Die Stadt Mönchengladbach besteht in ihren heutigen Grenzen seit derGebietsreform in Nordrhein-Westfalen, die am 1. Januar 1975 in Kraft trat, nachdem die bisherige kreisfreie Stadt Mönchengladbach mit der kreisfreien StadtRheydt und der GemeindeWickrath (KreisGrevenbroich) zur neuen kreisfreienStadt Mönchengladbach vereinigt wurde.[2]
Die Einwohnerzahl stieg im Jahr 1921 erstmals auf über 100.000. Am 31. Dezember 2024 betrug die Einwohnerzahl der Gesamtstadt laut demStatistischen Landesamt des Landes Nordrhein-Westfalen 267.213.[3]
Mönchengladbach liegt etwa 16 Kilometer westlich desRheins imNiederrheinischen Tiefland am Ostabfall der Schwalm-Nette-Platte gegen dielössbedeckte Kempen-Aldekerker-Platte und die Niersniederung. Obwohl Mönchengladbach größtenteils im Flachland liegt, sind der Süden (Stadtteil Odenkirchen) und das Stadtzentrum (um Bökelberg und Abteiberg) vergleichsweise hügelig. Diese Hügelketten beschränken sich aber auf das Innere der Stadt. Große Teile des Stadtgebietes sind von Wäldern und Parks bedeckt. DerHardter Wald und TeileRheindahlens im Westen gehören zumNaturpark Maas-Schwalm-Nette.
Der höchste Punkt ist die mit133 m ü. NN nach demZweiten Weltkrieg aus Trümmern aufgeschütteteRheydter Höhe. Der niedrigste Punkt sind die Nierswiesen im StadtteilDonk mit35 m ü. NN. Die Länge der Stadtgrenze beträgt 86 Kilometer. Die größte Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 17; die größte West-Ost-Ausdehnung 18 Kilometer. Der Mittelpunkt des Stadtgebiets liegt im Stadtteil Pongs.[6]
Alle in Mönchengladbach entspringenden Gewässer (bzw. solche, die früher dort entsprungen sind) werden vomBraunkohletagebau –Garzweiler II – beeinflusst, der südlich von Mönchengladbach stattfindet. Das Gebiet nähert sich Mönchengladbach; die Umweltauswirkungen sind erheblich.[7]
DerGladbach, welcher der Stadt ursprünglich den Namen gab, hatte seine Quelle im Ortsteil Waldhausen in oder nahe der ehemaligen Brauerei Hensen. Heute ist diese versiegt. Der Gladbachkanal, der ursprünglich auch von der Gladbachquelle gespeist wurde, verläuft entlang des alten Bachbetts zum großen Teil unterirdisch und mündet im Osten der Stadt in die Niers. Zu sehen ist er in Lürrip bis zur Mündung in die Niers. Im Stadtgebiet wird der Verlauf des ehemaligen Gladbachs durch Schilder gekennzeichnet.
Den Süden und Osten des Stadtgebietes durchfließt dieNiers, die früher wenige hundert Meter südlich der Stadtgrenze zu Erkelenz beiKuckum im Kreis Heinsberg entsprang. Infolge der Sümpfungsmaßnahmen im Zuge des Tagebaus Garzweiler II und des damit verbundenen Wegfalls des Ortes Kuckum wurde die Niersquelle im April 2006 auf die Mönchengladbacher Golfsportanlage verlegt. Seitdem entspringt die Niers im Wasserhindernis zwischen den Bahnen 12 und 17 und gelangt dann quer über die Fairways der Bahnen 18 und 1 wieder in ihr altes Flussbett. Die Niers verlässt das Stadtgebiet im Norden der Stadt an der Grenze zuViersen unweit der Trabrennbahn und mündet weiter nördlich, beiGennep in den Niederlanden, in dieMaas.
Südwestlich der Stadtgrenze (inWegberg) entspringt dieSchwalm. Sie mündet beiSwalmen in den Niederlanden in die Maas. Einer der Flüsse, der auf Mönchengladbacher Stadtgebiet entspringt und in die Schwalm mündet, ist derKnippertzbach.
Karte Mönchengladbachs mit den Stadtbezirken und Stadtteilen sowie der Einteilung der Postleitzahlenbezirke.
Das Stadtgebiet Mönchengladbachs besteht seit 2009 aus vier (vorher zehn)Stadtbezirken[8], die in 44Stadtteile unterteilt sind. In jedem Stadtbezirk gibt es eineBezirksvertretung unter Vorsitz einesBezirksvorstehers. Die Bezirksvertretungen sind zu wichtigen, den Stadtbezirk betreffenden Angelegenheiten zu hören und werden bei jederKommunalwahl neu gewählt.[9]
Die Stadtbezirke mit ihren zugehörigen Stadtteilen
Seit dem 10. Jahrhundert sind mehr als 20 unterschiedliche Schreibweisen des Stadtnamens bekannt, u. a.Gladebach,Monichgladebach,Moenchsgladbach,Monnike Gladbeeck undMunneke Glebbek. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts hieß die Stadt in wechselnden SchreibweisenGladbach. Als Gladbach am 1. Januar 1888 kreisfrei wurde, erhielt es den NamenMünchen-Gladbach, abgekürztM.Gladbach, um es besser vonBergisch Gladbach unterscheiden zu können. Der Name leitet sich von den seit 974 in Gladbach siedelndenMönchen ab.[11]
Vom 1. August 1929 bis zum 31. Juli 1933 war München-Gladbach zusammen mitRheydt und anderen Gemeinden ein Teil der kreisfreien StadtGladbach-Rheydt mit etwa 200.000 Einwohnern. Nach deren Auflösung hieß esMünchen Gladbach (ohne Bindestrich), abgekürzt wiederumM.Gladbach.
Am 20. Dezember 1950 wurde die Vollform des Namens inMönchen Gladbach geändert, um Verwechslungen mitMünchen zu vermeiden.[11] Am 11. Oktober 1960 wurde die heute gebräuchliche Zusammenschreibung Mönchengladbach eingeführt, die auch bei der erneuten Zusammenlegung aufgrund desDüsseldorf-Gesetzes am 1. Januar 1975 mit Rheydt undWickrath gewählt wurde; diese Schreibweise war in der Bevölkerung umstritten.
1563: Gladbach (Clabbeck) mit Rheindahlen (Dalen) und Hardt (Haert)1573: Gladbach (Gelabeeck) auf dem Abteiberg1732: Gladbach in einer der wenigen Quellen mit dem lateinischen Namen „Gladbacum“
Die ersten Siedlungen auf dem Gebiet Mönchengladbachs sind etwa 300.000 bis 400.000 Jahre alt und zeigen Nachweise des spätenHomo erectus (= Homo heidelbergensis) und desNeandertalers. Fundstellen sind vor allem im südlichen Teil des heutigen Stadtgebietes im Umfeld der Niers[12] und südöstlich vonSchloss Rheydt entdeckt worden.
Im Jahr 2013 haben Forscher südlich vonSchloss Rheydt, auf der ehemaligen rechten Seite der Niers,eine Siedlung aus der Altsteinzeit gefunden, die zeigt, dass vor 13.500 Jahren Menschen im Umfeld der Niers von der Jagd lebten.[13]
Aus derJungsteinzeit und derBronzezeit sind zahlreicheHügelgräber im Hardterwald erhalten, die bereits einer bäuerlichen Kultur angehörten. Weitere Funde wurden vor allem in der Umgebung von Mülfort, Wickrathberg, Giesenkirchen-Nord, Giesenkirchen-Mitte, Wanlo und Rheindahlen gemacht.[14] Um 50 v. Chr., beim Eintreffen der ersten römischen Truppen unter Cäsar, war daskeltische Gebiet, vermutlich zu denEburonen gehörig, auf einmal unbesiedelt, vermutlich war die Bevölkerung durch die Römer ermordet worden.
ZurRömerzeit gehörte das heutige Stadtgebiet zur ProvinzGermania inferior. Es existierte vom 1. bis 3. Jahrhundert mit demVicus Mülfort ein römisches Straßendorf. Über die sumpfige Niers führte eineFurt und es gab Straßenverbindungen ins römischeNeuss und an die Maas. Nach der Zerstörung des römischen Dorfes durch dieFranken 352 n. Chr. war das Gebiet unbesiedelt.
