beigeordneten Manuela Matz (CDU, Dezernat III – Wirtschaft, Stadtentwicklung, Liegenschaften und Ordnungswesen), Jana Schmöller (SPD, Dezernat IV – Soziales, Kinder, Jugend und Gesundheit), Janina Steinkrüger (Grüne, Dezernat V – Umwelt und Mobilität[97][98]), Ata Delbasteh (SPD, Dezernat VI – Kultur und Schule), Karsten Lange (CDU, Dezernat VII – Ordnungswesen und Verkehrsüberwachung) und Ludwig Holle (CDU, Dezernat VIII – Bauen, Denkmalpflege und historisches Erbe).

Hoheitssymbole

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Die Stadt Mainz führt einDienstsiegel, ein Wappen sowie eineHiss- und eineBannerflagge. Ferner verwendet die Stadt einLogo.

  • Wappen
    Wappen
  • Hissflagge
    Hissflagge
  • Bannerflagge
    Bannerflagge
  • Logo
    Logo

Entwicklung des Stadtwappens

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Hauptartikel:Mainzer Rad
Stadtwappen von Mainz alsGute Stadt des französischen Kaiserreiches unterNapoleon Bonaparte

DasWappen der Stadt Mainz zeigt zwei durch ein silbernes Kreuz verbundene, schräg gestellte, sechsspeichige, silberne Räder auf rotem Untergrund.[99] Die Stadtfarben sind rot-weiß.

Ursprünglich zeigte das Wappen denPatron der Stadt, den HeiligenMartin. Das Ratssiegel der Stadt von 1300 zeigte diesen erstmals in Verbindung mit dem Rad (zur genauen Entstehungsgeschichte siehe den Hauptartikel). Der Erzbischof von Mainz, der zugleich auch Fürst desKurstaates war, übernahm das Rad auch in das Territorialwappen. Zur Unterscheidung dazu führte die Stadt nun allein das Doppelrad als Wappen, wobei ab dem 16. Jahrhundert das Rad schräg gestellt wurde. Während der Zugehörigkeit der linksrheinischen Gebiete zu Frankreich wurden zunächst alle Wappen in den besetzten Gebieten verboten. Das Siegel der neugeschaffenen Mairie – des französischen Bürgermeisteramts – zeigte die Freiheitsgöttin mit derJakobinermütze. Nach der KaiserkrönungNapoleons I. 1804 enthielt das Stadtsiegel den französischen Kaiseradler. Am 13. Juni 1811 wurde das Mainzer Rad wieder zugelassen. Dem Wappen wurden oben in einem Balken diedrei Bienen des Hauses Bonaparte hinzugefügt. Die Farben allerdings waren vertauscht. Zwischen 1835 und 1915 trug das Wappen noch ein besonderes Schildhaupt. Damit sollte Mainz als Bundesfestung abgebildet werden. Im Laufe der Geschichte der Stadt änderte sich auch die Gestalt des Rades mehrmals. Es kamen Speichen hinzu, Zusätze wurden angefügt oder auch wieder entfernt. Seit dem 12. Juni 1915 hat das Wappen seine heutige Form, die ab 1992 geringfügig modifiziert wurde und somit auch ohne Probleme als Stadtlogo verwendet werden konnte. Im Mai 2008 wurde diese mit einem leichten Bogen am oberen Wappenschild sowie mit einem etwas kürzeren Kreuz versehen.[100]

  • Entwicklung der Darstellung des Wappens der Stadt Mainz
  • Vor 1992
    Vor 1992
  • 1992 bis 2008
    1992 bis 2008
  • Seit 2008
    Seit 2008

Religionen

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Statistik

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Nach den Ergebnissen desZensus 2011 gehörten 37,0 % Einwohner der katholischen Kirche an, 23,6 % Einwohner warenevangelisch und 39,4 % hatten keine oder eine sonstige Konfessionszugehörigkeit.[101] Ende Juni 2025 hatten 25,5 % der Einwohner die katholische Konfession und 16,5 % die evangelische. 58,1 % gehörten entweder einer anderenGlaubensgemeinschaft an oder warenkonfessionslos.[102] In Mainz stellt die Gruppe derjenigen die Mehrheit, die einer sonstigen oder keiner öffentlich-rechtlichen Religionsgemeinschaft angehört.[103]

Siehe auch:Konfessionsverteilung der Einwohner der Stadt Mainz

(Auflistung seit 1800)

Christentum

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Mainzer Kirchturmpanorama, u. a. mit Christuskirche und Dom

Entwicklung bis ins 19. Jahrhundert

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Luftbild der Christuskirche zu Mainz am Rhein

Jahrhundertelang war die Stadt als Sitz eines der höchsten (katholischen) Reichsfürsten immer katholisch geprägt. Mainz verfügt über den einzigen „Heiligen Stuhl“ (sancta sedes Moguntia) außerhalb von Rom. Eine frühchristliche Gemeinde bestand vielleicht schon seit der Spätantike, vielleicht auch bischöflich verfasst. 780/782 wurde Mainz zum Erzbistum erhoben. ErsterErzbischof von Mainz wurdeLullus, der bereits im Jahr 754 Nachfolger von Bonifatius (der als Missionsbischof nur den persönlichen Titel Erzbischof führte) geworden war. Mainz wurde in der Folge Hauptort des größtenMetropolitanverbandes jenseits der Alpen (sieheBistum Mainz). In dem sich im 13. Jahrhundert endgültig konstituierenden Kollegium der siebenKurfürsten (Königswähler) nahm der Erzbischof von Mainz die führende Stellung ein (siehe auch:Geschichte des Bistums Mainz).

Der 1514 vonPapst Leo X. ausgegebeneAblass für den Bau des neuenPetersdoms in Rom wurdeAlbrecht von Brandenburg (Erzbischof von Mainz) zur Veröffentlichung in Sachsen und Brandenburg anvertraut. Albrecht wiesJohann Tetzel an, den Ablass zu predigen.Martin Luther schrieb später einen Protestbrief an Albrecht über das Verhalten von Tetzel.[104]

Zu ersten Berührungen mit dem Protestantismus kam es so erst mit demSchmalkaldischen Krieg und dessen Auswirkungen auf die Stadt 1552 und imDreißigjährigen Krieg mit der Besetzung durch schwedische Truppen. Durchsetzen konnte sich die neue Konfession damals aber nicht. Nach dem Zusammenbruch der schwedischen Herrschaft noch während des Dreißigjährigen Krieges gewann wieder der Katholizismus die Oberhand. Einwohnern mit evangelischem Bekenntnis wurden die Bürgerrechte verweigert.

Seit 1715 gab es in Mainz eine kleine lutherische Garnisonsgemeinde. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurden vermehrt die inzwischen in die Stadt zugezogenen Protestanten nicht nur geduldet. Der vom Geist der Aufklärung erfasste KurfürstEmmerich Joseph von Breidbach zu Bürresheim sowie der GroßhofmeisterAnton Heinrich Friedrich von Stadion beschäftigten sogar protestantische Offiziere und Kammerherren am Hof. Unter KurfürstFriedrich Karl Joseph von Erthal erhielten sie auch Einfluss auf das Bildungswesen. Eigene Kirchen erhielten sie jedoch zunächst nicht. Erst 1802 nach dem faktischen Zusammenbruch des Kurstaates wurde die erste evangelische Kirchengemeinde als „unierte“ gegründet, das heißt, sie hatte sowohl lutherische als auch reformierte Gemeindemitglieder. Sie war die erste unierte evangelische Gemeinde nicht nur im linksrheinischen, damals an Frankreich abgetretenen Teil Deutschlands, sondern die erste unierte evangelische Gemeinde in ganz Deutschland.[105] Sie galt als Vorbild für die 1822 durchgeführte Union beider Konfessionen in Rheinhessen. Als fördernd erwies sich, dass dieBundesfestung Mainz eine teilweise preußische (und damit überwiegend protestantische) Besatzung hatte.

Die Kirchengemeinden derEvangelischen Kirche in Hessen und Nassau gehören zumDekanat Mainz in derPropstei Rheinhessen-Nassauer Land.

Katholische und evangelische Kirche seit 1803

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Luftbild von Süden: der Hohe Dom zu Mainz in der Altstadt am Höfchen

Das katholische Bistum, 1803 aufgelöst und unter Napoleon neu umschrieben, wurde 1821 in seinen heutigen Grenzenfestgeschrieben und umfasst im Wesentlichen die Grenzen des Großherzogtums Hessen, zu dem Mainz damals gehörte.

1832 wurde Rheinhessen auch kirchlich Bestandteil der evangelischen Kirche im Großherzogtum Hessen, wo Rheinhessen eine eigene Superintendentur bildete. Nach vorübergehender Verlegung des Sitzes derSuperintendentur nach Darmstadt 1882 wurde Mainz 1925 erneut Sitz derselben. 1934 wurde aus der Superintendentur die Propstei Rheinhessen, in der nunmehr mit Nassau vereinigten Kirche. Die Kirchengemeinden der Stadt gehören seither – sofern sie nicht einer Freikirche angehören – zumDekanat Mainz (Propstei Rheinhessen und Nassauer Land) derEvangelischen Kirche in Hessen und Nassau.

1875 wurde dasHeinrich-Egli-Haus für Obdachlose gegründet. Dieses steht heute unter Trägerschaft der evangelischen Mission Leben gGmbH und trägt seit 1960 seinen heutigen Namen.

Mit der Industrialisierung wuchs die Mainzer Gemeinde rasch. Gab es 1849 27.633 Katholiken und 5.037 Protestanten, waren es 1901 49.408 Katholiken und 31.151 Protestanten. 1930 gab es in der Stadt 78.500 Katholiken und 48.500 Protestanten. Im Jahr 1997 lebten in Mainz 87.367 Katholiken, 53.254 Protestanten und 203 Juden. Im Jahr 2021 lebten in Mainz 65.434 Mitglieder der katholischen Kirche (30,2 % der Gesamtbevölkerung) und 41.555 (19,2 % der Gesamtbevölkerung) Mitglieder der evangelischen Kirche.[106]

Freikirchen und Sondergemeinschaften

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Innenraum derKreuzkirche der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde (Baptisten)

Seit 1847 besteht dieFreireligiöse Gemeinde Mainz. Sie hat ihr Gemeindezentrum in der Gartenfeldstraße in der Mainzer Neustadt. Das alte Gemeindezentrum in der Großen Bleiche 53 wurde beim Bombenangriff am 27. Februar 1945 total zerstört.

Auch andere christliche Religionsgemeinschaften sind in Mainz vertreten (in zeitlicher Reihenfolge, soweit ein Datum bekannt ist): DieBaptisten (imBund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, seit 1862), dieAltkatholische Kirche (seit 1876), dieNeuapostolische Kirche (seit etwa 1895), dieEvangelisch-methodistische Kirche (seit 1906), dieFreikirche der Siebenten-Tags-Adventisten (seit 1907),Die Christengemeinschaft (seit Ende der 1920er), die Bibelgemeinde Mainz (seit 1978), das pfingstlich-charismatische „Christliche Zentrum DER FELS“ (imBund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP)) (seit 1981), dieFreie evangelische Gemeinde (seit 1982), dieOrthodoxe Kirche (seit 1992) mit einer überwiegend deutschsprachigen Gemeinde, die EnChristo Mainz (gehörtFoursquare Deutschland, Freikirchlichen Evangelischen Gemeindewerk e. V. (fegw)) an (seit 1995), das Christliche Familienzentrum Freikirchliche Gemeinde (seit 1998), diePfingstgemeinde Equippers Rhein-Main e. V. (seit 2007), dieKirche des Nazareners (seit 2008), Freie Baptisten-Gemeinde Mombach sowie dieZeugen Jehovas.

Mitglieder verschiedener christlicher Konfessionen haben sich zurEvangelischen Allianz zusammengeschlossen. Der Großteil der christlichen Kirchen und Gemeinden arbeitet seit 1997 in der örtlichenArbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen zusammen.[107]

Seit 2015 nutzt dieMazedonisch-Orthodoxe Kirche dieKirche Heiliger Nikolaus (Mainz-Hechtsheim).

Judentum

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Neue Synagoge der Stadt
Hauptartikel:Jüdische Gemeinde Mainz

Die Ursprünge derJüdischen GemeindeMagenza sind nicht restlos geklärt. Für die These, die Juden seien mit den Römern nach Mainz gekommen, spricht sehr viel, ein Beweis ist jedoch bisher nicht gelungen. Die erste sichere Aufzeichnung stammt aus der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts und ist eine hebräische ÜberlieferungrabbinischerRechtsgutachten, die sich mit einer bereits blühenden jüdischen Gemeinde befassen. Im Mittelalter gehörte die jüdische Gemeinde Mainz bis zu denPestpogromen um das Jahr 1350 zusammen mitSpira undWorms zu denSchUM-Städten, die für dasaschkenasische Judentum europaweite Bedeutung erlangten. Die angeseheneFamilie Kalonymos lebte hier. Bedeutend war auch das WirkenGerschom ben Jehudas, eines der wichtigsten Gelehrten jener Zeit überhaupt. Auf demJudensand, dem jüdischen Friedhof von Mainz, finden sich Grabsteine aus dem 11. Jahrhundert. Seit dem 27. Juli 2021 gehört der Friedhof als Teil der Stätten, die von der jüdischen Kultur in den SchUM-Städten zeugen, zum UNESCO-Weltkulturerbe.[108]

Die Gemeinde wurde mehrmals (sieheGeschichte der Stadt Mainz) durchPogrome während der Zeit derKreuzzüge und der Pestepidemien dezimiert. Amjüdischen Neujahrsfest wird in jeder Synagoge dasUnetaneh tokef gesprochen, das an die erschlagenen Mainzer Juden von 1096 erinnert. 1435 wurden die Juden für Jahrhunderte aus Mainz vertrieben.[109]

Vor 1933 hatte die Gemeinde bis zu 3000 Mitglieder, 1946 gerade noch 59. 1997 gab es 203 Mitglieder, was etwa 0,1 % der Gesamtbevölkerung ausmacht.

Die Anfang des 20. Jahrhunderts errichtete Mainzer Synagoge in der Neustadt wurde während der Zeit des Nationalsozialismus vollständig abgebrannt und zerstört. An der ursprünglichen Stelle wurden einige Säulen als Mahnmal wieder errichtet. 1999 wurde ein Wettbewerb für den Neubau einer Synagoge und eines Jüdischen Gemeindezentrums an dem Ort der alten Mainzer Synagoge durchgeführt, der von dem ArchitektenManuel Herz gewonnen wurde. Die von ihm entworfeneneue Synagoge Mainz ist seit dem 3. September 2010 der Nachfolgebau früherer Synagogen in Mainz. DieSynagoge in Weisenau überstand den Krieg unbeschadet. Sie wurde Ende der 1990er-Jahre restauriert und am 27. Mai 1996 der jüdischen Gemeinde durch RabbinerLeo Trepp wieder als Gotteshaus übergeben.

Islam

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Vor allem durch Einwanderung und Einbürgerung hinzugekommen sindmuslimische Gemeinschaften. Im Jahr 2002 wurde die Zahl der Muslime auf ca. 15.000 beziffert, gleichzeitig gab es 15Moscheevereine.[110] Nach einer Berechnung aus den Zahlen des Zensus für die Personen mit Migrationshintergrund lag der Bevölkerungsanteil der Muslime in Mainz am 9. Mai 2011 bei 8,9 Prozent (rund 17.800 Personen).[111]

Stadtbild

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Überblick

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Altstadt: Fachwerkhäuser imKirschgarten
Baumallee an der Rheinpromenade
mit Radfahrern
Einzelne Stadtteile, wie hier Marienborn, haben trotz Eingemeindung noch ein dörfliches Erscheinungsbild.

Die Stadt Mainz ist in ihrem weiteren Innenstadtbereich sowie in einzelnen Stadtteilen (vor allem Mombach und Weisenau) zunehmend großstädtisch geprägt. In anderen Stadtteilen (z. B. Drais, Finthen oder Marienborn) blieb der dörfliche Charakter weitgehend bestehen, auch wenn sich in den vergangenen Jahrzehnten das Ortsbild in den Stadtteilen teilweise veränderte (z. B. in Finthen mit den NeubaugebietenKatzenberg undRömerquelle). In der Innenstadt selbst sind jedoch auch viele andere Elemente des Städtebaus erhalten geblieben. Noch klar an das mittelalterliche und frühneuzeitliche Stadtbild erinnert die heutige Altstadt mit ihren verwinkelten Straßen und Gassen rund um dieAugustinerstraße. Dort finden sich auch bis heute nochFachwerkhäuser. Große Teile der nördlichen historischen Altstadt, vor allem nördlich derLudwigsstraße, wurden durch die britischen Luftangriffe auf Mainz im Zweiten Weltkrieg beschädigt, später abgerissen und modern überbaut.Die südliche Altstadt ist aber beinahe vollständig erhalten.[25]

Die von StadtbaumeisterEduard Kreyßig entworfene Neustadt war eines der größten Stadterweiterungsprojekte seiner Zeit, in dem sich die Stadtfläche fast verdoppelte. Die Neustadt entstand in derGründerzeit um 1900, in der sich Mainz von der provinziell geprägten Festungsstadt zur Großstadt entwickelte.

Das Panorama der Stadt von der Rheinseite wird heute vor allem von Bauten zweier unterschiedlicher Bauepochen geprägt: DemRathauskomplex (vonArne Jacobsen undOtto Weitling) mit Hilton-Hotel undRheingoldhalle aus derModerne und dem Barock- bzw. Renaissance-Ensemble bestehend aus demNeuen Zeughaus (heute Staatskanzlei), demDeutschhaus (heute Landtag) und demKurfürstlichen Schloss.

Nachdem die Umsetzung einer ambitionierten Neuplanung der im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstörten Innenstadt durchMarcel Lods gescheitert war, wurden nur die wichtigsten Gebäude wiedererrichtet. Dazu gehören die vielen barocken Adelspaläste, die sich vor allem amSchillerplatz befinden. Ansonsten wurden in Mainz zunächst überwiegend neue Wohnhäuser, beispielsweise die Siedlung Am Fort Elisabeth in der Oberstadt, gebaut. Bedingt durch den erst späten Aufschwung zu Beginn der 1960er-Jahre sind diese Gebäude vor allem in dem Stil jener Dekade gehalten, was damals wie heute von Städtebauern kritisiert wurde. Auch viele Wohnsiedlungen im Umkreis der Stadt sind im Stil der 1960er-Jahre entstanden.

