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MUNIX

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MUNIX
EntwicklerPCS Computer Systeme
Lizenz(en)Proprietär
AbstammungUNIX
↳ MUNIX
Architektur(en)PCS QU68000, Digital PDP/LSI-11
SonstigesEntwicklung eingestellt

MUNIX war ein kommerziellesUNIX-Betriebssystem der deutschen FirmaPCS Computer Systeme (PCS) und wurde für den Einsatz in den professionellen CAD-WorkstationsCadmus entwickelt.Die Entwicklung begann Anfang der 1980er Jahre ausgehend von UNIX-Version 7. Die ersten Versionen hatten zusätzlich einen bildschirmorientierten Editor,Bad-Block-Behandlung,Fortran 77,Pascal,C und einen bildschirmorientierten Debugger.[1]

Besonderheiten

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Über die Standard-Unix-Funktionalitäten hinaus verfügt Munix über verschiedene Erweiterungen. DieNewcastle Connection (“Unixes of the world, unite!”)[2] war eine kostenpflichtige Erweiterung, mit der die Datei-Namensräume mehrerer Rechner unter einem Super-Root zusammengefasst werden konnten. Auf dieser Basis wurden auch Diskless Nodes realisiert.

Die Super-Root

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Unterhalb des Standard-Wurzel-Verzeichnisses „/“ (Root-Verzeichnis, Root) eines Unix-Rechners, befindet sich normalerweise der Verzeichniseintrag „/..“, der allerdings auf die gleicheInode verweist wie „/“ selber. Unter Munix ist es möglich, diesen Verzeichniseintrag durch eine sogenannte Super-Root zu ersetzen. Bei dieser Super-Root handelt es sich um ein echtes Verzeichnis, in dem weitere Verzeichnisse angelegt werden können und auf denen sich der gesamte Dateibaum eines anderen Munix-Rechners über das Netzwerk einhängen lässt. Befinden sich z. B. zwei Rechner „pcs2a“ und „pcs2b“ in einem Verbund, so kann man über den Pfad „/../pcs2b“ auf das Root-Verzeichnis des Rechners pcs2b vom Rechner pcs2a aus zugreifen. Diese werden beim Systemstart automatisch eingehängt, wenn die Rechner vorher mit denShell-Skriptenconnectnodes“ und „uunite“ verbunden wurden. Die Gerätedateien im /dev-Ordner, die beim Einhängen verwendet werden, sind dabei eine Spielartsymbolischer Verknüpfungen, die auf dieEthernet-Id des einzuhängen Munix-Rechners verweisen. Dabei werden auch die Blockgeräte über das Netzwerk zur Verfügung gestellt, so dass man zum Beispiel vom Rechner „pcs2a“ auf dasMagnetbandlaufwerk /dev/is0 des Rechner „pcs2b“ über den Pfad /../pcs2b/dev/is0 völlig transparent zugreifen kann (vergleicheNetwork Block Device unterLinux).

Das Konzept der Diskless-Node

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Die Rechner, auf denen Munix zum Einsatz kamen (Cadmus Workstations), besitzen ein sogenanntes ICC-Board (Intelligent Communication Controller), der in der Lage ist, nicht nur von Festplatten undMagnetbändern zu laden, sondern auch über Netzwerke. Die anderen Munix-Rechner im selben Netzwerksegment mit eigenen Festplatten dienen dabei als Server, die den Diskless-Nodes einen eigenen Verzeichnisbaum zur Verfügung stellen. Die Dateien, die dabei schreibgeschützt sein können, sind über die Super-Root auf den Server verknüpft. Über einenBroadcast auf dem Netz ermittelt dabei das ICC-Board der Diskless-Node zunächst die Ethernet-Id des Servers und startet dann mit übers Netzwerk geladenen Dateien:

<- L icckernel(Laden des ICC-Kernels)<- L /../pcs2b/unix(Laden des Unix-Betriebssystems)<- I -s(Startbefehl an den ICC zum Starten des Betriebssystems)

Dabei ist<- jeweils der System-Prompt und der Rest der Zeile der automatisch ablaufende Boot-Prozess, der sich jedoch auch händisch eingeben lässt.

Siehe auch

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Einzelnachweise

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  1. Source-Lizenz trägt Früchte: Munix ist Unix aus München. In: computerwoche. 14. Januar 1983, archiviert vom Original am 7. März 2016; abgerufen am 18. Oktober 2019. 
  2. „The Newcastle Connection“ oder „UNIXes of the World Unite!“ (PDF)
Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=MUNIX&oldid=264182230
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