Um etwa 800 n. Chr. siedelten sich Franken im Gebiet des heutigen Odenkirchen-Sasserath, Wickrath und auf dem Abteiberg an. Im Jahr 974 kam es zum Bau desGladbacher Münsters und der Gründung einerAbtei durch den KölnerErzbischofGero und seinen Begleiter, denTrierer MönchSandrad. Der Bau der ersten Klosterkirche fand neben dem Ort statt, an dem 954 dieUngarn die vonBalderich, einemVornehmen des Reiches, kurz vor 800 erbaute Kirche zerstört hatten.
Burg und Herrlichkeit Odenkirchen von Nordwesten um 1680, Gemälde von Gebhard Schwermer (1874)
DieMönche trieben eine Besiedlung voran und legten dazu im 12. Jahrhundert nördlich der Kirche einen Markt an.Handwerker und Gewerbetreibende ließen sich in der Folgezeit hier nieder.Stadtrechte wurden in den Jahren 1364 bis 1366 erteilt. DieStadt erhielt eine steinerneStadtmauer, die von denBürgern zu unterhalten war (Reste davon sind noch am Geroweiher erhalten, ebenso derDicke Turm, einWehrturm am Waldhausener Berg und an der Rückseite des Kapuzinerplatzes). Bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Stadt zum AmtGrevenbroich imHerzogtum Jülich.
Durch die Entscheidungen desWiener Kongresses kam Gladbach Jahr 1815 zuPreußen. Es war Sitz desKreises Gladbach. In diesem Zuge wurde Gladbach auch Sitz der gleichnamigenBürgermeisterei, die 1859 in die Stadt Gladbach und die Bürgermeisterei Obergeburth geteilt wurde. 1861 ließ dieGesellschaft Erholung nahe demAbteiberg dasHaus Erholung bauen.
Der am 24. Oktober 1890 in Köln gegründeteVolksverein für das katholische Deutschland wählte M. Gladbach als Sitz. 1907 wurde die Bürgermeisterei Obergeburth in Bürgermeisterei München-Gladbach-Land umbenannt. Als Stadtkreis und Kreisstadt im preußischenRegierungsbezirk Düsseldorf hatte die Stadt 1919 64.031 Einwohner und war Sitz einesAmtsgerichts, einerHandelskammer, einesGymnasiums und einesRealgymnasiums, einesLykeions mit Aufbau, einer höherenFachschule für Textilindustrie sowie desVolksvereins für das katholische Deutschland. Sie bildete mit dem südlich angrenzendenRheydt einen geschlossenenWohnplatz von rund 130.000 Bewohnern. Sie war Hauptsitz der rheinischen Textilindustrie (unter anderemBaumwollspinnereien, Webereien, Färbereien) sowie Standort von Eisengießereien und Maschinenfabriken. Die Landgemeinde München-Gladbach hatte 22.614 Einwohner.
Am 10. Mai 1940 begann dieWehrmacht denWestfeldzug; sie fiel in die Benelux-Staaten ein. DieBahnstrecke Aachen–Mönchengladbach wurde dabei von der Wehrmacht für den Transport von Truppen und Fahrzeugen benutzt.[16]In der Nacht zum Pfingstsonntag (11./12. Mai) 1940 flogen Flugzeuge derRoyal Air Force (RAF) Luftangriffe auf 15 Einzelziele im Raum Aachen-Mönchengladbach-Düsseldorf-Viersen. Das erste Bombardement traf Mönchengladbach, vier Menschen starben.[17] Der Angriff war noch keinFlächenbombardement, wie es die Royal Air Force nach derArea Bombing Directive vom Februar 1942 gegen zahlreiche deutsche Städte praktizierte, aber er bildete den Startpunkt des Bombenkriegs gegen Deutschland.[18]
Der schwerste Großangriff desZweiten Weltkriegs auf München Gladbach und Rheydt fand in der Nacht vom 30. auf den 31. August 1943 statt. Beim letzten Großangriff am 1. Februar 1945 wurden aus 160 Flugzeugen 1200 Spreng- und 65.000 Brandbomben abgeworfen. Zum Kriegsende waren beide Städte zu etwa zwei Dritteln zerstört; rund 2000 Zivilisten starben bei den Luftangriffen.[19]
Im Zeitraum vom 26. Februar bis zum 1. März 1945 besetzten Soldaten der9. US-Armee von Süden aus das Gebiet des heutigen Mönchengladbach. Am 1. März besetzten sie es fast kampflos.[20]Sie stießen im Rahmen derOperation Grenade von derRur zum Rhein vor.Vom 4. März bis zum 2. April 1945 war imGrenzlandstadion eine Krankenhauseinheit mit 750 mobilen Betten stationiert, das41st Evacuation Hospital.[21]
Im April 1945, kurz vor derKapitulation der Wehrmacht, errichtetenUS-Soldaten zwischenMongshof,Wickrathberg undHochneukirch das neun Quadratkilometer großeKriegsgefangenenlagerWiesenlager Wickrathberg, das später auch unter Führung derbritischen Rheinarmee stand. Dort lebten bei voller Belegung mindestens 150.000 deutscheKriegsgefangene. Sie verbrachten die gesamte Zeit unter sehr harten Bedingungen im Freien und schliefen hauptsächlich in selbst gegrabenen Erdlöchern. Die Verpflegung war unzureichend. Zeugen sprachen von bis zu 20 Todesfällen am Tag und von insgesamt 226 Toten. Die genaue Zahl der Todesopfer ist unbekannt. Das Lager existierte von April bis September 1945.[22]
Nach dem Krieg erlangte in beiden Städten die Textilindustrie langsam wieder an Bedeutung; später wurde sie durch den Maschinenbau ergänzt. Im Jahr 1974 hatte die Stadt insgesamt 147.567 Einwohner, davon Alt-Mönchengladbach 81.756 (hiervon wiederum Stadtmitte 58.511 und Volksgarten 23.245),Rheindahlen 27.707,Hardt 17.142 undNeuwerk 20.962. Im Zuge derGebietsreform in Nordrhein-Westfalen wurden 1975 Mönchengladbach,Rheydt und die GemeindeWickrath zusammengelegt.
Laut demZensus 2011 waren 51,9 % der Bevölkerung Mönchengladbachs katholisch, 18,3 %evangelisch und 29,8 % gehörten einer sonstigen oder keiner öffentlich-rechtlichen Glaubensgemeinschaft an.[23] Gemäß demZensus 2022 waren (Stand Mai 2022) 41,4 % der Einwohner katholisch, 14,6 % evangelisch und 44,1 % warenkonfessionslos, gehörten einer anderenGlaubensgemeinschaft an oder machten keine Angabe.[24] Der Anteil der evangelischen und katholischen Kirchenmitglieder an der Gesamtbevölkerung ist seitdem gesunken. Ende Dezember 2024 hatte Mönchengladbach nach Recherchen der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (Fowid) 276.430 Einwohner, wovon 37,65 % der römisch-katholischen Kirche angehörten, 13,1 % der evangelischen und 49,2 % gehörten entweder einer anderen oder gar keiner Glaubensgemeinschaft an.[25]
Von den 40 deutschen Großstädten mit über 200.000 Einwohnern hatten Ende 2024 lediglich noch zwei eine (teilweise sehr knappe) Mehrheit an evangelischen und katholischen Kirchenmitgliedern (Mönchengladbach und Münster). Beide sind traditionell mehrheitlich katholisch.[26][27][28]
Die Statistik des Bistums Aachen wies für das Jahr 2023 für die Stadt Mönchengladbach einen Rückgang von 2,25 % der Gesamtbevölkerung an Katholiken aus[29] und für das Jahr 2024 einen Rückgang von 1,4 Prozentpunkt.[30]
Nach einer Berechnung aus den Zensuszahlen für die Personen mit Migrationshintergrund lag der Bevölkerungsanteil der Muslime in Mönchengladbach 2011 bei 7,7 % (rund 19.600 Personen).[31]
Mönchengladbach und Rheydt gehörten anfangs zumBistum Lüttich. Unter ErzbischofEverger von Köln († 999) kam das Gebiet zumErzbistum Köln und war dem Archidiakonat desPropstes derStiftskircheSt. Viktor inXanten,DekanatSüchteln unterstellt. Die Abtei Gladbach war jedoch relativ autonom und übte über die Stadt Gladbach die kirchlichen Rechte aus. Bis 1802, als auch dasFranziskanerinnenkloster St. Alexandri aufgelöst wurde, verblieb das Gebiet beim Erzbistum Köln. In Gladbach konnte dieReformation nachreformiertem Bekenntnis zwar zunächst Fuß fassen, sich dann aber wegen des Widerstands des Abtes nicht durchsetzen, so dass Gladbach eine überwiegendkatholische Stadt blieb. Im 16. und 17. Jahrhundert bestand in der Stadt jedoch noch eineradikal-reformatorischeTäufergemeinde, die trotz mehrererKonfiskationen undAusbürgerungen noch bis zur letzten Vertreibungswelle 1722 Bestand hatte. Die den hochdeutschenMennoniten zugerechnete Gemeinde soll unter anderem dieWeberei in Gladbach eingeführt haben. Stimmen in der Stadt, die Täufer aus wirtschaftlichen Gründen in Gladbach zu tolerieren, fanden keine Umsetzung.[32][33][34] Die anderen Protestanten konnten zu Beginn des 17. Jahrhunderts in der „Halle“ auf dem Markt ihre Gottesdienste abhalten. 1684 konnten sie an der Ostseite der Stadt vor der Stadtmauer auch eine Kirche bauen; diese wurde 1857 abgebrochen. Der Neubau der heutigen Christuskirche in der Kapuzinerstraße erfolgte bis 1852. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts waren etwa 80 Prozent der Bevölkerung katholisch und 20 Prozent waren Protestanten.