Zu den bedeutendsten heute noch bestehenden Bauten des 19. Jahrhunderts in Mainz zählen die evangelischeChristuskirche, derHauptbahnhof, dieRheinbrücke, Teile des vonGeorg Moller errichtetenStaatstheaters und die Festungsanlagen bzw. deren Reste. Die noch heute häufig im Stadtbild deutlich sichtbaren sonstigen Bau-Zeugnisse jener Zeit sind fast ausschließlich Wohnhäuser mit oder ohne Geschäftszeile. Von den bedeutenderen Bau-Epochen in Mainz, Romanik, Gotik, Renaissance (in Ansätzen) und vor allem Barock sind jedoch noch mannigfaltigere Beispiele erhalten geblieben.

Romanik und Gotik in Mainz

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Ehemalige Stiftskirche St. Stephan

Auch heute sind in der Stadt Mainz viele Zeugnisse historischer Baukultur derRomanik undGotik erhalten, die das Stadtbild prägen.

Bedeutendstes Bauwerk der Romanik in Mainz ist der Mainzer Dom, den Erzbischof Willigis zwischen 975 und 1009 errichten ließ. Da er bereits am Tag seiner Weihe weitgehend abbrannte, wurde er in den Folgejahren immer größer aufgebaut, denn auch 1081 und 1137 brannte der Dom. Er wurde von ErzbischofBardo, KaiserHeinrich IV., ErzbischofKonrad I. von Wittelsbach und Erzbischof Siegfried III. von Eppstein durch alle Bauepochen der Romanik weitergeführt. Zu Beginn der Epoche der Gotik wurden auch am Dom gotische Elemente verwirklicht. Unter anderem wirkte der alsNaumburger Meister bekannt gewordene Künstler am Dom.

Westlich des Doms liegt dieSt.-Johannis-Kirche, die vermutlich über dem ersten Dom errichtet wurde und wohl selbst auch einmal Domkirche des Bistums war. Sie wurde 910 von Erzbischof Hatto geweiht und in spätkarolingischen Formen errichtet. Durch Umbauten und nach Zerstörungen vor allem im Zweiten Weltkrieg ist sie jedoch mehrfach überformt worden. Zusammen mit dem Dom und der 1793 zerstörten, dem Dom östlich vorgelagerten Liebfrauenkirche bildete die Johanniskirche einst eine zusammenhängende Einheit und mit den umliegenden Plätzen („Höfchen“) die erzbischöfliche Pfalz.

Nicht erhalten ist das historischeStift St. Alban vor Mainz, im 8. und 9. Jahrhundert wichtigstes geistiges Zentrum des Bistums. Die Kirche verfiel schon im Hochmittelalter. Die Reste wurden imMarkgräflerkrieg zerstört.

Ebenfalls von Willigis gegründet ist die StiftskircheSt. Stephan, die jedoch bald durch einen gotischen Bau ersetzt wurde. Sie ist heute die größte gotische Kirche in Mainz und besitzt Fenster, dieMarc Chagall Ende des 20. Jahrhunderts gestaltete. Aus der Stilepoche der Gotik stammen auch die PfarrkirchenSt. Emmeran (mit romanischem Turm vom Ende des 12. Jahrhunderts) undSt. Quintin (gleichzeitig Pfarrkirche der ältesten Pfarrei von Mainz, Vorgängerbau schon im 8. Jahrhundert) und dieAntoniterkapelle. Die im Zweiten Weltkrieg zerstörte gotische KircheSt. Christoph ist heute das Kriegsmahnmal der Stadt.

Als Profanbauten sind ein spätgotischer Wohnturm amÄlteren Dalberger Hof erhalten, ferner aus dem 16. Jahrhundert das spätgotischeHaus Zum Korb (Am Brand 6). DerHof zum Homberg (14. bis 16. Jahrhundert) wurderekonstruiert.

Renaissance

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Kurfürstliches Schloss

Bedeutendstes Bauwerk derRenaissance in Mainz ist dasKurfürstliche Schloss. Stilistisch gehört es zurDeutschen Renaissance, deren spätestes Zeugnis dieser Bau ist. Ebenfalls aus der Stilepoche der Renaissance stammt das HausZum Römischen Kaiser, das heute dasGutenberg-Museum beherbergt sowie derÄltere Dalberger Hof. DerLeininger Hof ist teils spätgotisch, teils barock. DerKnebelsche Hof (1588–98) wurde 1953–55 unter Wiederverwendung alter Teile rekonstruiert, ähnlich in den 1970er-Jahren derAlgesheimer Hof.

Der von Erzbischof Albrecht im Jahr 1526 gestifteteMarktbrunnen gehört zu den prächtigsten Renaissancebrunnen Deutschlands. DasAlte Zeughaus entstand 1604/05. Als weiteres Zeugnis, freilich schon am Übergang zum Barock stehend, kann die ab 1615 in der Nähe des heutigenGutenbergplatzes errichteteDomus Universitatis angesehen werden, welche für Jahrhunderte höchster Profanbau der Stadt war.

Barock und Rokoko

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Die Barockzeit ließ die Stadt vor allem während des EpiskopatsLothar Franz’ von Schönborn (1695–1729) einen beispiellosen Bauboom erleben, dessen Ergebnisse noch heute im Stadtbild zu sehen sind und dieses zum Teil sogar prägen. Am Schillerplatz, an derGroßen Bleiche, in der Klarastraße sowie am Rhein finden sich heute etlicheAdelshöfe des MainzerStiftsadels, beginnend mit der Errichtung desSchönborner Hofes ab 1668 am Schillerplatz, der einen frühen Barockbau darstellt, dessen Dekor noch Renaissanceelemente aufweist. Es folgten derJüngere Dalberger Hof (bis 1718), derStadioner Hof (1728–33), derErthaler Hof (1734–39), derEltzer Hof (ab 1742), derOsteiner Hof (1747–1752), derBassenheimer Hof (1750), ferner dasDeutschhaus (ab 1730, heute Landtag), das benachbarteNeue Zeughaus (1738–40, heute Staatskanzlei), dieJohanniterkommende Zum Heiligen Grab (1740–48, heute Sitz des Bischöflichen Ordinariats) und dieGolden-Ross-Kaserne (1766, heute Landesmuseum). Auch diese Gebäude sind oft teilweise oder ganz rekonstruiert.

Auch einige Kirchen finden sich noch, obwohl viele aus dieser Zeit in den Wirren der Geschichte wieder zerstört wurden. Bedeutende Kirchen sind dieAugustinerkirche in der gleichnamigen Altstadtstraße und die in den Formen des Rokoko errichtetePeterskirche an der Großen Bleiche. Die ebenfalls zu jener Zeit errichteteIgnazkirche (ab 1763) wie auch der Erthaler Hof (ab 1743) sind jedoch schon frühe Beispiele desKlassizismus.

Festungsbauten

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Kaponniere zwischenFeldbergplatz und Rheinufer
Landtagsgebäude und ehemalige Deutschordenshaus, eines der vielen Beispiele für Mainzer Barockarchitektur
Der fast vollständig umbaute Mainzer Dom ragt von vielen Standpunkten aus den Häusern der Stadt hervor. Hier eine Ansicht von Nordwesten.

Aus der Festungszeit[112] der Stadt sind etliche Relikte vorhanden, die aus verschiedenen Epochen stammen. Exponiertes Beispiel des Barocks ist dabei das Palais des Festungskommandanten, welches mit derZitadelle über der Stadt thront. Doch auch frühere Teile der alten römischen und mittelalterlichen Stadtbefestigung sind noch vorhanden und zumindest in ihrem Mauerwerk noch original. Am Rhein erheben sich derHolzturm und derEisenturm, die ihre Torfunktion jedoch durch die Aufschüttung des Rheinufers im 19. Jahrhundert und die dadurch bedingte Erhöhung des Straßenniveaus verloren haben. Im Holzturm war der Kerker des RäuberhauptmannsSchinderhannes.Spätere Zeugen des Festungsbaus alsBundesfestung sind das Fort Malakoff im Süden der Stadt sowie das große, im Krieg nicht zerstörte,Proviant-Magazin in der Schillerstraße gegenüber dem Erthaler Hof.

Seit 1945

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Die Stadt zeichnet sich heute durch eine Durchmischung verschiedener Bauepochen aus. Die französische Militäradministration berief in den späten 1940er-Jahren den berühmten französischen StädteplanerMarcel Lods, einen neuen Stadtplan auszuarbeiten. Dieser wurde damals alsMainz, modernste Stadt der Welt sehr bekannt. Der radikale Plan ist nie umgesetzt worden, die Akzeptanz war gering, aber auch das Geld ist nicht vorhanden gewesen. Es blieb bei einer evolutionären und behutsamen Änderung des alten Plans. Allgemein wurden die Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges von den Kommunalpolitikern der 1960er-Jahre auch als Chance begriffen, alte Fehler bei Bauten und der Generalanlage (Straßennetz, übrige Infrastruktur) der Stadt zu beheben. Im sakralen Bereich wurden neue Kirchen gebaut, deren künstlerische Ausstattung vonPeter Paul Etz als beispielhaft gilt, die mit seinen SchülernAlois Plum undGustel Stein und deren Projekten in ganz Deutschland bis heute wirkt.

Die der militärischen Entspannung folgende Konversion bot Gelegenheit, Krongarten und Gonsbachterrassen zu entwickeln, was im Gegenteil zum Layenhof auch gelang. Das bedeutendste städtebauliche Projekt jüngster Zeit ist die Entwicklung des 22 Hektar großen Geländes des ehemaligenZoll und Binnenhafens (bis 2011) zu einem Mischgebiet aus Wohnungen, Büros, Gewerbe- und Kultureinrichtungen. 2007 wurde ein entsprechender städtebaulicher Rahmenplan verabschiedet, der Gebäudenutzflächen bis zu 355.000 Quadratmetern vorsieht.[113] Als nächstes größeres Objekt wird die Entwicklung des Heilig-Kreuz-Areals in Weisenau, auf dem ehemaligen IBM-Gelände unter anderen mit innovativen Bau- und Wohnformen in privat organisierter, generationenübergreifender Struktur realisiert. Auf der 30 Hektar großen Fläche sollen 3.000 neue Wohnungen, davon 900 sozial gefördert, für bis zu 4.500 Personen entstehen. Auf dem 8,7 Hektar großen Gelände der Generalfeldzeugmeister-Kaserne in der Oberstadt, zwischenMarienhaus Klinikum und Pariser Straße, sollten ab 2019 circa 500 Wohnungen gebaut werden.[114] Ein im Stadtteil Mainz-Hechtsheim am östlichen Rand des Wohngebiets „Großberghöhe“ gelegenes Areal soll als „Wohnquartier Hechtsheimer Höhe“ erschlossen werden. Dort sollen auf einer Fläche von rund 17 Hektar Ein- und Zweifamilienhäuser mit rund 400 Wohnungen gebaut werden.[115]

Sehenswürdigkeiten (Auswahl)

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Schillerplatz mit Schillerdenkmal bei Nacht
Bedeutende Sehenswürdigkeiten der Stadt
KirchenProfanbautenPlätze und Sonstiges

Brunnen, Büsten und Denkmäler

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Hauptartikel:Liste der Denkmäler, Brunnen und Skulpturen in Mainz
  • Gutenberg-Denkmal von Bertel Thorvaldsen (1837), Bronze. Standort: Gutenberg-Platz
    Gutenberg-Denkmal von Bertel Thorvaldsen (1837), Bronze. Standort: Gutenberg-Platz
  • Gutenberg-Denkmal von Karlheinz Oswald, Eisen. Standort: Karmeliterplatz, neben St. Christoph. Geschenk der Landesbank Rheinland-Pfalz an die Stadt Mainz im Gutenberg-Jahr 2000
    Gutenberg-Denkmal vonKarlheinz Oswald, Eisen. Standort: Karmeliterplatz, neben St. Christoph. Geschenk der Landesbank Rheinland-Pfalz an die Stadt Mainz im Gutenberg-Jahr 2000
  • Große Mainzer Jupitersäule, Nachbildung vor dem Landtag Rheinland-Pfalz
    Große Mainzer Jupitersäule, Nachbildung vor dem Landtag Rheinland-Pfalz
  • Neuer Brunnen mit Obelisk (1724 bis 1726) von Johannes Weydt, Standort: Neubrunnenplatz, Bleichenviertel
    Neuer Brunnen mit Obelisk (1724 bis 1726) von Johannes Weydt, Standort: Neubrunnenplatz, Bleichenviertel
  • Fastnachtsbrunnen (1967) von Blasius Spreng, Standort: Schillerplatz
    Fastnachtsbrunnen (1967) von Blasius Spreng, Standort: Schillerplatz
  • Marktbrunnen (1526), Standort: Markt
    Marktbrunnen (1526), Standort: Markt

Kunst im öffentlichen Raum

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Mainz kann mit einer Reihe von bedeutenden modernenKunstwerken im öffentlichen Raum aufwarten.[116]

  • Lebenskraft (1979) des valencianischen Künstlers Andreu Alfaro. Standort: Jockel-Fuchs-Platz vor dem Mainzer Rathaus
    Lebenskraft (1979) des valencianischen KünstlersAndreu Alfaro. Standort: Jockel-Fuchs-Platz vor demMainzer Rathaus
  • Schlüssel des Stundenschlägers (1974) von Hans Arp. Standort: zurzeit am Zollhafen, sonst Jockel-Fuchs-Platz.
    Schlüssel des Stundenschlägers (1974) vonHans Arp. Standort: zurzeit am Zollhafen, sonst Jockel-Fuchs-Platz.
  • Zirkulationen im Raum II (1974) von Vojin Bakić (Zagreb). Standort: Stresemannufer
    Zirkulationen im Raum II (1974) vonVojin Bakić (Zagreb). Standort: Stresemannufer
  • Ausgewogener Kopf (1993) von Franz Bernhard. Standort: Agentur für Arbeit
    Ausgewogener Kopf (1993) vonFranz Bernhard. Standort: Agentur für Arbeit
  • Steinbuch 'Hommage à Gutenberg (1978) von Kubach-Wilmsen. Standort: vor dem Gutenberg-Museum
    Steinbuch 'Hommage à Gutenberg (1978) vonKubach-Wilmsen. Standort: vor dem Gutenberg-Museum
  • Konstellation Große Bleiche (1995) von Alf Lechner. Standort: Große Bleiche
    Konstellation Große Bleiche (1995) vonAlf Lechner. Standort: Große Bleiche
  • Richard-Wagner-Denkmal (1970) von Fritz Wotruba. Standort: Rheinpromenade, Rheingoldhalle
    Richard-Wagner-Denkmal (1970) vonFritz Wotruba. Standort: Rheinpromenade, Rheingoldhalle
  • Die Grüne Brücke des Umweltkünstlers Dieter Magnus überspannt als „Kunst- und Naturlandschaft“ die Rheinallee vor dem Zollhafen
    DieGrüne Brücke des UmweltkünstlersDieter Magnus überspannt als „Kunst- und Naturlandschaft“ die Rheinallee vor dem Zollhafen

Siehe auch

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Wirtschaft und Infrastruktur

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Aufgrund günstiger Infrastruktur haben sich zwischen demalten Zollhafen (Bildmitte) nahe der Neustadt und dem Industriehafen inMainz-Mombach verschiedene Wirtschaftszweige angesiedelt.

Allgemeine Informationen

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Mainz gehört zu den Top 3 „European Rising Innovative Cities 2022“ und wurde mit dem zweiten Platz in der Kategorie „European Rising Innovative City 2022“ ausgezeichnet.[117] ImZukunftsatlas 2025 belegte die kreisfreie Stadt Mainz Platz 7 von 400Landkreisen undkreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Orten mit „hohen Zukunftschancen“.[118]

Wirtschaft und Infrastruktur sind in Mainz von der Zugehörigkeit zum BallungsraumFrankfurt/Rhein-Main geprägt. BeiRankings, die sich an der Wirtschaftsleistung der Städte orientieren, belegte die Stadt seit den 2000er-Jahren vordere Plätze. So erreichte Mainz in einer Studie derWirtschaftswoche von 2005 im Vergleich von 50 deutschen Städten den vierten Rang, bei der Wiederholung 2006 den fünften Rang. Geprüft wurden innerhalb der Studie ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Produktivität, Bruttoeinkommen und Investitionen. Im 2023er Städteranking vonwiwo.de lag Mainz auf Platz 2, vor Frankfurt am Main (8) und nur hinterMünchen.[119] Mit einer Kaufkraft von 25.035 Euro pro Einwohner (2018) liegt die Stadt um 7,3 Prozent über dem Bundesdurchschnitt.[120] Das Einkommensteueraufkommen betrug in Mainz 2016 89 Mio. Euro, das Gewerbesteueraufkommen lag bei 112,8 Mio. Euro.[121] Bei den Gewerbeanmeldungen im Verhältnis zu den Gewerbeabmeldungen belegte Mainz in der Studie, die am 30. Juni 2006 veröffentlicht wurde, den dritten Platz. Im Jahre 2016 erbrachte Mainz, innerhalb der Stadtgrenzen, einBruttoinlandsprodukt (BIP) von 11,577 Milliarden EUR und belegte damit Platz 33 innerhalb derRangliste der deutschen Städte nach Wirtschaftsleistung und den zweiten Platz in Rheinland-Pfalz. Das BIP pro Kopf lag im selben Jahr bei 54.696 EUR (Rheinland-Pfalz: 34.118 EUR, Deutschland 38.180 EUR) und damit über dem regionalen und nationalen Durchschnitt. Das BIP je Erwerbsperson betrug 2021 141.590 EUR und liegt damit recht hoch. In der Stadt waren 2021 ca. 160.000 Erwerbstätige beschäftigt.[122] Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2018 bei 5,2 % und damit über dem Durchschnitt von Rheinland-Pfalz von 4,1 % (im benachbarten Landkreis Mainz-Bingen betrug sie 3,2 %).[123]

Verschuldung der Stadt Mainz

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Schuldverschreibung über 500 Mark der Stadt Mainz vom 1. April 1919

Binnen 23 Jahren stieg die Verschuldung der Stadt Mainz von 25 Millionen Euro (1994) auf über 1.200 Millionen Euro (2017).[124]In der Pro-Kopf-Verschuldung war Mainz 2014 hinterDarmstadt undKaiserslautern die am dritthöchsten verschuldete kreisfreie Stadt in Deutschland.[125] 2012 war die Stadt per Stadtratsbeschluss vom 14. Dezember 2011 demKommunalen Entschuldungsfonds Rheinland-Pfalz (KEF-RP) beigetreten. Die Stadt musste im Jahr 2011 rund 25 Millionen Euro Zinsen zahlen, bis 2014 stieg die Zinslast auf 54 Millionen Euro.[126] Durch günstigeUmschuldungen betrug die Zinslast 2017 25,9 Millionen Euro.[127]

Die Stadt Mainz nahm in den Steuerjahren 2021 und 2022 jeweils mehr als eine Milliarde Euro an Steuerzahlungen ein.[128] Dies lag vor allem an der durch die Entwicklung einesCOVID-19-Impfstoff bedingte Gewinnlage desBiotechnologieunternehmensBiontech, deren Stammsitz Mainz ist. Diese Mehreinnahmen wurden von der Stadt zur Schuldentilgung und Umschuldung verwendet. Seit 2023 haben sich die Steuereinnahmen wieder deutlich verringert. Im laufenden Jahr 2024 wies der Stadthaushalt bereits im August des Jahres ein Defizit von 90 Millionen Euro auf[128]; ein Nachtragshaushalt der Stadt Mainz wurde von derAufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier nicht genehmigt.[128]

Laut den jährlichen Schuldenberichten der Stadt Mainz lag diePro-Kopf-Verschuldung 2021 bei 4.227 Euro,[129] 2022 bei 2.937 Euro,[130] 2023 bei 2.128 Euro[131] und 2024 bei 2.040 Euro[132] (jeweils zum 31. Dezember).

