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Ludwik Gross

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Ludwik Gross, 1904–1999

Ludwik Gross (*11. September1904 inKrakau; †19. Juli1999 inNew York,(NY)[1]) war ein polnisch-US-amerikanischerKrebsforscher undVirologe. Er wurde bekannt durch seine Arbeiten über Tumorviren.

Leben

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Gross wurde in Krakau, im damaligenKronland Galizien derösterreich-ungarischen Monarchie geboren. Er entstammte einer großbürgerlichen assimiliertenjüdischen Familie. Seine Eltern waren beide Rechtsanwälte und sein Vater war Parlamentsabgeordneter für Krakau imReichsrat, dem Parlament der österreichischen Reichshälfte. Gross studierte an derJagiellonen-Universität KrakauMedizin und schloss das Studium mit demDoktorgrad 1929 ab. Er arbeitete drei Jahre in Krakau am St.-Lazarus-Krankenhaus und ging anschließend für einen Forschungsaufenthalt für einige Jahre (1932–1939, mit Unterbrechungen) an dasInstitut Pasteur inParis, wo er sich auf die Krebsforschung spezialisierte. 1940 emigrierte er wegen der zunehmenden Gefahr durch denNationalsozialismus in Europa in dieVereinigten Staaten und arbeitete zunächst am Krankenhaus vonCincinnati,Ohio. 1943–1945 diente er imU.S. Army Medical Corps. Nach demZweiten Weltkrieg wurde er Direktor der Krebsforschungsabteilung amBronx Veterans Affairs (VA) Hospital in New York. Sein Labor bestand zunächst nur aus einem einzigen Raum. Nach und nach baute er es zu einer Krebsforschungs-Einheit auf. 1957–1960 war er Gastwissenschaftler amMemorial Sloan-Kettering Cancer Center in New York City. 1971 erhielt er eine Professur an derMount Sinai School of Medicine. Gross starb 1999 im Alter von 94 Jahren anMagenkrebs.

Wissenschaftliche Leistungen

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Wissenschaftliches Hauptthema waren zeit seines Lebens die Krebsforschung und dabei besonders die Rolle vonViren bei der Krebsentstehung. 1951 entdeckte Gross, dassLeukämie beiMäusen durch ein übertragbares Virus ausgelöst wird, dasMaus-Leukämie-Virus (MLV). Gross blieb überzeugt, dass ein Teil auch der menschlichen Krebserkrankungen durch Viren verursacht sei. Weil diese Viren lange nicht gefunden wurden, sah er sich starker Kritik ausgesetzt. Erst die Entdeckung desEpstein-Barr-Virus 1963 und der humanen RetrovirenHTLV-1 undHTLV-2 1980–1982 ließ die Kritik abebben.

Auszeichnungen

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Gross erhielt zahlreiche Auszeichnungen für seine Arbeiten:

1973 wurde er in dieNational Academy of Sciences aufgenommen und 1977 in die französischeEhrenlegion.

Weblinks

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Werke

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  • Ludwik GrossOncogenic Viruses (2 Bände) Pergamon Press, 1. Auflage 1961, zweite Auflage 1970, dritte Auflage 1983 (ISBN 0-08-026830-7)

Einzelnachweise

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  1. The New York Times: Ludwik Gross, a Trailblazer in Cancer Research, Dies at 94
Personendaten
NAMEGross, Ludwik
KURZBESCHREIBUNGpolnisch-US-amerikanischer Virologe
GEBURTSDATUM11. September 1904
GEBURTSORTKrakau
STERBEDATUM19. Juli 1999
STERBEORTNew York,(NY),Vereinigte Staaten
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