Anders war es in Rheydt: Die reformatorische Bewegung setzte dort um 1550 ein. 1560 gab es reformierte Geistliche. 1632 traten die Pfarrer und die Gemeinde in Rheydt auf Druck des protestantischen HerrscherhausesJülich zum Protestantismus über. Sie unterstanden der JülicherProvinzialsynode und dem Gladbacher Quartier. Daher war Rheydt eine überwiegend protestantische Stadt. Hier zogen im 19. Jahrhundert im Zuge der Industrialisierung vermehrt Katholiken zu, so dass das Zahlenverhältnis beider Konfessionen relativ ausgeglichen war; später veränderte sich dies stark zugunsten der Katholiken.
Im Jahr 1802 wurden die katholischen Pfarrgemeinden dem neu gegründetenBistum Aachen zugeordnet, das jedoch 1821/1825 bereits wieder aufgehoben wurde, so dass das Gebiet Gladbach/Rheydt ab 1821 erneut zum wiedererrichtetenErzbistum Köln kam. 1930 wurde es dem wieder neuerrichteten Bistum Aachen zugeordnet. Mönchengladbach und Rheydt wurden Sitze von Dekanaten und heute gehören alle Pfarrgemeinden der Stadt Mönchengladbach zurRegion Mönchengladbach.[35] Hauptkirche der Stadt ist dasMönchengladbacher Münster.
Mit dem Übergang desHerzogtums Jülich an Preußen 1815 wurden die protestantischen Gemeinden Gladbach und Rheydt sowie die Gemeinden der heutigen Stadtteile Mönchengladbachs Glieder derevangelischen Kirche in Preußen beziehungsweise deren rheinischer Provinzialkirche. Gladbach wurde Sitz einesSuperintendenten, aus dem später derKirchenkreis Gladbach (heute Gladbach-Neuss) innerhalb derevangelischen Kirche im Rheinland hervorging. In den 1960er Jahren wurden die Kirchengemeinden Mönchengladbach und Rheydt in mehrere Kirchengemeinden aufgeteilt. Alle Kirchengemeinden der heutigen Stadt gehören jedoch zum Kirchenkreis Gladbach-Neuss, der aber auch Gemeinden außerhalb der Stadt Mönchengladbach umfasst. Evangelische Kirchengemeinden im Stadtgebiet sind heute die Gemeinden folgender Kirchen: Christuskirche, Friedenskirche, Großheide, Hardt, Odenkirchen, Rheindahlen (Martin Luther), Rheydt und Wickrathberg.
Am 4. September 2009 wurde dieJugendkirche Rheydt offiziell eröffnet. Ihr Mittelpunkt ist dasHaus der Jugendkirche im Zentrum von Mönchengladbach-Rheydt. Hier werden die punktuelle Jugendarbeit und die Kräfte aus den verschiedenen Bezirken unter einem Dach gebündelt. DasHaus der Jugendkirche ist ein ehemaliges Schwesternwohnheim und gehört zur Evangelischen Kirchengemeinde Rheydt.[36]
Seit dem 18. Jahrhundert bis in die 1930er Jahre bestand in Wickrath und Odenkirchen einejüdische Gemeinde. Im 19. Jahrhundert existierte jeweils eineSynagoge in Mönchengladbach, Wickrathberg, Rheydt und Odenkirchen. ImNovemberpogrom 1938 wurden sie zerstört. Nach dem Zweiten Weltkrieg bildete sich in Mönchengladbach wieder einejüdische Gemeinde. 1967 wurde ein neues Gemeindezentrum mit einer Synagoge eingeweiht (Gemeindehaus mit Gebetssaal).[39]
In den vergangenen Jahrzehnten bildete sich auch eine größeremuslimische Gemeinde in Mönchengladbach, bestehend vor allem ausEinwanderern aus muslimischen Ländern und deren Nachkommen.Moscheen betreiben die islamischen VerbändeTürkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion/DITIB (Diyanet Merkez Camii/Zentrum-Moschee),Verband der Islamischen Kulturzentren/VIKZ undMillî Görüş/IGMG (Hz.-Bilal-Moschee) sowie die Vereine ar-Rahman (aufArabisch), Nimet Vakfi (Dergah), Islamischer Kulturverein derRoma sowie IAIK Masjid Hijrat e. V. (aufPashto undDari). Den örtlichenAleviten wurde 2012 die bis dahin evangelisch-methodistische Kreuzkirche als neuerCem-Gemeindesaal übereignet. Im Jahr 2011 verhinderte eine Bürgerinitiative nach langen Auseinandersetzungen in Mönchengladbach-Eicken die Eröffnung einer radikalensalafistischen Moschee.[40]
Diefranzösische Besatzung bildete im Jahr 1798 aus dem alten, ehemals zum Herzogtum Jülich gehörenden Amt Gladbach mit der Stadt Gladbach im Kanton Neersen fünf Bürgermeistereien, damals auch alsMairien bezeichnet:
Gladbach, bestehend aus der damaligen Stadt Gladbach
Obergeburth, bestehend aus denHonschaften Dahl, Ohler, Holt, Hehn,Winkeln, Venn, Großheide, Windberg, Waldhausen, Hamern, Rönneter, Poeth, Beltinghoven sowie demWeiler Speick[41]
Oberniedergeburth, bestehend aus den Honschaften Eicken, Üdding, Lürrip, Bungt, Hardterbroich und Pesch sowie den Weilern Fliesch und Lüpels End[41]
Bereits zwei Jahre später, im Jahr 1800, wurde Hardt der Bürgermeisterei Gladbach zugeordnet, doch gab es bis 1. Januar 1807 noch eine eigene Verwaltungsstelle. Zum 1. Januar 1836 erhielt Hardt jedoch wieder seine Selbständigkeit und wurde um die Honschaften Hehn und Winkeln sowie den restlichen Teil von Vorst, die alle bis dahin zur Bürgermeisterei Obergeburth gehört hatten, vergrößert. Der Rest der Bürgermeisterei Obergeburth kam zur Bürgermeisterei Gladbach, ebenso die Honschaften Eicken, Hardterbroich und Teile von Lürrip, die bis dahin zur Bürgermeisterei Oberniedergeburth gehört hatten. Der Rest von Oberniedergeburth (Üdding und Lürrip teilw.) wurde mit der Bürgermeisterei Unterniedergeburth zur Bürgermeisterei Neuwerk zusammengeschlossen. Somit gab es ab 1836 im Mönchengladbacher Norden noch die drei BürgermeistereienGladbach,Hardt undNeuwerk. Die Bürgermeisterei Gladbach blieb zunächst in die drei Spezialgemeinden Gladbach, Oberniedergeburth undObergeburth unterteilt.[43] Oberniedergeburth und ein kleiner Teil von Obergeburth wurden 1858 in die Stadt Gladbach eingegliedert.[44]
Am 26. Mai 1859 wurde für die Stadt Gladbach dieRheinische Städteordnung eingeführt. Die Bürgermeisterei Gladbach wurde dadurch aufgespalten in eine Stadtbürgermeisterei für die Stadt Gladbach und eine Landbürgermeisterei für die Gemeinde Obergeburth.[45]
Die Stadt Gladbach wurde zum 1. Januar 1888 unter dem Namen „München-Gladbach“kreisfrei. Zum 1. Januar 1907 wurde die Gemeinde Obergeburth inMünchen-Gladbach-Land umbenannt, bevor sie zum 1. August 1921 mit der Gemeinde Neuwerk und derStadt Rheindahlen (Stadtrechte seit 1354, bis 1876 nur Dahlen) nach München-Gladbach eingemeindet wurde.[46][47]
Am 1. August 1929 erfolgte die Vereinigung der kreisfreien Stadt München-Gladbach mit der Gemeinde Hardt, der seit 1907 kreisfreien Stadt Rheydt, der StadtOdenkirchen und dem Amt Schelsen (mit den Gemeinden Giesenkirchen und Schelsen) zur neuen kreisfreien „Stadt Gladbach-Rheydt“. Doch wurde diese Stadt bereits am 1. August 1933 wieder in zwei Städte aufgeteilt: Stadt „München Gladbach“ (mit Hardt) und Stadt „Rheydt“ (mit Odenkirchen, Giesenkirchen und Schelsen).