Verkehrsinfrastruktur

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Fernstraßenverkehr

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Karte desMainzer Rings

EinAutobahnhalbring, auf dem sich zwei Autobahnbrücken über den Rhein nach Hessen befinden, trennt die äußeren (Finthen, Drais, Lerchenberg, Marienborn, Hechtsheim, Ebersheim und Laubenheim) von den inneren Stadtteilen und dem Stadtkern. Dabei durchquert in West-Ost-Richtung dieA 60 vom Dreieck Nahetal zum Rüsselsheimer Dreieck. NachWiesbaden zweigt dieA 643 ab. Richtung Süden führt dieA 63 überAlzey nachKaiserslautern. Ferner führen dieBundesstraßen9 und40 durch das Stadtgebiet.

In den 1960er-Jahren bestanden in Mainz Pläne zur Errichtung zweier Stadtautobahnen. Dabei waren einerseits eine Nord-Süd-Strecke geplant, welche von der Anschlussstelle Mainz-Mombach auf derSchiersteiner Brücke durch das Industriegebiet Mombach vorbei amHauptbahnhof, durch einen Tunnel unter derOberstadt hindurch und über eine Hochstraße vorbei anWeisenau bis zur Anschlussstelle Mainz-Laubenheim an derA 60 führen sollte und andererseits ein Abzweig von besagter Nord-Süd-Strecke nordwestlich vom Hauptbahnhof, um an die nur zwei Kilometer westlich gelegene Anschlussstelle Mainz-Gonsenheim an derA 643 anschließen zu können. Über eine mögliche Weiterführung dieser kurzen Ost-West-Strecke, möglicherweise über den Rhein, gibt es heute keine gesicherten Erkenntnisse mehr. Von beiden Planungen wurden nur kleine Einzelbestandteile umgesetzt, welche niemals als Autobahn genutzt wurden. Dazu zählen die Führung der Mombacher Straße als Hochstraße im Bereich des Hauptbahnhofs (mit autobahngerecht ausgebauten Zufahrtsrampen, die 1998 teilweise abgerissen wurden); die etwa 1,5 Kilometer lange Hochstraße in Mombach, die die Mombacher Straße inHartenberg-Münchfeld mit der Rheinallee in Mombach verband und bis heute vorbereitete Abfahrtsstümpfe für die Ost-West-Anbindung aufweist (wurde 2021 gesperrt und zum Abriss freigegeben) sowie ein 270 Meter langes, voll ausgebautes Autobahnstück am Ende der Anschlussstelle Mainz-Gonsenheim, welches nie in Betrieb ging.[133]

In Mainz und Wiesbaden werden die europaweit geltenden Grenzwerte für Luftschadstoffe regelmäßig überschritten. Um dem entgegenzuwirken, wurde zum 1. Februar 2013 zusammen mit der Nachbarstadt Wiesbaden eineUmweltzone eingerichtet.[134] Es ist damit die erste Umweltzone in Rheinland-Pfalz,[135][136][137] und gleichzeitig die erste länderübergreifende Umweltzone. Damit sollen die vom motorisierten Straßenverkehr ausgehenden ökologischen und gesundheitlichen Belastungen verringert werden.[138] Aufgrund einer Klage der Deutsche Umwelthilfe (DUH) musste sich Mainz auf ein Dieselfahrverbot vorbereiten. Die Stadt Mainz war zuversichtlich, bis Ende 2019 den NO2-Grenzwert von 40 Mikrogramm je Kubikmeter Luft an der am meisten belasteten Messstelle Parcusstraße nahe dem Hauptbahnhof einhalten zu können, um dieses Verbot zu vermeiden.[139]

Straßenschilder in Mainz

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Rote und blaue Straßenschilder

Eine Besonderheit des Mainzer Stadtbilds sind seit 1853 dieStraßenschilder: Straßen mit roten Schildern verlaufen vorwiegend senkrecht zum Rhein (in den südlichen Stadtteilen und in der Innenstadt ist das die West-Ost-Richtung, in Mombach aufgrund des nach Westen biegenden Flussverlaufs dann schon eher Süd-Nord), während Straßen parallel zum Rhein mit blauen Straßenschildern versehen werden. Dabei steigen die Hausnummern in den Straßen mit roten Schildern in Richtung Rhein, in den Straßen mit blauen Schildern mit der Flussrichtung des Rheins, jeweils ungerade Zahlen links und gerade rechts. Die Anregung dazu gab bereits 1849 Josef Anschel durch einen Antrag auf „Umänderung der Häusernummern“, bei der er ebenfalls den einheitlichen Verlauf der Hausnummern vorschlug.[140] Kleinere Straßen, insbesondere in den vom Rhein weiter entfernt liegenden Ortsteilen, und Straßen, deren Verlauf nicht eindeutig ist, sind mit weißen Schildern versehen.

Nach den letzten umfangreichen Eingemeindungen in den 1960er-Jahren stand die Stadt Mainz vor dem Problem, dass es nunmehr zahlreiche namensgleiche Straßen im Stadtgebiet gab, was nicht nur bei der Postzustellung zu Verunsicherung und Verwechslungen führte. Daher entschloss man sich in den 1970er-Jahren, alle Straßennamen nur noch einmalig zu vergeben, was zu zahlreichen Umbenennungen, nicht nur in den neu eingemeindeten Stadtteilen führte. So wurde zum Beispiel aus derHollagasse dieHoldergasse, aus derMainzer Straße dieAlte Mainzer Straße, aus derAdlergasse dieÖlgasse und viele andere Umbenennungen mehr. Darüber hinaus achtete man damals sogar darauf, keine Straßennamen neu zu vergeben, die sich in den ehemaligenrechtsrheinischen Stadtteilen von Mainz befinden, um bei einer eventuellen Rückgliederung dieser Stadtteile nicht noch einmal vor dem gleichen Problem zu stehen. Das erklärt, dass es in Mainz bislang keine Wiesbadener Straße, Darmstädter Straße oder Frankfurter Straße gibt. Jedoch wurden keine in Mainz und seinen ehemaligen Stadtteilen doppelt vorkommende Namen extra umbenannt. So gibt es zum Beispiel nach wie vor dieEleonorenstraße, dieFriedrichstraße in Mainz ebenso wie in den ehemaligen rechtsrheinischen Stadtteilen. Dieser Grundsatz wurde später aufgeweicht, und auch in Kastel, Amöneburg und Kostheim vorkommende Straßennamen werden wieder im Mainzer Stadtgebiet verwendet. Als Beispiele seien genannt in Bretzenheim und Kastel dieMarie-Juchacz-Straße, in Ebersheim und Kastel dieRömerstraße und in Drais und KostheimAm Mainzer Weg.

Schienenpersonenfernverkehr

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Haupteingang des Hauptbahnhofes

AmMainzer Hauptbahnhof halten täglich 104 Fernverkehrszüge. Dabei wird er täglich von 60.000 Personen genutzt.[141]Mainz ist an dasIntercity-Express-,Intercity- undEurocity-Netz derDeutschen Bahn angebunden. Fernzüge erreichen die Stadt dabei aus Nordwest über dielinksrheinische Strecke aus RichtungKöln überKoblenz und zwei Züge am Tag über denWiesbadener Abzweig der Hochgeschwindigkeits-NeubaustreckeKöln–Frankfurt. Nach Süden fahren die Fernzüge überMannheim bisBasel undInterlaken und überFrankfurt Flughafen nachFrankfurt Hauptbahnhof.

Seit Dezember 2005 existiert eine zweistündliche ICE-Anbindung vonWiesbaden über Mainz, Frankfurt Flughafen,Fulda,Erfurt undLeipzig nachDresden.

Nachdem von 1998 bis 2004 zwischen Mainz Hauptbahnhof und dem BahnhofMainz Römisches Theater einzweiter Tunnel gebaut und der alte Tunnel aufgeweitet worden waren, wurden im westlichen Gleisvorfeld des Hauptbahnhofes die Gleisanlagen umgebaut, um eine kreuzungsfreie Einfädelung desWiesbadener Abzweigs zu ermöglichen.

Siehe auch:Liste der Bahnhöfe und Haltepunkte von Mainz

Öffentlicher Personennahverkehr

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Hauptartikel:Nahverkehr in Mainz
Bahnhof Mainz Römisches Theater

Rückgrat desÖffentlichen Personennahverkehrs sind fünfMainzer Straßenbahnlinien, mit einer Liniennetzlänge von 29,7 km, und 31 Buslinien derMainzer Verkehrsgesellschaft (MVG), Verkehrsbetriebe derStadtwerke Mainz, sowie anderer Verkehrsunternehmen, wieESWE Verkehrsgesellschaft undKommunalverkehr Rhein-Nahe. Die MVG verfügt über 41 Straßenbahn-Linienfahrzeuge und 150 Omnibusse, wobei sie mit ihrem Wiesbadener Kooperationspartner, der ESWE, ein gemeinsames Netz mit fortlaufenden Liniennummern bildet. Wiesbadener Buslinien beschränken sich auf den Bereich bis einschließlich 49, Mainzer Bus- und Straßenbahnlinien werden mit Zahlen ab 50 nummeriert. Mit den Buslinien sind von Mainz aus auch benachbarte kleinere Städte wie Ingelheim am Rhein und Nieder-Olm erreichbar. Um die Kooperation beider Verkehrsbetriebe besser zu organisieren, wurde derVerkehrsverbund Mainz-Wiesbaden gegründet. Mit den Bussen und Bahnen der MVG werden werktäglich etwa 180.000 Fahrgäste (Stand 2024) befördert.[142]

Straßenbahn des TypsGT6M vor dem Hauptbahnhof

Alle Linien im Mainzer und Wiesbadener Stadtgebiet innerhalb desRhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) sind zu einheitlichen Preisen benutzbar, wobei die Stadt Mainz dem RMV angeschlossen ist und mit Wiesbaden eine Tarifzone bildet. Der Landkreis Mainz-Bingen gehört zumRhein-Nahe-Nahverkehrsverbund (RNN). Für Verbindungen aus dem und in das Gebiet des Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbunds (RNN) wird der RNN-Tarif auch bis Mainz und Wiesbaden angewendet.Zwischen beiden Verbünden gibt es Übergangstarife, die in allen Bussen und Straßenbahnen der MVG, in allen Bussen derESWE Verkehrsgesellschaft und derKRN und in allen Nahverkehrszügen (Regional-Express,Regionalbahn,S-Bahn) von allenEisenbahnverkehrsunternehmen, beispielsweiseSüwex,Vlexx,Hessische Landesbahn odertrans regio, gelten. Im Stadtverkehr der Stadt Mainz und der Stadt Wiesbaden, bei Fahrten zwischen Mainz und Wiesbaden (bzw. umgekehrt) sowie bei Fahrten in das übrige RMV-Gebiet gilt ausschließlich der Tarif des RMV.

DerMainzer Hauptbahnhof wird täglich von 311 Nahverkehrszügen angefahren. Regionale Züge fahren nachAlzey, Frankfurt, Wiesbaden, Koblenz über Bingen, Saarbrücken (entlang derNahe überBad Kreuznach), Mannheim über Worms,Aschaffenburg (überGroß-Gerau undDarmstadt).

Ferner ist die Stadt an das Netz derS-Bahn Rhein-Main angeschlossen, die neben dem Hauptbahnhof die Bahnhöfe Mainz Nord undMainz Römisches Theater bedient. Diese Bahnhöfe werden von der S-Bahn-Linie S8 aus RichtungHanau, über Offenbach, Frankfurt Hbf und Frankfurt Flughafen sowie Wiesbaden in einem 30-Minuten-Takt, bedient. Weitere Bahnhöfe im Mainzer Stadtgebiet sindMainz-Mombach,Mainz-Waggonfabrik,Mainz-Gonsenheim,Mainz-Marienborn undMainz-Laubenheim. Das Mainzer Rheinufer in der Innenstadt ist über die Theodor-Heuss-Brücke vom S- und Regionalbahnhof Mainz-Kastel aus am schnellsten erreichbar. DieStrecke Mainz–Ludwigshafen wurde im Zuge der neuen Linie S 6 am 10. Juni 2018 in das S-Bahn-SystemRheinNeckar integriert. Die Züge der Linie S6 verkehren vonBensheim überWeinheim,Mannheim,Ludwigshafen am Rhein undWorms zum Mainzer Hauptbahnhof.

Fernbusverkehr

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Seit der 2013 erfolgten Liberalisierung desFernbusverkehrs in Deutschland wird Mainz von verschiedenen Fernbus-Unternehmen angefahren. Die Fernbushaltestellen befinden sich unweit des Hauptgebäudes desMainzer Hauptbahnhofes am Kaiser-Wilhelm-Ring. Eine Verlegung der Haltestellen aus der Innenstadt heraus ist in der Diskussion, da es durch die Fernbusse zu starken Verkehrsbehinderungen kam.

Binnenschiffsverkehr

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Kabinenfahrgastschiff in Mainz

Mainz war von 1886 bis 1936 Endpunkt derKettenschifffahrt auf dem Main. Mit Einsetzen derRheinromantik wurde Mainz auch zum Ziel romantischer Flussreisen auf Flusskreuzfahrtschiffen. DiePreußisch-Rheinische Dampfschiffahrtsgesellschaft als Vorläuferin derKöln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt unternahm am 1. Mai 1827 eine Jungfernfahrt auf dem Rhein von Mainz nach Köln. Zahlreiche Schiffsanlegestellen befinden sich noch heute am Rheinufer zwischen Schloss und Winterhafen.[143]

Der alteMainzer Zoll- und Binnenhafen hat eine Fläche von 30 ha, er wurde und wird in ein zentrumsnahes Baugebiet konvertiert. Der Bebauungsplan „Neues Stadtquartier Zoll- und Binnenhafen (N 84)“ ist seit Juni 2015 rechtskräftig.[144] Die bei der Umwidmung des Gebietes weggefallenen Liegeplätze für Binnenschiffe wurden nicht ersetzt. Auch weitere Liegeplätze außerhalb des Zollhafens wurden entfernt. Mit einem Güterumschlag von 1,3 Millionen Tonnen wurde der alte Hafen jährlich von 2.200 Schiffen angefahren (2003). Die neue Containerentladestelle liegt an Rheinkilometer 501 flussabwärts der Kaiserbrücke. DieFrankenbach Container Terminals GmbH betreibt das Container-Terminal an der die Stadtwerke eine Minderheitsbeteiligung von 25,2 % halten.[145]

Flugverkehr

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Mainz verfügt im Stadtteil Finthen über einen ganzjährig geöffnetenVerkehrslandeplatz mit 1000 m Asphaltbahn (ICAO-Code EDFZ), das ehemalige US Airfield Finthen.

Zum 25 km entferntenFlughafen Frankfurt fahren mehrmals in der Stunde Züge des Fern- und Nahverkehrs, die Fahrtzeit ab Mainz Hauptbahnhof beträgt ca. 25 Minuten.

DerFlughafen Hahn, der etwas über 80 km von Mainz entfernt liegt, wird mit einer direkten Busverbindung angefahren.

Blick auf den ehemaligen Zollhafen, 2007

Rheinbrücken

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Blick auf Mainz und Theodor-Heuss-Brücke zurBlauen Stunde

Im Mainzer Raum überqueren fünf Brücken den Rhein: zweiAutobahnbrücken (Weisenauer Brücke A 60 undSchiersteiner Brücke A 643), zwei Eisenbahnbrücken (dieSüdbrücke Richtung Frankfurt Flughafen und dieKaiserbrücke Richtung Wiesbaden) sowie als Straßenbrücke dieTheodor-Heuss-Brücke (zwischen der Mainzer Innenstadt und Mainz-Kastel), in deren unmittelbarer Nähe auch die alteRömerbrücke gestanden hatte. Die nächste Rheinbrücke im Unterlauf ist die KoblenzerSüdbrücke und im Oberlauf dieNibelungenbrücke Worms. An die den Rhein überspannende Schiersteiner Brücke schließt sich die 950 m langeHochstraße Lenneberg an, ein Brückenbauwerk ausSpannbeton mit 31 Feldern, das das Mombacher Oberfeld seit 1964 überspannt und die Rheinbrücke mit derHochterrasse am Lenneberg verbindet. Trotz langjähriger Sanierungsarbeiten und Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit auf 60 km/h mit Radarkontrolle musste die Autobahnbrücke wegen Verschleiß abgerissen werden. Seit dem 20. November 2017 rollt der Verkehr in beide Richtungen über eine neue Brückenhälfte.

Industrie

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Zentrale der Schott AG am Rand der Mainzer Neustadt
Hauptsitz der BioNTech SE in der Mainzer Oberstadt

In Mainz gab es 2003 74 Betriebe des verarbeitenden Gewerbes mit mindestens 20 Angestellten. Insgesamt sind in den Betrieben über 11.000 Menschen beschäftigt, die einen Gesamtumsatz von über 2,2 Milliarden Euro erwirtschaften. Dazu gab es 2002 79 kleinere Betriebe mit weniger als 20 Angestellten. Industrielle Ansiedelungen finden sich vor allem zwischen der Innenstadt und dem Stadtteil Mombach. Größere dort angesiedelte Unternehmen sind das Mainzer TraditionsunternehmenWerner & Mertz („Erdal“), dieSchott AG sowie dieDWK Life Sciences. DieWepa Papierfabrik hat 2006 das hier gelegene einstigeHakle-Werk von dem amerikanischen Hersteller Kimberly-Clark Corporation übernommen und fertigt am Standort Mainz Hygienepapiere.

Die Schott AG (früherSchott Glaswerke) hat ihren Hauptsitz in Mainz seit der Umsiedlung vonJena nach dem Zweiten Weltkrieg. In der Mainzer Neustadt steht seit den 1950er-Jahren das Hauptwerk. 1988 wurde in Mainz-Marienborn das Schott-Forschungs- und Laborzentrum in Betrieb genommen. 2002 wurde in der Nähe des Hauptwerks in Mainz-Mombach auf dem Gelände der ehemaligenRheinwerft ein weiterer Zweigbetrieb mit SchwerpunktCeran fertiggestellt. Derzeit arbeiten 2.400 der 15.500 Schott-Angestellten weltweit am Standort Mainz.[146]

Im Jahr 1965 begannIBM, in Mainz-Hechtsheim ein Werk für Speichersysteme zu errichten. Später wurden hier vor allemFestplatten hergestellt. 2002 wurde mit dem Verkauf des Festplattengeschäfts anHitachi das Mainzer Werk geschlossen. An dem IBM-Standort arbeiteten aber weiterhin etwa 1700 Mitarbeiter im Bereich der Unternehmensberatung und Softwareentwicklung, deren Zahl bis auf 750 im Jahr 2015 sank. Der Mietvertrag für das Mainzer Areal endete im September 2016; die Verlagerung der bestehenden Arbeitsplätze an die Frankfurter IBM-Standorte Kelsterbach und Sossenheim ist abgeschlossen.[147] Das nun als „Heilig-Kreuz-Areal“ bezeichnete Gelände wird als Baugebiet vermarktet.

Rheinreede des Zementwerks

Als weiteres Unternehmen im Bereich der Hochtechnologie ist dasPharmaunternehmenNovo Nordisk seit 1958 in der Stadt ansässig. Anfang 2008 arbeiteten dort ca. 450 Menschen.[148] In der Oberstadt konnte 2008 mitBiontech eine expansive Biotechfirma auf dem Gelände der GFZ-Kaserne angesiedelt werden.[149] Auf ältere Wurzeln kann die Niederlassung vonSiemens zurückblicken. Sie entstand schon nach der Übernahme des ersten in Mainz errichteten Elektrizitätswerks (erbaut 1898) im Jahr 1903. Ebenfalls im Jahr 1903 wurde die GewürzmühleMoguntia gegründet, die bis 2001 bestand.

In Mainz produzierter Omnibus von Magirus-Deutz

In Mombach gab es dieWaggonfabrik Gebrüder Gastell, in der späterStraßenbahnen vonWestwaggon undOmnibusse vonMagirus-Deutz undIveco gebaut wurden. In Weisenau befindet sich neben der Autobahnbrücke über den Rhein ein mittlerweile stillgelegter Steinbruch derHeidelbergCement, die Produktion wird imZementwerk Weisenau mit Schiffstransporten weiterversorgt. Daneben befindet sich eine Anlage derADM Mainz GmbH (früherADM Soya Mainz) mitBiodiesel-Herstellung.

Im Jahr 1919 wurde in Mainz dieBrezelbäckerei Ditsch gegründet, die im September 2012 an die SchweizerValora-Gruppe veräußert wurde.[150]

Mit dem Zukunftsprojekt „BioTechHub“ will die Stadtspitze Mainz zum bedeutenden Biotechnologie-Standort machen. 30 Hektar Fläche sollen für neue Unternehmen im Stadtbereich bereitgestellt werden.[151][152] Weitere Flächen von 50 Hektar werden seit April 2022 beplant.[153][154]

Weinhauptstadt Mainz/Rheinhessen

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Seit Mai 2008 sindMainz undRheinhessen Mitglied des 1999 gegründetenGreat Wine Capitals Global Network (GWC)[155] – einem Zusammenschluss bekannter Weinbaustädte weltweit. Neben Mainz befinden sich in diesem Verbund Städte und Regionen wie Bilbao:Rioja, Bordeaux:Bordeaux (Weinbaugebiet), Florenz:Toskana,Lausanne, Mendoza:Mendoza, Christchurch:South Island von Neuseeland, Porto:Dourotal sowie San Francisco:Napa Valley. Jedes Jahr präsentiert sich einer dieser Partner beimMainzer Weinmarkt mit Weinen aus der jeweiligen Region und kulinarischen Spezialitäten.

Energieversorgung

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KMW Komplex im Jahr 2011

In Mainz wird Strom von denKraftwerken Mainz-Wiesbaden (KMW), die einGuD-Kraftwerk und Kraft-Wärmekopplungs-Kraftwerk auf der Ingelheimer Aue betreiben. Das Unternehmen plante dort ab Mitte der 2000er-Jahre den Bau eines neuenKohleheizkraftwerks (KHKW) mit einer elektrischen Bruttoleistung von 820Megawatt (MW). Obwohl der Bau des Kraftwerks anfangs von den Mainzer und Wiesbadener Stadtparlamenten mehrheitlich befürwortet wurde, scheiterte das Projekt aber an der Akzeptanz in der Bevölkerung. Nach einem Baustopp kurz nach Baubeginn 2009 wurde es im Juni 2012 offiziell beendet.[156]

Die Kraftwerke Mainz-Wiesbaden betreiben gemeinsam mitRemondis und der Stadt Mainz auch eine thermische Abfallverwertungsanlage neben dem GuD-Kraftwerk. DieseEntsorgungsgesellschaft ließ im Zeitraum von Juni 2001 bis November 2003 eine Anlage zurMüllverbrennung errichten, welche 2008 um einen dritten Ofen ergänzt wurde.[157] Als weitere „Investition in die Zukunft“ wurde von 2017 bis 2021 eineKlärschlammverbrennungsanlage in Mainz-Mombach errichtet.[158] Die Betreibergesellschaft der Anlage, die Thermische Verwertung Mainz (TVM) GmbH, setzt sich zusammen seit dem Beginn des Planungsprozesses 2011 aus den beteiligen Gebietskörperschaften, deren Klärschlamm zentral in Mainz verwertet wird, Mainz, Kaiserslautern und der Zweckverband Unterer Selz aus Ingelheim.[159] Inzwischen hat sich auch die benachbarte Landeshauptstadt Wiesbaden entschieden, Klärschlamm in Mainz verbrennen zu lassen.[160] Dieses Projekt rief ebenso wie die Müllverbrennungsanlage Widerstand in der Mombacher Bevölkerung hervor.

Bei den erneuerbaren Energien ist Mainz mit verschiedenen Technologien vertreten. Neben einigenWindenergieanlagen rund um die Stadtteile Ebersheim und Hechtsheim werden immer mehrPhotovoltaikanlagen errichtet. Beispiele sind das Staatstheater, das Abgeordnetenhaus, dasBruchwegstadion oder Aussiedlerhöfe bei Bretzenheim. Zukünftig will sich die Stadt, die auf Platz 1515 unter den Großstädten in derSolarbundesliga liegt (Stand April 2023), noch stärker als bisher als Solarstadt profilieren.[161]

Der Bau eines großen Blockheizkraftwerks in Kombination mit einem Fernwärmespeicher auf dem KMW-Gelände sollte bis Frühjahr 2019 fertiggestellt werden.[162][163] Die Inbetriebnahme fand tatsächlich am 12. Februar 2021 statt.[164]

ImEnergiepark in Mainz-Hechtsheim wurde 2015 eine Anlage zurWasserelektrolyse in Betrieb genommen. Als erstesStrom-zu-Gas-Projekt dieser Größenordnung in Deutschland wird hier mittels überschüssigem Strom Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff gespalten. Seit 2017 befindet es sich im kommerziellen Testbetrieb. Seine Energie bezieht es von den nahe gelegenen Windkraftanlagen zwischen Hechtsheim undKlein-Winternheim.[165][166] Im Energiepark kann der Strom von bis zu drei 2-MW-Windrädern unter Volllast umgewandelt werden.[167]

Medien

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ZDF-Hochhaus imSendezentrum in Mainz-Lerchenberg
Zentrale der VRM

Die Stadt Mainz ist Sitz desZweiten Deutschen Fernsehens (ZDF), des Landesfunkhauses Rheinland-Pfalz desSüdwestrundfunks (SWR), desSendezentrums des Fernsehsenders3sat, des privatenRadio Rockland Pfalz GmbH & Co. KG (seit Mai 2008) sowie des Studios Rhein-Main der privaten Rheinland-Pfälzischen Rundfunk GmbH & Co KGRPR. Seit Oktober 2011 sendetAntenne Mainz als erster privater Stadtradiosender für Mainz. An regionalen Fernsehangeboten gibt es neben einemOffenen Kanal auch den Sender gutenberg.tv, der sich als „Kultur- und Wissenschaftssender für und in Rheinland-Pfalz“ vorstellt; er wird auf den Kabelkanälen des ehemaligen Mainzer SendersK3 Kulturkanal verbreitet, dessen Sendelizenz im Jahr 2010 auslief. Seit März 2012 sendet gutenberg.tv aus finanziellen Schwierigkeiten nicht mehr.[168]

Weitere Medienunternehmen sind die BFE Studio und Medien Systeme GmbH, die komplette Studioeinrichtungen und Einrichtungen für Übertragungswagen produziert, und dieVRM, die mit 21 täglich erscheinenden Druckerzeugnissen jeden Tag eine halbe Million Leser in Rheinland-Pfalz und Hessen erreicht.

AlsTageszeitung erscheint dieAllgemeine Zeitung Mainz. Ende 2013 wurde der Ableger derKoblenzerRhein-Zeitung, dieMainzer Rhein-Zeitung, eingestellt, da der Verleger Walterpeter Twer die Ausgabe für nicht mehr profitabel genug hielt.[169][170][171] Weitere Printmedien sind dieMainzer Vierteljahreshefte für Kultur, Politik, Wirtschaft und Geschichte sowie verschiedene Stadtmagazine wie z. B. dieSTUZ, derSensor oderDer Mainzer.

Mainz war bis Ende 2010 Sitz des traditionsreichen VerlagesPhilipp von Zabern. 1802 in Mainz gegründet, ist der Zabern-Verlag international auf den Gebieten der Archäologie, Geschichte und Kunstgeschichte führend und seit 2011 in Darmstadt ansässig.

Mainz ist ferner Sitz des MusikverlagsSchott Music.

Seit 2001 findet in Mainz mit demFILMZ – Festival des deutschen Kinos das erste Langfilmfestival des Landes Rheinland-Pfalz statt.

Die Medienunternehmen gehören zu den größten Arbeitgebern der Stadt. Allein das ZDF beschäftigte 2019 rund 3.500 feste Mitarbeiter[172], die Verlagsgruppe Rhein-Main 1.200 (2005).

Sonstige Dienstleistungsunternehmen (Auswahl)

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In Mainz als Kongressstadt, die durch ihre Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen viele Besucher anlockt, sind zahlreiche Hotels ansässig. Im Transportsektor war die Stadt Sitz der SpeditionG.L. Kayser, deren Gründung auf das Jahr 1787 zurückgeht. Das ehemalige Familienunternehmen ging in der FirmaKühne + Nagel auf, deren Mainzer Niederlassung in Mainz-Hechtsheim liegt. Ebenfalls in Mainz-Hechtsheim befindet sich der Sitz derJ. F. Hillebrand Group. Der Logistikspezialist mit 48 Tochtergesellschaften ist Weltmarktführer für den Transport von Wein und Spirituosen.[173]

Mainz verfügt alsWeinstadt über bedeutende Selbsthilfeeinrichtungen der Weinwirtschaft und auch sonst spielt Wein als Wirtschaftsfaktor und Tourismusattraktion eine große Rolle in der Stadt.

Im Mainz befinden sich dieVolksbank Darmstadt Mainz als größte rheinland-pfälzische Volksbank sowie dieInvestitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB). DieBerufsgenossenschaft Holz und Metall hat ihre Hauptverwaltung in Mainz-Weisenau. DieLederindustrie-Berufsgenossenschaft hatte ihre Hauptverwaltung ebenfalls in Mainz. Zum 1. Januar 2010 schloss sie sich mit fünf weiteren Berufsgenossenschaften zurBerufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie zusammen,[174] die in Mainz mit ihrer Bezirksdirektion für Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland vertreten ist.[175] Darüber hinaus hat dieVerwaltungs-Berufsgenossenschaft eine Bezirksverwaltung im Gonsenheimer GewerbegebietKisselberg.[176]

Im GewerbegebietKisselberg haben neben der Verwaltungs-BerufsgenossenschaftCoface Deutschland und dieAareon AG ihren Sitz.[177][178]

Organisationen (Auswahl)

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Neue Feuerwache 2 der Feuerwehr Mainz und der Freiwilligen Feuerwehr Mainz-Stadt in Mainz-Neustadt an der Rheinallee

Behörden und Einrichtungen (Auswahl)

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Neben derLandesregierung von Rheinland-Pfalz befinden sich unter anderem folgende Behörden und Einrichtungen in Mainz:

Bildung und Forschung

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Domus Universitatis

Mainz war schon in früher Zeit eine Stadt der Bildung. Erstes Zentrum war dasStift St. Alban vor Mainz, dessen Ruhm als Klosterschule auf denAlkuin-Schüler und Mainzer ErzbischofRabanus Maurus († 856) zurückgeht. 1477 wurde Mainz Universitätsstadt. Nach Aufhebung Ende des 18. Jahrhunderts nahm die neueJohannes Gutenberg-Universität Mainz am 15. Mai 1946 wieder ihren Lehrbetrieb auf. Für die StudienrichtungMedizin ist die Medizinische Fakultät der Johannes Gutenberg-Universität die einzige Studienmöglichkeit in Rheinland-Pfalz. Ihr steht dasUniversitätsklinikum Mainz zur Verfügung, das ebenfalls die einzige Einrichtung dieser Art in Rheinland-Pfalz ist. Einmalig in der bundesdeutschen Hochschullandschaft ist die Integration derHochschule für Musik, derAkademie der Bildenden Künste und des Sports in die Universität. Die Johannes Gutenberg-Universität gehört mit knapp 11.000 Beschäftigten, davon alleine 7700 bei der Universitätsmedizin[181], zu den größten Arbeitgebern der Stadt.

In Kooperation mit der Universität stehen dasHelmholtz-Institut Mainz, dasMax-Planck-Institut für Chemie (Otto-Hahn Institut) und dasMax-Planck-Institut für Polymerforschung. Die Stadt Mainz ist außerdem „Korporativ Förderndes Mitglied“ derMax-Planck-Gesellschaft.[182]

1971 wurde dieHochschule Mainz als Teil der Fachhochschule Rheinland-Pfalz gegründet, die sich über mehrere Standorte verteilt. Vorgängereinrichtungen der Hochschule Mainz waren unter anderem Bildungseinrichtungen für Bauingenieure, Kunsthandwerker und Künstler. 1996 wurde sie als eigenständige Fachhochschule mit drei Fachbereichen neu gegründet (Architektur, Bauingenieurwesen, Geoinformatik und Vermessung; Gestaltung; Wirtschaftswissenschaften).

Ein Jahr später wurde dieKatholische Hochschule (KH Mainz) für Sozialarbeit, Sozialpädagogik und Praktische Theologie gegründet. Sie wird von den BistümernMainz,Limburg,Fulda,Speyer,Trier undKöln getragen.

DasPeter-Cornelius-Konservatorium bietet Musikstudium (Orchesterfach, Künstlerische Reife, Diplom, auch in Kooperation mit der Hochschule für Musik der Universität) sowie eine umfangreiche Musikschulabteilung.Daneben gibt es in Mainz noch dieAkademie der Wissenschaften und der Literatur, die hier 1949 gegründet wurde, das von Land Rheinland-Pfalz und Bund getrageneLeibniz-Institut für Europäische Geschichte (Mitglied derAHF) und die Volkshochschule Mainz, die auch eineSternwarte betreibt. Zudem sind in Mainz auch das Leibniz-Institut für Resilienzforschung sowie das Fraunhofer-Institut für Mikrotechnik und Mikrosysteme ansässig.

Das Bildungswerk der Diözese Mainz wurde am 1. Mai 1963 gegründet. Es fördert„… die kirchliche Erwachsenenbildung im Bistum von der Gemeinde- bis zur Bistumsebene …“. Das Bildungswerk[183] ist u. a. Mitglied derKatholischen Erwachsenenbildung Hessen – Landesarbeitsgemeinschaft.

Mit dem ThemaZeit Reise gehörte Mainz zu den zehn deutschen Städten zumTreffpunkt der Wissenschaft im Wissenschaftsjahr 2009. 2011 war MainzStadt der Wissenschaft.[29]

Medizinische Versorgung

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St. Vincenz- und Elisabeth-Hospital, Teil des Marienhaus Klinikums Mainz vor dem Ausbau (2013)

Die medizinische Versorgung in Mainz übernehmen insgesamt sechs Krankenhäuser mit unterschiedlichenVerwaltungsträgern sowie 713 niedergelassene Ärzte und 62 Apotheken. (Stand: 30. Juni 2014)[184]. DasKlinikum der Johannes Gutenberg-Universität als Körperschaft des öffentlichen Rechts ist die größte Einrichtung zur medizinischen Versorgung in Mainz. Es teilt sich in 60 verschiedene Fachkliniken, Institute und Abteilungen auf. Mit einer Ausstattung von 1500 Betten werden pro Jahr circa 325.000 Personen behandelt, davon circa 65.000 ambulant. Zusätzlich dient das Klinikum der universitären Ausbildung der rund 3300 Studierenden der medizinischen Wissenschaft.