Beide Städte wurden dann im Rahmen der nordrhein-westfälischenGebietsreform am 1. Januar 1975 unter Einbeziehung der GemeindeWickrath (1933 gebildet aus dem Amt Wickrath mit den OrtschaftenBeckrath,Wickrathhahn, Herrath, Wickrathberg und Buchholz sowie der Gemeinde Wanlo) zur heutigen kreisfreien Stadt Mönchengladbach vereinigt.[48]
Einwohnerentwicklung von Mönchengladbach von 1871 bis 2018; Zahlen ab 1975 nach der Eingemeindung Rheydts und Wickraths
Im Jahr 1890 lebten inMünchen-Gladbach rund 50.000 Menschen. Am 1. August 1921 schlossen sich die kreisfreie Stadt München-Gladbach (64.031 Einwohner 1919), die Landgemeinden München-Gladbach (22.614 Einwohner 1919) und Neuwerk (11.836 Einwohner 1919) sowie die Stadt Rheindalen (8308 Einwohner 1919) zur neuenGroßstadt München-Gladbach mit etwa 110.000 Einwohnern zusammen. Am 1. August 1929 stieg durch die Eingemeindung von Rheydt (45.095 Einwohner 1925), Odenkirchen (20.023 Einwohner 1925) und weiterer Orte die Einwohnerzahl der neuen kreisfreien StadtGladbach-Rheydt auf rund 200.000. Nach der am 1. August 1933 erfolgten Ausgliederung der Stadt Rheydt (mit Odenkirchen, Giesenkirchen und Schelsen) und den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg halbierte sich die Bevölkerung der StadtMünchen-Gladbach im Jahr 1945 auf nur noch 106.000 Einwohner.
Am 11. Oktober 1960 erfolgte die Umbenennung inMönchengladbach. 1968 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt Rheydt die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Die Eingemeindung von Rheydt (99.963 Einwohner) und Wickrath (13.961 Einwohner) am 1. Januar 1975 brachte einen Zuwachs von 114.000 Personen auf 263.000 Einwohner. Im Jahr 1996 erreichte die Einwohnerzahl der Stadt mit 266.873 ihren bis dato historischen Höchststand. Am 30. Juni 2018 betrug dieAmtliche Einwohnerzahl für Mönchengladbach nach Fortschreibung desLandesbetriebs Information und Technik Nordrhein-Westfalen 262.070[49] (nurHauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderenLandesämtern).
An der Spitze der Stadt Gladbach standen zunächst die Gerichtsschöffen. Ferner gab es einenVogt als Vertreter des Landesherrn. Ab 1400 sind erstmalsBürgermeister erwähnt, von denen es zunächst sechs auf Lebenszeit gewählte gab. Diese bildeten denMagistrat. Drei waren Schöffen, die anderen drei von der Bürgerschaft gewählt. Schied ein Schöffe aus, trat der vom Amtmann ernannte Schöffe an dessen Stelle. Schied ein Mitglied der von den Bürgern gewählten Mitglieder aus, wurde aus mehreren Kandidaten ein neuer gewählt. Vom gesamten Magistrat traten zwei Bürgermeister in jährlichem Wechsel als regierender und beisitzender Bürgermeister hervor. Sie leiteten die Stadtverwaltung. EinenRat gab es erstmals seit 1446, dessen Vorsitzender der regierende Bürgermeister war. In französischer Zeit wurde ab 1797 die Munizipalverfassung eingeführt. Stadtoberhaupt war der ehrenamtliche „Maire“, dem zwei ehrenamtliche Beigeordnete und ein Municipalrat zur Seite standen. 1815 wurde die preußische Bürgermeistereiverfassung, 1845 dieGemeindeordnung derRheinprovinz und 1859 dieRheinische Städteordnung eingeführt.[51] Danach leitete ein Bürgermeister beziehungsweise ab 1869 meist ein Oberbürgermeister die Stadtverwaltung. Ihm stand auch weiterhin ein Rat zur Seite.
Während derZeit des Nationalsozialismus wurde der Oberbürgermeister von derNSDAP eingesetzt. Nach demZweiten Weltkrieg bestimmte dieMilitärregierung derBritischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister und führte 1946 die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten „Rat der Stadt“, dessen Mitglieder die Bezeichnung „Stadtverordnete“ tragen. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den ehrenamtlichenOberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt. Des Weiteren wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichenOberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1999 wurde landesweit die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wurde 1999 erstmals direkt vom Volk gewählt. Erste direkt gewählte Oberbürgermeisterin in Mönchengladbachs wurde Monika Bartsch (CDU). Die Büros der Stadtverwaltung sind heute auf die Innenstädte der ehemals selbstständigen Kommunen Mönchengladbach und Rheydt verteilt.
Der Stadtrat besteht in der Regel aus 66 Stadträten und dem direkt gewählten und stimmberechtigten Oberbürgermeister, der die Sitzungen leitet, aber dem Stadtrat nicht angehört.[52] Nach der Ratswahl 2025 gehören 70 Abgeordnete dem Stadtrat an.
Der bisherige AmtsinhaberHans Wilhelm Reiners (CDU) trat 2020 nicht zur Wiederwahl an. In einer Stichwahl wurdeFelix Heinrichs (SPD) zum Nachfolger gewählt (siehe Diagramm). Sein Amt trat er am 1. November 2020 an.[54]
Wahl des Mönchengladbacher Oberbürgermeisters 2020
links, das frühere Wappen Mönchengladbachs rechts, das frühere Wappen der Stadt Gladbach-Rheydt
Banner, Wappen und Hissflagge
Der Stadt Mönchengladbach ist mit Urkunde des Regierungspräsidenten in Düsseldorf vom 7. Februar 1977 das Recht zur Führung einesWappens und einerFlagge verliehen worden. Der Entwurf des Wappens stammte vonWalther Bergmann.
„Unter rotemSchildhaupt, darin einen silbernen Wechselzinnenbalken, gespalten von Blau und Gold, vorne eine silberneAbtskrümme, hinten ein durchgehendes schwarzes Kreuz.“
Der Wechselbalken steht für dieHerren von Quadt, die in Wickrath bis 1796 regierten. Der Abtsstab steht für die Benediktiner, die bis 1802 auf dem Abteiberg Mönchengladbach ansässig waren und das Kreuz symbolisiert dieHerren von Bylandt, die in Rheydt herrschten.