DasMarienhaus Klinikum Mainz (bis 2021 Katholisches Klinikum Mainz, kurz „kkm“) fasste 2017 das St. Hildegardis-Krankenhaus und das St. Vincenz- und Elisabeth-Hospital am Standort „An der Goldgrube“ zusammen. Als Träger fungiert die Marienhaus Gruppe. In der Einrichtung gibt es spezielle Fachzentren für Brust-, Darm-, Lungen- und Schilddrüsenerkrankungen sowie weiteren 19 Fachabteilungen. Mit insgesamt 717 Betten ausgestattet, werden pro Jahr circa 45.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Für das Klinikum in der Mainzer-Oberstadt wurde das Programm „kkm 2025“ aufgesetzt, welches einen Zuwachs von ca. 4.500 auf mehr als 50.000 Patienten jährlich bedeutet.[185]

DasDRK Schmerz-Zentrum Mainz steht unter derDRK Trägergesellschaft Südwest und ist eine Spezialklinik zur Abklärung undBehandlung akuter und chronischer Schmerzen. Mit 80 stationären Betten, 24 teilstationären Plätzen und einer Ambulanz mit 5.000 Patienten im Jahr gehört sie zu den größten Schmerzkliniken Europas. Die FONTANA-Klinik GmbH fürPlastische Chirurgie in Mainz-Finthen sowie die Römerwallklinik GmbH als Klinik fürHNO-Erkrankungen befinden sich beide in privater Trägerschaft.

Zu den genannten Einrichtungen kommt noch das überregional tätigeKinderneurologisches Zentrum Mainz, ein ambulantes Behandlungszentrum fürSozialpädiatrie mit Spezialambulanz fürSpina bifida undHydrocephalus. Es befindet sich in Trägerschaft desLandeskrankenhauses Rheinland-Pfalz.

Bundeswehr

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Osteiner Hof, ehemaliger Sitz des Befehlshabers desWehrbereichskommandos II und desOffizierskasinos
Feierliches Gelöbnis vor dem Landtag, 2008

Mainz ist seit 1956 Standort derBundeswehr. Im Stadtgebiet befinden sich derzeit zwei Liegenschaften, in denen insgesamt rund 400 Soldaten und zivile Mitarbeiter beschäftigt sind.

Der größte Standort ist die Kurmainz-Kaserne (KMK) in Hechtsheim, gefolgt von der Generalfeldzeugmeister-Kaserne (GFZ) in der Oberstadt, deren Räumung bis 2021 noch nicht abgeschlossen war. In denKasernen sind zahlreiche Dienststellen untergebracht, unter anderem die 8./Feldjägerregiment 2, dasKarrierecenter der Bundeswehr Mainz, dasLandeskommando Rheinland-Pfalz sowie eineSanitätsstaffel. Mainz ist außerdem Standort einerSportfördergruppe sowie einer Außenstelle derMAD-Stelle 4.

Im ehemaligenNeuen Proviantamt an der Rheinallee, auch „Militärbrotbäckerei“ genannt, befand sich bis zu dessen Auflösung dasBundeswehr-Dienstleistungszentrum Mainz; durch die Wohnbau Mainz wird hier Wohnen und Kultur realisiert. In der Kapellenstraße in Gonsenheim hatte zudem dasKreiswehrersatzamt Mainz bis 2006 seinen Sitz.

Der prominenteste Standort in Mainz war derOsteiner Hof, von dessen Balkon alljährlich die Fastnacht ausgerufen wird. In dem historischen Gebäude am Schillerplatz befand sich der Dienstsitz des Befehlshabers desWehrbereichskommandos II sowie dasOffizierskasino. Der Osteiner Hof diente bis 31. März 2014 auch alsStandortkommandantur der Bundeswehr. Die Standorte Osteiner Hof, Rheinallee und Kapellenstraße wurden mittlerweile durch die Bundeswehr aufgegeben und an private Investoren veräußert.

Aus Kosten- und Effizienzgründen gibt es Pläne, den Standort Mainz weiter umzustrukturieren. Alle Truppenteile aus der Generalfeldzeugmeister-Kaserne sollen zukünftig in die erweiterte und modernisierte Kurmainz-Kaserne umziehen.

Die Verbundenheit der Stadt zur Bundeswehr sollte auch durch ein öffentlichesFeierliches Gelöbnis am 27. Mai 2008 gezeigt werden. Obwohl in Mainz selbst keineGrundausbildung durchgeführt wird, legten 130 Rekruten desFeldjägerbataillons 251 am 176. Jahrestag desHambacher Fests vor demDeutschhaus, dem Sitz desRheinland-Pfälzischen Landtags, ihr Gelöbnis ab.[186] Bereits 2000 fand in Mainz ein öffentliches Gelöbnis statt.

In Mainz gibt es zudem vierReservistenkameradschaften (RK), dieRK Mainz, dieRK Kurmainz,RK Fürst Blücher sowieRK Finthen mit zusammen rund 400 Mitgliedern. Mainz ist auch Sitz derLandesgeschäftsstelle RLP +Kreisgeschäftsstelle Mainz des VereinsVerband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e. V.Die Reservistenkameradschaften sind der KreisgruppeRheinhessen angegliedert.

Kultur

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Überblick

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Als Stadt in derGroßregion nahm Mainz am Programm desEuropäischen Kulturhauptstadtjahres 2007 teil.

Film

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Ehemalige KinosResidenz undPrinzess
Cine Star

Mit demFILMZ – Festival des deutschen Kinos wurde im Jahr 2001 das erste Langfilmfestival in Rheinland-Pfalz gegründet. Das Festival gibt einen Überblick über die aktuellen deutschsprachigen Produktionen und die Bandbreite der jungen Filmentwicklung. Anfang Dezember jeden Jahres verleiht FILMZ Preise für Lang- und Kurzfilme. Die Regisseure, Schauspieler und weitere Teammitglieder der Filme sind als Gäste anwesend. Neben demFilmfestival Max Ophüls Preis inSaarbrücken, denHofer Filmtagen und demFestival des deutschen Films inLudwigshafen ist das Mainzer FILMZ eines der wichtigsten Festivals, das die aktuelle Entwicklung des jungen deutschen Films verfolgt.

Theater

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Staatstheater Mainz nach der Renovierung

In Mainz gibt es mehrere Bühnen, auf denen Theateraufführungen und Konzerte stattfinden. Das größte und das Stadtbild am meisten prägende Theater ist dasStaatstheater amGutenbergplatz. Das Staatstheater ist unterteilt in das Große Haus (siehe Bild), das Kleine Haus, das Glashaus sowie die Studiobühne U17.

Der nicht nur als Theater fungierende „Frankfurter Hof“ existiert bereits seit 1800 und kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Ursprünglich handelte es sich um ein Gasthaus mit Festsaal. Ab 1842 fanden hier die erstenFastnachtssitzungen der gerade entstehenden Fastnacht statt. Während der Revolution von 1848 trafen sich hier die Demokraten der Stadt und bereiteten die Wahlen zur Nationalversammlung vor. Danach wurde der Hof mehrmals Schauplatz kirchlicher Veranstaltungen wie z. B. der Katholikentage von 1851 und 1871. 1944 wurde in den Sälen ein Kino eingerichtet. 1972 kaufte die Stadt das mittlerweile weitgehend ungenutzte und verfallene Gebäude. Nach einer Initiative zur Rettung des Hofes wurde er 1991 als „Kulturelles Zentrum“ renoviert und seiner heutigen Bestimmung zugeführt.

Neben diesen größeren Häusern gibt es mehrere kleinere Häuser wie dieMainzer Kammerspiele, das Mainzer Forumtheaterunterhaus (mit dem „unterhaus im unterhaus“) oder dasTheater im Loft des TournéetheatersTeatro d’Arte Scarello sowie die 2005 gegründeteShowbühne Mainz. In ihnen findet auch Kabarett, Comedy und Boulevardtheater statt. Auch wird hier jungen und unbekannten Künstlern eine Bühne geboten. Außerdem bietet das im Kulturzentrum M8-Bühne (im Haus der Jugend Mainz) beheimatete freie JugendtheaterJunge Bühne Mainz ein vielseitiges Programm für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Theaterinteressierte aller Altersstufen.

Orchester

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  • DasPhilharmonische Staatsorchester Mainz, gegründet 1876, hat seinen festen Sitz im Theatergebäude. Hauptaufgabe des Orchesters ist die musikalische Begleitung von Musiktheaterstücken wie Opern und Operetten am Theater. Daneben bildet die Aufführung von Sinfoniekonzerten einen weiteren wichtigen Bereich.
  • UniOrchester der Johannes Gutenberg-Universität Mainz[187]
  • Mainzer Kammerorchester
  • Bläser-Ensemble Mainz – Das Ensemble wurde 1967 von Klaus Rainer Schöll gegründet und widmet sich der Musik vonGabrieli bis zur Moderne.
  • Akkordeon-Orchester Mainz
  • Sinfonisches Blasorchester des Peter-Cornelius-Konservatoriums, 1991 gegründet vonGerhard Fischer-Münster
  • Bläserensemble des Peter-Cornelius-Konservatoriums, 1981 gegründet von Gerhard Fischer-Münster
  • Sinfonietta Mainz
  • Rheinische Orchesterakademie Mainz e. V. (ROAM)
  • Landespolizeiorchester Rheinland-Pfalz

Chöre

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  • DerMainzer Domchor geht auf eine Gründung des BischofsWilhelm Emmanuel von Ketteler im Jahr 1866 zurück. Er bildet sich aus Knaben- und Männerstimmen und umfasst über 160 Mitglieder. Hauptaufgabe des Chores ist die Begleitung der Stifts- undPontifikalämter im Mainzer Dom.
  • UniChor der Johannes Gutenberg-Universität Mainz[188]
  • DieDomkantorei St. Martin ist ein 1987 gegründeter gemischter Chor. Neben der Begleitung der Domgottesdienste tritt er auch zu regulären Konzerten auf.
  • DerMädchenchor am Dom und St. Quintin, Mainz wurde 1994 gegründet. Hauptaufgabe des Chores ist die musikalische Gestaltung der Gottesdienste im Hohen Dom zu Mainz und in der Pfarrkirche St. Quintin.
  • Bachchor Mainz
  • DerMainzer Figuralchor wurde 1979 vonStefan Weiler gegründet und bis zu seiner Auflösung im Jahr 2014 geleitet. Er führte geistliche und weltliche A-cappella-Werke aller Stil-Epochen sowie oratorische Kompositionen auf. Ein besonderer Akzent lag auf den WerkenJohann Sebastian Bachs und zeitgenössischer Komponisten.
  • Johanniskantorei Mainz
  • DasEnsemble Chordial wurde 2008 von Mainzer Studenten gegründet und probt in der Evangelischen Studierenden-Gemeinde. Das Repertoire des Chores reicht von Werken des Barocks über romantische und impressionistische Stücke bis hin zur Moderne.
  • Mainzer Singakademie
  • Colours of Gospel sind ein 1998 gegründeter und von Collins Nyandeje geleiteter Gospelchor
  • Die Uferlosen wurden 1997 als gemischterlesbischwuler Chor gegründet.[189]
  • DasEnsemble Vocale Mainz wurde 1984 vonWolfgang Sieber als kleines Vokalensemble gegründet und hat sich innerhalb kurzer Zeit zu einem Kammerchor entwickelt, der sich vor allem A-cappella-Literatur widmet und mit der Pfarreikirche St. Bonifaz kooperiert.
  • convivium musicum mainz (Junger Chor am Musikwissenschaftlichen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz)
  • Capella Moguntina ist ein im Jahr 2006 gegründetes junges Ensemble für Kirchenmusik an St. Quintin. Der Chor besteht derzeit aus 20 Mitgliedern, die sich dem Studium und der Aufführung geistlicher Vokalmusik der Renaissance und des Barocks zur Aufgabe gemacht haben. Das Repertoire ist sowohl in die Liturgie an der Pfarrkirche St. Quintin als auch in verschiedene Konzerte eingebettet und umfasst Werke bis in die Moderne.
  • DieKinder- und Jugendkantorei St. Alban, welche 1971 von ihrem Chorleiter Heinz Lamby gegründet wurde, zählt heute rund 40 Mitglieder.
  • Die 1988 gegründete Chorabteilung des Peter Cornelius Konservatoriums umfasst einen Kinder- und einen Jugendchor sowie den Peter-Cornelius-Chor.
  • Der 1978 gegründete MainzerMadrigalchor ist ein gemischter Kammerchor und auf vokale Arrangements aus Renaissance und Barock spezialisiert.[190]

Museen

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Landesmuseum in der Golden-Ross-Kaserne

Die Mainzer Museenlandschaft ist von historischen Museen geprägt. Das bereits 1852 gegründeteRömisch-Germanische Zentralmuseum (RGZM) war imKurfürstlichen Schloss untergebracht und wurde 2023 zumLeibniz-Zentrum für Archäologie umbenannt. Unter dessen Leitung wird dasMuseum für antike Schifffahrt in der südlichen Mainzer Altstadt betrieben, in direkter Nachbarschaft entsteht dasMuseum für Archäologie, das im Jahr 2027 neu eröffnet werden soll.[191] Neben Sammlungen zur Vor- und Frühgeschichte, zur römischen Geschichte und zum frühen Mittelalter besitzt das Museum umfangreiche Restaurierungswerkstätten. Diese gehören zu den weltweit größten Einrichtungen ihrer Art und genießen internationalen Ruf. Sie werden mit der Konservierung und Restaurierung weltweit bedeutender archäologischer Funde wie z. B. desGletschermanns aus Südtirol oder des Goldschatzes von Sipán (Grabbeigaben eines vorinkazeitlichen Fürsten aus Peru) beauftragt.

Eine breiter angelegte Sammlung von der Steinzeit bis in die Moderne bietet dasLandesmuseum Mainz. Das Landesmuseum Mainz wurde 1803 gegründet und ist somit eines der ältesten Museen in Deutschland. Es ist im Zentrum von Mainz in der Großen Bleiche im ehemaligen kurfürstlichenMarstall, der „Golden-Ross-Kaserne“, beheimatet und beherbergt die bedeutendste Kunstsammlung des Landes Rheinland-Pfalz. Aus der Zeit des römischenMogontiacum wird eine Vielzahl von Exponaten ausgestellt. Beeindruckend sind vor allem die zum Teil monumentalen Steindenkmäler in der sogenanntenSteinhalle, unter anderem auch die Originalfunde derGroße Mainzer Jupitersäule und desDativius-Victor-Bogens. Ebenfalls bedeutend sind der „Mainzer Römerkopf“, das qualitativ hochwertige Porträt eines Angehörigen des Julisch-Claudischen Kaiserhauses und der Bronzekopf einer Frau, möglicherweise der Kopf der keltischen GöttinRosmerta. Die umfangreiche Gemäldesammlung des Museums geht auf eine Schenkung von 36 Bildern durch Napoleon zurück, die auch Anlass der Gründung des Museums war.

Einen weiteren tiefen Einblick in die Geschichte des römischen Mainz ermöglicht dasMuseum für Antike Schifffahrt, in dem dieRömerschiffe ausgestellt sind, die 1980/81 bei den Bauarbeiten für einen Hotelkomplex am Rheinufer gefunden wurden, sowie dasHeiligtum der Isis und Mater Magna, das ebenfalls bei Bauarbeiten entdeckt wurde und im Untergeschoss der heutigen Römerpassage zu besichtigen ist. Die im Heiligen Bereich gemachten Funde werden dort zusammen mit den baulichen Überresten seit 2003 in einer nach modernsten museumspädagogischen Aspekten multimedial inszenierten Ausstellung gezeigt.

Hauptausstellungsbau des Gutenbergmuseums (Entwurf vonRainer Schell, 1962 vollendet)

Im weltweit einmaligen Museum für Druckkunst, demGutenberg-Museum, erhält man einen Einblick in die von Johannes Gutenberg in Mainz erfundene Drucktechnik. Das Museum verfügt zudem über zwei der 49 erhaltenen Gutenbergbibeln. Umfangreiche Exponate zur Geschichte der Drucktechnik, der Typographie und des mechanischen Drucks ergänzen die Sammlungen des Museums.

DasBischöfliche Dom- und Diözesanmuseum im Kreuzgang desMainzer Doms informiert über die Geschichte der romanischen Bischofskirche und des Bistums Mainz. Der närrischen Historie der Stadt ist dasMainzer Fastnachtsmuseum gewidmet. Daneben gibt es für einen allgemeinen Überblick auch noch dasStadthistorische Museum auf dem Gelände derZitadelle Mainz. DasNaturhistorische Museum ist das größte seiner Art in Rheinland-Pfalz. Schwerpunkte der Museumsarbeit liegen in den Bio- und Geowissenschaften. DasMainzer Garnisonsmuseum ist stilgerecht auf der Zitadelle in dreiKasematten zwischen dem Kommandantenbau und der BastionGermanicus untergebracht und zeigt die über 2000-jährige Geschichte der Festungsstadt Mainz.Zeitgenössische Kunst zeigt dieKunsthalle Mainz im Mainzer Zollhafen.

Bibliotheken

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Mainz kann als Geburtsstadt der Druckkunst auf eine lange Tradition von Bibliotheken und Büchersammlungen zurückblicken. Den Anfang machte dieBibliotheca Universitatis Moguntinae der 1477, also imSpätmittelalter, gegründeten Kurfürstlichen Universität. Diese bildete 1805 den Grundstock für die auf direkte Anordnung des französischen InnenministersChampagny gegründeteMainzer Stadtbibliothek. Weitere bis heute erhaltene Altbestände an Büchern der nunmehr städtischen Bibliothek resultieren aus den Büchersammlungen der Ende des 18. Jahrhunderts aufgelösten Klöster wie z. B.Kartause,Reichklara undAltmünster sowie der 1773 nachAufhebung des Jesuitenordens aufgelösten Niederlassung des Ordens in Mainz.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts fand die Mainzer Stadtbibliothek ihre dauerhafte Bleibe in einem neu errichteten Jugendstilgebäude an der Mainzer Rheinallee in direkter Nachbarschaft zum Kurfürstlichen Schloss. Die Mainzer Stadtbibliothek gliedert sich heute in die Wissenschaftliche Stadtbibliothek und in die Öffentliche Bücherei mit breitem Angebot, das sich an alle Mainzer Bürger richtet. Diese fand Anfang der 1980er-Jahre als „Öffentliche Bücherei – Anna Seghers“ ihren dauerhaften Platz in einem derbeiden Hochhaustürme am Bonifaziusplatz in der Nähe des Mainzer Hauptbahnhofs. Teile der Öffentlichen Bücherei sind in Form von fünf Stadtteilbüchereien ausgelagert.

Der Aufbau der heutigenUniversitätsbibliothek Mainz begann 1946 im Zuge der Wiedereröffnung der Mainzer Universität. Am Anfang der Nachkriegsgeschichte in Mainz stand der Aufbau von dezentralen Bibliotheken. Erst danach wurde die Universitätsbibliothek/Zentralbibliothek gegründet, die 1964 ein eigenes neues Gebäude bezog. Ihr Bestand umfasst in der Hauptsache Werke der letzten hundert Jahre. Das letzte Jahrzehnt stand im Zeichen des Aufbaus von fachübergreifenden Bereichsbibliotheken als Bestandteilen der Universitätsbibliothek und der Bereitstellung eines breiten elektronischen Angebots.

DieMartinus-Bibliothek im Arnsburger Hof in der Mainzer Altstadt ist die wissenschaftliche Diözesanbibliothek des Bistums Mainz. Sie ist mit etwa 300.000 Bänden und 200 dauernd gehaltenen Zeitschriften ausgestattet. Dazu kommen 900 Inkunabeln und 120 Handschriften, die bis ins 9. Jahrhundert zurückreichen. Sie ist eine der größten öffentlichen Spezialbibliotheken für Philosophie und Theologie.

Literatur

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Durch die besondere Verbindung der Stadt Mainz mit dem Wirken Gutenbergs widmet sich die Stadt im kulturellen Bereich intensiv der Literatur und der dazugehörenden Druckkunst. Die nach dem Zweiten Weltkrieg ins Leben gerufeneMainzer Johannisnacht (drittes Wochenende im Juni) widmet sich im kulturellen Programmbereich mit zahlreichen Aktivitäten der Literatur und dem Andenken Gutenbergs.

DerMainzer Stadtschreiber ist ein 1984 gestifteter Literaturpreis der FernsehsenderZDF und3sat sowie der Stadt Mainz. Namhafte Autorinnen bzw. Autoren werden für ein Jahr zur Mainzer Stadtschreiberin bzw. zum Mainzer Stadtschreiber mit Wohnsitz im Stadtschreiberdomizil des Gutenberg-Museums in Mainz ernannt. Unter den Mainzer Stadtschreiberinnen und Stadtschreiber finden sich bekannte Autoren wie z. B.Sarah Kirsch (1988),Horst Bienek (1989),Peter Härtling (1995),Hanns-Josef Ortheil (2000),Urs Widmer (2003) oderMonika Maron (2009).

Zusätzlich vergibt die Stadt Mainz denLiteraturförderpreis der Stadt Mainz. Dieser Preis wird alle zwei Jahre vergeben. Preisträger sind junge Mainzer Autoren. Die Organisation obliegt dem LiteraturBüro Mainz.

DieMainzer Minipressen-Messe (MMPM) ist die größte Buchmesse der Kleinverlage und künstlerischen Handpressen in Europa. Sie findet seit 1970 alle zwei Jahre in Mainz statt, bis 2011 in Großzelten am Mainzer Rheinufer, seit 2013 in der Mainzer Rheingoldhalle. Im Rahmen dieser Messe vergibt die Stadt Mainz seit 1979 zu Ehren vonVictor Otto Stomps den V.O. Stomps-Preis für „herausragende kleinverlegerische Leistungen“.

Im November findet das Literaturjahr in Mainz mit derMainzer Büchermesse im Rathaus seinen Ausklang.[192] Diese Buchmesse wird seit 1999 in der heutigen Form von der Arbeitsgemeinschaft Mainzer Verlage organisiert, die dort ihre Werke vorstellen. Die Buchmesse steht jedes Jahr unter einem anderen Thema, welches in Form von Vorträgen, Lesungen, Workshops usw. dem interessierten Publikum dargeboten wird.

Clubs und Diskotheken

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Die Clubs werden insbesondere von den zahlreichen Studierenden der Stadt besucht. Mittwochs ist der Eintritt in den Clubs vielerorts frei oder günstiger.[193]

Regelmäßige Veranstaltungen

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Rosenmondnacht auf der Lu' (2004)
Buchdruckertradition auf dem Johannisfest: Das Gautschen der neuen Buchdruckergesellen (2010)

Kulinarische Spezialitäten

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Mainzer Nationalgericht: Weck, Worscht und Woi (natürlich aus derMainzer Stange)

Mainz ist sowohl aufgrund der Historie wie auch der geografischen Lage eng mit demWeinanbau verbunden. Im Stadtgebiet von Mainz gibt es verschiedene Weinlagen, aus denen hochprämierter Mainzer Wein gewonnen wird. Der Wein wird dabei noch oft in derMainzer Stange als „Schoppen“ serviert. Wer den Wein lediglich probieren will, trinkt aus einemPiffche. Aus der Weinkultur stammen auch einige der traditionellen Gerichte, die im Mainzer Raum seit langem nachzuweisen sind:Spundekäs,Handkäs mit Musik und derMainzer Käse sind Gerichte, die in Weinstuben zum Wein gereicht werden. Auch die Kombination vonPellkartoffeln (im DialektQuellmänner),Butter,Leberwurst undSalz hat als früheres Mainzer Gericht für arme Bevölkerungsschichten noch überlebt. AuchNierenspieße oderNierenragout sind in der Mainzer Küche zu finden. Ebenfalls als typisches Mainzer Gericht gilt in dieser Kombination auchWeck, Worscht un Woi. Die Nähe zu Rheinhessen sorgt dafür, dass auch diekulinarischen Spezialitäten des Umlandes gerne gegessen werden und eine echte Abgrenzung nicht existiert. Durch die lange Tradition der Mainzer jüdischen Gemeinde haben sich auch Spezialitäten aschkenasischer Juden (miminhagei jehudei ashkenas) erhalten, die erstmals vonJakob ben Moses haLevi Molin beschrieben wurden. Dazu zählt beispielsweise dieGrüne Sauce.

Zu den bekanntesten Sektkellereien gehört dieKupferberg-Sektkellerei. Aber auch Bier wurde früher in Mainz gebraut. Bis zu Anfang des 20. Jahrhunderts gab es zahlreiche Gasthaus- und Großbrauereien. Zu den bekanntesten, heute nicht mehr existierenden Brauereien zählten dieMainzer Aktien-Bierbrauerei und die früh auf die FrankfurterBinding-Brauerei übergegangeneSchöfferhof-Brauerei. Heute gibt es neben derGasthausbrauerei Eisgrub auch die zwei Brauereien KuehnKunzRosen und Eulchen Brauerei, die für den lokalen und überregionalen Markt Bier herstellen.

DasDom-Café wurde 1792 als erstesKaffeehaus in Mainz und eines der ältesten überhaupt im heutigen Deutschland eröffnet. Franz-Anton Aliski erhielt vomMainzer Domkapitel im Frühjahr 1792 die Konzession, in einem der gerade von Franz Neumann geschaffenen Domhäuser am Marktportal des Domes ein Kaffeehaus mit handwerklich produzierten Torten, Kuchen, Pralinés,Petits Fours, Speiseeis undPâtisserie nach Wiener Art einzurichten. Mainz war zu diesem Zeitpunkt ein Zentrum der Konterrevolutionäre und beherbergte viele heimatlose Adelige. Die spätere österreichische Garnison nahm dieses heimatliche Angebot gerne an. Seitdem besteht in Mainz eine florierende Kaffeehausszene. Aus dieser Tradition heraus stammt auch noch die Beliebtheit vonBrezeln undSalz-/Kümmelstangen.

DerMainzer Schinken war eine Spezialität der Mainzer Metzger, die vor allem in Frankreich sehr populär war.[196] Bis zum Ersten Weltkrieg exportierte Mainz die Delikatesse in die Markthallen von Paris. Von François Rabelais wird diese Spezialität in seinem mehrbändigen humoristischen Romanzyklus um die beiden Riesen Gargantua und Pantagruel mit dem Bayonner Schinken qualitativ gleichgestellt. In Frankreich wird derJambon de Mayence nach wie vor in einem Kinderlied besungen und im heutigen Mainz als alte Mainzer Spezialität gerade wiederentdeckt und hergestellt.

Natur

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Bei einem bundesweiten Vergleich der Deutschen Umwelthilfe (DUH) im Jahr 2024 zum Grad der Versiegelung von Städten, schnitt Mainz am fünftschlechtesten ab, es fehle an Grün.[197] Trotz aller Gefährdungen habe sich aber in der vom Menschen stark geprägten Region die Natur schützenswerte Räume und Rückzugsgebiete erhalten, mitunter mitten in der Stadt, so Christian Henkes vom NABU Mainz und Umgebung.[198] Bereits im Jahr 2020 hatte die Stadt Mainz die Umsetzung einer Biodiversitätsstrategie beschlossen, um den Artenreichtum in der Stadt zu fördern. In dem zugehörigen Papier wird ein Überblick über die vorhandenen Naturschutzgebiete etc. gegeben:

„In Mainz gibt es 5NATURA 2000-Gebiete (802 ha), 8Naturschutzgebiete (NSG, 735 ha), 4Landschaftsschutzgebiete (LSG, 3903 ha), 13Geschützte Landschaftsbestandteile (GLB, 28 ha) sowie 27Naturdenkmäler (ND, ca. 11 ha); NATURA 2000-Gebiete sind z. T. auch als Naturschutzgebiete ausgewiesen, weshalb sich diese Flächen überlagern können. […] Da sich das Stadtgebiet über zehn Naturräume erstreckt, ist die Vielfalt der Lebensräume in Mainz besonders groß. So gibt es bspw. Feuchtgrünland, Teiche und Röhrichte imLaubenheimer Ried, trockene Sandheiden und Binnendünen imMainzer Sand sowie Streuobstwiesen imHöllenberg. Zu den Höhepunkten zählen die über 170 Stechimmen-Arten der Zitadelle, die große Storchenkolonie im Laubenheimer Ried und die vom Aussterben bedrohten Steppenpflanzen im Mainzer Sand. Hinzu kommen ‚gesetzlich geschützte Biotope‘, die per se ohne Ausweisungsverfahren nach § 30 BNatSchG und § 15 LNatSchG unter Schutz stehen, sowie ökologisch wertvolle ‚Biotopflächen‘ im Eigentum der Stadt. […] Der Zustand der Schutzgebiete ist unterschiedlich. So gibt es einige Erfolge in der Ausbreitung streng geschützter Arten. Als problematisch erweisen sich hingegeninvasive Neophyten, der große Naherholungsdruck, freilaufende Hunde, Baumaßnahmen, Kulturschutzeinrichtungen, die Artenverarmung durch Nährstoffeinträge sowie die begrenzten Kapazitäten in Betreuung und Vollzug.“

Landeshauptstadt Mainz, 2020[199]

Besondere Aufmerksamkeit fand in den letzten Jahren das Pilotprojekt einer ökologischen Mauersanierung der Zitadelle Mainz, bei der Kompromisse zwischen dem Schutz der z. T. seltenen Mauerbewohner und den Fragen des Denkmalschutzes gefunden werden mussten.[200] Beispielhaft war die Renaturierung desGonsbaches ab 2014, weitere innerstädtische Bäche wie der Aubach sollen folgen.[201] Da in der Stadt wegen verschiedener Baumaßnahmen Bäume bedroht sind und immer wieder gefällt werden, haben sich 2024 sechs Gruppen und Institutionen zu einem „Baumbündnis“ zusammengeschlossen, das „unnötige Fällungen“ verhindern will.[202]

  • Eines der zahlreichen Storchennester auf der Stromtrasse im Laubenheimer Ried
    Eines der zahlreichen Storchennester auf der Stromtrasse im Laubenheimer Ried
  • Naturschutzgebiet Mainzer Sand, ein Steppengebiet von europäischer Bedeutung, aufgenommen vom Hochhauskomplex Elsa
    Naturschutzgebiet Mainzer Sand, ein Steppengebiet von europäischer Bedeutung, aufgenommen vom HochhauskomplexElsa
  • Das vom Aussterben bedrohte Sand-Lotwurz, das nur noch in wenigen hundert Exemplaren im Mainzer Sand vorkommt
    Das vom Aussterben bedrohteSand-Lotwurz, das nur noch in wenigen hundert Exemplaren im Mainzer Sand vorkommt
  • Unterschiedliche Landschaftstypen im Ober-Olmer Wald
    Unterschiedliche Landschaftstypen imOber-Olmer Wald
  • Im Naturschutzgebiet Wiesen am Layenhof – Ober-Olmer Wald sind kleine Tümpel ein Paradies für geschützte Amphibien
    Im NaturschutzgebietWiesen am Layenhof – Ober-Olmer Wald sind kleine Tümpel ein Paradies für geschützte Amphibien
  • Ökologisch sanierter Mauerteil der Mainzer Zitadelle, bei dem Flächen mit vorhandenem Bewuchs und Unterschlupfmöglichkeiten für Tiere erhalten bleiben
    Ökologisch sanierter Mauerteil der Mainzer Zitadelle, bei dem Flächen mit vorhandenem Bewuchs und Unterschlupfmöglichkeiten für Tiere erhalten bleiben

Sport

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Mainz verfügt über viele Sportstätten: Bruchwegstadion (Mitte) und Eissporthalle (links)

Sportveranstaltungen und Wettkämpfe (Auswahl)

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  • Seit dem Jahr 2000 findet in Mainz alljährlich derGutenberg-Marathon statt.
  • Von 2001 bis 2010 fand in Mainz die zuvor in Frankfurt durchgeführte VeranstaltungChess Classic statt, bei der in derRheingoldhalle der inoffizielle Titel des Schnellschachweltmeisters vergeben wurde.
  • Seit 2002 richtet der TriathlonClub EisheiligenChaosTriathlonwettkämpfe in Mainz aus, seit 2003 unter dem NamenMainzer City-Triathlon. Seit dem Jahr 2004 werden außerdem Kinder- und Schülerwettkämpfe organisiert.

Mannschaftssport (Auswahl)

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Mewa Arena, Spielstätte des 1. FSV Mainz 05

Mainz weist im sportlichen Bereich vor allem in den Stadtteilen und Vororten eine Vielfalt von Vereinen auf, so auch imFußball. Der erfolgreichste Fußballverein der Stadt Mainz ist der1. FSV Mainz 05. Die erste Mannschaft spielte seit ihrer Gründung nie tiefer als in der dritthöchsten Liga. Von 2004 bis 2007 gehörte sie der erstenBundesliga an, in die sie 2009 wieder aufstieg. 2005 konnte sie sich zwar sportlich nicht für einen europäischen Wettbewerb qualifizieren, nahm aber über die Fairplay-Wertung und ein Losverfahren amUEFA-Cup teil. In der Saison 2010/2011 erreichte der 1. FSV Mainz 05 zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte die sportliche Qualifikation zu einem europäischen Wettbewerb, in der sie jedoch am rumänischen VereinGaz Metan Mediaș scheiterte. Die Mannschaft trägt ihre Heimspiele in der im Jahr 2011 eingeweihtenMewa Arena aus. Die zweite Mannschaft spielt derzeit in derFußball-Regionalliga Südwest. In den Saisons 2004/05 und 2014/15 spielten alle Mannschaften der 05er in der höchstmöglichen Spielklasse. Zum Abschluss der Saison 2015/2016 der Ersten Bundesliga belegten die Mannschaft den 6. Tabellenplatz und konnte sich damit direkt für die Gruppenphase derUEFA Europa League qualifizieren, der zurzeit beste sportliche Erfolg der05er.

Die erste Damenmannschaft desBasketballvereinsASC Theresianum Mainz spielte schon ein Jahr nach ihrer Gründung in der ersten Bundesliga, nun wieder in der zweiten Bundesliga, während die erste Herrenmannschaft in der neu formierten ersten Regionalliga spielt. Die unteren Mannschaften spielen unter anderem in der Regionalliga, Oberliga (Damen) und Landes- und Bezirksliga (Herren). Auch im Jugendbereich ist der ASC einer der erfolgreichsten Vereine in Rheinland-Pfalz.

DieMainz Athletics zählen zu den süddeutschen Spitzenmannschaften desBaseballs. Seit 1994 sind sie jedes Jahr in der Play-off-Runde um die deutsche Meisterschaft vertreten. 2007 und 2016 wurden sie Deutscher Meister. Im Juni 2011 zog der Verein ins neue Stadion imGonsbachtal um.

DerTSV Schott ist der größte Mainzer Breitensportverein, er hat ca. 3700 Mitglieder und bietet 25 verschiedene Sportarten an. DieAmerican-Football-Spieler des TSV Schott, die „Mainz Golden Eagles“, wurden 2007 Meister in der Oberliga und spielten zwei Jahre in der Regionalliga Mitte. Zurzeit spielt die Mannschaft wieder in der Oberliga. Die zur Saison 2009 erstmals angetretene Damenmannschaft gewann direkt in der Debütsaison die Meisterschaft der 2. Bundesliga. Gleichzeitig stellten sie für die Saison 2010 sechs Mitglieder der aktuellen deutschen Damen-Football-Nationalmannschaft. Auch die Jugendmannschaften der Golden Eagles errangen einige Erfolge, unter anderem die Qualifikation zu den deutschen Meisterschaften im Hallen-Flag-Football.

DerRugby Club Mainz wurde 1999 als eigenständiger Verein gegründet. Seit dem Beginn der Saison 2012/2013 spielt die Herrenmannschaft in der1. Bundesliga. Zuvor war der RCM in der 2. Bundesliga Süd vertreten. Die Reservemannschaft tritt in der rheinland-pfälzischen Regionalliga an. Größter Erfolg der bisherigen Vereinsgeschichte sind der Gewinn der deutschen Hochschulmeisterschaft 2009 in Zusammenarbeit mit derJohannes Gutenberg-Universität Mainz und der vorzeitige Erstliga-Klassenerhalt in der Saison 2012/2013. Die Damenabteilung des RC Mainz nimmt in mehreren Spielgemeinschaften am Ligabetrieb teil: In der SG Rhein-Main wird gemeinsam mitEintracht Frankfurt Bundesliga-Rugby gespielt, die SG Mainz-Aachen tritt in der 7er-Regionalliga West an.[203]

Das Sport-Netz Mainz, AbteilungLacrosse (Mainz Musketeers), ist seit 2007 in der Westdeutschen Lacrosse-LigaWDLL, jetzt 1. Bundesliga West, vertreten.