Beschreibung der Flagge
Die Stadt Mönchengladbach führt ein Banner Rot-Gold (Gelb)-Rot im Verhältnis 1:4:1, längsgestreift mit dem über die Mitte nach oben verschobenen Wappenschild der Stadt, sowie eine Hissflagge Rot-Gold (Gelb)-Rot 1:4:1 quer gestreift mit dem zur Stange verschobenen Wappenschild der Stadt.
Die alte Stadt Mönchengladbach führte von 1903 bis 1929 und vom 1. August 1933 bis 31. Dezember 1974 ein anderes Wappen, das denHl. Vitus sowie einen schwarzen Löwen, beide von einem blauen Wellenbalken getrennt, zeigte. Der Hl. Vitus ist der Patron der Benediktinerabtei und damit der Stadt, der Löwe das Wappentier der Herren von Jülich, die die Siedlung Gladbach zur Stadt erhoben. Der Wellenbalken symbolisiert den Gladbach und machte damit das Stadtwappen zu einem „redenden Wappen“. Die Sterne symbolisieren dieVierzehn Nothelfer, zu denen Vitus gezählt wird. Der Entwurf des Wappens nach Anregung des damaligen OberbürgermeistersHermann Piecq stammt von dessen SchwagerFelix Hauptmann, dem das bereits seit dem Mittelalter verwendete städtische Siegel als Vorbild diente.
Das Wappen der Stadt Gladbach-Rheydt wurde vom 21. Juni 1932 bis 31. Juli 1933 verwendet und stammt im Entwurf vom damaligen Leiter des städtischen Archivs, Julius Koenzgen, der dazu Elemente des Gladbacher und des Rheydter Wappens kombinierte.
Im Jahre 2016 erbrachte Mönchengladbach, innerhalb der Stadtgrenzen, einBruttoinlandsprodukt (BIP) von 8,710 Milliarden Euro und belegte damit Rang 39 in derRangliste der deutschen Städte nach Wirtschaftsleistung. Das BIP pro Kopf lag im selben Jahr bei 33.442 Euro (Nordrhein-Westfalen: 37.416 Euro, Deutschland 38.180 Euro). In der Stadt gab es 2016 ca. 133.300 erwerbstätige Personen.[57] Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2018 bei 8,8 % und damit über dem Durchschnitt von 6,4 % des Landes Nordrhein-Westfalen.[58] 12.279 Menschen waren damals arbeitslos gemeldet und damit 2.024 weniger als im Dezember 2017 – ein Rückgang um 14,2 %. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote in Mönchengladbach lag im Jahr 2018 bei 9,8 %.[59]
Mönchengladbachs industrieller Aufstieg wurde vor allem durch die Entwicklung derTextilindustrie von der Mitte des 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts geprägt. Daneben entwickelte sich auch eine textilorientierte Maschinenindustrie.
Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte ein umfassenderStrukturwandel ein, bei dem die Bedeutung der Textilindustrie abnahm und neue Wirtschaftszweige an Bedeutung gewannen. Derzeit sind nur noch 7 Prozent der Beschäftigten in der einst so dominantenTextil- und Bekleidungsindustrie tätig (BeispielsweiseVan Laack undGardeur). Im Rahmen der erfolgreichen Diversifizierung desWirtschaftsstandorts haben die Stadt und Vertreter der Unternehmen vor Ort im Jahr 1997 die Wirtschaftsförderung Mönchengladbach (WFMG) gegründet. Die WFMG hat gemeinsam mit derHochschule Niederrhein ein Fünf-Säulen-Modell für die künftige Ausrichtung des Wirtschaftsstandorts entwickelt. Hiernach sind Textil und Mode, Maschinenbau und Elektrotechnik, Logistik, die Kreativwirtschaft sowie das Gesundheitswesen als Leitbranchen für die wirtschaftliche Zukunft der Stadt Mönchengladbach bestimmend. Im Rahmen einer aktivenClusterpolitik hat die WFMG zum Teil eigene Netzwerke für diese Branchen initiiert.
Seit den 2000er Jahren ließen sich zahlreiche bekannte Unternehmen wieZalando,Esprit,Adidas,L’Oréal,DHL,C&A,Primark undAmazon in den Gewerbegebieten Mönchengladbachs nieder. Der Logistikstandort Regiopark ist mit dem benachbarten in Güdderath das größte Gewerbegebiet in Mönchengladbach. Auf dem 165 Hektar großen Nordpark, einer ehemals militärisch genutztenKonversionsfläche, befinden sich neben demBorussia-Park und demHockeypark auch Unternehmen aus der Kreativwirtschaft, der Digitalwirtschaft und anderen Branchen. So hat etwa dieSantander Consumer Bank dort einen ihrer Sitze; die Deutschlandzentrale ist in der Innenstadt. Auch das ModeunternehmenVan Laack ist im Nordpark ansässig, ebenso beispielsweiseEizo undRicoh. Weitere in Mönchengladbach ansässige Unternehmen sind beispielsweise die GetränkeunternehmenValensina,Refresco,Oettinger Brauerei, der TabakwarengroßhändlerHall Tabakwaren sowie der LogistikerVanderlande.Coca-Cola hat dort seit einer Kapazitätserweiterung im Jahr 2018 eine seiner größten Produktions- und Abfülllinien in Europa.[60] Die PPG-Nordpark GmbH, eine Tochtergesellschaft der Entwicklungsgesellschaft Mönchengladbach und von Borussia Mönchengladbach (EWMG), vermarktet Flächen von insgesamt 30.000 Quadratmeter als Veranstaltungsflächen[61], auf denen Outdoorveranstaltungen wie etwa Flohmärkte oder große Messen wie die alljährlich stattfindende Baumesse Mönchengladbach[62] ausgerichtet werden können.
Über die Stadtgrenzen hinaus bekannt istChocolatier Heinemann für seine Torten, Pralinen und Backwaren.[63] Des Weiteren sind Bierbrauereien in Mönchengladbach vertreten. DieOettinger Brauerei produziert am Standort der ehemaligenHannen-Brauerei. Die Brauerei Hensen stellt seit 2017 an der Quelle des Gladbachs im StadtteilWaldhausen ein niederrheintypischesAltbier und andere Biere her.[64] Die HausbrauereiZum Stefanus schenkt im Rheindahlener OrtsteilMennrath neben einem hellen und dunklen Vollbier weitere saisonale Biere aus.[65]
Der Rat der Stadt Mönchengladbach hat 2016 die Stadtentwicklungsstrategiemg+ Wachsende Stadt beschlossen. Leitmotive der Strategie sind Lebensraum, Umwelt, Wirtschaft und Standortfaktoren. Ziele sind eine Verbesserung der Wohn- und Lebensverhältnisse und die Stärkung des Wirtschaftsstandortes. Die Strategie soll im Rahmen diverser Projekte umgesetzt werden.[66]
Im Fernverkehr der Deutschen Bahn AG wird Mönchengladbach Hauptbahnhof montags bis freitags einmal täglich durch einenIntercity je nach und von Berlin angefahren. Hinzu kommt freitags einICE.
Eine stündliche Anbindung an die benachbarten Niederlande ermöglicht derMaas-Wupper-Express aus Hamm/Westf. nachVenlo (NL). Der Grenzübertritt hinterKaldenkirchen gilt als Fahrt innerhalb des Verbundes und VRR-Tickets werden anerkannt.[67] Insbesondere an deutschen Feiertagen ist Venlo mit Altstadt und Maasufer ein beliebtes Ausflugsziel. Außerdem kann dort bequem in den Zug nachAmsterdam Bijlmer Arena und Schiphol Airport gewechselt werden.[68]
DerEiserne Rhein, eine Güterzugstrecke zu den belgischen Seehäfen, wurde bis 1992 überDalheim und Roermond (NL) geführt.