Die 1. Herrenmannschaft der Hockeyabteilung des TSV Schott Mainz spielt in der 2. Bundesliga, Gruppe Süd.

Floorball Mainz spielte in der Vergangenheit in der zweiten Liga.

Sonstige Sportarten (Auswahl)

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DerUSC Mainz stellte bereits mehrere Teilnehmer anOlympischen Spielen, darunterIngrid Mickler-Becker, Olympiasiegerin mit der 4 × 100-m-Staffel 1972,Lars Riedel,Diskus-Olympiasieger 1996,Marion Wagner,Niklas Kaul, Dekathlon-Weltmeister 2019, undFlorence Ekpo-Umoh.

DerMainzer Turnverein von 1817 ist der zweitälteste noch existierendeSportverein Deutschlands. Der MTV besteht aus den SpartenTurnen-Gymnastik,Badminton,Basketball,Fechten,Fußball,Handball,Kegeln,Modern Sports Karate,Ski,Tennis undVolleyball.

Die 1. Herrenmannschaft derSchachabteilung des TSV Schott Mainz spielt in der2. Schachbundesliga, Gruppe West. Der 1. Damenmannschaft gelang in der Saison 2006/2007 der Aufstieg in die1. Bundesliga, die 2. Damenmannschaft stieg in die 2. Bundesliga auf.

DerASV Mainz 1888 errang in den Jahren 1973, 1977, 2012 und 2023 den Titel „Deutscher Mannschaftsmeister“ imRingen, 1975 war er Vizemeister und 1969 Pokalsieger. Durch das Erreichen der Meisterschaft in der 2. Ringer-Bundesliga West 2006/07 tritt der Verein seit der Saison 2007 wieder in der 1. Ringer-Bundesliga an.

DerMainzer Ruder-Verein von 1878 (MRV) ist seit 1912 im internationalen Spitzensport vertreten und ist einer der erfolgreichsten deutschen Rudervereine. Der erste internationale Titel konnte 1913 bei den Europameisterschaften inGent errudert werden.[204] Nach der Anzahl der Mitglieder (ca. 600) gehört er seit Jahren zu den größten deutschen Rudervereinen. Seit 2003 ist das Bootshaus des MRV am Winterhafen Sitz einesLandesleistungszentrums des Landesruderverbandes Rheinland-Pfalz, außerdem Olympiastützpunkt Rheinland-Pfalz/Saarland und seit 2013 Bundesstützpunkt Nachwuchs Mainz/Frankfurt. Im Jahr 2020 qualifizierte sich Jason Osborne in seiner Bootsklasse für eine Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio. Das Bootshaus derMainzer Ruder-Gesellschaft 1898 befindet sich linksrheinisch auf der Ingelheimer Aue. Der Verein widmet sich dem Wanderrudern, Breitensport und Leistungssport.

DieSG EWR Rheinhessen-Mainz ist ein Zusammenschluss aus insgesamt sechs Schwimmvereinen.Die 1. Herrenmannschaft schwimmt seit der Saison 2006/07 in der 1. Bundesliga, die Damenauswahl in der 2. Bundesliga Süd. Darüber hinaus starten regelmäßig Sportler der Startgemeinschaft bei Europa- und Weltmeisterschaften sowie Olympischen Spielen. Bekannte Sportler der Trainingsgruppe von Nikolai Evseev sindChristian Hein,Angela Maurer undJohanna Manz.

Zu den leistungsstärksten und erfolgreichsten deutschen Hallenradsportvereinen gehören der Radsportverein 1925 Ebersheim, der Radfahrerverein 1905 Finthen und der Radfahrerverein 1910 Hechtsheim. Als Leistungssport, der seine nationalen und internationalen Erfolge einer guten Jugendarbeit verdankt, pflegen diese Vereine dasKunstradfahren (Einer-, Zweier-, Vierer- und Sechser-Kunstfahren) sowie denRadball. Bei den Weltmeisterschaften im Zweier-Radball knüpften Thomas Abel und Christian Hess 2006 und 2007 an die Titelgewinne Hechtsheimer Radsportler seit den frühen 1950er-Jahren an;Katrin Schultheis undSandra Sprinkmeier (RV Ebersheim) errangen seit 2004 drei Weltmeister-Titel und vier Vizeweltmeisterschaften und sind Inhaberinnen des aktuellen Weltrekordes. Julia und Nadja Thürmer (RV Finthen) gehören als Junioreneuropameisterinnen 2007 und Vizeweltmeisterinnen 2009 zur nationalen und internationalen Spitze im Zweier-Kunstfahren.

DerTanz-Club Rot-Weiss Casino Mainz wurde im Jahr 1949 gegründet. Er gehört zu den zehn größten Tanzsportclubs in Deutschland und ist der zweitgrößte Tanzsportverein in Rheinland-Pfalz nach dem Tanzclub Rot-Weiss Kaiserslautern. Aushängeschilder des Clubs sind das Ehepaar Kiefer, amtierender Weltmeister der Senioren-II-Standard-Klasse, und dieStandardformationen, von denen das A-Team seit sechs Jahren in der ersten Bundesliga tanzt. Als einziger Verein in Deutschland hatte der Club in der Saison 2006/2007 drei Standardmannschaften am Start.

DerMGC Mainz, einMinigolfverein, spielt in der ersten Bundesliga und ist mit vielen Nationalspielern besetzt.

Die 1. Herrenmannschaft desTriathlonClub EisheiligenChaos (TCEC) startete im Jahr 2013 in der Regionalliga.

Weitere Sportvereine (Auswahl)

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Hinweis: Sportvereine, die sich einem Stadtteil zuordnen lassen, befinden sich in den jeweiligen Stadtteilartikeln.

Namenspatenschaften

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Airbus 340-600 der Lufthansa, dieMainz
Der ICE T namensMainz (Tz 1182) im Mainzer Hauptbahnhof, im Hintergrund die Mainzer Bonifazius-Türme

Die Stadt Mainz war in der Geschichte schon mehrfach Namenspate:

  • Auswanderer im 18. und 19. Jahrhundert gründeten in den Vereinigten Staaten die StädteMentz (New York)[205] undMentz (Texas).
  • DieMainz war einKleiner Kreuzer der deutschen Kaiserlichen Marine, der im Ersten Weltkrieg zum Einsatz kam.
  • DieMainz war einRaddampfer der 1928/29 für die Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschifffahrt gebaut wurde.
  • DieMainz ist einBereisungsschiff, das 1943 gebaut wurde und heute vorrangig für Veranstaltungen der Bundesregierung genutzt wird, darunter Staatsbesuche und internationale Konferenzen.
  • DerMainzer Schinken war eine Bezeichnung der Metzger in und um Mainz für einen nach einem bestimmten Rezept hergestellten Schinken.
  • AlsMainzer Modell bezeichnet man eine Form des Lohnkostenzuschusses.
  • DieLufthansa hat einenAirbus A340-600 (Kennung D-AIHK) nach der Stadt benannt.
  • Die Deutsche Bahn hat seit Herbst 2006 einenICE T der Baureihe 411 (Tz 1182) mit Zulassung für dieSchweiz nach der Stadt benannt. Zuvor gab es seit dem 17. Januar 2003 ebenfalls einen ICE T, allerdings aus der Baureihe 415 (Tz 1582), der den Namen der Stadt trug.
  • Der hochalpineMainzer Höhenweg in den Ötztaler Alpen wird von derDAV Sektion Mainz betreut. Um die Stadt Mainz herum befindet sich derKleine Mainzer Höhenweg.
  • Der Name desAsteroiden(766) Moguntia ist abgeleitet von der lateinischen Bezeichnung der Stadt Mainz,Mogontiacum.

Partnerstädte

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Partnerstädte der Mainzer Stadtteile:

Freundschaftliche Beziehungen:

Persönlichkeiten

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Zu Personen, die in Mainz geboren sind oder in dieser Stadt gewirkt haben, siehe:

Siehe auch

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Portal: Mainz – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Mainz
Portal: Frankfurt Rhein-Main – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Frankfurt Rhein-Main
Portal: Rheinhessen – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Rheinhessen

Literatur

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Allgemeine Schriften

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(nach Erscheinungsjahr geordnet)

  • Martin Zeiller:Meyntz. In:Matthäus Merian (Hrsg.):Topographia Archiepiscopatuum Moguntinensis, Trevirensis et Coloniensis (= Topographia Germaniae.Band 6). 1. Auflage. Matthaeus Merian, Frankfurt am Main 1646,S. 4–10 (Volltext [Wikisource]). 
  • Karl Anton Schaab:Geschichte der Stadt Mainz. vier Bände, Mainz 1841–1851. Davon direkt zu Mainz Band 1 (1841) und Band 2 (1844).
  • Johann Heinrich Hennes: Bilder aus der Mainzer Geschichte, Verlag Franz Kirchheim Mainz 1857.
  • Städtebuch Rheinland-Pfalz und Saarland. Bd. 4,3. Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte. Teilband. Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser. Kohlhammer, Stuttgart 1964.
  • Vierteljahreshefte für Kultur, Politik, Wirtschaft, Geschichte. Hrsg. v. d. Stadt Mainz. Krach, Mainz 1981 ff.ISSN 0720-5945
  • Franz Dumont (Hrsg.), Ferdinand Scherf, Friedrich Schütz:Mainz – Die Geschichte der Stadt. Zabern, Mainz 1999 (2. Aufl.),ISBN 3-8053-2000-0.
  • Wilhelm Huber:Das Mainz-Lexikon. Hermann Schmidt, Mainz 2002,ISBN 3-87439-600-2.
  • Michael Matheus, Walter G. Rödel (Hrsg.):Bausteine zur Mainzer Stadtgeschichte. Mainzer Kolloquium 2000 (Geschichtliche Landeskunde 55). Franz Steiner, Stuttgart 2002,ISBN 3-515-08176-3.
  • Peter C. Hartmann:Kleine Mainzer Stadtgeschichte. Pustet, Regensburg 2005,ISBN 978-3-7917-1970-2.
  • Wolfgang Dobras, Frank Teske:Kleine Geschichte der Stadt Mainz. Braun Verlag, Karlsruhe 2010,ISBN 3-7650-8555-3.
  • Franz Xaver Bischof, Maria Lehner-Helbig: Mainz. In:Historisches Lexikon der Schweiz.
  • Mechthild Dreyer/Jörg Rogge (Hrsg.):Mainz im Mittelalter. von Zabern, Mainz 2009,ISBN 978-3-8053-3786-1.
  • Jörg Koch:Mainz. 55 Meilensteine der Geschichte. Menschen, Orte und Ereignisse, die unsere Stadt bis heute prägen. Sutton, Erfurt 2022,ISBN 978-3-96303-373-5.

Einzelthemen

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Personen

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(nach Autoren/Herausgebern alphabetisch geordnet)

  • Wolfgang Balzer:Mainz, Persönlichkeiten der Stadtgeschichte. Kügler, Ingelheim 1985–1993.
    • Bd. 1: Mainzer Ehrenbürger, Mainzer Kirchenfürsten, militärische Persönlichkeiten, Mainzer Bürgermeister.ISBN 3-924124-01-9.
    • Bd. 2: Personen des religiösen Lebens, Personen des politischen Lebens, Personen des allgemein kulturellen Lebens, Wissenschaftler, Literaten, Künstler, Musiker.ISBN 3-924124-03-5.
    • Bd. 3: Geschäftsleute, epochale Wegbereiter, Baumeister, Fastnachter, Sonderlinge, Originale.ISBN 3-924124-05-1.
  • Hans Berkessel, Hedwig Brüchert, Wolfgang Dobras,Ralph Erbar, Frank Teske (Hrsg.):Leuchte des Exils. Zeugnisse jüdischen Lebens in Mainz und Bingen, Mainz 2016,ISBN 978-3-945751-69-5.

Architektur

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Denkmaltopographien

nach Erscheinen geordnet

Kinderbücher
  • Gisela Cölle:Komm, ich zeig dir Mainz: Eine Mainzer Stadtführung für Kinder.2. Auflage TZ-Verlag & Print GmbH, Roßdorf 2017,ISBN 978-3-945782-33-0
  • Gisela Cölle:Komm, ich zeig dir Mainz II. TZ-Verlag & Print GmbH, Roßdorf 2019,ISBN 978-3-945782-46-0
  • Melanie Freund:Mein kleines Stadt-Wimmelbuch Mainz. Willegoos, Potsdam 2024,ISBN 978-3-944445-25-0
  • Margot Klee:Linus aus Mogontiacum. Geschichten aus einer römischen Stadt für Kinder und Junggebliebene. 1. Auflage, Philipp von Zabern, Mainz 2005,ISBN 3-8053-3474-5.
Weitere Literatur

nach Autoren / Herausgebern alphabetisch geordnet

  • Hedwig Brüchert (Hrsg.):Die Neustadt gestern und heute. Festschrift 125 Jahre Mainzer Stadterweiterung. Sonderheft der Mainzer Geschichtsblätter. Veröffentlichungen des Vereins für Sozialgeschichte, Mainz 1997.
  • Heinz Duchhardt:„Römer“ in Mainz. Ein Doppelporträt aus der Frühgeschichte der „neuen“ Mainzer Universität. In:Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken. Band 94, 2015, S. 292–310 (Digitalisat).
  • Günther Gillessen (Hrsg.):Wenn Steine reden könnten – Mainzer Gebäude und ihre Geschichten. Philipp von Zabern, Mainz 1991,ISBN 3-8053-1206-7.
  • Ernst Stephan:Das Bürgerhaus in Mainz. Das deutsche Bürgerhaus. Bd. 18. Wasmuth, Tübingen 1974, 1982,ISBN 3-8030-0020-3.
  • Petra Tücks:Zur urbanistischen und architektonischen Gestaltung der Stadt Mainz während der napoleonischen Herrschaft. Die Entwürfe von Jean Fare Eustache St. Far. In:INSITU. Zeitschrift für Architekturgeschichte 1 (2/2009), S. 7–26.
  • Claus Wolf:Die Mainzer Stadtteile. Emons, Köln 2004,ISBN 3-89705-361-6.

Weitere Themen

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(nach Autoren/Herausgebern alphabetisch geordnet)