Den Beginn des ÖPNV markierte die Eröffnung der Pferdebahn zwischen Gladbach und Rheydt im Jahr 1881, die von beiden Städten gemeinsam betrieben wurde. 1900 erfolgte die Umstellung auf elektrischen Betrieb, 1901 wurde dieser zwischen beiden Städten aufgeteilt. DieStraßenbahn Mönchengladbach verkehrte bis 1969, dieStraßenbahn Rheydt wurde 1959 eingestellt. In Rheydt verkehrte von 1952 bis 1973 außerdem derOberleitungsbus Rheydt.
DerVerkehrslandeplatz Mönchengladbach wird hauptsächlich durch die private und gewerblicheAllgemeine Luftfahrt genutzt. Ein Linienverkehr findet gegenwärtig nicht statt. Unweit von Mönchengladbach liegt der internationaleFlughafen Düsseldorf, der von 1996 bis 2018 Mehrheitsgesellschafter des Mönchengladbacher Flughafens war und seit 2018 noch mit 20 % beteiligt ist. Seit 2018 ist die Entwicklungsgesellschaft der Stadt Mönchengladbach (EWMG) mit 54,75 % Mehrheitsgesellschafter. Weitere Anteile halten dieNEW mobil und aktiv Mönchengladbach (25,24 %) und die Stadt Willich (0,01 %).[70] Aufgrund der für den Luftverkehr mit größerenJets zu kurzen Start- und Landebahn von 1200 m gab es Ausbaupläne, um einen erneuten Linienflugbetrieb zu ermöglichen. Im hierzu notwendigenPlanfeststellungsverfahren bei der Bezirksregierung Düsseldorf gab es im Regionalrat Düsseldorf keine Mehrheit für eine Verlängerung der Start- und Landebahn. Die Düsseldorfer Flughafengesellschaft verfolgte die Ausbaupläne anschließend nicht mehr.[71]
Mönchengladbach liegt an derEuroga-Radroute. Die überwiegend flache niederrheinische Landschaft bietet viele Möglichkeiten für Freizeittouren, zum Beispiel entlang derNiers und auf derNiederRheinroute. Beschilderte Routen auf demRadverkehrsnetz NRW existieren auch in die benachbarten KreiseViersen,Neuss undHeinsberg sowie bis nachDüsseldorf undKrefeld. Der Ausbau des innerstädtischen Radwegenetzes war in der Vergangenheit Gegenstand politischer Diskussionen.[72] Im September 2017 wurde die ersteFahrradstraße der Stadt – dieBlaue Route – eröffnet; sie verbindet den Campus derHochschule Niederrhein mit den Hauptbahnhöfen in Gladbach und Rheydt.[73]
In Mönchengladbach gibt es mittlerweile verschiedene organisierte Gemeinschaftsautos (Carsharing), die das bestehende Mobilitätsangebot in der Stadt erweitern. So betreibt der AnbieterNextbike in Kooperation mitSantander seit 2018 einen stationsbasierten Fahrradverleih mit insgesamt 35 Stationen und etwa 250 Fahrrädern.[74] Zudem sind die E-Scooter-Anbieter Bolt, Bird, Lime und TIER in der Stadt aktiv. Die vier Anbieter zusammen betreiben aktuell etwa 1100 E-Scooter in der Stadt.[75]
DieNEW betreibt unter dem Markennamen „Wheesy“ außerdem einen Carsharing-Dienst mit insgesamt neun Stationen. Im November 2019 wurde dieses Angebot um elektrische Roller erweitert.[76]
An der Lüpertzender Straße befindet sich die lokale RadiostationRadio 90,1 Mönchengladbach. Sie ging am 29. September 1990 auf Sendung, am 30. Oktober 1990 wurde die erste Sendung im Rahmen desBürgerfunkes über die Frequenzen des Senders ausgestrahlt.
In Mönchengladbach wird keine eigeneTageszeitung herausgegeben. Über das lokale und regionale Geschehen berichten dieRheinische Post und dieWestdeutsche Zeitung sowie mit demExtra-Tipp am Sonntag eine kostenlose,werbefinanzierte Zeitung, die einmal wöchentlich an alle Haushalte verteilt wird. DerHindenburger ist eine Stadtzeitschrift rund um Lifestyle, Kultur, Freizeit und Gastronomie, die monatlich kostenlos erscheint und als Auslage in Geschäften verteilt wird. DasGURU Magazin mit Ausrichtung auf Gesellschaft und Lifestyle wird an Haushalte direkt verteilt. Seit 1997 gibt es eine Lokalausgabe derStraßenzeitungFiftyfifty, die vomDiakonischen Werk Mönchengladbach e. V. herausgegeben und von Menschen in sozialer Not verkauft wird.
In der seit Dezember 2007 existierenden Online-Bürgerzeitung Mönchengladbach können die Bürger selber unter derCreative Commons Artikel veröffentlichen, Themenschwerpunkt ist die Kommunalpolitik. Kommunalpolitiker nutzen dieses Medium.
In Mönchengladbach befand sich auch einMittelwellensender desAFN, der auf 1143 kHz mit 1 kW Sendeleistung arbeitete. Er verwendete als Sendeantenne einen 45,5 Meter hohen, gegen Erde isolierten Sendemast bei51° 10′ 2″ N,6° 23′ 56″ O51.1672222222226.3988888888889.
In Mönchengladbach findet sich das gesamte Spektrum an allgemein bildenden und beruflichen Schulen in öffentlicher und in privater Trägerschaft. Insgesamt besitzt die Stadt 95 Schulen, von den Grundschulen bis zur Hochschule, darunter auch eineWaldorfschule und zweiMontessorischulen.
Durch Zusammenschluss von zwölf Fach- und Ingenieurschulen in mehreren Städten wurde 1971 dieHochschule Niederrhein – University of Applied Sciences gegründet. Am Standort Krefeld sitzt die Verwaltung. Auf dem Campus Mönchengladbach forschen und lehren die Fachbereiche Oecotrophologie, Sozialwesen, Textil- und Bekleidungstechnik sowie Wirtschaftswissenschaften. Das Studium ist praxisnah mit engen Kontakten zur regionalen Wirtschaft ausgelegt und führt zu Abschlüssen mit den Graden Bachelor und Master. Seit 2012 gibt es auch ein Promotionskolleg.
Hervorzuheben ist der Textilcampus an der Webschulstraße. Dort befinden sich neben der Hochschule Niederrhein das Forschungszentrum für Textillogistik derFraunhofer-Gesellschaft und seit 2018 dieTextilakademie NRW für die Aus- und Weiterbildung von gewerblich-technischen Berufen mit dem Schwerpunkt Textil- und Bekleidungsindustrie.[77][78]
Die Musikschule der Stadt Mönchengladbach bietet eine musikalische Ausbildung von Kindern bis zur Vorbereitung der Aufnahmeprüfung an einer Musikhochschule. Mehr als 4000 Schüler nehmen die Angebote wahr.
DieStadtbibliothek Mönchengladbach wurde 1905 eröffnet und bietet neben allgemeiner Literatur für Kinder und Erwachsene auch Medien in fremden Sprachen an. Zur historischen Sammlung gehören das Internationale Exlibris-Zentrum Mönchengladbach, die ehemalige Bibliothek der Kölnischen Franziskaner-Ordensprovinz mit Werken aus dem 16. bis frühen 19. Jahrhundert aus den Bereichen Wissenschaft und Weisheit sowie die ehemalige Bibliothek des früheren Volksvereins für das katholische Deutschland (1892–1933) über Sozial- und Wirtschaftswissenschaft.[80] Sie gehörte zu den Teilnehmern der StandortinitiativeDeutschland – Land der Ideen der Bundesregierung und des Bundesverbands der Deutschen Industrie.[81]
DerRheydter Turnverein 1847 e. V. mit seiner Bogensportabteilung ist Mönchengladbachs erfolgreichster Verein imBogenschießen. Er hat jeweils ein Team in der 1. Bundesliga Nord und in der Regionalliga West. 2008 hat es die Bundesligamannschaft zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in das Bundesligafinale geschafft.
Mönchengladbachs größter, bekanntester und erfolgreichster Fußballverein istBorussia Mönchengladbach. Der Traditionsklub feierte in den 1970er Jahren fünf deutsche Meisterschaften und zweiUEFA-Cup-Siege. Der Verein spielt in derBundesliga und trägt seine Heimspiele imBorussia-Park aus. Borussias U-23-Mannschaft spielt in derRegionalliga und trägt ihre Heimpartien in der Regel imGrenzlandstadion aus. Der älteste Fußballverein der Stadt ist der1. FC Mönchengladbach. Dieser Verein war der Jugendverein vonGünter Netzer, der von dort zu Borussia Mönchengladbach wechselte. Der Verein wurde 1894 gegründet und spielt aktuell in der Landesliga. Er ist zudem der älteste Fußballverein imWestdeutschen Fußballverband.
In der Stadt sind zahlreiche Vereine mit Junioren- und Seniorenteams vertreten. Die aktuell höchstklassige Mannschaft ist die 1. Mannschaft (Männer) der Handballabteilung von Borussia Mönchengladbach, die in der Oberliga Niederrhein aktiv ist. Heimspiele werden in der Jahnhalle ausgetragen. Aus dem Stadtgebiet sind mehrere Mannschaften ebenfalls in der Verbandsliga vertreten (Frauen: Rheydter TV 1847, Welfia Mönchengladbach, Turnerschaft Lürrip; Männer: TV Einigkeit Geistenbeck).
Mönchengladbach ist Sitz desDeutschen Hockey-Bundes. DerGladbacher HTC spielt in derFeldhockey-Bundesliga. 2002 wurde man deutscher Meister und trägt die Heimspiele auf der vereinseigenen Anlage aus. Eigens für dieFeldhockey-Weltmeisterschaft der Herren 2006 wurde im Nordpark neben dem Borussia-Park derHockeypark errichtet. In diesem fanden neben der Wm auch drei Europameisterschaften der Herren und Damen (2011, 2023, 2025) statt, darüber hinaus dient er als Konzertarena. Der Rheydter SV ist der älteste Hockeyverein in Mönchengladbach, er wurde 2001 der bislang letzte Deutsche Pokalsieger Die Herrenmannschaft spielte jahrelang in der2. Feldhockey-Bundesliga, mittlerweile aber nur noch in der 2. Verbandsliga.[82] Der RSV trägt seine Spiele auf dem eigenen Kunstrasenplatz am Grenzland-Stadion aus.
Der 1. Judo-Club Mönchengladbach ist derzeit der stärkste Judoverein am Niederrhein. Die Frauenmannschaft kämpft seit 2000 in der 1. Bundesliga, die Männermannschaft stieg 2008 in die 1. Bundesliga auf. Der bekannteste Judoka des 450 Mitglieder zählenden Vereins ist der dreifache Olympiateilnehmer und Bronzemedaillengewinner von 2012Andreas Tölzer.
Auf der 1893 eröffnetenTrabrennbahn Mönchengladbach veranstaltet derVerein zur Förderung des Rheinischen Trabrennsportes e. V. (bis Ende 2007Trabrennverein Mönchengladbach e. V.) regelmäßigTrabrennen. Im September 2019 wurde bekannt, dass die Entwicklungsgesellschaft der Stadt Mönchengladbach beabsichtigt, den Pachtvertrag für die Trabrennbahn zugunsten der Ansiedlung weiteren flugaffinen Gewerbes amFlughafen zum Jahresende 2021 zu kündigen.[83] Allerdings fanden auch im Jahr 2023 noch regelmäßig Rennen statt.[84]
2021 bewarb sich die Stadt alsHost Town für die Gestaltung eines viertägigen Programms für eine internationale Delegation derSpecial Olympics World Summer Games 2023 in Berlin. 2022 wurde sie als Gastgeberin fürSpecial Olympics Japan ausgewählt.[88] Damit wurde sie Teil des größten kommunalen Inklusionsprojekts in der Geschichte der Bundesrepublik mit mehr als 200 Host Towns.[89]
Kaiser-Friedrich-Halle von 1903. Veranstaltungsstätte für Theater, Konzerte und Feste.
DieVereinigten Städtischen Bühnen Krefeld und Mönchengladbach bieten Oper, Operette, Musical, Schauspiel und Ballett in den Theaterhäusern beider Städte. Das Kooperationstheater wurde 1950 gegründet. Das begleitende Orchester der Bühnen sind die „Niederrheinischen Sinfoniker“, die auch Sinfoniekonzerte geben.
Ferner gibt es das BIS im ehemaligen Museum auf der Bismarckstraße, ein Zentrum für alle Arten von Kultur, so auch Malerei, Jazz und zeitgenössische Musik,Die Spindel, eine Kleinkunstbühne imDon Antonio (Haus Ohlenforst), „Das Rote Krokodil“, eine Kleinkunstbühne im Stadtteil Wickrath, die Kleinkunstbühne „Theater im Gründungshaus“ im Stadtteil Eicken und den „Theater Spielplatz“, Mönchengladbachs kleinste Bühne. Sie bietet Kabarett, Theater und Literatur und befindet sich in Rheydt.
DieMusic Community MG war ein loser Zusammenschluss von Veranstaltern und Kulturförderern in Kooperation mit dem Fachbereich Weiterbildung und Musik der Stadt Mönchengladbach (Stand 2015). Jährlich werden auf zehn Veranstaltungen Künstler aus dem Bereich der Popularmusik gefördert. Mit den zweitägigen Musikfestivals citymovement indoor (2006) und dem citymovement outdoor (2007) hat die MusicCommunity MG die Tradition des größten Umsonst-und-Draußen-Festivals der Region wieder aufgenommen. Einen weiteren Neuanfang des Umsonst-und-Draußen-Festivals am Platz der Republik gab es von 2009 bis 2014 unter dem NamenHorst-Festival, das vomAStA derHochschule Niederrhein organisiert wurde.
Das 1979 gegründete MusikfestivalEnsemblia wird alle zwei Jahre in Mönchengladbach ausgerichtet.[90] Außerdem finden diverse Veranstaltungen unter demEconore-Label statt.[91]
Mönchengladbacher Musikgruppen mit internationalen Erfolgen waren in den 1970er Jahren dieKrautrock-BandWallenstein und Anfang bis Mitte der 1990er Jahre dieRockbandSun. Zwischen 1985 und 1991 galt die Jazz-Rock-Pop-Band Newtation als regional erfolgreich. Bundesweit bekannt sindEA80 (eine der ältesten deutschen Punkbands), dieHard-Rock-BandMotorjesus und der RapperEko Fresh.
Museum Abteiberg: Museum fürBildende Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Mit Werken von Joseph Beuys, Sonia Delaunay-Terk, Richard Serra, Andy Warhol, Sigmar Polke, Gerhard Richter, Martin Kippenberger, der Gruppe ZERO, Donald Judd, Jonathan Meese und anderen.
Schloss Rheydt: Sammlung von Kunst- und Kulturgegenständen der Renaissance- und Barockzeit sowie zur Textilgeschichte Mönchengladbachs
Archäologisches Museum Rheindahlen: Steinzeitliche Fundstätten des Niederrheins
Am 27. Januar 2006 hatGunter Demnig im Stadtteil Odenkirchen die ersten dreiStolpersteine in Mönchengladbach verlegt. Bis November 2013 waren es im ganzen Stadtgebiet 241 an 69 Orten.[92]
18. Jahrhundert:Haus Zoppenbroich, Mönchengladbach-Rheydt als Wasserschloss
Ende 18. Jahrhundert: Abtshof, Mönchengladbach-Neuwerk, heute Restaurant und Gelände für Pferdesport
1853–1855: Katholische Pfarrkirche St. Marien, Mönchengladbach-Rheydt, entworfen vonVincenz Statz, Wiederaufbau und Umbau durchAlfons Leitl nach dem Zweiten Weltkrieg
1855: Gladbacher Aktienspinnerei und -weberei, ein „Industrieschloss“, heute Teil des Berufskollegs für Technik und Medien am Platz der Republik
1896: Katholische Brandtskapelle St. Aloysius, Mönchengladbach-Waldhausen, eingeweiht 1896, erbaut vonFranz Brandts, entworfen von Regierungsbaumeister a. D.Anton Peter Neu
1969: Pahlkebad, Mönchengladbach-Rheydt, benannt nachEmil Pahlke (1889–1893 Oberbürgermeister von Rheydt), seit Januar 2008 wegen Sanierungsbedarf geschlossen, seit April 2008 unter Denkmalschutz; die Wiedereröffnung des renovierten Schwimmbades erfolgte am 31. März 2012.