Weblinks

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Einzelnachweise

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  1. abStatistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Bevölkerungsstand von Land, Landkreisen, Gemeinden und Verbandsgemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
  2. abHauptsatzung der Stadt Mainz. (PDF; 124 kB) Landeshauptstadt Mainz, 30. November 2022, S. 5, abgerufen am 19. Februar 2023. 
  3. Andreas Landwehr: SchUM-Städte werden Weltkulturerbe. 27. Juli 2021, abgerufen am 24. August 2024. 
  4. Tacitus,historiae,4, 15.
  5. schumstaedte.de schumstaedte.de -
  6. abRita Heuser:Die Schreibung des Stadtnamens von der Antike bis zur Neuzeit. In: Dombauverein Mainz e. V.:Domblätter. Forum des Dombauvereins Mainz e. V. Ausgabe 6/2004. Verlag Philipp von Zabern, Mainz 2004. S. 43–45.
  7. Mainz in Zahlen, Landeshauptstadt Mainz, abgerufen am 29. Mai 2015.
  8. Räumliche Gliederung des Stadtgebietes (Memento vom 7. Februar 2013 imInternet Archive)
  9. Stadt Mainz: Einwohner nach Stadtteilen am 31. Dezember 2024. (PDF; 33 kB) 15. Februar 2025, abgerufen am 16. März 2025. 
  10. Flächen laut Auskunft des Amtes für Stadtentwicklung, Statistik und Wahlen. Landeshauptstadt Mainz. Vom 8. Mai 2013.
  11. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]:Statistische Bände.Band 393). Bad Ems März 2006,S. 186 (PDF; 2,6 MB).   Info: Es liegt ein aktuelles Verzeichnis (2016) vor, das aber im Abschnitt „Gebietsänderungen – Territoriale Verwaltungsreform“ keine Einwohnerzahlen angibt.
  12. Eike-Christian Kersten:Mainz – die geteilte Stadt (Diss.), verlag regionalkultur, Ubstadt-Weiher, Heidelberg u. a. 2014, S. 50.
  13. Eike-Christian Kersten:Mainz – die geteilte Stadt (Diss.), verlag regionalkultur, Ubstadt-Weiher, Heidelberg u. a. 2014, S. 49.
  14. Deutscher Wetterdienst:Mittlere Temperatur 1961–1990 (Memento vom 23. September 2015 imInternet Archive) (ZIP; 53 kB)
  15. Mainz Average Temperature by Month. NOAA, abgerufen am 6. April 2025 (englisch). 
  16. Mainz ruft den Klimanotstand aus. In: swr.de. 25. September 2019, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 26. September 2019; abgerufen am 26. September 2019. 
  17. Antrag zur Ausrufung des Klimanotstands. Bürgerinformationssystem der Landeshauptstadt Mainz, 24. September 2019, abgerufen am 20. Januar 2021. 
  18. Köllner, Friedrich –F. Dumont/F. Scherf/F. Schütz (Hrsg.), Mainz. Die Geschichte der Stadt, Mainz, zweite Aufl. 1999.
  19. Homepage der Kath. Kirchengemeinde St. Bartholomäus in Frankfurt-Zeilsheim.
  20. Michael Kläger:Mainz auf dem Weg zur Großstadt (1866–1914). In:Mainz: Die Geschichte der Stadt. Verlag von Zabern, Mainz 1998, S. 434.
  21. Michael Kläger:Mainz auf dem Weg zur Großstadt (1866–1914). In:Mainz: Die Geschichte der Stadt. Verlag von Zabern, Mainz 1998, S. 452.
  22. Kaiserlicher Erlaß zur Aufhebung der Befestigung datiert vom 18. März 1908 –Stadt Mainz: Stadterweiterungen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts in der ReiheKulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz (Band 2.1), Landesamt für Denkmalpflege (Hrsg.), (Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms, 1986), S. 29.
  23. Mainz. Meteoritical Bulletin, abgerufen am 13. Juni 2020. 
  24. Gisela Kirschstein: Mainz: Als plötzlich ein Meteorit einschlug. Frankfurter Neue Presse, abgerufen am 13. Juni 2020. 
  25. abmainz.de
  26. Das Jahr 1945. Mainz, abgerufen am: 20. Mai 1945
  27. Eike-Christian Kersten: Mainz – die geteilte Stadt (Diss.), verlag regionalkultur, Ubstadt-Weiher, Heidelberg u. a. 2014, S. 49.
  28. Landesarchivverwaltung: Die Verordnung Nr. 57. Die Gründung des Landes Rheinland-Pfalz (mit Abbildung des Originaldokuments) (Memento vom 24. Mai 2011 imInternet Archive)
  29. abStifterverband kürt Mainz zur Stadt der Wissenschaft 2011 (Memento vom 3. September 2013 imInternet Archive), Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, 25. März 2010, abgerufen am 17. August 2013.
  30. Offizielle Webseite (Memento vom 11. Oktober 2015 imInternet Archive)
  31. @1@2Vorlage:Toter Link/www.heute.de3,5 auf der Richter-Skala in Mainz – Beben in Rheinland-Pfalz und Hessen – Ein „seltener Wert“. (Seite nicht mehr abrufbar.Suche in Webarchiven) In:heute.de, 23. Dezember 2010, abgerufen am 23. Dezember 2010.
  32. Erdbeben in Mainz: „Als ob ein Lastwagen durchs Zimmer fährt“. In:welt.de, 23. Dezember 2010
  33. Pressemeldung MVG (Memento vom 19. August 2017 imInternet Archive) – abgerufen am 10. April 2017
  34. MVG Mainzelbahn – abgerufen am 10. April 2017
  35. mainz.de (Memento vom 20. April 2018 imInternet Archive) – Einwohner nach Stadtteilen am 31. Dezember 2017 PDF-Datei, 36 kB
  36. Stadt Mainz begrüßt 220.000. Einwohner. Verlagsgruppe Rhein Main, 2. August 2019, abgerufen am 10. September 2019. 
  37. Ergebnisse Wahlkreis 204: Mainz - Die Bundeswahlleiterin. Abgerufen am 8. Mai 2025. 
  38. Ergebnisse Wahlkreis 205: Mainz - Der Bundeswahlleiter. Abgerufen am 22. März 2025. 
  39. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz:Die Wahl zum 18. Landtag Rheinland-Pfalz 2021 (PDF; Beschreibung der Mainzer Wahlkreise auf Seite 9)
  40. Vorläufiges Amtliches Endergebnis der Stadtratswahl 2019
  41. Ergebnis der Stadtratswahl 2024, rlp-wahlen.de
  42. Der Mainzer Koalitionsvertrag ist unterzeichnet,Allgemeine Zeitung Mainz, 14. Februar 2020
  43. Kommunalwahl RLP: In Mainz reicht es nicht mehr für Ampel. In: SWR Aktuell. 10. Juni 2024, abgerufen am 30. November 2024. 
  44. Erstmals in Mainz - Parteien sagen Ja zur Kenia-Koalition. In: SWR Aktuell. 25. November 2024, abgerufen am 25. November 2024. 
  45. Stichwahl des Oberbürgermeisters 2012. In:mainz.de
  46. Ergebnis der OB-Stichwahl 2019,mainz.de
  47. Ebling neuer Innenminister von Rheinland-Pfalz. swr.de, 13. Oktober 2022, abgerufen am 30. Oktober 2022. 
  48. Pressemitteilung: Neuwahl des Oberbürgermeisters / der Oberbürgermeisterin in der Landeshauptstadt Mainz erfolgt am Sonntag, 12. Februar 2023,mainz.de, abgerufen am 30. Oktober 2022
  49. Julia Krentosch: OB-Wahl in Mainz: Haase und Viering in der Stichwahl. In: Allgemeine Zeitung. VRM GmbH & Co. KG, Mainz, 12. Februar 2023, abgerufen am 12. Februar 2023. 
  50. rlp-wahlen.de: Stichwahl des Oberbürgermeisters. 6. März 2023, abgerufen am 6. März 2023. 
  51. Alexander Dietz: Nino Haase als neuer Mainzer Oberbürgermeister vereidigt. In: SWR Aktuell. Südwestrundfunk, Stuttgart, 22. März 2023, abgerufen am 22. März 2023. 
  52. Endgültiges Ergebnis der Bundestagwahl 2025. In: Rheinland-Pfalz. Landeswahlleiter, abgerufen am 30. September 2025. 
  53. Endgültiges Ergebnis der Europawahl 2024. In: Rheinland-Pfalz. Landeswahlleiter, abgerufen am 30. September 2025. 
  54. Kreistags- / Stadtratswahl 09.06.2024. In: Rheinland-Pfalz. Landeswahlleiter, abgerufen am 30. September 2025. 
  55. Endgültiges Ergebnis der Bundestagswahl 2021. In: Rheinland-Pfalz. Landeswahlleiter, abgerufen am 30. September 2025. 
  56. Alle Wahlergebnisse in Rheinland-Pfalz nach Gemeinden. In: Yannik Achternbosch. Tagesspiegel, abgerufen am 30. September 2025. 
  57. Stadt Mainz. LW 2021 Landesstimmen der Stadt Mainz. In: Stadt Mainz. Stadt Mainz, abgerufen am 30. September 2025. 
  58. Stadtratswahl 2019 Personenstimmen. In: Stadt Mainz. Stadt Mainz, abgerufen am 30. September 2025. 
  59. Europawahl 2019. In: Stadt Mainz. Stadt Mainz, abgerufen am 30. September 2025. 
  60. Alle Gemeinden, alle Parteien, alle Zweitstimmen. In: Marie-Louise Timcke, André Pätzold, Benja Zehr, Sebastian Vollnhals und Ida Flik. WAZ, abgerufen am 30. September 2025. 
  61. Alle Wahlergebnisse in Rheinland-Pfalz nach Gemeinden. In: Yannik Achternbosch. Tagesspiegel, abgerufen am 30. September 2025. 
  62. Stadt Mainz. LW 2016 Landesstimmen der Stadt Mainz. In: Stadt Mainz. Stadt Mainz, abgerufen am 30. September 2025. 
  63. Europawahl 2014. In: Stadt Mainz. Stadt Mainz, abgerufen am 30. September 2025. 
  64. Stadtratswahl 2014 Personenstimmen. In: Stadt Mainz. Stadt Mainz, abgerufen am 30. September 2025. 
  65. Alle Gemeinden, alle Parteien, alle Zweitstimmen. In: Marie-Louise Timcke, André Pätzold, Benja Zehr, Sebastian Vollnhals und Ida Flik. WAZ, abgerufen am 30. September 2025. 
  66. Alle Wahlergebnisse in Rheinland-Pfalz nach Gemeinden. In: Yannik Achternbosch. Tagesspiegel, abgerufen am 30. September 2025. 
  67. Stadt Mainz. LW 2011 Landesstimmen der Stadt Mainz. In: Stadt Mainz. Stadt Mainz, abgerufen am 30. September 2025. 
  68. Alle Gemeinden, alle Parteien, alle Zweitstimmen. In: Marie-Louise Timcke, André Pätzold, Benja Zehr, Sebastian Vollnhals und Ida Flik. WAZ, abgerufen am 30. September 2025. 
  69. Europawahl 2009. In: Stadt Mainz. Stadt Mainz, abgerufen am 30. September 2025. 
  70. Stadtratswahl 2019 Personenstimmen. In: Stadt Mainz. Stadt Mainz, abgerufen am 30. September 2025. 
  71. Alle Wahlergebnisse in Rheinland-Pfalz nach Gemeinden. In: Yannik Achternbosch. Tagesspiegel, abgerufen am 30. September 2025. 
  72. Alle Wahlergebnisse in Rheinland-Pfalz nach Gemeinden. In: Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 30. September 2025. 
  73. Alle Gemeinden, alle Parteien, alle Zweitstimmen. In: Marie-Louise Timcke, André Pätzold, Benja Zehr, Sebastian Vollnhals und Ida Flik. WAZ, abgerufen am 30. September 2025. 
  74. Die Wahl zum Europäischen Parlament in Rheinland-Pfalz am 7. Juni 2009. (PDF) In: Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 30. September 2025. 
  75. Die_Kommunalwahlen in Rheinland-Pfalz am 13. Juni 2004. (PDF) In: Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 30. September 2025. 
  76. Alle Gemeinden, alle Parteien, alle Zweitstimmen. In: Marie-Louise Timcke, André Pätzold, Benja Zehr, Sebastian Vollnhals und Ida Flik. WAZ, abgerufen am 30. September 2025. 
  77. Alle Wahlergebnisse in Rheinland-Pfalz nach Gemeinden. In: Yannik Achternbosch. Tagesspiegel, abgerufen am 30. September 2025. 
  78. Die_Kommunalwahlen in Rheinland-Pfalz am 13. Juni 2004. (PDF) In: Kommunalwahlergebnisse ab 1952 (PDF; 673 kB). Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 30. September 2025. 
  79. Alle Gemeinden, alle Parteien, alle Zweitstimmen. In: Marie-Louise Timcke, André Pätzold, Benja Zehr, Sebastian Vollnhals und Ida Flik. WAZ, abgerufen am 30. September 2025. 
  80. Alle Wahlergebnisse in Rheinland-Pfalz nach Gemeinden. In: Yannik Achternbosch. Tagesspiegel, abgerufen am 30. September 2025. 
  81. Alle Gemeinden, alle Parteien, alle Zweitstimmen. In: Marie-Louise Timcke, André Pätzold, Benja Zehr, Sebastian Vollnhals und Ida Flik. WAZ, abgerufen am 30. September 2025. 
  82. Die_Kommunalwahlen in Mainz seit 1952. (PDF) In: Kommunalwahlergebnisse ab 1952 (PDF; 673 kB). Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 30. September 2025. 
  83. Alle Wahlergebnisse in Rheinland-Pfalz nach Gemeinden. In: Yannik Achternbosch. Tagesspiegel, abgerufen am 30. September 2025. 
  84. Alle Gemeinden, alle Parteien, alle Zweitstimmen. In: Marie-Louise Timcke, André Pätzold, Benja Zehr, Sebastian Vollnhals und Ida Flik. WAZ, abgerufen am 30. September 2025. 
  85. Die_Kommunalwahlen in Mainz seit 1952. (PDF) In: Kommunalwahlergebnisse ab 1952 (PDF; 673 kB). Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 30. September 2025. 
  86. Die_Kommunalwahlen in Mainz seit 1952. (PDF) In: Kommunalwahlergebnisse ab 1952 (PDF; 673 kB). Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 30. September 2025. 
  87. Die_Kommunalwahlen in Mainz seit 1952. (PDF) In: Kommunalwahlergebnisse ab 1952 (PDF; 673 kB). Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 30. September 2025. 
  88. Die_Kommunalwahlen in Mainz seit 1952. (PDF) In: Kommunalwahlergebnisse ab 1952 (PDF; 673 kB). Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 30. September 2025. 
  89. abcdeJulian Voß:German Post-War Election Database (GPWED). Hrsg.: Center for Open Science. 2025,doi:10.17605/OSF.IO/RT83Y. 
  90. Die_Kommunalwahlen in Mainz seit 1952. (PDF) In: Kommunalwahlergebnisse ab 1952 (PDF; 673 kB). Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 30. September 2025. 
  91. Die_Kommunalwahlen in Mainz seit 1952. (PDF) In: Kommunalwahlergebnisse ab 1952 (PDF; 673 kB). Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 30. September 2025. 
  92. Die_Kommunalwahlen in Mainz seit 1952. (PDF) In: Kommunalwahlergebnisse ab 1952 (PDF; 673 kB). Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 30. September 2025. 
  93. Die_Kommunalwahlen in Mainz seit 1952. (PDF) In: Kommunalwahlergebnisse ab 1952 (PDF; 673 kB). Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 30. September 2025. 
  94. Die_Kommunalwahlen in Mainz seit 1952. (PDF) In: Kommunalwahlergebnisse ab 1952 (PDF; 673 kB). Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 30. September 2025. 
  95. Die ersten Wahlen in Mainz nach dem Zweiten Weltkrieg. In: Wolfgang Stumme. Institut für Geschichtliche Landeskunde Rheinland-Pfalz e.V. 2001-2025, abgerufen am 30. September 2025. 
  96. Dezernat I - Oberbürgermeister. mainz.de, abgerufen am 25. Mai 2025. 
  97. Dezernat V - Umwelt und Mobilität. mainz.de, abgerufen am 25. Mai 2025. 
  98. Mainzer Stadtrat wählt neue Umweltdezernentin (Memento vom 16. Juli 2021 imInternet Archive), SWR Aktuell
  99. Das Mainzer Wappen auf mainz.de Abgerufen am 22. Dezember 2022.
  100. Pressemitteilung der Stadt Mainz In:mainz.de, 15. Mai 2008.
  101. Zensus 2011 Daten Stadt Mainz Bevölkerung nach Religion (Memento vom 5. Juni 2013 imInternet Archive)
  102. Stadt Mainz Gemeindestatistik, abgerufen am 26. Juli 2025
  103. Bevölkerungsmehrheiten nach Religionszugehörigkeit Folie 5
  104. O’Malia, Miles Joseph:Albert of Brandenburg. In:The Catholic Encyclopedia. Vol. 1. New York: Robert Appleton Company, 1907. 16 May 2020 (Online).
  105. Gustav Adolf Benrath:Die erste unierte evangelische Kirchengemeinde in Deutschland: Mainz 1802. In:Reformation – Union – Erweckung. Beispiele aus der Kirchengeschichte Südwestdeutschlands, hrsg. von Klaus Bümlein, Irene Dingel, Wolf-Friedrich Schäufele. Göttingen 2011, bei DNBISBN 3-525-10110-4, S. 119–144, hier S. 144.Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3Dhttps%3A%2F%2Fwww.ssoar.info%2Fssoar%2Fbitstream%2Fhandle%2Fdocument%2F81064%2Fssoar-2012-benrath-Reformation_-_Union_-_Erweckung.pdf%3Fsequence%3D2%26isAllowed%3Dy~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D
  106. Gemeindestatistik Mainz
  107. Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Mainz (Hrsg.):ACK. Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Mainz, Mainz o. J. [2007]
  108. SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz sind Welterbe. Pressemitteilung der UNESCO vom 27. Juli 2021. Abgerufen am 27. Juli 2021. 
  109. zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in Mainz. In:welt.de
  110. So eine Vortragsankündigung:„Muslime in Mainz“ – Eine Gefahr oder Herausforderung für Christen? von Pfarrer Werner Petri in Mainz am 17. September 2002, abgerufen unterArchivlink (Memento vom 19. Juli 2011 imInternet Archive). Ob er auch dieAhmadiyya Muslimgemeinde, die mit einem Gebetszentrum in der Mainzer Neustadt vertreten ist, dazugezählt hat, lässt sich nicht mehr nachvollziehen.
  111. Kartenseite: Muslime in Rheinland-Pfalz – Gemeinden. In: wordpress.com. 27. März 2017, abgerufen am 5. März 2018. 
  112. Historische Karten als Digitalisate:1 und2
  113. Projektseite des neuen Stadtquartiers Zollhafen
  114. AZ (Memento vom 8. August 2017 imInternet Archive)
  115. Wohnquartier Hechtsheimer Höhe (Memento vom 13. Dezember 2018 imInternet Archive), Stadtplanungsamt
  116. SkulpTour Mainz. Abstrakte Kunst im öffentlichen Raum von Mainz (Welt-der-Form)
  117. The European Rising Innovative city - 2nd place: Mainz (Germany)
  118. Zukunftsatlas 2025 – interaktive Karte. In: handelsblatt.de. Abgerufen am 6. Juli 2025. 
  119. WirtschaftsWoche Städteranking 2023. In: wiwo.de. Abgerufen am 7. April 2024. 
  120. Michael Bauer Research, Nürnberg, abgerufen am 2. Februar 2019
  121. Kennzahlen der Wirtschaft (Memento vom 2. Februar 2019 imInternet Archive) Mainz, abgerufen am 2. Februar 2019
  122. Bruttoinlandsprodukt steigt 2021 in allen Kreisen – Rekordwachstum in der kreisfreien Stadt Mainz. In: statistik.rlp.de. Abgerufen am 22. Februar 2024. 
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  137. Ausschuss: Warum nicht Umweltzone plus Lkw-Verbot in Wiesbaden? (Memento vom 1. November 2013 imInternet Archive) von Birgit Emnet in Wiesbadener Kurier vom 9. Juni 2012 undUmweltausschuss prüft ein Lkw-Durchfahrtsverbot sowie die Kosten für die Einführung einer Umweltzone (Memento vom 1. November 2013 imInternet Archive) von Birgit Emnet im Wiesbadener Kurier vom 8. Juni 2012.
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  209. Stadt Mainz: Entwicklung der Städtefreundschaft mit Baku
Ortsbezirke der LandeshauptstadtMainz
ab 1.000.000 Einwohner:

Berlin |Hamburg |Köln |München

ab 500.000 Einwohner:

Bremen |Dortmund |Dresden |Duisburg |Düsseldorf |Essen |Frankfurt am Main |Hannover |Leipzig |Nürnberg |Stuttgart

ab 250.000 Einwohner:

Aachen |Augsburg |Bielefeld |Bochum |Bonn |Braunschweig |Gelsenkirchen |Karlsruhe |Kiel |Mannheim |Mönchengladbach |Münster |Wiesbaden |Wuppertal

ab 100.000 Einwohner:

Bergisch Gladbach |Bottrop |Bremerhaven |Chemnitz |Darmstadt |Erfurt |Erlangen |Freiburg im Breisgau |Fürth |Göttingen |Gütersloh |Hagen |Halle (Saale) |Hamm |Heidelberg |Heilbronn |Herne |Ingolstadt |Jena |Kaiserslautern |Kassel |Koblenz |Krefeld |Leverkusen |Lübeck |Ludwigshafen am Rhein |Magdeburg |Mainz |Moers |Mülheim an der Ruhr |Neuss |Oberhausen |Offenbach am Main |Oldenburg (Oldb) |Osnabrück |Paderborn |Pforzheim |Potsdam |Recklinghausen |Regensburg |Remscheid |Reutlingen |Rostock |Saarbrücken |Salzgitter |Siegen |Solingen |Trier |Ulm |Wolfsburg |Würzburg

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