Klimatisch zeichnet sich Mönchengladbach durch eine Gunstlage aus, die von derNordsee und vomGolfstrom beeinflusst wird. Die Winter sind schneearm und der Frühling setzt recht früh ein. Im Jahresdurchschnitt fällt einNiederschlag von ca. 801 Millimetern. DieJahresmitteltemperatur beträgt ca. 11,6 Grad Celsius.
Am 1. Juli 1956 wurde das Kfz-Kennzeichen MG eingeführt. Es wird bis heute durchgehend ausgegeben. Das frühere Kfz-Kennzeichen RY (Stadt Rheydt) wurde bisher nicht wieder eingeführt.
Ernst Brasse:Geschichte der Stadt und Abtei Gladbach und Urkunden und Regesten zur Geschichte der Stadt und Abtei Gladbach. Unveränderter Nachdruck der Ausgabe M.Gladbach 1914–1926. Antiquariat am St. Vith, Mönchengladbach.
Robert Lünendonk:Auf den Spuren des Gladbachs und seiner Mühlen. Beiträge zur Geschichte der Stadt Mönchengladbach. Klartext Verlag, Essen 2008,ISBN 978-3-8375-0030-1.
Peter Norrenberg:Geschichte der Pfarreien des Dekanates M.Gladbach. Unveränderter Nachdruck. Antiquariat am St. Vith, Mönchengladbach, 2005, Köln 1889.
Doris Schilly:Mitten unter uns. Jüdisches Leben in Mönchengladbach. Sutton Verlag, Erfurt 2006,ISBN 3-89702-984-7.
Heinrich Silbergleit:Preußens Städte – Denkschrift zum 100-jährigen Jubiläum der Städteordnung vom 19. November 1808. Hrsg. im Auftrag des Vorstandes des Preußischen Städtetages, Berlin 1908.
Erich Keyser:Rheinisches Städtebuch. Hrsg.: Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages. Band III 3. Teilband aus „Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte“. Stuttgart 1956.
Rudolph Wiedemann:Geschichte der ehemal. Herrschaft und des Hauses Odenkirchen. Nachdruck mit einem Vorwort von Norbert Bude. Antiquariat am St. Vith, 2008, Odenkirchen 1879.
Laurentiusbote. Odenkirchen.
Wolfgang Löhr mit Unterstützung der Sparkassenstiftung für Kunst und Wissenschaft, der Reiners-Stiftung GmbH und der Josef und Hilde Wilberz-Stiftung (Hrsg.):Loca Desiderata, Mönchengladbacher Stadtgeschichte.Band1. Rheinland-Verlag- und Betriebsgesellschaft des Landschaftsverbandes Rheinland, Abtei Brauweiler, Pulheim 1994,ISBN 3-7927-1375-6.
Wolfgang Löhr mit Unterstützung der Sparkassenstiftung für Kunst und Wissenschaft, der Reiners-Stiftung GmbH und der Josef und Hilde Wilberz-Stiftung (Hrsg.):Loca Desiderata, Mönchengladbacher Stadtgeschichte.Band2. Rheinland-Verlag- und Betriebsgesellschaft des Landschaftsverbandes Rheinland, Abtei Brauweiler, Pulheim 1999,ISBN 3-7927-1801-4.
Wolfgang Löhr mit Unterstützung der Sparkassenstiftung für Kunst und Wissenschaft, der Reiners-Stiftung GmbH und der Josef und Hilde Wilberz-Stiftung (Hrsg.):Loca Desiderata, Mönchengladbacher Stadtgeschichte.Band3.1. Rheinland-Verlag- und Betriebsgesellschaft des Landschaftsverbandes Rheinland, Abtei Brauweiler, Pulheim 2003,ISBN 3-7927-1883-9.
Wolfgang Löhr mit Unterstützung der Sparkassenstiftung für Kunst und Wissenschaft, der Reiners-Stiftung GmbH und der Josef und Hilde Wilberz-Stiftung (Hrsg.):Loca Desiderata, Mönchengladbacher Stadtgeschichte.Band3.2. Rheinland-Verlag- und Betriebsgesellschaft des Landschaftsverbandes Rheinland, Abtei Brauweiler, Pulheim 2003,ISBN 3-87448-265-0.
Margit Sollbach-Papeler (Hrsg.):Mönchengladbach und Rheydt 1939–1945: Alltag unter Bomben. Lesezeichenverlag, Hagen 1997,ISBN 3-930217-17-1.
Christoph Nohn:Auftakt zur Gladbacher Geschichte. Die Gründungsgeschichte der Abtei Gladbach und das politische Spannungsfeld Lotharingiens im 9. und 10. Jahrhundert. Klartext Verlagsgesellschaft mbH, Essen 2011,ISBN 978-3-8375-0510-8.
Robert Lünendonk:Die Niers und ihre Mühlen. Von der Quelle bis Neuwerk. Hrsg.: Christian Wolfsberger. 1. Auflage. Klartext Medienwerkstatt GmbH, Essen, Mönchengladbach 2012,ISBN 978-3-8375-0741-6.
Rüdiger Pongs:Die Gladbacher Stadtbefestigung. Die Verteidigungsanlagen in Gladbach vom befestigten Münsterberg bis zur Fortifikation des Dreißigjährigen Krieges. Hrsg.: Christian Wolfsberger. Klartext Medienwerkstatt GmbH, Essen, Mönchengladbach 2014,ISBN 978-3-8375-1101-7 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
Bildbände
Christian Wolfsberger, Ilona Gerhards:Mönchengladbach so wie es war. Droste Verlag GmbH, Düsseldorf 2010,ISBN 978-3-7700-1384-5.
Käthe Limburg, Bernd Limburg: Denkmale in der Stadt Mönchengladbach. In: unterwegs & daheim – Homepage von Käthe und Bernd Limburg. Abgerufen am 2. Juni 2012
↑Stadt Mönchengladbach (Hrsg.):Statistisches Handbuch Mönchengladbach 2010–2014. Dezember 2015, IX.Geographische Angaben, Witterungsverhältnisse und Katasterfläche,S.62 (presse-service.de [PDF;6,3MB; abgerufen am 13. September 2018]).
↑Wolfgang Löhr:Loca Desiderata: Mönchengladbacher Stadtgeschichte. Band 1. Rheinland-Verlag- und Betriebsgesellschaft des Landschaftsverbandes Rheinland, Abtei Brauweiler, Pulheim 1994,ISBN 3-7927-1375-6, S. 139.
↑Wolfgang Löhr:Loca Desiderata: Mönchengladbacher Stadtgeschichte. Band 1. Rheinland-Verlag- und Betriebsgesellschaft des Landschaftsverbandes Rheinland, Abtei Brauweiler, Pulheim 1994,ISBN 3-7927-1375-6, S. 157.
↑Auswirkungen der Reformation. In: moenchengladbach.de. Stadt Mönchengladbach, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 11. Juni 2011; abgerufen am 6. August 2011.
↑Standorte. In: christadelphian.de. Christadelphian-Gemeinde, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 9. September 2019; abgerufen am 19. April 2019.
↑Einladung zum Paradies: Wie die Salafisten in Mönchengladbach scheiterten – Jörg Lau. In:Jörg Lau. 13. Oktober 2011 (zeit.de [abgerufen am 28. März 2018]).
↑Martin Bünermann, Heinz Köstering:Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975,ISBN 3-555-30092-X.
↑Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen. In: it.nrw. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen, 4. Dezember 2018, abgerufen am 19. April 2019.
↑Ralf Jüngermann:Die CDU sucht neue Freunde. Opposition war gestern, die Christdemokraten können wieder gestalten. Zumindest theoretisch. Faktisch sind sie zwar als stärkste Fraktion gefordert, ab sofort im Rat nach Mehrheiten zu fahnden. Tatsächlich sind die Optionen rar. In:Rheinische Post. Mönchengladbacher Stadtpost.Nr.91. Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH, Mönchengladbach 19. April 2013,S.C 2.
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